Reisebericht USA – Page Arizona

2. - 8. Dezember 2019

Wahnsinnshimmel zu Sonnenaufgang und Weiterreise nach Page

Wahnsinn, wie schnell diese neun Tage am Grand Canyon vorbei geflogen sind ! Heute war bereits Abreisetag und der letzte Sonnenaufgang. Der meinte es aber nochmal gut mit mir. Als ich am Duck on a Rock Viewpoint ankam, verfärbte sich der Himmel bereits rot. Es wurde ein richtiges Feuerwerk und die Farben spiegelten sich im Schnee im Canyon wieder. Erst überwog noch das Blau der Nacht, das jedoch bald einem tiefen Rosa wich. Dieses Rosa ist einfach fantastisch, auch wenn es kitschig ist. Aber ich mag Kitsch in meinen Bildern . Der Rot/Blau Kontrast war grossartig und ich genoss jede Minute dieses Spektakels. Goldenes Licht gab es aufgrund der nun aufgezogenen Wolken nicht, aber darüber war ich auch nicht traurig. Diese Farbexplosion vor Sonnenaufgang wäre eh nicht zu toppen gewesen. Das waren echte Wow Momente !

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Sonnenaufgang Grand CanyonDuck on a rock Grand CanyonSonnenaufgang Duck on a rock Grand CanyonGrand Canyon South Rim

Geflasht fuhr ich zurück ins Hotel, frühstückte eine Kleinigkeit und machte mich gegen 10:30 Uhr bereit zum Auschecken und der Weiterfahrt nach Page.

Ich war froh, dass die SR64 wieder geöffnet war, denn so dauerte die Fahrt nach Page nur etwas weniger als 2,5 Stunden. Ich machte nochmal zwei Stops an der South Rim vom Grand Canyon und war verwundert, dass es hier im Osten wesentlich weniger Schnee hatte. Der Highway 89 führt über den Antelope Pass, von dem man einen netten Blick zum Grand Canyon hat. Der Colorado River hat sich hier auch schon ein tiefes Bett gegraben, das wie eine grosse Narbe durch die Landschaft verläuft. Ich hatte noch Zeit als ich Page erreichte und schaute mir noch den Wahweap Lookout an, von dem man einen recht netten Blick über den Lake Powell hat.

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South Rim Grand CanyonGrand CanyonAntelope Pass ViewpointWahweap Lake Powell

Am frühen Nachmittag erreichte ich meine Unterkunft für die kommenden sechs Tage, die The Bear′s Den B&B *, die zentral in Page in der Nähe vom Safeway Supermarkt und Tankstellen gelegen ist. Ich wurde von Bubba empfangen, der mir mein ausgesprochen gemütliches Zimmer und das riesige Bad zeigte. Im Bad befand sich der Kühlschrank und eine Mikrowelle. In der grossen offenen Küche können Gäste aus einem Automaten heisses Wasser bekommen und sich auch an der Keurig Kaffeemaschine bedienen. Ich wollte die Grosszügigkeit meiner Gastgeber aber nicht überstrapazieren und habe morgens meinen Instantkaffee mit dem heissen Wasser getrunken.

In der gesamten B&B dominieren Bären und mit Freude gesellte sich Junior auf dem Bett dazu . Insgesamt hat die B&B maximal drei Zimmer und Bubba ist ein sehr freundlicher Gastgeber, der mir viele Tips gab und ich fühlte mich bei ihm und seiner Frau Deb-b sehr wohl.

Diashow The Bear′s Den B&B Page (Klick für grössere Bilder):
Schlafzimmer The Bear′s DenBadezimmerKühlschrank & Mikrowelle
Booking.com

Das Wetter klarte ein wenig auf und nachdem ich mich eingerichtet hatte, wollte ich mir die berühmte Horseshoe Bend ansehen. Seit diesem Jahr gibt es einen neuen Parkplatz mit Eingang und Schranke. Deb-b ist übrigens die Managerin des Parkplatzes und hat mir einige interessante Informationen geben können. Momentan kostet der Eintritt 10 USD und zwar für jeden Eintritt und nicht pro Tag! Die Einnahmen sollen laut Deb-b die Ausgaben der Stadt Page als Betreiber und Erbauer für bereits durchgeführte und zukünftige Baumassnahmen in den nächsten fünf Jahren refinanzieren. Ich parkierte das Auto und lief in rund 15 Minuten hinunter zum Aussichtspunkt an der Kante. Es waren Horden von Chinesen da und eigentlich hörte ich nur lärmendes Chinesisch. Ich dachte schon, ich wäre am Grand Canyon falsch abgebogen und in China gelandet . Und dies war gar nicht der Colorado River, sondern der Yangtze in China! Eigentlich hätten mir das wenig ausgemacht, da es genügend Platz an der Kante gibt, aber die Chinesen sind einfach entsetzlich laut und schrill beim Organisieren und Selfie machen. Grusig .

