Teneriffa - La Gomera - 2016

6. November - 22. Dezember 2016

Übernebeln am Vulkan und im Zauberwald

Wir freuen uns, dass Ihr unseren Reisebericht von unserer Winterreise auf die kanarischen Inseln Teneriffa und La Gomera gefunden habt. Im November und Dezember 2016 verbrachten wir insgesamt sechs Wochen auf den Inseln und entflohen dem ungemütlichen Wetter in der deutschen Heimat.

Es war schon immer unser Plan, dem Nebel Zuhause im November zu entfliehen und so nutzten wir 2016 die erste Gelegenheit in unserem arbeitsfreien Leben und verbrachten zunächst vom 8. November bis 6. Dezember vier Wochen auf der kanarischen Insel Teneriffa und danach noch zwei Wochen auf der kleinen Nachbarinsel La Gomera.

Die Inseln können unterschiedlicher nicht sein: während Teneriffa durch die karge Vulkanlandschaft des Teide dominiert wird, beeindruckt La Gomera mit unfassbar schönen Lorbeerwäldern, tiefen Schluchten und schroffen Bergen. Aber Teneriffa hat ebenso viel zu bieten und trotz vier Wochen Zeit, schafften wir es nicht in die Lorbeerwälder und in die Masca Schlucht! Zum einen war das Wetter einfach immer gut und zu sonnig für die Wälder und zum anderen war es ja keine klassische Reise, sondern eben eine kurzzeitige Lebensmittelpunktverlagerung hinaus aus dem heimischen Nebel.

Während der gesamten Zeit hatten wir Autos von Cicar angemietet. Bis auf die letzten zwei Tage hatten wir einen flotten Opel GTC, der so gut motorisiert war, dass die Fahrten in die Cañadas del Teide richtig Spass machten. Die Autos waren relativ neu mit wenigen Kilometern und bis auf ein kleines technisches Problem auf La Gomera, das innert einer halben Stunde gelöst wurde, tiptop in Ordnung. Dies ist nun auch kein klassicher Reisebericht, sondern eher eine Zusammenfassung unserer Zeit mit einigen Fotos. Fangen wir also an

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Wir hoffen, Ihr habt Spass beim Lesen des Reiseberichts sowie beim Betrachten der Fotos und dass wir Euch einen anderen Teil als den Massentourismus dieser faszinierenden Insel zeigen können.

Sandra & Gerhard Schänzer
SA*GA Photography ~ Moments in Light ~

Apartment in Güímar

Wir verbrachten die gesamten vier Wochen auf Teneriffa in dem hübschen Ort Puertito de Güímar in einer grosszügigen Wohnung direkt am Meer im Südosten der Insel. Diesen Ort hatten wir uns bereits im März ausgesucht, weil er abseits vom Touristenwahnsinn im Süden liegt, aber trotzdem noch südlich genug für ein angenehmes, sonniges Klima. In Puertito gibt es keine Hotels und das Dorfleben ist sehr einheimisch geprägt. Nur wenige Touristen finden ihren Weg dort hin und Puertito ist einer der wenigen Strandorte, wo sie in der Minderzahl sind und man noch richtiges kanarisches Dorfleben erfahren kann.

Es gibt eine Handvoll Restaurants, wo es keine Alkoholauswüchse gibt und das Essen durchweg eine gute kanarische Qualität hatte. Wir genossen das sehr und verbrachten die Mittagszeit meist in einem kleinen Restaurant am Meer, wo wir uns im Laufe der Zeit durch die Tapas Karte assen. Vor allem die Fischgerichte hatten es uns angetan und alles war immer sehr lecker. Es wurde auch schnell familiär und nach ein paar Tagen brachte mir Ignacio immer schon selbständig ein Glas Weisswein, wenn er uns kommen sah

Nachmittags machten wir dann meistens Ausflüge zum Fotografieren in die Cañadas del Teide oder in der Umgebung an der Küste, die ich im Bericht weiter beschreiben werde.

