Serengeti

24. November 2008

Serengeti Nationalpark

Heute gab es keinen Sonnenaufgang, wir frühstückten zügig um 7 Uhr und trafen Steven zur Abreise kurz vor 8 Uhr. Wir holten Paul und den Anhänger auf der Campsite ab und fuhren los Richtung Serengeti.

Es war immer noch stark bewölkt, doch je weiter wir uns vom Krater entfernten, desto mehr lockerte es auf – und es wurde wieder wärmer . Nach einer Stunde erreichten wir die 55km lange Oldupai Schlucht – die Wiege der Menschheit. Wir schlenderten durch die zwei Räume des von Mary Leaky gegründeten Museums, wo es Informationen zu den Ausgrabungen gibt, einen Abriss der Geschichte, Steinwerkzeuge, einen Gipsabdruck der Laetoli Footprints (Fussabdrücke von Menschen, die hier vor 3,7 Millionen Jahren hinterlassen wurden) und zahlreiche Fossilien von längst ausgestorbenen Tierarten; meist grössere Varianten von Giraffen, Antilopen, Büffeln und Vögeln.

Nach der Besichtigung gingen wir zum Aussichtspunkt und ein Student erklärte uns noch mehr zur Schlucht. Ein sehr netter junger Mann, der an der Universität studiert und hier freiwillig Arbeit leistet. Nächstes Jahr von Juni bis August wird er selber an den Ausgrabungen teilnehmen, die nur in diesen drei Monaten durchgeführt werden können wegen der Gefahr von Tierangriffen. Er erklärte uns die fünf Erdschichten, die an einem Hügel sichtbar sind und welcher Evolutionsstufe diese entsprechen. Hier liegt also der Ursprung des Menschen bis hinüber in Äthiopien, wo man 'Lucy' gefunden hat. Entsprechende Fussabdrücke aus derselben Zeit sind hier in der Oldupai Schlucht konserviert. Ein merkwürdiges Gefühl, ich versuchte mir auszumalen, wie es früher hier ausgesehen haben möge mit den frühen Menschen und den grossen Tieren.

Wir fuhren weiter, es lag noch eine weite Fahrt vor uns! Schliesslich passierten wir die Grenzmarkierung zwischen der Ngorongoro Conservation Area und dem Serengeti National Park und zwischen hier und dem Naabi Hill Gate fand gerade eine riesige Gnu- und Zebramigration statt. Zehntausende von Tieren an beiden Wegrändern – soweit das Auge reichte, sah man bis zum Horizont dunkle Punkte . Es gab kleine und grosse Gnus und Zebras und alle grasten friedlich. Der Anblick zog sich kilometerweit hin bis zum Naabi Hill Gate, wo Steven die Permits kaufte und wir eine Lunchpause begleitet von Glanzstaren, Mäusen und Webervögeln machten. Wir gingen hinauf zum Aussichtspunkt, wo sich einige der hübschen Siedleragamen in der Sonne aalten. Sie waren sehr geduldige kleine Models, die sich gern fotografieren liessen. Mit unserem 150mm Makro rückten wir ihnen auch nicht so nah auf die Pelle wie die anderen Touristen mit kleinen Kompaktkameras ohne Reichweite. Wenn ein mit einer Kamera bewaffneter ausgestreckter käseweisser Arm auf sie zukam, nahmen die kleinen Kerle sofort Reissaus . Würde ich an ihrer Stelle auch machen

Wir fuhren langsam weiter und warfen einen ersten Blick auf die 'unendlichen Weiten' – die Serengeti . Nach einer Erzählung von Steven kamen die Maasai einst aus Kenia hierher, weil sie Webervögel mit frischem Gras aus Süden kommend sahen. Da musste also fruchtbares Land sein! Also zogen sie los und trafen erst mal auf die endlosen Weiten, die sie dementsprechend 'Siringet' nannten. Später liessen sie sich bei den südlichen Kopjes nieder und wurden bei Gründung des Nationalparks 1959 ausserhalb gezügelt.

Schliesslich erreichten wir Seronera Valley und unser Heim für die nächsten fünf Tage, die Tumbili Public Campsite. Der Anhänger wurde entladen, Paul richtete seine Ecke am Kochplatz ein und unser Zelt wurde aufgebaut. Die sanitären Einrichtungen (4 Plumpsklos und zwei Duschen) sind sauber und der Mann mit den grünen Gummistiefeln kümmerte sich regelmässig um die Sauberkeit .

