Reisebericht Death Valley Kalifornien

24. - 29. Januar 2020

Letzter Sonnenaufgang in den Alabama Hills und Weiterreise ins Death Valley

Auch am letzten Morgen erwarteten mich die Alabama Hills mit einer wunderschönen blaue Stunde, die ich heute bei der Felsformation Shark Fin verbrachte. Sie befindet sich direkt vor dem Lone Pine Peak und Mount Whitney und sieht tatsächlich aus wie eine Haiflosse! Nach der blauen Stunde war dann aber Schluss mit lustig und schönem Licht, denn Wolken im Osten verhinderten sowohl das rosa Licht als auch das erste goldene Licht auf den Bergen. Schade, aber ich denke, ich kann mich nach den letzten Tagen nicht wirklich beklagen !

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Blaue Stunde in den Alabama HillsAlabama Hills Lone Pine KalifornienShark Fin Alabama Hills

15 Minuten nach Sonnenaufgang setzte sich die Sonne aber dann doch durch und tauchte die Shark Fin und die Berge in immer noch recht warmes Morgenlicht. Gut, dass ich noch gewartet habe! Ich wanderte noch ein wenig herum und machte ein paar letzte Fotos der Felsen in der Umgebung. Und dann war es Zeit, den Alabama Hills Goodbye zu sagen – sie waren wirklich sehr gut zu mir gewesen !

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Shark Fin Alabama Hills KalifornienAlabama Hills Lone Pine KalifornienAlabama HillsAlabama Hills Lone Pine KalifornienAlabama Hills Lone Pine Kalifornien

Ich frühstückte und packte dann mal wieder meine paar Sachen zusammen. Heute hatte ich es nicht allzu weit und würde weiter bis Stovepipe Wells ins Death Valley fahren.

Die Fahrt dauerte nur rund 1,5 Stunden und ich erreichte mein Hotel in Stovepipe Wells bereits kurz nach 13 Uhr. Ich konnte noch nicht einchecken und schaute mich daher ein wenig um. Die Mesquite Flat Sand Dunes kannte ich schon vom letzten Jahr, aber ich wollte mir das Devil's Cornfield ansehen. Hier wachsen viele Exemplare des Arrowweed (Pluchea sericea), auf Deutsch auch Pfeilkraut genannt, dessen Wurzelsystem die Erde unter ihnen bündelt und sie so mit Feuchtigkeit versorgt. Der Wind weht den Sand um sie herum weg und so sieht es dann aus, als würden sie auf einer Art Podest stehen. Diese Pflanzen gibt es in so grosser Anzahl nur an dieser Stelle und erinnern entfernt an Heuballen nach der Ernte. An Stellen, wo es mehr Wasser gibt, sind sie grüner und blühen sogar. Ich fand sie mega interessant und freut mich schon jetzt darauf, sie mal im guten Licht an einem späten Nachmittag oder vor Sonnenaufgang zu fotografieren.

Nun konnte ich auch im Hotel einchecken. Das Zimmer und Badezimmer waren sauber und durchschnittlich gross mit Fernseher, Mini-Kühlschrank und Kaffeemaschine. Leider keine Mikrowelle und das WLAN, das es normalerweise in der Lobby gibt, funktionierte seit dem Unwetter an Weihnachten nicht mehr. Kein WLAN ist für mich immer ziemlich Scheisse, denn ohne Kontakte zum Chatten oder Foren bin ich noch ein Stückchen mehr allein...

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Hotelzimmer Stovepipe WellsRezeption

Ich brachte mein Zeugs ins Zimmer und fuhr dann zum Sonnenuntergang zu den Mesquite Flat Sand Dunes. Es hatte noch einige Schleierwolken, die das Sonnenlicht dämpften, aber das Licht war noch einigermassen schön. Ich wanderte durch die Dünen und hielt mich weiter rechts, wo es weniger Leute hatte und die Dünen weniger zertrampelt waren. Es war diesmal schwieriger als letztes Jahr, makellose Dünen zu finden, denn fast überall gab es Fussspuren. Ich finde das Schade, denn die Dünen sehen mit den Sandrillen einfach wunderschön aus!