Unsere Wohnung befand sich in einem privaten Apartmentkomplex und bestand aus zwei Schlafzimmern, einem grossen Wohnraum, einer Küche, Bad und einem Wintergarten, wo sich die Waschmaschine befand. Ausserdem hatte sie eine schöne Dachterrasse, wo wir oft entspannten und im Hof gab es einen grossen Pool zur Gemeinschaftsbenutzung. Der Fernseher wurde ausschliesslich mit spanischen Programmen gespeist, aber die VDSL Internetverbindung war sehr schnell und stabil, so dass wir über diverse Mediatheken Nachrichten und ein paar Filme schauten konnten. Das Apartment kann direkt über eine E-Mail an Angela Galan Castro gebucht werden oder bei Wimdu: Apartment Puertito de Güímar. Hier ein paar Fotos der Wohnung, die mir von Angela zur Verfügung gestellt wurden - das Copyright und Urheberrecht liegt bei ihr

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Malpaís de Güímar

Das Beste an Puertito war allerdings das kleine im Jahr 1994 gegründete besondere Naturschutzgebiet Malpaís de Güímar, das sich praktisch direkt vor der Haustür befand. Es ist nur circa drei Quadratkilometer gross, bietet aber eine unglaubliche fotografische Vielfalt. Die Lava, die sich vor circa 10.000 Jahren aus dem Montaña Grande ergoss, hat bizarre Formen geschaffen, aus denen sich nun eine grandiose Sukkulentenlandschaft aus Distel- und Wolfsmilchgewächsen bildet. Vor allem die Kanaren-Wolfsmilch (Euphorbia canariensis) - von mir liebevoll Wolfsmilchkraken genannt - hatten es mir angetan und boten eine unfassbare Motivvielfalt. Durch das Naturschutzgebiet führen einige Pfade, die man als Rundwanderweg laufen kann und in der Mitte befindet sich ein schöner Aussichtspunkt.

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Eine weitere Wolfsmilchart, deren Blätter und Äste übrigens eine giftige Milch absondern, ist die Tabaiba (Euphorbia broussonetii), auf der wir an einem Nachmittag die schönen Raupe des Kanaren-Wolfsmilchschwärmer (Hyles tithymali) fanden.

Inmitten der Wolfsmilchpflanzen stiessen wir ein einziges Mal auf ein stattliches, weibliches Exemplar der Argiope trifasciata, einer Radnetzspinne, die unserer europäischen Wespenspinne sehr ähnlich ist. Weibchen erreichen eine Grösse von bis zu 26 mm.

Aus der Vogelwelt gelang mir nur ein Foto des Kanarenpieper (Anthus berthelotii), der einige Zeit für mich auf einer Wolfsmilch posierte. Falken konnten wir öfter beobachten, aber nicht fotografieren. Neben der Flora rund um die Wolfsmilchgewächse bietet die Küste viel Abwechslung in der Landschaftsfotografie. Die Lava ist direkt ins Meer geflossen und bildete viele bizarre Felsformationen und kleine Buchten, die je nach Gezeitenstand unterschiedliche Motivwirkungen erzielen.

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Argiope trifasciataArgiope trifasciataKanarenpieper (Anthus berthelotii)Kanaren-Wolfsmilchschwärmer (Hyles tithymali)Kanaren-Wolfsmilchschwärmer (Hyles tithymali)Fleckenuhu (Bubo africanus) Jungle Park

Der Montaña Grande ist mit 276 Metern der markanteste Vulkankegel, der für die meisten Lavaflüsse verantwortlich ist und machte sich immer gut als Hintergrund. Kleinere Pflanzen wie die Balsam-Wolfsmilch (Euphorbia balsamifera), Rotbraune Leuchterblumen (Ceropegia fusca), Jochblatt (Zygophyllum fontanessi) oder die Seidenhaarige Schizogyne (Schizogyna sericea) brachten einige Abwechslung in die Bildgestaltung. Wir verbrachten im Gebiet viel Zeit und jeder Morgen und jeder Abend war durch das unterschiedliche Licht und die Wolkenbildung anders.

Die Zeit im Malpaís wurde mir nie langweilig!

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Südostküste bei Abades / Tajao

Die Südostküste ist ideal für Sonnenaufgänge und einige Male fuhr ich die kurze Strecke zum Faro de Abona in der Nähe von Abades. Der Leuchtturm ist eigentlich gar nicht so sehr attraktiv, macht sich aber gut gegen die schroffe Lavaküste.

Die Küste ist zum Teil steil, aber dadurch auch ziemlich dramatisch. Zusammen mit ebenso dramatischem Licht wurden daraus interessante Fotos. Ich liebte den Morgen an der Küste in der frischen Luft mit dem Wind in den Haaren und den mitunter sehr tosenden Wellen.

