Paznauntal / Silvretta in Tirol & Vorarlberg

8. - 26. August 2020

8. August 2020

Sonnenaufgang am Weisssee und Weiterreise ins Paznauntal nach Galtür

Auch heute Morgen wurde ich von einem klaren Nachthimmel begrüsst und fuhr noch ein weiteres mal die Kaunertaler Gletscherstrasse hoch bis zum Weisssee, so wie ich es mir vorgenommen hatte. Aber auch heute hatte ich wieder etwas Pech und der See war trotz kaum Wind unruhig und es gab keine Spiegelung ! Am Parkplatz standen rund 20 Camper .

Meine Rettung war ein kleiner Tümpel mit perfekter Spiegelung etwas zurückgesetzt vom See. Aufrund einer bulligen geschnitzten Bank war er zwar nicht ganz ideal vom Bildaufbau her, aber besser als gar nichts . Zumindest wurde das Licht wunderbar rot und die Berge glühten. Die Spiegelung blieb zum Glück bis ich zusammen packte perfekt. Unzufrieden war ich nicht, aber irgendwie habe ich das Gefühl, ich muss nochmal ins Kaunertal kommen und einiges perfektionieren.

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Blaue Stunde am Weisssee im Kaunertal, TirolSonnenaufgang am Weisssee, Kaunertal, TirolPerfekte Spiegelung im Weisssee, KaunertalTal vom Verborgenen See

Das Kaunertal hat mir bisher von dem, was ich gesehen habe, deutlich am besten gefallen. Einfach ein wunderschönes Tal mit herrlichen kleinen Seen und einer unglaublich hübschen Bergkulisse.

Heute sollte es weiter ins Paznauntal nach Galtür gehen, wo ich das Alpinhotel Monte Superior in Galtür gebucht hatte.

Nach dem Frühstück packte ich meine Sachen und machte mich direkt auf den Weg in das nur rund 70 Kilometer entfernte Galtür. Ich hatte vorher abgeklärt, ob ich früher einchecken konnte und wurde am Mittag sehr freundlich von Marylou empfangen. Das Parking ist am Hotel etwas eng, was für mich speziell früh morgens problematisch war, aber ich konnte nach einigen Tagen auf einen besser gelegenen Parkplatz wechseln.

Das Zimmer Ballunspitze im dritten Stock mit Ostausrichtung war für mich perfekt: nur morgens Sonne und es würde sich so nicht während des Tages aufheizen. Es gab ein grosses, sehr bequemes Doppelbett, eine Sitzecke, einen grossen Balkon mit Stühlen, einen Schreibtisch und ein sehr modernes Bad mit toller Dusche. Im Untergeschoss befindet sich ein gut ausgestatteter Fitnessraum, wo ich oft morgens auf dem Fitnessrad fuhr. Ich fühlte mich sehr wohl.

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Alpinhotel Monte Superior Galtür
Booking.com

Nach der Fahrt wollte ich erstmal Sport machen und nahm mein E-Bike bis hoch zur Bielerhöhe am Silvretta Stausee. Die 11 Kilometer lange Strecke mit 550 Höhenmetern bergauf ist eine gute Trainingstour, die ich mit dem E-Bike sportlich nahm . Die Bergkulisse oben am Silvretta Stausee ist recht hübsch und man hat Aussicht auf die Reste von den Gletschern.

Nachdem ich dort eine Weile verweilt hatte, fuhr ich zurück und bog zum Stausee Kops ab. Der See hat eine tolle türkisfarbene Wasserfarbe und ist ziemlich idyllisch.

Auf dem Weg zurück nach Galtür passierte ich die Grenze der Bundesländer Vorarlberg und Tirol und wenig später eine Wasserscheide: nach links floss das Wasser in den Rhein und nach rechts in die Donau. Spannend! Es war eine lohnende Erkundungstour mit sportlichen Wert.

Silvretta Stausee BielerhöheDiashow (Klick für grössere Bilder):
Kops Stausee VorarlbergGrenze Vorarlberg TirolWasserscheide Rhein – DonauBlick auf Galtür

Ich kehrte zurück ins Hotel, duschte und fuhr zum Sonnenuntergang nochmals hoch zum Silvretta Stausee. Ich war ja schon glücklich, dass ich überhaupt mal Licht hatte zum Abend. Doch oben am See war es am Abend nicht ideal und ich versuchte mein Glück am Stausee Kops. Als erstes stoppte ich allerdings für einen schönen abendlichen Blick auf das Dorf Galtür mit der markanten Gorfenspitze und wurde am Ende mit roten Bergen am Kops Stausee belohnt. Das Licht war wirklich mal toll!

