Myanmar 2018

1. / 2. November 2018

Anreise

Es fühlte sich eigenartig an, als ich am Morgen nur mit meinem Koffer und allein nach Basel fuhr. Aber ich wusste, dass ich das Richtige tat und ich wusste auch, dass Gerd in meinem Herzen mitreisen und auf mich aufpassen würde .

Der Check-in verlief schnell, aber mein Gepäck konnte nicht direkt bis Yangon durchgecheckt werden und ich muss in Bangkok zunächst einreisen. Na ja... Ich hatte noch eine Stunde Zeit und frühstückte in der Business Class Lounge, bevor es dann mit der KLM nach Amsterdam ging. Im Flugzeug gab es nochmal ein leckeres Frühstück und ich liess es mir schmecken.

In Amsterdam hatte ich drei Stunden Zeit und verbrachte die Zeit in der KLM Lounge. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt und die Zeit wurde mir nicht lang. Schliesslich war es Zeit zum Boarding und ich machte es mir auf meinem Platz in der Business Class gemütlich. Die Sitze sind gross und bequem, die Flugbegleiter sehr freundlich und es gab den obligatorischen Sekt zur Begrüssung. So konnte es weiter gehen!

Der Flug sollte 10:45 Stunden dauern und bald nach dem Abheben wurde das Abendessen serviert. Es gab zunächst eine Vorspeise und danach das Hauptgericht. Ich hatte die indonesische Variante gewählt, die sehr lecker war. Nur die Bohnen verschmähte ich. Dazu gab es reichlich Wein und ich konnte nach dem Essen gut schlafen. Ich wurde erst 90 Minuten vor der Landung in Bangkok wieder wach! Es gab noch ein leckeres Frühstück und dann landeten wir pünktlich.

Dank der Business Class konnte ich die Priority Lane an der Passkontrolle nutzen und war so schnell beim Gepäckband. Ich nahm den Koffer entgegen und lief zum Abflugterminal, um bei der Thai Airways für den Flug nach Rangon einzuchecken. Ich hatte nun über sieben Stunden Zeit bis zum Weiterflug und verbrachte die Zeit in der Royal Silk Lounge. Die Warterei machte mir nichts aus .

Um 18 Uhr ging es mit Thai Airways in der Business Class weiter bis Yangon. Der Flug dauerte nur etwas mehr als eine Stunde, aber ein Abendessen wurde dennoch serviert. Ich liess mir Fisch, Octopus und Wein schmecken. Gegen halb sieben landete der Flieger in Yangon und ich war tatsächlich das erste Mal im Leben, die erste Person, die das Flugzeug verliess! Somit war ich auch die erste an der Passkontrolle und musste nur kurz auf meinen Koffer warten.

Tobias, der mit seiner Agentur AzureSky das Ground Handling für Diamir in Myanmar macht, holte mich ab und brachte mich mit dem Auto in das Esperado Lake View Hotel *, wo ich Michael Lohmann, den Fotografen und Gruppenleiter, traf. Nach einer kurzen Begrüssung zogen wir uns auf die Zimmer zurück. Das Hotelzimmer ist modern und komfortabel, aber das Beste ist der Blick vom Balkon über den Kandawyi Lake zur mächtigen Shwedagon Pagode. Da kann ich morgen direkt vom Balkon Fotos machen und muss zunächst zur blauen Stunde gar nicht raus – ich freute mich darauf !

Diashow (Klick für grössere Bilder):
3. November 2018

Yangon – Shwedagon Pagode

Aufgrund der Tatsache, dass ich so gut in der KLM geschlafen hatte und dann noch vom Jetlag geplagt wurde, konnte ich in der Nacht kaum schlafen. Auch gut – drei Stunden mussten halt auch reichen! So war ich um 5:30 Uhr problemlos parat für die blaue Stunde.

Wie eigentlich immer in Asien, ist das schöne blaue Licht nur von sehr kurzer Dauer; nach 15 Minuten war es schon fast hell und kurze Zeit später deutete sich das zarte rosa Licht des Erdschattens an.

Die Shwedagon Pagode spiegelte sich perfekt im See und die Komplementärfarben der blauen Stimmung und der gold leuchtenden prächtigen Pagode waren wunderschön. Um kurz nach sechs Uhr ging die Sonne auf und tauchte die Stadt in zartes goldenes Licht. Es war ziemlich diesig, aber trotzdem war das Licht recht schön.

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Nach einer halben Stunde packte ich zusammen und ging in die Rooftop Bar zum Frühstücken. Michael war auch schon da und wir plauderten angeregt während wir frühstückten. Es gab alles, was das Herz begehrte von warmen asiatischen Gerichten über Müsli, Brot, Gebäck, Obst und frisch zubereitete Eierspeisen. Ich liess es mir schmecken und genoss den Blick über den See zur Pagode.

