Reisebericht Valley of Fire Nevada State Park USA

7. - 11. November 2019

Anreise von Deutschland nach Las Vegas

Herzlich Willkommen zu meinem Reisebericht vom Valley of Fire und der Anreise von Frankfurt nach Las Vegas mit der Air Canada. Eigentlich hatte ich wie immer Condor gebucht, aber nach der Thomas Cook Pleite auf Lufthansa umgebucht. Das ging dann auch kräftig in die Hose, weil heute und morgen die Flugbegleiter der UFO streikten . Meine Freundin Elke hat alles gegeben und mich erfolgreich auf die Air Canada umbuchen können und so konnte es dann am 7. November doch noch wie geplant losgehen.

Ich kam bereits um halb zehn Uhr mit der Bahn aus Basel am Flughafen an und man merkte den Streikbetrieb deutlich – allerdings für mich im positivem Sinne . Am Air Canada Business Priority Check-In war nichts los und ich war meinen Koffer innert fünf Minuten los. An der Sicherheitskontrolle gab es ebenfalls keine Schlangen – bis ich kam... Natürlich musste wieder alles aus dem Rucksack: alle Kameras, Laptop, Netbook, Smartphones, TomTom, Akkus. Immer nur hier in Frankfurt, aber ich regte mich diesmal nicht auf . Der Sicherheitsmensch war zur Abwechslung auch mal witzig und gut drauf und so brachte ich auch das hinter mir.

So war ich bereits eine halbe Stunde nach Ankunft in der Maple Leaf Lounge der Air Canada, wo ich es mir zwei Stunden lang gemütlich machte. Ich genoss erstmal ein paar Latte Macchiato und ein kleines Frühstück, da ich heute morgen ohne irgendwas zu essen losgefahren bin. Die Lounge ist sehr gut ausgestattet und lässt keine Wünsche übrig. Nach dem Frühstück gönnte ich mir noch zwei Gläser Prosecco und probierte vom Salatbuffet.

Dann war es bereits Zeit zum Boarden. Ich sass in der ersten Reihe auf einem Einzelplatz. Es gab Champagner zur Begrüssung und ich machte es mir gemütlich. Die Flugbegleiter waren sehr nett und die Sitze moderner als bei der Condor. Die Liegeflächen wurden digital gesteuert und funktionierten problemlos. Auch das interne Flugpgrogramm bot einiges an Abwechslung und ich entschied mich nach dem Start für 'Friedhof der Kuscheltiere' und später 'Rocketman', die Biografie von Elton John.

Kurz nach Abflug gab es nochmal Champagner mit Nüssen und nach einer Weile begann der Service. Der Flug sollte knapp neun Stunden dauern; also genügend Zeit zum Geniessen. Als Vorspeise gab es geräucherte Makrele, die leider einige Gräten hatte, mit Kartoffel-Zwiebel Salat. Bei der Hauptspeise hatte ich mich für die Hähnchenbrust mit Salbei und Tomatensauce, Risotto und Bohnen entschieden. Ich mag keine Bohnen, aber das ist mein Problem. Das Hähnchen und das Risotto waren gut. Als Nachspeise wurde Käse mit Obst serviert und zu allem gab es einen leckeren kanadischen Chardonnay. Ich fand das Essen nicht ganz so gut wie in der Condor, aber das ist schon ein wenig Jammern auf hohem Niveau .

Nach den beiden Filmen schlief ich über fünf Stunden und wachte ausgeruht wieder auf, als es Zeit fürs Frühstück gab. Es wurde eine kalte Platte mit Rindfleisch, Pasta-Salat, Obst und einem Stückchen Kuchen serviert. Kurz danach landeten wir in Calgary.

