Teneriffa – Kanarische Inseln 2017 / 2018

10. - 18. Dezember 2017

Ankunft auf Teneriffa nach vier Wochen auf La Palma

Unsere Übernebelungszeit auf den Kanaren begannen wir Anfang November mit vier Wochen auf der Isla Bonita La Palma (Link zum Reisebericht) und verweilten danach knapp zwei Wochen auf Teneriffa, bevor wir zwei Wochen über Weihnachten und Neujahr 2017 /2018 auf El Hierro (Link zum Reisebericht) verbrachten.

Am 10. Dezember ging unsere vierwöchige Zeit auf der wunderbaren Insel La Palma bereits wieder zu Ende und wir nahmen die Mittagsfähre zurück nach Teneriffa. Wir waren rechtzeitig am Fährhafen in Santa Cruz und ich musste im Büro der Naviera Armas noch Bescheid geben, dass wir für die Rückfahrt ein anderes Autokennzeichen hatten. Das war kein Problem und wir wurden zügig auf die Fähre geleitet. Fast schon wie immer hatten wir einen Platz im Mitteldeck in Schräglage...

Bis zur Abfahrt genossen wir die Sonne im Hafen und blickten schliesslich wehmütig zurück auf die Berge, als die Armas pünktlich ablegte. Was war es doch für eine schöne Zeit auf dieser landschaftlich so abwechslungsreichen Insel gewesen!

Wir hatten auch diesmal Glück und die See war trotz des starken Windes der vergangenen Tage nicht ganz so wellig wie erwartet. Der schlimmste Teil war die Strecke bis La Gomera und die Wellen teilweise unangenehm hoch. Doch ich fixierte tapfer den Horizont und überstand auch diese Stunde. Zwischen La Gomera und Teneriffa war das Meer dann wesentlich ruhiger und ich konnte die Seefahrt geniessen.

Pünktlich legte die Fähre in Los Cristianos an und dann begann das grosse Chaos! Kurz vor uns war eine Fred Olsen Fähre angekommen und nun knubbelten sich an die hundert Autos an der Ausfahrt . Das ist in Los Cristianos nicht sehr geschickt gelöst: Ausladen über vier Spuren, die am Ende des Hafens in zwei Spuren geführt werden. Kurz dahinter kommen die Autos von den regulären Parkplätzen dazu und um das Chaos komplett zu machen, wird die Strasse ins enge Stadtzentrum auch noch einspurig! Na Prost Mahlzeit ! So brauchten wir dann auch 45 (!!) Minuten von der Fähre bis zur Autobahn TF-1, denn natürlich gab es auch am grossen Kreisel vor Los Cristianos den üblichen Megastau . Was für ein Puff dieser Touristenalbtraumort doch ist !

Ich war froh, als wir endlich auf der Autobahn unterwegs waren, doch ich musste mich erst wieder an den vielen Verkehr nach dem beschaulichen La Palma gewöhnen. Nach weiteren 40 Minuten erreichten wir dann unsere Unterkunft in Valle de Guerra, das Valle Guerra Luxe House *. Mit dem freundlichen Vermieter Kike war ich bereits vorab per WhatsApp in Kontakt und er wartete bereits vor dem Haus auf uns. Er öffnete die Garage, die für unseren etwas niedrigen Astra Turbo nicht so einfach zu befahren war, da es über zwei kleinere Absätze ging und das Auto leicht aufsetzte . Die Garage läuft zudem interessanterweise spitz zu und ist etwas eng und so parkierten wir die restliche Zeit auf den Strassenparkplätzen.

