Lanzarotes Norden und Abschied von den Kanaren

Der Norden mit La Graciosa & Fähre nach Cádiz

28. Februar - 21. März 2022

Am 28. Februar blieb ich wieder bis zum Mittagessen und Abschiedswein im Hotel und fuhr zunächst zum Hiperdino und dann ins Oasis Surf House * nach Soo. Auch hier gab es mit Daniel und Marina ein fröhliches Wiedersehen und ich lernte schnell die anderen Leute wie Aurelie, Rico, Francois & Lise sowie Benni & Angela kennen. Wir hatten zusammen nachmittags und abends eine tolle Zeit: wir chillten im gemütlichen Aussenbereich auf dem Sofa, kochten zusammen und hatten einfach viel Spass. Hat mir sehr gut getan ! Vielleicht sollte ich öfter in Hostels übernachten .

Ich hatte diesmal ein etwas kleineres Zimmer, aber für mich allein immer noch völlig ausreichend. Nur das Bike passte nicht hinein und ich stellte es hinter das Haus. Da immer noch Calima mit Wind war, deckte ich es mit dem Bike Cover ab.

1. - 2. März 2022

Sturm und Wanderung auf den Vulkan Trasera

Am 1. März war es leider viel zu stürmisch fürs Velofahren und ich machte einen Bürotag. Am 2. März liess der Wind immer noch nicht nach, aber es reichte zumindest für einen Spaziergang am Nachmittag zum Hausvulkan Trasera, der sich direkt hinter dem Dorf Soo befindet.

Der Zugang oberhalb des Dorfes ist sehr einfach, wenn man mal an den ewig kläffenden Hunden vorbei ist . Die nerven hier in Soo wirklich . Der Ausblick vom Kraterrand über die Wüstenlandschaft hinunter nach Famara und zu den Klippen sowie in den Krater ist atemberaubend schön. Auch dieser Vulkan wird von Eisen und demnach der Farbe Rot dominiert und das gefällt mir immer ausgesprochen gut .

Nachdem ich das Panorama ausreichend bewundert hatte, ging ich hinunter in den trockenen Krater, wo aber nach dem Regen der vergangenen Wochen einige gelbe Pflänzchen blühten. Ein schöner Kontrast in der Wüste und zum roten Vulkan. Ich durchwanderte den Krater und wollte auf der anderen Seite direkt durch Soo zurück zum Oasis Surf House. Doch direkt an den ersten Grundstücke hinderten mich kläffende und bedrohliche Podencos am direktem Weg . Einer der Podencos war nicht angekettet und ich wollte nicht unbedingt nähere Bekanntschaft mit dem hässlichen Gesellen machen . So machte ich einen Umweg um das Dorf herum durch die Lava bis zur Hauptstrasse.

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Vulkan Trasera, Soo in LanzaroteBlick nach FamaraVolcán Trasera, LanzaroteSoo, Lanzarote

Trotz der Hunde war es eine tolle, eindrucksvolle Wanderung in wunderschöner Vulkanlandschaft.

3. März 2022

Sonnenaufgang am Vulkan Trasera und E-Bike Tour

Heute Morgen sah es nicht schlecht aus und ich entschloss mich, gleich heute einen Sonnenaufgang am Vulkan Trasera zu versuchen. Am Kraterrand angekommen sah ich, dass es dicke Wolken über den Famara Klippen hatte, aber nach Sonnenaufgang kam das Licht immer wieder durch und tauchte den Vulkan in super warmes Licht.

Ich war happy mit meiner Ausbeute; es müssen ja nicht immer unzählige Fotos sein. Das Licht war einfach mega schön und ich konnte auch die goldenen Steine am Kraterrand in die Bildkomposition einbeziehen. Eine kurze, aber schöne Spielzeit. Zurück im Surf House belohnte ich mich erstmal ganz gechillt mit ein paar Tassen Milchkaffee.

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Vulkan Trasera, Soo in LanzaroteSonnenaufgang am Vulkan Trasera in Lanzarote

Die Wettervorhersage sagte wieder mal sehr starken Wind für die nächsten Tage voraus und so nutzte ich den strahlenden Tag heute für eine E-Bike Tour. Ich fuhr eine Runde durch das malerisch-schöne Weinanbaugebiet von Tinajo, hielt immer wieder an, um die schöne Landschaft zu bewundern und schloss die Runde dann über La Geria und Famara ab.

