Kaunertal in Tirol

5. - 8. August 2020

5. August 2020

Zurück in Österreich im Kaunertal

Drei Tage in Laufenburg (Zuhause mag ich nicht wirklich dazu sagen... ) reichten mir und da das Wetter gut aussah, fuhr ich schon wieder zurück nach österreich ins Kaunertal. Die Fahrt nach Mandarfen, wo ich das Hotel Edelweiss in Feichten gebucht hatte, dauerte 3,5 Stunden und das Tal begeisterte mich schon bei der Durchfahrt.

Im Hotel gab es für mich ein typisches Einzelzimmer mit schmalen Bett, Sofa und Tisch. Der Raum war etwas dunkel, da die Fenster oben waren; einen Stuhl und Balkon suchte ich vergebens. Das Bad war modern und alles sauber; WiFi war gut. Für die drei Tage war das okay und ich hätte nach einem Tag auch in ein Doppelzimmer wechseln können, doch das lohnte sich wirklich nicht für die kurze Zeit.

Diashow Hotel Edelweiss Feichten Kaunertal (Klick für grössere Bilder):
Hotel Edelweiss vom Adlerblick :)

Beim Einchecken bekam ich die Kaunertaler Summercard, die ich an der Mautstation zur Kaunertaler Bergfreiheit für 40 Euro für sechs Tage inklusive Gletscherstrasse (sonst 25 Euro), der Gondel am Gletscher sowie den Bahnen in Fendels, erweiterte. Ein guter Deal!

Ich machte eine Erkundungsfahrt über die Kaunertaler Gletscherstrasse bis ganz nach oben zur Talstation der Gondel. Nach ungefähr einem Drittel der Strecke erreichte ich den Gepatschstausee, der wie so viele andere Stauseen durch das Gletscherwasser eine unglaublich schöne türkise Farbe hat. Die Staumauer ist 153 Meter hoch! Weidenröschen blühten und boten einen tollen Vordergrund für den Blick über den See bis zu den Gipfeln der Weissseespitze und Fluchtkogel.

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Gepatschstausee im Kaunertal, TirolBlick über den GepatschstauseeBlick zurück ins Kaunertal

Immer wieder genoss ich Aussichten von der Gletscherstrasse in dieses unglaublich schönes Tal mit tollen Gletschern und frisch mit Schnee überzuckerten Berggipfeln. Es hatte am Tag vorher geregnet und in oberen Lagen geschneit – was für ein Glück !

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Kaunertaler GletscherstrasseBergwelt im Kaunertal

Oben an der Talstation der Falginjochbahn erwartete mich dann der schon gewohnte Anblick von Geröllwüste, Skiliften und Planen von abgedeckten Gletscherresten . Wirklich Schade, dass sich die Gletscher auf dieser Höhe bereits so zurück gezogen haben – ich wünschte, ich wäre schon mal mit Gerd vor 10 Jahren hier gewesen!

Ich ging hinüber zur begehbaren Gletscherspalte, was ziemlich rutschig war mit dem Neuschnee und Sommerwanderschuhen! Innen ist es leider auch nicht mehr so Gletscherblau und man sieht den Schwund deutlich – trotz der Versuche, dies mit Abdeckplanen aufzuhalten. Mich macht das immer traurig, dass wir diese Schönheit der Gletscher wahrscheinlich bis zum Ende des Jahrhunderts verloren haben werden . Na ja, ich werde es nicht mehr erleben .

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Begehbare Gletscherspalte, KaunertalBegehbare Gletscherspalte, Kaunertal, Tirol

Auf dem Rückweg hielt ich am Aussichtspunkt Zirbenwald an – Zirbe ist übrigens die österreichische Bezeichnung für unsere Arven in der Schweiz . Dort ist eine Art Holzkino aufgebaut mit Sitzen und einem Rahmen. Toll gemacht und ganz sicher Fotos und einen Besuch wert!