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Nicht weit vom Leuchtturm gibt es die Überreste einer Lepra-Station aus den 1940er Jahren, die aber nie in Betrieb ging. Die Gebäude wurden später noch militärisch genutzt und sind mittlerweile ziemlich verfallen. Die halb verfallene Kirche ist noch am besten erhalten, doch wirkt sie mit der Betonbauweise sehr seelenlos und fiel daher für mich als (Nacht-) Motiv durch.

Ein anderer beliebter Ort ist der Felsbogen bei Tajao, den wir diesmal aber ausliessen, weil wir ihn schon wunschgemäss im März fotografiert hatten und das Morgenlicht im November nicht richtig fällt. Ausserdem hatte unser Lieblingsrestaurant geschlossen und die Motivation war daher gleich Null Die Felsen direkt am Meer heben wir uns ebenfalls für das nächste Mal auf - es hat irgendwie nie richtig gepasst bzw. ich konnte mich nicht von den Wolfsmilchkraken trennen Das Foto vom Bogen stammt aus dem März.

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Las Cañadas del Teide

Die Cañadas del Teide, der Nationalpark Teide, zählen bei jedem Besuch auf Teneriffa zu unseren absoluten Highlights. Wir sind begeistert vom dritthöchstem Vulkan der Welt, der einfach nur immer wieder wie aus dem Bilderbuch begeistert. Vom Meeresboden aus misst er über 7500 Meter Höhe und nur zwei Vulkane auf Hawaii sind höher. Der Teide Gipfel befindet sich auf 3718 Meter über Meeresspiegel und ist mit seinem Anblick wie der einer weiblichen Brust von vielen Teilen der Insel sichtbar

Wir waren noch nie mit der Seilbahn auf dem Gipfel, was daran liegt, dass man den Besuch vorher buchen muss und es dort mitunter zugeht wie auf dem Jahrmarkt: es ist uns einfach zu voll! Vor allem am Wochenende sieht man grundsätzlich oben im Nationalpark kein Land (oder Parkplätze...) und wir haben versucht, diese Tage zu meiden. Leider liess es sich nicht immer vermeiden und wir hatten wirklich Mühe, ein ruhiges Plätzchen zu finden.

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Genau daran scheiterte auch die Wanderung zu den 'Eiern des Teide', da der Parkplatz am Ausgangspunkt immer, wirklich immer (!), komplett besetzt war. Selbst als wir Morgens zum Sonnenaufgang in den Cañadas waren, waren alle Parkplätze belegt. Ausserhalb der Parkplätze zu parkieren, kam nicht in Frage, da die Parkranger da sehr gern Bussen verteilen... Anscheinend ist die Berghütte oben um diese Jahreszeit permanent belegt - anders ist das nicht zu erklären. Die Wanderung kann man auch vom Besucherzentrum El Portillo aus machen, ist aber mit rund acht Kilometern sehr weit und wir wollten diese lange Strecke nicht nach Sonnenuntergang bzw. vor Sonnenaufgang in der Dunkelheit laufen.

Nichtsdestotrotz verbrachten wir viele schöne Tage im Nationalpark mit Wanderungen und auf der Suche nach Orten, die noch nicht so oft abgelichtet wurden wie die Ansichten direkt von den Parkplätzen aus. Dies machte uns viel Spass und ich bin mit den meisten Fotos sehr glücklich und habe darüber hinaus noch viele Bildideen für die nächsten Male.

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Auch den Sonnenuntergang hinter dem Teide finden wir im November nicht so ideal und unsere Fotos aus dem März gefallen uns viel besser. Das liegt aber zusätzlich daran, dass wir im März Schnee hatten und dies den Teide und die Landschaft nochmal aufwertet. Im November verschwindet die Sonne schnell hinter dem Teide, während sie im März genau rechts neben der Flanke untergeht und so schöne Bildkompositionen von der Nordseite bei Izaña ermöglicht. Wir machten aber auch aus diesem Licht das Beste und an einem Nachmittag waren sowohl die Wolken als auch die Gleitschirmflieger mehr als Willkommen.

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Wir wollten uns diesmal auch dem östlichen Teil der Cañadas widmen und liefen einfach ein paar Pfade entlang hinein in die bizarre Lavalandschaft. Das Licht am Nachmittag auf den Gipfeln des Kraterrands ist sensationell und die verblühten Büschel der Teide-Rauke (Descurainia bourgaeana) bieten unzählige Gestaltungsmöglichkeiten. Wenn dann das Licht des Erdschatten die ganze Vulkanlandschaft in ein zartes Blau-Rosa taucht, ist mein Glück jedes Mal perfekt!

