Narawntapu NP & Weiterreise aufs Festland

30. Mai 2016

Orange Farbrausch & Weiterfahrt in den Narawntapu NP

Heute Morgen sah es gut aus und wir gaben der schönen Location im Nordwesten eine neue Chance. Die blaue Stunde war in der Tat sehr schön, aber im Norden baute sich eine fette dunkle Wand auf, die das schönste Morgenlicht verhinderte.

Nach einer Weile brachte ich Gerd zurück zum Apartment, aber ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, nochmals an die Location zurückzufahren, da das Licht mittlerweile sehr schön war. Ich wurde nicht enttäuscht und mir gelangen noch einige schöne Langzeitbelichtungen mit den hübschen Felsen.

Danach knurrte auch mir der Magen und ich fuhr zurück zum Apartment, wo Gerd bereits mit einem frischem Apfelpfannkuchen parat war - sehr sehr lecker!

Diashow Hawley House(Klick für grössere Bilder):
Hawley HouseHawley HouseHawley HouseHawley House

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg Richtung Norden, wo wir die nächsten drei Tage verbringen würden. Die Fahrt bis Hawley Beach bei Port Sorell dauerte rund drei Stunden. Unsere Unterkunft war das Hawley House*, eine historische Unterkunft, die zu einer anderen Zeit durchaus hätte heimeliger wirken können. Sophie empfing uns nach einer Weile in einer dicken Daunenjacke und zeigte uns das Haus, den Garten und unser Zimmer. Dieser Zimmertrakt gehörte den ehemaligen Ställen an und war auch leider etwas dunkel. Eigentlich passte es alles ganz gut zur Unterkunft, aber richtig wohlfühlen konnten wir uns aufgrund der Kälte und Spinnweben nicht wirklich.

Wie auch immer, wir liessen den Abend am Strand, der auf der anderen Strassenseite lag, gemütlich ausklingen und gingen einigermassen früh zu Bett.

Highlight des Tages: Sonnenaufgang

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Hawley BeachBay of FiresHawley BeachBay of Fires
31. Mai 2016

Narawntapu Nationalpark

Es versprach ein wunderbarer Morgen zu werden und ich war um sechs Uhr auf den Beinen und am Strand. Der Himmel und die Wolken im Nordosten (daran muss man sich hier unten echt gewöhnen!!) leuchteten schnell im dunklen Orange und Rot und es entwickelte sich eine wunderbare Morgenstimmung. Ich traf auf zwei einheimische nette Frauen, mit denen ich mich unterhielt und die sich freuten, dass es uns so gut in Tasmanien gefällt.

Die Sonne ging nicht als Sonnenstern auf, aber dafür waren die Farben im Himmel und in den Wolken umso schöner - ich freute mich über die Fotos!

Ich fuhr zurück ins Hotel und wir gingen frühstücken. Ein Continental Breakfast mit Obstsalat, Joghurt, Toast, verschiedenen Marmeladen und Kaffee oder Tee ist im Preis inbegriffen und man kann für 12 Dollar ein warmes Frühstück dazu bestellen. Wir bestellten ein warmes Frühstück, was Sophie in der Küche zubereitete. Es kam ein grosser Teller mit Speck und Spiegelei und Toast und leider auch zwei langen Haaren.... Die Hunde lassen grüssen. Wir wussten jetzt schon, dass wir auf ein Abendessen verzichten würden - diese ländliche 'Hygiene' mit den Tieren in allen Räumen war uns doch etwas zu viel...

Nach dem Frühstück begann der Spass und wir fuhren um den Rubicon River herum auf die andere Seite in den Narawntapu Nationalpark. Im Visitor Center unterhielten wir uns eine Weile mit der netten Mitarbeiterin, die uns über die im Park grassierende Sarcoptes-Räude bei den Wombats aufklärte. Es sind Milben, die sich unter die Haut graben und im Endeffekt dazu führen, dass die armen Kerlchen erblinden, ihr Fell verlieren und verhungern. Man sieht sie daher auch öfter tagsüber, da sie sich aufwärmen wollen. Wir sahen sowohl einen kranken als auch einen gesunden Wombat - der kleine kranke Wombat brach uns das Herz :( Die medizinischen Mitarbeiter haben kleine Schaukeln über die Erdhöhlen der Wombats aufgebaut, die bei Berührung eine Medizin über sie ausschütten. Das schlug ganz gut an, bis sie sich über zugewanderte Wombats erneut ansteckten. Wir hoffen sehr, dass diese Krankheit in den Griff zu bekommen ist und nicht so fatal endet wie der Facial Tumor bei den Tasmanischen Teufeln

Uns hat der Park trotzdem viel Spass gemacht, da wir hier sehr viele Tiere beobachten konnten. Es gab Filander, Wallabies und Forester Kängurus sowie viele hübsche Vögel. Am weitläufigen Baker's Beach machten wir unsere Mittagspause und genossen den Blick aufs Meer und den Strand entlang.

