Reisebericht Monument Valley & Goosenecks State Park

8. - 16. Dezember 2019

Sonnenaufgang am Horseshoe Bend

Page war nicht wirklich gut zu mir gewesen, was das Wetter betrifft und ich habe einiges nicht machen können, was ich eigentlich vorhatte. So auch heute Morgen, als leichter Regen aufs Dach plätscherte und ich lieber meinen Morgenkaffee trank als raus zu gehen. Aber ich bin mir sicher, dass ich – nicht zuletzt durch die herzliche Gastfreundschaft von Bubba und Deb-b – nochmal nach Page zurückkehren werde !

Nach einem letzten vergnüglichen Frühstück packte ich meine Sachen zusammen. Traditionsgemäss macht Bubba von seinen Gästen ein Foto mit Paula, dem Bären und ich durfte natürlich nicht fehlen. Eine nette Tradition! Das Foto wurde mir von Bubba zur Verfügung gestellt und das Copyright liegt bei ihm. Ich schrieb ins Gästebuch und verabschiedete mich von Bubba, der heute zur Kirche ging. Ich konnte noch bis 12 Uhr bleiben und machte mich dann auf den Weg ins Monument Valley.

Für die 125 Meilen ins Monument Valley benötigte ich etwas weniger als zwei Stunden. Ich hatte eine Hillside Villa in der Gouldings Lodge gebucht, die 700 Meter abseits der Lodge liegen. Die relativ neue Cabin ist geräumig mit einem Wohn-/Schlafraum und einem separatem Schlafzimmer, das ich als Stauraum nutzte. Im Wohnraum befindet sich ein Sofa und eine Kitchenette mit grossem Kühlschrank, Mikrowelle, Keurig Kaffeemaschine und Geschirr. Das Duschbad ist ausreichend gross und sauber mit flauschigen Handtüchern. Fernsehempfang und das WiFi waren zuverlässig und sehr schnell. Anscheinend gab es beim WiFi in letzter Zeit einen Upgrade, denn zuvor hatte ich nichts gutes dazu gelesen.

Diashow Gouldings Hillside Villa (Klick für grössere Bilder):
Gouldings Hillside CabinHillside Villa KitchenetteBadezimmer

Nachdem ich eingezogen war, wollte ich zum Visitor Center, das sich rund fünf Meilen entfernt befindet. Aber leider muss dann vorher bereits den Eingang des Monument Valley passieren und 20 USD zahlen. Da das Wetter aber noch immer wolkig und regnerisch war, war das völlig sinnfrei und ich kehrte wieder um. Stattdessen recherchierte ich im Internet und buchte mir eine Sonnenuntergangstour für morgen. Das Wetter sollte sich über Nacht ändern.

Highlight des Tages: nix

9. Dezember 2019

Erster Tag im Monument Valley rund um den Valley Drive

Da ich noch nicht wirklich einen Plan vom Monument Valley hatte, erkundete ich die markanten Spitzkuppen, auch Härtlinge genannt, die man von der Strasse kaum übersehen kann. Der letzte Rest vom schlechten Wetter zog noch ab und hüllte die Buttes teilweise in tiefe Wolken oder Nebel. Vor allem beim Red Indian und Stagecoach kam das ziemlich gut .

Nach der blauen Stunde wechselte ich auf die andere Seite des Passes und hatte nun die Rückseite vom Red Indian und dem Stagecoach vor mir. Die Sonne ging auf und das tiefe, satte Rot auf den Spitzkuppen war einfach unfassbar schön. Dieses satte dunkle Rot hält auch im Winter nicht allzu lang, aber ich konnte es dennoch einfangen. Wie wunderbar ! Ich fuhr zurück und machte von einer Parkbucht aus noch ein Foto der Sitting Hen und ein sich in der Sonne aufwärmender Kolkrabe (Corvus corax) wollte auch noch auf dem Chip verewigt werden.