Michael holte die anderen vier Gruppenteilnehmer vom Flughafen ab und wir trafen uns mit unserem (wie sich herausstellen sollte) fantastischen Guide Shine in der Lobby. Meine Mitreisenden waren Birgit und Carsten aus Düsseldorf sowie Uli und Krystina als Einzelreisende. Nach einer kurzen Erholungspause fuhren wir in die Stadt und schlenderten über die Strassenmärkte, die sich durch Downtown ziehen. Wir sahen Details wie die pinkfarbene Drachenfrucht oder kleine Schreine, die an allen möglichen Stellen zu finden waren. Shine war immer wieder gut darin, einzelne Händler anszusprechen, so dass sie für uns posierten. Ich fühlte mich dabei nicht immer wohl, aber im Grossen und Ganzen war es ganz okay und nicht zu aufdringlich, was vor allem an Shines offener und kommunikativen Art lag.

So trafen wir auf einen etwa 12-jährigen Jungen, der zehn Stunden am Tag Suppe an einem Stand zubereitet und verkauft. Oder auf den alten Mann, der die in Myanmar sehr beliebten Betelnüsse verkaufte. Kleingehackte unreife Betelnüsse werden in mit gelöschtem Kalk bestrichene Blätter gerollt und Lakritz, Tabak oder Pfefferminz dazu gemischt. Das Zeugs wirkt leicht berauschend und macht munter – und ziemlich unappetitliche Zähne . Dort fand dann auch das erste Rudelknipsen statt – das 'Beweisfoto' wurde mir von © Michael Lohmann zur Verfügung gestellt. Dann gab es noch die uralten Schreibmaschinen und nicht nur mit unserem Buchstaben, sondern auch mit dem burmesischem Alphabet! Der junge Mann liess seine Finger über die Tastatur fliegen und wir konnten die Schrift sehen.

Wir querten eine breite Strasse und fanden uns auf dem Food Market wieder. Hier wurden allerhand Speisen angeboten, die für unsere Augen nicht immer sehr appetitlich waren. So wie die Rind Innereien am Spiess – aber wenn es denn schmeckt... . Es gab frische Säfte, warme Gerichte, gegrillte Hähnchen und Schweinerippchen sowie frische Gemüsespiesse. Ich fand die Speisekarten herrlich; irgendwie mag ich diese runden Kreisel der Schrift! Die Gerüche fand ich nicht ganz so toll! Im Gegensatz zu z.B. indonesischen Food Markets roch es für meine Nase nicht immer sehr angenehm .

Diashow (Klick für grössere Bilder):
SuppenkücheDrachenfruchtBetelnuss SnackSchreibmaschine lateinSchreibmaschine burmesisch

Wir liefen bis zum Sule Park und erhaschten einen Blick auf die Sule Pagode, die ich aber eher unauffällig und nicht sehr attraktiv fand. Sie wirkte irgendwie alt und etwas abgewrackt. Im Park fand eine Ausstellung mit vergoldeten Tierfiguren statt. Nachdem wir diese eine Weile bewundert hatten, fuhren wir weiter an einen Strassenmarkt in der Nähe der Shwedagon Pagode an. So trafen wir auch Künstler, die Tempelfiguren akkurat von Hand bemalten und auf Frauen, die aus Geld kunstvolle Figuren bastelten, die als Opfergaben in die Tempel gehen. Es gab Motive von Tieren wie Löwe, Pfau oder Tiger, aber auch wunderbare runde Scheiben, in die die Geldscheine fächerförmig eingearbeitet wurden.

Läden verkauften Unmengen von verpackten Buddhas und ich fragte mich, wo die nur alle bleiben würden ? Die ersten Mönche passierten uns und machten mit ihren Smartphone in der Hand einen recht modernen Eindruck. Ganz im Gegensatz zum Friseursalon, der wie aus dem vergangenen Jahrhundert wirkte. Shine machte sich einen Spass daraus, auf dem Stuhl zu posieren .