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Air Canada VorspeiseAir Canada HauptspeiseAir Canada Frühstück

Hier musste ich nun in die USA einreisen. Die Transitpassagiere wurden zunächst zur US Security gelotst und mein Kram wurde nochmal durchleuchtet. Mit weniger Aufwand als in Frankfurt, aber diesmal waren meine Glasfilter verdächtig. Doch nach kurzer Inspektion kein Problem. Danach ging es in einen Warteraum und man musste warten, bis das Gepäck gescannt war und der Name am Monitor erschien. Dann ab zum Kiosk der Homeland Security, Pass scannen, Fingerabdrücke und Zollfragen beantworten. Mit dem Ausdruck dann zum Officer, der hier genauso nett war wie Anfang des Jahres der in Seattle. Keine 35 Minuten nach Verlassen des Flugzeugs sass ich in der Aspire Lounge und entspannte dort noch eine Stunde bis zum Abflug nach Las Vegas.

Der Flug wurde von Air Canada Rouge – der Billiglinie von Air Canada – durchgeführt und das merkte man auch. Das Boarding war chaotisch und die Sitze eng und nicht wirklich Business Class. Immerhin gab es Verpflegung frei und für jeden einen iPad für das Bordprogramm. Economy Passagiere müssen dafür vor Abflug eine App aufs Smartphone laden und dann dafür bezahlen. Zum Essen gab es Pasta mit Käse, trockenen Salat und ein Stück Kuchen. Soweit okay und der kurze Flug verging schnell. Nach rund zwei Stunden landete der Flieger in Las Vegas. Der Blick auf die Lichter der Stadt war schon ziemlich beeindruckend!

In Las Vegas ging auch alles ganz schnell, da es ja nun ein Inlandsflug war. Mit der Bahn in den Terminal 3, wo mein Gepäck zügig kam. Dann mit dem Taxi ins Mandalay Bay Resort *, das sich recht nah am Flughafen befindet. Ich bekam ein Zimmer im 22. Stock mit Blick auf die Berge, aber hatte dafür keinen Sinn. Ich schlief erstmal zwei Stunden und schaute mich dann kurz unten im Casino um. Ich hab mich nicht getraut, zu spielen, weil ich einfach nicht verstanden habe, wie das geht. Na ja, geht auch ohne. Anschliessend schlief ich bis 3 Uhr morgens wie ein Baby.

Highlight des Tages: Trotz Streik abreisen zu können!

Diashow Mandalay Bay Las Vegas (Klick für grössere Bilder):
Mandalay Bay King Size DoppelbettenMandalay Bay WohnbereichMandalay Bay BadezimmerMandalay Bay Dusche & Badewanne
8. November 2019

Shopping & Fahrt ins Valley of Fire

Ich nutzte das frühe Wachsein, um mich zu organisieren und noch einige Dinge zu recherchieren. Der Sonnenaufgang mit dem schönen roten Licht auf den Bergen sah vom Fenster toll aus und ein paar Erinnerungsfotos mussten her. Ausserdem musste ich eine Weile raus, damit der TomTom den Satelliten finden kann. Den würde ich später brauchen!

Um kurz nach acht Uhr nahm ich ein Taxi zum McCarren Rental Car Center und mietete mein Auto bei Alamo an. Zu meiner grossen Freude konnte ich mir einen Jeep Compass aussuchen und war damit mehr als happy . Nur ob er Ganzjahresreifen hat, konnte mir niemand sagen , aber ich entdeckte später das M&S Zeichen an den Reifen. Nun ja, ich hoffe, dass mir allzu viel Schnee erspart bleiben wird!!! Der Jeepy hatte 16331 Meilen auf dem Tacho und war sehr gut ausgestattet, sogar mit Rückfahrkamera. Ich organisierte mich im Auto, schloss den TomTom an und fuhr dann zunächst in den Süden der Stadt zum Walmart, wo ich erste Einkäufe machte und unter anderem eine Kühlbox mit Kühlelementen kaufte. Danach ging es zu Albertson für ein paar frische Sachen und dann zu AT&T, wo ich meine SIM Karte kaufte. Alles verlief zügig und ohne Probleme und ich hatte mir nun wirklich den ersten Cheeseburger bei In-N-Out verdient. Die Burger dieser Kette hatten mir schon im Frühjahr am besten geschmeckt und ich genoss ihn in der Sonne bei einer grossen Coki Zero.