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Mesquite Flat Dunes – Death ValleyDeath ValleyMesquite Flat Dunes – Death ValleyDeath Valley KalifornienMesquite Flat Dunes – Death Valley

Ich fand aber dennoch einige hübsche Stellen und hin und wieder wurde das Licht herrlich intensiv und brachte die Dünen zum Leuchten. Zu guter Letzt wurden die Berge für eine Minute nochmal rot und dann war es leider schon wieder vorbei. Immerhin wurde der Himmel nach Sonnenuntergang noch ein wenig rot und die Salzfpannen leuchteten geradezu.

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Mesquite Flat Dunes – Death ValleyDeath Valley Kalifornien

Ein schöner Abschluss und ich wanderte durch die Dünen zurück zum Parkplatz. Den Rest des Tages arbeitete ich dann an Fotos für den Reisebericht und ging früh zu Bett.

Highlight des Tages: das letzte Leuchten der Alabama Hills in der blauen Stunde

25. Januar 2020

Mesquite Flat Sand Dunes, Mosaic Canyon & Devil's Cornfield

Ich stand gewohnt früh auf und es war sternenklar. Dazu 8°C Grad PLUS – wow, das erste Mal seit langem keine warmen Sachen mehr am Morgen ! Zum Sonnenaufgang hatte ich mir heute die Mesquite Flat Sand Dunes vorgenommen – viele andere aber auch. Es war Samstag und dann ist in den Nationalparks immer viel los. So wanderte ich die Dünen entlang und suchte nach Strukturen. Je weiter man sich von der 'Hauptroute' entfernt, desto leerer wird es und desto schöner und unberührter sind die Dünen.

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Mesquite Flat Dunes – Death ValleyDeath Valley KalifornienSonnenaufgang Mesquite Flat DunesSonnenaufgang Death Valley

Ich fand einige Möglichkeiten; die Dünen sind toll, genau wie die gebackenen Strukturen in den Senken. Mir gefiel das Leuchten der Dünen bis es kurz rosa wurde und dann die Sonne die Dünen verzauberte. Aus dem dunklen Sand wurde richtiges Gold mit schönen Schatten! Eine mega Stimmung, die aber nur rund 20 Minuten anhält. Dann wird das Licht schnell härter und ich wanderte langsam durch die Dünen zurück zum Parkplatz.

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Mesquite Flat Dunes – Death ValleyDeath Valley KalifornienSonnenaufgang Mesquite Flat DunesSonnenaufgang Death Valley

Heute war mal wieder Datensicherung angesagt, die ich während des Frühstücks bei einigen Tassen Milchkaffee machte. Danach fuhr ich nach Beatty. Ich wollte mir die Rhyolite Ghost Town ansehen und dabei die Gelegenheit nutzen, günstig zu tanken und ein WiFi suchen. Tanken ist im Death Valley sehr teuer, über einen Dollar pro Gallone mehr als in Kalifornien und Beatty ist in Nevada und daher noch günstiger. Ich fand ein Cafe mit WiFi, tankte und fuhr die paar Kilometer zurück zur Geisterstadt.

Rhyolite fand ich allerdings ziemlich entäuschend. Die Goldgräberstadt von 1905 ist eigentlich nicht mehr vorhanden; es stehen nur noch wenige Gebäude und Ruinen, die einst auch als Hollywoodkulisse dienen mussten. Während des sehr kurzen Goldbooms von 1905 bis 1910 lebten hier 10.000 Menschen und 1914 war alles vorbei, als die Goldminen ausgebeutet waren. Rhyolite war Geschichte. Von den Holzhäusern steht gar nichts mehr, nur noch Reste von den steinernden Gebäuden wie dem Hotel, Gefängnis oder dem Bahnhofsgebäude.