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Schliesslich war es Zeit, weiter zur Pagode zu fahren. Die Shwedagon Pagode ist nicht nur das Wahrzeichen, sondern auch das buddhistische Zentrum Myanmars, das Nationalheiligtum und der wichtigste Sakralbau des Landes. Ihr Alter wird auf mehr als 2500 Jahre geschätzt. Auf Burmesisch bedeutet 'shwe' Gold, 'dagon' ist der alte Name für Yangon und 'paya' bedeutet Pagode. Es gibt in jeder Himmelsrichtung einen überdachten Eingang, den man über Treppen erreicht. Der Fussboden der Plattform ist aus Marmor, auf dem es sich angenehm laufen lässt. Ganz unten am Eingang muss man die Schuhe ausziehen und entweder dort einlagern oder selber einpacken. Rund um die mächtige Pagode befinden sich zahlreiche kleine Tempel, Andachtshallen und Schreine, wo gläubige Buddhisten und Mönche meditieren und beten. Rund um die Pagode befinden sich sieben Tempel, denen ein Wochentag, ein Planet und ein Tier zugeordnet sind. Jeder Burmese verehrt den Buddha, der dem Wochentag entspricht, an dem er geboren wurde – für mich ist es der Garuda am Sonntag.. Diese Buddha-Figuren werden von den Gläubigen als Opfergabe mit Wasser übergossen und es war schön, diese Rituale zu beobachten. Hin und wieder sahen wir eine Gruppe von Frauen, die mit Besen unterwegs waren. Das waren aber mitnichten Reinigungsmassnahmen, sonder es handelt sich um spirituelles Kehren. So hat im Buddhismus alles seinen Sinn.

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Shwedagon PagodeSunday Corner

Wir hatten fast drei Stunden Zeit, uns in dem weitläufigen Gelände umzuschauen und da die Pagode wegen Erneuerung des Blattgoldes eingezäunt war, konzentrierte ich mich auf Detailaufnahmen der zahlreichen Tempeltürme, Buddha-Figuren und Tempelfiguren. Es machte wirklich Spass, durch die Anlage zu schlendern und die Kunstwerke zu entdecken. Manchmal fand ich auch einen meditierenden Mönch und ich versuchte meine Scheue zu überwinden und ihn zu fotografieren. Mit einem Lächeln gelang mir auch dies!

Endlich begann die blaue Stunde und ich versuchte mich mehr oder weniger erfolgreich an Langzeitbelichtungen. Durch die Masse von Besuchern war das nicht oft von Erfolg gekrönt und ich war etwas gefrustet. Aber am Ende war die Ausbeute gar nicht so schlecht, wenn auch nicht ideal. Kaum war es dunkel, zündeten die Gläubigen die in Schälchen bereit gestellten Kerzen an, die rundherum aufgestellt wurden. Zusammen mit den Räucherstäbchen war es eine zauberhafte Atmosphäre.

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Um sieben Uhr trafen wir uns am Südausgang und fuhren zurück ins Hotel, wo wir noch gemeinsam bei Bierchen zu Abend assen. Ein aufregender und ereignisreicher Tag ging damit zu Ende.

Highlight des Tages: blaue Stunde an der Shwedagon Pagode

4. November 2018

Yangon

Am Morgen hiess es kurz vor fünf Uhr aufstehen und wir fuhren über angenehm leere Strassen zur Shwedagon Pagode. Mir macht das frühe Aufstehen nichts aus; schliesslich habe ich deshalb eine Fotoreise gebucht und für mich gehört das Fotografieren im schönen Licht immer zu den Highlights, die mir am meisten Freude und Spass bereiten. Tagsüber ist es für mich eher dokumentarische Reisefotografie, die zu so einer Art von Reise einfach dazu gehört .

Wir nahmen heute Morgen den Aufzug nach oben und zerstreuten uns. Ich schlenderte über das Gelände und fand auch bald Mönche, die sich nach einem kurzen Anlächeln gern fotografieren liessen. So ganz kann ich meine Scheu doch (noch) nicht ablegen und ich freute mich über diese Gelegenheiten. Dann begann die kurze blaue Stunde und ich war auch hier wieder überfordert . Ich wollte versuchen, die Gerüste so gut wie möglich aus der Bildkomposition heraus zu halten, aber das war nicht immer einfach und ich hin und wieder etwas frustriert darüber. Vor allem, weil die goldenen Pagoden einfach toll gegen den tiefblauen Himmel aussahen! Aber ich denke, ich kann mit einer Ausbeute zufrieden sein. Ein Architekturfotograf wird mit Ausnahme von Stadtpanoramen aus mir nicht mehr !

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Schliesslich ging die Sonne auf und ich konnte einen hübschen Sonnenstern neben dem Aufzugsturm vom Südportal einfangen. Mein schönstes Foto ! Darüber freute ich mich sehr und genoss die ersten Sonnenstrahlen im goldenen Licht.

Die Tempelfiguren und Pagoden waren nun in ein herrlich warmes Licht getaucht und ich wanderte noch eine ganze Zeit im Tempel umher. Dieser füllte sich langsam mit mehr und mehr Gläubigen, die sich zum Morgengebet in den Tempeln trafen. Diese Stimmung am Morgen war völlig anders als am Abend zuvor und ich genoss sie sehr! Ich traf die anderen zum verabredeten Zeitpunkt und wir liefen zum Parkplatz. Schuhe einsammeln und Füsse mit den von Shine zur Verfügung gestellten feuchten Tüchern säubern . Den Abschluss bildete eine Aussenaufnahme des Südaufgangs mit der Hauptpagode, als das Licht noch einigermassen brauchbar war .