Nun ging es aber endlich los Richtung Valley of Fire, das ich nach etwas mehr als einer Stunde am Westeingang erreichte. Der Valley of Fire State Park ist der älteste und mit 141m² grösste Park von Nevada. Am Eingang waren 10 USD Eintritt fällig, denn die Nevada State Parks sind nicht im Programm vom 'America is beautiful' Annual Pass. Direkt am Eingang graste eine Gruppe von Wüsten-Dickhornschafen, was zu einem leichten Chaos führte. Viele Touris stiegen aus, um Fotos von den Schafen zu machen .Ich stoppte an den tollen Formationen von The Beehives, um einen ersten Eindruck zu bekommen, aber hielt mich nicht lange auf. Ich hatte noch zwei volle Tage im Park, die ich voll nutzen wollte. Am Visitor Centre fuhr ich die Mouse′s Tank Road bis zum Aussichtspunkt des Rainbow Vista und lief eine kurze Strecke hinein. Was für tolle Farben diese Felsen haben und die Pflanzen waren im Sand dazu ein hübscher Kontrast.

Es ging zurück und ein kurzer Stop an den Seven Sisters zeigte mir leider, dass dieses Motiv ausfallen würde. Rund um die schönen Felsen waren an wirklich jeder Stelle Picknicktische mit Sonnenschutz aufgebaut worden . Man kann wirklich an allem übertreiben – auch an Picknicktischen.... Der letzte Stop war am Elephant Rock, wo ich mir den Pfad hinauf einprägte. Da wollte ich morgen früh hin.

Um drei Uhr kam ich in meinem Hotel in Overton im Moapa Valley an, dem North Shore Inn at Lake Mead *. Ich hatte ein Zimmer mit King Bett gebucht und das Zimmer war geräumig mit einer Mikrowelle, Kühlschrank, Kaffeemaschine und Fernseher. Das WLAN war schnell und zuverlässig. Das Waschbecken war mit der Kaffeemaschine im Zimmer und Bad mit Duschwanne und WC separat. Der Wasserhahn im Becken war total verkalkt, so dass kaum noch Wasser heraus kam, was nach einer kurzen Reklamation an der Rezeption sofort gefixt wurde. Es ist ein normales amerikanisches Standard Motel und für mich so weit in Ordnung.

Diashow North Shore Inn Lake Mead (Klick für grössere Bilder):
North Shore Inn Lake MeadNorth Shore Inn Moapa Valley

Ich machte mich nochmal zurück auf den Weg ins Valley of Fire und fotografierte hinter dem Elephant Rock die hübschen Felsformationen. Die roten Sandsteinformationen entstanden vor 150 Millionen Jahren aus riesigen Wanderdünen und Erosion sowie Heben und Senken der Region formten die heutige Landschaft. Zu mehr als diese eine Stelle reichte es dann auch nicht. Für den Rainbow Vista war es bereits zu spät und die Sonne erreichte die Gipfel der Felsen nicht mehr. Das würde ich morgen berücksichtigen. Ich bin froh, dass ich mir Zeit lassen kann und nicht alles im Eiltempo abhandeln muss.

Diashow North Shore Inn Lake Mead (Klick für grössere Bilder):
Valley of Fire Sonnenuntergang

So fuhr ich zurück nach Overton und machte mich an den Reisebericht, bevor ich früh einschlief. Der Jetlag liess noch grüssen.

Highlight des Tages: Sonnenuntergang im Valley of Fire

9. November 2019

Elephant Rock, White Domes Trail & Rainbow Vista

Es war ein früher Start um kurz nach fünf Uhr, aber da ich ja früh schlafe, war ich sogar schon eine Stunde früher wach. Nach einer Tasse Kaffee fuhr ich dann ins Valley of Fire. Ich hatte mir gestern bereits ein Formular für den Eintritt mitgenommen, so dass ich nach dem Parkieren nur noch den Umschlag mit den 10 USD in die Box werfen musste und meinen Abschnitt ans Fenster klebte.