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Stagecoach Monument ValleyRed Indian Monument ValleyStagecoach Monument ValleyKolkrabe (Corvus corax)The Sitting Hen Monument Valley

Es ging nun zurück zur Cabin und ich trank meinen Kaffee auf der Terrasse – es war warm genug! Nachdem ich etwas an den Fotos gearbeitet hatte, fuhr ich gegen Mittag zum Visitor Center. Ich entrichtete die 20 USD Eintrittsgeld, das für zwei Tage gültig ist; man muss nur den Beleg aufbewahren. Zunächst parkierte ich am Visitor Center und war einen ersten Blick auf den berühmten Blick ins Monument Valley mit den markanten drei Mitten Buttes: den West Mitten Butte, Merrick Butte und East Mitten Butte. Irgendwie schwankte ich zwischen Überraschung und totaler Bewunderung: Überraschung, weil ich mir das irgendwie massiver und grösser vorgestellt hatte und totale Bewunderung, weil die drei wirklich absolut fantastische Formen haben und grossartig aussehen.

Ich fuhr nun den Valley Drive, der als Rundkurs 17 Meilen lang ist und durchgängig eine Dirtroad ist. Die Piste wechselt immer wieder mal von festgefahrenen Sand, Schotter und Steinen. Sie ist allerdings völlig problemlos zu fahren und zu meiner Zeit hier wäre die Piste auch mit einem normalen 2x4 PKW machbar gewesen. Der Sand war durch den Regen fest und für die steinigen Abschnitte benötigte man keine besondere Bodenfreiheit.

So fuhr ich dann gemütlich die Strecke ab und hielt immer wieder an, um die tollen Buttes zu fotografieren. Hinter jeder Kurze gab es einen anderen Winkel und sie sahen wieder ganz anders schön aus – Fotoflash Alarm! Ich war begeistert von dieser ersten Erkundungsfahrt und hatte dabei auch das Licht studiert, um mögliche Standpunkte für den Morgen oder Abend zu finden.

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The Mittens – Monument Valley ArizonaJohn Ford Point Monument Valley

Um kurz vor drei Uhr war dann das Treffen zur Sunset Tour von Philipps′ Photography Tours am Visitor Center. Ich hatte die Tour gebucht, weil sie zu Orten ins Backcountry geht, die vom Valley Drive nicht zu erreichen sind und ich auf den Touren auch mal wieder Kontakt zu Menschen bekomme. Lesley, ein Navajo und der Guide für heute, wartete bereits auf mich und ein weiteres Fotografenpaar aus San Diego, das sehr nett war. Wir waren zu Dritt vollzählig und die Tour ging los.

Zunächst hielten wir an einem Aussichtspunkt am Valley Drive, bogen dann aber auf eine Sandpiste ab. So kamen wir den Mittens sehr nah und von einem Standpunkt aus hatte man einen tollen Blick auf den Red Indian, Stagecoach und Sitting Hen. Es ging zurück zum Valley Drive und zum John Ford Point. Hier entstand das berühmte Marlboro Man Foto und heute werden Pferde angeboten, mit denen man zum Punkt reiten und posieren kann...

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The Mittens – Monument Valley ArizonaJohn Ford Point Monument Valley

Das Highlight der Tour war dann die Fahrt über eine Tiefsandpiste auf die Rückseite des Totem Pole ins Backcountry. Diese Felsformation sah fantastisch aus im letzten Licht und zur Krönung thronte der fast volle Mond über den Spitzen. Der Sonnenuntergang war dann auch mit dem Mond und dem super warmen rotem Licht sensationell . Als Zugabe gab es ein herrliches Nachglühen im Himmel und wir fuhren danach absolut happy zurück zum Visitor Center. Nach dem Abschied und Tipping machte ich noch ein Foto vom Vollmond über den Mittens. Wahnsinn dieser Anblick!

