Reisebericht Zion Nationalpark Utah

16. November 2019

Sonnenaufgang am Bryce Point & Weiterreise nach Zion

Heute Morgen war es wieder klar und ich freute mich, dass es mit dem Bryce Point zu Sonnenaufgang doch noch klappen sollte. Am Anfang hatte es wieder schönes Mondlicht, das aber rasch schwächer wurde und der blauen Stunde Platz machte. Die vielen Hoodoos gefallen mir in diesem sanften ersten Licht des Tages fast besser als im Sonnenlicht. Irgendwie ist der Blick vom Bryce Point total chaotisch und fotografisch schwierig zu beherrschen .

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Bryce CanyonSonnenaufgang Bryce Point

Das warme rosa Licht vor Sonnenaufgang machte sich auch gut und so sah die Aussicht fast am besten aus. Schliesslich ging die Sonne auf und obwohl das Licht schön goldig war, war der Blick plötzlich wieder ein Chaos an Hoodoos . Viel habe ich daher auch nicht gemacht und fuhr zum letzten Frühstück zurück ins Hotel, wo ich mich danach mit gut gefülltem Magen auf den Weg in den Zion Nationalpark machte.

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Bryce CanyonSonnenaufgang Bryce Point

Auf dem Weg Richtung Cedar City machte ich ein paar Schnappschüsse von der Strasse aus vom Red Canyon, eine tolle Felsformation. Eigentlich wollte ich sie mir auch erwandern, aber sowohl das Schienbein als auch der Schlechtwettertag haben das verhindert. Na ja, ich denke, irgendwann komme ich nochmal nach Bryce zurück und hole das nach, was diesmal nicht ging .

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Red Canyon Utah

Ich fuhr über Cedar City, um dort noch einige frische Lebensmittel für die nächsten Tage zu kaufen und voll zu tanken. Ich esse hier viel Obst und in den grösseren Supermärkten ist die Auswahl frischer und grösser als in den kleinen General Stores in den Nationalpark. Von den Preisunterschieden reden wir mal gar nicht...

Für die Strecke bis zu meinem Hotel, dem Hampton Inn & Suites *, in Springdale brauchte ich 2:35 Stunden. Das Hotel gehört zur Hilton Gruppe und ist dementsprechend komfortabel. Das Zimmer war sehr gross mit zwei Queen Betten, Fernseher, Kühlschrank, Mikrowelle, Kaffeemaschine und einem grossen Bad mit toller Dusche. Auch hier war das WiFi die ganze Zeit stabil und schnell.

Diashow Hilton Hampton Inn & Suites Springdale Utah (Klick für grössere Bilder):
Hilton Hampton Inn & Suites Springdale, UT
Booking.com * Booking.com

Nachdem ich meine Sachen ins Zimmer geschafft hatte, machte ich mich auch gleich auf den Weg in den Nationalpark, denn es waren nur noch rund 2,5 Stunden bis Sonnenuntergang. Der Eintritt von 35 USD ist im Annual Pass des 'America is beautiful' enthalten und ich fuhr langsam die Strecke bis ein Stück hinter der Canyon Junction ab. Es war zwar Wochenende, aber nicht so voll wie ich befürchtet hatte. Nach zwei Mal auf und ab fahren, konnte ich einen Parkplatz direkt an der Canyon Junction ergattern und stellte mich um halb fünf Uhr auf die Brücke, um den berühmtesten Blick des Zion Nationalparks zu fotografieren: der Watchman mit Virgin River zu Sonnenuntergang. Wenn es im Park voll ist, kann es vorkommen, dass sich hier zu Sonnenuntergang über 50 Fotografen mit Stativen tummeln, aber heute war es relativ ruhig. Insgesamt vielleicht 10 Fotografen und einige Touris. Ich unterhielt mich die ganze Zeit nett mit einem anderen Fotografen bis das Licht richtig schön war. Die Bäume hatten zwar schon ihre Blätter verloren, aber der Blick war trotzdem noch richtig schön. Das Motiv ist zwar ein 'Take picture from here' Motiv, aber war für heute am Ende des Reisetages genau richtig. Sozusagen Fotografen Fast Food

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The Watchman Zion Nationalpark Utah

Nach Sonnenuntergang gab es keine Hoffnung auf buntes Licht, da es überhaupt keine Wolken hatte und ich fuhr die Meile zurück zum Zion Human History Museum, um mir anzuschauen, wo ich morgen früh hin kann. Sozusagen die zweite Fotografen Fast Food Location, wenn man noch nicht viel Zeit zum Umschauen hatte... Das rosa Licht vom Sonnenuntergangsnachglühen sah auf dem Bridge Mountain wunderbar aus und musste noch für ein paar Fotos hinhalten. Ich liebe diese rosa Stimmung am Beginn der blauen Stunde!!!

