Vesterålen - Sortland

26 September 2013

Tschüss Lofoten – Hallo Vesterålen!

Ein weiterer schöner Morgen erwartete mich, als ich aufstand und ich begann mit Fotos von der Hafenmole. Dort scheint es endlose Fotomöglichkeiten zu geben und die Schären sehen in jeder Stimmung oder in jedem Licht anders interessant aus – was für eine tolle Location! Ich fuhr dann nach der blauen Stunde wie geplant hinüber nach Mortsund und kam gerade rechtzeitig an, als die Berge hinter Ballstad vom ersten Sonnenlicht beleuchtet wurden. Es dauerte eine paar Minuten bis die Berge schliesslich richtig leuchteten, aber das Warten hat sich mal wieder gelohnt und ich verbrachte einen tollen letzten Morgen auf den Lofoten!

Ja, heute sollten wir Ballstad und die Lofoten verlassen und weiter auf die Inselgruppe der Vesterålen ein wenig weiter nördlich ziehen. Wir genossen unser letztes Frühstück im Sonnenschein, packten unsere Sachen zusammen und verliessen mit ein wenig Wehmut diesen schönen Ort. Ich werde die Lofoten definitiv vermissen!

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Unterwegs machten wir einen Stop im Vinmonopol von Svolvær, um Wein für die restlichen Tage zu kaufen, tankten das Auto nochmals voll und fuhren die schöne herbstliche Strecke der E10 entlang Richtung Norden.

Gegen Mittag kamen wir in unserer Unterkunft für die nächsten sechs Nächte an: dem Vesterålen Sjøhushotell * Wir machten noch unsere Einkäufe im örtlichen REMA1000, bevor wir zur Rezeption gingen und eincheckten. Die Häuser liegen etwas ausserhalb von Sortland direkt am Sund und sind trotz der Nähe zur Strasse sehr ruhig. Es gibt hier vor allem in den Nachtstunden kaum Verkehr, so dass uns die Strasse in all der Zeit überhaupt nicht gestört hat. Alle Häuser sind zweistöckig mit den Schlafzimmern im Obergeschoss und Koch- sowie Wohnbereich und Bad befinden sich im Erdgeschoss. Es ist ein sehr gemütliches Haus und wir fühlten uns von Anfang an wie Zuhause.

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Es war Zeit zum Mittagessen, nachdem wir eingezogen waren und wir brieten den frischen Lachs, den wir mit Erbsen und Möhren genossen – lecker! Es war schon relativ später Nachmittag, als wir unsere Tour zur Location Scouting starteten und wir entdeckten die Gegend um Stø und Gisløy nördlich von Sortland. Stø fanden wir nicht sehr ideal für Polarlichtfotografie und so zogen wir uns in das Marschland von Gisløy für den Sonnenuntergang zurück.

Es gab ziemlich dramatisches Licht in den Fjords in der Ferne und wir hatten recht viel Spass an diesem ersten Sonnenuntergang auf den Vesterålen.

Es wurde nun zunehmend bewölkt und wir waren nicht sicher, ob wir hier bleiben sollten für die Polarlichter, da wir sie auch direkt von unserem Rorbuer in Sortland sehen würden. So fuhren wir langsam zurück, beobachteten den Himmel und hielten an schönen Eidsfjorden an, um Aufnahmen in der blauen Stunde zu machen. Es war ein äusserst lohnenswerter Stop, da das Wasser durch die lange Belichtung wie Silber aussah und die ganze Stimmung so schön friedvoll war.

Zurück im Rorbuer assen wir zu Abend (wow, mal nicht im Auto!!) und ich überprüfte von Zeit zu Zeit den Himmel auf Nordlichter. Und dann waren sie endlich da, die Polarlichter! Wir sprangen schnell in unsere Hosen und fuhren ein paar Kilometer bis wir die kleine Stichstrasse zu einem Museum erreichten, wo wir flugs das Auto parkierten und hinaus eilten. Gerade als wir parat für die Fotos waren, kam ein Auto, ein Mann in elegantem Anzug stieg aus und kam auf uns zu. Er schaute uns an, grüsste freundlich auf Norwegisch und wir antworteten auf Englisch, dass wir hier Fotos vom Nordlicht machen wollten. Er sagte, er wäre der Eigentümer des Museums und dass er Gäste hätte, die einen Computer drinnen haben. Der Raum sei nicht verschlossen und er wollte nachschauen, wer nun da war und ob wir Einbrecher seien. Wir versicherten, dass wir nur auf der Jagd nach Nordlichtern waren, wir lachten alle und er sagte freundlich lächelnd 'Welcome to Norway, enjoy your time' und fuhr wieder davon. Ja, dies ist Norwegen!!