Doch auch zu Sonnenaufgang wurden wir dort mit tollen Motiven belohnt und es war geradezu magisch, als der Teide von Jetzt auf Gleich in das wunderbare Rot des ersten Licht des Tages getaucht wurde. Zwei Mal waren wir dort - aber bestimmt nicht das letzte Mal!

Selbst die völlig abfotografierte Felsformation der Roques de García im Zentrum liess uns nach einer kleinen Wanderung noch neue Ansichten entdecken, die uns begeistert haben. An diesen Felsen könnte ich noch einige Male fotografieren und hätte immer noch neue Ideen

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Was wir diesmal immer noch nicht hinbekommen haben, waren die 'Nasenlöcher' des Teide und die leuchtend grünen Kiefern zum Sonnenuntergang, da sich immer um diese Zeit dort oben Wolken bildeten, die es unmöglich machten. Auch diese Orte bleiben somit auf der Wunschliste für das nächste Mal Übernebeln

Nordostküste

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dieses Mal mehr an der Nordostküste bei Benijo und Punta del Hidalgo zu fotografieren. Am Ende fotografierten wir einmal in Benijo und kein Mal in Hidalgo. Warum? Ich bin der Meinung, dass diese beiden Strandabschnitte reizvoller sind, wenn die Sonne später im Jahr weiter im Westen untergeht und so mehr Licht zaubert. Sowohl in Hidalgo am Abend mit dem letzten Licht auf den Felsen als auch die Möglichkeit, einen Sonnenstern in Benijo mit aufs Bild zu bannen. In Benijo geht die Sonne im November / Dezember hinter den Bergen unter und das Feuer des Lichts somit ausserhalb der Motive und für mich ging damit der Reiz ein wenig verloren. Vielleicht aber auch, weil man diesen Ort mittlerweile auch schon zu häufig in immer denselben dynamischen Kompositionen gesehen hat und ich mich immer öfter auf solche 'Hot Spots' nicht mehr einlassen kann und will...

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Trotzdem verbrachten wir einen schönen Nachmittag am Strand von Benijo und bekamen zumindest einen schönen rosa Himmel, der mit einer Langzeitbelichtung zu einem Pastelltraum wurde.

Ein Ort, den ich eher nicht auf der Rechnung hatte, wurde dann aber doch noch zu einem Highlight: Mesa del Mar! Der Ort an sich ist an Trostlosigkeit und Hässlichkeit mit Betonhochhäusern, die an typische spanische Bauruinen erinnern, kaum zu überbieten, aber an der kleinen Playa kann man bei Ebbe lohnende Motive Richtung Teide finden, aber auch die Dynamik und Stärke des Meeres bei hohen Wellen einfangen. Mit Mesa del Mar bin ich sicher noch nicht 'fertig' und freue mich schon darauf, diese Location beim nächsten Mal zu perfektionieren. Dazu gehört nicht nur die passende Tide, sondern auch noch Wolkenbildung und vor allem der Wellengang.

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L A   G O M E R A

Nach vier ruhigen und doch fotografisch erfolgreichen Wochen nahmen wir schliesslich die Fred Olsen Expressfähre nach La Gomera, wo wir ebenfalls bei Cicar einen Opel GTC anmieteten. Er war zwar noch relativ neu, hatte aber schon reichlich Macken und meldete nach rund drei Tagen einen Fehler in der Bremsverstärkung. Wir waren eh gerade auf dem Weg nach San Sebastian und die Dame von Cicar fuhr ihn in die Garage zur Reparatur. Nach einer Stunde konnten wir ihn wieder abholen und eine gelöste Klemme war als Verursacher ausgemacht worden. Ein sehr schneller Service, der Lob verdient!

