Australien - 2016

22. April - 3. Juni 2016

Tasmanien (West)

Wir freuen uns, dass Ihr unseren Reisebericht von unserer Reiseetappe auf Tasmanien gefunden habt. Am 13. April starteten wir unsere knapp 3-monatige Reise, die uns zu diesen Zielen führen sollte. Ein Klick auf die Orte öffnet den jeweiligen Reisebericht in einem neuen Tab.
- Singapur
- Melbourne
- Tasmanien (West)
- Tasmanien (Ost)
- Sydney & New South Wales
- Flores & Komodo, Bali
- Singapur

Dieser Reisebericht deckt die erste Häfte im Westen der Insel ab. Den Osten mit den Stationen Hobart, Dover, Tasman NP, Freycinet NP, Bay of Fires und Narawntapu NP findet Ihr im Tasmanien (Ost) Reisebericht.

Die gesamte Reise wurde von mir geplant und gebucht. Nach Singapur und Melbourne verbrachten wir sechs Wochen auf der wunderschönen Insel Tasmanien. Bei Europcar in Devonport mieteten wir einen Mitshubishi Outlander mit 100% Vollkaskoschutz, der ausreichend motorisiert war. Ausserdem bewährte er sich mit seinem zuschaltbaren 4WD auf Schotterpisten, war sehr bequem und bot sehr viel Platz für unser Gepäck. Mit diesem Auto machte es viel Spass!

Wir nahmen uns für diese faszinierende Insel im Südpolarmeer viel Zeit und wählten die folgenden Orte und Unterkünfte als Basis für unsere Erkundungen:

- Arthur Riverfront and Sea Lodge (Arthur River - Tarkine)
- Stanley Sea View Inn *
- Rocky Cape Retreat
- Peppers Cradle Mountain Lodge *
- Castaway Holiday Apartments Strahan *
- Hamlet Downs Mt. Field NP *
- Fortsetzung im Tasmanien (Ost) Reisebericht

Wenn es Euch bei uns gefallen hat und Ihr über Neuigkeiten informiert werden wollt, könnt Ihr in unserem Fotoblog bei SA*GA Photography ~ Moments in Light ~ den E-Mail Service abonnieren.

Wir hoffen, Ihr habt Spass beim Lesen des Reiseberichts sowie beim Betrachten der Fotos.

Sandra & Gerhard Schänzer
SA*GA Photography ~ Moments in Light ~

22. April 2016

Ankunft in Tasmanien

Die Nacht auf der 'Spirit of Tasmania' war überraschend gut und wir schliefen ausgezeichnet. In der Mitte der Tasmanischen See wurde es zwar mal etwas ruppiger, aber alles in allem war es kein Problem und störte den Schlaf in keinster Weise.

Um kurz vor sechs Uhr legte die Fähre am Anleger in Davenport an und eine halbe Stunde später konnten wir das Schiff verlassen. Wir nahmen unsere Koffer in Empfang und gingen zum Europcar Büro auf der anderen Seite des Terminals.

Die Übernahme verlief zügig und wir waren schon bald darauf in unserem Mitsubishi AXS unterwegs zum Edgewater Hotel, wo wir erstmal herzhaft frühstückten. Danach erledigten wir im Coles Supermarkt unsere Einkäufe für die nächsten drei Tage und fuhren rund 2.5 Stunden nach Arthur River.

Unser Apartment in der Arthur Riverfront and Sea Lodge war parat und wir konnten den Schlüssel aus dem Safe befreien :) Das Apartment ist sehr gross mit einem riesigen Wohn-/Kochbereich, zwei Schlafzimmern und einem grossen Bad. Es hat ausserdem einen Garten und einen grossartigen Blick auf den Fluss und den Ozean.

Diashow Arthur Riverfront Sea Lodge:

Wir richteten uns ein und dann war es bereits Zeit für den Sonnenuntergang. Wir machten eine kleine Erkundungsfahrt Richtung Couta Bay und ich konnte dort zumindest eine Idee realisieren, auch wenn die Wolkenbildung nicht ganz ideal war. Wie auch immer, es war ein Riesenspass, wieder am Meer zu sein und mit einer Felsküste spielen zu können!

Den Rest des Abends verbrachten wir bei Essen und Wein im gemütlichen Apartment.

Highlight des Tages: Sonnenuntergang an der Küste

23. April 2016

Arthur River

Ich stand um sechs Uhr auf und fuhr den knappen Kilometer zur 'Edge of the world' und fotografierte von der blauen Stunde bis zum Sonnenaufgang.

Die rosa Farben des Erdschattens waren wahnsinnig schön und die Felsen mit den Flechten leuchteten in einem hellen Orange. Dazu die frische Brise und die Wellen vom Ozean: was für ein herrlicher Morgen!

Diashow Edge of the World

Als ich zurück kam, wartete Gerd schon mit dem Frühstück auf mich - ein toller Service :) Danach war es Zeit auf die andere Flussseite zum Anleger der Arthur River Cruises zu fahren. Wir haben uns für diesen Anbieter (es hat zwei) entschieden, weil er uns empfohlen wurde und uns das kleine rote Boot, die 'M.V. George Robinson', mit ihrem 'alte Welt Charme' besser gefiel. Und wir sollten nicht enttäuscht werden! Sehr herzlich wurden wir von Greg empfangen, hielten ein Schwätzchen, bezahlten die Tickets und bald darauf trafen noch weitere Leute ein. Wir waren am Ende eine Gruppe von 10 Leuten, was sehr angenehm war. Nun kam auch Wog (Owen) dazu und wir legten ab.

Die Fahrt ging nun den Arthur River hinauf und am Anfang konnte man auf der rechten Flussseite noch die verbrannten Bäume der verheerenden Buschfeuer von Januar bis März sehen - ein trauriger Anblick! Doch bald darauf wurde die Vegetation wieder grün und dicht. Am Anfang war es ein Hartlaubwald, der nach 6 Kilometern in einen kalten Regenwald überging. Gut an den grossen Baumfarnen zu erkennen, die wirklich grossartig waren!

Ein weiteres Highlight war ein Weissbauchseeadler Paar, das in einem 48 Jahre alten Horst wohnt und auf einen Fisch lauerte. Es sind beeindruckende und majestätische Vögel und wir freuten uns sehr, dass uns trotz der Sonne einige gute Fotos gelangen. Weiter ging die Fahrt entlang des wunderschönen, dichten kalten Regenwaldes bis wir nach etwas mehr als einer Stunde 'Turks Landing' erreichten. Wir gingen von Bord und ein paar Meter bis zu einer Picknickstelle, die dort eingerichtet wurde.

Während Greg das Barbecue vorbereitete, machten wir mit Wog eine kurze Wanderung in den Regenwald. Wog erklärte uns einige Pflanzen und Bäume und wir bestaunten die dichte Vegetation. Nach einer halben Stunde waren wir zurück und bedienten uns am leckeren Buffet, dass aus Burger, Würstchen, Salat, Krautsalat, Tomaten, Kartoffelsalat und Brot bestand. Dazu gab es Wein und Saft. Wir genossen das Essen im Wald und unterhielten uns nett mit den anderen Gästen. Wir waren etwas die Exoten, da wir die einzigen Nicht-Australier waren :)

Schliesslich ging es zurück zum Boot und wir fuhren langsam zurück Richtung Arthur River. Unterwegs sahen wir nochmal die Weissbauchseeadler, aber diesmal ohne Fotos. Gegen 15 Uhr waren wir zurück am Anleger und verabschiedeten uns herzlich von Greg und Wog. Was für ein schöner Tag!