So fotografierten und bewunderten wir die Nordlichter über dem Sortlandsund vom Ende des Wellenbrechers aus, was sehr schön war, aber es gab auch leider viele Lichter der Siedlungen entlang des Sunds. Es war aber trotzdem wieder eine tolle Erfahrung und Sichtung, die wieder mal viel zu schnell vorbei war. Wir kehrten zurück ins Rorbuer, als die Lichter nur noch schwach waren und gingen schnell schlafen. Es würde ja wieder eine sehr kurze Nacht für mich werden!

Highlight des Tages: die blaue Stunde am Eidsfjorden und die Auroras

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EidsfjordAurora BorealisNordlicht
27 September 2013

Spiegelungen und mehr Nordlichter

Mittlerweile schien es, als hätte ich mich an durchschnittlich vier Stunden Schlaf während dieser Ferien gewöhnt, denn das Aufstehen fiel mir nach rund vier Stunden Schlaf nicht schwer an diesem Morgen

Aber das Licht sah so fantastisch aus, dass es eine Sünde wäre, liegen zu bleiben! Das nordische Licht ist einfach nur prächtig, so sanft und mit Pastellfarben. Wunderschön.

Ich machte zunächst einige Fotos vom Sortlandsund vom Pier vor dem Rorbuer aus, bevor ich zum Eidsfjorden fuhr, was sich als perfekte Entscheidung erwies. Der Nebel bewegte sich über der Fjordoberfläche und das Licht wechselte innerhalb einer halben Stunde von Blau nach Gold. Perfektes Licht, ein ruhiger Fjord, eine Bilderbuchspiegelung und goldenes Licht: was braucht man mehr? Nichts für mich

Nach dem Frühstück machten wir eine kleine Rundfahrt und fanden uns in der ruhigen Gegend um den Weiler Roksøy auf der anderen Seite von Sortland wieder, wo wir auch unser erstes Paar Seeadler beobachten konnten! Leider waren sie für ein Foto zu weit entfernt und verschwanden auch schnell wieder, aber wir waren glücklich, diese tollen Vögel mal gesehen zu haben. Wir fuhren danach zurück ins Rorbuer, assen zu Mittag und starteten für die Abendtour mit Sandwiches und Kaffee im Gepäck.

Wir passierten den Eidsfjorden und fuhren weiter hinein in die Berge, die sich wundervoll um die Fjords schmiegten. Unseren ersten Stop machten wir am Bjørndalsfjorden, wo wir eine weitere wie gemalte Spiegelung der Berge im ruhigen Wasser des Fjords vorfanden. Die Herbstfarben sind da eine wahrliche Wohltat fürs Auge, so schön! Wir erreichten den malerischen Annfjorden kurz nach dem Bjørndalsfjorden und verbrachten einige Zeit am Ufer des Fjords, bis wir wieder umkehrten und Richtung Myre fuhren. We machten eine längere Pause auf dem geschlossenen Campingplatz von Myre, von wo aus wir einen fantastischen Blick über die Fjorde von Romset und Børrøy im Gegenlicht hatten. Da der Campingplatz geschlossen war, konnten wir dort auch in Ruhe rumhängen und auf das Licht warten. Wir blieben bis zum Ende der blauen Stunde und fuhren hinüber nach Gisløy, wo wir im Auto zu Abend assen und auf die Dunkelheit warteten.

Schliesslich war wie immer ab 21 Uhr ein Nordlicht zu sehen, aber leider wieder nicht in idealer Position. Der Bogen endete genau über Klø mit seinen vielen Lichtern oder über dem benachbarten Berg mit der Strasse und Strassenlichtern im Vordergund

Allerdings war es wieder ein schöner Anblick, die Aurora war normal stark und wir bekamen zudem noch einen tollen Mondaufgang zu sehen, der sehr dunkel und mystisch über dem nordwestlichen Horizont im Meer aufging.

