Senja

4. September 2014

Anreise nach Norwegen

Unsere Norwegen Herbstferien begannen genauso wie unsere Winterferien im Februar und so erspare ich mir ausschweifende Details. Wenn Ihr mehr Informationen benötigt, schaut bitte in den Anreisetag unseres Reiseberichts Leuchtendes Senja – Norwegen 2014. Hier nun die Kurzfassung: wir nahmen den Zug von Basel zum Flughafen Zürich, flogen nach Oslo, übernachteten im Radisson Blu Airport Hotel und setzen unsere Reise am frühen nächsten Morgen kurz vor 8 Uhr nach Tromsø fort.

Der Flug dauerte 1:45 Stunden und es war ein ruhiger Flug bis auf die etwas holprige Landung, die dem Sturm geschuldet war. Wir nahmen unsere Koffer in Empfang und gingen hinüber zum Europcar Schalter, wo wir unser Auto – einen Skoda Yeti 4x4 TDI Diesel – anmieteten. Es regnete, als wir losfuhren, wurde aber bald trocken und grau. Wir erreichten Finnsnes nach 90 Minuten und machten einen Einkaufsstop im Zentrum, wo wir Lebensmittel und Getränke für die ersten sechs Tage auf Senja kauften.

Diashow Hamn i Senja (Klick für grössere Bilder):

Wir erreichten Hamn I Senja nach weiteren 45 Minuten Fahrt und wurden freundlich von Ely begrüsst, die wir schon von unserem Aufenthalt im Februar kannten. Wir unterhielten uns kurz, bekamen die Schlüssel und bezogen unser gemütliches Apartment mit einem schönen Blick über den Hafen und die Berge. Das Wetter war immer noch trüb und wir kochten uns erst mal ein Abendessen (Pasta Bolognese). Es gab wenig Hoffnung auf gutes Licht und wir behielten Recht: die Sonne ging hinter einer fetten Wolkendecke unter. Wir hakten den Tag ab und gingen ins Bett, als wir den Regen gegen die Scheiben klatschen hörten.

Highlight des Tages: Einkaufen in Finnsnes

5. September 2014

Senja

Zu diesem ersten Ferientag gibt es nicht allzu viel zu schreiben, da er trüb ohne Sonnenschein blieb. Der Tag begann mit Sturm und Regen und wir genossen ein langes, köstliches Frühstück im Restaurant. Am Buffet findet man alles, was das Herz begehrt: Säfte, Kaffee und Tee, Müsli, Nüsse, Früchte, Joghurt, Eier, Rührei mit Speck und kleinen Würstchen, Käse, Aufschnitt, Lachs, Hering in Tomatensauce und Tomaten sowie Gurken.

Als es endlich aufhörte zu regnen, erkundeten wir eine Gegend in der Nähe vom Senjatroll, wo wir einen malerischen kleinen Fluss fanden. Wir machten dort ein paar Fotos und ich entschied mich für Langzeitbelichtungen, um wenigstens etwas Ruhe ins Bild zu bringen.

Auf dem Weg zurück zum Auto fanden wir einige sehr schöne Fliegenpilze und einen anderen attraktiven Pilz, dessen Name mir nicht bekannt ist. Sie waren aber definitiv die Mühe von einigen Fotos wert und wir hatten viel Spass dabei. Es fing wieder an zu regnen und wir fuhren zurück nach Hamn i Senja, wo wir unseren Lachs zu Mittag assen. Ich verbrachte den Nachmittag mit Surfen im Internet, während Gerd las.

Am Nachmittag nutzten wir nochmals eine Regenpause, um ein kleines Moor in der Nähe zu erkunden. Der Pfad war sehr nass und das Wasser stand oft in grossen Pfützen, da die Erde vom Regen völlig vollgesogen war. Aber wir fanden ein paar schöne potentielle Stellen, die sich für Fotos eignen würden – nur für den Fall, dass wir nochmal Licht bekommen würden Jetzt war es allerdings sinnlos und wir kehrten ins Apartment zurück, wo wir bis zur Nachtruhe blieben.

Highlight des Tages: nichts

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Fliegenpilz
6. September 2014

Senja

Heute war es leider auch nicht viel anders: als ich aufstand war es grau, aber immerhin trocken und der Wind hatte sich zu einer sanften Brise beruhigt. Wir entschieden uns, die trockene Periode zu nutzen und fuhren die kurzen rund 50 km zum Anderdalen Nasjonalpark im südlichen Teil von Senja.