Das Haus an sich ist wirklich super und Kike hat es mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Vom grossen Flur aus erreicht man das geräumige Ess-/Wohnzimmer, das durch ein grosses Oberlicht in der Decke ausgeleuchtet wird. Hier fand auch unser Weihnachtsbäumchen wieder seinen Platz. Desweiteren gibt es zwei grosse und ein kleines Schlafzimmer, eine moderne, voll ausgestattete Küche und ein kleines Bad. Den Hof mit Sitzecke und Esstisch hat Kike mit Kunstrasen ausgelegt und liebevoll mit landestypischen Pflanzen ausgestattet. Der Drachenbaum ist dabei sicherlich das Highlight! Draussen befindet sich in einem überdachten Bereich die Waschmaschine und eine Aussendusche. Von der Dachterasse hat man einen schönen Überblick zum Anaga Gebirge bis hin zum Meer. Der einzige Wermutstropfen war die etwas laute Strasse in den Stosszeiten, obwohl es nur eine Nebenstrasse ist. Doch wir fühlten uns hier acht Tage lang wohl und die Wohnung war ein guter Ausgangspunkt für unsere Erkundungen an der Küste.

Diashow Valle Guerra Luxe House (Klick für grössere Bilder):

Spielzeit am Meer

Das gute Wetter verliess uns nach der Ankunft auf Teneriffa bzw. war es im Norden deutlich schlechter als im Süden. Das trübe Wetter mit hin und wieder Nieselregen drückte auf unsere Stimmung und wir taten uns etwas schwer, dem Norden von Teneriffa eine neue Chance zu geben . Wir hatten es bisher meistens bis auf eine Ausnahme vermieden, hier zu wohnen – eben genau wegen des oft bedeckten und kühlen Wetters. Der grusige Moloch Puerto de la Cruz mit dem Verkehrschaos hat uns auch bisher noch nie zugesagt und wir taten uns einen Besuch nicht an . Aber na ja, wir wollten diesmal von Valle de Guerra aus das Anaga Gebirge erkunden und an den Küsten mit den Wellen fotografisch spielen

Aus dem Anaga Gebirge wurde – fast schon wie immer auf Teneriffa – mal wieder nichts . Es war nie so gut, dass sich zu Abend schöne Lichtstimmungen ergaben und die Passatwolken waren entweder wieder mal nicht dicht genug für den Lorbeerwald oder es schüttete stundenlang wie aus Eimern, wenn wir mal einen Versuch starteten . So blieb es diesmal bei einem Foto des schönen Camino Viejo in der Nähe des Mirador Pico del Inglés.

Das stürmische Wetter war allerdings ein Traum für die Küste und zu Sonnenuntergang schaute die Sonne immer wieder mal durch die Wolken bevor sie hinter den westlichen Bergen verschwand. Es war nicht immer leicht zu fotografieren, aber das Experimentieren mit den verschiedenen Verschlusszeiten, um das Meer dynamisch, aber doch verträumt darzustellen, machte sehr viel Spass. Einige Fotos von diesen Nachmittagen lassen sich durchaus sehen und wir fanden an der Küste in der Umgebung von Valle de Guerra einige lohnenswerte Fotostellen.

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Mesa del Mar

An zwei Morgen hatte ich mal mehr Glück und es zeigte sich sogar mal der grossartige Teide! Einmal hatte er morgens einen Sombrero auf – ein toller Anblick, der vom rosa Licht der aufgehenden Sonne noch gekrönt wurde . Mit den vorgelagerten Felsen gelang mir eine einigermassen ansprechende Bildkomposition und ich genoss meine Fotostunde in der Natur am Morgen aus vollen Zügen.

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Roquillo

Weihnachtskrippe in La Laguna

Ganz speziell sind auf den Kanaren die Weihnachtskrippen, die in so gut wie jedem Ort einen besonderen Platz haben. Diese Krippen sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet und der Stolz eines jeden Dorfes oder Stadt. Auf La Palma hatten wir bereits einige gesehen und nun nahmen wir uns an einem regnerischen Tag die Zeit, um uns die Weihnachtskrippe von La Laguna anzusehen.

Die Krippen werden hier Belen genannt und es wird im Gegensatz zu den Krippen in Deutschland oder der Schweiz nicht nur der Stall gezeigt, sondern das ganze Leben in Bethlehem dargestellt. Das reicht vom Nachbau der Gebäude und Dorfplätze bis zum detaillierten Darstellungen der Märkte und Kaufläden. Das Christkind findet übrigens erst am 24. Dezember seinen Platz in der Krippe.