Ich lief hinauf zum Elephant Rock, wo bereits zwei Mexikaner waren. Wir begrüssten uns freundlich und arrangierten uns die ganze Zeit bei netter Plauderei bestens. Am Anfang gab es den Elefanten als Silhouette und die Berge leuchteten in einem heftigen Rotorange, als sich der Himmel im Osten färbte. Was für Farben...!! Schliesslich ging die Sonne auf und nach ein paar Minuten kroch sie auch über den Bergrücken und ich kam zu meinem Sonnenstern. Dieser Felsbogen ist mit Sonnenstern und im warmen, goldenen Licht schon ein sehr schönes Motiv ! Die ganze Landschaft war nun in warme Farben getaucht und nach ein paar weiteren Fotos wanderte ich zurück zum Parkplatz und fuhr zurück ins Motel zum Frühstück.

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Elephant Rock – Valley of Fire NevadaValley of Fire
Elephant Rock – Valley of Fire Nevada

Nun ja, es war ein typisches amerikanisches Motel Frühstück und alles bestand aus Plastik : Kaffeebecher, Teller, Besteck – was da jeden Tag für ein Plastikmüll anfällt ! Der Kaffee war dünn, aber es gab frische Milch. Zu den Zuckersachen wie Donuts, Muffins und Toast gab es Rührei, Kartoffestücke und etwas undefinierbares graues in dünnen Scheiben. Das habe ich dann auch nicht probiert und mich dann lieber an die Waffeln gehalten, die man selber backen konnte. Die waren dann aber sehr dick und mit dem Sirup und Puderzucker sehr lecker!

Nach dem Frühstück machte ich mich wieder auf den Weg in den Park und stoppte zunächst am Rainbow Vista. Die Felsen leuchteten in allen erdenklichen intensiven Farben und waren ein absoluter Augenschmaus. Leider kommt das auf den Fotos überhaupt nicht so gut rüber, was meiner Meinung nach am total flachen Licht ohne Kontraste liegt. So bin ich auch von den meisten der 'Tagsüber' Fotos etwas enttäuscht und sie haben für mich nur dokumentarischen Charakter. Sie geben die Schönheit des Valley of Fire bei weitem nicht wieder; ich denke, da fehlt es bei dem Licht einfach an der Dreidimensionalität.

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Blick ins Valley of Fire

White Domes Trail

Als erstes wollte ich heute den White Domes Trail wandern, der am Ende der Mouse's Tank Road beginnt und als Rundweg mit 45 Minuten angegeben ist. Als reine Laufzeit ist das auch korrekt, aber effektiv habe ich 25 Minuten länger gebraucht, weil ich an jeder Ecke voller Staunen und Bewunderung stehen bleiben musste!

Zunächst ging es steil zwischen Sandsteinfelsen in den Canyon hinab und die Aussichten zurück auf die grossartigen Formen der Felsen waren fantastisch. Unten gibt es noch einen Rest eines alten Film Sets von 1965, The Professionals. Die Farben der Felsen schwanken hier zwischen dem typischen Sandstein Gelb und Rosa, was ein toller Kontrast zum tiefblauen Himmel war.

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White Domes Trail Valley of Fire

Unten angekommen betritt man den Kaolin Wash und geht durch einen kleinen Slot Canyon. Mein erster ! Nach rund 120 Metern erreicht man das Ende und biegt rechts ab, um einen gut markierten Weg hoch zu wandern. Die Sandsteinfelsen haben hier alle Farben von Gelb, Rosa, Orange und Beige und ich wusste wieder nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte. Was für eine tolle Felsenlandschaft! Gegen Ende der Wanderung gab es noch einen kleinen Felsbogen und nach einer weiteren Biege erreichte ich nach etwas mehr als einer Stunde wieder den Parkplatz.