Horseshoe Bend Page Arizona

Die Horseshoe Bend macht ihrem Namen alle Ehre und sieht wirklich aus wie ein perfektes Hufeisen. Der erste Blick 300 Meter hinunter zum Colorado River macht einen schon atemlos und es ist wirklich ein schöner Anblick. Die Bedingungen waren aber nicht so meins und das Licht nicht wirklich schön. Der Sonnenstern war durch den Dunst nicht perfekt und ich war mit diesem ersten Besuch nicht wirklich glücklich. Diese zwei Dokufotos sind nicht das, was ich mir vorgestellt hatte und ich hoffte, dass ich trotz des nicht gerade aufmunternden Wetterberichts noch eine weitere Chance bekommen würde.

Horseshoe Bend Sonnenuntergang Arizona

Den Rest des Abends verbrachte ich im Zimmer und plauderte ein wenig mit Deb-b und Bubba.

Highlight des Tages: Sonnenaufgang am Grand Canyon

3. Dezember 2019

Lone Rock, Waterhole Slot Canyon & The Beehives

Heute Morgen fuhr ich spontan entschlossen zum Lone Rock, der sich rund 20 Minuten ausserhalb von Page am Lake Powell befindet. Normalerweise fahre ich nicht so gern noch in der Dunkelheit an eine Location und ich wusste nach meiner Ankunft am Parkplatz auch gar nicht so recht, in welche Richtung ich laufen sollte . Nun ja, der Himmel färbte sich rechts langsam rot und der Lone Rock war fast vor mir; also lief ich einfach drauf los. Nach rund zehn Minuten war ich am Ufer des Sees und machte als erstes eine Langzeitbelichtung, um mich etwas einzurichten. Am Ufer gab es einige Camper; sowohl ein Zelt als auch zwei Wohnmobile.

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Lone Rock Lake Powell Page ArizonaLone Rock Lake Powel

Ich nahm halt, was da war und machte ebenfalls Teleaufnahmen von den weit hinten liegenden Tafelbergen, die sich herrlich gegen den tiefroten Morgenhimmel abhoben. Zu meinem Entzücken verfärbten sich die dekorativen Wölkchen hinter dem Lone Rock mega kitschig rosa und machten sich perfekt in der Bildkomposition. Weiter im Westen leuchteten die Sandsteinberge mit dem blauen Lake Powell um die Wette. Alles in allem also kein schlechter Morgen und ich hatte Freude an diesem Shooting. Die Sonne ging schliesslich auf und der Sandstein leuchtete in einem tollen Gold. Hach... Morgenfarben ! Wie kann man da nur im Bett bleiben... ?

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Lake Powell Page Arizona

Ich war gerade dabei, zusammen zu packen als sich ein Pickup näherte und sich als der Parkranger entpuppte. Er wollte seine Schäfchen zählen und vor allem die Gebühren für den Park und das Camping kontrollieren. Mir fiel ein, dass ich meine 'America is beautiful' Karte gar nicht dabei hatte... Aber der Ranger war mega nett und wir plauderten eine Weile ganz nett. Dann hat er mich noch mit dem Auto zurück zum Auto gebracht – er war an meiner Karte gar nicht interessiert zum Glück.

Ich fuhr zurück in die B&B und Bubba war bereits mit dem Frühstück parat. Am Abend vorher kann man aus vielen Möglichkeiten wählen und ich hatte mich für ein Omelette mit Speck, Pilzen, Zwiebeln und Käse sowie einer frischen Waffel entschieden. Dazu gab es Obst und viel frischen Keurig Kaffee und alles war an der Küchentheke angerichtet. Ich war zur Zeit der einzige Gast und das Frühstück war mit Bubbas Unterhaltung sehr unterhaltsam und kurzweilig.