Wir schauten uns in La Laguna die Krippe im Casa De Los Capitanes Generales an. Für uns war das mal etwas ganz anderes und wir erfreuten uns an den Details und Darstellungen. Zum Abschluss schauten wir am Hafen in Santa Cruz vorbei und bewunderten die Queen Elizabeth der Cunard Linie – ein wirklich klassisch schönes Schiff!

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Sonnenuntergang am Teide

Als das Wetter mal wieder trüb im Norden war und ich auf den Webcams sah, dass es auf der Nordseite des Teide klar und sonnig war, machten wir uns auf den Weg, um etwas Sonne zu tanken. Wir klapperten einige uns bekannte Standpunkte ab und liessen uns schliesslich an einer schönen Stelle nieder und genossen die warmen Sonnenstrahlen mit Blick auf den grossartigen Vulkan. Der Teide ist so perfekt, dass er für mich niemals seine Faszination verlieren wird und jedes Mal ist die Stimmung ein wenig anders.

Diesmal wurden wir mit einem schönen Sonnenstern belohnt, als die Sonne genau hinter dem Gipfel des Teide verschwand, bevor sie eine halbe Stunde später unterging. Der Blick über das Nebelmeer (unter dem sich auch unsere Unterkunft verbarg...) bis hin zu La Palma war umwerfend schön. Das warme Licht der untergehenden Sonne färbte die Wolken erst orange, dann rosa und schliesslich blau – einfach ein grossartiger Anblick mit dem glühendem Abendhimmel . Der Ausflug hatte sich definitv wieder mal gelohnt und wir freuten uns über Fotos und über die getankte Sonne!

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Ausflug an die Nordküste

Wir machten trotz des Wetters das Beste aus unserer Zeit und schauten uns einige Locations an der Nordküste an, die wir dann vielleicht beim nächsten Mal in besserem Licht nochmals besuchen wollen. An einigen Tagen waren die Wellen wirklich beeindruckend und krachten mit Gewalt auf die vorgelagerten Lavafelsen. Ein toller Anblick und auch eine Langzeitbelichtung wert. Hier gelang Gerd auch das einzige Foto einer Kanareneidechse dieses Jahr .

Bei der Gelegenheit machten wir endlich mal eine Wanderung an der Casa Hamilton entlang, einer alten Industrieruine bei Los Realejos. Gebaut wurde das Haus 1903 von der Firma Hamilton, daher der Name. Mit der Wasserpumpenstation sollte das Süsswasser der Gordejuelaquelle von unten nach oben zu den Bananenplantagen gepumpt werden. Lange ging das allerdings nicht gut und die Anlage wurde 1919 verkauft. Seitdem verfällt sie und der Zugang ist gesperrt.

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Casa HamiltonKanareneidechse

Traumsonnenuntergang mit Strahlenrausch

Einer der letzten Abende brachte uns dann doch noch den erhofften Traumsonnenuntergang mit absolut dramatischem Licht. Die Sonne brach immer wieder durch die Wolken und schickte Bündel von Strahlen auf das Meer. Die Stimmung und Farben veränderten sich im Minutentakt und es wechselte sich ein Highlight mit dem nächsten ab. Das goldene Licht wurde schliesslich kurz vor Sonnenuntergang rötlich und die gesamte Atmosphäre ruhiger. Ein letztes Pastellfarbenes Glühen am westlichen Himmel bildete den Abschluss dieses herrlichen Sonnenuntergangs.

Diashow (Klick für grössere Bilder):

So ging unsere Zeit an der Nordostküste vorbei und wir waren nicht unfroh, dass wir die kommenden Tage bis zu unserer Abreise nach El Hierro an der Südostküste in El Porís verbringen würden – endlich wieder Sonne ! Was wir dort erleben konnten, lest Ihr im folgenden Kapitel.

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