Diashow Arthur River Cruise
Arthur RiverVerbrannte VegetationWeissbauchseeadler (Haliaeetus leucogaster)BaumfarnBaumpilz

Wir machten im Apartment eine kleine Pause und fuhren dann zur 'Edge of the World', wo wir an den schönen Felsformationen den Sonnenuntergang fotografierten. Nicht ganz ideal, aber ich war trotzdem sehr zufrieden.

Wir liessen den Abend ruhig ausklingen und gingen früh zu Bett.

Highlight des Tages: die Flussfahrt und die Seeadler

Diashow Sonnenuntergang
Edge of the World
24. April 2016

Arthur River

Auch heute Morgen machte ich mich wiederum um 6 Uhr auf den Weg zum Strand und hatte viel Freude daran, neue Standpunkte auszuprobieren. Diese Ecke ist wirklich ein ganz toller fotografischer Spielplatz! Getoppt wurde es noch durch die süssen Stare, die vor unserer Unterkunft im warmen Sonnenlicht auf den Stromleitungen badeten. Was für hübsche Vögelchen :)

Nach dem Frühstück nahm ich mir erst ein wenig 'Bürozeit' und dann fuhren wir Richtung Marrawah. Kurz vor dem Abzweig nach Smithton gibt es eine Schotterpiste nach West Point und wir waren sehr happy, dass wir diese Piste probiert hatten.

Der weite, weisse Sandstrand mit dem tiefblauen Wasser war ein Traum und die ins Wasser laufenden Steinreihen das i-Tüpfelchen! Leider würde es für Sonnenuntergang nicht hinhauen, da die Steinreihen dann bei Flut viel mehr unter Wasser sein würden. Sehr Schade, aber umso mehr genossen wir den Spaziergang am Strand und Gerd badete seine Füsse sogar im Südpolarmeer!

Diashow Edge of the World & West Point
Edge of the World - Arthur RiverStar (Sturnus vulgaris)Star (Sturnus vulgaris)West Point

Wir fuhren weiter ins Örtchen Marrawah und sahen uns zwei weitere Strände an, die uns aber nicht so gut gefielen wie West Point. Wir kehrten dann in den örtlichen Pub ein und wollten eigentlich nur eine Kleinigkeit essen... Ich endete mit einer Riesenportion Nachos und Gerd mit einem Riesenbrötchen, das mit Lamm gefüllt war und mit brauner Sauce und Pommes serviert wurde. Ui, danach war uns furchtbar schlecht :)

Wir klapperten auf der Rückfahrt noch ein paar Strände ab, blieben aber dann zum Sonnenuntergang bei der 'Edge of the World'. Doch heute wollte uns nicht wirklich etwas Gutes gelingen - zumindest kann ich mich nicht wirklich mit den Fotos anfreuden. Wir kehrten dann ins gemütliche Apartment zurück und packten unsere Sachen. Morgen würde es leider schon wieder weiter gehen.

Highlight des Tages: der Strandspaziergang

Diashow (Klick für grössere Bilder):
25. April 2016

Tarkine Drive & Stanley

Als ich um sechs Uhr aufstand, war es nicht ganz so freundlich wie die Tage zuvor und ausserdem roch es draussen nach Rauch! Irgendwo in der Nähe brannte wohl leider wieder die Vegetation - die Narben der Brände von Januar bis März sind ja immer noch sichtbar.

Ich verbrachte den Morgen mit ein paar Langzeitbelichtungen am Strand und kehrte früher als sonst ins Apartment zurück. Wir frühstückten, beluden das Auto und verabschiedeten uns von Arthur River. Auf dem Weg nach Stanley fuhren wir den Tarkine Drive, der durch eigentlich dichten Wald führt. Viel vom Wald wurde leider durch die Feuer Anfang des Jahres vernichtet und diese Narben ziehen sich durch das ganze Naturreservat :(

Unser erster Stop war die Kannunah Bridge, von der man einen tollen Blick über den Arthur River hatte. Der nächste Halt war der Sumac Lookout, der uns etwas enttäuschte. Der Blick auf den Fluss war eher unspektakulär.

Diashow Morgen & Tarkine Drive:
Edge of the World - Arthur RiverEdge of the World - Arthur RiverEdge of the World - Arthur RiverSchwalbeSchwalbeSumac LookoutKannunah BridgeKannunah BridgeKannunah BridgeVerbrannte Erde und Leben

Danach erreichten wir den Julius River, wo wir den kurzen Spaziergang um den Fluss herum durch den kalten Regenwald machten. Für uns Mitteleuropäer ist der kalte Regenwald ziemlich aufregend und vor allem die Farne üben eine grosse Faszination aus. Uns machte die kleine Wanderung viel Freude und wir brauchten weitaus mehr als die veranschlagten 30 Minuten!

Der nächste Halt war der Lake Chisholm, der eigentlich kein See ist, sondern ein Erdfall (Sinkhole). Dies ist der plötzliche Einsturz des Untergrunds infolge eines durch chemische und physikalische Verwitterungsvorgänge entstandenen darunterliegenden Hohlraums, was in Australien öfter vorkommt. Der See liegt in einer Senke und ist oft spiegelglatt, weil die Winde den See nicht erreichen. Ein wirklich malerischer Ort, den wir sehr gern besuchten. Auf dem Weg gab es einige der höchsten Bäume Tasmaniens zu bewundern und die waren wirklich gigantisch hoch!

Diashow Julius River & Lake Chisholm:
Julius RiverLake Chisholm

Wir erreichten die Dampster Plains und wollten dort eigentlich eine Mittagpause machen, als wir in der Richtung, aus der wir kamen, Rauch bemerkten. Es brannte! Wir sind ja nun nicht gerade Buschfeuererfahren und so eilten wir zum Auto zurück, um die Einbahnstrasse zur Hauptstrasse zurückzufahren. Kaum dort angekommen, wurde der Rauch dichter und wir passierten die Brandstelle. Ich war auf jeden Fall froh, als wir weit genug weg waren!

Unser letzter Halt war an der Tayatea Bridge mit einem weiteren schönen Blick auf den Arthur River und dann fuhren wir weiter nach Smithton, wo wir tankten. Heute war ANZAC Day und alle Geschäfte geschlossen: ein hoher australischer Feiertag, an dem den australischen Opfern aller erdenklichen Kriege seit dem 1. Weltkrieg gedacht wird...

Bald darauf erreichten wir Stanley und das Stanley Sea View Inn *, das unser Zuhause für die nächsten drei Tage sein sollte. Die Zimmer sind sauber und zweckmässig mit einem grossen Kühlschrank, TV, schnellem Internet und eigenem Bad - was will man mehr?

Nachdem wir eingezogen waren, machten wir uns auf den Weg zur Sawyers Bay, wo wir zum Sonnenuntergang in den Dünen fotografierten. Ein toller, breiter Strand mit weissem Sand - eine wahre Idylle! Zurück im Apartment lasen wir noch ein wenig und fielen dann müde in die Federn.

Highlight des Tages: Tarkine Drive

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Dampster PlainDampster PlainMaskenkiebitz (Vanellus milesEilseeschwalbe (Thalasseus bergii)Sawyer BaySea View InnSea View Inn
26. April 2016

Stanley

Heute Morgen disponierten wir rasch um, als wir sahen, dass der Himmel hinter The Nut sich langsam rot verfärbte. Wir fuhren zum Godfrey's Beach und fanden dort bei Ebbe ein wahres Paradies vor: herrliche Steinplatten, die sich in den Ozean zogen und wunderbar im Morgenlicht leuchteten.