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Wir fuhren zurück ins Hotel und frühstückten. Dann war es auch schon wieder Zeit für den nächsten Ausflug: das Kloster Naga (Kalaywa) im Norden von Yangon. Hier hatten wir Gelegenheit, einen Eindruck vom Leben der dort lebenden Mönche und Nonnen zu gewinnen. Um 11 Uhr findet die Speisung der Mönche und Nonnen statt und wir konnten uns zuvor im Nonnenkloster umschauen. Am Anfang probierte ich mich an einigen Portraits, die ich auch ganz schön finde, auch wenn sie überwiegend eher 'Passfoto' Charakter haben. Doch ich finde die Gesichter ausdrucksstark. Ganz besonders, der junge Arbeiter, der sein Gesicht mit Thanaka interessant gestaltet hat. Thanka ist eine helle gelbliche Paste aus einer fein geriebenen Baumrinde und wird als burmesische Kosmetik von fast jedem in Myanmar getragen. Toll waren auch die zwei jungen Novizen, die auf der Treppe sassen und mit Shine scherzten. Irgendwie gefällt mir, wie diese Kinder zum Einen sehr Ernst in ihrer Pflicht erscheinen, aber zum anderen doch ihre kindliche Art behalten.

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Shine ist grossartig darin, den Kontakt zu den Menschen herzustellen – er hat einfach ein sonniges und offenes Gemüt! So posierten einige der kleinen Mädchen für uns und Shine motivierte sie dazu, uns einige Brocken auf English zuzurufen. Sie sangen ein Kinderlied und alberten herum wie alle anderen Kinder auch. Wirklich süsse Augenblicke durften wir mit den Kindern erleben! Wie aus dem Nichts tauchte ein Baby auf, das auch schon mit Thanaka geschminkt war. Die Mädchen rissen sich um die Kleine und uns gelangen noch ein paar schöne Fotos. Später entstand dann das Foto, wo das Baby anscheinend den Gebrauch des Smartphones lernt . Die Tarife für Smartphones sind lächerlich gering, so dass es sich jeder leisten kann. So kosten 2 GB Daten beispielsweise 2000 Khat – das sind 1,10 € ! Ich kann aber auch verstehen, dass das Smartphone hier (oder auch anderswo in Asien) allgegenwärtig ist: es vereint Kommunikation, Kamera, Video, Musik, Fernsehen etc. in einem und macht den Menschen auf einfache und günstige Art die Welt zugänglich, so wie sie es sonst Zuhause nie hätten. Bevor man sich über die ständige Präsenz des Handys echauffiert, sollte man es vielleicht auch mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten... So, weiter geht es nach diesem Exkurs mit einigen Fotos der Kinder.

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Im Kloster Naga

Um 11 Uhr wurde die Glocke geläutet und die jüngeren und älteren Kinder stellten sich in eine Reihe auf, um Reis aus einem riesigen Topf in ihre Schüssel gefüllt zu bekommen. Geduldig standen sie an und dabei konnte ich ein paar nette Situationen einfangen. Diese Kinder sind wirklich sehr ausdrucksstark! Anschliessend ging es zum Essen in den grossen Speisesaal, wo vor dem Essen noch ein Lied gesungen wurde.

Leider hatten wir uns bei den Nonnen so lange aufgehalten, dass wir die Mönchsspeisung verpasst hatten! Im Speisesaal sassen nur noch ein paar ältere Mönche, da sich die jungen Mönche in ihre Wohnräume zurück gezogen hatten. Wir durften noch einen Blick in die männlichen Waschräume werfen, wo sich ein junger Mönch gerade duschte. Er war vollkommen eingeseift und zauberte damit ein schönes Muster aus seinen durchtrainierten Körper – Sport scheinen sie also doch auch zu machen, wenn ich mir so seinen Sixpack anschaute

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Wir fuhren nach einem Besuch im Supermarkt zurück ins Hotel, wo wir uns eine dreistündige Pause gönnten. Die tat mir gut, denn die schwül-heisse Luft setzte mir heute Vormittag doch reichlich zu.

Der Nachmittag ist schnell erzählt. Wir fuhren nach Downtown in ein Viertel, wo die alten Bauten aus der Kolonialzeit dominieren. Nun.... mir sagten diese alten, völlig maroden Häuser und dreckigen Strassen überhaupt nicht zu und ich konnte da für mich auch keine Motive finden. Es war zwar ganz interessant zu sehen, dass es anscheinend zweckbestimmte Strassen gab, wo uralte Schreibmaschinen, Elektrogeräte, Nähmaschinen oder Haushaltsgeräte angeboten wurden, aber ich fand dazu überhaupt keinen Zugang . Die Häuser sind völlig herunter gekommen und der Charme erschloss sich mir nicht ... So reichte es nur für ein paar unmotivierte Klicks .