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Rhyolite Ghost Town NevadaRhyolite Ghost Town Nevada

Ich hielt mich nicht lang auf und fuhr zurück nach Stovepipe Wells und direkt zum Mosaic Canyon, der sich in unmittelbarer Nähe befindet. Der Trail ist 3,5 Kilometer lang und man muss ihn hin und zurück laufen. Die schönsten engen Passagen sind direkt am Anfang, wo sich auch tolle Steinstrukturen in verschiedenen Farben befinden. Aus Zeitgründen lief ich nur knapp zwei Kilometer hinein, denn ich wollte zum Sonnenuntergang nochmal zu den Dünen. Aber das war auch so ganz in Ordnung und ich genoss diese kurzweilige Wanderung und die Aussichten.

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Mosaic Canyon Death ValleyMosaic Canyon Death Valley KalifornienMosaic Canyon Death ValleyMosaic Canyon Death Valley Kalifornien

Nach einer kurzen Pause im Hotel fuhr ich dann zum Sonnenuntergang zu den Dünen. Ich suchte mir heute eine völlig andere Stelle und fand mein persönliches, völlig menschenleeres und unberührtes Paradies der Mesquite Flat Sand Dunes. Die Sandrillen machten tolle Muster auf den hohen Dünen und immer wieder fand ich schöne Bildkompositionen mit den Bergen im Hintergund. Es war etwas wolkig und für das allerletzte warme Licht reichte es nicht und ich ging etwas eher zurück.

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Mesquite Flat Dunes – Death ValleyMesquite Flat Dunes – Death ValleyMesquite Flat Dunes – Death Valley

Ich wollte die Gelegenheit nutzen, und die Arroweeds im Devil's Cornfield fotografieren. Der Himmel gegenüber vom Sonnenuntergang verfärbte sich knallrot und ich wusste gar nicht, welche Pflanzen ist zuerst nehmen sollte! Es war eine fantastische Stimmung, die diesen interessanten Pflanzen mehr als gerecht wurde. Der Himmel und die Farben waren schlicht der Knaller und ein würdiges Ende dieses erlebnisreichen Tages.

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Arrowweed (Pluchea sericea) im Devil′s CornfieldArrowweed (Pluchea sericea)Devil′s Cornfield Death ValleyDevil′s Cornfield Death ValleyDevil′s Cornfield Death ValleySelfie Mesquite Flat Sand Dunes :)

Den Rest des Abends verbrachte ich im Zimmer. Blöd ohne WiFi und ich ging nach den Nachrichten früh zu Bett.

Highlight des Tages: die Dünen und Sonnenuntergang beim Devil's Cornfield

26. Januar 2020

Mesquite Flat Sand Dunes und Badwater Basin

Ein milder Morgen erwartete mich und am Himmel gab es eine lockere Wolkendecke. Ich fuhr zum Devil′s Cornfield und machte auf dem Weg ein nettes Bild vom Arrowweed und den rot glühenden Wolken. Bald darauf erreichte ich die Dünen und suchte mir ein schönes Plätzchen. Die Wolken blieben noch und färbten sich zunächst rot und dann rosa. Das Licht wurde auf die Dünen reflektiert, die nun eine hübsch pastellfarben aussahen.

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Arrowweed (Pluchea sericea) im Devil′s CornfieldMesquite Flat Sand DunesMesquite Flat Sand Dunes Death ValleyMesquite Flat Sand Dunes Kalifornien

Die westliche Seite war hingegen wolkenlos und die ersten Sonnenstrahlen erreichten die Berge. Nicht viel später leuchteten die Dünen golden im warmen Morgenlicht. Es war wirklich schön zu beobachten, wie sich die Farbe des Sandes im Laufe dieser halben Stunde veränderte! Die Dünen waren unberührt und sahen prächtig aus. Allerdings brauchte ich auch etwas Geduld, weil die Sonne immer mal wieder hinter einer Wolke verschwand. Aber ich war froh, diese Stelle probiert zu haben – es war perfekt! Vom Parkplatz aus wäre es schwieriger geworden, Dünen ohne Fussspuren zu finden.