Der Park ist 125 Quadratkilometer gross und wurde 1970 gegründet. Der Wanderweg durch die Moorlandschaft ist sehr schön und wir machten bald eine längere Pause, um Pilze und Beeren zu fotografieren. Der Weg über das Moor führt über einen schmalen Plankenweg, der viel Spass macht und die Landschaft mit den alten Kiefern im Moor mit den Moortümpeln ist sehr attraktiv anzusehen. Aber bei dem Licht sah es alles sehr flach aus, aber ein paar Fotos liessen wir uns nichtsdestotrotz nicht nehmen. Besser als gar nichts! Ich machte dann auch meine erste echte Erfahrung mit Moortümpeln. Ich dachte immer irgendwie, dass der Grund der Pools aus Schlamm besteht, aber ganz und gar nicht! Als ich meine Hand hineinsteckte, ging sie durch den 'Boden' wie Butter und ich konnte auch keinen Grund fühlen

Es wäre definitiv keine gute Idee, auch nur einen falschen Schritt auf die falsche Stelle zu machen! Wirklich faszinierend!!! Wir machten dennoch eine längere Pause neben einem Moortümpel und ich tobte mich an Details der kleinen Pflanzen im Tümpel aus – Zen Fotos, auf ein Minimum reduziert Das ist wirklich etwas, was mir Spass macht und wenigstens ein wenig Kreativität war an diesem Tag möglich!

Wir fuhren schliesslich nach Hamn i Senja zurück, assen zu Mittag und verbrachten den Nachmittag mit Internet surfen, lesen und ich programmierte an einer neuen Funktion für meine Webseite herum. Immer schön das Gehirn in Schwung halten

Es gab keinen Sonnenuntergang, aber es war trocken und wir fuhren in das nahe Moor und machten während der blauen Stunde Fotos von den Bergen, die sich perfekt in den Moortümpeln spiegelten. Es war ein lohnenswerter Ausflug und wenigstens ETWAS Landschaftsfotografie! Wir kehrten zurück und ich beobachtete noch eine Weile den Himmel, da eine starke Nordlichtaktivität prognostiziert war. Und tatsächlich, plötzlich gab es eine Lücke in der Wolkendecke und ein fantastisch starkes Nordlicht kam zum Vorschein! Ich eilte ins Zimmer und holte rasch meine Kamera und konnte gerade drei Aufnahmen machen, bis sich die Wolkenlücke wieder schloss. Wie Schade!!! Alles war nach nur drei Minuten wieder vorbei

Wir warteten noch eine weitere Stunde, aber die Wolkendecke wurde dichter und dichter und wir gingen schliesslich zu Bett.

Highlight des Tages: die Pilze und das kurze Nordlicht

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7. - 8. September 2014

Anderdalen

Der 7. September ist schnell abgehandelt. Es regnete viel, aber wir machten trotzdem eine kurze Fahrt nach Bovaer (keine Adler), Tungeneset (keine Devil′s teeth zu sehen, da die Wolken bis auf halber Höhe hingen) und Senjahopen (der Zahlautomat fürs Tanken funktionierte nicht) super Tag! Unverrichteter Dinge kehrten wir ins Apartment zurück, wo wir den Rest des Tages mit Lesen und Programmieren verbrachten. Laaaangweilig!

Der 8. September erwies sich dann als bester Tag unserer Zeit auf Senja! Ich stand um 4:30 Uhr auf und wurde von einem komplett klaren Himmel begrüsst! Wooow, ich hatte schon fast vergessen, wie so ein Himmel aussieht!!! Ich eilte glücklich zum Auto und fuhr rüber zum Moor. Ich parkierte das Auto und blieb noch eine Weile im Auto sitzen, da ich etwas früh dran war. Plötzlich sah ich weissen Rauch aus dem Motor vorne links steigen

Ich sprang blitzschnell aus dem Auto, schnappte mir meinen Kamerarucksack und Stativ und entfernte mich etwas vom Auto. Der Rauch stoppte (was auch immer es war...), ich schloss das Auto ab und ging hinüber zu den kleinen Moortümpeln. Es gab nur wenige Wolken am Himmel, die sich Rot färbten, aber die Bildkomposition funktionierte perfekt mit der Spiegelung der Berge. Bald nach Sonnenaufgang wurden die Berge auf der anderen Seite von goldenem warmen Morgenlicht angestrahlt, während etwas Bodennebel über dem Moor waberte. Es war eine Bilderbuch Stimmung und Spiegelung und ich schoss glücklich meine Fotos. Ich fühlte die Kälte des Morgens überhaupt nicht mehr und genoss diese wunderbaren Momente aus vollen Zügen.

Ich kehrte zum Auto zurück und war sehr erleichtert, dass er ohne Probleme ansprang. Ich fuhr auf die andere Seite und parkierte das Auto am Abzweig zum Fluss nahe Senjatrollet und marschierte rasch zum Flussufer. Das Licht hatte den Fluss und die Birken noch nicht ganz erreicht und ich suchte mir schnell eine geeignete Stelle aus, um das Stativ aufzubauen. Gerade rechtzeitig, als die Sonne die tolle Szene vor mir erhellte, war ich parat und genoss weitere aussergewöhnlich schöne Momente. Ich fuhr schliesslich zurück und wir nahmen heute nur ein schnelles Frühstück, damit wir das Beste aus diesem herrlichen Tag machen konnten.