Waterhole Canyon

Ich hatte mir bereits am Grand Canyon für heute 12 Uhr eine zweistündige Photographer Tour für 107 USD in den Waterhole Canyon, der rund fünf Meilen vor Page liegt, gebucht. Bei den Fotografentouren sind die Gruppen in der Regel kleiner und man darf im Gegensatz zu den regulären Führungen ein Stativ und einen kleinen Rucksack mitnehmen. Ausserdem sind sie meistens 1/3 länger.

Ich hatte mich ganz bewusst gegen die bekannten Upper und Lower Antelope Canyons entschieden, weil es zum einen keine Fotografentouren mehr gibt und sie zum anderen auch um diese Jahreszeit völlig überlaufen sind. Für mich kein Genuss, Danke... Hier im Waterhole Canyon war ich der einzige Gast und hatte sozusagen eine Privattour mit meinem Guide Jolene. Die Touren kann man vorab im Internet bei Waterhole Canyon Experience oder vor Ort am Häuschen buchen.

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Waterhole Canyon in Page ArizonaWaterhole Slot Canyon Arizona

Der Canyon war früher mit Permit zu begehen, aber seit 2018 nur noch mit Navajo Guide. Der Canyon besteht aus zwei separaten Canyons und teilweise gibt es Leitern, die aber allesamt einfach zu überwinden sind. Für meinen ersten Slot Canyon, die für das Colorado Plateau typisch sind und durch Gewässer entstehen, die sich über Jahrtausende Jahren durch Sedimentschichten aus Sandstein graben, war es ein perfekter Beginn. Die Farben und Formen begeisterten mich und ich stellte mir immer wieder vor, wie das Wasser über all diese Jahre diese tollen Strukturen schuf.

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Waterhole Canyon in Page ArizonaWaterhole Slot Canyon ArizonaWaterhole Canyon in Page ArizonaWaterhole Slot Canyon Arizona

Fotografisch war ich abschliessend nicht so zufrieden, da ich anscheinend von diesem Anblick so überwältigt war, dass ich der Fotografie trotz viel Zeit nicht die notwendige Aufmerksamkeit widmete . Na ja, ein paar nette Fotos sind dabei entstanden und so war es eben mein erster Slot Canyon. Nach rund 2,5 Stunden erreichten wir wieder den Parkplatz. Es gab einen Tip für Jolene und ich machte mich auf den Weg zurück nach Page.

Für den Horseshoe Bend sah es nicht wirklich besser aus als gestern und ich erkundete statt dessen nochmal den Lake Powell. Als erstes machte ich die kurze Wanderung zu den Hanging Gardens ganz in der Nähe des Damms. Die Rundwanderung ist etwa zwei Kilometer lang und leicht ohne grössere Steigungen. An einer Felswand wachsen kleine Farne und es sieht wirklich so aus, als würde ein Garten von der Felsdecke hängen. Sehr schön und eine kurzweilige Wanderung. Ich fuhr danach den Lake Shore Drive, der zur Glen Canyon Recreation Area gehört und im 'America is beautiful' Pass enthalten ist. Es gibt einige Aussichtspunkte, die ganz nett sind, aber wirklich begeistern konnte mich der See nicht. Die interessanten Punkte wie die Rainbow Bridge, die nur mit dem Boot erreichbar ist, werden im Winter nicht angefahren. Ein Highlight gab es mit der Sichtung eines Steinadler (Aquila chrysaetos canadensis) dennoch! Dieser Steinadler ist eine amerikanische Unterart und deutlich kleiner als unser Europäischer Steinadler. Ich freute mich sehr über diesen Kerl !

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Hanging Garden Page ArizonaHanging GardenSteinadler (Aquila chrysaetos canadensis)

So fuhr ich schon etwas desillusioniert zurück bis mir kurz vor dem Damm einige Felsformationen auffielen. Eine Dirt Road führte zu einem Campingplatz und dann zu einigen ganz tollen Sandsteinfelsen, die zutreffenderweise Beehives – Bienenkörbe – heissen. Die Piste ging hier in tiefen Sand über und ich parkierte ein Stück davor, um das Gebiet zu erkunden. Und was soll ich sagen... ich hatte mein persönliches Paradies gefunden ! Das Licht war nicht ganz so mein Freund, aber ich machte das Beste aus dem, was ich hatte und wusste, dass ich hierher bei passendem Licht sicher nochmal zurückkommen würde.

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The Beehives Page Arizona

Zurück ging es in die B&B, wo ich eine Weile mit Bubba und Deb-b plauderte, bevor ich den Rest des Abends im gemütlichen Zimmer verbrachte.