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Blick auf Galtür mit GorfenspitzeSonnenuntergang Kops Stausee

So war das kein schlechter Tagesabschluss und ich kehrte zufrieden zurück ins Hotel.

Highlight des Tages: Sonnenuntergang

9. August 2020

Ein herrlicher Tag in der Silvretta

Ein Sternenhimmel begrüsste mich, als ich ziemlich früh aufstand und zum Sonnenaufgang hinauf zum Silvretta Stausee auf die Bielerhöhe fuhr. Ich blieb dort für ein Foto des Stausees mit Blick zu den markanten Bergen Kleiner Piz Buin mit dem Ochsentaler Gletscher, dem Silvrettahorn mit dem Silvrettagletscher und der Schattenspitze. Der 3.312 Meter hohe Piz Buin liegt auf der Grenze Österreich und der Schweiz, ist der dritthöchste Berg der Silvretta und der höchste in Vorarlberg.

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Silvretta in der blauen StundeSilvretta: Gross Litzner, Grosses Seehorn und Klein Litzner

Als ich mich so umschaute, dachte ich mir, dass für den Sonnenaufgang eine Perspektive etwas weiter unten am Silvrettapass wohl interessanter wäre. Ich fuhr ein paar Kilometer weiter und fand dann auch einen schönen Standpunkt mit perfektem Blick auf die Berge und wenigstens etwas Vordergrund. Nun befand ich mich bereits in Vorarlberg; die Grenze zu Tirol verläuft genau auf der Bielerhöhe. Das Panorama mit den spektakulären Bergen Gross Litzner, Grosses Seehorn und Klein Litzner gefiel mir ausgesprochen gut und ich wurde mit ganz herrlichem ersten Licht auf den Bergspitzen verwöhnt. Was für ein toller Morgen ! Zum Abschluss hielt ich nochmals am Silvrettastausee an, wo nun auch das Silvrettahorn und die Schattenspitze schönes Morgenlicht hatten.

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Silvretta: Gross Litzner, Grosses Seehorn und Klein LitznerJeepy in der Silvretta :)Silvrettastausee, Silvrettahorn und Schattenspitze

Danach fuhr ich zurück und machte einen kleinen Schlenker zum Stausee Kops, um zu sehen, wie dort das Licht am Morgen fiel. Nicht ideal. Vor dem Frühstück fuhr ich dann im Gym noch eine Stunde Rad und ging dann frühstücken.

Es gab wie immer alles, was das Herz begehrte: Rührei mit Speck (oder andere Eierspeisen auf Bestellung), Müsli, viel frisches Obst, Brot, Müsli, Scheibenkäse, Wurst, Tiroler Speck, Gurken, Tomaten und einen leckeren Latte Macchiato. Ich liess mir Zeit und frühstückte ausgiebig – ist ja schliesslich auch meine tägliche Hauptmahlzeit .

Nach dem Frühstück wollte ich dann mit dem E-Bike zur Heilbronner Hütte fahren. Der Weg führte zunächst hinauf bis zum Stausee Kops und zweigte dann ab ins Verbella Tal, das zu Vorarlberg gehört. Von hier hat man bereits schöne Ausblicke ins Tal und kann sogar einige Kehren des Silvrettapasses erkennen. Das saftige Grün der Weiden begeisterte mich wieder mal sehr – der Regen hat halt auch etwas gutes!

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Valbella TalBlick zum SilvrettapassMein E-Mountainbike on Tour :)Valbella Tal, Silvretta, Vorarlberg

Ich kam bis zur Verbellaalp, wo ich an einem kleinen Teich verweilte. Ich war verwirrt: eigentlich sollte es möglich sein, bis zur Heilbronner Hütte mit dem Velo zu fahren, aber ich sah nur noch einen schmalen und ziemlich steilen Wanderweg, der hinauf zur Hütte führte. Seltsam. Schade, so machte ich mich wieder auf den Weg zurück durchs Verbella Tal. Wie ich später heraus finden sollte, ging der Forstweg viel weiter links weiter. Ich hab es schlicht und einfach nicht gesehen – blind wie ein Dosenfisch... Na, das muss ich dann nochmal später probieren!