Wir starteten zu einem Spätnachmittags Game Drive und bereits kurze Zeit später stiessen wir auf eine Löwin in einer Astgabel. Es war eine Löwin aus dem Forschungsprogramm, denn sie hatte einen Sender umgebunden. Sie war auf dem Weg, den Baum zu verlassen und stellte sich dabei nicht gerade geschickt an es wirkte eher tolpatschig, wie sie sich langsam rückwärts den Baumstamm hinuntergleiten liess und dann nur das letzte kurze Stück sprang. Im Baum nebenan schlief ein Leopard ebenfalls in einer Astgabel, leider mit abgewandtem Gesicht. Dann bemerkten wir, dass die Löwin mittlerweile auf dem Weg zur Piste war! Sie kam näher und näher und zog unbeeindruckt direkt vor uns auf die andere Seite der Piste – Warten lohnt sich, was für ein atemberaubendes Erlebnis !

Das Licht wurde wärmer und es zogen ein paar Wolken auf. In der Ferne regnete es und es gab einige interessante Lichtstimmungen und einen kleinen Sonnenuntergang mit schönen Farben. An einem kleinen Teich hatten die Mittelreiher ihren Schlafbaum – genau über einem Nilkrokodil, von dem wir nur den üppigen Rücken sahen.

Zurück auf der Campsite war es plötzlich sehr voll geworden: eine Gruppe von über 40 jungen Campern war eingetroffen und baute ihre Zelte auf – das konnte ja heiter werden bei der Anzahl der Toiletten ! Gerds schlimmste Befürchtungen wurden leider bald wahr und der Mann mit den grünen Gummistiefeln fing an, uns Leid zu tun, doch er tat unverdrossen seinen Job und reinigte unermütlich. Wir gingen Duschen und Gerd musste zuerst einen Achtbeiner aus der Dusche werfen – es sollte aber meine einzige und letzte Begegnung mit diesen Tieren sein ! Paul hatte zwischenzeitlich gekocht und wir bekamen Kartoffelpürree mit einem leckeren Rindergeschnetzelten. Gegen 21 Uhr kehrte Ruhe ein auf der Campsite und wir schliefen auch schnell ein.

Highlight des Tages: Die Gnu- und Zebramigration

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Oldupai SchluchtMwanzae Agame (Agama mwanzae)Löwe (Panthera leo)Löwe (Panthera leo)Kuhreiher (Bubulcus ibis)
25. November 2008

Serengeti Nationalpark

Nach einer etwas unruhigen Nacht war ich wie immer um 6 Uhr auf den Beinen . Es gab nur einen Mini-Sonnenaufgang und ich versuchte, das Beste daraus zu machen. Man darf aus Sicherheitsgründen das Camp nicht verlassen, es gibt keinen Zaun und Tiere kennen sowieso keine Grenzen. Das ist auch gut so .

Nach dem Frühstück ging es los und ich äusserte meinen Wunsch des Tages: einen Schopfadler . Wir fuhren kaum 30 Sekunden weiter, Steven stoppte das Auto und zeigte auf einen – Schopfadler !! Er sass auf einem Baum etwas weiter entfernt, aber sein hübscher Schopf war durch das Fernglas sehr gut zu erkennen. Was für ein Glück und was für ein hübscher Kerl !

Danach fuhren wir eine ganze Weile langsam durch die Gegend und ich machte ein paar Landschaftsaufnahmen; die Tiere machten sich an diesem Vormittag etwas rar – bis auf den pechschwarzen kleinen Drongo, der pfeifend auf seinem Ast sass und keck für uns posierte. Ein schöner Vogel !

Die Säugetiere waren weiterhin nicht zu entdecken und so sprangen mal wieder unsere gefiederten Freunde in die Bresche: Lovebirds (Goldbugpapagei) liefen auf der Suche nach Samen durch das Gras, mehrere Weissscheitelwürger und Gabelracken thronten auf den Spitzen der Büsche und wir sahen unserer einzigen Blauracke auf der Jagd nach Insekten zu. Die Strichelracke erwies uns auch noch die Ehre und somit hatten wir an einem Vormittag alle drei Rackenarten gesehen .

Die Säugetiere liessen sich dann gegen Ende des Vormittags doch nicht lumpen und wir entdeckten in einem Leberwurstbaum drei dösende Löwinnen. Eine hatte wieder einen Sender, aber wir konnten natürlich nicht feststellen, ob es sich um dieselbe Löwin wie gestern handelte. Zumindest sah sie auf ihrem Ast nicht so ängstlich aus Wir beobachteten die Gruppe eine Weile, wie sie auf den Ästen faulenzten und begaben uns schliesslich zum Lunch zurück ins Camp.

Wir dösten ein wenig und nutzten die Ruhe zum Duschen bevor es um 15.30 Uhr wieder auf die Piste ging. Den Anfang machte nochmals eine Strichelracke, diesmal näher am Auto und somit genauer zu betrachten. Sie sah etwas grimmig und zersaust aus, blieb aber doch geduldig sitzen – eine schöne Racke! Da durfte die Gabelracke natürlich auch nicht fehlen und präsentierte sich ebenfalls aus nächster Nähe – es war unser Racken-Tag !