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Schliesslich erreichten wir kurz vor Sonnenuntergang den Fluss und konnten noch auf die Schnelle ein paar Schnappschüsse machen. Neben der Sonne blähten sich riesige Strommasten auf und ich fand nicht wirklich ein Motiv. Ich versuchte, mit langer Brennweite das Beste daraus zu machen und war mal wieder über die 600mm der Sony RX10 IV froh. So konnte ich die Strommasten ausblenden und die Langboote vor der Sonne platzieren. Immerhin...

Nach Sonnenuntergang fuhren wir in das Restaurant 'House of Memories', das liebevoll aus der britischen Kolonialzeit erhalten und restauriert wurde. Es war der Sitz von General Aung San, dem Vater von der burmesichen Ikone Aung San Suu Kyi. Sein Arbeitszimmer mit vielen historischen Fotos und alten Schreibmaschinen kann besichtigt werden und wir assen direkt im Raum nebenan, der originalgetreu erhalten wurde. Das Foto der Gruppe beim Essen wurde mir von ©Michael Lohmann zur Verfügung gestellt.

Das Essen bestand aus Suppe, Vorspeise und als Hauptspeise jeweils ein Hühner- und Fischcurry. Das Essen war ausgesprochen lecker und wir verbrachten eine vergnügliche Zeit.

Highlight des Tages: der Morgen im Tempel

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Typische Boote im HafenStrommasten... :(Tele Sonnenuntergang ;)
5. November 2018

Golden Rock – Kyaiktiyo

Heute Morgen wiederholte ich zunächst die Fotos in der blauen Stunde von der Shwedagon Pagode, da ich die Aufnahmen vom ersten Morgen aus unerfindlichen Gründen nur in JPG Qualität hatte und lieber noch RAW's haben wollte. Die Bedingungen waren ja jeden Morgen so gut wie dieselben und so genoss ich die Zeit am frühen Morgen mit einer Tasse Kaffee auf dem Balkon.

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Shwedagon Pagode

Danach hiess es bereits um 6:30 Uhr frühstücken und den Koffer packen, der für eine Nacht im Hotel verbleiben würde. Wir fuhren für eine Nacht zum Goldenen Felsen (Kyaiktiyo Pagoda), der sich rund vier Stunden nord-östlich von Yangon im Mon Staat befindet. Wir machten zunächst einen Zwischenstop in Waw, um den lokalen Markt zu besuchen. Auch hier waren die Gerüche gewöhnungsbedürftig, aber nicht ganz so unangenehm wie in Yangon. Wir fanden dort einige interessante Motive: Kinder, die Pelzmützen trugen , Gesichter mit viel Charakter und typische Marktszenen.

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Auf dem Markt in Waw

Kurze Zeit später passierten wir den Sittang River, wo sich einige Verkaufsstände für Flussfische befanden. Direkt daneben werden die frischen Fische auf Bambusflössen und Bambusmatten in der Sonne getrocknet. An einem Stand konnten wir zwei Frauen zuschauen, wie sie den Fisch zunächst entschuppten und dann mit einem grossen Messer und noch grösserer Fingerfertigkeit zerteilten. Shine lief zur Bestform auf und motivierte die freundlichen Frauen zusätzlich.

Diashow (Klick für grössere Bilder):
FischstandSittang RiverZerteilen der Fische

Wir fuhren weiter und machten kurz vor Kyaikto eine Pause an einem Restaurant, wo wir zu Mittag assen. Es war eine Art Markthalle, wo Speisen frisch zubereitet wurden. Ich nahm ein Fishcurry, das sehr lecker war und machte nach dem Essen das, was ich am besten kann: aufs Smartphone starren Beide Fotos ©Michael Lohmann.

Schliesslich kamen wir im Base Camp zum Golden Rock, dem kleinen Ort Kyaikto, an und liessen dort unseren Minibus stehen. Hier befindet sich die 'Umladestation', von der grosse LKW's die Besucher in rund 45 Minuten hoch auf den Gipfel zum Goldenen Felsen bringen. In jede Reihe mit Holzbank passen sechs Leute und die Fahrer kassieren durchaus für mehrere Plätze, wenn sie von einer Person beansprucht werden. Und los ging die halsbrecherische Fahrt im Rennfahrertempo über die sehr steile und enge Passstrasse hoch zur Pagode. Unterbrochen wurde sie nur zu Stops an Stationen, wo zu einer Geldspende für Tempel aufgerufen wurde. Ich hatte an der rasanten Fahrt viel Spass und sie erinnerte mich an einige enge schweizer Alpenpässe! Hier ein einminütiges Video, das die Fahrt über die Strasse zeigt und mir von ©Michael Lohmann zur Verfügung gestellt wurde:

Leider ging bei der Hotelbuchung etwas schief und wir konnten nicht im Mountain Top Hotel übernachten, sondern im Golden Rock Hotel, dass rund 400 Höhenmeter unterhalb vom Golden Rock liegt. Damit war der Sonnenaufgang am nächsten Morgen gestorben, da es um diese Zeit noch keinen Transport hoch gibt. Sehr sehr Schade und die Enttäuschung war bei uns allen gross .