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ValbellaalpValbellaalp, VorarlbergEin dickes Murmeli :)Noch ein dickes Murmeli :)

Kurz vor Galtür habe ich einen Jäger getroffen, der Murmeli beobachtete. Kleine dicke Kerlis, die sich auf Felsen in der Sonne aalten und die Wärme genossen. Leider hatte ich auf der Velotour nur die kleine RX100 mit maximal 200mm dabei und dementsprechende Suchbilder sind es dann auch geworden. Aber es war schön, mal ein paar der Dickies zu sehen .

Ich blieb eine Weile im Hotel, ass etwas Käse und duschte. Ich sollte tatsächlich mal Glück mit dem Abendlich haben und schnappte mir nochmal das E-Bike und fuhr mit Fotorucksack und Stativ hoch zum Stausee Kops. Mit dem Gepäck auf dem Rücken bin ich öfter mit Tour Unterstützung gefahren und das machte es schon wesentlich leichter. Schliesslich will ich ja fotografieren und keinen Sport mehr machen .

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Gorfenspitze bei Galtür

Rund um den Stausee fand ich im warmen Abendlich einige schöne Fotostellen und fuhr dem Schatten immer weiter voran. Zum Sonnenuntergang fand ich dann eine schöne Stelle an einem Bach mit Blick zur markanten Gorfenspitze, die hier mein erklärter Lieblingsberg ist. Die sieht einfach super aus!

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Stausee Kops, VorarlbergVorarlberg

Ich hielt fest, wie das Licht erst goldig war und dann tiefrot. Wie schön die Gorfenspitze dabei aussah! Ich freute mich über die Fotos und den schönen Tag und rollte in der Dämmerung zurück ins Hotel.

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Gorfenspitze zu SonnenuntergangGorfenspitze, TirolSonnenuntergang Gorfenspitze

Highlight des Tages: Sonnenauf- und Sonnenuntergang – endlich mal!

10. August 2020

Sonnenaufgang am Stausee Kops und E-Bike Tour ins Jamtal

Auch heute Morgen war das Wetter wieder gut und ich stand um kurz vor fünf Uhr auf, um zum Stausee Kops zu fahren. Leider war es etwas windig und es gab keine Spiegelung und so machte ich nur ein paar Aufnahmen während der blauen Stunde und wechselte den Standort.

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Stausee Kops in der blauen StundeBlick nach Partenen zur Silvretta

Der Blick ins Tal Richtung Partenen zum Sonnenaufgang war recht ansprechend und ich freute mich, als die Berge rot zu leuchten begannen. Ich wechselte eine ganze Zeitlang zwischen den beiden Standorten und mir gefiel auch die Bildkomposition mit der Staumauer und den im Morgenlicht liegenden Bergen. Etwas unschön sind die Pisten, die sich wie Narben in die Berge gefressen haben .

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Sonnenaufgang in der SilvrettaStaumauer Kops im SonnenaufgangslichtBlick nach PartenenSonnenaufgang am Stausee Kops, VorarlbergBlick ins Valbellatal

Es war ein schöner Morgen mit guter Ausbeute und ich kehrte ins Hotel zurück, wo ich zunächst Milchkaffee trank und dann 45 Minuten im Gym Velo fuhr. Frisch geduscht stärkte ich mich für den Tag mit einem gesunden Frühstück. Für mich ist das ein guter Ablauf und der Sport am Morgen tut mir gut .

Das Wetter war immer noch strahlend schön und ich schnappte mir mein E-Bike und fuhr ins Jamtal bis hinauf zur Jamtalhütte. Das Jamtal ist ein sehr malerisches Tal und während der Fahrt hat man den Jamtalferner stets im Blick. Es ist eine relativ kurze Strecke von 10 Kilometern, die dabei aber 880 Höhenmeter überwindet – ich bin gut ins Schwitzen gekommen !