Highlight des Tages: mein erster Slot Canyon

4. Dezember 2019

Canyon X – der ruhige Slot Canyon

Ich hatte mich gestern Abend mit Deb-b über die Canyons unterhalten und dabei hat sie mich für den Canyon X begeistert. So entschied ich mich heute morgen spontan für einen Besuch und fuhr um halb zehn Uhr hinaus zum Ausgangspunkt von Taadidiin Tours, die die Lizenz für diesen Canyon haben. Die Photographer Tour, bei der Stativ und kleiner Rucksack erlaubt sind, kostete 120 USD und ich war wie gestern der einzige Teilnehmer und kam wieder in den Genuss einer Privattour. Sehr schön! Der Canyon X ist Teil des Antelope Canyons und erreicht nach einer ganzen Strecke den Upper Antelope Canyon.

Tiara, eine junge Navajo, ist mein Guide und wir fahren rund 10 Minuten in die Wüste bis zum Eingang des Canyons. Zunächst geht es einen Abhang hinunter und dann stehen wir vor dem schmalen Spalt des südlichen Canyons. Direkt dahinter kann man hochschauen und sieht das X, das die Felsen bilden und das dem Canyon den Namen gab. Es ist wie eine andere Welt, in die ich nun eintauche und der enge Canyon zog mich völlig in den Bann. Tiara liess mir alle Zeit der Welt und ich spielte mit den Kompositionen und bewunderte immer wieder die geschwungenen Formen der steilen Sandsteinwände. An einer Stelle liess Tiara Sand rieseln und ich konnte dies in eine längeren Belichtung festhalten.

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Canyon X Page ArizonaSlot Canyon XCanyon X Arizona

Kurze Zeit später waren wir draussen und liefen rund zehn Minuten durch den Wash zum nördlichen Canyon. Hier soll es auch eine Eule geben, aber leider liess sie sich nicht blicken. Ich vermisste Waldi! Der nördliche Canyon war nicht minder schön und wieder bewunderte ich begeistert die Formen in der völligen Stille des Canyons und versuchte sie, in Fotos festzuhalten. Keine Ahnung, ob es mir besser als gestern gelungen ist, aber in meinem Kopf werde ich diese Bilder immer haben. Aus irgendwelchen Gründen musste Tiara zurück und Chris übernahm als Guide. Er war genauso nett und wissend wie Tiara und wir wanderten durch den Nord- und danach nochmal durch den Südcanyon.

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Canyon X Page ArizonaSlot Canyon XCanyon X ArizonaCanyon X Page ArizonaCanyon X

Zum Schluss ging es noch in den Bonus Canyon, wo man ein wenig mehr klettern muss. Schliesslich steht man genau über dem X und kann auf den Canyongrund schauen. Leider wird das auf dem Foto nicht wirklich sichtbar; es fehlt mal wieder einfach die dritte Dimension. Abschliessend machte Chris noch Fotos von mir und nach drei Stunden neigte sich die Tour dem Ende entgegen. Die Zeit war wie im Flug vergangen und ich war froh, die Fotografentour gebucht zu haben. Nicht nur wegen der Möglichkeit mit Stativ zu fotografieren, sondern auch, weil man viel mehr Zeit hat, in den Canyon einzutauchen und die Stimmung aufzusaugen und zu geniessen. Von daher lohnt sich für mich der Aufpreis für diese Touren.

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Canyon X Page ArizonaSlot Canyon X von obenCanyon X Arizona

Es zog langsam schlechteres Wetter auf und ich kaufte ein paar Kleinigkeiten im Walmart ein und arbeitete den Rest des Tages an Fotos und Reisebericht.

Highlight des Tages: Canyon X

5. Dezember 2019

Secret Canyon – der schönste Canyon

Heute Morgen war es trüb und ich genoss einige Tassen Kaffee während ich Nachrichten las und ein paar Fotos bearbeitete. Bubbas Frühstück war wieder sehr lecker und ich hatte die Zutaten zum Omelette etwas variiert. Nach dem kurzweiligen Frühstück musste ich auch schon los, denn ich hatte meine dritte Canyon Tour bei Horseshoe Bend Tours für den Secret Canyon gebucht. Hier gibt es keine speziellen Fotografentouren, aber man darf Stativ und kleinen Rucksack mitnehmen. Sie halten die Gruppen auch in der Hauptsaison klein und erwarten von den Fotografen lediglich, dass sie die anderen Gäste nicht allzu lange blocken.