Bei den Maasai Kopjes war das Licht nun nicht mehr so harsch und wir fanden einige schöne Motive sowie einen Schlangenadler hoch oben in einer Akazie. Aufmerksam beobachtete er seine Umgebung und liess uns dabei ebenfalls nicht aus den Augen. In einiger Entfernung sahen wir mehrere Autos parkieren – das konnte nur einer von drei Gründen sein: Löwe, Gepard oder Leopard . Also machten wir uns auf den Weg dorthin und fanden einen männlichen Löwen vor, der unter einem Akazienbaum seine Beute – ein Gnu – bewachte. In einiger Entfernung auf der anderen Seite der Piste lag seine Gemahlin satt und faul im Gras. Vor dem Löwen hatte sich eine stattliche Anzahl von Weissrücken- und Kappengeiern auf die Lauer gelegt, die nur darauf warteten, dass der Löwe unaufmerksam wurde, damit sie auch ein Stück von der Beute stiebitzen konnten. Doch der Löwe liess sich nicht auf das Spiel ein und zeigte den Geiern alle paar Minuten mit einem Fauchen und seinen grossen Zähnen wer der Herr der Serengeti ist ! Ein faszinierendes Schauspiel. Der Löwe wirkte auf eine Art so schläfrig und dösig, war aber zugleich hellwach und jederzeit auf dem Sprung. Die Geier hatten an diesem Abend wohl keine Chance auf eine Mahlzeit .

Der Tag neigte sich dem Ende zu und wir bekamen eine Andeutung eines Sonnenunterganges geschenkt, bei dem die Sonne eine kurze Wolkenlücke nutzte und die Landschaft in ein schönes warmes Licht tauchte. Auf einem Leberwurstbaum fanden wir einen weiteren schlafenden Leoparden, aber er war sehr weit entfernt und der Kopf auch wieder von der Piste abgewandt.

Nach einem wie immer wohlschmeckenden Dinner von Paul schliefen wir gegen 21.30 Uhr ein – mit dem Kopf voller Erlebnisse und der afrikanischen Geräuschkulisse im Hintergrund.

Highlight des Tages: Die Rackenshow, der Schopfadler und der verteidigende Löwe

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Trauerdrongo (Dicrurus adsimilis)Sekretär (Sagittarius serpentarius)Blauracke (Coracias garrulus)Madenhacker an GiraffeLöwe (Panthera leo)Löwe (Panthera leo)Strichelracke (Coracias naevius)Schabrackenschakal (Canis mesomelas)Schlangenadler (Circaetus cinereus)Löwe (Panthera leo)Löwe (Panthera leo)Gabelracke (Coracias caudata)Schabrackenschakal (Canis mesomelas)
26. November 2008

Serengeti Nationalpark

Unsere Nacht endete bereits um 4.45, als die neuen Camper ihre Zelte bereits wieder abbauten und wir starteten an diesem Morgen ebenfalls um 6 Uhr für den Game Drive. Wir erlebten heute einen schönen Sonnenaufgang und ich fand ein paar fotogene Bäume als Vordergrund.

Nach einer Weile setzten wir die Pirschfahrt fort und plötzlich entdeckte ich zwei Ohren im Gras. Zwei Ohren an einem hoch aufgerecktem Körper? Gepardenalarm und ich hatte sie gefunden ! Steven fuhr näher an sie ran und wir sahen eine Gepardin mit vier etwa 8 bis 9 Monate alten Jungen im schönsten Morgenlicht. Sie hatten noch weichen Flaum im Nacken und ein ganz süsses Gesicht! Steven sagte, die Gepardin wäre eine gute Mama, weil sie vier Junge durchgebracht hat, denn viele junge Geparden werden von Löwen oder Hyänen getötet.

Die Familie zog langsam an unserem Auto vorbei und überquerte die Piste auf die andere Seite – immer Mama voran und die Kleinen hinterher . Die Gruppe überquerte einen sumpfigen Teil und auch wir fuhren um den Sumpf herum und trafen sie auf der anderen Seite wieder. Sie gingen noch ein wenig tiefer in die Ebene, bis die Gepardin einen kleinen Hügel fand und dort zum perfekten Überblick verweilte. Die Kleinen legten sich entspannt in einiger Entfernung ins Gras. Was für ein tolles Erlebnis! Geparden zu sehen gehörte zu unseren grössten Wünschen und dass es auf so eine schöne Art und Weise wahr wurde, war doppelt schön .