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Weinbau bei Tinajo, Lanzarote

Der Nordwind war auf den 10 Kilometern bis nach Famara schon brutal streng und das Biken nicht wirklich schön . Dafür wurde ich von Famara nach Soo durch den Rückenwind quasi 'hochgeschoben' . Ende gut – alles gut .

4. - 6. März 2022

Sturm und eine Wanderung zum Montaña Mosta

Am 4. und 5. März war es oft stark bewölkt und der Wind viel zu stark zum Velofahren. So verbrachte ich an diesen Tagen viel Zeit am Compi und hatte ab dem späten Nachmittag immer viel Spass mit meinen Mitbewohnern im Surf House. Das Zusammensein, zusammen kochen und quatschen habe ich wirklich sehr genossen .

Am 6. März war der Wind immer noch zu heftig für einen Ausflug mit dem Bike, aber es war zumindest freundlich und sonnig. So machte ich nach dem Frühstück eine kurze einstündige Wanderung zum Montaña Mosta, der sich genau gegenüber von Soo befindet. Der Weg führt über Sandpisten zum Vulkan und ich wurde durch den starken Wind immer wieder sandgestrahlt .

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Blick nach Soo, LanzaroteAuf dem Weg zum Montana Mosta, Lanzarote

Die Mühen hatten sich letztendlich aber voll gelohnt. Vom Kraterrand aus bot sich mal wieder ein Blick in einen Bilderbuchvulkan! Schön waren auch die Sandverwehungen mit den Pflanzen, die tapfer den widrigen Bedingungen trotzten.

Montaña Mosta bei Soo, Lanzarote

Ich ging hinunter in die Caldera und wollte auf der anderen Seite wieder hoch, aber kurz vor dem Rand wurde es einfach zu steil und zu rutschig auf der Lapilli und ich rutschte auf allen Vieren wieder zurück in die Caldera . Schade, aber ein lohnenswerter Ausflug war es auf jeden Fall.

Am Mittag ging ich mit Marina, Daniel und Rico zum Essen nach Famara ins Alma Restaurant. Es ist etwas hochpreisiger, aber den Preis wert. Ich hatte Pulpo in einer super feinen Kartoffelsauce – super lecker und wir hatten noch dazu eine lustige und unterhaltsame Zeit!

Am späten Nachmittag wanderte ich nochmals zum Sonnenuntergang zum Vulkan Trasera. Das Licht war schön, aber die Bildkompositionen nicht ganz so ideal. Trotzdem hatte sich die Wanderung mit den Aussichten nach Famara und zu den Klippen gelohnt und Vulkan ist sowieso immer toll .

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7. März 2022

Sonnenaufgang am Montaña Mosta und immer noch Wind

Wow, auch heute Morgen konnte ich mich auf den Weg zum Sonnenaufgang machen und wanderte in die sandige Ebene von Soo mit Blick zum Montaña Mosta. Es gibt dort einige Senken, die ich nutzte, um die Ziegenfarm in der Bildkomposition zu verbergen.

Grasbüschel und Sandrillen sorgten für einen hübschen Vordergrund und ich freute mich über diese wüstenartige Fotos im schönen goldenen Morgenlicht. Ich mag solche Landschaften einfach sehr!

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Sonnenaufgang in Soo, LanzaroteMontaña Mosta, Lanzarote

Den Rest des Tages hiess es leider immer noch Wind aussitzen und ich verbrachte einige Zeit am Compi und mit Reiseplanung für die Algarve, wo ich Ende März hinreisen würde.

8. März 2022

E-Bike Tour in die Weingebiete und Sonnenuntergang am Vulkan

Endlich war der starke Wind und auch der Regen vorbei und ich konnte es kaum erwarten, mich aufs Velo zu schwingen. Die Sicht war ebenfalls klar und ich machte die Tour durch das wunderschöne Weingebiet von Manchas Blanca, das für mich immer wieder eine Augenweide ist. Es sollte meine letzte Tour in diesem Gebiet sein und so liess ich mir viel Zeit und genoss die Ausblicke auf Weinreben und Vulkane.