Das Problem stellte sich mir nun nicht, denn auf meiner Tour war nur eine weitere Fotografin und und ein Paar aus Tansania, das nur Schnappschüsse mit dem Handy machte. Der Secret Canyon gehört nicht zum Antelope Canyon und ist ein eigenständiger Canyon. Wir wurden zunächst im Minivan rund sechs Meilen zunächst über den Highway und dann über Sandpisten zum Eingang gefahren. Unser Guide erklärte uns den Canyon während wir einmal durchliefen und liess uns dann die restliche Zeit zur freien Verfügung.

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Secret Canyon Page Arizona
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Secret Canyon Page ArizonaSecret Canyon Arizona

Das war einfach grossartig, denn so konnte man die Zeit so geniessen und so lange an Stellen verweilen, wie man wollte. Schon schnell war mir klar, dass dies der für mich schönste Canyon der drei war. Die Formen sind bestechend schön und diesmal konnte ich mich auch besser fotografisch darauf einlassen. Ich denke, dies sind auch meine besten Bilder der drei Canyons. Nach rund 2,5 Stunden ging es zurück nach Page und ich fuhr für eine Pause in die B&B. Die Eindrücke dieses tollen Canyons mussten erstmal verarbeitet werden!

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Secret Canyon Page ArizonaSecret Canyon

Am Nachmittag wurde das Wetter etwas freundlicher und ich fuhr zu den Beehives. Zunächst machte ich einen Abstecher zum Aussichtspunkt über den Glen Canyon Damm, der den Colorado River zur Stromerzeugung aufstaut. Die Richtung Colorado River war recht hübsch; der Staumauer konnte ich nicht so viel abgewinnen

Bei den Beehives gab dann in der Tat ein wenig Licht und die Stimmung war gegen den dunklen Wolkenhimmel ziemlich dramatisch. Kurz vor Sonnenuntergang leuchteten die Berge am Lake Powell rot auf – was für ein Licht!

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Secret Canyon AusgangColorado RiverStaumauer Glen CanyonThe Beehives PageBlick zum Lake Powell

Als ich zurück am Auto war, bemerkte ich einen PKW, der unweit von mir im Tiefsand stecken geblieben ist. Ich fragte nach und das junge Yuppie Paar aus New York war dankbar, dass ich sie samt Hündchen mit nach Page nahm. Unterwegs trafen wir auf die Polizei, die den beiden eine Notfallnummer eines Abschleppdienstes gab. Dieser wollte die beiden dann in ihrem Hotel abholen. Sie waren im Hyatt, was nur ein paar hundert Meter von meiner B&B entfernt war. Das war dann meine gute Tat des Tages...

Highlight des Tages: der Secret Canyon

6. Dezember 2019

Toadstool Hoodoos & Sonnenuntergang am Horseshoe Bend

Der Himmel sah recht vielversprechend aus und ich fuhr zu einem der Aussichtspunkte am Lake Shore Drive. Es wurde nichts besonderes und ich machte nur ein paar Teleaufnahmen der Berge und dem gerade vor ein paar Tagen stillgelegten Kraftwerk gegen den blutroten Himmel. Dann ist das olle Ding mit den hässlichen Schornsteinen auch mal verewigt... Die Bewölkung nahm rapide zu und ich packte zeitig zusammen.

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Sonnenaufgang vom Lake PowellKraftwerk Page

Nach dem Frühstück bearbeitete ich ein paar Bilder und da es wieder etwas freundlicher aussah, entschloss ich mich, zu den Toadstool Hoodoos zu fahren. Sie befinden sich in Utah etwa 30 Meilen von Page entfernt und gehören zum Grand Staircase-Escalante National Monument. Vom Parking führt ein gut markierter rund ein Kilometer langer Pfad durch einen Wash ins Hinterland. Der Wash war noch sehr feucht vom Regen der letzten Tage. Der auffallendste Toadstool Hoodoo ist rasch erreicht und wirklich ein Prachtexemplar. Die Toadstools sind im Laufe der Jahre aus dem weichen Lehm und Sandstein durch Erosion, Regen, Wind und Schnee entstanden und sehr fragil. Aber nicht durch die Toadstools sind faszinierend; die ganze Umgebung sieht aus wie eine Mondlandschaft mit Hügeln und Kratern. Ich kraxelte einen Hügel hinauf und genoss den Überblick über diese aussergewöhnliche Landschaft in der Wüste. Es war eine schöne Wanderung, die sich gelohnt hatte. Weitere Wanderungen lohnten sich eher nicht, da der Himmel wieder völlig bedeckt war.