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Bridge Mountain Zion Nationalpark Utah

Highlight des Tages: Bryce Point

17. November 2019

Canyon Overlook Trail & Riverside Walk im Zion Canyon

Wie ich mir gestern vorgenommen hatte, fuhr ich die paar Meilen zum Zion Human History Museum und suchte mir im Dunkeln ein schönes Plätzchen. Viel war nicht los und am Ende waren es nur eine Handvoll Fotografen. Aber hier hat es auch genügend Platz, weil man sich nicht unbedingt im Weg stehen kann. Viele Varianten an Bildkompositionen sind nicht unbedingt möglich.

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Towers of the Virgin – Zion Nationalpark

Es begann wie immer in der blauen Stunde, als die Bergkette des Towers of the Virgin schön zu leuchten begannen. Der markante Berg ganz links ist der 2.380 Meter hohe West Tempel und der ganz rechte Berg ist der 2.132 Meter hohe Altar of Sacrifice. Er ist so benannt, weil es so aussieht, als würde Blut an seiner Flanke runterlaufen. Die Bergkette ist schon beeindruckend und es war schön zu beobachten, wie sich das Licht von blau über rosa bis zum goldigen Sonnenaufgangslicht wandelte. Das Licht ist hier im Südwesten wirklich wunderschön im Winter !

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Towers of the Virgin – Zion Nationalpark

Viel mehr war an diesem Morgen auch nicht möglich und ich fuhr zurück ins Hotel zum Frühstücken, das inkludiert war. Und hier gab es dann auch wieder Plastikbesteck, Pappteller und Pappbecher, die alle in einer grossen Tonne landeten . Das fand ich für ein Hotel wie das Hilton sehr schade, denn in der grossen Küche hat es sicherlich die Infrastruktur mit Geschirrspülmaschinen.

Der Kaffee war dafür sehr brauchbar in der regulären Arabica Mischung und frische 2% Milch gab es auch. Meine Waffel Gedächtniswochen setzten sich fort und ich machte mir jeden Morgen eine frische Vanillewaffel mit Sirup. Dazu gab es täglich wechselnde warme Speisen; meisten eine Eierspeise als Omelette oder Rührei und Würstchen, Bagel und hart gekochte Eier. Obst und Müsli und ganz grossartige Mango Smoothies (in Plastikbechern) standen ebenfalls zur Verfügung. Hier konnte ich es mir gut gehen lassen!

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Frühstück im Hampton Inn & Suites

Canyon Overlook Trail

Zügig nach dem Frühstück fuhr ich den Zion Mount Carmel Highway hoch und durch den Tunnel. Um diesen Tunnel wird ein ganz schöner Wirbel gemacht, aber er ist nicht 'schlimmer' als die norwegischen Tunnel. Er ist halt über einer Meile lang und unbeleuchtet. Allerdings hat es in regelmässigen Abständen Fenster in den Felswänden, so dass es nicht wirklich finster wie im Bärenarsch ist. Also schlimm ist der wirklich nicht zu fahren !

Direkt hinter dem Tunnel ist der kleine Parkplatz mit wenigen Stellplätzen für den Canyon Overlook Trail. Diese Plätze waren auch schon alle besetzt, aber am Parkplatz ein paar hundert Meter weiter war noch etwas frei. Der Trail ist hin und zurück 1,6 Kilometer lang mit nur einer geringen Steigung, die direkt am Anfang über in Fels gehauene Treppen überwunden wird. Dann geht es gemütlich immer an der Felswand entlang und über eine bedenklich aussehende Holzbrücke in eine kleine Höhle. Danach gibt es die einzige etwas haarige Passage über eine sehr schmale, rutschige Stelle.