Wir waren wie verzaubert, als wir die Pirschfahrt zu den Maasai Kopjes fortsetzten. Das Licht war immer noch weich und schön und die Kopjes entfalteten so ihre ganze Faszination und Schönheit. Die durch Erosion geformten Felsen weisen ähnlich wie die Spitzkoppe in Namibia bizarre und runde Formen auf. Mitunter sieht es so aus, als hätten Riesen mit Murmeln und Bauklötzen gespielt!

Bei den Nata Kopjes thronte hoch oben auf einem Felsen wie auf einem Ausguck ein Dunkler Singhabicht und Steven fand in einem dichten Akazienbusch zwei gut getarnte Fleckenuhus. Wir fragten uns, wie Steven das macht: er fährt, lenkt, schaut rechts und links und entdeckt Tiere an den unmöglichsten Orten ! Wir mussten zwei Mal hingucken, ehe wir die Uhus entdecken konnten! Wir waren wieder mal sehr glücklich, diese Könige der Nacht zu sehen. Sie machten daher auch einen recht verschlafenen Eindruck, wo sie doch gerade erst ihre Nachtschicht beendet hatten. Eine schaute uns kurz an, die andere schlief tief und fest .

Wir setzten die Fahrt fort und ein Singhabicht hatte Beute erspäht und landete direkt vor uns auf der Piste im Gras. Er hatte es auf eine kleine Eidechse abgesehen und hielt sie fest in den Fängen. Er war ob unserer Anwesenheit etwas verunsichert, so dass wir einige Augenblicke später weiterfuhren und ihm sein Frühstück gönnten! Toll, ihn so aus der Nähe in seinen schicken Pumphosen gesehen zu haben !

Was für ein Morgen – voller Eindrücken kehrten wir ins Camp zurück und wurden von Paul mit einem leckeren Frühstück empfangen. Wir waren allein auf der Campsite – was für eine Ruhe und Idylle. Doch wir waren sicher, sie würde nicht lange andauern

Um 14 Uhr war es Zeit für die Nachmittagstour, die für mich mit einem weiteren Highlight begann: ich entdeckte in nicht allzu weiter Entfernung einen Schopfadler in einem Baum. Diesmal lohnte sich die Distanz für ein Foto und wir konnten den grossen Greifvogel mit seiner hübschen Frisur auf den Chip bannen. Bald danach dösten unter einem schattigen Baum drei Löwinnen mit fünf 8 bis 9 Monate alten Jungen. Sie waren von uns recht unbeeindruckt und schauten nur hin und wieder zu uns rüber.

Wir setzten die Fahrt fort und wurden mit einer weiteren Löwin auf einer Kopje und drei kleinen Löwen belohnt. Sie waren in naher Distanz auf einem Felsen und alle Drei schauten mit ihren niedlichen Gesichtern neugierig zu uns herüber. Was sind das denn für weisse Dinger, die da auf uns gerichtet sind? Kann man diese weissen Menschen essen? Oder mit ihnen spielen? Es machte einen Riesenspass, die Kleinen zu beobachten, wie sie tapsig auf dem Felsen hockten und es gelangen uns einige schöne Aufnahmen . So hatten wir heute junge Geparden und junge Löwen gesehen – wunderbar! Wir waren total happy und auch Steven war ziemlich begeistert, denn Löwen sind seine Lieblingstiere. Obwohl er schon so viele gesehen hat, lässt die Faszination nicht nach – daran erkennt man den wirklichen Tierliebhaber .

Nachdem wir uns von den Löwen trennen konnten, ging die Vogelshow für uns unverdrossen weiter: in einem Baum hockte ein junger, zauseliger Augurbussard, der etwas hungrig aussah. Auf dem Weg zur Süsswasserquelle vom Seronera River lagen zwei völlig vollgefressene Geparden unter einem Baum und waren zu satt, um sich zu bewegen. Sie hoben nur kurz den Kopf, um abzuschätzen, ob von uns Gefahr droht. Es roch nach Aas, ihre Restbeute musste noch in der Umgebung liegen. Ausserdem sahen wir viele Impalas, einige Warzenschweine und zwei etwas aufgeschreckte Löffelhunde.

Die Kopjes sind sehr malerisch und am Horizont zeichnete sich eine Regenfront ab, so dass sich mit dem hellen Gras, den schönen Kopjes und dem dunklen Himmel schöne Landschaftsmotive ergaben. Auf einer der Kopjes thronten zwei Löwinnen – die Anzahl der Löwen in diesem Teil der Serengeti ist wirklich enorm !

Zurück im Camp hatten wir circa 20 neue Mitcamper und es gab kein Wasser mehr auf den Toiletten. Die Sickergruben werden gerade neu ausgehoben und dafür wurde das Wasser abgestellt – und das bei fast 30 Nutzern der sanitären Anlagen ! Ich benutzte dann für das kleine Geschäft lieber die Buschtoilette im Gras hinter unserem Zelt . Die neuen Mitcamper erwiesen sich als eine ziemlich lautstarke Truppe, die bis nach 11 Uhr mit Gejohle und Gesängen eine Party feierten und uns eine kurze Nacht bescherten .