Wir liessen es heute gemächlich angehen und fuhren am Vormittag nach Smithton, um Brot zu kaufen. Leider ist gutes Brot aber hier in Australien so rar wie Kängurufleisch in der Schweiz.... Es gibt Brot selbst in Bäckereien einfach nur in weiss und in pappig – oh jeh! Gefrustet fuhren wir zurück nach Stanley und assen im Hursey Seafoods im Take Away einen Hummercocktail (Gerd) und gegrillten Glatthai (ich) mit Pommes. Das Restaurant ist berühmt für seinen Hummer und die Jungs dort sahen in der Tat beeindruckend aus. Ein Hummer mit 1.8 Kilo kostete 180 Dollar - ein Schnäppchen im Vergleich zur Schweiz!

Wir assen unseren Fisch draussen im Park an den Picknickplätzen und teilten ein paar Pommes mit den ansässigen, hungrigen Möwen.

Danach fuhren wir Richtung Rocky Cape, unserem nächsten Ziel, aber ich wollte nachsehen, ob ich dort schon fotografieren konnte, da der Wetterbericht für die kommenden Tage nichts Gutes verhiess. Die Buchten dort sind traumhaft, aber trotzdem entschied ich mich für Pegg's Beach, da dort einige schöne Steinformationen ins seichte Wasser liefen. Ich wurde nicht enttäuscht und es gab einen guten Sonnenuntergang.

Den Abend liessen wir bei einem leichten Abendessen und Wein langsam ausklingen.

Highlight des Tages: Sonnenaufgang

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Godfreys BeachFalkeRocky CapeCowrie´s Point
27. April 2016

Pinguine!

Das Licht heute Morgen war noch besser als gestern und ich genoss meine Spielzeit von der Dämmerung bis zum Sonnenaufgang am Godfrey's Beach in vollen Zügen. Am Horizont hatte es heute weniger Wolken und die Sonne war völlig klar. Das warme Licht brachte die Steine und die grünen Algen wunderbar zum Leuchten. Es war einfach grossartig!

Wir frühstückten im Zimmer und machten danach erst einen Ausflug zum Weststrand, wo wir einige lustige Krebse fanden, und danach einen Spaziergang durch Stanley. Wir mögen dieses kleine Städtchen sehr! Wir assen zu Mittag eine Kleinigkeit im Cafe und machten uns danach gestärkt auf zum Wanderweg auf die 'Nuss'. The Nut ist eine erkaltete Magmakammer, deren Umgebung im Laufe der Zeit erodiert ist. Mittlerweile ist sie von weitem sichtbar und ähnelt in der Tat einer Nuss.

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Godfrey´s BeachKrebsThe NutSessellift

Es war ziemlich windig, aber wir erklommen zügig die 143 Höhenmeter bis zum Plateau. Es gibt sogar einen niedlichen Sessellift, der aus Österreich geliefert wurde, aber für diese geringe Höhe brauchten wir ihn nicht. Oben angekommen wanderten wir den 2.5 Kilometer langen Rundweg entlang, immer steif am Wind :) Unterwegs trafen wir im kleinen Waldstück auf zwei Wallabies - endlich mal bei Tageslicht und nicht (!) tot am Strassenrand. Die vielen bei Nacht überfahrenen Wallabies machen uns sehr traurig :(

Es war mittlerweile völlig bewölkt und es gab keine Hoffnung auf schönes Licht zum Ende des Tages. So fuhren wir zum Godfrey's Beach und Gerd widmete sich fotografisch dem kleinen, dicken Eilseeschwalbennachwuchs. Wirklich süss der kleine Dicke! Es wurde dunkel und wir gingen zu der Stelle, wo die Zwergpinguine an Land gehen. Erst sahen wir keine, aber als wir dann auf der Wiese entlang liefen, sahen wir an die zehn süsse kleine Pinguine im indirekten Licht unserer Lampe! Wir waren höchst entzückt und ich konnte mich gar nicht an den kleinen Kerlen sattsehen! Einer lief sogar hinter mir vorbei und über Gerd's Fuss, der kleine Tolpatsch :) Von den Pinguinen gibt es keine Fotos, da die Tiere nicht direkt angeleuchtet oder gar angeblitzt werden sollten. Daran halten wir uns selbstverständlich und das Erlebnis stand im Vordergrund.

Sehr glücklich über diese Begegnungen kehrten wir ins Sea View Inn zurück und tranken darauf ein Glas Wein.

Highlight des Tages: die Zwergpinguine

Diashow (Klick für grössere Bilder):
The NutThe NutRotnackenwallaby (Macropus rufogriseus)Silberkopfmöwe (Chroicocephalus novaehollandiae)Junge Eilseeschwalbe (Thalasseus bergii)
28. April 2016

Rocky Cape NP

Das Glück mit dem Licht verliess uns im Laufe der Nacht und wir erwachten mit dem Geräusch von plätscherndem Regen. Eigentlich war ich schon um fünf Uhr wach und schaute mir im Live Stream im Internet an, wie meine Bayern 0:1 bei Atletico Madrid verloren :( Aber wie immer bin ich optimistisch und glaube an ein gutes Ende im Rückspiel nächste Woche :)

Später am Morgen frühstückten wir, packten die restlichen Sachen zusammen und checkten aus. Wir fuhren zunächst nach Smithton, wo wir beim Woolsworth Essen für die kommenden zwei Tage und beim Bäcker zwei leckere Pies zum Mittagessen kauften. Unser Auto sah ziemlich dreckig aus und so hielten wir noch bei der Waschanlage an und spritzten das Auto sauber. Lustig war die Hunde-Waschanlage gleich nebenan :)

Schliesslich fuhren wir die knapp 50km zum Rocky Cape, wo wir im herrlichen Rocky Cape Retreat für zwei Nächte im Apartment 'That One' eingebucht waren :) Die Lage von 'That One' und 'This One' in Strandnähe ist ein Traum und das rund 65m2 grosse Apartment ebenfalls. Ein sehr grosszügiger Wohnraum mit komplett eingerichteter Küche wurde durch ein grosses Schlafzimmer und ein geräumiges Bad komplettiert. Der Clou war die Badewanne auf der Veranda mit Blick aufs Meer! Wir zogen ein und machten es uns erstmal auf der Veranda mit einem Glas Wein in der Sonne gemütlich. Was für ein toller Ort!

Diashow Rocky Cape Retreat:
Rocky Cape Retreat

Am späten Nachmittag gingen wir hinunter zum Strand und ich war hoch erfreut, dass das Licht extrem episch wurde! Es war wolkig, aber die letzten Sonnenstrahlen fielen durch eine Wolkenlücke am Horizont und die bunten Felsen am Strand leuchteten in allen Farben! Was für ein fantastischer Anblick!

Glücklich fotografierte ich drauflos und bemerkte gar nicht, wie ich mir an den scharfen Felsen einen Riss in der Wathose einfing :( Aber Gerd würde es mit seinem Erfindungsreichtum schon richten; da war ich mir ganz sicher!

Wir verbrachten den Abend im gemütlichen Apartment und hofften auf einen schönen Sternenhimmel. Doch leider zogen am späteren Abend Wolken auf und wir gingen schlafen.

Highlight des Tages: Sonnenuntergang

Diashow (Klick für grössere Bilder):
29. April 2016

Regenwald am Regentag

Heute Morgen lohnte es sich nicht aufzustehen, da es bereits leicht regnete. So schliefen wir aus und frühstückten ausgiebig.

Danach fuhren wir rund 40 km ins Inland zu den Dip Falls. Wir hatten die Hoffnung, dass er nach dem Regen gut Wasser haben würde, aber diese Hoffnung erfüllte sich leider nicht. Der Wasserfall war nur ein Rinnsal, aber man bekam eine gute Vorstellung, wie schön er bei viel Regen sein muss! Die Basaltsäulen sind wunderschön und bilden bestimmt tolle Kaskaden - Schade, dass die Regenmengen noch nicht gereicht haben!