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Totem Pole – Monument Valley Arizona

Diese Eindrücke des Tages mussten erstmal verarbeitet werden und ich verbrachte den Rest des Abends in der Cabin.

Highlight des Tages: Monument Valley

10. Dezember 2019

Sonnenaufgang beim Totem Pole & Tour ins Mystery Valley

Carl, einer der Eigentümer von Philipps′ Photography Tours, hatte mich gestern noch angesprochen, ob ich Lust hätte, schon um fünf Uhr mit dem Fotografieren in der Nacht anzufangen. Natürlich hatte ich ! Das frühe Aufstehen macht mir überhaupt nichts aus; meistens war ich um kurz nach fünf Uhr wach und bin dann nach ein oder zwei Tassen Milchkaffee los . Heute morgen hiess es dann um vier Uhr aufstehen und nach zwei Tassen Kaffee fuhr ich die kurze Strecke zum Visitor Center. So früh morgens ist das Kassenhäuschen noch nicht besetzt und ich konnte durch fahren. Aber ich hätte ja eh noch das Billet von gestern gehabt.

Carl und ein weiterer Fotograf – ein Chinese, der die ganze Zeit kein Wort sprach – waren bereits da und wir fuhren auch gleich ohne viel Geplänkel los. Der erste Stop bot sich am Valley Drive an, weil man von dort einfach einen tollen Blick auf die Mittens mit den Sternen hat. Mir gefiel das warme Mondlicht ausgesprochen gut; nach wie vor mag ich Landschaftsaufnahmen mit etwas Mondlicht und Sternen lieber als schwarze Vordergründe ohne Mondlicht. Es gab einen attraktiven toten Ast, der sich gut machte und nach ein paar Minuten fuhren wir weiter zu den Three Sisters. Das war die andere Richtung und ohne Mondlicht; also der erwähnte pechschwarze Vordergrund mit einem tollen Sternenhimmel. Ganz nett, aber nicht mein Favorit. Die Mondlichtfotos sind einfach ansprechender meiner Meinung nach.

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The Mittens im MondlichtMonument ValleyNachthimmel bei den Three Sisters

Danach folgte das Highlight: wir fuhren wie schon gestern Abend ins Backcountry zum Totem Pole, aber an eine andere Stelle, wo es Dünen hat. Es wurde langsam hell im Osten und der Himmel reflektierte das bereits etwas warme Licht auf den Sand. Nach einigen Fotos wechselten wir allerdings die Stelle, weil hier die Sonne um diese Jahreszeit nicht hinkommen würde. Weiter ging die Fahrt durch Tiefsand und über Stock und Stein bis wir einen Punkt mit einer fantastischen weiten Aussicht über das Tal und zum Totem Pole hatten. Wow ! Der Totem Pole hob sich herrlich gegen den nachtblauen Himmel mit dem warmen Horizont ab und auf der anderen Seite wurde das Licht auf den Bergen und dem Red Indian im Hintergrund fantastisch rosa. Die Sonne ging auf und tauchte die Berge erst in tiefrotes Licht, das schnell goldig wurde. Herrlich!

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Totem Pole Monument ValleySonnenaufgang Monument ValleyMonument Valley Arizona USA

Nach diesem schönen Sonnenaufgang fuhren wir langsam zurück und machten noch einen Stop in der Nähe des Artist Point. Gegen acht Uhr waren wir zurück am Visitor Center und ich machte mit Carl noch eine Tour ins Mystery Valley für den Nachtmittag aus.

Das Licht war immer noch gut und ich machte mich direkt wieder auf den Valley Drive. Die Three Sisters lagen jetzt im schönsten Licht und waren ebenso eine Aufnahme wert wie die Aussicht vom North Window zu den Mittens. An der Einfahrt zum North Window befindet sich eine weitere markante Felsformationen, The thumb – der Daumen. Der machte sich gut im Morgenlicht und dem knallblauen Himmel. Auf unseren Fahrten hatte ich zwei grosse Pfützen bemerkt, in denen sich die Berge spiegelten. Sie waren heute morgen ganz früh noch vereist und tauten nun langsam auf. Ich widmete mich diesen beiden Motiven und fuhr dann hungrig zurück in die Cabin, wo erstmal ein Sandwich und viiiiiel Milchkaffee fällig war .

