La Graciosa und die Küste bei Famara

Weiterreise in den Nordwesten nach Famara

11. - 18. Januar 2022

Gegen Mittag machte ich mich auf dem Weg ins rund 45 Kilometer entfernte Dorf Soo bei Famara, wo ich eine Woche im Oasis Surf House * gebucht hatte. Bei der Suche nach einer Unterkunft war mir das Surf House sehr sympathisch und ich wurde nicht enttäuscht. Marina und Daniel, die aktuellen Finca Manager, empfingen mich mega freundlich und zeigten mir Zimmer und die Küche zur gemeinschaftlichen Nutzung. Das Zimmer mit kleinem Bad ist zweckmässig und gemütlich und nach einer kurzen Plauderei mit den Beiden zog ich mit meinem Zeugs ein.

Diashow Oasis Surf House (Klick für grössere Bilder):
Oasis Surf House, LanzaroteOasis Surf House, LanzaroteGemeinschaftsküche Oasis Surf House

Danach fuhr ich Autowaschen, denn der Clio hatte es nach dem Calima und Feuchtigkeit in der Nacht äusserst nötig. Beim Hiperdino kaufte ich ein paar Sachen zu Essen für die nächsten Tage ein. Den Rest des Tages verbrachte ich auf der schönen Terrasse bei einigen Gläsern Wein und lernte noch einige der anderen, sehr netten Surfergäste kennen.

12. Januar 2022

Tagesausflug auf die Insel La Graciosa

Das Oasis Surf House wird als B&B betrieben und morgens bereiten Marina und Daniel ein kontinentales Frühstück vor. Es gibt Baguettes, Müsli, Filterkaffee, Obst und eine Auswahl an Marmeladen, Butter und Nutella. Nach ein paar Tassen Kaffee und netten Plauderei mit Daniel machte ich mich auf den Weg zurück nach Orzóla, um heute den Tagesausflug nach La Graciosa zu machen. Das war natürlich von der Zeitplanung nicht ideal, aber in der Woche in Orzóla hatte es einfach nicht gepasst und heute war ein idealer Tag dafür.

So fuhr ich die rund 40 Minuten zurück und mein gewohnter Parkplatz am Apartment von Iván war sogar frei . Die Bedingungen für die Fähre waren heute perfekt: es gab keinen Wind, das Meer war fast spiegelglatt und fürs Biken auf La Graciosa war es auch super.

Ich lief zum Hafen und kaufte mir bei Lineas Romero für 26 Euro ein Return Ticket. Die Express Ferry Alexandro R war ablege bereit und ich suchte mir einen Platz auf dem Oberdeck. Die Fähre war gut besucht, aber nicht sehr voll. Die Fahrt aus dem Hafen war kurz etwas schaukelig, aber die restlichen 30 Minuten war es wie auf einem Ententeich. Am Punta Fariones geht es links um den Felsen mit dem Leuchtfeuer und den Klippen von Famara vorbei und man kann den ersten Blick auf La Graciosa mit den hübschen Vulkanen werfen.

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Blick nach La GraciosaCaleta del Sebo, La GraciosaStrand von Caleta del Sebo, La Graciosa

Nach dem Anlegen im Hafen von Caleta del Sebo, suchte ich mir einen Fahrradverleih in der zweiten Reihe und mietete mir bei La Molina für 15 Euro ein Mountainbike. Das Bike war in einem ordentlichen Zustand, aber mit einigen Mängeln, die aber nicht relevant waren. Die Schaltung war ziemlich ungenau und die Kurbel der Pedalen ruckelte. Aber für die rund 18 Kilometer lange Inselumrundung war es völlig ausreichend.

La Graciosa gehört zum Parque Natural Archipiélago Chinijo, zu dem auch noch die unbewohnten Inseln Alegranza, Montaña Clara, Roque del Este und Roque del Oeste zählen. Mit 700 m2 ist es Europas grösstes Meeresschutzgebiet. Zu den hier geschützten Arten gehören Vögel wie Fregattensturmschwalbe, Gelbschnabelsturmtaucher, Schmutzgeier, Fischadler oder Eleonorenfalke sowie die Meeresarten Zackenbarsche, Hummer und Napfschnecken.

