St. Lucia 2018

27. Februar - 6. März 2018

Eine Woche auf der Karibikinsel Saint Lucia

Der letzte Tag auf Grenada begann für uns sehr früh bereits um 4:30 Uhr. Wir tranken einen schnellen Kaffee, verabschiedeten uns von Carsten und fuhren zum Flughafen. Dort parkierten wir das Auto auf dem Parkplatz, legten den Schlüssel unter die Fussmatte und liefen hinüber in die Abflughalle.

Hier ging es sehr entspannt zu und der Schalter machte 1 1/2 Stunden vor Abflug auf. Check-in und Sicherheitskontrolle verliefen schnell und bald darauf kam die kleine ATR Maschine, die uns nach St. Lucia bringen sollte, an. Der Flug ging via Barbados und beim Anflug konnte man die Hotelburgen an den Stränden der sehr flachen Insel sehen – für mich sah das nicht sehr einladend aus! Nach einem einstündigen Zwischenaufenthalt in Barbados ging es dann mit einem 30-minütigen Flug weiter nach St. Lucia.

Der Flughafen ist winzig und die Pass- und Zollbeamten nehmen ihren Job sehr ernst! Es ist übrigens auch das erste Mal auf unseren Reisen, dass die angegebenen Kontaktadressen auf den karibischen Inseln genauestens inklusive der Telefonnummer überprüft werden. Daher hatten wir sie uns bereits im Vorfeld notiert. Direkt hinter der Zollkontrolle befindet sich der Stand der Mietwagenanbieter, wo wir auch Drive-A-Matic vorfanden, wo wir unseren Mietwagen gebucht hatten. Auch hier bekam ich ein Papier mit meiner lokalen Fahrerlaubnis ausgestellt, die 30 Tage Gültigkeit hatte. Unser Auto war ein fast neuer blauer Chevrolet, der sich als sehr bequem herausstellte und alle Strassen problemlos meisterte.

Die Fahrt vom Internationalen Flughafen im Norden der Insel bis nach Soufriere dauerte rund eine Stunde und wir hatten in Castries einen Megastau, da die Geschäfte gerade geöffnet wurden. Danach verlief die Fahrt aber flüssig und wir machten uns auf den Weg über die Hügel in den Süden. Ich fand die Strassen durchaus okay und auch die vielen Kurven stellten nicht wirklich eine Herausforderung dar . Da hatte ich im Vorfeld einiges gelesen, wie furchtbar eng und kurvig es wäre, aber ich empfand das Fahren weder auf Grenada noch auf St. Lucia in irgendeiner Weise schwierig.

Wir hatten noch Zeit bis zum Check-In und hatten uns im Vorfeld das kleine Restaurant Martha′s Table ausgesucht, weil man dort das Auto direkt parkieren kann und die Rezensionen durchweg positiv waren. Wir wurden auch nicht enttäuscht und genossen wunderbare Fishcakes und eine Gemüsesuppe als Vorspeise sowie ein Mahi Mahi (Goldmakrele) Filet und ein Schweinecurry. Alles war sehr lecker und wir plauderten ein wenig mit dem sehr freundlichen Mädel.

Die Zufahrts'strasse' zu unserer Unterkunft Caille Blanc Villa * war dann aber wirklich in keinem guten Zustand und ich war froh über die Bodenfreiheit unseres Chevrolets. Aber bei vorsichtiger Fahrweise kann sie durchaus auch mit einem normalen PKW befahren werden! Es ist eine kaputte, ehemals betonierte Piste, die eigentlich nur noch aus Schlaglöchern und Bodenwellen besteht. Aber für den Chevy war das kein Problem. Wir wurden sehr freundlich von James empfangen, der uns die Anlage zeigte und wir waren vor allem hoch erfreut über den fantastischen Ausblick zu den Pitons, für den St. Lucia so bekannt ist. Der Blick ist sowohl vom 20 Meter langen Infinity Pool als auch von unserer Sunset Suite aus unverbaut und einfach nur magisch schön! Die Suite ist nicht gerade gross, aber der Platz reicht völlig aus. Im Zimmer befindet sich das Bett und eine Anrichte und im abschliessbaren Ankleideraum hat es neben einem Kühlschrank genügend Raum und Regale, um persönliche Sachen sicher zu verstauen. Das schöne Bad befindet sich draussen und man duscht mit Blick auf die Pitons – das geht kaum schöner ! Desweiteren gibt es einige Gemeinschaftsräume wie ein gemütliches Wohnzimmer, eine voll eingerichtete Küche und ein Fernseher mit einer grossen DVD Bibliothek.