Wir besichtigten noch den 'Big Tree', einem Eukalyptusbaum - Eucalyptus obliqua - , der einen gigantischen Umfang von 16 Metern hat und etwas über 60 Meter hoch ist! Ein wunderbarer und eindrucksvoller Baum, der uns tief beeindruckt hat. Auch der kalte Regenwald in der Umgebung war wunderschön und ein toller Kontrast zu unseren heimischen Wäldern.

Am anderen Ende vom Parkplatz gibt es noch eine alte, verrostete Dampfmaschine, die vor rund hundert Jahren in der Sägemühle am Fluss eingesetzt wurde. Zeitzeugen von Gestern, die nur stumme Geschichten erzählen...

Diashow Dip Falls & Big Tree:
RegenwaldBig tree - Eucalyptus obliquaDampfmaschine der SägemühleDip FallsDip Falls

Es regnete immer noch und wir fuhren zurück in unser gemütliches Apartment. Pünktlich zum Sonnenuntergang hörte es auf zu regnen und im Westen wurde es hell. Wir fuhren zum kleinen Ort vom Rocky Cape und mir gelangen am Strand einige schöne Aufnahmen. Wie schön, wenn es nach so einem regnerischen Tag doch noch zu epischen Licht kommt!

Später am Abend wurde es sternenklar und wir konnten die Milchstrasse am Sternenhimmel bewundern. Einfach nur wunderschön und ein gelungener Abschluss des Tages..

Highlight des Tages: Sonnenuntergang

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Milchstrasse
30. April 2016

Mehr Regen am Cradle Mountain

Leider mussten wir heute umziehen und leider hielt der Wetterbericht auch das, was er versprach: es wurde ungemütlich! Aber wir hatten am Morgen nochmals Glück und der Himmel im Osten blieb bis Sonnenaufgang in einem kleinen Fenster klar. Wir fuhren hinüber zur Burgess Cove und die mit roten Flechten bewachsenen Felsen machten sich hervorragend als Motiv gegen den dramatischen Himmel und dem dazu ruhigen Meer.

Nach über einer Stunde am Meer und im schönsten Licht fuhren wir zurück ins Apartment und frühstückten. Wir vermissten diese schöne Unterkunft schon jetzt! Kurz vor der Abreise machten wir einen Abschiedsspaziergang am Strand und fuhren dann los Richtung Burnie, wo wir ein paar Einkäufe erledigten.

Einen weiteren kurzen Stop machten wir an der Whiskey Destillerie Hellyers, wo aber gerade zu Gerds Enttäuschung keine Führung stattfand. Er machte aber eine Kostprobe und eine kleine Flasche 10 Jahre alter Whiskey fand ihren Weg in unseren Koffer.

Das Wetter wurde zunehmend schlechter, aber immerhin war es noch trocken, als wir Cradle Mountain erreichten. Wir fuhren direkt zum Parkplatz am Dove Lake und machten dort Pause. Wir hofften auf Wolkenlücken für die Sonne, aber obwohl die Wolken schnell zogen, taten sie uns diesen Gefallen leider nicht. So gingen wir kurz vor Sonnenuntergang an den See und ich machte ein paar Langzeitbelichtungen, die Dank des starken Windes und der Bewegung der Wolken recht dynamisch wurden. Besser als nichts, aber ich war schon ziemlich enttäuscht, dass es gerade hier am Cradle nichts werden würde mit Fotos im schönen Licht. Die Wettervorhersage sagte nämlich sechs Tage Regenwetter voraus :(

Diashow Peppers Cradle Mountain Lodge:
Peppers Cradle Mountain LodgePencil Pine CabinPencil Pine CabinPencil Pine Cabin

Wir fuhren die 7.5 km zurück und checkten in unserem Hotel, der Peppers Cradle Mountain Lodge * ein. Wir hatten eine Pencil Pine Cabin gebucht, die recht geräumig war. Der Gaskarmin gaukelte eine gewisse Gemütlichkeit vor, aber alles in allem war es eine nette Unterkunft für regnerische Tage.

Das konnte man allerdings nicht vom Essen in der Tavern behaupten.... Wir bestellten dort Chicken Wings und einen Beef Burger mit Pommes, aber beides war so tot gebraten, wie wir es noch nie erlebt hatten. Nein, das war nichts und wir würden die nächsten beiden Tage lieber auf warmes Essen verzichten. Es gibt zwar noch ein 'Fine Dining' Restaurant, was uns aber ehrlich gesagt für Essen zu teuer war.

So war uns dann totschlecht und wir liessen den Abend im Zimmer bei zumindest leckerem Wein ausklingen.

Zusatzbeitrag: Gerhards Bemerkungen zum Essen Teil 1
Heute: der Beef-Burger (24 AUS $)

Ich habe in meinem Leben schon viele Dinge zwischen meine Zähne bekommen - aber die Fleischbestandteile dieses Burgers waren von der Konsistenz und dem Geschmack einem Eishockeypuck nicht unähnlich. Der Genuss dieses Dings lag auf jeden Fall im Bereich der versuchten Körperverletzung...
Wird fortgesetzt...

Highlight des Tages: Sonnenaufganng

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Rocky Cape Burgess CoveRocky Cape Burgess CoveRocky Cape Burgess CoveDove Lake - Cradle MountainRocky Cape Burgess CoveDove Lake - MonochromeRocky Cape Burgess CoveDove Lake - Cradle Mountain
1. Mai 2016

Ein verregneter Tag

Leider war der heutige Tag total verregnet. Es regnete fast ununterbrochen und nach Mittag kamen auch noch starke Winde dazu.

So machten wir nur am Vormittag eine kleine 90-minütige Wanderung, von der wir dann auch völlig durchnässt zurückkehrten. Sie führte uns durch den schönen, bemoosten Wald erst zum nahe gelegenen Pencil Pine Fall, der nach den starken Regenfällen gewaltig angeschwollen war. Fast schon zu viel, denn mir gefällt der viele Algenschaum in der Regel bei Wasserfällen nicht so sehr.

Einen runden Kilometer weiter befindet sich der Knyvet Fall, der natürlich genauso viel Wasser führte und über eine Klippe rund acht Meter in die Tiefe fällt.

Auf dem Weg fanden wir einige schöne Stellen im Wald, die für unsere Augen einfach nur verwunschen schön sind mit den vielen bemoosten Stämmen und Ästen. Ich hätte mir mehr Zeit in dem Wald gewünscht, aber zum Einen fing es wieder stark an zu regnen und zum Anderen hatte sich der erste Blutegel auf meine Hand verirrt. Unter wildem Geschrei streifte ich ihn von meinem Finger und hatte Glück, dass er noch nicht angefangen hatte, zu saugen. So war alles schick und ich auch wieder ruhig :)

Den Rest des Tages verbrachten wir im Zimmer. Ich arbeitete am Reisebericht und entwickelte Fotos, während Gerd las. Aus bekannten Gründen fiel das warme Abendessen aus :)

Highlight des Tages: Nicht der Blutegel...

2. Mai 2016

Pflanzen & Wildlife

Heute morgen regnete es immer noch leicht, aber wir gingen trotzdem zeitig zum Frühstück, da der Vormittag versprach, trocken zu bleiben.

So war es dann auch und wir wanderten den King Billy Track entlang. Er führte durch den schönen kalten Regenwald bis zu einem sehr grossen Exemplar der Sichelförmigen Schuppenfichte (Athrotaxis selaginoides), die hier King Billy Pine heisst. Diese Koniferenart ist auf Tasmanien endemisch und kann bis zu 30 Meter hoch werden. Im Wald finden sich einige dieser schönen Bäume und auch sonst ist es ein wunderschöner kalter Regenwald mit viel Moos. Manche Stellen sehen wahrlich märchenhaft und verwunschen aus!