Los ging die Tour über eine Sandpiste, die gut zu befahren war, auf den markanten Montaña del Mojón und den farbenfrohen La Aguja Grande zu. Diese beiden Vulkane gefielen mir schon mal sehr gut und ich war wieder begeistert. Nachdem ich beide passiert hatte, konnte ich von einer Anhöhe aus einen Blick auf die gesperrte Südwestküste werfen. Anscheinend sind die Pisten wegen Tiefsand gesperrt. Schade, denn die Küste sah mit dem Montaña Amarilla sehr attraktiv aus!

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Sandpiste am Montaña del MojonLa Aguja Grande, La GraciosaIm Hintergrund die Felsen der Isla de Montaña ClaraBlick zur Südwestküste mit Montaña Amarilla

Weiter ging es und schon bald rückte die massive Felseninsel Isla de Montaña Clara in mein Blickfeld. Die Sandpiste wich nun einer Art gebackenen Lehmpiste, die gut befahrbar war. Ein absolutes Highlight für mich war der leuchtend rote Vulkan Montaña Bermeja, den man vom Strand Playa de las Conchas aus auch besteigen kann. Ich nahm mir das für einen zweiten Besuch vor – ich war mir jetzt schon sicher, dass ich nochmal nach La Graciosa kommen würde.

Die Playa de las Conchas ist ein goldgelber Bilderbuchstrand mit kristallklarem türkisfarbenen Wasser, wo auch einige Leute den Tag verbrachten. Bei der Weiterfahrt am Montaña Bermeja vorbei bis zur Playa Lambar musste ich immer wieder anhalten und diesen schönen roten Vulkan bewundern. Wie attraktiv er war!

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Montaña Bermeja, La GraciosaMontaña Bermeja vom Playa de las ConchasIsla de Montaña Clara vom Playa de las ConchasPlaya de las Conchas, La GraciosaMontaña Bermeja, La GraciosaMontaña Bermeja, La Graciosa

Am Parkplatz der Playa Lambar stellte ich mein Bike ab (abschliessen muss man es auf der Insel nicht) und lief zu den Arcos de los Caletones, einem Natursteinbogen aus Basalt. Sehr schön sind hier auch die pechschwarzen Basaltsäulen rund um die Buchten. Landschaft wie ich sie liebe . Die goldgelbe Playa Lambar ist ein heftiger Kontrast zum benachbarten schwarzen Basalt und zudem gibt es noch einen tollen Blick auf die langgestreckte Insel Montaña Clara.

Ab hier änderte sich die Piste von Sand zu Geröll und war mit viel Wellblech nicht mehr so angenehm zu fahren. Über einen kleinen Pass ging es hoch auf die Westseite der La Aguja Grande und La Aguja Chica und dann einige Kilometer über diese üble Piste bis zur Kreuzung, wo ich zuvor zur Playa de las Conchas abgebogen bin. Nein, diese acht Kilometer haben mich genervt und waren nicht so toll .

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Playa Lambar, La GraciosaArcos de los Caletones, La GraciosaPlaya Lambar, La GraciosaSteinige Piste auf dem Rückweg

Ich gab das Bike zurück und ging im Restaurant Girasol Mittag essen. Das hat mich auch etwas genervt, weil es so lange gedauert hat. Der Kellner war allein und konnte nun wirklich nichts dafür, aber ich gehe eh nicht gern allein essen und wenn es dann auch noch zwanzig Minuten dauert, bis ich überhaupt mal bestellen kann, nervt mich das schon . Das Essen kam dann relativ schnell und ich hatte Calamaris a la Plancha, also gegrillt, bestellt. Sie kamen mit drei kleinen Kartoffeln und waren recht lecker .

Danach machte ich einen Spaziergang durch Caleta del Sabo, was relativ unaufregend war. Typische weiss getünchte Häuser, der goldene Hausstrand und der Hafen. Um drei Uhr nahm ich die Fähre zurück nach Orzóla und bewunderte die steilen Klippen von Famara sowie die Felsen vom Punta Fariones. Es war ein schöner Ausflug und ich möchte gern nochmal nach La Graciosa für einen weiteren Tagesausflug zurück kehren.

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Strand und Hafen von Caleta del Sabo, La GraciosaAm Strand von Caleta del SaboCaleta del Sabo, La GraciosaKlippen von FamaraAdios La Graciosa!Punta Fariones, Lanzarote

Das Wetter hielt den ganzen Tag und ich fuhr zum Sonnenuntergang nach Famara, dem beliebten Surferstrand mit attraktiven Dünen. Es war Ebbe und das zurück gewichene Wasser hatte einige schöne Steine und Strukturen frei gelegt. Da konnte ich mich ja mal wieder richtig austoben! Am schönsten war zum Schluss eine Art Becken, in dem sich die Famara Klippen perfekt im letzten Licht des Tages spiegelten. Was für ein perfekter Abschluss dieses rundum perfekten Tages !

