Der Nordosten von La Palma

3. Januar – offen

Herzlich Willkommen zu meinem Fotoreisebericht 'Überwintern auf den Kanaren zur Zeit von Corona'. Momentan ist es ein Live Reisebericht, da ich noch nicht genau weiss, wie lange ich bleiben werde und welche Inseln ausser Teneriffa ich besuchen kann. Zur Zeit ist La Palma dazu gekommen, wo ich einige Zeit bleiben werde. Aufgrund von Covid-19 möchte ich alles so flexibel wie möglich halten.

Den November verbrachte ich dieses Jahr noch Zuhause, aber das neblige und kalte Wetter ging mir Ende November dann ziemlich auf die Nerven. Ausserdem deutete sich bereits an, dass Deutschland wohl doch in einen harten Lockdown mit Ausgangssperren gehen würde und so buchte ich mir nur den Hinflug nach Teneriffa für den 12. Dezember 2020. Ende offen. Das Auto – diesmal wieder ein Opel Mokka X, mietete ich wie gewohnt bei Cicar an.

Weiterreise von Teneriffa nach La Palma

3. - 11. Januar 2021

Nach gut drei Wochen auf Teneriffa (hier geht es zum Reisebericht Teneriffa Südwest) nahm ich am 3. Januar um 13 Uhr die Fred.Olsen Fähre nach Santa Cruz de la Palma. Da auf Teneriffa eine Ein- und Ausreisesperre galt und man die Insel nur aus bestimmten Gründen verlassen kann (oder einreisen), musste ich ein spezielles Formular der kanarischen Regierung ausfüllen und einen Beleg über eine Buchung in einer registrierten touristischen Unterkunft nachweisen. Beim Check-In am Auto sammelte der Fred.Olsen Angestellte die Erklärung ein; den Buchungsnachweis wollte er nicht sehen .

Die Fähre war vielleicht zu 20% gebucht – es war erschreckend, wie leer sie war ! Abstand halten war nicht wirklich ein Problem. Ich hatte einen guten Tag gewählt: den Tag, bevor der Sturm Filomena einige Tage starken Wind und Starkregen brachte. Dasselbe Tief, das eine Woche später so viel Schnee wie seit 40 Jahren nicht mehr nach Zentral- und Nordspanien brachte. In Madrid lag 50 Zentimeter Schnee und die Temperaturen erreichten Rekordtiefen.

Meine Überfahrt war perfekt ruhig und dauerte 2,5 Stunden. Aufgrund der etwas unsicheren Lage, ob ich die Fähre tatsächlich nehmen darf, hatte ich wieder ein H10 Hotel mit kurzfristiger Stornierungsmöglichkeit und wegen des länger andauernden Schlechtwetters All-Inclusive (Cocktails machen das Wetter schön... ) gebucht: das H10 Taburiente Playa * ist nur eine kurze Fahrt vom Fährhafen entfernt und befindet sich an der Playa de Cancajos.

Ich hatte ein renoviertes Doppelzimmer gebucht, das aus einem grossen Raum mit zwei Einzelbetten, Sessel, Tisch, Schreibtisch, Minikühlschrank und einem grosszügen Bad bestand. Normaler H10 Standard und ich fühlte mich wohl. Es ist das grösste Hotel hier auf der Insel mit einer pompösen Halle (viel Vegetation und sogar ein Wasserfall!), drei Pools sowie einigen Restaurants und Bars. Wegen der geringen Auslastung war allerdings nur ein Restaurant und eine Bar geöffnet.

Diashow H10 Taburiente Playa (Klick für grössere Bilder):
Doppelzimmer H10 Taburiente PlayaBadezimmer H10 Taburiente PlayaLeere Hotelanlage, La PalmaRestaurant H10 Taburiente PlayaBurger zum LunchCocktail :)

Der einzige schöne Sonnenaufgang

Am ersten Morgen war es ziemlich bewölkt, aber dann kam die Sonne direkt neben dem deutlich sichtbaren Teide auf Teneriffa hervor und zauberte für zwei Minuten ein herrlich rotes Licht. Das war es dann aber auch schon und ich genoss einen Kaffee auf dem Balkon.

Am nächsten Morgen durfte ich noch einen Sonnenaufgang fotografieren. Direkt gegenüber in knapp 100 Kilometer Entfernung thronte der Teide auf Teneriffa und ich fand eine schöne Stelle mit vorgelagerten Lavafelsen.