Diashow Caille Blanc Villa (Klick für grössere Bilder):
Caille Blanc VillaInfinity PoolSunset SuiteDusche mit AusblickLoungeKücheRestaurant

Wir zogen ein und verbrachten erstmal eine Stunde mit zwei Rum Punch (der unser Lieblingscocktail in der Karibik werden sollte ) im Pool und genossen die Aussicht und das erfrischende Nass. Schliesslich wurde das Licht besser und ich fotografierte glücklich diese fantastischen markanten Vulkankerne. Sie sind übrigens 774 und 713 Meter hoch und Überbleibsel der vulkanischen Aktivität, die allerdings immer noch anhält. Das Geothermalgebiet bei Soufrière liegt rund 2 Kilometer über einer Magmaspalte.

Da wir ein ausgiebiges Mittagessen bei Martha′s Tabel genossen hatten, assen wir nicht in der Villa zu Abend. Ehrlich gesagt war es uns auch viel zu teuer, denn ein Abendessen für zwei Personen sollte 145 USD kosten und auch die Einzelgerichte waren in der Regel 3x so teuer wie in guten Restaurants wie dem Martha′s Table . So genossen wir auf unserer Terrasse eine Flasche Wein zu Abend und bewunderten den Ausblick auf die Pitons.

Highlight des Tages: der erste Blick auf die Pitons

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Pitons
28. Februar 2018

Im Rausch der Pitons und ein Drive-In Vulkan

Der Tag begann so wie der gestrige endete, nur mit dem Sonnenaufgang: ein wunderbarer Blick auf die Pitons! Ich hatte Glück heute Morgen und am Himmel befanden sich ein paar Wolken, die sich vor Sonnenaufgang herrlich rosa färbten. Der eigentliche Sonnenaufgang war dann nicht so spektakulär, da es im Osten wohl doch einige Wolken mehr hatte. Die Sea Cloud, ein grosser 4-Master, lief in die Bucht von Soufriere ein und wir erfreuten uns an diesem Anblick. Doch ich freute mich über die Ausbeute und arbeitete danach bis zum Frühstück, das hier erst um 9:30 Uhr serviert wird, an einigen Fotos aus Grenada.

Das Frühstück ist für alle gleich und besteht aus einem Früchteteller, Saft, Wasser, Kaffee und einem warmen Gericht, das heute ein Omelette mit Kartoffeln war.

Wir verbrachten den Vormittag am Pool, bevor wir einen erfolglosen Versuch starteten, den Drive-In Volcano zu besuchen. Als wir auf den Parkplatz ankamen, war er geradezu schwarz von Menschen! Das waren die Touristen von der Sea Cloud und auch von einem anderen Kreuzfahrtschiff, das in Castries lag. So machten wir ein paar Fotos vom Aussichtspunkt aus, von dem man einen tollen Ausblick auf Soufrière hat und assen im Ort zu Mittag. Leider hatte Martha's Table heute geschlossen, aber das Hühner Roti, das wir hatten, war auch recht schmackhaft und günstig. Auf dem Rückweg fuhren wir unsere Zufahrtstrasse weiter bis zum Ende, wo sich der Parkplatz zum Luxusresort Jade Mountain befindet. Hier ist auch der bekannte Anse Chastenet Beach, der uns aber überhaupt nicht beeindruckte. Die eine Hälfte ist für die Gäste des Resorts reserviert und die andere Hälfte belegt mit Tagesausflüglern von den Kreuzfahrtschiffen. Uns war das ganze zu trubelig und nachdem wir eine farbenfrohe Raupe und Fregattvögel fotografiert hatten, kehrten wir diesem Strand schnell wieder den Rücken.