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Kaolin Wash Valley of Fire

Rainbow Vista

Nach einer kleinen Erholungspause – es war für mich schon wieder ein wenig zu warm – fuhr ich zurück zum Rainbow Vista und machte die Wanderung bis auf den grossen Felsen hinauf. Zunächst nur mit dem Tagesrucksack und der Sony RX100 VI, die sich als ideale 'Tagsüber' Kamera bewährte. Ich würde nicht im Traum darauf kommen, die Vollformatkameras bei der Hitze im Rucksack zu schleppen und die kleine Sony macht einen guten Job!

Ich schaute mir die Felsen auf der linken Seite näher an und war wieder fasziniert von den beige-rosa Mustern in den Felsstrukturen. Der Aufstieg auf den Berg war nicht wirklich schwer und von oben bietet sich eine superschöne Aussicht. Nun wusste ich, wo ich später den Sonnenuntergang fotografieren wollte !

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Rainbow Vista Valley of Fire

Ich genoss die Aussicht eine Weile und lief dann zurück zum Parkplatz, um Stativ und Fotorucksack zu holen. Auch auf dieser Reise habe ich meinen Pacsafe dabei, um den Rucksack im Auto vor dem schnellen Zugriff zu sichern. So lief ich wieder auf den kleinen Berg und wartete auf das gute Licht. Immer wieder kamen Leute vorbei, mit denen ich eine Weile plauderte. So kam ich auch mal wieder zu einem Bild von mir vor der Landschaft des Valley of Fire. Die Amis sind wirklich deutlich kommunikativer als die Briten, was mir das Alleinreisen auch einfacher macht .

Valley of Fire Nevada USARainbow Vista Valley of Fire Nevada

Endlich wurde das Licht goldiger und ich fing an zu fotografieren. Vor allem die roten Felsen, die dem Tal den Namen geben, leuchteten unglaublich intensiv. Nachdem die Sonne hinter den Hügeln verschwunden war, lief ich zurück zum Jeep und fuhr die Fire Canyon Road bis zu einem der Aussichtspunkte. Die Sonne war nun untergegangen und der Himmel im Westen leuchtete orange. Die Farbe wurde auf die Felsenlandschaft reflektiert und ergab mit dem blauen Erdschattenlicht eine wunderbare zarte Stimmung . Kleine zartrosa Wölkchen machten die Stimmung perfekt.

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Sonnenuntergang im Fire Canyon
Sonnenuntergang im Fire Canyon – Valley of Fire – Nevada USA

Ein langer, aber perfekter Tag ging zu Ende und ich fuhr glücklich zurück nach Overton.

Highlight des Tages: Elephant Rock und Sonnenuntergang im Valley of Fire

10. November 2019

Canyon of Fire, Fire Wave, Atlatl & Arch Rock

Ich war bereits wieder früh wach und nach einer Tasse Kaffee fuhr ich ins Valley of Fire zum Fire Canyon. Das Licht war bei meiner Ankunft herrlich blau und die Berge leuchteten geradezu. Licht wie ich es liebe ! Begeistert schaute ich zu, wie das Licht wechselte und die Berge den leichten Rotton des heller werdenden östlichen Himmels reflektierten. Gegen den blauen Nachthimmel im Westen sah das einfach fantastisch aus! Die Sonne ging auf und ich fing einen Sonnenstern ein. Das muss einfach sein, wenn es die Gelegenheit gibt... Das erste Licht traf auf die Berge, aber nach ein paar Fotos packte ich zusammen und fuhr die paar Meilen zum Parkplatz der Fire Wave.

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Fire Canyon im ersten LichtFire Canyon Valley of Fire NevadaSonnenaufgang im Fire Canyon NevadaFire Canyon Road

Fire Wave

Eigentlich ist sie im späten Nachmittagslicht am schönsten, aber gestern hatte ich die Massen von Leuten gesehen, die tagsüber wie Ameisen zur Fire Wave pilgerten . So würden gute Fotos unmöglich sein! Also wanderte ich im schönen Licht in rund 15 Minuten zur Fire Wave. Unterwegs schaute ich immer wieder zurück und war begeistert, wie schön der Berg im Morgenlicht aussah. An der Fire Wave selber war nur ein weiterer Fotograf und wir konnten uns gut arrangieren. Ich hatte eh nur die kleine Sony RX100 VI und die Sony A7r III mit dem 16-35mm f4 ohne Stativ dabei und war flexibel. Es war hell genug, um Fotos aus der Hand machen zu können und es gab keinen Grund, mich mit Fotorucksack und Stativ abzuschleppen .