Nach rund 25 Minuten erreichte ich den Aussichtspunkt mit einem wunderbaren Blick über den Pine Creek Canyon mit der sich windenden Passstrasse. Hier blieb ich eine Weile und plauderte mit einem netten spanisch-polnischen Paar und hatte Spass mit den niedlichen Uinta-Streifenhörnchen (Tamias umbrinus). Später lernte ich, dass die Ranger von den Tierchen nicht ganz so begeistert sind, weil sie Krankheiten übertragen und immer wieder Leute verletzen, die sie füttern .

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Canyon Overlook Trail Zion NationalparkBlick in den Pine Creek CanyonUinta-Streifenhörnchen (Tamias umbrinus)Uinta-Streifenhörnchen (Tamias umbrinus)

Schliesslich wanderte ich zurück zum Parkplatz und parkierte an der Canyon Junction. Man darf nicht mit dem eigenen Auto in den Zion Canyon fahren, sondern muss die Shuttle Busse nutzen. Das ist eigentlich auch nicht unangenehm, denn sie fahren oft und auch noch früh bzw. spät. Aufgrund der riesigen Besucherzahlen im Zion Nationalpark ist das eine gute Lösung, mit der man leben kann.

Riverside Walk The Narrows

Ich nahm als von der Canyon Junction den Shuttle Bus und stieg zunächst an der Station der Court of the Partriarchs aus. Von einem kleinen Aussichtspunkt hat man einen schönen Blick auf die drei Berge. Danach fuhr ich bis zur Endstation, dem Temple of Sinawava. Die Berge sind hier hoch und fast senkrecht – sehr beeindruckend! Von hier aus kann man den Riverside Walk machen, einem einfachen hin und zurück 3,5 Kilometer langen Wanderweg am Virgin River entlang. Er endet am Eingang zu den Narrows, die dann auf einer separaten Wanderung mit wasserdichten Schuhen entdeckt werden kann, da man einfach durch den Fluss wandert. Darauf habe ich aber dankend verzichtet und hatte keine Lust darauf. Da würde ich eh nur wieder ausrutschen und mich auf die Schnauze legen – Danke, davon hatte ich genug !

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Zion CanyonCourt of the PatriarchsTemple of SinawavaRiverside Walk Zion

Die Riverside Wanderung war sehr schön und immer wieder musste ich die steilen Felswände bewundern. Das Wasser vom Virgin River war klar und grünlich und bildete dazu einen tollen Kontrast. Nach 1,5 Stunden war ich zurück an der Shuttle Station und fuhr bis zur Station The Grotto zurück. Von hier hat man eine schöne Aussicht auf den markanten Berg, der der Endpunkt der berühmt berüchtigten Wanderung zum Angel's Landing ist. Da mein Bein aber mittlerweile wieder heftiger schmerzte, verzichtete ich auf weiteres Wandern und fuhr zurück zur Canyon Junction.

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The Narrows – Zion CanyonRiverside Walk ZionRiverside Walk ZionBlick zu Angels Landing

Nach einer Pause im Jeep suchte ich mir eine Stelle für den Sonnenuntergang. So wahnsinnig viele Möglichkeiten im guten Licht hat man hier morgens und abends gar nicht, aber ich habe immer viel Spass dabei, mir Plätzchen zu suchen. Ich wurde auch bald darauf fündig und fotografierte sowohl den Bridge Mountain als auch den Watchman im goldigen Spätnachmittagslicht.

Ich war zufrieden mit meiner Ausbeute und kehrte für einen kurzen Moment zur Canyon Junction zurück, weil es am Himmel tatsächlich mal so etwas wie rosa Wölkchen gab. Die wollte ich über dem Watchman noch einfangen und ich glaube, das ist am Ende sogar das beste Foto von dieser bekannten Stelle.

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The Watchman Zion NationalparkBridge MountainThe Watchman

Nach einem langen Tag liess ich den Tag ruhig im Hotel ausklingen und ging früh ins Bett.