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Fregattvogel

Nach einer weiteren Stunde im Pool fuhren wir wieder zum Drive-In Volcano und siehe da – es war total leer und wir konnten mit unserem Auto passieren, nachdem wir das Ticket gekauft hatten. Das Geothermalgebiet ist recht klein, aber für uns sind Vulkane immer spannend. Direkt am Anfang sieht man dampfende Sulfatquellen und Schlammtümpel und der Berg zeigte alle möglichen Farben. Am Ende dieses Gebietes parkierten wir das Auto und eine sehr freundliche und immer fröhlich lachende Führerin zeigte uns den Rest des Gebietes mit vielen interessanten Erklärungen. So liegt die Magmaspalte nur rund 2 Kilometer unter diesem Feld und es ist wahrscheinlich, dass die nächste Eruption genau hier stattfinden wird – wann auch immer! Der letzte Ausbruch fand im Jahr 1766 statt. Am Rande gibt es einen kleinen Wasserfall mit heissem schwefelhaltigen Wasser, das weiter unten über den Diamond Fall im Botanischen Garten fliesst. Wir verbrachten eine gute Stunde hier und fuhren dann zum Sonnenuntergang zurück ins Caille Blanc.

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Drive-In Volcano

Der Sonnenuntergang war sehr schön im warmen letzten Licht des Tages und ich fotografierte weiter, bis die Pitons und die Bucht im Mondlicht lagen. Was für ein toller Anblick und ich freute mich über die Fotos. Wir beendeten den Tag wieder gemütlich mit einer Flasche Wein auf der Terrasse.

Highlight des Tages: die Pitons

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1. März 2018

Die Pitons und warme Wasserfälle

Heute Morgen machten wir uns um 5:15 Uhr auf dem Weg zum Beacon Viewpoint, der nach dem Abzweig auf die Hauptstrasse ein paar Kilometer weiter hinauf liegt. Von dort hat man einen schönen Blick auf die Pitons und Soufriere und ich machte auch gleich ein paar Fotos mit Sternen. Man kann von dort aus auch die Schwefeldämpfe vom Vulkan beobachten, die sich den Hügel hinauf ziehen. Auch an diesem Aussichtspunkt, wo uns einige Autos passierten, blieben wir völlig unbehelligt und fühlten uns zu keiner Zeit unsicher.

Es wurde langsam heller und das Licht blauer, bis schliesslich das erste Sonnenlicht auf die Gipfel der beiden ikonischen Vulkankegel traf. Ein herrlicher Anblick, aber auch heute war das Licht nicht sehr intensiv. Scheinbar sind in der Karibik die Sonnenuntergänge intensiver als die Sonnenaufgänge. Trotzdem war es okay und ich freute mich über die Fotos.

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Wir fuhren zurück ins Caille Blanc, machten uns vorab einen Kaffee und ich arbeitete bis zum Frühstück am Reisebericht. Heute wurde das Frühstück auf unserer Terrasse serviert und bestand aus dem Obstteller, Saft, Wasser und gebutterten Toast mit Speck. Der Toast war nicht ganz so mein Fall...

Heute waren fünf (!!! ) Kreuzfahrtschiffe mit nahezu 9000 Touristen im Hafen von Castries und so planten wir unsere Besichtigungen um deren Hauptzeit von 11 bis 15 Uhr herum. Bald nach dem Frühstück fuhren wir nach Soufrière in den Botanischen Garten, wo in der Tat nur wenige Minibusse standen. Wir bezahlten den Eintritt und machten uns direkt auf den Weg zu der Hauptattraktion, dem rund 17 Meter hohem Diamond Fall. Er hat seinen Namen von den schillernden Farben der Ablagerungen, die vom schwefelhaltigen Wasser aus dem höher gelegenen Geothermalgebiet stammen. Er gilt deshalb auch als farbenprächtigster Wasserfall der Karibik. Wir machten ein paar Fotos und dann kamen auch schon langsam die ersten Gruppen der Kreuzfahrttouristen. Wir schlenderten nun gemütlich durch den Botanischen Garten und bewunderten die farbenfrohen Blüten und Pflanzen. Gerd versuchte sich glücklich an einem Antillenhaubenkolibri (Orthorhyncus cristatus), der auf einem Ast posierte.