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North Window Monument ValleyThree Sisters Monument ValleyMonument ValleyMonument Valley Arizona USAThe Thumb Monument Valley

Nach ein paar Stunden Pause fuhr ich um 14 Uhr zur Kreuzung und zum Welcome Center, wo ich mich mit meinem Guide Tule für die Mystery Valley Tour traf. Wieder war ich der einzige Gast und wir fuhren direkt los. Das Mystery Valley liegt nicht im Park und deshalb ist kein Eintritt fällig, aber trotzdem darf man die Pisten nicht selber fahren, sondern nur mit einem Navajo Guide.

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Mystery Valley Arizona Utah

Die Fahrt über die Sandpisten war schön und die Sandsteinberge faszinierend schön. Nach ein paar Stops zum Fotografieren erreichten wir zwei wunderschöne perfekte Felsenbögen, die fast nebeneinander liegen. Der erste war der Stout Arch, der absolut WOW ist. So einen tollen Felsenbogen hatte ich noch nie gesehen. Ich konnte mich von dem Anblick kaum trennen, aber nur knapp hundert Meter weiter befindet sich der Honeymoon Arch oder auch Full Moon Arch. Der Name ist beim Anblick des perfekt runden Bogens absolut nachvollziehbar. Ich kletterte hoch und fotografierte von innen, was nicht minder schön war. Was für zwei tolle Arches!!!

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Stout Arch Mystery ValleyStout Arch Mystery ValleyStout Arch Mystery ValleyHoneymoon Arch Mystery ValleyFull Moon Arch Mystery ValleyHoneymoon Arch Mystery ValleyAnasazi Indian RuinsPiste Mystery Valley

Zum Abschluss fuhren wir zu einem erhöhten Aussichtpunkt, von dem man über grossartige runde Felsen (den Beehives) bis zum Monument Valley schauen kann. Wir wanderten ein wenig umher und fanden immer wieder neue Bildkompositionen. Ich war begeistert und freute mich über diese Tour. Die hatte sich voll gelohnt und ich hatte dazu noch angenehme Unterhaltung.

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Sonnenuntergang Mystery ValleyThe Beehives Mystery ValleySonnenuntergang Mystery Valley

Nach Sonnenuntergang fuhren wir zurück zum Welcome Center. Tule bekam sein verdientes Trinkgeld und ich liess die Erlebnisse diesen Tages in der Cabin sacken.

Highlight des Tages: Sonnenaufgang im Monument Valley

11. Dezember 2019

Mondaufgang bei den Mittens

Ein Blick nach draussen zeigte mir einen relativ stark bewölkten Himmel mit Aufhellungen im Osten. Also schwang ich mich nach dem Morgenkaffee in die Hosen und fuhr zum Aussichtspunkt am Visitor Center. Von dort aus stört mich eigentlich die Piste vom Valley Drive und so verlagerte ich meinen Standpunkt bald Richtung der The View Cabins. Von hier aus passte zu dieser Jahreszeit auch der Winkel zum roten Himmel besser. Es war nun nicht das spektaklärste Feuerwerk, aber ich freute mich über die paar Fotos. Zum Schluss gab es sogar noch etwas unerwartet einen Sonnenstern. Perfekt .

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Monument Valley The MittensSonnenaufgang Monument Valley

Den überwiegenden Teil des Tages verbrachte ich in der Cabin und holte bei den Fotos etwas auf. Es war voll bewölkt, aber nach einer Weile musste ich mir doch ein wenig die Füsse vertreten und wanderte zum Goulding's Arch, der sich unweit der Monument Valley University befindet. Es war wirklich eine Mini-Wanderung den Hügel hinauf und schon stand man vor dem kleinen, aber feinen Arch.