Wir deponierten unser Tagesgepäck im Mountain Top Hotel und liefen nach einer kleinen Pause hinüber zum Eingang des Golden Rock Komplexes. Auch hier mussten wir natürlich unsere Schuhe ausziehen und wanderten barfuss durch die Anlage. Shine gab uns einige Informationen über die Geschichte des Tempels und dann zerstreuten wir uns wieder und suchten uns unsere Motive. Neben der Shwedagon-Pagode in Yangon und der Mahamuni-Pagode in Mandalay ist dies einer der heiligsten buddhistischen Orte Myanmars. Die 7,30 m hohe Stupa steht auf einem massiven, vollständig mit Gold überzogenen Felsen, welcher wie von Zauberhand gehalten auf dem Felsrand des Mt. Kyaiktiyo steht. Der Legende nach hält der Felsen nur durch ein genau platziertes Haar Buddhas im Inneren der Pagode seine Balance. Der Felsen ist in der Tat ein imposanter Anblick und ich konnte mich an der Pracht kaum sattsehen. Bald begann die goldene Stunde und mir gelang sogar ein Sonnenstern am Rande des Felsens. Freude hatte ich auch an den Falken und Milanen, aber für mehr als Belegfotos reichte es leider nicht.

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Der Goldene FelsFalkeMilan

Mönche plazierten kleine Goldplättchen am Felsen und nur ihnen bzw. Männern ist der Zutritt gestattet. Shine sprach die Mönche an und sorgte dafür, dass zwei Mönche für uns posierten und einer später sogar seinen Umhang im Wind flattern liess. Irgendwie waren mir diese Inszenierungen peinlich, aber die Mönche schien das überhaupt nicht zu stören und sie schienen es sogar gern zu machen. Das ist hier wirklich aussergewöhnlich! Irgendwie passt das zum Land und den Menschen, die sehr respektvoll miteinander umgehen. Von den Mönchen habe ich dann auch zahlreiche schöne Motive schiessen können.

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Aber am schönsten waren wirklich die Farben im warmen letzten Licht des Tages ! Nach Sonnenuntergang wurde der Felsen beleuchtet, was in der blauen Stunde ein wunderschöner Farbkontrast war. Mönche und Gläubige zündeten Kerzen an, was für stimmungsvolle und schöne Fotos sorgte. Und selbst mir gelangen ein paar ansprechende Aufnahmen ! Sehr gefreut haben mich die Fotos mit dem jungen, etwas fülligen Mönch und das kleine hübsche Mädchen des Pa-o Stammes. Sie zündete minutenlang hoch konzentriert ihre Kerzen an und war in ihrer Aufgabe völlig versunken. Ihre Augen haben mich total fasziniert!

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Um sieben Uhr machten wir schliesslich Schluss, holten unser Gepäck am Hotel ab und liefen in rund 25 Minuten hinunter zu unserem Hotel, wo wir zu Abend assen und dann zufrieden und müde in die Betten fielen.

Highlight des Tages: der Goldene Fels

6. November 2018

Zurück nach Yangon

Es war total frustrierend, heute Morgen aufzustehen und das tolle Licht auf den Hügeln gegenüber und sogar auf dem Golden Rock zu sehen! Wie gern wäre ich oben gewesen und hätte die Hügelketten im Gegenlicht der aufgehenden Sonne fotografiert . Aber es sollte nicht sollen sein und so trank ich drei Tassen Frustkaffee, bis es schliesslich Zeit für das Frühstück war und die anderen auch kamen. Das Frühstück war einfach, aber gut . Es gab Obst, Toast und ein Ei nach Wunsch.

Kurz nach dem Frühstück bestiegen wir einen LKW, der uns zurück ins Basislager brachte, wo bereits unser Fahrer mit dem Auto auf uns wartete. Wir fuhren nur ein kurzes Stück bis zu einer Gummibaumplantage, wo wir dem Prozess der Kautschukherstellung zuschauen konnten. Besonders interessant fand ich, wie das Gummi nach dem Einritzen der Baumrinde unglaublich schnell in die Auffangschale floss. Danach wurde es im Arbeitsschuppen fest, danach ausgewrungen und dann durch eine Presse gezogen, bis das meiste Wasser weg war. Zum Schluss wird es zum Trocknen aufgehangen. Das Ganze war wirklich informativ und spannend anzusehen. Ein kleiner, aber süsser Bonus war der kleine Sohn vom Manager, der für uns posierte und dabei ebenso viel Spass hatte wie wir.