Es war ein Genuss durch diesen Wald zu wandern, aber es war ein seltsames Gefühl statt Damwild hüpfende Wallabies zu sehen! :) Einige Tiere posierten willig und uns gelangen trotz hoher ISO und langsamer Verschlusszeit einige Aufnahmen, über die wir uns sehr freuten.

An einer Stelle wuchs zudem der leuchtend rote Strawberry Bracket Fungus (Aurantiporus pulcherrimus), für den es keinen deutschen Namen gibt - zumindest habe ich keinen gefunden. Ein interessanter Pilz, der nicht nur durch seine Farbe, sondern auch durch seine Formen besticht.

Diashow (Klick für grössere Bilder):
RegenwaldWallabyWallabyWallabyAurantiporus pulcherrimusAurantiporus pulcherrimusAurantiporus pulcherrimus

Am Ende gingen wir noch mal an den Pencil Pine Falls vorbei, weil wir dort noch mit dem Makro einen winzigen, blauen Pilz fotografieren wollten, den wir gestern dort entdeckt hatten. Aber auf dem Weg dorthin erwartete uns noch eine Überraschung! Einer der Jungs von der Lodge machte uns auf einen schlafenden Wombat in einer Baumhöhle aufmerksam. Was für ein niedliches Kerlchen, wie er verschlafen und gähnend in die Kamera schaute! Unser erster Wombat und dann gleich so ein niedlicher!

Ich fotografierte weiter im Wald und dann schliesslich bei den Pilzen, bei denen es sich um Elfen-Sonnenschirm (Pixie's parasol - Mycena interrupta) handelt - und wurde wie gestern von den elendigen Blutegeln überfallen :( Ich finde die so was von eklig, wenn sie da auf der Haut rumschlängeln - igitt!!! Drei Stück musste ich entfernen, aber zum Glück wieder bevor sie mit Saugen anfangen konnten!

Zurück bei der Lodge sahen wir dann noch Mami Wombat mit Baby, aber es fing bereits schon wieder an zu regnen und die fotografische Ausbeute war gering.

Wir fuhren zum Dove Lake in der Hoffnung, noch etwas zu wandern, aber weiter als bis zum Bootshaus kamen wir nicht. Wir haben einfach keine Lust im strömenden Regen zu wandern, das macht keinen Spass! Und so kehrten wir für den Rest des Nachmittags ins Hotel zurück und ich arbeitete an der Tagesausbeute.

Highlight des Tages: Wombats!

Diashow (Klick für grössere Bilder):
RegenwaldMycena interruptaWombatWombat
3. Mai 2016

Papageien

Heute Nacht regnete es mit Starkregen durch, aber wie wir später aus den Nachrichten erfuhren, ging das Schlimmste an uns vorüber. Im Norden bei Stanley gab es Stromausfälle, die 'Spirit of Tasmania' hatte mit hohen Wellen zu kämpfen und auf den Autodecks verrutschten viele Fahrzeuge und gingen zu Bruch.. Andere Orte berichten von Überschwemmungen und Sturmschäden. So waren wir mit dem vielen Regen noch gut bedient...

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Strahan, wo wir die nächsten drei Nächte in einem gemütlichen Apartment der Castaway Holiday Apartments * verbringen würden. Auf dem Weg dorthin hielten wir für einen kurzen Spaziergang an den Henties Dunes an und hatten einen Heidenspass mit einer Gruppe von Gelbhaubenkakadus (Cacatua galerita), die laut schimpfend im Regen auf den Bäumen sassen.

Schliesslich zogen wir in unsere Unterkunft ein, wo wir von Beth äusserst nett empfangen wurden. Unser Apartment hat einen grossen Wohn- /Essbereich mit voll eingerichteter Küche, zwei Schlafzimmer und einem geräumigen Bad. Das Wi-Fi war hervorragend und es gab dazu noch eine Waschgelegenheit, die wir nun nach acht Tagen ohne Waschmaschine nötig hatten.

Diashow Castaway Holiday Apartments:
Castaway Holiday Apartments Strahan

Wir machten eine kleine Erkundungstour und trafen auf eine Horde Gelbbauchsittiche (Platycercus caledonicus). Die Jungs liessen sich die Vogelbeeren genüsslich schmecken und sahen mit ihren verschmierten Schnäbelchen aus wie zuckersüsse Leckermäulchen :) So verbrachten wir einige Zeit mit den hübschen Vögeln, immer wieder unterbrochen von heftigen Regenschauern.

Schliesslich buchten wir unsere Tour auf dem Gordon River für übermorgen und kauften RICHTIG gutes, leckeres Brot in der Ortsbäckerei. Danach erkundeten wir eine Nebenstrasse für einen Standpunkt der Wilderness Railway. Leider fuhren wir uns dort einen exorbitant grossen Nagel in den hinteren linken Reifen, aber wir hatten Glück im Unglück, dass der nette Mechaniker an der BP Tankstelle den Reifen innert einer Stunde flicken konnte. Wir waren darüber sehr froh :)

Während der Reparatur fotografierten wir am Hafen und liessen danach den Abend mit einem leckerem Rinderfilet und einer Ladung Bügelwäsche ausklingen.

Highlight des Tages: die Gelbbauchsittiche

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Gelbhaubenkakadu (Cacatua galerita)Gelbbauchsittich (Platycercus caledonicus)Gelbbauchsittich (Platycercus caledonicus)Gelbbauchsittich (Platycercus caledonicus)Gelbbauchsittich (Platycercus caledonicus)Gelbbauchsittich (Platycercus caledonicus)Strahan Hafen
4. Mai 2016

Strahan

Für mich war heute um 4:45 Uhr die Nacht vorbei, weil ich mir im Livestream im Internet das Champions League Rückspiel meiner Bayern anschaute. Das Ende ist bekannt und am Boden zerstört fuhren wir dann gemeinsam zum Sonnenaufgang zum Ocean Beach.

Es ging mit dem Licht wunderbar auf und ich machte einige Langzeitbelichtungen, bis es anfing, leicht zu regnen. Im Osten brach die Sonne durch die Wolken und diese gelbe Lichtstimmung war einfach nur unwirklich! Ich habe das Gelb für die Fotos sogar noch zurückgenommen, aber das Licht war einfach so! Das andere Foto mit dem Regenbogen, das natürlicher aussieht, entstand als die Sonne fast hinter Wolken verschwunden war. Unfassbar!

Der Regenbogen war sehr Willkommen und wir fotografierten happy drauf los. Schliesslich wurde das Lichtschauspiel durch den nächsten starken Schauer jäh beendet und wir fuhren einigermassen versöhnt mit dem Morgen zurück ins Apartment. Gerd machte Frühstück und ich sichtete die Ausbeute.

Danach fuhren wir zum Macquarie Head am Ende der Bucht, wo sich die Meerenge Hell's Gate mit der ehemaligen Sträflingsinsel Sarah Island befindet. Morgen auf der Gordon River Tour werden wir mehr über die Geschichte dieser Kolonie erfahren und so genossen wir unseren Strandspaziergang in der steifen Brise.

Für den Hogarth Fall war das Wetter zu schön und ich fühlte mich auch nicht ganz wohl. So machten wir im Apartment eine mehrstündige Pause und fuhren gegen drei Uhr zum Wasserfall. Doch was für eine Enttäuschung, als wir den Fall schliesslich erreichten! Er führte viel zu viel Wasser und der Schaum türmte sich zentimeterhoch über mehrere Meter - das sah wirklich nicht attraktiv aus und ich machte keine Bilder, nur dieses Knipsfoto. Schade! Dafür war aber der Weg zurück durch den Regenwald sehr schön und wir fotografierten an einigen Stellen.