Nach einer Weile entschieden wir uns, langsam zurückzufahren und nach anderen Möglichkeiten Ausschau zu halten und fanden eine Parkiermöglichkeit bei Skaløya. Wir sahen eine fabelhafte Spiegelung der Aurora im Wasser des Oppmyrbogen, aber leider begann der Bogen in der Mitte der Sommarøya Halbinsel und war zu nahe an den heftig störenden Lichtern von Myre – wie Schade!!

Unser letzter Halt war an der kleinen Bucht vom Eidsfjorden, wo mir noch ein paar annehmbare Aufnahmen gelangen, aber die Aurora war auch sehr nah an den Lichtern von Sortland und Myre. So gaben wir schliesslich auf und fuhren zurück ins Rorbuer.

Highlight des Tages: der Morgen am Eidsfjorden

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28. September 2013

Ein Tagesausflug über die Insel mit einem grünen Ende

Natürlich stand ich auch heute um 5:15 Uhr nach nur vier Stunden Schlaf auf. Der Sund war ruhig und am östlichen Horizont gab es ein sanftes farbliches Glühen, das den Tag ankündigte. So sprang ich schnell in die Hosen und fuhr ein paar Kilometer zum Hognfjorden. Der Fjord war wie erwartet total spiegelglatt und die steilen Berge spiegelten sich perfekt im ruhigen Wasser – irgendwie scheint dies mein bevorzugtes Motiv zu sein in diesen Ferien

Ich machte ein paar Fotos vom Ufer aus und fuhr dann zwei Minuten weiter zum kleinen Fischersee Bykvannto, der malerisch ins Tal eingebettet ist. Ein idealer Ort, um die restliche blaue Stunde zu verbringen und ich genoss den kalten, aber absolut ruhigen Morgen sehr. Als die Sonne langsam an den Bergflanken hoch kroch, fuhr ich zurück zu meiner ersten Location und wartete darauf, dass die Sonne den Fjord erleuchten würde. Es dauerte aber eine ganze Weile, weil die Sonne mit den Bergflanken Verstecken spielte: mal schaute sie für eine Minute über den Rand, um dann wieder dahinter zu verschwinden bis sie dann nach einigen Minuten hoch genug war, um in den Fjord zu strahlen.

Es war ein grossartiger Morning und zufrieden kehrte ich zum Rorbuer zurück und frühstückte mit Gerd. Es war ein weiterer schöner Tag, den wir für einen Ausflug nutzen. Allerdings kamen wir nicht sehr weit, da wir schon am Anfang vom Bjørndalsfjorden anhielten, wo wir weitere schöne fotogene Spiegelungen im Wasser fanden. Eigentlich fanden wir hinter jeder Ecke neue malerische Fotomotive, als wir langsam den Bjørndalsfjorden und Annfjorden entlang fuhren! Wir hatten an diesem Ausflug mit den vielen Fotogelegenheiten ausserordentlich viel Vergnügen und genossen die warme Sonne und die Ruhe der Orte ausgiebig in vollen Zügen.

Wir entschieden uns dann, nach Hovden herauf zu fahren, was auch wieder eine gute Entscheidung war, denn die Küstenlandschaft ist sehr dramatisch mit geschützten Buchten und weissen Sandstränden. Was für ein kleiner nordischer Traum! Wir machten einen Spaziergang am Strand von Hovden und genossen eine längere Mittagspause am sonnigen Strand von Finnbugsanden. Dies ist ein wunderschöner weisser Sandstrand mit mächtigen Felsklötzen auf der Seite und schönen Steinen am Strand: alles Zutaten für ein Foto nach meinem Geschmack und ich tobte mich eine ganze Weile an Langzeitbelichtungen aus.