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Aussichtspunkt Zirbenwald, KaunertalBlick auf Gepatschstausee, Kaunertal, Tirol

Die restliche Fahrt wurde von einer Herde Kühe ausgebremst, die gemächlich über die Strasse schlenderten und sich von den Autos nicht aus der Ruhe bringen liessen . Anscheinend schmeckt auch der Aussenspiegel vom Jeepy gut – zumindest eine Kuh war begeistert von ihm . Ich hoffte nur, dass die Kühe bis zum nächsten Morgen nicht mehr auf der Strasse sein würden...

Zurück im Hotel wartete ich auf etwas besseres Licht und nahm dann das E-Bike hinauf zum Aussichtspunkt Adlerblick. Der Name ist Programm und man wird von einem riesigen geschnitzen Adler begrüsst. Der Blick ins Tal nach Feichten und durch das Kaunertal ist mega schön und die frisch beschneiten Berggipfel machten sich gut im sanften Abendlicht.

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Aussichtspunkt Adlerblick KaunertalKaunertal, Tirol

Doch das allerletzte rote Licht war mir wieder mal nicht vergönnt und es wurde immer fahler. So fuhr ich zurück ins Hotel und liess den Tag ausklingen.

Highlight des Tages: die Kaunertaler Gletscherstrasse

6. August 2020

Enttäuschender Sonnenaufgang und ein schöner Wandertag

Bereits um kurz vor fünf Uhr machte ich mich auf den Weg und fuhr die die Gletscherstrasse hoch. Ich hatte mir gestern einen Standpunkt ausgesucht, aber zu meinem Entsetzten gab es ein geschlossenes Tor nach Punkt 20 kurz vor der Ochsenalm und ich konnte es auch nicht öffnen .

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Blaue Stunde im KaunertalMondstern im Kaunertal :)

Ich war nun etwas tiefer und musste versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Noch enttäuschter war ich, als ich sah, dass der Gepatschferner und die Berge wie der Fluchtkogel nicht das erste schöne Licht bekommen würden und die Berge auf der anderen Seite für mich nun etwas zu tief waren . So war die Ausbeute dieses Morgen sehr bescheiden, aber etwas konnte ich immerhin machen.

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Sonnenaufgang im Kaunertal

Mit einem etwas langen Gesicht fuhr ich zurück ins Hotel und frühstückte. Es gab frische zubereitete Eierspeisen nach Wahl, Brot, Müsli, Obst, Joghurt, Käse, Wurst, Marmelade und Gemüse sowie leckeren Latte Macchhiato aus dem Vollautomaten.

Nach dem Frühstück brauchte ich Bewegung und fuhr mit dem E-Bike bis hinauf zum Gepatschhaus. Ich wollte zunächst rund um den Stausee fahren, aber die rechte Uferseite war ab der Hälfte gesperrt – leider ohne jegliche Info . So kehrte ich wieder um und fuhr die gewohnte Strecke weiter. Der See lag sehr ruhig da und es gab fast eine Spiegelung. Die Farben sowohl vom See als auch der saftigen Wiesen begeisterten mich mal wieder sehr.

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Feichten im KaunertalGepatschstausee im KaunertalBlick zurück ins KaunertalBeim Gepatschhaus im KaunertalGepatschferner

Es war eine schön Velotour und nach einer kleinen Pause im Hotel, nahm ich das Auto bis zu Punkt 25. Von hier aus wanderte ich zu den Seelesseen; eine kurze und einfache 30-minütige Wanderung den Berg hinauf. Die Seelesseen sind wirklich sehr idyllisch und einige kleinere Tümpel waren so ruhig, dass es schöne Spiegelungen gab. Ich verweilte eine ganze Zeit am See, ass meinen Couscoussalat und wanderte dann zurück.