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Diamond FallBotanischer Garten SoufrièreAntillenhaubenkolibri (Orthorhyncus cristatus)

Nach diesem schönen Ausflug fuhren wir zu Martha's Table und genossen ein letztes Mal die wunderbaren Fishcakes mit Mahi Mahi und Gerd wählte eine Gemüsesuppe und Hühnerbrustfilet in einer kreolischen Sauce. Wieder war alles sehr lecker und wir hatten eine lustige Zeit mit der netten Dame vom Restaurant.

Martha′s TableFish cakes :)

Kurz hinter Martha′s Table liegen die kleinen, aber feinen Piton Falls. Nach Bezahlung eines kleinen Eintrittgeldes läuft man rund drei Minuten durch den üppigen Wald bis zu dem kleinen Wasserfall mit Badebecken. Auch dieser Wasserfall wird mit Schwefelhaltigem Wasser gespeisst und ist ebenfalls mit farbigen Ablagerungen bedeckt. Ein lohnenswerter Besuch und wir kehrten danach ins Caille Blanc zurück.

Piton Falls

Den Rest des Tages verbrachten wir im Pool und fotografierten den Sonnenuntergang von der Terrasse aus. Das Wetter schien zu kippen, denn es war bereits stark bewölkt und das Licht nicht mehr so intensiv wie an den Vortagen. Spass machte uns allerdings ein kleiner Antillenhaubenkolibri, der immer wieder auf einem Ast knapp unterhalb von uns landete und Gerd freute sich über einige gelungene Fotos dieses quirligen Vogels.

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Den Abend verbrachten wir wie immer auf der Terrasse und beobachteten, wie die grossen Kreuzfahrtschiffe Richtung Barbados an uns vorbei zogen.

Highlight des Tages: die Wasserfälle

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2. März 2018

Weiter an die Ostküste

Das Wetter kippte tatsächlich und wir hörten bereits in der Nacht, wie heftiger Regen auf das Dach fiel. So fiel dann auch der Sonnenaufgang aus und ich bearbeitete ein paar Fotos aus Grenada für den Reisebericht. Die Wetterprognose war überhaupt für die kommenden Tage nicht gut , aber uns war das so lieber, als hätten wir dieses Wetter während der anstehenden Tour mit dem Katamaran!

Wir frühstückten und heute gab es Toast mit Spiegelei und Würstchen. Ich finde es gut, dass sie jeden Tag etwas Abwechslung ins Frühstück bringen. Wir machten uns dann auch bald darauf parat und bezahlten die Rechnung, verabschiedeten uns von der Crew und beluden das Auto.

Es regnete immer noch und so konnten wir die Landschaft auf der Fahrt an die Ostküste nicht wirklich geniessen. Nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir Praslin Bay, wo wir zwei Nächte im Fox Grove Inn bleiben würden. Das ist ein Gästehaus unter Leitung der Schweizerin Esther, die hier mit ihrem Mann seit 24 Jahren lebt und sich das Haus aufgebaut hat. Wir hatten ein geräumiges Doppelzimmer mit Bad und einem fantastischen Ausblick über den Wald und einer Plantage bis hin zum Meer.

Diashow Fox Grove Inn (Klick für grössere Bilder):
Fox Grove Inn

Wir assen eine leckere Kürbiscremesuppe und einen Salat mit selbst geräucherter Gelbflossenmakrele zu Mittag und machten eine Erkundungsfahrt an die Küste. Leider steht auf der Halbinsel eine wahre Ruinenstadt, die der Finanzkrise 2008 zum Opfer gefallen ist und kurz vor der Fertigstellung aufgegeben wurde ! Der Strand ist leider auch nicht brauchbar, weil die letzten Stürme Unmengen von Seetang angespült hatten und es stank wie in einer riesigen Kloake – Schade!

So liessen wir den Tag ruhig ausklingen und genossen ein leckeres Abendessen, das von Esther Mann gekocht wird. Ich hatte gegrillte Gelbflossenmakrele (Kingfish) und Gerd ein Lamm Kebab. Nach einer Flasche Wein und einer gestreamten Tatort Folge fielen wir müde in die Betten.