Nach dem Strandbesuch fuhren wir langsam zurück und machten noch einen Abstecher nach Nyksund, einem liebevoll restauriertem Fischerdorf mit einem ungewöhnlichen Verkehrsschild am Anfang

Wir hatten eigentlich vor, das Dorf zu besichtigen, aber entschieden uns dann dagegen, weil wir auf dem Weg in der Nähe der Kraknesvika Bucht einige tolle Stellen für Bergsilhouetten gesehen hatten. So fuhren wir die paar Kilometer zurück und deckten den Picknicktisch in der warmen Sonne für unser Abendessen. Die Sonne verschwand hinter den Bergen und wir bekamen in der Tat eine spektakuläre Silhouette! Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert

Wir machten hoch erfreut Fotos und warteten dann im Auto auf das Erscheinen der Nordlichter. In der Zwischenzeit konnte ich die Milchstrasse fotografieren, die geradezu ideal über den Gipfeln der Berge stand.

Es dauerte eine Weile, aber dann konnten wir einen hellgrünen Schein hinter den Bergen ausmachen – genau neben den Masten der Sendestation Auch nicht wirklich ideal, aber es gelang uns dennoch, die störenden Masten aus den Fotos heraus zu halten, da sich das Nordlicht wieder in einem Bogen über der See ausbreitete und wir so doch zu einigen schönen Aurora Aufnahmen kamen.

Nach einer guten Stunde machten wir uns auf den Heimweg und stoppten nochmals auf dem Parkplatz bei Skaløya, wo wir mit einigen schwächeren, aber eindrucksvollen Auroras über den Hügeln von Sommarøya belohnt wurden. Die Spiegelung im Wasser vom Oppmyrbogen war wieder sehr schön, aber es war auch wieder schwierig, die Lichter von Myre aus dem Foto auszuschliessen. Trotzdem ein schöner Anblick!

Unser letzter Versuch und Halt war in der Bucht am Eidsfjorden, wo ebenfalls ein schwaches Nordlicht zu sehen war, aber auch hier gab es wieder zu viele Lichter an der gegenüber liegenden Küstenlinie. So machte ich hier nur ein paar Fotos von der Milchstrasse über den Gipfeln der Strandfjellet Bergkette und fuhren dann nach Hause, wo wir völlig müde, aber glücklich, ins Bett fielen.

Highlight des Tages: die wunderbaren Spiegelungen in den Fjord

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29. September 2013

Ein feuriger Sonnenaufgang und die ultimative Magie der Polarlichter

Es sah so aus, als hätte ich mich mittlerweile absolut an nur vier Stunden Schlaf gewöhnt, denn auch heute fiel mir das Aufstehen um kurz nach fünf Uhr nicht schwer

Die ruhige Stimmung über dem Fjord war atemberaubend schön und ich ging zum Ende des Piers, um Fotos vom Sortlandsund und den Bergen mit den ersten roten Zeichen des Morgens zu machen. Nachdem die blaue Stunde nahezu vorbei war, nahm ich das Auto und fuhr die Hügel hinter dem Haus bis zum Skilift hoch. Dort gibt es einen kleinen See, Storvatnet, der sich in idealer Lage für den Sonnenaufgang befindet. Ich wurde nicht enttäuscht und von einem wahren Feuerwerk in Rottönen über dem Himmel begrüsst. Wow, was für eine fantastische Stimmung, was für geile Farben und was für ein tolles Panorama! Ich war geflasht und machte glücklich meine Fotos. Es war die absolute Magie der Farben, einfach grossartig!

Ich kehrte zum Haus zurück, wir frühstückten und machten einen kleinen Ausflug entlang der Küste genau gegenüber von Sortland. Wir passierten den Djupfjord, der sehr idyllisch ist und ich war froh, dort eine weitere Spiegelung vorzufinden. Wir fuhren bis zum Ende der Strasse nach Kaljord und genossen die Ausblicke über die Lofoten und in den Raftsund hinein. Wir konnten von einer Stelle aus sogar die Raftsundbrücke sehen – ein wirklich abwechslungsreicher Küstenabschnitt! Die Strasse führte durch schöne Moorgebiete mit viel Wollgras und kleinen Moortümpeln, aber ich konnte keine geeignete Stelle für ein Foto finden, da ich nicht weit von der Strasse weg gehen konnte – das Moor begann buchstäblich direkt neben der Strasse!