Am Himmel deuteten die Wolken bereits den nahenden Sturm an, aber für mich waren sie Willkommen, weil sie sich mega schön intensiv rot verfärbten. Am Ende wurde ich sogar noch mit einem Sonnenstern belohnt und so wurde es ein gelungener Morgen – und leider sollte es auch der einzige für die kommende Woche bleiben .

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Sonnenaufgang La Palma OstküsteSonnenaufgang auf La PalmaSonnenaufgang mit Blick zum Teide von La PalmaSonnenaufgang La Palma Ostküste
Blick nach Santa Cruz de La Palma

Regenbogenwunderland & Ausflug in den Norden

Tief Filomena war ein enormes Sturmtief und zog sich langsam tagelang über den Archipel. Der Wind war so heftig, dass es nicht in Frage kam, ein E-Bike zu mieten – viel zu gefährlich bei den Böen, die über 100 km/h erreichten . Dazu gab es immer wieder Starkregen und nur kurze sonnige Abschnitte, die ziemlich häufig zu Regenbögen führten.

An einem Regenbogen Mangel litt ich sicher nicht und immer wieder knipste ich ein paar Fotos davon. In der Diashow seht Ihr eine Auswahl von mehreren Tagen. Die Transmediterranea Fähre ist übrigens eine der älteren Fähren, die unter anderem in rund 34 Stunden ab Cadiz über den Atlantik auf die Kanaren fahren.

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Regenbogen über Santa Cruz de La PalmaRegenbogen bei Playa de los CancajosPlaya de los CancajosTransmediterranea Fähre unter dem RegenbogenTransmediterranea FährePlaya de los CancajosRegenbogen an der Playa de los Cancajos

Rund um die Playa de los Cancajos machte ich in den Regenpausen kurze Ausfahrten und Spaziergänge und dabei entstanden diese Schnappschüsse zur Dokumentation.

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Breña AltaBlick zum Flughafen La PalmaSan Pedro, La PalmaBlick vom Mirador de la Tosca auf Nordküste

So liess ich es mir mit Cocktails und Essen gut gehen und sass den Sturm einfach aus . Es gab aber auch immer wieder sonnige Abschnitte, die ich für kurze Ausflüge nutzte. An einem Tag machte ich mit dem Auto einen Ausflug in den Norden bis zum Mirador Jardín de Las Hespérides. Von diesem Aussichtspunkt hat man einen beeindruckenden Ausblick in den Barranco de la Fuente.

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Blick in den Barranco de la FuenteBarranco de la FuenteTreppenweg zum Playa de Nogales

Danach fuhr ich zum Parkplatz des Playa de Nogales und stieg den schmalen Treppenweg bis fast ganz zum Strand hinunter. Ganz runter ging ich nicht, weil der grösste Teil des schwarzen Strandes bereits im Schatten lag. So begnügte ich mich mit einer kurzen Wanderung und den tollen Ausblicken auf Strand und Steilküste.

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Playa de NogalesBlick auf die Playa de Nogales

Llano de las Brujas

Am 9. Januar wurde das Wetter endlich besser und ich nutzte den Abend, um durch den Tunnel auf die andere Inselseite zu fahren und in der Gegend von Llano de las Brujas zu Sonnenuntergang zu fotografieren.

Dort ist eine schöne Lavalandschaft mit kanarischen Kiefern und tollen Blicken zur Cumbre und der Cumbrecita. Als kleiner Punkt ist auch die Ermita de la Virgen del Pino zu erkennen . Es war nur 7 Grad 'warm' und der Wind zunächst etwas unangenehm. Später schlief er komplett ein – wie schnell das gehen kann !

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Sonnenuntergang am Llano de las BrujasBlick zur Cumbre und CumbrecitaLlano de las BrujasLlano de las Brujas, La Palma, Kanaren

Das Licht wurde auch immer besser und intensiver und ich freute mich über die Fotos. Endlich mal wieder fotografieren!

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Sonnenuntergang, Llano de las Brujas, La PalmaBlick zur Cumbrecita und Ermita de la Virgen del PinoSonnenuntergang auf La Palma

Das Wetter wurde nun freundlicher und ich zog um an die Nordwestküste nach Las Tricias. Was ich dort erlebte und fotografierte, könnt ihr im nächsten Kapitel lesen.



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