Weiter ging es über Timanfaya, Yaiza und Uga bis nach La Geria mit den tollen Blicken zu den Montañas del Fuego. Lanzarote ist schon wirklich eine tolle kleine Vulkaninsel! Es war eine schöne, lange letzte Tour in dieser Gegend, die mir viel Freude bereitet hat.

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Strasse nach Soo, LanzaroteLas Manchas Blanca, LanzaroteWeinbau in LanzaroteLa Geria, Lanzarote

Zum Sonnenuntergang ging ich mit Benni und Angela nochmal zum Vulkan Trasera. Licht war heute besser als beim ersten Versuch und die Sicht bis Famara klar. Nach ein paar Fotos liefen wir zurück zum Surfhouse und ich machte ein Foto im letzten Licht vom Dach des Surf House.

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Vulkan Trasera, LanzaroteVulkan in Soo, LanzaroteSonnenuntergang auf Lanzarote

Es war mein letzter Abend im Surf House und wir feierten alle eine nette Party mit reichlich Bier und Wein zum Abschied. Ich fühlte mich mega wohl und wusste, dass ich diese Zeit sehr vermissen würde.

9. März 2022

Umzug nach Órzola und Sonnenuntergang am Mirador del Rio

An meinem letzten Morgen in Soo gab es keinen Sonnenaufgang und ich genoss den Morgen bei Milchkaffee und Chillen. Die Verabschiedung von allen fiel mir ziemlich schwer, aber gegen 12 Uhr machte ich mich auf den Weg zum Hiperdino und dann auf nach Orzola ins Apartment von Iván *. Wir hatten es dieses Mal privat gebucht – so bleibt auch bei ihm mehr hängen . Der Schlüssel war in der Safebox, ich konnte einziehen und kannte mich ja bestens aus . Jetzt war erstmal Waschen und Kochen von Shakshuka und Curry angesagt .

Am Abend belohnte ich mich für die Haushaltsarbeiten mit einem Sonnenuntergang am Mirador del Rio. Die Sonne ist nun deutlich mehr im Westen und nicht mehr ganz so ideal, aber für ein hübsches Pano reichte es allemal noch . Ich freute mich über diesen schönen Ausklang des Tages.

La Graciosa vom Mirador del Rio, Lanzarote
10. März 2022

Traumtag auf La Graciosa und Sonnenuntergang am Strand

Es war an diesem Tag sehr sonniges Wetter mit wenig Wind und einer ruhigen See. Das musste ich ausnutzen und nahm nochmals die Lineas Romero Fähre nach La Graciosa.

Auf der Insel angekommen, mietete ich mir diesmal ein Mountainbike bei 'Rent a bike El Archipielago Chinijo'. Wieder ein Laden in in dritter Reihe, um das Geschäft ein bisschen zu verteilen. Ich bekam ein gutes Mountainbike für 15 Euro und machte mich auf die Piste. Diesmal mit festen Schuhen, weil ich auf den Vulkan Montaña Bermeja hoch wandern wollte. Die Schuhe waren zwar viel zu warm, sollten sich aber durchaus als notwendig im steilen Gelände erweisen .

Als erstes fuhr ich ans westliche Ortsende von Caleta del Sebo zum Playa del Salado, wo ich bei meinem ersten Besuch nicht war. Es ist ein schöner Sandstrand mit türkisblauem Wasser und einem Vulkan, dem Montaña Amarilla, im Hintergrund. Richtig idyllisch .

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Playa del Salado, La GraciosaPlaya del Salado, La Graciosa

Ich fuhr weiter bis zum Parking der Playa de las Conchas und Montaña Bermeja, wo es heute wesentlich voller war als bei meinem ersten Besuch: der Strand war an diesem strahlenden Tag gut besucht. Aber ich wollte ja auf den Vulkan wandern und machte mich auf den Weg. Immer wieder hielt ich inne und bewunderte die Blicke auf die Bucht mit dem strahlenden goldenen Sand und türkis farbenen Wasser. Das letzte Teilstück war sehr steil und mit Lapilli ziemlich rutschig, aber letztendlich doch gut machbar.