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Seelesseen im KaunertalSeelesseen im Kaunertal

Eigentlich wollte ich heute mit der Falgingjochbahn fahren, aber es war mir nun schon wieder zu wolkig und ich verschob den Ausflug auf morgen. So vertrieb ich mir etwas weiter unten noch ein wenig die Zeit und lief ein Stückchen des Wanderweges Richtung Fernergarten. Auf einer Weide hatten sich einige Kühe recht malerisch vor der schönen Bergkulisse posiert und das war mir ein paar Fotos wert. Sehr hübsche Kühe übrigens, vor allem die schwarzen mit dem kecken Haarschnitt .

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Kühe im KaunertalAttraktive Kuh :)

Ein letzter Stop am Aussichtspunkt zur Urflschlucht mit dem netten Wasserfall und ich fuhr zurück ins Hotel. Heute gönnte ich dem Jeepy auch mal ein Foto; nicht immer nur mein E-Bike .

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Kühe im KaunertalUrflschlucht
Jeepy im Kaunertal :)

Es wurde wieder wolkig und ich verbrachte den Rest des Tages im Hotel und bei einem Viertel Wein auf der Terrasse. Ein drittes Mal an einem Tag wollte ich die Strasse heute nicht nochmal fahren.

Highlight des Tages: die hübschen Seelesseen

7. August 2020

Endlich Sonnenaufgang und Wanderung zum Verborgenen See

Ich wollte wegen des geschlossenen Tores gestern nicht aufgeben und versuchte es heute nochmal. Und voila – das Tor war offen ! So fuhr ich hoch zu Punkt 24, von wo der Blick schön über einige Wasserfälle bis hin zu Weissseespitze und Wiesjaggeskopf. Ein schönes Panorama!

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Die Weissseespitze bekam auch das erste rote Licht ab und ich freute mich über die gelungene Zeit nach der Enttäuschung gestern. Die Berge fingen an, herrlich intensiv rot-orange zu glühen und ich suchte mir immer wieder andere Bildkompositionen. Gesellschaft hatte ich von ein paar Kühen an der Bank, die friedlich und freundlich beobachteten, was Blondie da so macht .

Zum Schluss schaute ich noch bei den Rifflbach Wasserfällen vorbei, aber für ein gutes Foto war die Perspektive zu ungünstig. Aber ein kleiner Bach machte sich auch gut im Morgenlicht.

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Heute fuhr ich mit einem Lächeln im Gesicht zum Hotel. Nach dem Frühstück fuhr ich gleich wieder los, denn der Himmel war immer noch fast wolkenlos. Auf dem Weg zur Talstation der Falgingjochbahn machte ich einen Halt am superschönen Weisssee, wo sich die Berge nahezu perfekt im Wasser spiegelten. Das wäre auch eine schöne Location für den Sonnenaufgang und das würde ich morgen probieren .

Die Gondelfahrt bis zum Falgingjoch dauert nur wenige Minuten und ist in der Kaunertaler Bergfreiheit Karte enthalten; sonst wären satte 19,50 Euro fällig gewesen. Oben am Joch kann man eigentlich nichts machen, ausser ein paar Minuten die Aussicht geniessen und zwischen Österreich und Italien zu pendeln – die Landesgrenzen verlaufen genau auf diesem Kamm. Es gibt lediglich einen Bergsteigerpfad, aber so richtig mit Seil und Sicherung. Auf der Fahrt nach unten konnte ich noch einen guten Blick auf den Eingang zur Begehbaren Gletscherspalte mit den Planen werfen.

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Weisssee im Kaunertal, TirolFalgingjochbahn, KaunertalGrenze Österreich und Italien auf dem FalgingjochEingang zur Gletscherspalte

Ich nahm die nächste Gondel wieder zurück und parkierte den Jeepy am Punkt 26. Hier startet die Wanderung zum Verborgenen See. Als ich loslief, merkte ich, dass ich meine Sonnencreme vergessen hatte an diesem sonnigen und heissen Tag . Na toll . Zurückfahren würde zu lange dauern und so fragte ich eine Familie auf dem Wanderweg, ob sie etwas Sonnencreme für mich haben. Glücklicherweise hatten sie und ich bedankte mich herzlich.