Wir fuhren wieder in den südlichen Teil von Senja und trafen schnell auf einen schönen kleinen Wasserfall, wo wir eine längere Fotopause einlegten. Der Kontrast vom roten Fels, dem grünen und gelben Laub, dem leichten Nebel und dem wilden Wasser gefiel uns sehr! Schliesslich setzten wir die Fahrt fort, bis wir den kleinen Ort Flakstadvag erreichten. Auf dem Weg dorthin durchfuhren wir drei sehr dunkle, für Norwegen typische Tunnel und ich wechselte jedes Mal vorher von meiner Sonnenbrille auf die normale Brille – besser war das, bevor ich im Blindflug durch die Tunnel fahre

Die Küste gegenüber des Hafens ist sehr dramatisch mit hohen Gipfeln und steil abfallenden Klippen. Wir bummelten gemütlich am Hafen entlang, machten ein paar Fotos und genossen den Wind, die Sonne und die angenehm warmen Temperaturen.

Danach nahmen wir den Weg zurück zur Hauptstrasse und fuhren erneut den Anderdalen Nasjonalpark an, wo wir dieselbe Wanderung wie gestern nochmal machten, aber diesmal waren die Bedingungen perfekt. Die Herbstlandschaft sah wunderschön aus mit dem herbstlich gelben Gras, den grünen und roten Blaubeersträuchern, den dunklen Moortümpeln und dem schönen blauen Himmel. Die Farben waren grossartig und wir machten über eine Stunde lang Fotos von den Kiefern mit dem Moor und den kleinen Tümpeln, bis wir schliesslich bemerkten, dass mehr und mehr Wolken aufzogen. Das gute Wetter hielt noch nichtmals 24 Stunden ! Die Sonne versteckte sich dann auch bald hinter Wolken und wir wanderten zurück um Auto und fuhren nach Hamn i Senja, wo wir erstmal zu Abend assen. Wir waren ziemlich hungrig, da wir zugunsten des schönen Wetters das Mittagessen haben ausfallen lassen

Nach dem Essen bemerkten wir ein kleines Loch in der dichten Wolkendecke genau dort, wo sie untergehen sollte. Wir fuhren rasch zu einer Stelle in der Nähe von Hamn i Senja, wo ich einen idealen Vordergrund mit roter Herbstvegetation fand. Ich spielte zunächst mit Langzeitbelichtungen bis die Sonne unterging und alles perfekt zusammen kam. So wurden es dann am Ende einer von sechs Sonnenauf- und -untergängen ! Sehr enttäuschend und wir hatten dieses Jahr wirklich extremes Pech mit dem Wetter

Wir verbrachten die blaue Stunde in der Bucht von Morvikka, aber starker Regen setzte ein, bevor ich fertig war mit meinem Panorama. Das war er nun also, der einzig gute Tag während unseres Aufenthalts auf Senja

Highlight des Tages: der ganze schöne Herbsttag!

Diashow (Klick für grössere Bilder):
9. - 10. September 2014

Hallo Lyngen Alps!

9. September: Wie kommt es nur, dass die schlechter Wettervorhersage immer stimmt und die gute Vorhersage niemals eintrifft?? So war es dann auch, dass das grottenschlechte Wetter mehr als pünktlich Einzug hielt und wir am Morgen von Wolken bis auf den Boden und Starkregen begrüsst wurden. So genossen wir ein extra langes Frühstück und fuhren danach nach Gryllefjord, um ein letztes Mittagessen einzukaufen. Lyngen AlpsEs ist unser letzter Tag auf Senja bevor wir morgen weiter zu den Lyngen Alps fahren und es sah so aus, als könnten wir heute überhaupt nichts machen, da der Regen einfach nicht aufhören wollte!

So verbrachten wir den Rest des Tages im Apartment. Gerd las während ich den Reisebericht schrieb und im Internet surfte. Sehr sehr langweilig

10. September – Hallo Lyngen Alps

Leider war es schon wieder Zeit weiterzuziehen und Senja heute zu verlassen. Es war wirklich zu Schade, dass wir nur einen guten Tag hier hatten! Es regnete natürlich und so genossen wir ein letztes langes Frühstück im Restaurant und eine fröhliche Unterhaltung mit Ely bevor wir die Rechnung zahlten und abfuhren.

Was wir für tolle Nordlichter und Lichtstimmungen bei den Lyngen Alps erlebten, könnt Ihr im nächsten Kapitel lesen.

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