Highlight des Tages: das Essen im Fox Grove Inn

3. März 2018

Mamiku Gardens

Zu Sonnenaufgang gab es nur ein paar rosa Wolken und ich machte vom Balkon aus ein paar Schnappschüsse von den bewaldeten Hügeln. Beim Frühstück konnten wir einen quirligen süssen Antillenhaubenkolibri (Orthorhyncus cristatus) bewundern und wir freuten uns über weitere ansprechende Fotos dieses kleinen Kerlchens.

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Antillenhaubenkolibri (Orthorhyncus cristatus)

Nach dem Frühstück, das aus Obst, Kaffee und Eiern mit Speck oder Würstchen besteht, fuhren wir ins Tal und besuchten die Mamiku Gardens, die auf der Liste jedes botanisch und historisch interessierten Besuchers stehen. Als wir ankamen, war dort bereits eine grosse Gruppe Schüler, die einen von der Kirche organisierten Ausflug in die Gardens machten.

Wir bezahlten unseren Obolus, bekamen eine Karte und ein Heft mit den Namen der Pflanzen in die Hand gedrückt und machten uns auf den Weg durch den schönen Garten. Kurz darauf trafen wir auf die Inhaberin Mrs. Shingelton-Smith, die die Frau vom letzten Besitzer Michael ist und schon locker über 80 Jahre auf dem Buckel hat. Wir hatten ein nettes Gespräch mit ihr und man merkte ihr an, wie sehr sie den Ort und den Garten liebte – eine faszinierende Frau!

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Bartgimpelfink WeibchenBartgimpelfink Männchen

Der geschichtliche Teil ist gleichermassen interessant wie tragisch. Auf dem höchsten Punkt befand sich seit dem 18. Jahrhundert der Herrensitz der Familie Micoud, einem Baron und ehemaligen Governor von St. Lucia. Im Jahre 1796 wurde das Haus eine Militärbasis und vom berühmten General Sir John Moore angeführt. Im selben Jahr gab es einen Aufstand der Brigands – ehemaligen schwarze Sklaven, die nicht auf die Zuckerrohrplantagen zurück wollten – und es gab dabei 15 tote Soldaten und 20 Verletzte. Das Micoud Haus brannte bis auf die Grundmauern nieder und die Ruinen blieben über 200 Jahre lang unberührt. Seit 1906 gehört es der Shingleton-Smith Familie, die aus dem Besitz eine gut geführte Plantage gemacht haben und als Attraktion den Botanischen Garten.

Die Ruinen kann man ganz oben auf dem Hügel, den wir aufgrund der Hitze, Schwüle und nur wenig Wind schwitzend erklommen, noch sehen und man hat einen schönen Panoramablick über die Praslin Bay. Im Garten fanden wir viele blühende Pflanzen und es war ein lohnenswerter Besuch, den wir mit einem Rum Punch in der Bar und der Bewunderung der hübschen Bartgimpelfinken (Loxigilla noctis) abschlossen.

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Ruinen des Haupthauses

Nach einer Mittagspause im Fox Grove Inn und einer verdienten Abkühlung im Pool machten wir am Nachmittag eine Fahrt an der Küste entlang bis Dennery, wo sich einige interessante vorgelagerte Felsen und etwas Steilküste befindet. Doch das Licht spielte nicht mit und so kehrten wir zurück und genossen ein weiteres gutes Abendessen. Diesmal nahm ich Mahi Mahi und Gerd die Käse-Spinat Tortellini in Tomatensauce und beides war wieder sehr lecker.

Highlight des Tages: Mamiku Gardens

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Blick auf die KüsteDennery
4. März 2018

Weiter nach Marigot Bay

Wir fuhren um 5:45 Uhr an einen Aussichtspunkt an der Küste und wollten es zum Sonnenaufgang wenigstens versuchen, doch das Licht war schon sehr enttäuschend fahl. Aber ein wirkliches Highlight wäre es eh nicht geworden und so genossen wir einfach den Ausblick und ich machte ein paar Fotos.

Das Frühstück verbrachten wir wieder mit den Kolibris und verabschiedeten uns danach von Esther. Die zwei Tage wären vielleicht nicht notwendig gewesen, aber wir waren trotzdem froh, dass wir uns diesen Teil der Insel angesehen haben und die Mamiku Gardens sind wirklich lohnenswert.