Highlight des Tages: der gesamte Tag im Zion Nationalpark

18. November 2019

Scott Lookout, Baby Kondor & Sonnenuntergang am Fluss

Heute Morgen fuhr ich ein paar Serpentinen des Zion Mount Carmel Highways hoch bis zu einer Parkmöglichkeit, die ich mir gestern ausgesucht hatte. Der Blick ist dem vom Canyon Overlook ähnlich, nur etwas tiefer. Man hat einen herrlichen Glick über die Berge vom West Temple ganz links bis zum The Sentinel ganz rechts. Am Anfang gab es noch ein paar Sterne, doch schnell verfärbten sich die Berge in der blauen Stunde wieder in dieses grossartige Rosa – daran kann ich mich einfach nicht satt sehen!

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Sonnenaufgang Mount Carmel Highway

Ich finde diese Farbstimmung eigentlich auch noch schöner als das erste goldige Licht des Sonnenaufgangs. Okay, schlecht ist das natürlich nicht, aber Rosa begeistert mich momentan einfach mehr. Ich fotografierte eine Weile und fuhr dann zum Frühstück zurück ins Hotel.

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Heute wollte ich den Angels Landing Trail bis zum Scott Lookout laufen, der von der Haltestelle The Grotto aus startet. Die Strecke mit den Ketten bis hinauf zum Angels Landing war seit einigen Tagen wegen eines Steinschlages gesperrt, aber ich glaube, den wäre ich eh nicht gelaufen. Spätestens an der engen Stelle, wo es rechts und links steil abfällt, wäre ich gescheitert!

Der Höhenunterschied bis zum Scott Lookout beträgt rund 320 Meter und der Weg zieht sich in rund 20 Serpentinen die ersten etwas mehr als 200 Meter steil die Felswand hoch. Der Wanderweg war autobahnmässig ausgebaut und zementiert! Ich wanderte in meinem Tempo hinauf und genoss immer wieder die Blicke zurück auf den Weg und ins Tal – grandiose Aussichten! Nach dem ersten steilen Stück geht es eine Weile mehr oder weniger flach mit geringen Steigungen an dem Berg vorbei bis man dann den letzten Aufstieg mit wiederum rund 20 kurzen Serpentinen für die letzten knapp 80 Höhenmeter erreicht.

Danach ist es dann aber geschafft und der Scotts Lookout ist erreicht. Der Blick geht hier hinunter zur Big Bend, wo der Virgin River eine grosse S-Kurze zieht. Auf der anderen Seite des Tales konnte man den Weeping Rock sehen, dessen Trail nach einem riesigen Felssturz vor acht Wochen dauerhaft gesperrt ist. Der Felssturz hat den gesamten Wanderweg verschüttet und die Felswand gilt noch als instabil.

An einer Stelle stand ein Ranger, der zu meiner grossen Freude auf einen jungen kalifornischen Kondor (Gymnogyps californianus) hinwies. Der 'kleine' Kerl sass auf einem Felsklotz in einiger Entfernung und breitete die Flügel zum Aufwärmen aus. Er ist der Nachwuchs von diesem Jahr, auf den die Ranger sehr stolz sind, weil es der erste hier ist. Die Eltern sind gerade dabei, ihm die selbständige Essenssuche beizubringen. Das Jungtier bleibt etwa ein Jahr bei den Eltern. Nun ärgerte ich mich ein wenig, dass ich nicht die 600mm der RX10 IV dabei hatte, aber mit den 200mm der RX100 VI konnte ich ihn auch noch einigermassen gut beobachten. Ich habe hier bisher so wenige Vögel gesehen, dass ich auf die RX10 IV verzichtet hatte und nur mit leichtem Gespäck gewandert bin.

Nach einer ganzen Weile konnte ich mich vom kleinen Kondor losreissen und lief zügig zurück zur Grotto. Viel Wandern wollte ich heute nicht mehr, denn ich spürte mein Bein ganz schön und war mir nicht so sicher, ob diese Wanderung so eine gute Idee für die Heilung gewesen war... So fuhr ich eine Station mit dem Shuttle zur Big Bend und lief dort ein wenig am Virgin River entlang. Landschaftlich gefällt mir diese Stelle fast am besten, weil die steilen Berge einfach dramatisch sind. Es ist auch mit Weitwinkel nicht einfach zu fotografieren, aber ich bin mit meiner Ausbeute ganz zufrieden. Am Fluss entlang ergaben sich immer wieder neue Motive und schön fand ich es auch, wie sich die rötlichen Berge im klaren Wasser des Virgin River spiegelten.