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La GraciosaBikes am Playa de las ConchasPlaya de las Conchas, La Graciosa

Oben angekommen war ich total geflasht von der Aussicht: einfach unfassbar schön und beeindruckend . Ich habe selten so etwas Schönes gesehen. Mein Blick schweifte von der Playa de las Conchas mit goldgelbem Strand und türkis glitzernden Wasser hinein in den Krater des roten Montaña Bermeja und hinüber zu den Inseln Isla de Montaña Clara und Isla de Alegranza. Wunderbar ! Ich konnte mich kaum losreissen von dem Anblick und machte Panorama über Panorama bis ich schliesslich den Vulkan wieder hinunter rutschte.

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Panorama vom Montaña Bermeja, La GraciosaPanorama vom Montaña Bermeja, La GraciosaGipfelstürmer :)Isla de Montaña Clara, La Graciosa

Es ging weiter zum Mirador Baja de las Majapalomas, wo ich nochmals die Küste mit den Basaltsäulen und den Felsentoren bewunderte. Auch beim zweiten Besucht war ich beeindruckt von der Gewalt des Wassers und den schönen Felsformationen. Hier verweilte ich für eine Mittagspause und genoss Meer, Wellen und Aussicht.

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Mirador Baja de las Majapalomas, La GraciosaLa Graciosa, Lanzarote

Danach fuhr ich dieselbe Strecke zurück, denn die Wellblechpiste für die Inselumrundung musste ich nicht nochmal haben; die hat mir einmal gerreicht. Es war ein rundum gelungener Tag und nachdem ich das Bike zurückgegeben hatte, nahm ich um 15 Uhr die Fähre zurück nach Órzola.

Aber der Tag hatte für mich noch mehr zu bieten! Nach einer erfrischenden Dusche und vom Sand befreit, fuhr ich zum Sonnenuntergang an die Caleta del Mojón Blanco. Dort liegt inmitten von strahlend weissem Sand eine blaue Patera, einem alten Holzboot der afrikanischen Flüchtlinge. Das Licht war sehr schön weich und ich genoss eine ruhige Spielzeit zum Ausklang des Tages am Strand. Für das ganz letzte Licht reicht es auf dieser Seite nicht, da die Sonne eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang hinter den Famara Klippen verschwindet.

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Caleta del Mojón Blanco, LanzaroteSonnenuntergang auf Lanzarote
11. März 2022

Segeltour mit dem Katamaran nach La Graciosa

Den Sonnenaufgang verbrachte ich am Playa Caleton Blanco, wo sich die Klippen in Gezeitenpools spiegelten. Das erste Licht des Tages liess die Felsen tief rot strahlen und die Spiegelung war perfekt. Am Strand liegt eine alte, in zwei Teile verfallene Patera und eine noch gut erhaltene, die sich beide gut in Kompositionen einbauen liessen. Allerdings muss ich bei dem Anblick der Holzboote auch immer an das Schicksal der Flüchtlinge denken und die Gedanken lassen mich oft beklommen zurück. Die Flut lief langsam auf und der Strand füllte sich mit mehr Wasser und ich spielte weiter mit Spiegelungen. Ein toller Morgen und ich kehrte zufrieden zum Frühstück zurück ins Apartment.

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Playa Caleton Blanco, LanzaroteÓrzola, Lanzarote
Playa Caleton Blanco, Lanzarote

Ich hatte für 11 Uhr eine Katamaran Tour 'I love La Graciosa' der Lineas Romero gebucht. Die Tour sollte etwas mehr als fünf Stunden dauern und inkludiert waren eine sehr leckere Paella, Mojitos, Sangria, Bier und nicht alkoholische Getränke sowie unterhaltsame Musik.

Bis La Graciosa herrschte Maskenpflicht, weil die Strecke als reguläre Fähre galt – was für ein Quatsch . Nach Ankunft in Caleta del Sebo gab es einen halbstündigen Landgang auf eigene Faust, aber da ich den Ort ja schon kannte, ging ich nur ein wenig am Strand spazieren.