Der Jamtalferner hat sich leider auch schon stark zurück gezogen, sieht aber immer noch schön aus, weil die Jamtalhütte noch in Vegetation liegt und nicht in einer Geröllwüste. Es gab überall bunte Blumen und der Gletscherbach war ein willkommenes Bildelement.

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Blick zum JamtalfernerBlick zurück nach GaltürDer letzte steile Anstieg zur Jamtalhütte

Nach einem letzten sehr steilen Anstieg erreichte ich die Jamtalhütte und gönnte mir ein kühles Radler. Herrlich nach der Anstrengung an diesem heissen Tag! Im Tal waren es heute 35 Grad , aber hier oben und in Galtür war es erträglich. Danach wanderte ich noch einige hundert Meter den Wanderweg Richtung Gletscher entlang, bis mir ein Wasserfall den Weg versperrte. Neeee, da wollte ich mit meinen Sandalen nicht durch – viel zu kalt für meine nackten Füsse – ja ich bin da eine Memme !

Ich fuhr zurück bis Galtür und machte noch eine Tour ums Tal, um wenigstens 30 Kilometer zu erreichen. Dann war ich mit meiner Leistung zufrieden .

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Gletscherbach und JamtalfernerBlick zum JamtalfernerJamtalferner, TirolMurmeli sonnt sich :)

Zurück am Hotel holte ich mir die RX10 IV und fuhr zu den Murmelis. Kurze Zeit später kam der Jäger und wir hatten einen netten Plausch, während wir die Dickies beobachteten. Sie lagen wie schon gewohnt faul auf den Felsen in der Sonne, aber selbst mit 600mm konnte ich nicht wirklich gute Fotos machen .

Langsam zogen dicke Wolken auf und nach einer Runde durch das Tal kehrte ich zurück ins Hotel. Es war schon abzusehen, dass es heute nichts werden würde mit dem Sonnenuntergang und so verbrachte ich den restlichen Tag auf dem Balkon und später mit Reisebericht schreiben.

Highlight des Tages: Sonnenaufgang am Stausee Kops

11. August 2020

E-Bike Tour am Silvretta Stausee

Das Wetter war auch heute Morgen wieder fabelhaft, aber ich blieb mal nach fünf Tagen hintereinander früh aufstehen liegen und ging bereits um acht Uhr frühstücken. Die Wetterlage hatte sich ein wenig geändert und es sollte nun ab dem Nachmittag bewölkt sein. Und so wollte ich meine Velotour früher am Morgen starten.

So schwang ich mich dann auch um halb zehn Uhr auf mein Bike und fuhr hoch zur Bielerhöhe am Silvretta Stausee. Es geht immer leichter und ich fahre immer mehr nur im Eco Modus und maximal Tour bei grösseren Steigungen. Fühlt sich toll an !

Einen ersten Stopp machte ich an den Fischereiseen kurz hinter Galtür, wo sich die Berge im klaren Wasser herrlich spiegelten. Eigentlich auch ein Motiv für den Sonnenaufgang – mal sehen, ob da nochmal etwas geht.

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Fischereiseen Galtür, Tirol

Oben auf der Bielerhöhe machte ich eine Pause und bewunderte wieder mal das Panorama. Auch hier spiegelten sich die Berge – herrlich!

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Silvretta Stausee, BielerhöheBlick zur Bielerhöhe
Silvretta Stausee Panorama Bielerhöhe

Anschliessend fuhr ich ein Stück den Weg zur Wiesbadener Hütte. Bis zum Ende des Stausees gab es immer wieder tolle Aussichten, aber es waren auch viele Wanderer unterwegs. Ich fuhr ein kleines Stück in das Tal hinein, aber es wurden irgendwann einfach zu viele Wanderer, so dass ich kaum noch intensiv fahren konnte und natürlich auch nicht die Wanderer stören wollte. Daher fuhr ich zurück zur Bielerhöhe und noch ein Stück in ein Seitental.

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Tal zur Wiesbadener HütteBlick zum Silvretta Stausee & Bielerhöhe

Ein letzter Blick zurück auf den Silvretta Stausee und die Bielerhöhe und ich fuhr zurück nach Galtür. Das Wetter sah noch gut aus und ich wollte noch eine sportliche Tour nach Ischgl machen. Der Ort ist allerdings mehr als mega touristisch und hat mir überhaupt nicht gefallen . War ich froh, dass ich mich für das idyllische Galtür entschieden hatte ! Auf dem Rückweg kippte das Wetter und ich wurde mit Starkregen ausgebremst. Nach einer halber Stunde unter einem Schuppen erreichte ich das Hotel, wo ich gleich im Gym verschwand. Einen Sonnenuntergang gab es nicht.