Hoch am Himmel sah ich dann auch Baby Kondor mit einem Elternteil fliegen und freute mich sehr darüber. Diese Vögel sind mit ihrer gewaltigen Spannbreite und dem eleganten Gleitflug einfach eine Augenweide!

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Der Weg ist das ZielBlick auf Big BendKalifornischer Kondor (Gymnogyps californianus)Zion CanyonScott Lookout

Einen letzten Stop machte ich bei den Court of the Patriarchs, aber irgendwie werde ich fotografisch gesehen mit diesen drei Bergen nicht wirklich glücklich. Ich finde es ziemlich schwierig, sie ansprechend in Szene zu setzen und es ist mir auch nicht wirklich gelungen .

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Virgin River Zion NationalparkVirgin RiverVirgin River Zion CanyonCourt of the PatriarchsKalifornischer Kondor (Gymnogyps californianus)

Nun machte ich eine Stunde Pause im Jeep, wo ich es mir auf den Rücksitzen gemütlich machte und das Bein hochlegte. Eine Ruhepause war absolut nötig!

Zum Sonnenuntergang suchte ich mir dann eine Stelle in der Nähe des Virgin River mit Blick auf den Watchman. Wie gesagt, so wahnsinnig viele Möglichkeiten hat man nicht, aber ich wollte zumindest nicht immer dasselbe machen und immer nur von der einen Stelle von der Brücke fotografieren. Na ja, war ganz nett, wenn auch nicht unbedingt fotografische Meisterwerke.

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Bridge Mountain ZionThe Watchman Zion NationalparkThe Watchman

So ging der Tag zu Ende und ich gönnte meinen Muskeln eine lange heisse Dusche, bevor ich wieder früh zu Bett ging.

Highlight des Tages: Baby Kondor und Sonnenaufgang

19. November 2019

Kondor Beobachtung vor dem Regen

Das Wetter sollte sich heute verschlechtern und Regen bringen – leider war es für Schnee etwas zu warm. Es hatte am frühen Morgen bereits ein paar Schleierwolken am Himmel und ich fuhr der Einfachheit halber zum Museum. Immerhin sorgten die Wolken für etwas Abwechslung, auch wenn es jetzt nicht unbedingt DAS Highlight war. Aber ich genoss wie immer meine Spielzeit draussen am Morgen und war eigentlich auch ganz zufrieden. Die Towers of the Virgin sind aber auch ein schickes Motiv!

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Towers of the Virgin Zion NationalparkSonnenaufgang Zion Nationalpark

Die Bewölkung nahm bereits während ich frühstückte zu, aber ich wollte das trockene Wetter noch für eine einfache und kurze Wanderung nutzen. So fuhr ich zum Visitor Center und lief von dort den Pa′rus Trail bis zur Canyon Junction. Der gut ausgebaute, flache Weg läuft am Virgin River entlang und quert ihn über mehrere Brücken. Es gab viele schöne Aussichten auf Berge und Fluss und ich merkte mir einige Stellen, die sich für Sonnenauf- oder -untergang anbieten würden.

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Pa′rus Trail Zion Nationalpark

Von der Canyon Junction nahm ich den Shuttle Bus bis zur Big Bend. Ich hatte heute die RX100 VI dabei und wollte nochmal nach der Kondor Familie schauen. Und ich hatte Glück! Ein Elternteil der Kondore (J3) sass hoch oben auf einem Felsen und beobachtete aufmerksam die Umgebung. Etwas später flog er auf die andere Seite und setzte sich auf einen Platz in der Nähe des Felsvorsprungs, wo das Nest war. Dies erzählte mir der Ranger, der vor Ort war und die Leute über den Kondor informierte.

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Kalifornischer Kondor (Gymnogyps californianus)Kalifornischer Kondor (Gymnogyps californianus)

Ich freute mich, dass ich nun auch einen ausgewachsenen Kondor gesehen hatte und einige Fotos machen konnte. Es war jetzt gegen Mittag und der Regen zog langsam in den Canyon.

So fuhr ich zurück ins Hotel und verbrachte den Rest des Tages mit Reisebericht und Fotos bearbeiten.