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Fire wave Valley of Fire NevadaFire Wave

Die klassische Ansicht der Wave liegt am Morgen im Gegenlicht, was natürlich ziemlich scheisse aussah und so konzentrierte ich mich auf die andere Richtung und auf die Formen, die ich so vorfand. Nach einer Weile erkundete ich die Umgebung und fand die geschwungenen Muster auf dem Hügel nebenan sehr attraktiv. Ausserdem gab es im Sandstein schöne Linien, die auf den Berg am Anfang des Trails zuliefen. Ein toller Spielplatz!

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Fire wave Valley of Fire

Nach einer Weile lief ich zurück und fuhr zum Frühstück ins Motel. Es war ein grossartiger und lohnenswerter Morgen gewesen.

Pink Canyon

Gegen Mittag fuhr ich zurück in den Park und schaute mir den versteinerten Baumstamm kurz hinter dem östlichen Parkeingang an. Von dort aus kann man einen kleinen Hügel erklimmen und hat eine fantastische Aussicht auf die Rückseite der Berge vom Fire Canyon und einem kleinen Wash. Bingo – ich hatte meine Stelle für den Sonnenuntergang gefunden ! Im Gegensatz zu vielen anderen Fotografen plane ich meine Locations nicht im Vorfeld bis ins letzte Detail, sondern lasse mich lieber vor Ort inspirieren . Ich wollte durch den Pink Canyon wandern und parkierte in einer Bucht von Wash #4. Der Trail durch den Canyon ist kein offizieller Weg, aber sehr empfehlenswert. Der Sandstein hat hier tatsächlich eine leicht rosa Farbe und die geschwungenen Formen in rosa und gelb sind absolut sehenswert.

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Pink Canyon Valley of Fire NevadaPink Canyon NevadaPink Canyon Valley of Fire

Der Weg durch den Canyon ist ziemlich kurz und am Ende kann man den Hügel hoch laufen und sich an der Fire Wave wiederfinden! Am Anfang ging es noch und ich konnte ein paar Fotos machen. Es war aber immer noch ziemliches Gegenlicht und die Kontraste ziemlich hart. Überhaupt nicht mein Licht, aber zumindest kann man mal die schönen Wellen erahnen. Nach rund drei Minuten war der Spass aber vorbei und der Wanderweg spuckte eine Selfie Asiatengruppe nach der anderen aus . Ich schaute mir den Wahnsinn eine Weile an und wanderte dann durch den Pink Canyon zurück zum Jeep.

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Fire WaveFire Wave Valley of Fire NevadaBalanced Rock Valley of Fire

Ich hatte noch gar nicht den Scenic Loop Drive am westlichen Ende des Parks gemacht und holte das nun nach. Ein kurzer Stop an den versteinerten Baumstämmen, der interessant zum Anschauen, aber nicht zum Fotografieren war und dann fuhr ich zum Parkplatz des Atlatl Rock. Dessen Hauptinteresse gilt den Felszeichnungen der Anasazi Indianer, die das Tal von 300 v. Chr. bis 1150 besiedelten. Die Zeichnungen können bequem über eine Treppe erreicht werden und sind gut erhalten.

Ein paar Hundert Meter weiter ist der Arch Rock, wo ich erstmal vor einer Gruppe Chinesen flüchten musste, die 20 Minuten für Selfies und Fotos benötigten. Und dabei das ganze Tal beschallten... Ein netter Felsbogen, der im Abendlicht bestimmt auch gut aussehen würde – aber man kann ja nicht alles machen.