Highlight des Tages: die Tour am Silvretta Stausee

12. August 2020

Sonnenaufgang in Galtür & Silvretta 3-Seen Runde mit dem E-Bike

Den Sonnenaufgang heute nahm ich nochmal mit, denn es kündigte sich eine Wetterverschlechterung an. Ich fuhr mit dem E-Bike auf einen Standpunkt leicht erhöht über Galtür mit Blick zum Jamferner, zur Gorfenspitze und zur Ballunspitze. Galtür ist ein putziges Dorf und sieht vor allem mit den markanten Gorfen- und Ballunspitze malerisch aus . Wirklich fantastisch.

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Blaue Stunde in GaltürGorfenspitze & Ballunspitze in GaltürSonnenaufgang JamfernerGaltür im SonnenaufgangGaltür mit GorfenspitzeGaltür mit Ballunspitze

Wie immer fotografierte ich von der blauen Stunde bis zum Sonnenaufgang. Der Jamferner bekam kein allererstes Licht ab und ich verwarf meinen insgeheimen Plan, mal mit dem E-Bike und Fotoausrüstung morgens in das Tal zu fahren. Ich beobachtete und fotografierte, wie die Berge immer goldiger wurden und das Morgenlicht sich seinen Weg in das Tal Richtung Dorf bahnte.

Kurz bevor das ganze Tal und das Dorf goldig glühten, gelang mir wenigstens einmal ein Sonnenstern, als die Sonne sich über die Berge schob. Nicht gerade das tollste Motiv, aber insgesamt eine schöne Lichtstimmung am Morgen. Mit zwei Fotos von Galtür mit den Bergen im schönsten Morgenlicht beschloss ich meine Fotosession und fuhr happy zurück ins Hotel.

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Sonnenaufgang PaznauntalGorfenspitze & Ballunspitze in Galtür

Heute fuhr ich nicht im Gym Velo vor dem Frühstück, denn ich hatte mir heute die Silvretta 3-Seen Runde vorgenommen, die über den Silvrettapass von Partenen gehen sollte: 33 Kehren standen mir bevor ! Mit dem normalen MTB würde ich das nie schaffen, aber auch mit dem E-Bike fuhr ich die Strecke sportlich und habe nach der Tour sowohl Muskeln als auch meinen Pöppes gespürt .

Die Tour geht zunächst hoch zum Stausee Kops, wo die Weidenröschen blühten und sich gut im Vordergrund machten. Wo ich vorher bereits ins Valbellatal abgebogen bin, ging es nun geradeaus und mit vielen Kurven knapp sieben Kilometer steil hinunter Richtung Partenen. Unterwegs konnte ich bereits erste Blicke auf die Kehren der Silvretta Passstrasse werfen – ich hatte Respekt !

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Silvretta 3-Seen Runde: Kops StauseeSilvretta 3-Seen Runde: Stausee Kops33 Kehren!!Blick auf Silvretta Passstrasse

Bei Kehre 2 kam ich an der Passstrasse an und machte eine kurze Verschnaufpause für den Aufstieg. Am Anfang ging es noch mässig bergauf und ich kam gut voran, doch dann kamen die Kehren und ich fuhr im Tour Modus. Eco Modus wäre aufgrund des höheren Gewichts des E-Bikes mit einem normalen Mountainbike vergleichbar gewesen und dass hätte ich vermutlich nicht geschafft und wäre nur gefrustet gewesen . Aber auch im Tour Gang war das Fahren schweisstreibend und ich spürte meine Muskeln . Bei Kehre 23 pausierte ich erneut, weil man von hier den besten Blick hinunter auf die Kehren hat. Ich freute mich über das, was ich bereits geschafft hatte, aber es lagen ja noch 10 weitere Kehren vor mir!