Danach streiften wir im Park umher und entdeckten dann zwei Adler am Himmel. Gross war die Überraschung, als wir erkannten, dass sich dort ein Weissbrustseeadler mit einem Pfeilschwanzseeadler ein Gefecht lieferte! Gerd gelangen einige Aufnahmen, wo beide Adler zu sehen sind - eine kleine Rarität! Ich widmete mich alldieweil am Strand den Austernfischern, bis sie von mir die Schnauze voll hatten und davon flogen :)

Zum Abschluss des schönen Tages gab es nochmal ein Wombat im schönsten Licht sowie einige Sonnenuntergangsaufnahmen am Strand.

Schliesslich fuhren wir langsam nach Port Sorell zurück, wo wir im Take Away heute Asiatisch assen. Während der Woche gibt es dort asiatische Angebote, die frisch gekocht und lecker sind. Ich nahm Süss-saure Fleischbällchen und Gerd Rindfleisch mit Nüssen und wir liessen den Abend ausklingen.

Highlight des Tages: die Adlershow

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Hawley BeachWombatGraues Riesenkänguru (Macropus giganteusAusternfischerAdlerBakers Beach
1. Juni 2016

Narawntapu Nationalpark

Auch heute Morgen war ich im Morgengrauen am Strand und diesmal war es klar mit ein paar kleineren dekorativen Wölkchen. Ich genoss es, so früh draussen zu sein, obwohl es ziemlich frostig war. Doch die schönen Farben des Morgens und das Meer liessen mich die Kälte nicht spüren.

Die Sonne ging auf und zauberte einen hübschen Sonnenstern und warmes Licht auf die Felsen - einfach nur herrlich! Glücklich packte ich zusammen und fuhr zurück zum Hotel. Wir frühstückten rasch ein paar Toast, Fruchtsalat und Joghurt und machten uns kurz darauf auf den Weg nach Port Sorell - Gerd hatte einen Frisörtermin! Nach zwei Monaten auf Tour waren die Haare mittlerweile doch etwas lang und hatten eine Rasur nötig. Der Frisörbesuch war sehr lustig und wir hatten Spass mit der netten Frisöse - Schnippschnapp waren die Haare ab und Gerd wieder vorzeigbar :)

Danach fuhren wir an das östliche Ende des Narawntapu Nationalparks und genossen den Ausblick auf den Badgers Beach vom West Head Lookout - eine fantastische Küste, die man so gar nicht auf den Chip bannen kann. Nach einem Abstecher zum Badgers Head, der aber nicht viel hergab, fuhren wir auf die andere Seite und verbrachten die Mittagspause wieder am schönen Bakers Beach. Während der Pause erhielten wir vom Tasmania Parks and Wildlife Service die Nachricht, dass sie unser See-Elefanten Foto auf Ihrer Facebook Seite geteilt haben! Die Sichtung ist eine kleine Sensation und wir freuten uns sehr darüber.

Als wir zum Auto zurück gingen, trafen wir auf unser persönliches Highlight dieses Tages: vier wunderschöne Gelbohr-Rabenkakadus (Calyptorhynchus funereus)! Diese grossen Kakadus können bis zu 65 Zentimeter gross werden und haben ein Körpergewicht von 600 bis 840 Gramm - ganz schöne Brocken! Die Jungs blieben geduldig sitzen und uns gelangen einige schöne Aufnahmen, über die wir uns sehr freuten.