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Wir fuhren weiter Richtung Yangon und hielten an zwei Holzbrücken an. Besonders die zweite war spannend, da sie völlig krumm war und nur aus Bambusstäben bestand. Aber sie war auch sehr malerisch und Shine und Birgit wanderten als Models mit Regenschirmen auf ihr umher – ein herrlicher Spass !

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Wir erreichten Bago, wo wir zu Mittag assen. Ich verzichtete, weil mir da Buffet nicht so zusagte und ich auch nicht so Recht Appetit hatte. Es war heute unglaublich heiss und die Hitze machte uns allen ein wenig zu schaffen. So trank ich nur etwas und war auch happy.

In der Stadt befindet sich die grosse Mon Schwemadaw Pagode, die mit 114 Metern sogar noch etwas höher ist als die Shwedagon in Yangon und somit die höchste Pagode von Myanmar ist. Kurz nach dem Aussteigen trafen wir auf drei junge Damen mit Sonnenschirmen und Shine war sofort Feuer und Flamme für ein Motiv. Die Damen posierten dann tatsächlich für uns und anschliessend wollten sie auch ein Foto von uns allen haben (Gruppenfoto ©Michael Lohmann). Das passierte uns übrigens immer wieder während der Reise, dass wir von Burmesen um ein Foto mit ihnen gebeten wurden . Wir schauten die Pagode danach nur von aussen an und schlenderten durch die Strassen mit den Geschäften, wo die unvermeidlichen Buddhas in allen Variationen angeboten wurden.

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Danach wartete ein ganz besonderes Erlebnis auf uns, das wir Shine zu verdanken haben. Er führte uns zu einer Klosterschule der Mon, die auch Kinder aus ärmeren Verhältnissen eine Schulausbildung ermöglicht. Die Mon sind ein altes Volk im Süden und Osten Myanmars. Seit langen gibt es Konflikte mit den Birmanen, die in der Zerstörung der Hauptstadt Hongsawadi und der Ermordung von Tausenden Mönchen im Jahr 1757 gipfelten.

Es gibt in der Schule mehrere Klassen von Kindergarten bis zur 5. Klasse und wir wurden bereits vom Kindergartenlehrer vor seiner Klasse herzlich empfangen. Auch die Kinder brüllten uns ein herzliches Mingalaba – burmesisch für Hallo – entgegen. Von ihrem Lehrer animiert trugen sie gemeinsam lautstark und völlig stolz das ABC vor und zählten bis 20. Die Kinder waren einfach nur zuckersüss und wir waren alle völlig hin und weg ! Das folgende knapp einminütige Video wurde mir wieder von ©Michael Lohmann zur Verfügung gestellt.

In einer anderen Klasse waren ältere Kinder, die gerade an einer Schularbeit schrieben und darunter waren auch einige Novizen. Es machte mir Spass, diese Schüler in ihrer Konzentration zu fotografieren, aber ich habe viel zu viele Fotos einfach nur versemmelt. Viele waren unscharf und unbrauchbar – ich bin wahrscheinlich wirklich nicht für diese Art von hektischer Fotografie geeignet .

Ich ging nochmals rüber zum Kindergarten und die Kinder waren gerade in der Meditationsphase zum Ende des Unterrichts. Auch dies war sehr niedlich anzusehen; vor allem, wie konzentriert sie auch hier wieder waren! Bis auf den einen kleinen Jungen, der mir zublinzelte und sein Freund, der herzhaft in meine Kamera gähnte !

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Kuck-Kuck :)Feierabend...!

Zum Schluss ging ich in die Klasse der 4-5. Klässler und hier erwartete uns ein weiterer emotionaler Moment. Die Kinder waren sehr stolz auf ihre Schule und ihr Wissen und präsentierten dies lautstark vor der Tafel. Diese kleinen Menschen berührten mich total und ich hoffe, dass sie ein gutes Leben haben werden mit der Ausbildung, die ihnen hier ermöglicht wird. Schliesslich sangen alle die Nationalhymne aus voller Inbrunst und danach stellten sie uns Fragen. Warum wir fremde Länder bereisen würden und was unser Lieblingsfussballverein ist. Warum ich reise? Um genau so entzückende, kleine Menschen kennenzulernen wie diese Kinder in dieser Schule. Ich war nicht die einzige in unserer Gruppe, die Tränen in den Augen hatte vor lauter Emotionen und Rührung . Wir spendeten der Schule schliesslich einen Betrag und zum Abschied bauten sich nochmal alle Schüler vor uns auf. Ein herzlicher Abschied mit Abklatschen und wir fuhren emotional fertig zu unserem nächsten Ziel . Eigentlich hätte hiermit der Tag für mich enden können!