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Katamaran Lineas Romero, ÓrzolaCaleta del Sebo, La Graciosa

Zurück an Bord gab es nun keine Maskenpflicht mehr und zur Begrüssung gab es ein Stück leckere Tortilla und einen Mojito. Der Katamaran segelte mit beiden Segeln vor der Küste bis zum Montaña Amarilla und Blick nach Isla de Montaña Clara und Isla de Alegranza. Die See war hier rauher, aber für mich kein Problem und ich genoss die andere Perspektive zu den vorgelagerten Inseln.

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Caleta del Sebo, La GraciosaMontaña Amarilla, La Graciosa

Die Stimmung an Bord war gechillt und ich plauderte mit ein paar Briten während ich mir die Paella schmecken liess. Die ockerfarbene Montaña Amarilla hat interessante Felsstrukturen, die man von der Seeseite bewundern kann. Der letzte Halt war an der Playa Francesca, wo einige ein Boot zum Strand nahmen und eine halbe Stunde Kajak fahren konnten. Ich blieb – wie viele andere – an Bord und schlürfte Sangria. Mir reicht es, den Strand anzusehen .

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Montaña Amarilla, La GraciosaPlaya Francesca, La Graciosa

Dann ging es langsam zurück nach Órzola. Es war eine schöne, kurzweilige Tour, die sich gelohnt hatte. Den Tag liess ich mit Rum-Coki auf der Dachterasse ausklingen – Autofahren war nach der vielen Sangria nicht mehr drin und mittlerweile hatte sich die Sonne hinter Wolken versteckt.

12. März 2022

Mirador de Guinate und Mirador Rincon de Haría

Wolken verdeckten mir heute den Sonnenaufgang, aber schon bald am Vormittag wurde es sonnig und ich machte eine schöne lange Velotour bis zum Mirador de Guinate hoch mit tollem Ausblick über die Steilküste bis La Graciosa. Leider war die Sicht nach Famara und La Santa nicht mehr so klar wie gestern, obwohl es mal keine Calima hatte.

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Mirador de Guinate, Lanzarote

Ich fuhr weiter über Haría bis zum Mirador Rincon de Haría. Das letzte Stück geht über eine unbefestigte Strasse, die aber gut zu befahren war. Ich bin immer froh, wenn es keine Wellblech hat! Vom Aussichtspunkt kann man die gesamte Küstenbucht von Famara und La Santa bewundern. Und bei den Wellen, die in die Bucht laufen, wird auch verständlich, warum Famara bei Surfern so beliebt ist.

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Mirador Rincon de Haría, Lanzarote

Meine Rückfahrt führte über eine rasante Abfahrt nach Arrieta und dann über Puerta Mujeres zurück nach Órzola. Schöne Tour und die ausreichende Bewegung hat mir gut getan.

Den Sonnenuntergang verbrachte ich am Mirador de Guinate mit Blick nach La Graciosa. Nach dem Regen blühten nun einige gelbe Pflanzen, die sich gut im Vordergrund machten und über La Graciosa hatten sich einige attraktive Wolken gebildet. Der Anblick mit der Aussicht auf die Insel und den Pflanzen im warmen Licht am Ende des Tages hat mich total begeistert und ich freute mich sehr über die Fotos.

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Mirador de Guinate, LanzaroteBlick nach La Graciosa
13. März 2022

Ruhe vor dem Sturm

Heute war mir nochmal ein letzter Sonnenaufgang, den ich im Malpaís von Orzola verbrachte, vergönnt. Im Malpaís wachsen die hübschen Wolfsmilchgewächse und ich fand immer wieder hübsche Lavastrukturen. Zusammen mit dem herrlich warmen Licht gelangen mir ein paar nette Fotos und ich genoss diesen letzten Morgen vor dem Sturm.

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Malpaís bei Órzola

Ich nutzte das (noch ruhige) sonnige Wetter am Vormittag aus und machte eine E-Bike Tour über Arrieta bis zum Mirador del Rio. Da der Wind aus Nord wehte, war die Runde im Uhrzeigersinn einfacher zu fahren. Am Mirador angekommen, kündigte sich Sturm Celia mit zunehmenden Winden bereits an, aber La Graciosa lag noch wunderbar in der Sonne und das Meer leuchtete in einem herrlichen türkis. Bei diesem Anblick bin ich in eine Art Panoramawahn geraten und habe unzählige Panoramafotos gemacht . Aber es hat sich doch gelohnt, oder ?

