Oribi Gorge

14. Mai 2015

Lange Anreise nach Oribi

Unsere Südafrika Ferien begannen mit einem kurzen Flug von Basel nach Paris am Nachmittag des 13. Mai 2015. Wir hatten für die Air France Flüge Premium Economy gebucht und durften daher mehr Gewicht an Hand- sowie Hauptgepäck mitnehmen und sassen in den vorderen Reihen – was für den Kurzstreckenflug zugegebenermassen völlig irrelevant war, aber für die Ankunft in Johannesburg nur von Vorteil... Der Flug war pünktlich und wir gingen direkt zur Air France Premier Lounge im Terminal 2E. Als Premium Economy Passagier darf man sie gegen Bezahlung nutzen, doch dieses Mal hatten wir nicht so viel Glück wie letztes Jahr, als wir einen gratis Eintritt bekamen und zahlten so pro Person 45 Euro Eintritt. Das mag teuer klingen, aber wir hätten sowieso etwas auf dem Flughafen gegessen und die Lounge ist dafür für so eine lange Wartezeit wesentlich komfortabler mit gutem Essen, allen alkoholischen und Nicht-alkoholischen Getränken, Duschen und unlimitiertem Wi-Fi. So entspannten wir uns vier Stunden lang in der Lounge, bis es Zeit fürs Boarding des A380 nach Johannesburg war. Ich war wieder einmal ziemlich beeindruckt von diesem Riesenflieger und ich kann nie glauben, dass dieser Gigant wirklich fliegen kann! Aber er kann es und das sogar ziemlich gut

Kurz nach dem Start begann der Service, der dem der Economy entspricht. Das ist uns aber völlig egal, da das einzige, was uns an der Premium Economy (ausser dem Zusatzgepäck) interessiert, die grossen bequemen Sitze sind. Sie sind der Business Class ähnlich und bieten wesentlich mehr Platz zum Schlafen. Das Abendessen war okay und ich schlief kurz danach in meinem bequemen Sessel ein. Ich schlief fast die gesamte Zeit bis kurz vor dem Frühstück!

Unser Riesenvogel landete in Johannesburg eine halbe Stunde früher als geplant, was uns sehr Willkommen war, da die Umsteigzeit auf den Flug nach Durban mit der Passkontrolle, Gepäck holen, durch den Zoll gehen, Gepäck wieder einchecken und durch die Security im Domestic Terminal mit zwei Stunden recht kurz ist. Doch wir hatten Glück, es war an der Passkontrolle nichts los und wir gingen ganz entspannt zum Gate für den Flug nach Durban.

Nach dem kurzen Flug nach Durban nahmen wir unsere Koffer in Empfang, zogen Geld aus einem Geldautomaten, kauften Limonade sowie Wein und mieteten schliesslich das Auto bei Europcar an. Eigentlich hatten wir einen Toyota Hilux gebucht, bekamen aber einen Nissan 300, der ein wenig alt war und eine recht lahme Krücke. Das war ein wenig enttäuschend, aber es hat mir trotzdem sehr viel Spass gemacht, dieses grosse Auto zu fahren – was für ein Spass das immer ist!

Nach etwas mehr als zwei Stunden Fahrt kamen wir am Leopard Rock Chalets and Coffee Shop an und wurden von Sue und Andries herzlich begrüsst. Das Chalet ist sehr geräumig und schön und der Blick über die Oribi Gorge mit einer grossen langgezogenen Kurve des Flusses einfach nur atemberaubend. Wir fanden alles, was wir brauchten im Chalet von Kaffee, Tee, Milch, selbstgebackenen Keksen, Marmelade über eine Flasche Champagner und leckeren Sherry sowie das vorbestellte Abendessen mit Aufwärmanweisungen im Kühlschrank.

Diashow Leopard Rock Chalets (Klick für grössere Bilder):

Wir entspannten uns erstmal etwas auf dem Balkon mit dem grossartigen Blick über die Oribi Gorge und gingen dann zu einem Aussichtspunkt für den Sonnenuntergang. Die Farben im Himmel waren ziemlich schön und die Aussicht spektakulär. Wir kehrten ins Chalet zurück und gerade in dem Augenblick, wo wir unser Abendessen warm machen wollten, ging der Strom für zwei Stunden aus. Wir wir später erfuhren, sind dies geplante Stromausfälle im Rahmen eines 'Öko-Programms' der Stromgesellschaft. Leider weiss man nie genau, wann sie den Strom unterbrechen und warum sie es genau zur Abendessen Zeit machen, wird wohl auch ihr Geheimnis bleiben Aber auch egal – wir nutzten die Zeit für ein kleines Nickerchen! Nach einem erfrischendem Bad war der Strom zurück und wir machten das Lamm Curry warm, das wir mit einem sehr leckeren griechischen Salat genossen.