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Mesquite Flat Sand Dunes Death ValleyMesquite Flat Sand DunesMesquite Flat Sand Dunes Death ValleyMesquite Flat Sand Dunes Kalifornien
Mesquite Flat Sand Dunes Death Valley

Als ich zurück zum Hotel fuhr, sah ich, dass der Parkplatz schon ziemlich gut gefüllt war. Kein Wunder an einem Sonntag! Ich frühstückte, machte Datensicherung und mich dann gegen 11 Uhr auf den Weg nach Furnace Creek. Es sind nur 26 Meilen und ich hatte hier für drei Tage ein Zimmer in The Ranch at Death Valley * gebucht.

Das Hotel wurde kürzlich renoviert und die Zimmer sind sehr gross mit zwei Queenbetten, Fernseher, Mini-Kühlschrank, jedoch keiner Mikrowelle. Das Bad ist geräumig mit einer herrlichen Dusche und zu meiner grossen Begeisterung gab es hier nun auch neuerdings ein stabiles Breitbandinternet – wow und sehr willkommen! Das Hotel ist wie alles im Death Valley hochpreisig und im Übernachtungspreis ist kein Frühstück inkludiert, aber im Grossen und Ganzen passt hier das Preis-/Leistungsverhältnis besser als im Stovepipe Wells.

Diashow The Ranch at Death Valley (Klick für grössere Bilder):
The Ranch at Death ValleyThe Ranch at Death Valley

Ich hatte mich schon lange auf das Badwater Basin gefreut und hatte vor, dieses in den kommenden Tagen intensiv zu den schönen Fotozeiten zu erkunden. So machte ich heute zu Sonnenuntergang gleich den Anfang. Zunächst machte ich einen Schlenker zum Devil's Golf Course, um mir die Location anzusehen. Es ist eine grosse Salzpfanne mit groben Halitsalzkristallformationen und der Name entstand 1934 scherzhaft, als der National Park Service in seinem Handbuch diesen Ort mit den Worten, dass hier 'nur der Teufel Golf spielen kann' beschrieb. Genauso sah es auch aus, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie in etwas besserem Licht ganz interessant aussehen könnten .

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The Ranch at Death Valley

Nach ein paar Dokufotos fuhr ich dann die paar Meilen weiter bis zum Parkplatz am Badwater Basin, das mit zu den niedrigsten Orten der Welt gehört und sich auf einer Höhe von -85.5 Metern unter dem Meeresspiegel befindet. Ich wanderte wie bereits letztes Jahr auf die Senke hinaus, die vor langer Zeit mal der prähistorische Lake Manly war.

Ich lief allerdings nicht ganz in die Mitte und konzentrierte mich heute auf die etwas gröberen braun-weissen Salzstrukturen auf halber Strecke. Das Licht war ziemlich schön goldig und ein paar dekorative Wölkchen hatte es auch. Dafür kann man im Death Valley immer sehr dankbar sein! Ich lief durch die Salzpfanne und fand immer wieder wunderschöne Strukturen. Die Sonne verschwand rund 45 Minuten vor Sonnenuntergang hinter den Bergen und ich freute mich über einen Sonnenstern. Die Berge auf der anderen Seite bekommen aber noch Licht bis zum Sonnenuntergang ab.

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Bad Water Basin Death ValleyBad Water Basin Death Valley Death ValleyBad Water Basin Death Valley KalifornienBad Water Basin Death Valley Death Valley

Die dekorativen Wolken hielten sich bis nach Sonnenuntergang und wurden kitschig rosa, was sich gegen das blaue Schattenlicht auf den Salzpfannen ausgesprochen gut machte. Ich blieb bis zur blauen Stunde und freute mich sehr über die Ausbeute dieses ersten Nachmittags im Badwater Basin. Nicht schlecht für den Anfang !

