Underberg & Sani Pass

16. Mai 2015

Weiter nach Underberg

Leider war es komplett bewölkt, als ich den Himmel um kurz nach sechs Uhr prüfte und ich ging wieder zu Bett. Wie Schade, dass wir diesmal kein Glück mit dem Licht haben so wie letztes Jahr – aber andererseits ist das ein sehr guter Grund, nochmals zurück zu kommen!

Heute frühstückten wir draussen mit Blick über die Schlucht, unterhielten uns mit Andries und Sue, bezahlten die Rechnung und fuhren los Richtung Kokstad. Andries half uns noch mit etwas Öl für das Schloss der Kofferraumtür aus und jetzt liess sich der Schlüssel wieder ohne Probleme drehen. Es tat uns schon leid, weiter zu fahren, weil Sue und Andries einfach nette Menschen mit einem herrlich britischen Sinn für Humor sind.

Die Fahrt bis Underberg dauerte etwas mehr als drei Stunden und wir hielten am SPAR Supermarkt an, um die Lebensmittel für die nächsten Tage zu kaufen. Der Bottle Store war direkt nebenan und wir kauften Wein, Bier und Amarula bevor wir uns im Supermarkt ausgiebig den gesünderen Sachen wir Salat und Grillfleisch widmeten.

Kurz darauf erreichten wir das Gate unserer Unterkunft für die nächsten zwei Nächte: die Sani Valley Nature Lodge *, die sich direkt an zwei kleinen See in einer malerischen Umgebung der südlichen Drakensberge befindet. Die Berge des Lesotho Plateaus erheben sich steil direkt hinter den kleinen Seen und die berühmt-berüchtigte Sani Pass Strasse started nur ein paar Kilometer weiter. Wir checkten ein und bezogen unser schönes 2-Zimmer Apartment in der Sunset Lodge. Es gibt ein gemütliches Wohnzimmer mit einer offenen, voll eingerichteten Küche, ein grosszügiges Schlafzimmer, ein Badezimmer und einen riesigen Balkon über die gesamte Länge.

Diashow Sani Valley Nature Lodge (Klick für grössere Bilder):

Das Highlight des Nachmittags waren jedoch die Zebras, die direkt neben der Anlage grasten und es war sogar ein sehr niedliches, kleines Zebrakind mit seiner Mami dabei. Soooo niedlich!!! Der Sonnenuntergang war ziemlich spektakulär mit einer fast perfekten Spieglung der Berge im See. Die hübschen Wolken färbten sich bald kitschig rot und pink und sahen einen kurzen Moment aus wie ein Schmetterling – fantastisch!

Wir spazierten glücklich zurück zum Apartment und während ich am Reisebericht schrieb, bereitete Gerd ein leckeres Abendessen zu: Boerewors mit frischem Salat, einfach köstlich! Nach dem Abendessen war es bedeckt und so nahmen wir ein gemütliches Bad und gingen müde zu Bett.

Highlight des Tages: der Sonnenuntergang am See und das Zebrakind

Diashow (Klick für grössere Bilder):
17. Mai 2015

Ausflug über den Sani Pass nach Lesotho

Als ich um kurz nach sechs Uhr aus dem Fenster schaute, wurde ich zu meinem grossen Entsetzen von dem dicksten Nebel, den ich je gesehen habe, begrüsst! Viele Tiere wie Wasservögel, die Ibisse und die Zebras waren bereits unterwegs, aber es gab so gar keine Hoffnung auf gutes Morgenlicht. Wie Schade das mal wieder war – es scheint, als hätte ich in diesen Ferien nicht viel Glück mit Sonnenaufgängen!

So trotteten wir hinüber zum Club House, wo das Frühstück serviert wurde. Es gibt eine Auswahl an Englischem Frühstück mit Varianten für die 'Not so hungry', 'The hungry' und 'The very hungry' Es besteht aus Currybohnen, gegrillter Tomate, Ei nach Wahl, Speck und Schweinewürstchen. Verschiedenes Müsli, Joghurt, und ein frischer Obstsalat steht zur Selbstbedienung zur Verfügung sowie Säfte, Toast und Marmelade mit Butter.

Wir waren pünktlich um halb zehn Uhr parat für unsere Tour auf den Sani Pass an der Grenze von Lesotho und Südafrika auf 2873 Meter Höhe. Es gab noch vier weitere Leute im Auto: ein nettes Paar aus den USA/Singapur sowie Dick, ein Südafrikaner, der mit seinem Gast Lona aus England unterwegs war. Die Passstrasse ist recht abenteuerlich, gelinde ausgedrückt! Es ist ein pure 4x4 Strecke mit sehr rauen Abschnitten. Eigentlich ist die Strasse mittlerweile gut zu befahren, aber es gibt immer noch viele sehr schwierige und wilde Passagen.