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Panorama vom Mirador del RioMirador del Rio, LanzaroteLa Graciosa vom Mirador del RioPanorama La Graciosa, Lanzarote
Panorama La Graciosa

Nach der rasanten Abfahrt bis nach Órzola nahm die Bewölkung rasch zu und der Wind frischte merklich auf. Das war es dann erst mal wieder mit gutem Wetter für die nächsten Tage.

14. - 15. März 2022

Besuch im Lavatunnel Cueva de los Verdes

Das Tiefdruckgebiet Celia brachte den Kanaren schweren Sturm und Starkregen, der auf den Gipfeln von Gran Canaria, La Palma und Teneriffa als Schnee fiel. Es war der schwerste Sturm des Jahres, bei dem sogar einige Menschen bei Unfällen auf den Inseln ums Leben kamen.

Für mich war der 14. März daher ein Compi Tag und unter anderem startete ich mit der Reiseplanung für die Algarve in Portugal, wo ich im Anschluss an die Kanaren reinschnuppern wollte.

Am 15. März besuchte ich, so wie es mir schon im Januar vorgenommen hatte, nochmals die grossartige Cueva de los Verdes. Diesmal mit der Sony A7 III und 16mm Weitwinkelobjektiv. Die Fotos mit der spiegellosen Vollformatkamera sind qualitativ bei hoher ISO Zahl wesentlich besser und mit dem Weitwinkel konnte ich zudem andere Perspektiven einfangen.

Die Cueva de los Verdes (Grüne Höhle) ist ein begehbarer Teil eines riesigen Lavatunnels, der beim Ausbruch des Vulkans La Corona vor über 20.000 Jahren entstand. Der Tunnel ist insgesamt 6,9 Kilometer lang und setzt sich noch 1,4 Kilometer unter dem Meeresboden im Atlantik fort. Damit gehört er zu den längsten Lavaröhren der Welt. An insgesamt 16 Stellen ist die Decke eingebrochen und man kann das Tunnelsystem betreten.

Der Name leitet sich von ihren Entdeckern ab, der Familie Verde, die die Höhle entdeckte und die Einwohner Lanzarotes nutzten sie im 16. und 17. Jahrhundert als Versteck vor den Invasionen nordafrikanischer Piraten. In den 1960er Jahren wurde der Tunnel durch den Künstler Jésus Soto und dem Architekten César Manrique erschlossen und mit Lichtinstallationen gestaltet und so den Besuchern zugänglich gemacht.

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Cueva de los Verdes, LanzaroteSala de los MineralesLavazapfen in Cueva de los Verdes

Wir stiegen hinab in den Lavatunnel und standen inmitten der gewaltigen Höhle 'Sala de los Minerales', die sicher eine Höhe von 10 bis 12 Metern hat. Unglaublich, wie viel Lava hier durchgeflossen sein muss! An den Wänden kann man gut die verschiedenen rippenähnlichen Pegelstände der Lava erkennen und an manchen Stellen hängen Zapfen, die entstehen, wenn die grosse Hitze das Gestein zum Schmelzen bringen. Farblich ist sie durch die verschiedenen Mineralien wie weisses Kalziumkarbonat, rotes Eisenoxid und braunen Phosphaten ziemlich bunt.

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Verschieden Lava FliesshöhenCueva de los Verdes, Lanzarote

Tief im Tunnel wurde aufgrund der aussergewöhnlichen Akustiv ein Auditorium gebaut und es finden regelmässig Konzerte statt. Den beeindruckenden Abschluss bietet im oberen Bereich eine spektakuläre Spiegelung in einem kleinen Becken. Man hat die Vorstellung, dass das Wasser sehr tief ist, aber alle waren erstaunt, als unser Guide einen Stein ins Wasser war und der Stein nur rund 20 Zentimeter tief fiel. Wirklich die perfekte Illusion! Das Wasser stammt aus Regenwasser, das auf Lanzarote nur sehr spärlich fällt.

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Auditorium, Cueva de los VerdesBlick in den Lavatunnel

Nach 45 Minuten war die Tour schon wieder vorbei und auch dieser Besuch hat mich erneut völlig fasziniert Diesmal konnte ich die Lavaröhre noch mehr geniessen und die Eindrücke tief in mir aufsaugen. Ich freute mich sehr über die Weitwinkelaufnahmen der Spiegelung, denn die Höhe der Lavaröhre kommt damit viel mehr zur Geltung.