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Bad Water Basin Death ValleyBad Water Basin Death Valley Death ValleyBad Water Basin Death Valley KalifornienBad Water Basin Death Valley Death Valley

Den Rest des Abends verbrachte ich im Hotel und holte einiges an Nachrichten und E-Mails auf.

Highlight des Tages: die Mesquite Flat Sand Dunes & Badwater Basin

27. Januar 2020

Zabriskie Point Sonnenaufgang, Golden Canyon & Sonnenuntergang im Badwater Basin

Den heutigen Sonnenaufgang wollte ich am Zabriskie Point verbringen und hatte mich darauf schon seit dem letzten Jahr gefreut. Ich wusste vorher, dass dieser Ort ein Fotografen Hotspot zu Sonnenaufgang ist und so waren auch schon einige Fahrzeug dort, als ich im Dunkeln ankam. Der kurze Weg zum Aussichtspunkt war dann auch ein Fotografen Highway, aber es ist oben ja genügend Platz. Zumindest im Winter .

Ich fand den Standpunkt direkt oben von der Plattform aber nicht so ideal, vor allem, weil der Vordergrund der unteren Stufe zu langweilig und dominant ist. So suchte ich mir einen Standpunkt weiter rechts und war dann sehr zufrieden – hier konnte ich sogar noch die Berge der Eastern Sierra sehen und ich hatte einen wunderbaren Vordergrund mit den Strukturen der Erosionslandschaft. Diese sind übrigens Sedimente des Furnace Creek Lake, der vor fünf Millionen Jahren ausgetrocknet ist. Ich fing an zu fotografieren und genoss die blaue Stunde. Es trudelten immer mehr Fotografen ein – was für ein Trubel zu Sonnenaufgang in einem Wintermonat! Der Zabriskie Point hebt sich mit seiner hellen Farbe toll von den Strukturen ab und bald färbte die Sonne die Berge im Hintergrund dunkelrot.

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Blaue Stunde am Zabriskie Point – Death ValleyZabriskie Point – Death ValleyZabriskie Point – Death ValleyZabriskie Point – Death Valley

Endlich machte ich auch mal ein paar Panoramen – dafür hatte ich bisher nie richtig Lust gehabt. Aber besser spät als nie . Die Farben änderten sich jetzt fast minütlich und bald trafen die ersten Sonnenstrahlen auch auf den Zabriskie Point und alles fing goldig an zu leuchten.

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Sonnenaufgang am Zabriskie Point – Death ValleySonnenaufgang am Zabriskie Point – Death ValleyZabriskie Point – Death ValleyZabriskie Point – Death Valley

Ich schaute zum Schluss noch an einer anderen Stelle vorbei, wo man in eine Schlucht mit tollen Erosionsstrukturen sehen kann, die Teil des Golden Canyons ist. Ein gelungener Abschluss dieses schönen Morgens und ich fuhr zum Frühstück zurück ins Hotel.

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Zabriskie Point – Death ValleyZabriskie Point – Death Valley

Golden Canyon & Gower Gulch – Death Valley

Heute wollte ich die rund sieben Kilometer lange Wanderung durch den Golden Canyon machen; und zwar die komplette Runde durch die Gower Gulch. Ich kann es vorweg nehmen und die vielen Fotos werden es zeigen: es war eine spektakuläre Wanderung; wenn nicht sogar die schönste der ganzen Reise !

Bis 1976 führte sogar eine schmale Teerstrasse bis zum Ende des Canyons, aber sie wurde durch ein Unwetter zerstört und es gibt nur noch Reste zu sehen. Aber so ist der Canyon auch irgendwie ursprünglicher und gerade am Anfang spektakulär. Die Felsen leuchten in allen Varianten von Gelb-, Orange-, Rot- und Grünblauenfarben. Nach rund 1,5 Kilometern erreicht man das Ende vom Canyon und kann noch einen Schlenker zur Red Cathedral gehen. Das habe ich nicht gemacht, weil man sie auch vom weiteren Verlauf des Trails gut sehen kann und ich unbedingt die grosse Runde laufen wollte.