Mittlerweile war das Wetter etwas freundlicher und ich machte einige Fotos vom Highway Richtung der Buttes. Aber schon bald machte ich mich auf den Weg zum Visitor Center, denn heute sollte der Vollmond im Erdschattenlicht direkt hinter dem Merrick Butte aufgehen. Es dauerte eine Weile, aber dann ging er wirklich wunderschön auf und machte sich grossartig in der Bildkomposition mit den Mittens. Ich fotografierte eine Weile bis der Himmel nachtblau und der Kontrast zum Mond zu hoch war.

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Goulding′s ArchMonument Valley The MittensMondaufgang Monument ValleyMondaufgang Monument Valley

Es war ein ruhiger Tag mit einem netten Sonnenaufgang und einem spektakulärem Mondaufgang.

Highlight des Tages: Mondaufgang

12. Dezember 2019

Der ultimative Fotomorgen im Monument Valley

Es sollte ein denkwürdiger Fotomorgen werden! Um fünf Uhr fuhr ich zum Aussichtspunkt und fotografierte zunächst im Mondlicht von einer etwas anderen Stelle als die vorherigen Tage. Der Mond verschwand kurzzeitig hinter einem Wolkenband und zack! hatte ich Silhouetten vor einem bunten Himmel statt einer Landschaft im sanften Mondschein. Wie schnell sich doch eine Stimmung ändern kann .

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Mondschein im Monument ValleyThe Mittens Monument Valley

Um viertel vor sieben fuhr ich dann den Valley Drive bis zum ersten Parkplatz. Der Drive 'öffnet' offiziell erst gegen acht Uhr, aber die Strasse ist eine öffentliche Strasse, die zu jeder Zeit von den Einheimischen genutzt wird, die im Monument Valley wohnen. So lange man nicht weit ausserhalb der offiziellen Zeiten im Valley ist, wird es toleriert bzw. auch überhaupt nicht kontrolliert. Das Licht war nun herrlich Rosa und ich fotografierte begeistert.

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The Sentinel & West Mitten Butte Monument ValleyWest Mitten Butte Monument Valley

Doch allzu lange hielt ich mich nicht auf und fuhr rasch zum Artist Point. Das Licht war immer noch rosa und das Panorama von Merrick Butte über Sentinel Mesa, Red Indian und East Mitten Butte war sensationell schön. So atemberaubend schön, dass ich fast vergass, zu fotografieren! Der Mond ging neben dem View Hotel langsam unter und dann trafen auch schon die ersten Sonnenstrahlen auf die Mittens. Das erste Licht war unglaublich Rot bis es dann heller bis gold wurde. Diese Farben hier im Südwesten im Winter begeistern mich jeden Tag aufs Neue . Einfach fantastisch!

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Monument ValleyBlick vom Artist′s Point Monument ValleyThe Mittens Monument ValleyMonduntergang Monument ValleySonnenaufgang Artist′s PointThe Mittens Monument Valley
The Mittens Monument Valley USA

Nachdem ich mich fotografisch ausgetobt hatte und die Aussicht ausgiebig bewundert hatte, machte ich mich langsam auf den Rückweg und fotografierte an den Three Sisters und North Window. Das Licht war immer noch wunderbar goldig warm.

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Three Sisters Monument ValleyNorth Window Monument Valley

Geflasht von diesem grossartigen Morgen fuhr ich zurück zur Cabin und frühstückte. Hungrig war ich nun wirklich mal! Gegen Mittag machte ich mich wieder auf den Weg und wanderte rund zwei Kilometer auf dem Wild Cat Trail. Der Wanderweg führt sehr nah an den Merrick Butte und erst, wenn man fast vor ihm steht, wird einem bewusst, wie riesig er ist. Fast schon einschüchternd, wie sich die Felswände senkrecht in die Höhe schieben!