Wir hielten unterwegs für einige Fotos an und erreichten bald die Grenzstation der Südafrikaner, die sich acht Kilometer vor dem Gipfel in Lesotho befindet. Unser Guide nahm die Pässe, wir gingen alle zusammen zum Schalter, wo sie zur Ausreise abgestempelt wurden. Das Kuriose ist, dass die Grenzstation von Lesotho hoch oben auf dem Pass ist und nicht direkt hinter dem südafrikanischen Grenzposten. Wir nahmen alle wieder im Auto Platz und der wildeste Abschnitt der Reise begann. Der letzte Teil ist der steilste und es braucht 14 mega enge Haarnadelkurven bis ganz nach oben aufs Plateau. Die mehr als atemberaubenden Aussichten zurück ins Tal und über die Passstrasse waren spektakulär und es machte Spass, zuzuschauen wie andere 4x4 Autos den Pass hoch schlichen.

Als wir die Grenze erreichten, nahm unser Guide erneut die Pässe und liess sie von den Beamten in Lesotho gleich für die Ein- und Ausreise stempeln. Wir fuhren ein paar Kilometer weiter zu einem winzigen Dorf, wo wir in eine der einheimischen Hütten von Alina, einer jungen Dame aus Lesotho, eingeladen wurden. Sie war heute innerhalb der Kommune für das Brot zuständig, das in einem Erdofen gebacken wird und ebenso lecker ist, wie das selbst gebraute Bier.

Die ganze Atmosphäre war sehr entspannt und nicht so touristisch wie in anderen Touristenregionen der Welt. Sie verkaufte natürlich auch handgefertigte Ware und wir kauften ihr einen kleinen Besen ab, den wir ebenso gut als Fliegenklatsche einsetzen können

Wir bezahlten den kleinen Besen und gaben ihr noch eine kleine Spende. Ich fühlte mich vom Schicksal mit unserer Lebensweise verwöhnt im Gegensatz zu dem harten, entbehrungsreichen Leben von Alina und eigentlich sollten wir alle dafür viel öfter Dankbarkeit zeigen.

Wir fuhren schliesslich zurück zum Pass und kehrten in den Pub ein, um dort zu Mittag zu essen. Wir waren aber nicht allzu hungrig und bestellten nur ein Sandwich und eine Suppe. Der Blick den Pass hinunter und über die Berge war unfassbar atemberaubend und wir hatten nun zumindest mal im am höchsten gelegenen Pub Afrikas gespeist

Viel zu schnell war es schon wieder Zeit für die Rückfahrt nach Underberg! Die nun ersten 14 steilen Kurven waren bergab umso abenteuerlicher, doch wir hatten alle viel Spass dabei und unser Guide war ein sehr gute Fahrer. Wir haben uns zu keiner Zeit in seiner Obhut unsicher gefühlt.

Nach etwas mehr als einer Stunde und dem Passieren der südafrikanischen Grenze, erreichten wir wieder unsere Lodge. Wir verabschiedeten uns von allen, gaben unserem Guide ein wohlverdientes Trinkgeld und kehrten ins Apartment zurück.

Das Licht war noch relativ gut und Gerd jagte dem Tierleben hinterher während ich einen guten Standpunkt für Landschaftsaufnahmen suchte. Doch das Licht war heute Nachmittag dann doch etwas fahl und ich gab schnell enttäuscht auf, aber Gerd gelangen einige schöne Aufnahmen des Graufischers am See.

Leider zog kurz nach Sonnenuntergang erneut schnell Nebel auf und wir konnten keine Sternenfotos machen. So assen wir zu Abend (Boerewors und frischen Salat), ich schrieb am Reisebericht und dann fielen wir nach einem warmen Bad in die Federn.

Highlight des Tages: die Sani Pass Tour

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Sani PassLesothoSchopfadler (Lophaetus occipitalis)Graufischer (Ceryle rudis)Fiskalwürger (Lanius collaris)
18. Mai 2015

Weiterfahrt in die Drakensberge nach Giant′s Castle

Ich war total aufgeregt, als ich um vier Uhr morgens wach wurde und sah, dass sich der Nebel verflüchtigt hatte! Ich konnte gar nicht mehr einschlafen und war froh, als ich endlich um viertel vor sechs Uhr aufstehen konnte! Ich sprang in meine Hosen und eilte hinüber zum Klubhaus, um den schönen roten Himmel über dem See mit dem Steg einzufangen. Nebel waberte über den See und die Stimmung war grossartig! Der Anblick der Berge war ebenso atemberaubend schön und ich änderte meinen Standpunkt leicht, um einige Fotos der Berge im wundervollen blauen und rosa Licht im Westen zu machen.

Kurz vor Sonnenaufgang kehrte ich zur Lodge zurück und kam gerade rechtzeitig, um die ersten Sonnenstrahlen auf den Berggipfeln einzufangen. Es war ein fantastisches Licht und der Wind legte sich immer wieder mal, so dass fast perfekte Spiegelungen im See möglich wurden. Ich war glücklich!!

Gerd widmete sich in der Zwischenzeit den Graufischern, die im schönsten goldenen Licht über dem See ihrem Frühstück hinterher jagden. Es war somit ein grossartiger Morgen für uns beide! Wir packten die Fotosachen für die Fahrt zusammen und marschierten hinüber ins Club House, um zu frühstücken. Wir entschieden uns beide wieder für das Full English Breakfast, das wir mit Toast, Obstsalat, Joghurt und Milchkaffee genossen.

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Graufischer (Ceryle rudis)

Was wir in unserer ersten Etappe in den Drakensbergen am Giant′s Castle erlebten, könnt Ihr im nächsten Kapitel lesen.

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