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Wanderung zum Verborgenen See, KaunertalVerborgener See, Kaunertal, Tirol

Für den Aufstieg zum See mit 298 Höhenmeter Unterschied brauchte ich 50 Minuten. Und es hat sich wirklich gelohnt: der See ist absolut idyllisch mit dekorativem Wollgras im Vordergrund und Blick zu den Bergen wie die mächtige Ölgrubenspitze. Am See blieb ich eine Weile und unterhielt mich unterhaltsam mit einem Paar aus Sachsen.

Schliesslich lief ich zurück zum Parkplatz; insgesamt waren es knapp 5 Kilometer und eine wirklich schöne Wanderung durch ein hübsches Tal mit dem malerischen Verborgenen See als Höhepunkt.

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Verborgener See, Kaunertal
Glückliche Kühe in Tirol

Noch hatte ich nicht genug und machte daher einen Teil der Wanderung zum Fernergarten. Man hat vom ersten Teil aus wunderbare Blicke auf den Gepatschferner und die roten Felsen. Zur anderen Seite erstreckt sich der Gepatschstausee – ein wunderbares Panorama. Das Kaunertal gefällt mir tatsächlich bisher am besten! Dekorative Kühe bekam ich heute auch nochmal. Ich bin froh, dass sie hier im Kaunertal so friedlich sind.

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Blick zum GepatschstauseeRote Felsen und Gepatschferner, KaunertalGepatschferner im Kaunertal
Kaunertal Panorama

Ich kehrte zurück ins Hotel, duschte und fuhr dann zum Sonnenuntergang zum Gepatschstausee mit Blick zur Weissseespitze. Es gab leider keine perfekte Spiegelung, aber immerhin hatte ich Abends mal etwas Licht. Nur bis ganz zur Farbexplosion am Ende hat es auch heute wieder nicht gereicht. Ganz nette Fotos, aber sicherlich kein fotografisches Highlight .

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Sonnenuntergang am GepatschstauseeGepatschstausee mit Weissseespitze, Tirol

Highlight des Tages: Wanderung zum Verborgenen See

8. August 2020

Sonnenaufgang am Weisssee und Weiterreise ins Paznauntal nach Galtür

Auch heute Morgen wurde ich von einem klaren Nachthimmel begrüsst und fuhr noch ein weiteres mal die Kaunertaler Gletscherstrasse hoch bis zum Weisssee, so wie ich es mir vorgenommen hatte. Aber auch heute hatte ich wieder etwas Pech und der See war trotz kaum Wind unruhig und es gab keine Spiegelung ! Am Parkplatz standen rund 20 Camper .

Meine Rettung war ein kleiner Tümpel mit perfekter Spiegelung etwas zurückgesetzt vom See. Aufrund einer bulligen geschnitzten Bank war er zwar nicht ganz ideal vom Bildaufbau her, aber besser als gar nichts . Zumindest wurde das Licht wunderbar rot und die Berge glühten. Die Spiegelung blieb zum Glück bis ich zusammen packte perfekt. Unzufrieden war ich nicht, aber irgendwie habe ich das Gefühl, ich muss nochmal ins Kaunertal kommen und einiges perfektionieren.

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Blaue Stunde am Weisssee im Kaunertal, TirolSonnenaufgang am Weisssee, Kaunertal, TirolPerfekte Spiegelung im Weisssee, KaunertalTal vom Verborgenen See

Das Kaunertal hat mir bisher von dem, was ich gesehen habe, deutlich am besten gefallen. Einfach ein wunderschönes Tal mit herrlichen kleinen Seen und einer unglaublich hübschen Bergkulisse.

Heute fuhr ich weiter nach Galtür ins Paznauntal in das Silvrettagebiet. Was ich dort erlebte, könnt Ihr im nächsten Kapitel lesen.

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Fotokalender Sandra Schänzer

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