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Golden Canyon – Death ValleyGolden Canyon – Death ValleyGolden Canyon – Death ValleyZabriskie Point – Death Valley

Nun sieht man auch den Zabriskie Point, der von dieser Perspektive ganz anders, aber auch spektakulär aussieht. Der Wanderweg überwindet nun auf einem schmalen Pfad ungefähr 200 Höhenmeter, auf denen man trotz Temperaturen von nur 22 Grad gut ins Schwitzen kommt. Aber die Aussichten zurück auf die Erosionslandschaft und zur Red Cathedral sind diese Mühen allemal wert. Einfach grossartig.

Vom Sattel aus geht es abwärts und nach der Hälfte der Strecke kann man sich dann entscheiden, ob man zum Zabriskie Point Viewpoint läuft oder durch die Gower Gulch. Die Landschaft änderte sich nun komplett weg von den Badlands zu einem felsigen und teilweise engem Canyon. Die Wanderung war sehr spannend und auch mit etwas Kletterei verbunden, als ich einen der Abhänge erreichte, wo nach Regen ein Wasserfall entsteht. Hier waren auch sehr viele grünfarbige Felsen zu finden. Ich kann mich an diesen Farben gar nicht sattsehen!

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Golden Canyon – Death ValleyGolden Canyon – Death ValleyGolden Canyon – Death ValleyGolden Canyon – Death Valley

Nach 2,5 Stunden erreichte ich den Ausgang der Schlucht, wo bei Regen ein zweiter Wasserfall einen Abhang hinunterfällt und in das breite Flussbett fliesst. Das würde ich ja schon gern mal sehen, ist aber extrem selten. Ich konnte nicht herausfinden, wann dies das letzte Mal geschehen ist . Etwas erschöpft und durstig kam ich am Parkplatz an und trank erstmal eine Menge Wasser. Die Wanderung hatte sich absolut gelohnt und ist unbedingt empfehlenswert. Allerdings würde ich sie nicht bei hohen Temperaturen machen.

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Gower Gulch – Death ValleyGower Gulch – Death ValleyGower Gulch – Death ValleyGower Gulch – Death Valley

Badwater Basin – Death Valley

Zum Sonnenuntergang fuhr ich wieder ans Badwater Basin und lief diesmal direkt bis zur Mitte, wo die Strukturen aus Salz komplett weiss sind. Es war eigentlich immer noch nicht wirklich heiss mit 22 °C, aber es fühlte sich an wie über 30 Grad und die Sonne stach gewaltig . Zum Glück hatte ich genügend Wasser und eine Kopfbedeckung dabei, denn ich war doch noch knapp zwei Stunden in der Sonne.

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Badwater Basin – Death ValleyBadwater Basin – Death ValleyBadwater Basin – Death ValleyBadwater Basin – Death Valley

Immer wieder fand ich tolle Strukturen und die tiefer stehende Sonne arbeitete die Kontraste gut heraus. Es sah jetzt nicht mehr so flach aus wie am Mittag. Bevor die Sonne hinter den Bergen verschwand, gelangen mir noch zwei Sonnensterne, über die ich mich ziemlich freute. Nun lagen die Salzpfannen im bläulichen Schatten und die Berghänge färbten sich langsam goldig.

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Badwater Basin – Death ValleyBadwater Basin – Death ValleyBadwater Basin – Death ValleyBadwater Basin – Death Valley

Der Hammer waren dann aber die Wolken nach Sonnenuntergang: sie hatten eine Wahnsinnsform und irre intensive Farben, die auf die Salzpfannen reflektiert wurden. Ein herrlich kitschiger Fotografentraum, über den ich mich irre freute! Ein grossartiges Finale dieses tollen Tages im Death Valley.

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Badwater Basin – Death ValleyBadwater Basin – Death ValleyBadwater Basin – Death ValleyBadwater Basin – Death Valley

Nachdem die letzten Farben verblasst waren, machte ich mich auf den Rückweg zum Parkplatz und verbrachte den Abend im Hotel.