Es regnete wieder, als wir zum Parkplatz zurückkehrten und wir fuhren zur Bahnstation der Wilderness Railway, da der Zug aus Queenstown um 17 Uhr eintreffen sollte. Pünktlich fuhr der schöne Dampfzug ein und Gerd machte ein paar Fotos, bevor wir zum Sonnenuntergang an den Ocean Beach eilten. Hier gelang mir nur ein einziges Foto, weil es mega stürmisch war und dann auch wieder anfing, zu regnen.

So ging ein weiterer schöner Tag zu Ende, der nur durch meine etwas angeschlagene Gesundheit etwas getrübt war. Aber das wird schon wieder!

Highlight des Tages: Sonnenaufgang

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Ocean BeachHogarth FallsWilderness RailwayMacquerie HeadOcean Beach
5. Mai 2016

Gordon River & die 'Brüllenden Vierziger'

Wir erwachten bei Sturm und Regen und wir blieben bis zum Frühstück liegen. Nach einigen schnellen Happen fuhren wir zum Hafen und begaben uns auf die 'Harbour Master' der World Heritage Tours. Ein Katamaran, der gerade mal knapp sechs Wochen in Betrieb war, in Hobart für 7.2 Millionen AUD gebaut wurde und sozusagen noch brandneu war.

Um neun Uhr ging es los und wir erreichten nach einer halben Stunde das Hell's Gate, die Meerenge, die Strahan den Zugang zum Südpolarmeer ermöglicht. Es ist dort aufgrund von Untiefen unglaublich eng und genau hinter dem Leuchtturm erwartete uns der stürmische Ozean. Ein gewaltiger Anblick und der Katamaran schaukelte schön vor sich hin - die 'Roaring fourties' oder auch 'Brüllende Vierziger' genannt, liessen grüssen! Nach einer Weile in den Naturgewalten wendete der Kapitän und wir steuerten Sarah Island an.

Sarah Island - korrekt Macquarie Harbour Penal Station - war von 1822 bis1833 eine britische Strafkolonie. Sie hatte während ihrer 11-jährigen Existenz den Ruf eines der Lager mit den härtesten Bedingungen für die Gefangenen zu sein. Die Lage der kleinen Insel machte eine Flucht praktisch unmöglich - tatsächlich gab es allerdings 180 Fluchtversuche. Die meisten endeten tragisch, einigen wenigen gelang die Flucht per Schiff.

Auf der Insel wurden in Zwangsarbeit insgesamt 113 Schiffe von hoher Qualität aus dem Holz der hier wachsenden Huon-Pinie gebaut. Mit dem letzten 1833/1834 gebauten Schiff - der Frederick - flüchteten 10 Gefangene nach Chile.

Während der Führung über die Insel werden eine Menge haarsträubender Geschichten zum Besten gegeben. Ein Teil davon ist belegt - auch die Geschichte von Alexander Pearce der sich für seine beiden Fluchtversuche als Wegzehrung Mitgefangene einpackte...

Die Station wurde 1833 geschlossenen, die 1200 Häftlinge nach Port Arthur überstellt. Die Führung war sehr unterhaltsam und wir genossen den einstündigen Spaziergang über die geschichtsträchtige Insel.

Diashow Sarah Island:

Zurück an Board nahm das Schiff Kurs auf den Gordon River und das Buffet zum Lunch wurde freigegeben. Sehr gut organisiert durch die Crew, denn es wurden immer nur kleine Gruppen ans Buffet geschickt, so dass es nicht zu langen Schlangen kam. Prima Organisation!

Im Gordon River war es immer noch ziemlich stürmisch und es regnete leider immer wieder. Trotzdem gelangen uns einige Aufnahmen und wir genossen einige Zeit an Deck. Der Regenwald ist hier anders als am Arthur River und geprägt von den Huon Pinien.

Die Huon Pinie gehört zur Ordnung der Koniferen und wächst ausschliesslich an der Westküste Tasmaniens. Der Stammdurchmesser der Bäume kann bis zu einem Meter und die Höhe bis zu 30 Metern betragen. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden viele dieser Bäume entlang des Gordon River und seiner Nebenflüsse gefällt. Das Holz wurde überwiegend zum Schiffsbau verwendet. Die zur Zeit bekanntesten ältesten Exemplare sind circa 3000 Jahre alt; die Bäume wachsen nur einen Millimeter pro Jahr.

An einer Landungsstelle konnten wir einen halbstündigen Spaziergang durch den Regenwald machen, was etwas kurz aber sehr schön war.

Danach fuhr der Katamaran rund 40 Kilometer zurück nach Strahan, wo wir noch eine Sägemühle besichtigen konnten und Gerd sich am Anleger mit ein paar kooperativen Maskenkiebitzen beschäftigte . Ein netter Abschluss.

Das Licht wurde tatsächlich besser und wir fuhren zum Ocean Beach, wo ich mich nochmals mit Langzeitbelichtungen beschäftigte. Das ist bei den schnell ziehenden Wolken einfach ein riesiger Spass!

Highlight des Tages: der Gordon River

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Gordon RiverMaskenkiebitz (Vanellus miles)Ocean Beach
6. Mai 2016

Weiter zum Mt. Field Nationalpark

Die Nacht war stürmisch und regnerisch, doch ich konnte am Morgen nicht widerstehen und machte mich in der Dämmerung auf den Weg. Es sah zunächst mau aus und am Ocean Beach wehte es immer noch kräftig, doch dann hatte ich die Idee, den West Beach zu probieren. Und das war eine goldrichtige Entscheidung, denn die Bucht lag sehr ruhig da und im Erdschatten leuchteten die Wolken wunderbar rosa. Es war eine Zen Situation und die ruhige Atmosphäre übertrug sich sehr schnell auf mich. Ich genoss diese stille Morgenstunde aus vollen Zügen und konnte mich kaum satt sehen!

Schliesslich kehrte ich ins Apartment zurück, wo Gerd bereits mit dem Frühstück parat war - was für ein perfekter Empfang :) Wir packten danach unsere Sachen zusammen, verabschiedeten uns herzlich von Bev und machten uns auf den Weg Richtung Südwesten. Auf dem Weg zu unserer nächsten am Rande des Mt. Field Nationalparks machten wir einen Halt an den Nelson Falls. Auch dieser Wasserfall führte sehr viel Wasser und mir gelang nur mit sehr viel Mühe ein ansprechendes Foto. Einfacher waren die Bachlandschaften am Wegesrand und wir hatten trotz der Nässe viel Spass dabei.

Danach wurde es sonniger und wir erreichten den Franklin River. Dort gibt es einen Parkplatz mit einem kurzen Wanderweg runter zum Fluss bis zur Hängebrücke. Wie alle Hängebrücken in Australien oder Neuseeland ist diese sehr eng und wackelig, aber trotzdem sicher. Wir machten uns einen Spass daraus, über die Brücke zu laufen und die Zeit verging wie im Flug.

Um 16 Uhr erreichten wir unsere Unterkunft für die nächsten fünf Tage, dem hübschen Hamlet Downs *, das von Jenifa und Graham liebevoll geführt wird.

Wir hatten den Kings Room gebucht, der aus einem grossen Zimmer mit Badezimmer besteht, sowie einer kleinen Küche und einem sehr gemütlichen Wintergarten, in dem Jenifa (auf Wunsch) das Abendessen und Frühstück serviert.