Highlight des Tages: Die jungen Geparden und die jungen Löwen

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Gepard (Acinonyx jubatus)Gepard (Acinonyx jubatus)Gepard (Acinonyx jubatus)Gepard (Acinonyx jubatus)Gepard (Acinonyx jubatus)Rotkappenlerche (Calandrella cinerea)Schopfadler (Lophaetus occipitalis)Löwe (Panthera leo)Warzenschwein (Phacochoerus aethiopicus)Fleckenuhu (Bubo africanus)Weissbürzel-Singhabicht (Melierax poliopterus)Gepard (Acinonyx jubatus)Löffelhund (Otocyon megalotis)Löwe (Panthera leo)
27. November 2008

Serengeti Nationalpark

Nach einer sehr kurzen Nacht hiess es um 5.30 Uhr Aufstehen, einen Kaffee schlürfen und los gings zur Pirschfahrt. Dieser Morgen stand bei dem schönsten Sonnenaufgang der Ferien und tollen Licht unter dem Motto der Landschaftsfotografie. Wir hielten an einem fotogenen Punkt, wo Steven dann auch noch eine Gruppe Löwen ausmachte; eine ganze Familie mit zwei Löwen, drei Löwinnen und vier Jungspunden. Wir schauten jedoch nur mit dem Fernglas, da sie sehr scheu wirkten. Der Galeriewald bot noch zahlreiche schöne Fotomotive im Morgenlicht und auch unsere Vögel spielten an diesem Morgen mit. Wir sahen Weissschnabelwürger, Rotschnabeltokos, einen schönen Schweifglanzstar und emsige Maskenweber beim Nestbau.

Das Sahnehäubchen an diesem Morgen waren dann aber doch die zwei männlichen Gaukler, die unweit der Piste auf unterer Höhe in einem Baum sassen. Wir hatten sie schon öfter am Himmel fliegen sehen und ich hatte mir wirklich gewünscht, sie mal ausgiebig bewundern zu können und nun sassen sie einfach da und posierten willig ! Sie gehören in der Tat zu den schönsten Adlern und man konnte ihnen irgendwie ansehen, dass sie stolz darauf waren. Wir machten ein paar Fotos und schauten ihnen so lange mit dem Fernglas zu, bis einer von ihnen abflog und seine Kreise am Himmel zog.

Es war Zeit, ins Camp zurückzukehren, doch unterwegs gab es noch einen Leoparden in einem Baum – leider wieder mit abgewandten Gesicht und 100 Meter entfernt – und direkt am Wegesrand der Hauptpiste lag ein vollgefressener Gepard mit seiner Beute und wurde von sechs, sieben Autos und seinen Insassen bestaunt. Ein ereignisreicher Morgen ging zu Ende und wir freuten uns auf unser Frühstück, mit dem uns Paul schon erwartete.

Wie schon fast gewohnt, nutzten wir die Pause bis zum Nachmittag zum Dösen, Duschen und Kamerareinigung. Um 14 Uhr ging es dann auf zum nächsten Game Drive, der erstmal mit einem kräftigen Regenschauer begann. Die Vögel waren danach jedoch sehr aktiv und wir fanden schnell eine etwas sauer dreinblickende, total durchnässte Gabelracke, die hoch oben auf einem Busch ihr Gefieder trocknete. Süss und zauselig sah sie aus !

Ein Weissbauch-Lärmvogel erwies uns nach langer Abwesenheit auch mal wieder die Ehre und im dichten Busch des Flusses suchten zwei Flusspferde nach Nahrung. Einer der Jungs schaute direkt zu uns herüber und hatte noch Gras im Maul – irgendwie wollte man ihm direkt eine Serviette zum Maul abwischen reichen !

Am Fluss gab es reichlich Leben und so fanden wir auch mal wieder drei kleine Zwergspinte, die sich einen schönen Ansitzast gesucht hatten und von dort aus emsig Insekten jagden. Auf dem Weg zum Retima Hippo Pool boten sich einige schöne Landschaftsaufnahmen und es gab grosse Impala-Herden und viele Giraffen am Wegesrand. Ich mag die hübschen Maasai-Giraffen sehr gern mit ihren niedlichen Gesichtern und den wackelnden Ohren. Sie taten mir etwas Leid, denn immer, wenn sie mit den Ohren wackelten, vertrieben sie damit Milliarden von Fliegen . Diese Fliegen müssen für alle Tiere wirklich extrem lästig sein!