Highlight des Tages: der Kondor

20. November 2019

Trüber Tag mit Kondor Bonus

Es hatte gestern und auch in der Nacht gut geregnet und der Himmel war am Morgen immer noch Wolkenverhangen, so dass ich gemütlich im Bett blieb und einige Tassen Kaffee trank bevor es Zeit zum Frühstück war.

Zumindest war es trocken und ich fuhr bis zum Museum, wo ich parkierte und den Shuttle bis zur Big Bend nahm. Die Kondorfamilie war allerdings nicht zu sehen und ich fuhr zur Grotto, um von dort aus am Virgin River bis zur Zion Lodge zu wandern. Als erstes traf ich auf einen Baum, der offensichtlich eifrig von einem Biber bearbeitet wurde! Das habe ich zum ersten Mal gesehen .

Die Wasserfälle, die die Upper und Lower Emerald Pools speisen, führten nach dem Regen Wasser und waren ein schöner abwechslungsreicher Anblick nach den trockenen Tagen. Der Wanderweg zu den Lower Emerald Pools ist wegen Renovierung leider geschlossen und der zu den Upper Pools nur über den Kayenta Trail als Sackgasse erreichbar. Dazu hatte ich im leichten Regen keine Lust und war mit dem Anblick vom Fluss aus zufrieden.

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Biber BaumLower & Upper Emerald PoolsZion Nationalpark

Die Wolken lockerten sich ein wenig auf und ich nahm den Shuttle bis zum Temple of Sinawava, wo ich am Virgin River spazierte. Wie anders der Fluss nun nach dem Regen aussah! War das Wasser gestern noch grün und klar gewesen, war es heute schlammig braun mit den Sedimenten aus den Bergen. Ich machte ein paar Fotos mit dem markanten Felsen, der bezeichnenderweise 'The Pulpit' – die Kanzel heisst, und lief dann zurück zum Parkplatz.

Dort erwartete mich eine Überraschung! Die Kondoreltern J3 und 9 sassen beide auf den nahen Felsen und Baby Kondor flog Richtung The Narrows. Ich bewunderte die beiden ausgiebig und ein paar Fotos gelangen mir zu meiner Freude auch.

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The Pulpit Zion NationalparkKalifornischer Kondor (Gymnogyps californianus)

Nun fing es wieder stärker an zu regnen und ich verbrachte den Rest des Tages im Hotel.

Highlight des Tages: die Kondore

21. November 2019

Noch ein trüber Tag mit Kondor Bonus

Es war immer noch stark bewölkt und somit gab es keinen Sonnenaufgang. Aber es war trocken und ich nahm wieder den Shuttle bis zum Temple of Sinawava. Diesmal hatte ich die Vollformat und Stativ dabei, weil ich The Pulpit und den Virgin River länger belichten wollte. Es kam sogar hin und wieder mal die Sonne heraus und so konnte sich der Felsen besser vom Hintergrund abheben. Das Wasser im Fluss war immer noch schlammig braun. Na ja, immerhin etwas und ich hab mir die Zeit vertrieben.

An der Big Bend machte ich ebenfalls einige Langzeitbelichtungen mit dem Great White Throne, was recht gut kam mit den schnell ziehenden Wolken. Am Ende habe ich aus allen Fotos eine Schwarzweiss Bearbeitung gemacht. Der Great White Throne ist quasi das Symbol des Nationalparks und ein 2063 Meter hoher Berg aus Navajo-Sandstein.

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Temple of Sinawava Zion NationalparkThe Great White Throne ZionThe Great White ThroneZion Nationalpark

Leider gab es auch eine unschöne Sache. Gestern war mal wieder Jemand am Angels Landing zu Tode gestürzt. Der Trail war trotz des Wetters frei gegeben worden und prompt ist eine 19jährige Amerikanerin abgestürzt. Heute war eine Bergungsmannschaft unterhalb des Berges zur Bergung der Leiche im Einsatz. Keine schöne Aufgabe und ich bin auch schnell wieder weiter gegangen. Oben in den Felsen konnte ich Baby Kondor entdecken und später zog er am Himmel seine Kreise. Das war dann auch wieder alles für heute. Gegen Mittag fing es an zu regnen und ich blieb im Hotel.