Diashow Hamlet Downs:
Hamlet Downs Fentonbury

Wir zogen ein und machten einen kleinen Rundgang durch den Garten und an den Teichen entlang, aber leider sahen wir die Schnabeltiere heute nicht. Vielleicht morgen!

Es wurde dunkel und bald darauf kam Jenifa mit einem herrlichen leckeren Brot und gesalzener Butter. Was für ein Brotgenuss nach all dem labberigen, weissen Zeugs, das es sonst hier gibt! Ich hatte eine Kürbisgemüsesuppe und Steak bestellt und Gerd ein Lamm Moussaka mit Schokalenpudding und Vanilleeis. Die Hauptgerichte kamen mit frischem, schmackhaften Gemüse aus dem hauseigenem Garten und alles war sehr lecker - wir waren happy und freuten uns schon auf die kommenden Tage!

Highlight des Tages: Sonnenaufgang

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Strahan
7. Mai 2016

Grosse Bäume

Heute Morgen sah das Licht vielversprechend aus und wir liefen um viertel vor sieben Uhr vor zu den Teichen. Die Kakadus waren bereits wach und lärmten in den Bäumen und ich konnte es kaum glauben, als ein kleiner Vogel kurz auf meinem Kopf landete, als ich im schönsten Morgenlicht fotografierte :) Die Lichtstimmung am Teich war sehr schön und ich war happy mit den Bildern.

Kaum zurück, war Jenifa bereits mit dem Frühstück parat. Wir hatten ein Kontinentales und ein warmes Frühstück bestellt und wurden mit Ei, Schinken, Würstchen, Müsli, Früchten, Joghurt und leckerem Brot mit selbstgemachter Marmelade verwöhnt. Wir liessen es uns schmecken und machten uns dann auf den kurzen Weg in den Mt. Field Nationalpark. In Maydena buchten wir für morgen eine Fahrt mit den Railtrack Riders. Eine Art Draisine, die auf den alten, ausgedienten Schienen der ehemaligen Bahn für den Holztransport fährt. Wir freuen uns schon darauf!

Im Mt. Field fuhren wir die Strasse zum Dobson Lake hoch und machten Halt am 30-minütigen Wanderweg der Tall Trees. Wir brauchten für den Wanderweg allerdings fast 1.5 Stunden, weil es einfach so interessant war und es viel zu entdecken gab. Dort wachsen die gigantischen Riesen-Eukalyptus (Eucalyptus regnans), die ein Alter von 400 Jahren erreichen können. Da er verhältnismässig schnell wächst, wurde er in den Holzfällergebieten bereits in der 3. Generation angepflanzt. Er wächst in 50 Jahren bereits bis zu 65 Meter hoch! Uns hat diese höchste Laubbaumart der Welt sehr fasziniert und wir blieben immer wieder stehen, um einzelne gigantische Exemplare zu bewundern. Ich versuchte mich an ein paar Fotos, aber sie können weder die Schönheit noch die Höhe wirklich widerspiegeln.

Ausserdem gab es in diesem Wald noch riesige Farne zu entdecken und als Gegensatz dazu winzig kleine Pilze. Kein Wunder, dass wir für den Rundgang so lange brauchten :)

Schliesslich erreichten wir wieder den Parkplatz und fuhren die schmale und kurvenreiche unbefestigte Strasse rund 15 Kilometer bis zum Lake Dobson. Schade, dass es schon wieder völlig bewölkt war, aber das hielt uns nicht davon ab, den See einmal zu umrunden. Dabei trafen wir auf einige kooperative Tasmanwürgerkrähen (Strepera fuliginosa) und auf ein herrlich entspanntes Wallaby!

Einen weiteren Stop machten wir im Moor, wo wir die völlig andere Vegetation bewunderten. Zum Abschluss des Tages fanden wir noch einen Kookaburra und der Himmel verfärbte sich tatsächlich vor einem herrlichen Baum blutrot - wunderbar!

So ging ein schöner Tag zu Ende und wir genossen als Belohnung ein leckeres Abendessen von Jenifa: Gerd hatte gerösteten Schweinebauch mit Rotkohl und ich Fettuccini mit sehr leckerem Räucherlachs. Als Krönung gab es für Gerd wieder eine grosse Portion Schokoladenpudding :)

Highlight des Tages: der Tall Tree Walk

Diashow (Klick für grössere Bilder):
EllendaleFentonburyBrillenvogel (Zosterops lateralis)Riesen-Eukalyptus (Eucalyptus regnans)Riesen-Eukalyptus (Eucalyptus regnans)Tasmanwürgerkrähe (Strepera fuliginosa) Riesen-Eukalyptus (Eucalyptus regnans)WallabyKookaburra
8. Mai 2016

Spass mit Bahn & Wasserfall

Nach einem leckeren Frühstück fuhren wir nach Maydena, wo Brad bereits unseren Wagen und eine Art 'Begleittraktor' bei den Railtrack Riders bereitgestellt hatte. Wir waren die einzigen Gäste und wurden von Brad im breitesten australischen Dialekt herzlich begrüsst. Nach einer kurzen Einführung konnte es losgehen und wir traten in die Pedale.

Die Fahrt ist 4.8 Kilometer lang und führt durch wunderbaren Regenwald. Bei Steigungen gab uns Brad hin und wieder einen Anstupser, aber eigentlich arbeiteten wir kräftig selber und genossen die Fahrt bis zur Florentine Station in vollen Zügen. An der Station gibt es einen kleinen 'Secret walk', der sehr nett gemacht ist und auf den Tasmanischen Tiger eingeht, der hier im Südwesten gelebt hat, bis der letzte (?) Tiger 1936 im Zoo von Hobart gestorben ist. Eine traurige Geschichte.

Die Geschichte von Maydena ist dafür umso spannender. 1947 für die Holzfäller durch die Australian Newsprint Mills gegründet, hatte sie ihre Blütezeit bis in die 1970er Jahre. In den 1980ern wurde die Gesellschaft und die Sägemühle durch eine Neuseeländische Gesellschaft übernommen und 1988 schliesslich geschlossen. Die Schienen sind geblieben und erzählen immer noch eine interessante Geschichte. Brad hat in eine der Holzfällerfamilien eingeheiratet und erzählte uns einige Insidergeschichten. Da wir die einzigen Gäste waren, hatten wir reichlich Zeit und Brad hatte sichtlich Spass und erzählte stolz von der Geschichte 'seiner' Stadt. An der Florentine Station steht ein Schlepper, der auf Baumstämmen fuhr und die mächtigen Stämme zur Bahnstation transportierte. Die Wälder in dieser Umgebung sind interessanterweise bereits die dritte Generation, da die Huon Pines sehr schnell nachwachsen.

Wir traten schliesslich wieder kräftig in die Pedale und fuhren die schöne Strecke zurück. Am Ausgangspunkt angekommen, gab uns Brad noch ein paar Ausflugstips und wir verabschiedeten uns herzlich.

Wie von ihm vorgeschlagen, fuhren wir die knappen vier Kilometer Schotterpiste bis zum Wendehammer an den Junee Höhlen. Der Weg zur Höhle führt durch einen wunderschönen Farnwald mit Farnen, die eine unglaubliche Höhe erreichen. Nach rund 20 Minuten erreicht man die Junee Höhle, eine Karsthöhle, aus der nach einigen Kilometern im Karstsystem der Junee Fluss wieder hervortritt und später in den Tyenna River mündet. Ein fast unheimliches Loch mit noch unheimlicheren achtbeinigen Bewohnern!

Wir wollten noch das Styx Valley besuchen, doch leider war die Zufahrtsstrasse wegen Forstarbeiten für drei Monate gesperrt. Schade!