Plötzlich bremste Steven stark und rief: 'Chamäleon!' Ein gelb gefärbtes Chamäleon überquerte gerade in seiner unnachahmlichen Gangart die Piste vor uns. Es erreichte den grünen Wegesrand und seine Farbe veränderte sich flugs auf grün, so dass man es in der Tat nur noch schwer erkennen konnte, wenn man nicht wusste, wo es war. Im grünen Gras wuchsen kleine gelbe Blumen und das Chamäleon bildete tatsächlich im Grün kleine gelbe Streifen aus – eine wahrlich perfekte Tarnung! Wir waren fasziniert von diesem wandlungsfähigen kleinen Kerl !

Wir überquerten den Fluss und unten im Flussbett im Sand lag ein langer Waran; auf der anderen Seite badeten ein paar Flusspferde. Von einem Aussichtspunkt weiter oben zeigte uns Steven zwei Nilkrokodile, die im Sand in der Sonne dösten. Ein sehr grosses Exemplar und ein kleineres – mit ganz vielen Zähnen! Furchterregend, diese Reptilien .

Wir erreichten den Retima Hippo Pool und wurden von einem unangenehmen Geruch empfangen. Steven hatte den Verursacher schnell gefunden: ein männliches totes Flusspferd lag aufgedunsen unten am Flussufer. Ein kleineres Flusspferd schwomm am Rande des toten Tieres und Steven erklärte uns, dass die anderen Flusspferde sicher sein wollen, dass einer von ihnen wirklich tot ist. Wenn sie sich vergewissert haben, schieben sie es an ein Flussufer, wo es dann ein willkommenes Fressen für Hyänen, Löwen oder Leoparden ist. Im Sand vor dem Toilettenhäuschen fanden wir dann auch relativ frische Leopardenspuren, aber der Bursche hatte sich natürlich in der Sicherheit seines Busches oder Baumes versteckt und war nicht zu sehen.

Im Pool planschten, tobten und spielten 30 bis 40 Flusspferde in allen Grössen. Man lieferte sich mit lautem Getöse kleinere Machtkämpfe, tauchte unter und wieder auf, es wurde gegähnt und mit Wasser geplanscht. Ein interessantes Schauspiel und der Besuch hatte sich voll gelohnt !

Auf der Rückfahrt wurden wir von vielen Tse-Tse Fliegen geplagt und Gerd verbrachte die Zeit damit, sein Diplom als Tse-Tse Fliegen Killer abzulegen . Mittlerweile hatte ich mindestens 15 Stiche der lästigen Fliegen und normale Mückenstiche waren zusätzlich dabei . Das einzig gute an Tse-Tse Fliegenstichen ist, dass sie nicht lange jucken. Die Anti-Histamin Creme von Elvira tut da Wunder! Von den Mückenstichen hat man leider länger was: teilweise verursachen sie bei mir grosse allergische Reaktionen und jucken trotz Creme tagelang . Gerd hat natürlich wie immer nur ein Drittel meiner Stiche – gut, dass er mich hat . Wir liessen uns aber von den Tse-Tse Fliegen nicht die Laune verderben und genossen die Tierwelt der Savanne.

Plötzlich bot sich uns ein Anblick, genau so wie ich mir Afrika immer vorgestellt habe: eine offenen Fläche und zahlreiche Giraffen schreiten langsam vorbei . Wir trafen auf eine Gruppe von 20 Giraffen mit mehreren grossen Bullen, die gemächlich an Bäumen fressend ihres Weges zogen. Ich war begeistert und konnte mich kaum daran satt sehen – während Gerd und Steven die Tse-Tse Fliegen bekämpften! Meine persönlichen Helden

Den Abschluss des Tages bildete ein Weissbrauenkuckuck, der direkt neben der Piste sass. Steven kann seine Stimme perfekt nachahmen und der Kuckuck antwortete auch prompt – wir mussten lachen und Steven musste das nochmal wiederholen. Grossartig !

Die Toiletten in der Campsite hatten immer noch kein Wasser und heute hatte es 30 neue Camper – ich zog also immer noch meine Buschtoilette und die Toilette vom Visitor Centre vor . Die Nacht war zunächst ruhig, bis gegen Mitternacht Elefanten in naher Umgebung die Bäume niedermachten in der Nacht ein unheimliches Geräusch! Dann sah ich Licht von Taschenlampen der Jungs und wurde auch neugierig. Ich schaute aus dem Zeltfenster und sah tatsächlich eine Katze hinter unserem Baum Richtung Campsite schleichen! Sie war hell, gross und hatte den typischen Katzengang – wahrscheinlich eine Löwin! Eine halbe Stunde später hörte ich lautes Getöse vom Küchenbereich. Am nächsten Morgen sahen wir die Mülltonne mitten im Gras – eine Hyäne hatte sie dorthin geschleppt und sich über die Küchenabfälle hergemacht . Wieder etwas später hörte ich erneut ein Geräusch und erspähte im Licht meiner Taschenlampe direkt neben dem Zelt einen kleinen Schabrackenschakal – der Kleine war aber mehr erschrocken als ich und schaute mich mit aufgestellten Ohren und grossen Augen an, bevor er in die Dunkelheit flüchtete. Afrika live