Diashow (Klick für grössere Bilder):

In Bago befindet sich auch der sehr mächtige, grosse liegende Shwethalyaung Buddha, den wir als nächstes besichtigten. Er ist mit 55 Metern Länge und 16 Metern Höhe der zweitgrösste liegende Buddha der Welt. Flip-flops aus und einmal um den riesigen Buddha rumlaufen. Auf seiner Rückseite gab es Tafeln mit Geschichten, die ich zumindest mal zur Dokumention ablichtete; zwei Fotos davon sind in der Diashow. Der Buddha an sich ist wirklich gross und der Kontrast zu den betenden Menschen war enorm. Der Besuch hat sich gelohnt und ich war ziemlich beeindruckt!

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Shwethalyaung Buddha

Als nächstes gab es einen ebenso grossen liegenden Buddha im Freien, den ich aber ausliess. Nicht zuletzt, weil er am Kopf eingerüstet war. Aber es war für mich ein Zeichen, wieder eine Pause einzulegen und im Auto abzukühlen. Ich muss wirklich nicht immer alles mitmachen und die Hitze sowie das eng gepackte Programm machten sich langsam bemerkbar .

Auf dem Weg zu unserem letzten Ziel des Tages fuhren wir über eine staubige Strasse, die im Gegenlicht der tief stehenden Sonne plötzlich geradezu zu leuchten begann. So sprangen wir alle aus dem Auto und versuchten mit den Teleobjektiven diese tolle Szene zu verdichten und die Atmosphäre einzufangen. Das waren mit den Menschen und Fahrzeugen tolle Strassenszenen, über die wir uns alle gefreut haben.

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Völlig durchgeschwitzt und stinkend wie ein Iltis erreichten wir das letzte Ziel des Tages: die Kyaikpun Pagode. In dieser Tempelanlage befinden sich vier 30 Meter hohe Buddhas, die den vier Himmelsrichtungen zugeordnet sind. Es war gar nicht so leicht, diese grossen Buddhas ohne Verzeichnung auf den Chip zu bannen, aber das Licht war einfach wunderbar. So versuchte ich mein Bestes und genoss die letzten Sonnenstrahlen auf einer Bank in der Nähe eines tollen Baumes. Es war definitiv Zeit für etwas Ruhe!

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Wir hatten nach der Hitzeschlacht und dem langen Tag Bierdurst und beschlossen, an einem Minimarket ein paar Dosen für die Fahrt zu besorgen . Die Vorfreude darauf könnt Ihr in diesem kurzen Video sehen, als wir die Füsse nach dem Verlassen des Tempels säuberten (wieder ©Michael Lohmann):

Die Fahrt zurück nach Yangon dauerte im dichten Verkehr rund um die Stadt noch zwei Stunden. Wir bezogen unsere Zimmer im Esperado Lake View Hotel * und ich fiel nach einem weiteren Bierchen müde ins Bett. Die Zimmerfotos zur reinen Dokumentation .

Highlight des Tages: die Kinder in der Klosterschule

Diashow (Klick für grössere Bilder):
7. November 2018

Weiter nach Heho und zum Inle See

Heute morgen hiess es wieder früh aufstehen, da wir bereits um 8 Uhr nach Heho fliegen sollten. Wir fuhren um 6:15 Uhr zum Flughafen, was sehr angenehm war, denn es gab noch keinen dichten Verkehr oder Stau.

Am Domestic Airport checkte Shine unsere Gruppe ein. Sehr angenehm, denn niemand interessierte sich für unser Handgepäck, das eigentlich viel zu viel und zu schwer war. Nach der Sicherheitskontrolle frühstückten wir etwas karg aus der Breakfast Box, die wir vom Hotel bekommen hatten. Dort war ein Gipfeli, Kuchen, Obst und ein Ei ohne Salz drin .

Was ich anschliessend in Heho und am Inle See erlebte, könnt Ihr im folgenden Kapitel lesen.

Gefällt Ihnen meine Fotografie?

Wenn Ihnen meine Arbeit gefällt, würde ich mich freuen, wenn Sie auf meinem Fotoblog meine aktuellen Arbeiten verfolgen.

Affiliate Partner*

Hinweis: Alle externen Links zu Booking.com sowie GetYourGuide.com auf dieser Seite sind Affiliate-Links. Ich bekomme eine kleine Provision, wenn Ihr über den Link bucht.