Stanley, Gipsy Cove & Volunteer Point

30. Januar – 3. Februar 2008

Allgemeines

Der Nebel hatte sich auf Carcass Island und den Inseln verzogen und wir flogen am Mittag zurück auf die Hauptinsel nach Stanley, wo wir die letzten drei Tage in der B&B Bennett House übernachteten. Die B&B ist typisch britisch mit viel Teppichboden und Plüschmöbeln, aber wird wird von Celia und ihren Labradoren liebevoll geführt – wir fühlten uns damals sehr wohl im Bennett House. Das Full English Breakfast war sehr lecker und die Zeit mit Celia immer sehr unterhaltsam. Leider haben wir damals keine Fotos gemacht.

Volunteer Point: Königspinguin (Aptenodyts patagonicus)

In diesem Teil geht es nun zunächst um unseren Tagesausflug zum Volunteer Point, den wir über Sally gebucht hatten. Die Fahrt im Landrover dauerte für die etwas mehr als 50 Kilometer weite Fahrt rund eine Stunde und wir parkierten beim Parkhaus. Nach einer kurzen Einweisung liefen wir zum weissen Strand und trafen schon bald auf die erste Kolonie von Königspinguinen (Aptenodyts patagonicus), die hier zahlreich brüten. Die Pinguine haben kaum Scheu und man kann sich ihnen gut nähern, ohne sie zu stören. Das wollten wir auch auf jeden Fall vermeiden, denn einige Väter brüteten noch Eier aus, während andere Pinguinküken bereits geschlüpft und einige Wochen alt waren. Ein kleiner Frühstarter war auch dabei und hatte schon einen Hauch von seinem braunem Jugenddaunenkleid.

Es war eine grosse Freude, diese grossen Pinguine nach Südgeorgien im Jahr zuvor wiederzusehen und wir liessen uns alle Zeit, die wir wollten. Ich liess mich einfach nieder und wir schauten uns gegenseitig an. Die kleinen Pinguine waren kleine Komiker und sahen noch so ganz nackig ziemlich lustig aus! Aber bald würden sie ja Federn bekommen und aussehen wie kugelrunde Federbällchen.

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Königspinguin (Aptenodyts patagonicus)

Volunteer Point: Eselspinguin (Pygoscelis papua)

Näher am Strand befand sich eine Kolonie von Eselspinguinen (Pygoscelis papua), die voll besetzt von bereits fast erwachsenen Jungtieren war. Die Kleinen gingen gerade durch ihre letzte Mauser und verloren ihr Jugendkleid – und so sah die Wiese auch aus: als hätte Frau Holle ihr Kopfkissen mit Daunen ausgeschüttet Auch hier verbrachten wir eine ganze Weile und betrachteten die kleinen Kerlchen.

Die Zeit verging schnell, aber uns hat es hier auch gereicht. Es war schön, die Königspinguine zum Abschluss der Reise nochmal zu sehen, aber nun war es auch gut mit Fotografieren! Wir liefen zurück zur Farm, wo das Auto bereits auf uns wartete und uns nach Stanley zurückbrachte.

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Eselspinguin (Pygoscelis papua)Volunteer Point

Stanley & Gypsy Cove

Stanley ist ein hübscher kleiner Ort mit 2500 Einwohnern und mitunter Britischer als ein Dorf im tiefsten Devon. Damals gab es zwei typisch englische Pubs, ein Hotel, ein Post Office und die Zeitungsredaktion der Penguin News. Daneben kann man einige Kriegsdenkmäler, Schiffwracks und die Kirche besichtigen, was aber alles in weniger als einer Stunde erledigt ist. Stanley ist ein beschaulicher Ort und das mit Abstand grösste Schauspiel ist das Eintreffen von Kreuzfahrtschiffen, die teilweise tausende Touristen an Board haben. Das Problem wird deutlich: Stanley hat rund 2500 Einwohner; legen mehrere Kreuzfahrtschiffe an, tummeln sich im Örtchen 3000-4000 Menschen! Wir schauten uns dieses Schauspiel einen Nachmittag lang an und es war an Clichées kaum zu übertreffen und sehr amüsant dazu.

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Penguin News RedaktionPost OfficeAnglikanische KircheWrack der Jhelum1914 War MemorialThatcher DriveVictory Green

In der Umgebung von Stanley befinden sich einige südseeartige Strände, die man im Rahmen eines Ausflugs zur Gypsy Cove anschauen kann. Die Betonung liegt hier in der Tat auf 'Anschauen', da die Strände nicht betreten werden dürfen! Hier liegen noch viele Antipersonenminen, üblicherweise Landminen genannt, die nie geborgen wurden. Die Pinguine, die hier an Land gehen, sind zu leicht, um diese auszulösen und doch hörten wir aus den gegenüberliegenden Dünen hin und wieder eine Detonation. Ob dies kontrollierte Sprengungen waren, liess sich nicht herausfinden. Es stehen überall unübersehbare Minenwarnschilder, die man tunlichst beachten sollte. So beobachteten wir die Pinguine von oben aus und erfreuten uns noch ein letztes Mal an den putzigen Kerlchen. Ein weiteres Highlight war eine recht unscheue Magellanbekkasine (Gallinago magellanica), die sich willig ablichten liess.

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Gypsy CoveMagellanbekkasine (Gallinago magellanica)Yorke Bay

Mehr Fotos von den Königspinguinen am Volunteer Point gibt es in unserer Stanley / New Island / Volunteer Point Fotogalerie auf unserer Webseite.

So neigte sich unsere Falkland Reise dem Ende entgegen und wir blickten zurück auf eine fantastische Zeit mit den Pinguinen und Tieren dieser faszinierenden Inseln im Südpolarmeer. Unsere Rückreise führte uns von Mount Pleasant über Santiago de Chile, wo wir noch eine Nacht blieben, zurück nach Deutschland.

Wir hoffen, Ihr hattet Spass beim Lesen des Reiseberichts sowie beim Betrachten der Fotos.

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