Highlight des Tages: Die Gaukler und die Giraffengruppe

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Dreifarbenglanzstar (Lamprotornis superbus)Cabanis-Weber (Ploceus intermedius)Gaukler (Terathopius ecaudatus)Gabelracke (Coracias caudata)Flusspferd (Hippopotamus amphibius)Rüppellwürger (Eurocephalus rueppelli)Impala (Aepyceros melampus)Giraffe (Giraffa camelopardalis tippelskirchi)Lappenchameläeon (Chamaeleo dilepis)Nilwaran (Varanus niloticus)Nilkrokodil (Crocodylus niloticus)GiraffenWeissbauch-Lärmvogel (Corythaixoides leucogaster)Zwergspint (Merops pusillus)Flusspferd (Hippopotamus amphibius)Flusspferd (Hippopotamus amphibius)
28. November 2008

Der letzte Tag im Serengeti National Park

Nach dieser etwas kurzen, städig unterbrochenen Nacht war ich ziemlich müde und kaputt. Wir frühstückten um 7 Uhr und starteten danach zu einer Ganztagestour in den südlichen Teil des Parks. Gleich am Anfang gab es eine Herde der schönen Leierantilopen mit ein paar Jungtieren, denen wir eine Weile zusahen.

Das Highlight des Tages bot sich gleich zu Beginn: an einem kleinen Teich hatte sich ein Kampfadler zum Trinken niedergelassen – keine 20 Meter von uns entfernt . Wir waren verblüfft und absolut glücklich, diesen bei uns in Europa so scheuen und streng geschützten Greifvogel so nah beobachten zu können. Er stand dort mit ziemlich dreckigen Pumphosen, weil er schon im Matsch gelaufen war. Der Wind zauste seine Kopffedern von hinten, so dass es manchmal aussah, als hätte er eine Haube auf! Er schaute zu uns hinüber, fühlte sich aber nicht gestört und sichtlich wohl. Zwei Autos passierten uns und schenkten ihm kaum Aufmerksamkeit aber die hatte er ja von uns genügend! Nach einer Weile trank er und flog ab – uns werden diese 20 Minuten sicherlich immer in Erinnerung bleiben .

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Kampfadler (Polemaetus bellicosus)

Der Kampfadler flog zunächst in eine Akazie hinter uns und Steven entdeckte sofort eine giftig grüne Schlange oben in den ästen: eine Baumschlange, auch Boomslang genannt. Im Snake Park hatten wir gelernt, dass diese Schlange sehr giftig ist und es momentan noch kein Gegengift gibt. Sie räkelte sich in den Ästen und wir konnten ihre ganze Länge von circa zwei Metern bewundern; sie hob sogar den Kopf und äugte zu uns herüber. Nach einigen Minuten hatte sie aber genug und verzog sich in den hinteren Teil des Baumes. Ein tolles Erlebnis! Der Fischadler hatte in der Zwischenzeit ein paar Mal laut geschrieen und flog dann endgültig ab, um sein Frühstück zu suchen.

Ein Fahrer der Autos, die uns passiert hatten, erzählte, dass es in der Nähe einen Leoparden im Baum geben würde. Steven hatte sich heute in den Kopf gesetzt, dass wir an unserem letzten Tag unbedingt einen fotogenen Leoparden finden müssen und wendete das Auto. Wir kamen nach ein paar Minuten am Baum an, aber wie immer schaute die Katze in die andere Richtung. Schade !

Wir setzten unsere Fahrt zu den südlichen Kopjes fort und erreichten nach etwa einer halben Stunde einen kleinen See, wo sich Flamingos und Stelzenläufer tummelten und ein paar Giraffen tranken. Etwas später tauchten die ersten Kopjes der Moru Kopjes auf, die besonders malerisch in die Landschaft eingebettet sind. Wir hielten beim Gong Kopje und Steven suchte die Umgebung aufmerksam nach Löwen ab, da sie sich bevorzugt an den höchsten Stellen aufhalten. Wir stiegen aus und kletterten ein paar Meter hoch auf ein Plateau, wo Felskugeln wie Murmeln aufgereiht waren und es einen grossen Felsblock mit regelmässigen Vertiefungen gab. Steven nahm einen Stein und konnte beim Schlagen in die Vertiefungen verschiedene Töne erzeugen: Maasai Musik ! Die Maasai hatten die Moru Kopjes lange besiedelt, bevor die Serengeti ein Nationalpark wurde. Ein paar Kopjes weiter hatten sie einige Felszeichnungen hinterlassen: Kreise mit Mosaiken, einen Elefanten und zu unserem grossen Staunen auch ein Velo. über den Zeichnungen nisteten einige Haussegler, die sich von uns nicht stören liessen und eifrig ein- und ausflogen.