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Wild Cat Trail Monument ValleyMerrick Butte Monument Valley

Nach rund zwei Stunden war ich zurück und fuhr den Valley Drive auf der Suche nach dem goldenen Licht. Die Spiegelung in der Pfütze war jetzt perfekt – kein Eis und kein Wind und ich freute mich über die beiden Fotos. Das goldene Licht fand ich um den John Ford Point herum und fand speziell den Schatten der Three Sisters auf dem Camel Butte toll. Die Sonne ging schliesslich unter und ich machte mich auf dem Rückweg. Oben am Parkplatz angekommen, leuchtete der Himmel immer noch bunt wie ein Wetterumschwunghimmel und der Gray Whiskers Butte sowie sein Nachbar hoben sich herrlich dagegen ab.

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Monument ValleyCamel Butte Monument ValleyCamel Butte Monument Valley
Gray Whiskers Butte Monument Valley

Es war ein schöner Abschluss dieses tollen Tages, den ich bei einem Glas Wein in der Cabin ausklingen liess.

Highlight des Tages: die Farben vom Sonnenaufgang

13. Dezember 2019

Feuerhimmel zum Abschluss im Monument Valley

Ein weiterer schöner Tag kündigte sich mit einem klaren Sternenhimmel an und ich fing wieder mit Mondscheinfotos der Mittens vom Wild Cat Trail an. Es sieht einfach toll aus! Als es heller wurde, fuhr ich den Valley Drive hinunter und suchte mir eine nette Stelle, wo ich noch nicht morgens fotografiert hatte. Das Licht war immer noch schön rosa und im Osten gab es einige rot leuchtende Wolken. Der Sonnenaufgang war noch gut und tauchte die Mittens und den Sentinel in goldenes Licht. Nach ein paar Fotos bei den Three Sisters zog es sich aber immer mehr zu und ich kehrte in die Cabin zum Frühstück zurück.

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Mondschein bei den MittensMonument ValleySonnenaufgang im Monument ValleyThree Sisters Monument Valley

Es war nun fast komplett bewölkt und ich nutzte die Zeit, um an Fotos und Reisebericht zu arbeiten. Am Nachmittag gab es aber immer wieder Lücken und ich beschloss, es zu probieren. Bereits auf dem Weg zum Visitor Center wusste ich, dass es die richtige Entscheidung war, denn die Sonne kam immer wieder durch und strahlte die Buttes an, was gegen den dunklen Himmel dramatisch aussah. Herrlich!

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Monument Valley USAMonument Valley

Ich hatte gestern gesehen, dass die einzige erreichbare Stelle für den Abendhimmel bei den Three Sisters war und fuhr den Punkt an. Diese Entscheidung war ebenfalls goldrichtig und ich wurde mit einem grossartigen Feuerhimmel belohnt. Die Farben und Formen waren wirklich krass und ich genoss dieses Spektakel, das sich über mir abspielte. Ein letztes Foto vom nun etwas sanfteren Himmel und ich fuhr happy zurück in die Cabin.

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Three Sisters Monument ValleySonnenuntergang Three Sisters

Ein toller Abschluss meiner Zeit im Monument Valley war das und ich war froh, dass ich sechs Tage hier hatte und so viele unterschiedliche Lichtstimmungen vor dieser grandiosen Kulisse erleben durfte.

Highlight des Tages: der Feuerhimmel am Abend

14. Dezember 2019

Umzug nach Mexican Hat & Doppelschleife im Goosenecks State Park

Der letzte Morgen im Monument Valley! Es war stark bewölkt, aber da ich eh wach war, fuhr ich zum Aussichtspunkt. Der Mond war von Wolken verdeckt; also gab es heute keine Mondlichtfotos. Die Sonnenaufgangsstimmung war ganz nett und hätte ich nicht bereits in den Tagen vorher Besseres gehabt, wäre ich wohl begeistert gewesen...