Ich erreichte mit dem Vermuntstausee den 2. See der Runde. Auch dieser See hat eine schöne türkise Farbe, aber ich fand ihn als Fotolocation für morgens oder abends nicht ganz so ideal. So fuhr ich die letzten Kehren hoch, passierte die Stelle vom ersten Sonnenaufgang und erreichte schliesslich den Silvretta Stausee als dritten See. Ein Dokufoto für die Runde musste sein und ich fuhr rasant den Pass hinunter nach Galtür zurück.

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Silvretta PassstrasseBlick hinunter Silvretta PassstrasseSilvretta 3-Seen Runde: VermuntstauseeSilvretta 3-Seen Runde: Stausee VermuntSilvretta 3-Seen Runde: Silvretta Stausee

Insgesamt waren es 38 km mit 1463 Höhenmetern bergauf. Für mich mit dem E-Bike machbar, aber ich war trotzdem ziemlich ausgepowert !

Aber anscheinend noch nicht genug, denn als es am Nachmittag schliessig voll bewölkt war, machte ich noch eine Traininungsrunde im Gym. Manchmal wundere ich mich über mich selber .

Zumindest gönnte ich mir heute aber ausnahmsweise mal ein kleines Stück Apfelstrudel, der in der Nachmittagsjause inkludiert ist, mit einem Weinchen. Wegen des Zuckers lasse ich das aber so gut wie immer aus. Den Rest des Tages verbrachte ich im Hotel.

Highlight des Tages: die Silvretta 3-Seen Runde

13. -15. August 2020

Regen, eine E-Bike Tour ins Lareintal und Bienenstiche

Der angekündigte Wetterumschwung kam in der Nacht und so gab es nach den vielen sonnigen Tagen zuvor heute keinen Sonnenaufgang. Also musste vor dem Frühstück wieder das Fitnessvelo im Gym herhalten für das Morgentraining.

Es war ein voll bewölkter Tag, aber trocken. So fuhr ich mit der Gondel auf den Alpkogel und suchte nach Standpunkten für den Sonnenuntergang. Freundliche Kühe beobachten mich dabei. Ich lief halb wieder runter und nahm dann den Bus zurück nach Galtür. Zum Laufen habe ich wirklich nicht mehr viel Lust seit ich Velo fahre !

Es war am Nachmittag immer noch trocken und ich schnappte mir das E-Bike und machte eine Tour auf den Alpkogel. Ich wollte zum Kops Stausee, aber die Skipiste runter war mega steil . Irgendwie kam ich aber doch unten und in Galtür an. Es fing an zu regnen und ich blieb im Hotel.

Der 14. August war ein kompletter Regentag, der aber ein ganz besonderes Highlight am Ende des Tages für mich bereit hielt. Es lief das Champions League Finalturnier und meine Bayern schlugen Barcelona sage und schreibe 8:2 ! Was für ein Sieg gegen dieses grosse Team – wer sollte uns nun noch aufhalten ?

Der 15. August begann trüb und ich trainierte eine Stunde lang im Gym. Nach dem Frühstück war ich irgendwie lustlos, raffte mich aber doch auf und machte eine E-Bike Tour ins Lareintal. Es war mittlerweile teilweise sonnig und so machte mir die Tour auch Spass.

Nach einer ganzen Weile Aufstieg erreichte ich den kleinen Stafeliweiher, den ich nicht ganz so idyllisch fand. Er wurde von einem Grillplatz dominiert und die Ufer waren mit einer Umrandung befestigt. Nee, das gefiel mir nicht .

Auf dem Weg zur Lareinalm gibt es einige Stellen mit schönen Ausblicken ins Paznauntal. Angekommen an der Alm ging es erstmal durch eine 'Kuhscheissstrasse' (Veloputzen war angesagt!) und dann am schönen Gletscherbach entlang weiter ins Lareintal. Am Ende des Tales sind wenige Reste vom Lareinferner zu sehen; mich macht so ein Anblick wirklich immer traurig, aber der Gletscherschwund ist wohl in den Alpen nicht mehr aufzuhalten .

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Blick ins PaznauntalAn der LareinalpIm Lareintal, Tirol

Ich fuhr einige Kilometer in das Tal hinein und bewunderte die glücklichen Kühe und die Bergidylle. Das Licht war nicht ganz so toll, aber für ein paar Fotos hat es gereicht. Insgesamt waren es nur 16 Kilometer und dabei knapp 400 Höhenmeter – eine nette kleine Tour.