Highlight des Tages: alles!

28. Januar 2020

Badwater Basin Sonnenaufgang, Desolation Canyon & Devil′s Golf Course

Ich hatte mir vorgenommen, mal zur blauen Stunde im Badwater Basin zu fotografieren und stand daher heute bereits um 4:45 Uhr auf und fuhr in etwas weniger als 25 Minuten zum Badwater Basin Parkplatz. Es war niemand auf dem Parkplatz und durch den Neumond finster wie im Bärenarsch , aber ich wanderte unverdrossen hinaus in die Salzpfanne. Die Stille war unglaublich und eigentlich fast schon laut – eine tolle Stimmung! Nach 20 Minuten war ich ungefähr da, wo ich hinwollte und fing an zu fotografieren. Es sah einfach grossartig aus und ich war froh, dass ich das in der totalen Dunkelheit gewagt hatte. Irgendwie habe ich fast keine Angst mehr . Die Strukturen der Salzpfannen hatten eine tolle Wirkung und der Schnee auf den Bergen war dazu ein hübscher Kontrast.

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Blaue Stunde im Badwater Basin – Death ValleyBadwater Basin – Death ValleyBadwater Basin – Death ValleyBadwater Basin – Death ValleySonnenaufgang im Badwater Basin – Death Valley

Ich hatte Glück und es gab ein paar Wolken, die sich kurz vor Sonnenaufgang rosa färbten. Die Salzpfannen waren nun schon weiss und nicht mehr Nachtblau – diese Farbwechsel in der kurzen Zeit bis Sonnenaufgang faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Die Sonne ging auf und die Berge leuchteten goldig, während die Salzpfannen nun etwas dunkler waren. Immer wieder fand ich wunderschöne neue Strukturen und Formen und so entstanden eine ganze Reihe von Fotos. Selbst beim Sichten und der Nachbearbeitung fiel mir die Auswahl schwer. Das Badwater Basin ist einfach ein wundervoller Spielplatz für Fotografen! Mittlerweile war es auch schon bei 10° C ziemlich warm.

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Sonnenaufgang im Badwater Basin – Death ValleySonnenaufgang im Badwater Basin – Death ValleyBadwater Basin – Death Valley

Erst lange nach Sonnenaufgang kamen ein paar andere Fotografen, was ich nicht verstand, denn haben sie doch das Beste lange verpasst! Ich wanderte zurück zum Parkplatz und fuhr glücklich zurück ins Hotel.

Desolation Canyon – Death Valley

Die Zeit bis Mittag verbrachte ich im Hotel und fuhr dann zum Parkplatz des Desolation Canyon. Die relativ kurze 5,8 km lange Wanderung führt in einen sehr farbenfrohen Canyon in unmittelbarer Nachbarschaft zum Artist's Drive. Es ist kein Rundwanderweg, sondern man muss nach 2,9 km dieselbe Strecke zurück laufen.

Nachdem ich den Canyon erreichte, war ich fasziniert von den bunten Farben, die von den Mineralien Hämatit (Rot, Orange), Limonit (Gelb) sowie Chlorit und Nontronit (Grün, Blau) stammen. Ich bestaunte diese bunten, steilen Felswände und wanderte langsam durch den Canyon. Nach ungefähr einer einer Meile erreichte ich einen der zwei trockenen Wasserfälle. Der erste fällt hier 2,5 Meter fast senkrecht und für mich war hier daher Schluss mit der Wanderung. Ich hätte sicher noch hochklettern können, aber der Weg zurück runter war mir ganz allein zu riskant. Mittlerweile war es auch schon ziemlich bewölkt und ich wanderte zurück zum Parkplatz. Auch wenn die Wanderung nicht komplett war, hatte sie sich für mich gelohnt.