San Sebastian besuchten wir am dritten Tag, als wir im Supermarkt und auf dem Wochenmarkt einkaufen wollten. Gewisse zuckerfreie Getränke gibt es einfach nicht in den kleinen Spar Läden und wir wollten uns die Inselhauptstadt auch ein wenig ansehen. Ausserdem hatte Gerd ein Restaurant ausgegraben, das frischen Fisch anbietet - was auf La Gomera überraschenderweise nicht überall selbstverständlich ist und eher Tiefkühlfisch angeboten wird. Als wir auf die Reparatur des Autos warteten, verbrachten wir die Wartezeit dann auch im Restaurant La Hila, wo uns der Küchenchef gleich voller Stolz seinen frischen Thunfisch präsentierte. Freitags ist Fischtag! Der gegrille Thunfisch und der Thunfisch in Mojo war in der Tat sehr schmackhaft und unser leckerstes Essen auf La Gomera

Unsere erste Unterkunft war eine Finca mit Apartment in der Nähe von Alajero, die Pico Hincado. Ein wunderschönes Häuschen mit Blick über die Steilküste und einem Garten. Im Haus gab es ein Schlafzimmer, einen Wohnraum mit voll eingerichteter Küche, Waschmaschine, Bad sowie Breitband Internet. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt und werden diese Unterkunft wohl auch als Basis für zukünftige La Gomera Besuche wählen. Die Innenaufnahmen stammen von der Webseite der Finca und Copyright sowie Urheberrechte gehören Pico Hincado Rural House.

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Las Roques

Bis zu der markanten Felsformation von Les Roques war es nicht weit und wir durften an den ersten beiden Morgenden zwei fantastische, farbenfrohe Sonnenaufgänge erleben. Dachte ich am ersten Morgen noch, dass diese Farben nicht zu toppen wären, wurde ich am zweiten Morgen mit einem wahren Farbfeuerwerk überrascht. Es schien, als würde der Roque de Agando Feuer speien und die Wolken waren unglaublich!

Der ehemalige Vulkanschlot Roque de Agando ist 1251 Meter hoch und eine markante Erhebung im Zentrum der Insel. Von einem bestimmten Winkel betrachtet, sieht er fast wie ein Zwilling vom Zuckerhut in Rio de Janeiro. Der Roque de Agando entstand als ein Vulkanschlot mit erstarrendem Gestein gefüllt wurde. Weichere Gesteinsschichten wurden durch Erosion abgetragen, sodass nur die harten Magmatite zurückblieben und so seine markante Form entstand.

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Aber auch ein Blick auf die andere Seite ist lohnenswert, wo die Berge den Anfang des Barranco de La Laja markieren. Diese Schlucht ist wirklich dramatisch und beeindruckend, vor allem zu Sonnenaufgang im Winter. Manchmal wusste ich gar nicht, wo ich zuerst fotografieren sollte, weil beide Seiten einfach so wunderschön waren!

Alles in allem ein wunderbares Gebiet und für mich definitiv das Highlight von La Gomera!

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Südküste und Inselmitte

An der Südküste befinden sich ebenfalls einige beeindruckende Berglandschaften, die wir morgens und abends ins rechte Licht rückten. Im Winter stand die Sonne für einige Bildideen ideal, worüber ich mich sehr freute und so einige schöne Fotos entstanden sind.

Sehr attraktiv liegt auch die kleine Ermita de San Isidro auf einer prominenten Anhöhe bei Alajero. Kurz nach Sonnenuntergang wurde die Wolken hinter der Kirche rosarot und tauchte sie in ein fantastisches Licht. Mein landschaftliches Highlight lag allerdings etwas abseits, als die Sonne hinter El Hierro unterging. Eine fantastische Steilküste mit den typischen Pflanzen der Kanaren und ein Sonnenstern im dramatischen Himmel machten mich ziemlich glücklich

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Die Inselmitte von La Gomera wird von dichtem Lorbeerwald bedeckt und bildet den 1981 gegründeten Nationalpark Garajonay. Durch die aufsteigenden Passatwinde bilden sich oft dichte Passatwolken, die die Lorbeerwälder in einen mystischen Nebelwald verwandeln. Leider war während der gesamten zwei Wochen der Nebel nicht dicht genug und ich bin nur bedingt mit den Waldfotos glücklich. Aber auch hier gilt: man sollte immer das Beste daraus machen und ein wenig ist uns das auch gelungen. Toll war es, als durch die Wolken die Sonne schien und es magische Sonnenstrahlen im Wald gab. Eine fantastische Stimmung und ein Wald, den ich gern nochmal erkunden würde, wenn die Wolken dicht genug sind.

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Auf dem Kamm gibt es einige schöne Aussichtspunkte, von denen man bei Sonnenuntergang den über dem Wolkenmeer thronenden Teide bewundern kann. An unserem ersten Sonnenuntergang gab es eine fantastische Lichtstimmung, bei dem der Teide im allerletzten Licht eine fast schon surreale rosa Farbe annahm. Diese Lichtstimmung wiederholte sich in den ganzen zwei Wochen nicht und wir schätzten uns im Nachhinein doppelt glücklich!