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BergungsaktionKalifornischer Kondor (Gymnogyps californianus)

Ich hatte eigentlich geplant, eine Nacht an der North Rim des Grand Canyon zu bleiben, doch wegen des kommenden Wintersturms hat die Nationalparkverwaltung die für mich interessanten Punkte wie Imperial Point oder Cape Royal bereits gesperrt. Daher stornierte ich meine Unterkunft am Jacobs Lake und verlängerte eine Nacht hier im Zion. Die North Rim ist dann halt auch erst beim nächsten Mal dran .

Highlight des Tages: nix

22. November 2019

Ein Tag im Zion Canoyn

Einen Sonnenaufgang gab es noch nicht, aber es wurde im Laufe des Morgens immer freundlicher und sonniger, so dass ich nach dem Frühstück das Auto am Museum parkierte und mit dem Shuttle bis zum Temple of Sinawava fuhr. Irgendwie hatte es mir der Felsen in der Kurve angetan und ich wollte versuchen, ihn nochmal in besserem Licht und Kontrast zu fotografieren. Das Wasser des Virgin River war heute wieder klarer und mit diesen Fotos bin ich eigentlich ganz zufrieden. Die Wölkchen machten sich gut mit dem blauen Himmel und dem sanft fliessendem Wasser.

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The Pulpit Zion CanyonThe PulpitThe Pulpit Zion NationalparkVirgin River Zion Canyon

Ich nahm den Shuttle eine Station bis zur Big Bend und wanderte von dort aus am Virgin River bis zur Grotto. Immer wieder ergaben sich schöne Motive und ich war froh, dass ich mir für den Zion Canyon so viel Zeit nehmen konnte und nicht wie die meisten nur zwei Tage hier war. An der Grotto verbrachte ich auch nochmal einige Zeit am Fluss. Diese Aussicht mit dem steilen markanten Berg von Angels Landing gehört sicherlich mit zu den schönsten im Zion Nationalpark.

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Angels Landing Zion CanyonAngels Landing & Virgin RiverZion Canyon

Ich hatte mich einige Stunden im Canyon aufgehalten und nahm dann den Shuttle zurück zum Museum, wo ich mein Bein und mich eine Stunde im Jeep erholte. Dann war es schon Zeit für das schöne Spätnachmittagslicht und ich wanderte zu einer Stelle am Fluss, den ich mir vor ein paar Tagen ausgesucht hatte. Der Blick zum Watchman war mit dem Virgin River recht schön und etwas anders als der von der Brücke an der Canyon Junction und attraktive Wölkchen hatte es auch noch.

Nach ein paar Fotos und Bildkompositionen ging ich hinauf auf den Wanderweg und machte ein paar Bilder mit dem Bridge Mountain und Watchman. Als sich die Wolken anfingen, rot zu verfärben, kehrte ich zum Fluss zurück und fotografierte dort, bis das letzte Licht verschwunden war.

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The Watchman Zion NationalparkBridge Mountain ZionThe Watchman

Highlight des Tages: die Flusswanderung im Zion Canyon

23. November 2019

Letzter Sonnenaufgang im Zion und Weiterreise zum Grand Canyon

Heute war bereits der letzte Morgen im Zion Nationalpark und ich parkierte in der Nähe der Canyon Junction für meinen letzten Sonnenaufgang am Virgin River. Mein Plan ging gut auf und The Sentinel sah mit dem Fluss im ersten zarten Licht des Tages wunderbar aus. Nach ein paar ersten Fotos ging ich hinunter ans Flussufer und suchte mir dort einige passende Bildkompositionen.

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The Sentinel am Virgin River ZionVirgin River Zion NationalparkZion Nationalpark

Der Sonnenaufgang zauberte ein tolles Licht auf The Sentinel und mir gefielen die Fotos mit dem Virgin River sehr gut. Ich war zufrieden mit diesem letzten Morgen und denke, dass ich grundsätzlich das Beste aus der Zeit im Zion Nationalpark gemacht hatte.

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The Sentinel am Virgin River ZionVirgin RiverTowers of the Virgin Zion NationalparkMt. Carmel Tunnel Zion Nationalpark

Ich frühstückte ein letztes Mal die leckere Waffel und machte mich dann parat zur Weiterfahrt in den Grand Canyon. Im nächsten Kapitel geht es dann weiter mit winterlichen Erlebnissen an diesem grossartigen Canyon.



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