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Felszeichnungen Atlatl Valley of FireAtlatl Rock FelszeichungenArch Rock

Nun hatte ich noch den Ehrgeiz, den kleinsten Felsbogen des Valley of Fire zu finden, der in einer kleinen Höhle ist. Ich musste eine Weile suchen und bin auch einmal an der Stelle vorbei gelaufen, aber schliesslich fand ich ihn doch! In der Höhle hat man wirklich nur knapp einen Meter Höhe, aber eine Person mit Stativ passt schon. Ich freute mich über das Motiv und machte ein paar Fotos. War nicht einfach mit den Kontrasten in der Sonne, aber der Dynamikumfang der Sony A7 III bekommt das schon hin .

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Kleinster Felsbogen im Valley of FireArch Rock Valley of FireBalanced Rock Valley of Fire

Nun war es bereits Zeit für den Sonnenuntergang und ich fuhr Richtung östlichen Eingang. Am Visitor Centre fotografierte ich noch den Balanced Rock, eine hübsche Felsformation, die nun im richtigen Licht stand.

Am versteinerten Baumstamm stieg ich den Hügel hinauf und fand mein Motiv im schönsten Licht vor. Herrlich wie intensiv Rotorange die Berge leuchteten! Ich schaute zu, wie die Schatten langsam höher krochen und auch ein Blick hinein in die Ebene Richtung Lake Mead war lohnenswert. Der Hammer war aber wieder das Licht nach Sonnenuntergang, als die gesamte Landschaft rosa wurde. Ich liebe dieses Licht einfach!

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Sonnenuntergang im Valley of Fire Nevada

Glücklich nach einem erfüllten Tag fuhr ich zurück ins Motel und liess den Abend mit Fotos entwickeln ausklingen.

Highlight des Tages: das tolle Licht bei Sonnenauf- und -untergang

11. November 2019

Schwerer Sturz und Weiterreise zum Bryce Canyon

Ich fuhr heute morgen nochmal in den Fire Canyon, weil ich gestern so früh zur Fire Wave weitergefahren bin. Ich suchte mir eine leicht andere Position als gestern und genoss zunächst mal wieder die herrliche blaue Stunde. Danach leuchteten die Felsen einen Augenblick in herrlichen warmen Farben und dann kam auch schon das erste Licht auf die Berge. Wunderbar!

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Fire Canyon Nevada Valley of Fire

Ich machte von dem ersten Licht gerade ein Foto und sah dann, dass die Sonne über die Berge für einen Sonnenstern kam. Ich wollte rasch zu meinem Stativ und dann passierte es: ich stolperte über einen Stein und schlug buchstäblich der Länge nach hin ! Ich konnte gerade noch mein Gesicht retten, damit es nicht auch auf die Steine schlug! Im Schienbein fühlte ich einen heftigen Schmerz, aber zuerst musste der Sonnenstern auf den Chip ! Laut jammernd und heulend machte ich dann meine Aufnahmen und freute mich trotz der Schmerzen darüber. Irgendwann sah ich am Schienbein Blut, krempelte die Hose um und klebte die Kratzer mit Pflastern ab . Das Licht war nun herrlich golden und ich machte ein paar Fotos der schönen Landschaft. Dann humpelte ich zum Auto und fuhr ein Stück die Strasse hinunter, um noch ein paar Landschaftsbilder einzufangen. Doch ich gab dann recht schnell auf, denn das Bein schmerzte doch ganz schön .

Also fuhr ich zurück, hielt aber noch am kleinen Felsbogen hinter dem Eingang an. Das war es dann aber wirklich und ich verabschiedete mich vom Valley of Fire.

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Zurück im Hotel schaute ich mir dann die ganze Bescherung an: mein Schienbein war dick geschwollen und blau; ebenfalls das Knie und einige Stellen am Oberschenkel und Oberarm. Die linke Hand hat auch ein paar Kratzer abbekommen – aber sonst ging es mir gut. Zum Glück nichts gebrochen!

Ich reinigte die Kratzer, verpflasterte mich und cremte die Prellungen ein. Dann frühstückte ich, packte meine Sachen, belud das Auto und machte mich auf den Weg Richtung Norden zum Bryce Canyon.

Was ich dort erlebte, könnte Ihr im nächsten Kapitel lesen.



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