So kehrten wir für die Mittagspause zurück ins Rorbuer und ich holte etwas Schlaf nach, bevor wir uns auf den Weg in unsere Nachmittags- und Abendsaktivitäten stürzten. Das Hurtigrute Schiff 'Polarlys' war in Sortland angekommen und wir fuhren zum Hafen, um einen Blick auf sie zu werfen. Die Hurtigruten Schiffe üben mit ihrer langen Geschichte und Tradition immer wieder eine Faszination auf uns aus. Danach folgten wir einer kleinen Stichstrasse zum Weiler Holmes nicht weit von Sortland. Am Ende der Strasse am Hafen fanden wir einen kleinen Parkplatz direkt an einem hübschen weissen Strand. Der Blick in den Lifjorden mit den Bergen ringsum war überwältigend und wir genossen dieses idyllische Plätzchen aus allen Zügen. Wir parkierten das Auto, erkundeten den schönen weissen Sandstrand und machten einige Gegenlichtaufnahmen sowie später Langzeitbelichtungen in der blauen Stunde. Was für ein perfekter Ort für einen entspannten Nachmittag! Wir assen fast schon wie gewohnt unsere Sandwiches zu Abend im Auto und warteten auf das Nordlicht. Aber es zogen mehr und mehr Wolken auf, so dass wir uns dazu entschieden, zurück nach Sortland zu fahren und dort auf das Aufklaren zu warten. Wir sahen es ja ganz einfach aus unserem Fenster, das Sicht Richtung Nordwesten hatte.

Es war bereits 11 Uhr, als es innerhalb von Minuten aufklarte und wir starke Nordlichtaktivität beobachteten. Wir sprangen ins Auto und fuhren 15 Minuten zu einem Plätzchen am Rogsøyfjorden, das wir vor einigen Tagen während des Location Scoutings ausgemacht hatten. Diese Stelle erwies sich als absolut perfekt mit wenig störenden Lichtquellen und die Lichtshow begann genau zu dem Zeitpunkt, als wir ankamen und die Stative aufgebaut hatten. Wir wurden mit einem grünen Feuerwerk vom Feinsten belohnt! Der ganze Himmel war grün mit Farben und Formen des Nordlichts. Mein persönliches Highlight war jedoch die Milchstrasse zusammen mit einem heftigen Nordlicht – was für ein grossartiger und beeindruckender Anblick! Atemlos und voller Bewunderung machten wir unsere Fotos und bestaunten dieses Naturspektakel über unseren Köpfen, das über eine Stunde lang andauerte. Dann wurde es langsam schwächer und die Aktivität verlagerte sich wieder deutlich nach Norden.

Wow! Wir waren absolut überwältigt und fuhren total aufgedreht zurück ins Rorbuer, wo wir erstmal ein Glas Wein tranken, um wieder ruhiger zu werden nach dieser aufregenden Nacht.

Highlight des Tages: Sonnenaufgang und die Aurora Lichtshow

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LifjordAurora BorealisPolarlicht
30. September 2013

Der letzte Sonnentag

Das Wetter sollte sich nun endgültig ändern und so war dies wohl die letzte ultra kurze Nacht für mich mit nur ein wenig mehr als vier Stunden Schlaf. Aber auch heute Morgen war es durchaus lohnenswert, aufzustehen, da das sanfte Morgenlicht in der Dämmerung über dem Sund fantastisch aussah. Ich ging zum Pier und bewunderte die Wolken, die eine herrliche rosa Farbe annahmen und sich im Wasser spiegelten, als die Sonne langsam höher stieg. Die blaue Stunde dauert hier um diese Jahreszeit deutlich länger und ich hatte 1 3/4 Stunden Zeit für das Fotografieren zwischen Dämmerung und dem Zeitpunkt, als die Berge und der Fjord von der Sonne beleuchtet wurden – eine wahrlich tolle Tageszeit mit ständig wechselnden Farben des Lichts!

Die sonnigen Berge sahen gegen den dunklen Himmel im Westen ziemlich dramatisch aus und ich machte noch schnell ein paar Aufnahmen für ein Panorama, bevor ich ins Rorbuer zurückkehrte, wo Gerd bereits mit einem heissen Kaffee auf mich wartete.