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Monument Valley

Ich liess mir Zeit bis elf Uhr zum Check-out, kaufte noch ein paar Lebensmittel ein und tankte voll. Die Fahrt nach Mexican Hat ist wohl die kürzeste Etappenfahrt meiner Reise, aber für mich machte es Sinn. Ich wollte von Mexican Hat aus den Goosenecks State Park mit seiner Doppelschleife des San Juan Rivers erkunden. Vor dem Einchecken schaute ich mir die Doppelschleife am Goosenecks kurz an. Jau, sieht aus wie ein Gänsehals ! Auf halber Strecke ist der berühmte Forrest Gump Point, wo Forrest Gump im Film anfing vor der Monument Valley Kulisse zu laufen. Ich machte daraus eine Retro Schwarzweiss Aufnahme.

Vom Goosenecks ist es nicht weit zum Pass Moki Dugway. Er überwindet 335 Meter auf etwas weniger als fünf Kilometern. Die State Route 261 ist auf diesem Abschnitt eine gute Gravelpiste, die nicht schwierig zu fahren ist und ich fuhr einfach mal hoch. Von einem Aussichtspunkt hat man einen schönen Blick ins Valley of the Gods und auf die sich windende Passstrasse. Ein netter Ausflug, der mir Spass gemacht hat.

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Forrest Gump ViewMoki Dugway

Schliesslich fuhr ich zu meiner Unterkunft für die nächsten drei Nächte, dem San Juan Inn in Mexican Hat. Ich ahnte schon nichts Gutes, als ich das Gebäude sah und mein Eindruck sollte sich auch bestätigen. Das Hotel war nicht sehr gut geführt und das Deluxe (!!) Zimmer ziemlich abgewohnt und mit einem recht alten Bad. Die Tagesdecke und Tageskissen fand ich auch nicht unbedingt so toll. Ziemlich renovierungsbedürftig der Laden. Immerhin gab es eine Filterkaffeemaschine (mit kaputten Deckel), einen nicht sehr sauberen Kühlschrank und eine Mikrowelle. Das WiFi funktionierte überwiegend gut mit durchschnittlicher Geschwindigkeit. Ich fühlte mich nicht wirklich wohl und packte nur meine Sachen ins Zimmer.

Diashow San Juan Inn (Klick für grössere Bilder):
San Juan Inn Mexican Hat

Das Wetter war noch gut und ich schaute mir zunächst die Felsformation Mexican Hat an, die dem Ort den Namen gibt. In der Tat sieht der Solitärfelsen mit seinem Hütchen aus wie ein Mexikanischer Hut! Sehr nett. Ich machte ein paar Bilder und erkundete den Canyon nebenan bevor ich dann zum Sonnenuntergang zur Doppelschleife im Goosenecks State Park fuhr. Zum Glück hatte das schlechte vorausgesagte Wetter Verspätung!

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Mexican Hat

Der San Juan River hat sich hier auf relativ kurzer Strecke 300 Meter tief gegraben und mehrere Schleifen geschaffen. Man kann jedoch nicht wie beim bekannten Bruder Horseshoe Bend die komplette Schleife sehen, da unterhalb des Randes noch eine weitere Kante ist, zu der es aufgrund des senkrechten Abfalls keinen Weg gibt. Aber auch so gefiel es mir gut und war eine nette, ruhige Abwechslung nach dem Trubel im Monument Valley.

Die Sonne schien zunächst goldig auf den Rand des Canyons und nach Sonnenuntergang bildete sich eine tolle Wolke, die sich rosa verfärbte. Eine tolle Überraschung, die ich gern mitnahm. Ich war zufrieden mit meinem ersten Tag am Goosenecks und fuhr zurück ins Hotel.