Es war Zeit für Lunch und wir fuhren zum Visitor Centre, wo wir uns über das Black Rhino Projekt zum Schutz und Bestandswahrung des Schwarzen Nashorns, das von Bernhard Grizmek gegründet wurde, informieren konnten. Nach Hinterlassung einer kleinen Spende machten wir Pause und verzehrten Pauls letztes Lunchpaket.

Wir fuhren langsam durch die Kopjes zurück und es boten sich Landschafts- und Felsmotive ohne Ende. Sehr Schade, dass wir nicht im schönen Morgen- oder Abendlicht hier waren! Mein Landschaftsfotografenherz blutete heftig Wir genossen aber trotzdem die tollen Felsformationen und die Zebraherden, die sich gerade in diesem Gebiet herumtrieben. Sogar zwei grosse Gruppen von Elefanten sahen wir.

Zurück im Seronera Valley erinnerte sich Steven an seinen Vorsatz, für uns einen fotogenen Leoparden zu finden und er verfolgte dieses Ziel eisern. Wie immer war er nach relativ kurzer Zeit erfolgreich und wir fuhren ein klein wenig abseits des Weges Richtung des Baumes, in dem der Leopard lag. Dieser war aber sehr schüchtern und kletterte vom Baum. Aber schön, wir haben ihn und sein schönes Gesicht zumindest mal gesehen!

Nun erreichten wir den Baum vom Morgen und unser Freund der Leopard war immer noch da. Mittlerweile hatte er über Mittag eine Gazelle erbeutet, die nun oben im Baum in einer Astgabel hang. Was muss der Leopard für ein starkes Tier sein, wenn er senkrecht mit einer Gazelle im Maul oder in den Fängen einen Baum hochklettern kann ! Er hatte natürlich auch gegessen und lag nun satt und malerisch der Länge nach auf einem Ast. Endlich konnten wir einen Leoparden in seiner ganzen Pracht bewundern, denn er zeigte uns diesmal auch sein Gesicht und das fast eine halbe Stunde lang. Steven erklärte, dass es sich sicher um eine Dame handeln musste, da sie den Ast zwischen den Beinen plazierte – einem männlichen Leoparden könnte das unangenehm sein

So ging unser letzter Safaritag dem Ende entgegen und wir machten uns auf dem Heimweg zum Camp. Doch ein Highlight hatte die Tierwelt noch zu bieten: einen hübschen braunen Goliathreiher, der an einem kleinen Teich nach Fischen Ausschau hielt. Ein unglaublich schöner und eleganter Reiher mit einer sehr ungewöhnlichen Farbe. Der Reiher und die vollkommen gelungene Safari mussten gefeiert werden und wir kauften im kleinen Laden der Staff Village eine Flasche Nederburg Chardonnay für den Abend .

In der Campsite war es heute Abend ruhig – es gab nur zwei weitere Paare und auch die Toiletten hatten wieder Wasser. Paul servierte unser letztes Dinner und bei uns machte sich Wehmut breit, aber dafür hatten wir ja den Chardonnay! Während des letzten Glases schauten wir uns ein paar der Fotos an, die wir während dieser Safari gemacht hatten an und wir waren beide sehr glücklich darüber, was wir alles gesehen und erlebt hatten. Die Reise war nicht zuletzt durch die tolle Arbeit von Steven und Paul rundum gelungen, die uns mit ihrer Freundlichkeit, Wissen und kulinarischem Können verwöhnt haben .

Ich war vielleicht ein wenig enttäuscht über die wenigen Gelegenheiten, die tollen Landschaften im schönen Licht zu fotografieren – aber die Zeiten von 6 Uhr morgens bis 18 Uhr abends, die man im Park unterwegs sein darf, sind dafür auch nicht ideal . Ich habe zumindest versucht, aus den kurzen Augenblicken des Morgen- oder Abendlichtes das Beste zu machen.

Highlight des Tages: Der Kampfadler und unser letzter Leopard

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Topi / LeierantilopeLeierantilope (Damaliscus lunatus jimela)Boomslang (Dispholidus typus)Gong KopjeGoliath Reiher (Ardea goliath)Leopard (Panthera pardus)Leopard (Panthera pardus)Kopje mit Löwe

Im letzten Kapitel unserer Tansania Reise könnt Ihr lesen, wie eklig heiss es auf Sansibar war und uns die heissschwüle Luft die Zeit zur Qual machte .


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