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Spiegelung im RegenwasserbeckenCueva de los Verdes, Lanzarote

Den Rest des Tages war wieder Compi angesagt, denn der Sturm war zum Biken noch immer viel zu stark. Ein letztes Mal ging ich aber doch noch mal zum Hafen, um zu schauen, wie die Fähren der Lineas Romero und Biosfera Express beim Auslaufen gegen die Wellen kämpften. Das sah schon sehr heftig aus und ich war froh, dass ich bei meinen Besuchen auf La Graciosa Tage mit perfekten Bedingungen wählen konnte .

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Biosfera Express, LanzaroteLineas Romero, Lanzarote
16. - 19. März 2022

Abschied mit Calima von Lanzarote

Am 16. März 2022 zog ich für die letzten drei Tage auf Lanzarote ein letztes Mal in die Finca La Florida um. Ich bekam dieses Mal ein anderes, ebenfalls sehr geräumiges, Zimmer im Erdgeschoss; daher hier ein paar Fotos davon.

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Zimmer Finca La Florida, Lanzarote

Die Tage bis zum 18. März waren leider bis zum Schluss von starkem und einer neuen Calima, die mich noch bis Andalusien begleiten würde, geprägt. So machte ich überwiegend Sport im Gym, entwickelte Fotos, ass Gambas al Ajillo oder Meat balls und plauderte mit Jason und Debbie. Am vorletzten Tag hatte der Clio eine Autowäsche nach der tagelangen Calima bitter nötig. Es war einfach zu viel Sand auf dem Auto, auch wenn die Calima immer noch anhielt. Abends war ich bei Jean und Chris, die ich im Januar in der Finca kennengelernt hatte, zum Abschiedsabendessen eingeladen. Jean hatte ein fantastisches indisches Gambas Curry mit Basmati Reis, Naan Brot, Mango Chutney, Salat und Minzsauce gekocht. Mega lecker und es war ein sehr schöner Abend mit interessanten Unterhaltungen .

19. - 21. März 2022

Fähre von Lanzarote nach Cádiz

Heute hiess es Abschied nehmen von Lanzarote! Die Calima war nicht mehr ganz so ungesund und ich machte eine letzte Velotour durch die Landschaft, die mir immer am besten gefallen hat: Timanfaya und Parque Natural de los Volcanoes. Ich konnte das Zimmer für 30 Euro Aufpreis bis zum Abend nutzen, was sehr angenehm war. Danach belohnte ich mich mit einer letzten Portion Gambas al Ajillo, verabschiedete mich von Debbie und Richie und fuhr gegen 21 Uhr zum Hafen nach Arrecife.

Die 'Ciudad de Valencia' lag schon am Quai und bald darauf konnte ich auf die Fähre fahren. Auch dieses Mal war die Rampe völlig flüssig zu fahren und die Fähre zu meiner Verwunderung auch nicht voll. Parken war problemlos. Meine Kabine war diesmal eine Innenkabine ohne Fenster, aber ansonsten von der Ausstattung völlig identisch.

Auf dem Schiff lernte ich schnell Andre, einen Holländer, kennen und wir plauderten bei Wein an der Bar, bis das Schiff schliesslich um 23:45 Uhr die knapp 30-stündige Fahrt bei ruhiger See nach Cádiz begann.

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Kabine auf Autodeck

Ich hatte gut geschlafen in der Nacht und die See so gut wie gar nicht gespürt. Drei Mahlzeiten plus Frühstück am zweiten Tag waren inkludiert im Fahrpreis und ich frühstückte ausgiebig. Am Tag arbeitete ich am Compi, plauderte mit Andre auf dem Sonnendeck und wir verbrachten auch den Abend zusammen.

Am 21. März legte die Fähre um 8 Uhr in Cádiz an. Ich war ausgeschlafen und bereit für die rund dreistündige Fahrt nach Lepe bei Isla Cristina an der Grenze zu Portugal.

Im nächsten Kapitel geht es dann weiter mit meiner Woche in Andalusien.



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