Also fuhren wir an Maydena vorbei bis zum Abzweig zu den Marriots Falls. Vom Parkplatz aus sind es hin und zurück rund 5 Kilometer und wir machten uns auf den Weg. Erst geht es am Fluss entlang und biegt dann über eine Anhöhe in den Regenwald ab. Bald wurde es steil und matschig und wir mussten aufpassen, im Schlamm nicht auszurutschen. Kurz vor dem Ziel war für Gerd Feierabend, aber ich liess mich von der letzten Hürde über nasse Wurzeln, Baumstämme und durch tiefen Schlamm nicht abhalten und erreichte das Ufer des schönen Wasserfalls. Ich genoss die Zeit dort und machte ein paar Bilder. Er führte genau richtig Wasser und ich bzw. das Objektiv wurden nicht sehr nass. Schliesslich kletterte ich zu Gerd zurück und wir rutschen und wanderten zurück zum Parkplatz :) Auf jeden Fall ein lohender Ausflug!

Nach der Rückkehr zu unsere Unterkunft machten wir einen Ausflug zu den Teichen und erspähten auf einem Pfosten einen sehr geduldigen Weisswangenreiher (Egretta novaehollandiaeuns), über den sich Gerd sehr freute. Und dann konnten wir auch noch einen Blick auf unser erstes Schnabeltier erhaschen! Leider war es für Fotos bereits zu dunkel, aber wir waren trotzdem hocherfreut!

Nun machten wir uns frisch und dann war es Zeit zum Abendessen. Jenifa hatte ein sehr leckeres Hähnchen mit Sauce, Kürbis, Erbsen und Kartoffen zubereitet. Als Vorspeise gab es eine ebenso leckere Kürbissuppe. Zum Abschluss natürlich den legendären Pudding..

Highlight des Tages: Railtrack Riders

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Junee RiverJunee HöhleFarn ZauberlandFarn ZauberwaldMarriots FallsWeisswangenreiher (Egretta novaehollandiaeuns)Weisswangenreiher (Egretta novaehollandiaeuns)
9. Mai 2016

Creepy crawly :)

Jenifa verwöhnte uns mit leckeren Omelettes zum Frühstück und zu meinem grossen Entsetzen und positiver Überraschung habe ich frischen Spinat gegessen!!!! Zuhause undenkbar, dass ich dieses furchtbar grüne Zeugs essen würde!

Nach dem Frühstück fuhren wir die Strasse Richtung Strathgordon, bis wir den Abzweig zum Lake Peddar erreichten. Nach weiteren rund 3 Kilometern war der Parkplatz zum 'Creepy crawly nature trail' auf der linken Seite und wir begannen sehr gespannt diese kurze Wanderung. Wir sollten nicht enttäuscht werden, so viel sei verraten!

Bereits nach wenigen Metern verstanden wir den 'creepy' Teil. Der Pfad war sehr eng und der Wald dicht, feucht und mit Moos bewachsen, so dass sich tatsächlich eine grusige Stimmung breit machte. Weiter oben wurde es dann auch 'crawly' und wir mussten unter zahlreichen Ästen durchkriechen. Für mich waren die Spinnweben überall am schlimmsten, denn wo ein Spinnennetz, da auch ein ekliger Achtbeiner! So sehr ich diesen höchst faszinierenden Wald genoss, so sehr hatte ich auch ständig Gänsehaut am ganzen Körper :) Aber alles in allem gehörte diese kurze Wanderung zu den schönsten im Westteil und auch hier verbrachten wir mehr als das Dreifache an Zeit der veranschlagten 20 Minuten!

Auf der höchsten Stelle der Strasse gab es sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt tiefe Wolken, doch es war überraschend mild. Wir fuhren schliesslich weiter zum Mt. Field Nationalpark und wanderten (endlich!) zu den bekannten Russell Falls. Es regnete leicht und man konnte auch nur von einer Stelle aus fotografieren, was ich als unkreativ empfand. Dasselbe gilt für den weiter oben gelegenen Horseshoe Fall, der zwar sehr schön ist, aber eigentlich nur von der Plattform aus fotografiert werden kann. Dementsprechend bescheiden fallen auch die Bilder aus.

Nun neigte sich der Tag wieder dem Ende entgegen und wir freuten uns auf Jenifa's Dinner. Heute gab es für mich Lachs mit Kürbis und Kartoffeln und Gerd entschied sich für ein Schweinekotelett mit Gemüse und Kartoffeln.
Als Vorspeise hatten wir eine Zucchinisuppe und als Nachtisch natürlich den legendären Schokoladenpudding.

Highlight des Tages: der Creepy crawly Wald

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Creepy crawly nature trailRussel FallsHorseshoe Falls
10. Mai 2016

Vögel in der Sonne & Regen im Wald

Überraschenderweise war es am Morgen fast klar und als ich aus dem Fenster sah, schaute ich direkt auf einen dicken Kookaburra, der auf einem Zaunpfahl im Garten sass! Wir näherten uns vorsichtig an und uns gelang schliesslich ein ansprechendes Foto.

Wir waren happy und machten uns auf zu den Teichen. Dort hatte sich auch schon ein Schwarzgesichtscharbe (Phalacrocorax fuscescens) eingefunden; ein so gar nicht scheuer Kormoran, der sehr nett für Gerd posierte. Auch die Singvögel waren schon wach und wir konnten noch einen der quirligen Australienscharlachschnäpper (Petroica boodang) erwischen. Für uns war es ein erfolgreicher Morgen und wir genossen anschliessend Jenifa´s Frühstück, diesmal als Spiegelei mit Speck.

Es fing an zu regnen und ich arbeite an den Bildern des Vortages, bis es sich aufhellte. Wir fuhren zum Eingang des Nationalparks und machten uns auf den Weg zum Lady Barron Wasserfall. Der Weg durch den Regenwald ist rund 30 Minuten lang und als wir den Wasserfall erreichten, fing es aus allen Kübeln an zu regnen! Mir gelangen ein paar Fotos und dann stellten wir uns unter einem Baum unter. Doch auch das half wenig und innert einer halben Stunde waren wir nass. Schade! So wanderten wir durch den Regen zurück zum Parkplatz, fuhren zum Apartment, wechselten die Klamotten und kehrten zurück.

Ich war mit den Fotos von den Russell Falls nicht wirklich happy und wollte es nochmal probieren. Es blieb zwar länger trocken, aber von der Plattform aus hat man wirklich keine Möglichkeit, mal etwas zu probieren. So bleiben mir die Wasserfälle des Westens eher unbefriedigend in Erinnerung.

Jenifa hatte für uns ein weiteres leckeres Abendessen zubereitet: für mich nochmals Lachs mit Gemüse und Gerd bekam eine sehr schmackhafte Lammkeule mit Süsskartoffelpüree und Gemüse. Als krönender Abschluss durfte natürlich der legendäre (!) Schokoladenpudding nicht fehlen :)

Schade - unsere Zeit im Hamlet Downs ging somit auch bereits zu Ende! Morgen geht es weiter in die Hauptstadt nach Horbart und mit einem neuen Reisebericht.

Highlight des Tages: der Kookaburra

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Kookaburra (Dacelo novaeguineae)Australienscharlachschnäpper (Petroica boodang)Schwarzgesichtscharbe (Phalacrocorax fuscescens)Lady Barron FallsRussell FallsSchwarzgesichtscharbe (Phalacrocorax fuscescens)

Hier endet nun der Tasmanien (West) Reisebericht - die Ladezeit würde einfach zu lang werden! Unsere Reise geht im Tasmanien (Ost) Reisebericht weiter. Es warten noch ein paar spannende Ziele auf uns :)

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