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Gelbohr-RabenkakaduGelbohr-RabenkakaduGelbohr-RabenkakaduGelbohr-Rabenkakadu

Den Rest des Tages versüssten uns ein kooperativer Austernfischer und ein sehr süsses Rotnackenwallaby, das geradezu malerisch inmitten des Farns sass. Zum Sonnenuntergang wurde ich noch mit einem schönen Sonnenstern am Strand belohnt und wir fuhren anschliessend ziemlich happy zurück nach Hawley Beach. In Port Sorell assen wir nochmals asiatisch im Take Away - lecker und günstig!

Leider war auch heute das Haupthaus dunkel und es brannte kein Kaminfeuer. Sehr schade und für uns auch unverständlich, da es heute viele Gäste hatte.

Highlight des Tages: die Gelbohr-Rabenkakadus

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Hawley BeachAusternfischerRotnackenwallabyBakers BeachBadgers BeachSee-Elefant News :)Bakers Beach
2. Juni 2016

Letzer Tag in Tassie!

Oh nein - unser letzter Tag in Tasmanien!!!! Wie die Zeit doch vergeht! Ich lief in der blauen Stunde zum Strand und hatte wieder viel Spass. Ich traf auch wieder die zwei netten einheimischen Damen und wir unterhielten uns eine Weile. Der Sonnenaufgang war wieder wunderschön und ich genoss meinen letzten für die nächsten Tage. Auf dem Festland sollte ein Sturm aufziehen und uns die nächsten Tage ziemlich vermiesen.

Wir frühstückten, bezahlten und machten uns bald darauf auf den Weg nach Hobart. Vorher erreichte uns noch eine schöne Nachricht: nachdem unser See-Elefant bereits auf der Seite des Tasmania Parks and Wildlife Service zu Ruhm gekommen ist, weil Sichtungen in Tasmanien so selten sind, sollte er nun auch in der Tageszeitung Mercury erscheinen! Wir schickten der Redakteurin rasch ein hochauflösendes Foto mit ein paar Informationen und freuten uns schon auf die morgige Ausgabe.

Gegen 14 Uhr kamen wir in unserem Hotel, der Travelodge Hobart *, an und fuhren danach an den 7-Mile Beach, wo wir zu Mittag assen und einen Strandspaziergang machten. Viel Flugbetrieb gibt es hier nicht, aber es war interessant zu sehen, wie die Flugzeuge knapp über dem Strand auf der Landebahn aufsetzten.

Zum Sonnenuntergang (dem letzten auf Tassie!!!) fanden wir eine tolle Stelle auf dem Weg nach Sorell und mir gelang nochmal ein schöner Sonnenstern mit einer perfekten Spiegelung - yeah! Nun war es Zeit, unseren treuen Mietwagen abzugeben, der uns 5460km durch Tasmanien begleitet hat - tschüss Outlander!

Zurück im Hotel arbeitete ich am Reisebericht und Gerd packte die Koffer für den morgigen Flug. Wir gingen früh zu Bett, da wir bereits um viertel nach vier wieder aufstehen mussten.

Highlight des Tages: Sonnenuntergang

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Hawley BeachRosellasittich (Platycercus eximius)Rosellasittich (Platycercus eximius)7-Mile BeachSorell
3. Juni 2016

Tschüss Tasmanien - Hallo Australien!

Der Wecker riss uns mitten in der Nacht aus dem Schlaf und wir nahmen den Shuttle Bus zum nur 1.5 Kilometer entfernten Flughafen. Check-in und Sicherheitskontrolle verliefen schnell und problemlos und wir kauften am Kiosk die neueste Ausgabe der Mercury. Und da war er, unser See-Elefant mit einem sehr netten Artikel. Wir freuten uns sehr!

Nun war es Zeit zum Boarding und im ersten Licht des Tages nahmen wir schweren Herzens Abschied von Tasmanien. Der Reisebericht geht nun hier weiter: Australien 2016: Melbourne - Kiama - Fitzroy Falls - Blue Mountains - Sydney. Wir hoffen, Euch hat der Tasmanien Reisebericht gefallen und dass Ihr unsere Reise weiter verfolgt.

Wenn es Euch bei uns gefallen hat und Ihr über Neuigkeiten informiert werden wollt, könnt Ihr in unserem Fotoblog bei SA*GA Photography ~ Moments in Light ~ den E-Mail Service abonnieren.

Wir hoffen, Ihr habt Spass beim Lesen des Reiseberichts sowie beim Betrachten der Fotos.

Sandra & Gerhard Schänzer
SA*GA Photography ~ Moments in Light ~

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