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Lareintal, TirolLareintal mit LareinfernerKleiner Zeinissee

Am Nachmittag wollte ich mir den kleinen Zeinissee anschauen und fuhr hoch zum Stausee Kops. Von dort führt ein ziemlich schlechter Pfad hinauf zum Seeli und ich fuhr ihn mit dem Bike so weit es ging, bis ich das letzte Stück zu Fuss hoch lief. Der See ist wirklich schön mit der Gorfenspitze im Hintergrund. Ein perfekter Ort für den Sonnenuntergang!

Auf dem Rückweg kurz vorn Galtür passierte es dann: zwei Bienchen verfingen sich zwischen meinen Haaren und dem unteren Helmrand und stachen mich in die linke Stirnseite neben dem Auge und am rechten Ohr . Ich geriet etwas in Panik, da ich Angst hatte, sie würden unter meine Brille geraten. Also hielt ich panisch an, nahm den Helm ab und bat eine Gruppe Leute, die gerade aus einem Restaurant kamen, um Hilfe. Zu meinem Glück waren sie nicht Corona paranoid und zogen mir beide Stachel raus. Sie blieben sogar noch ein paar Minuten, bis ich mich wieder beruhigt hatte. Sehr nett und unbekannterweise hier nochmal vielen Dank ! Schade, dass die Bienchen nun sterben müssen – so unnötig !

Der Intersport war nebenan und ich ging hinein zum Bremsbeläge wechseln lassen und die freundlichen Mitarbeiter gaben mir Arnika Gel zur Erstbehandlung der Stiche und ein Glas Wasser. Ein Mitarbeiter der Werkstatt meinte, die Bremsscheibe wäre zu dünn und müsste gewechselt werden. Okay. Ich fuhr dann los und hatte kurze Zeit später Motoraussetzer und das Display zeigte Error an ! Ich fuhr zurück zum Intersport und ein Mitarbeiter schaute es sich an. Ups, wo ist denn der Magnet, der den Motor regelt? An meinem Bulls ist der nicht an der Speiche, sondern in der Bremsscheibe. Und da war dann auch der Magnet auf meiner alten Bremsscheibe ! Da sie keine passende da hatten, wurde die alte wieder montiert und ich bekam mein Geld zurück.

Das Wetter war jetzt ziemlich sonnig und trotz der Stiche wollte ich diesen Sonnenuntergang noch mitnehmen. Also nahm ich den Jeepy und fuhr auf den Parkplatz vom Alpkogel unterhalb des Gipfels. Anstrengung mit dem E-Bike brauchte ich jetzt nicht mehr... Das warme Licht war sehr schön und der blaue Himmel wurde von hübschen Wolken garniert. Am Berg gegenüber gab es sogar die Andeutung eines Wolkenfalls.

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Sonnenuntergang vom AlpkogelBlick nach Galtür vom AlpkogelGaltür, Tirol

Das letzte Licht des Tages war heute mal sehr intensiv – langsam ging der Sommer ja auch dem Ende entgegen! Die schöne Gorfenspitzte war in fantastisches rotes Licht getaucht und die Wolken zauberten tolle Muster in das Tal. Ich war froh, dass ich diesen Sonnenuntergang noch gemacht habe und fuhr happy zurück ins Hotel.

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Gorfenspitze vom Alpkogel, TirolSonnenuntergang Gorfenspitze

Den Rest des Abends habe ich dann die Stiche gekühlt und mit Antihistaminsalbe gecremt. Nach der Aufregung war ich ziemlich fertig und ging früh schlafen.

Highlight des Tages: der schöne Sonnenuntergang

Im nächsten Kapitel könnt Ihr lesen, wie ich die zweite Hälfte meiner Zeit in Galtür verbracht habe.

Ein bisschen Werbung für meine Kalender: mittlerweile gibt es von mir Kalender mit Fotomotiven aus Basel & Laufenburg, Äussere Hebriden (Schottland), Hawaii (USA), dem Südwesten der USA, Tasmanien (Australien), Neuseeland, der Schweiz, von den Kanarischen Inseln allgemein, El Hierro, La Palma, der Karibik, Norwegen, Indonesien, Namibia und Ostafrika.

Fotokalender Sandra Schänzer

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