Das Wetter hielt sich noch und wir machten einen kleinen Ausflug entlang der Küste von Andøy bis nach Risøyhamnen, wo wir später umkehrten. Wir hielten zuerst an 'unserer' kleinen Bucht am Rogsøyfjorden, wo das sanfte nordische Licht den Fjord und die Berge auf der anderen Seite in Pastellfarben tauchte – wunderschön! Auf dem weiteren Weg kam uns im Fjord das Hurtigruten Schiff 'Nordlys' entgegen, das auf dem Weg Richtung Sortland war. Es war eine wunderschöne Kulisse: das majestätische Schiff im ruhigen Fjord, von Bergen umrahmt und von warmen Sonnenlicht gebadet. Fantastisch!

Letztendlich genossen wir unsere vermeintlich letzten Sonnenstrahlen dieser Ferien an dem schönen weissen Sandstrand von Breineset, bevor wir zurück nach Sortland zum Mittagessen fuhren.

Das schlechte Wetter war nun tatsächlich angekommen und es fing an zu regnen. So fuhren wir nach Sortland rein und machten einen kleinen Stadtbummel, der aber nicht allzu aufregend war. Norwegische Küstenstädte sind hier oben nicht wirklich hübsch

Ich machte später nach unserer Rückkehr einige Fotos vom Pier in der blauen Stunde. Es fing an zu regnen und wir verbrachten den restlichen Abend im Rorbuer. Wir assen zu Abend und Gerd schaute TV, während ich den Reisebericht schrieb und wir früh zu Bett gingen.

Highlight des Tages: Sonnenaufgang und die blaue Stunde

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01. Oktober 2013

Ein langweiliger verregneter Tag

Obwohl der Wecker das erste Mal nicht klingelte, wachte ich trotzdem früh auf . Doch als ich den Regen gegen das Fenster prasseln hörte, blieb ich noch etwas liegen, bevor ich aufstand, Nachrichten las und meinen Kaffee genoss. Gerd kam ein wenig später und wir frühstückten gemeinsam.

Es regnete den ganzen Morgen ununterbrochen, bis wir nach Mittag nach Stokmarknes fuhren, um dort das Hurtigrute Museum zu besuchen. Um diese Jahreszeit sind sie nur zwei Stunden lang von 14 bis 16 Uhr geöffnet, was aber auch vollkommen ausreichend ist für einen Besuch.

Die alte 'Finnmark' lag trocken und wurde in ein lebendiges Museum umgewandelt. Wir wanderten durch die Gänge, schauten in die Kabinen der verschiedenen Klassen, sahen die Küche, Salons und die Brücke mit einigen Originalinstrumenten – ein sehr kurzweiliger, interessanter Spaziergang! Im Gebäude gab es eine grosse Ausstellung über die Geschichte der Hurtigrute mit vielen historischen Stücken aus den Schiffen. Es war ein schöner Museumsbesuch und eine gute Wahl, einen regnerischen und stürmischen Nachmittag zu verbringen.

Wir kehrten nach Sortland zurück, wo es weiterhin regnete und verbrachten den Abend gemütlich im warmen Rorbuer. Ich machte ein paar Fotos vom Sund vom Fenster aus, da die Sturmwolken recht gut aussahen und schrieb weiter am Reisebericht, während Gerd ein wenig TV schaute und ich weiter am Reisebericht schrieb.

Highlight des Tages: das Hurtigrute Museum

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Hurtigrute Museum
02. Oktober 2013

Umzugstag nach Andenes

Heute Nacht hatte ich endlich mal ausgezeichnet geschlafen, stand aber trotzdem ausgeschlafen um 6.00 Uhr auf und las Nachrichten mit einem leckeren Morgenkaffee. Es regnete immer noch und der Sturm war sogar noch stärker als gestern Abend.

Wir mussten heute abreisen und zu unserer letzten Unterkunft in Bleik weiterziehen. Ich war ein wenig traurig, da die Polarlichtvorhersage einen KP5 oder sogar KP6 vorher sagte, der Himmel aber bedeckt mit Regen und Sturm bleiben würde. Aber man wird sehen, unverhofft kommt ja bekanntlich oft

Wie es im Norden der Vesterålen zum Abschluss der Reise weiter ging, könnt Ihr im nächsten Kapitel lesen.

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