Eine lange Anreise fand schliesslich ihr Ende und wir fielen müde, aber glücklich in die Federn.

Highlight des Tages: der Blick über die Oribi gorge

Diashow (Klick für grössere Bilder):
15. Mai 2015

Oribi Schlucht

Der Wecker klingelte um sechs Uhr, doch es war komplett bedeckt ohne Hoffnung auf einen Sonnenaufgang.

Wie schade! So ging ich zurück ins Bett und holte bis acht Uhr noch etwas Schlaf nach. Wir gingen hinüber ins Cafe und genossen ein herzhaftes englisches Frühstück mit Spiegelei, Toast, Würstchen, Speck und Pommes.

Nach dem Frühstück fuhren wir ein paar Kilometer bis zum Parkplatz unten am Fluss im Oribi Gorge Nature Reserve. Wir entschieden uns für den Wanderweg in die Richtung der Hoopoe Falls und waren sehr glücklich über die zahlreichen Schmetterlinge und Vögel. Ein paar ansprechende Aufnahmen der umtriebigen Schmetterlinge sind mir sogar gelungen und wir hatten an diesem Spaziergang am Fluss entlang viel Freude

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Nach zwei Stunden liefen wir zum Parkplatz zurück und fuhren zur The Gorge Private Game and Spa Lodge, wo wir letztes Jahr übernachtet hatten. Wir nahmen Platz im Restaurant, von wo aus man einen fantastischen Blick in die Oribi Schlucht hat und bestellten ein schmackhaftes Mittagessen: Fish and Chips auf Gourmet Niveau für Gerd und ein sehr leckeres indisches Hühnercurry für mich. Mike, der Manager, stiess bald dazu und wir hatten eine kurze Unterhaltung über unsere Reise und die neugebauten Gebäude auf der Anlage. Dort trafen wir auch Sayeta, den immer lachenden netten Jungen vom letzten Jahr. Das war erstmal ein grosses Hallo!

Wir tranken einen Cappuccino, verabschiedeten uns von Sayeta und Mike und fuhren zurück zum Leopard Rock.

Auf dem Balkon schlürften wir einen leckeren Sherry und gingen schliesslich zur Sonnenuntergangszeit zu einem anderen Aussichtspunkt über der Schlucht. Im letzten Licht des Tages fotografierten wir das schöne Panorama im goldenen Licht und liessen uns den Champagner als Sundowner schmecken. Was ist das nur für ein prächtiger Ausblick – einfach unglaublich!!

Heute gab es keine Unterbrechnung in der Stromversorgung und wir liessen den Abend langsam passieren. Wir nahmen ein Bad, tranken ein wenig Sherry auf dem Balkon, assen eine Kleinigkeit zu Abend und gingen schliesslich zu Bett. Das war wirklich ein gelungener Ferienauftakt!

Highlight des Tages: der Sonnenuntergang über der Oribi Gorge

Diashow (Klick für grössere Bilder):
16. Mai 2015

Weiter nach Underberg

Leider war es komplett bewölkt, als ich den Himmel um kurz nach sechs Uhr prüfte und ich ging wieder zu Bett. Wie Schade, dass wir diesmal kein Glück mit dem Licht haben so wie letztes Jahr – aber andererseits ist das ein sehr guter Grund, nochmals zurück zu kommen!

Heute frühstückten wir draussen mit Blick über die Schlucht, unterhielten uns mit Andries und Sue, bezahlten die Rechnung und fuhren los Richtung Kokstad. Andries half uns noch mit etwas Öl für das Schloss der Kofferraumtür aus und jetzt liess sich der Schlüssel wieder ohne Probleme drehen. Es tat uns schon leid, weiter zu fahren, weil Sue und Andries einfach nette Menschen mit einem herrlich britischen Sinn für Humor sind.

Was wir in Underberg, am Sani Pass und auf dem Ausflug nach Lesotho erlebten, könnt Ihr im nächsten Kapitel lesen.

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