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Toadstool Hoodoos UtahGrand Staircase-Escalante National MonumentToadstool Hoodoos Utah

Ich fuhr zurück nach Page und kaufte schon mal ein paar Lebensmittel beim Safeway ein. Die Bewölkerung lockerte tatsächlich nochmal auf und ich entschloss mich, es nochmal mit dem Horseshoe Bend zu probieren. So fuhr ich zum Parkplatz, zahlte die 10 USD und lief hinunter zum Aussichtspunkt. Der erste Blick hinunter zum Colorado River ist wirklich immer wieder eine Augenweide und diesmal klappte es zumindest mit einem hübschen Sonnenstern. Ein roter Himmel war mir leider nicht vergönnt, aber ich war mit dem Foto trotzdem happy. Immerhin besser als der erste Versuch vor ein paar Tagen.

Horseshoe Bend Page Arizona

Highlight des Tages: die Toadstool Hoodoos

7. Dezember 2019

Sonnenaufgang am Horseshoe Bend

Es war ziemlich klar heute morgen im Osten und ich wollte einen Sonnenaufgang der Horseshoe Bend versuchen. Ich war um halb sieben am Parkplatz, aber die Schranke öffnete erst um viertel vor sieben Uhr. Schade, dann damit war das schönste blaue Licht erledigt, denn das würde ich nicht schaffen ! Ich parkierte das Auto und lief schnell hinunter zur Kante. Ich war gerade noch rechtzeitig für das tolle rosa Licht da und konnte im Laufe von circa zehn Minuten ein paar Kompositionen mit diesem herrlichen Licht einfangen.

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Horseshoe Bend Page ArizonaHorseshoe Bend Page Arizona

Auf den Vermillion Cliffs hielten sich hartnäckig Wolken, über die ich aber nicht traurig war. Die ersten Sonnenstrahlen erreichten dann die Cliffs und der Kontrast zwischen dem warmen und kalten Licht war wunderschön. Ruhig floss der Colorado River um die Kurve und ich beobachtete wie die Sonne immer kräftiger wurde. Es war ein gelungener und lohnenswerter Morgen und ich glaube, ich habe meinen Frieden mit der Horseshoe Bend gemacht !

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Horseshoe Bend Page ArizonaHorseshoe Bend Page Arizona

Ich fuhr zurück und genoss bei netter Plauderei mit Bubba mein Frühstück. Danach erledigte ich meine restlichen Einkäufe fürs Monument Valley und verbrachte den Rest des Tages in der B&B. Die starke Bewölkung war wirklich schade, denn eigentlich wollte ich mit Bubba zum Alstrom Point. Aber ohne Licht lohnt sich das wirklich nicht – beim nächsten Mal !

Highlight des Tages: Sonnenaufgang am Horseshoe Bend

8. Dezember 2019

Sonnenaufgang am Horseshoe Bend

Page war nicht wirklich gut zu mir gewesen, was das Wetter betrifft und ich habe einiges nicht machen können, was ich eigentlich vorhatte. So auch heute Morgen, als leichter Regen aufs Dach plätscherte und ich lieber meinen Morgenkaffee trank als raus zu gehen. Aber ich bin mir sicher, dass ich – nicht zuletzt durch die herzliche Gastfreundschaft von Bubba und Deb-b – nochmal nach Page zurückkehren werde !

Nach einem letzten vergnüglichen Frühstück packte ich meine Sachen zusammen. Traditionsgemäss macht Bubba von seinen Gästen ein Foto mit Paula, dem Bären und ich durfte natürlich nicht fehlen. Eine nette Tradition! Das Foto wurde mir von Bubba zur Verfügung gestellt und das Copyright liegt bei ihm. Ich schrieb ins Gästebuch und verabschiedete mich von Bubba, der heute zur Kirche ging. Ich konnte noch bis 12 Uhr bleiben und machte mich dann auf den Weg ins Monument Valley.

Im nächsten Kapitel geht es dann weiter mit sechs grossartigen Tagen im Monument Valley sowie zwei Tagen in Mexican Hat.



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