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Antillenhaubenkolibri (Orthorhyncus cristatus)

Die Fahrt hinüber an die Nordküste nach Marigot Bay dauerte nur rund eine Stunde und wir hatten dort zwei Nächte im wunderbaren Marigot Bay Palms Luxury Caribbean Apartments * gebucht. Ich hatte vorab mit Danny, dem belgischen Besitzer, vereinbart, dass wir unser Gepäck abstellen können, weil wir so früh ankommen würden.

Danny empfing uns dann auch, bunkerte unser Gepäck und wir machten einen Ausflug nach Anse-La-Raye, das als malerisches Fischerdorf mit bunten Booten am Strand gilt. Nun ja, der Besuch war schon sehr enttäuschend und hier fühlten wir uns auch das erste Mal in der Karibik nicht wirklich wohl ! Unser Auto wurde gleich umlagert und ich wollte in der ersten Strasse gar nicht erst aussteigen und parkierte weiter hinten. Wir liefen dann zum Strand, aber der war so gar nicht idyllisch wie er beschrieben wurde . So zogen wir dann auch recht schnell enttäuscht wieder ab und verbrachten die Zeit, bis unser Zimmer fertig war, am Pool und genossen die Aussicht über Marigot Bay. Diese Bucht gilt übrigens als schönste der Karibik.

Das Apartment ist wirklich sehr hochwertig und geräumig. Das Wohnzimmer mit voll eingereichter Küche und Fernseher ist gross und daneben befindet sich das Schlafzimmer mit einem Aussenbad. Die Zimmer sind klimatisiert (juhuuuu!!! ) und eine grosser Balkon mit toller Aussicht erstreckt sich über beide Zimmer. Als freundlichen Willkommensgruss gab es eine Flasche Champagner – Dankeschön !

Diashow Marigot Bay Palms Apartment (Klick für grössere Bilder):
PoolFrühstücksraumKücheWohnzimmerSchlafzimmerBad

Auch heute gab es keinen Sonnenuntergang und wir liessen den Tag auf dem Balkon ausklingen.

Highlight des Tages: Marigot Bay

5. März 2018

Marigot Bay

Das Frühstück war im Preis inkludiert und bestand aus selbst gebackenem Kuchen, Obst, selbst gemachten Joghurt, Brot, Marmelade, Käse und einem gebratenen Ei nach Wunsch mit Speck – lecker!

Heute war ein ruhiger Tag, den wir im Apartment verbrachten, wo vor allem ich mal die angenehme Kühle der Klimaanlage genoss. Am Mittag fuhren wir hinunter zum Parkplatz und nahmen für 10 EC eins der Boote hinüber zum Strand der Pirate Bay. Die Jungs hier verstehen wieder ihr Geschäft und versuchten ihre Ware an die Touristen zu bringen. Aber sie waren alle sehr nett und nicht aufdringlich und wir hatten ein paar fröhliche Unterhaltungen mit ihnen. Wir verbrachten einige Zeit am Strand, tranken zwei selbstgemachte Rum Punch und nahmen schliesslich die Fähre zurück.

Es gab kein Licht am Abend und wir sassen einfach am Pool oder auf dem Balkon und beobachteten die Vögel. Die hübschen Bartgimpelfinken (Loxigilla noctis) machten uns dabei viel Spass !Wir packten unsere Sachen zusammen, denn morgen sollten wir St. Lucia verlassen und mit dem Kataram zurück nach Grenada segeln.

Highlight des Tages: Marigot Bay

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Bartgimpelfink WeibchenBartgimpelfink MännchenPirate Bay
6. März 2018

Beginn Segelreise Grenadinen mit dem Katamaran S/V My Love

Es gab heute sogar mal wieder schönes Morgenlicht und ich machte ein paar Schnappschüsse von Marigot Bay. Nach dem wieder leckerem Frühstück verabschiedeten wir uns von Danny und Ann und machten uns auf den Weg nach Rodney Bay.

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Heute begann endlich der Segeltörn auf dem Katamaran My Love, mit dem wir 11 Tage von St. Lucia nach Grenada segeln würden. Was wir auf der Segeltour durch die Grenadinen erlebten, könnt Ihr im folgenden Kapitel lesen.

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