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Mexican HatGoosenecks State ParkSchleife San Juan RiverSan Juan River Bend

Irgendwie richtete ich mich im Zimmer ein, entwickelte ein paar Fotos und schlief früh ein.

Highlight des Tages: die Doppelschleife am Goosenecks State Park

15. Dezember 2019

Regen- und Schneetag

Es regnete und schneite fast den ganzen Tag und ich harrte in meiner 'gemütlichen' Hütte aus . Ausgerechnet ein Bürotag hier . Na ja, immerhin machte ich gute Fortschritte beim Reisebericht und schaffte zwei Tage.

Gegen späten Nachmittag wurde es trocken und ich schaute mir den Mexican Hat Rock im Schnee an. Er sah nun ganz anders aus als gestern und da die Farben eh alle verschwunden waren, machte ich auch einige Schwarzweiss Versuche. Es blieb bedeckt und so schaute ich, wie es am Forrest Gump Point ausah. Zunächst sah ich nichts, weil es im Nebel ein komplettes White-out war. Doch der Nebel senkte sich ab und bald tauchten die Mittens und Buttes in der Ferne auf. Die Stimmung war irgendwie düster und so entschied ich mich auch bei den Fotos zu einer Schwarzweiss Bearbeitung.

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Forrest Gump PointMexican HatSchnee bei Mexican HatMonument Valley

Highlight des Tages: nix

16. Dezember 2019

Sonnenaufgang am Goosenecks & Weiterreise zum Canyon de Chelly

Es war ein wunderbarer kalter, wolkenloser Morgen bei -8° C und ich verbrachte den Sonnenaufgang am Goosenecks. Auch heute Morgen wurde ich mit warmen Mondlicht beglückt, bevor es rosa wurde. Ich wechselte ein paar Mal die Standpunkte, die ich mir gestern gemerkt hatte und bin eigentlich ziemlich happy mit den Fotos. Es war mega schön, wie die Sonne den oberen Rand des Canyons mit goldenen Licht streifte. Ich war froh, dass ich diesen Stop eingeplant hatte, auch wenn die Unterkunft mehr als bescheiden ist .

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Goosenecks State ParkSan Juan River Bend

Nach dem Sonnenaufgang fuhr ich zu beiden Zufahrten vom Valley of the Gods, aber die Piste war nach dem Regen und Schnee nicht passierbar. Die unbefestigte Strasse besteht überwiegend aus dem roten Lehm, der sehr gut haftet – allerdings an Schuhen und Reifen . Er wickelt sich um die Reifen bis sie geradezu Slicks sind und das Auto keine Haftung mehr hat. Nicht ungefährlich! Ich war ziemlich enttäuscht, denn ich hatte mich auf den kleinen Bruder des Monument Valley ziemlich gefreut, aber so wuchs auch meine Entscheidung, einen Tag früher nach Chinle zu fahren. Eine grosse Freude bereitete mir aber noch der Steinadler (Aquila chrysaetos canadensis), den ich auf der Rückfahrt auf einem Felsen entdeckte. Er liess sich für ein paar Fotos ablichten, bevor er die Schnauze voll hatte und von dannen zog .

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Steinadler (Aquila chrysaetos canadensis)Steinadler (Aquila chrysaetos canadensis)

Also buchte ich beim Frühstück eine Nacht im Hotel hinzu und checkte vorzeitig aus dem San Juan Inn aus. Traurig war ich darüber wirklich nicht . Leider gab es von Expedia keine Erstattung für die Nacht, was in erster Linie daran lag, dass sie nur über eine deutsche Telefonnummer zu erreichen sind (das Hotel wäre mit einer Erstattung einverstanden gewesen). Kein Kundenservice per E-Mail . Expedia.de ist für mich daher keine Wahl mehr in Zukunft und dies war die erste und letzte Buchung über das Portal.

Im nächsten Kapitel geht es weiter mit meinen Erlebnissen am Canyon de Chelly in Chinle.



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