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Desolation Canyon – Death ValleyDesolation Canyon – Death Valley

Devil′s Golf Course – Death Valley

Zum Sonnenuntergang lockerte die Bewölkerung wieder deutlich auf und ich fuhr zum Devil's Golf Course. Die Halitsalzkristallformationen sind wirklich sehr interessant anzusehen, aber die kleinen 'Golfbälle' fand ich nicht. Das wäre aber auch nicht möglich gewesen, da es vor ein paar Tagen noch etwas geregnet hatte. Da diese Golfbälle aus Salz bestehen, waren sie von der Feuchtigkeit buchstäblich geplättet. Ausserdem muss es eine Weile windig und heiss sein, damit sie sich bilden können. Es gibt nicht viele Bilder davon und es scheint nicht so oft vorzukommen. So erfreute ich mich stattdessen an den zackigen Salzkristallformationen, die an der Oberfläche richtig scharf sind.

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Devil′s Golf Course – Death ValleyDevil′s Golf Course – Death ValleyDevil′s Golf Course – Death ValleyDevil′s Golf Course – Death Valley

So war ich dann auch vorsichtig beim Laufen – noch eine Verletztung brauchte ich wirklich nicht ! Ich fand einige hübsche Formen und Strukturen und schaute zu, wie der Sonnenschein langsam an den Bergen gegenüber beim Artist's Drive hoch kroch. Es war eine durchaus attraktive Stimmung mit intensiven Farben und die Wolken waren zu Sonnenuntergang leider fast alle weg. Trotzdem reichte es für ein wenig Farbe im Himmel und einem schönen Abschluss dieses Tages.

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Devil′s Golf Course – Death ValleyDevil′s Golf Course – Death ValleyDevil′s Golf Course – Death ValleyDevil′s Golf Course – Death Valley

Morgen würde es weiter nach Las Vegas gehen und ich packte schon mal ein paar Sachen zusammen, bevor ich zeitig zu Bett ging.

Highlight des Tages: Sonnenaufgang im Badwater Basin

29. Januar 2020

Letzter Sonnenaufgang im Death Valley und Weiterreise zum Red Rock Canyon (Nevada)

Meinen letzten Sonnenaufgang im Death Valley verbrachte ich am Devils Golf Course – irgendwie hat es mir dieser Ort angetan. Das blaue Licht war heute morgen ausserordentlich schön und die letzten Sternli funkelten noch am Himmel. Im Osten wurde es langsam hell und die Lichtstimmung veränderte sich im Minutentakt. Die blaue Stunde war heute wirklich sehenswert und ich genoss es sehr.

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Devil′s Golf Course – Death ValleyBlaue Stunde im Devil′s Golf Course – Death Valley

Nach kurzer Zeit ging die Sonne auf und die Berge boten mit ihren rot-goldenen Gipfeln einen herrlichen Kontrast zu den Strukturen der Halitsalzkristallformationen. Fotografieren war nun nicht mehr ganz so einfach, denn der Wind hatte ganz schön Fahrt aufgenommen und ein stabiles Arbeiten war schwierig. Dafür war es um diese Zeit aber bereits sage und schreibe 19° C !!! Seltsames Wetter.

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Devil′s Golf Course – Death ValleySonnenaufgang im Devil′s Golf Course – Death Valley

Ich fotografierte eine gute halbe Stunde und freute mich über das schöne Licht und die Motive. Es war ein gelungener Abschluss dieses letzten Morgen im Death Valley und überhaupt hatten sich diese fünf Tage mehr als gelohnt. Ich hatte eine tolle Ausbeute und viel Glück mit dem Licht – vielen Dank Death Valley!

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Devil′s Golf Course – Death ValleyDevil′s Golf Course – Death Valley

Ich frühstückte im Hotel eine Kleinigkeit bei Milchkaffee und packte meine Sachen zusammen. Ich hatte nur eine kurze Fahrt nach Las Vegas vor mir, wo ich mich in den folgenden Tagen dem Red Rock Canyon widmen wollte.

Im nächsten Kapitel könnte Ihr dann über meine Erlebnisse im Red Rock Canyon lesen.



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