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Dünen von Famara, LanzaroteStrand von Famara, LanzaroteSpiegelung der Famara Klippen
13. Januar 2022

Perfekter Tag ohne Calima

Die Wettervorhersage verhiess nichts Gutes und die nächste lange Calima kündigte sich bereits wieder an . Ich muss echt sagen, dass mich das seit letztem Jahr ziemlich nervt, da die Abstände zwischen den Calimas immer kürzer werden, aber dafür die Dauer der Calimas immer länger. Mittlerweile habe ich mich dazu entschieden, den Kanaren erst mal den Rücken zu kehren in den nächsten Wintern . Aber ich war ja auch schon oft genug hier und mit Lanzarote kenne ich nun auch die letzte Insel der Kanaren.

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Sonnenaufgang am Vulkan Caldera Trasera in SooVulkan Caldera Trasera, Soo

Zum Sonnenaufgang fuhr ich ein kurzes Stück zum Fusse des Vulkan Caldera Trasera in Soo. Ich war erst skeptisch, ob die Sonne früh genug für gutes Licht über die Klippen von Famara kommen würde, aber ich wurde nicht enttäuscht. Es dauerte nur 15 Minuten nach Sonnenaufgang bis sich die Corona des Vulkans herrlich intensiv rot verfärbte und das Licht sich langsam seinen Weg hinunter bahnte. Den Vordergrund mit den trockenen Pflanzen fand ich gar nicht mal so schlecht und ich freute mich über diese Ausbeute an einem Calima freien Tag.

Beim Frühstück später im Oasis Surf House plauderte ich mit Daniel und Marina und machte danach eine insgesamt 45 Kilometer lange Velotour, die auch einige Höhenmeter inklusive hatte. Zuerst ging es hinunter nach La Santa und dann wieder hoch nach Tinajo, wo ich am Mirador Gulgulan eine erste Pause machte und den Blick in den Krater mit den angelegten Weinterrassen genoss. Zeitlich hab ich sie so geplant, dass ich zu Mittag in der Finca la Florida war. Es gab ein grosses Hallo mit Jason und ich genoss eine tolle Portion Gambas al Ajillo – die muss ich einfach immer wieder fotografieren !

Die Fahrt ging dann weiter bergab in die sandige Ebene zwischen Tiagua und Soo. Die Aussichten nach Famara und den Klippen waren gut und Fahrt bis zur Ebene schön. Dann aber wurden die Pisten mit Wellblech sehr schlecht und zum Schluss war der Sand oft so tief, dass ich nicht mehr fahren konnte. Das fand ich dann nicht mehr so toll . Aber insgesamt war die Tour schon abwechslungsreich und schön.

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Mirador Gulgugan, Tinajo, LanzaroteBlick nach Famara und La Graciosa, LanzaroteSandpiste bei Soo, Lanzarote

Den letzten Sonnenuntergang, bevor die Calima aufziehen würde, verbrachte ich am Montaña Cavera. Grosse Erwartungen hatte ich nicht, aber letztendlich hat es mir sehr gut gefallen. Auch hier machten sich die trockenen Grasbüschel gut als Vordergrund und der Vulkan war nun auch nicht gerade unattraktiv. Zudem gab es noch tolle Ausblicke zu den schroffen Klippen von Famara. Ein lohnenswerter Abend und endlich mal wieder ein schöner Tag von Morgens bis Abends !

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Klippen von Famara, LanzaroteMontaña Cavera, Soo, LanzaroteSonnenuntergang am Montaña Cavera, LanzaroteMontaña Cavera, Soo, LanzaroteSonnenuntergang Klippen Famara auf Lanzarote

Die angekündigte Calima kam pünktlich über Nacht mit extrem starken Wind, der den Sand nur so durch die Luft fliegen liess. Luftqualität jenseits von Gut und Böse und Outdoor Aktivitäten waren undenkbar. So waren alle (!) restlichen Tage Indoor Tage mit viel Zeit am Compi. Ich war ziemlich angepisst, das kann ich Euch sagen...

Am 18. Januar 2022 verabschiedete ich mich von Daniel und Marina und zog weiter in den Süden an die Playa Blanca.



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