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Der Norden

Ein paar Tage verbrachten wir in Hermigua in der Finca Piñero, wo wir ein kleines Studio mit Schlafzimmer, Wohnküche, Bad und gutem Breitband Internet gemietet hatten. Uns gefiel es als Basis für den Norden dort sehr gut und wir fühlten uns sehr wohl.

Von Hermigua aus erkundeten wir in erster Linie die Rote Erde um den Mirador de Abrante herum. Dies ist wie eine kleine Mikrolandschaft für sich mit kleinen durch Erosion entstandenen Canyons. Für den Sonnenaufgang war es nicht ganz ideal, da die Sonne zu weit im Osten aufgeht, aber es gab doch noch einige schöne Lichtstimmungen am Morgen. Die aufgehende Sonne brachte die an sich dunkelrote Erde zum Glühen und bescherte uns einige weitere magische Momente.

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Einen Morgen verbrachten wir etwas oberhalb von Agulo und beobachten, wie sich das Licht von der blauen Stunde bis zum Sonnenaufgang entwickelte. Der Teide auf Teneriffa war klar und bot einen herrlichen Kontrast zum beschaulichen Dorf. Eine gute Motivwahl!

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Valle Gran Rey

Valle Gran Rey bildet mit Vueltas den Hauptort der Insel La Gomera und es war auch zugleich der Ort, wo es uns am wenigsten wieder hinziehen würde. Die vielen Menschen und auch die Hippie Atmosphäre war uns manchmal einfach etwas 'too much'. Die ersten zwei Nächte hatten wir ein Apartment gebucht, was sich aber ausnahmsweise mal als Reinfall entpuppte. Es war eigentlich sehr schön und geräumig mit einer tollen Dachterasse, aber der Geruch im Haus und in der Wohnung liess Übles vermuten und prompt wachte ich am ersten Morgen mit einer starken Allergie auf. Das wurde auch nicht besser und ich vermute, dass es sich um Schimmelpilze handelte. Auch wenn es uns sehr unangenehm war, zogen wir aus und wechselten in das Apartmenthotel Charco del Conde in Vueltas. Dort hatten wir ein Studio mit Wohnküche, Schlafzimmer, Bad, Balkon und einem recht schlechtem WiFi Zugang, aber zumindest keine Allergie. Also alles gut!

Nun konnte ich das Valle Gran Rey auch besser geniessen und wir fotografierten zwei Mal am Playa del Ingles mit den schönen schroffen Felsen. Beim ersten Mal mit recht schönem dramatischen Licht und beim zweiten Mal mit sehr hohen Wellen nach einem stürmischen Tag.

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Unser Highlight war allerdings der Bootsausflug zur Delfinbeobachtung mit der Amazonia. Eigentlich wären auch Wale möglich gewesen, aber das Glück war uns diesmal nicht vergönnt. Aber das 'Manko' wurde durch eine ungefähr 500 Tiere umfassende Gruppe von Fleckendelfinen (Stenella ) wett gemacht. So viele Delfine auf einmal hatten wir noch nie gesehen und die agilen Spielmöpse hatten einen Riesenspass! Sie schwammen am Boot vorbei oder entlang, sprangen in den Wellen und einige machten sogar Salti in der Luft - der kleine Angeber! Es war eine unfassbar tolle Ausfahrt, die am Ende mit einer sehr leckeren, veganen Paella gekrönt wurde. Vielen Dank nochmal an Kara für diese tolle Tour!

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So gingen die zwei Wochen auch wie im Flug vorbei und wir nahmen die Fähre zurück nach Teneriffa, wo wir noch zwei unspektakuläre Tage im Hotel Sunningdale Village bei El Médano verbrachten. Auf Fotografie hatte ich keine Lust mehr und wir genossen einfach ein paar entspannte Tage dort.

Dass wir die Nebelmonate in den kommenden Jahren auf den Kanaren verbringen werden, steht für uns bereits fest - falls wir nicht andere Ziele in diesen Monaten bereisen. Wir freuen uns schon jetzt auf La Palma und natürlich auf eine neue Zeit im wunderbaren Puertito de Güímar!

Wir danken Euch für Euer Interesse und hoffen, Ihr hattet etwas Spass beim Lesen unseres Reiseberichts.
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