Norwegen im Winter

22. - 27. Februar 2012

Faszination Nordlicht im hohen Norden

Wir freuen uns, dass Ihr zu unserem Reisebericht nach Tromsø in Nordnorwegen im Winter 2012 gefunden habt. Wir verbrachten fünf wundervolle Nächte in den Fjorden und im Hochland in der Umgebung von Tromsø. Der Schwerpunkt dieser Reise lag auf dem Fotografieren der Polarlichter, die wir zum ersten Mal erleben durften.

Ausnahmsweise haben wir diese Reise nicht selber organisiert und stattdessen eine organisierte Reise mit Dionys Moser von Fotoreisen CH gebucht. Wir wollten uns erstmal anschauen, wie die winterlichen Verhältnisse auf den Strassen sind und wie man bestimtme Orte im Winter erreichen kann. Es stellte sich heraus, dass Winter in Norwegen nicht anders ist als bei uns in der Schweiz und die folgenden Reisen machten wir alle wieder wie gewohnt individuell. Die Reise wurde von Dionys und zwei Mitarbeitern – Carmen und Michael – durchgeführt und war perfekt organisiert. Dionys hat keine Zeit und Mühe bei der Suche nach schönen Orten gescheut und eine glückliche Hand bei der Wahl der Fotolocations bewiesen. Die Gruppen bestanden aus maximal acht Personen pro Minibus und er und sein Team, Michael und Carmen, waren perfekt in der Analyse der Wetter- und Nordlichtprognosen. Wir können Fotoreisen CH für Reisen, die Ihr aus persönlichen Gründen nicht selber organisieren wollt oder wenn man einfach nicht genügend eigene Zeit für das Location Scouting hat, sehr empfehlen.

Alle Fotos von Norwegen findet Ihr in den Norwegen Fotogalerien auf unserer Webseite. Wenn es Euch bei uns gefallen hat und Ihr über Neuigkeiten informiert werden wollt, könnt Ihr in unserem Fotoblog bei SA*GA Photography ~ Moments in Light ~ den RSS Feed abonnieren oder Euch per E-Mail über neue Beiträge informieren lassen.

22. Februar 2012

Lange Anreise nach Tromsø

Vor uns lag ein langer Tag, da wir in Kopenhagen und in Oslo umsteigen mussten, um nach Tromsø zu gelangen. Wir nahmen früh morgens den Flugizug von Basel zum Flughafen Zürich und trafen unsere Mitreisenden unter der Anzeigetafel im Terminal 1.

Ich hatte mich auf Anfrage von Fotoreisen.ch als Gruppenleiter für den Check-in bereit erklärt und begrüsste die Leute, während Gerd die Pässe und die ausgedruckten Tickets einsammelte. Check-in war schnell erledigt und wir konnten die Sicherheitskontrolle passieren. Der Flug dauerte nur 1:30 Stunden und wir hatten in Kopenhagen etwas Zeit, durch den Transfer Bereich zu streifen, bevor wir an Board unserer Boeing für den kurzen 50-minütigen Flug nach Oslo gehen konnten.

In Oslo wurde es dann richtig hektisch! Unser nächster Flug war ein Inlandsflug und wir mussten unser Gepäck vom Band holen, dann zunächst durch den Zoll bis nach oben in den Abflugbereich laufen und schliesslich das Gepäck am Baggage Drop-off wieder abgeben . Leider warteten an dem Schalter schon ungefähr 100 andere Reisende und wir hatten nur 20 Minuten bis zum Abflug . Als Gruppenleiter hatte ich die Ehre, mit dem Bodenpersonal zu reden, die zunächst sehr unwillig waren, uns als Gruppe abzufertigen. Die Dame wollte uns auf einen späteren Flug umbuchen, aber ich argumentierte, dass eine Umbuchung für eine Gruppe von 25 Leuten ein viel grösserer Aufwand sei . Ganz plötzlich war es möglich, unser Gepäck an einem der anderen Schalter abzugeben und wir eilten durch die Sicherheitskontrolle zum Abfluggate. Etwas ausser Atem, aber erleichtert sassen wir schliesslich im Flugzeug nach Tromsø, wo wir um kurz nach 18 Uhr landeten. .

Wir wurden von Dionys und Carmen begrüsst, in die Minibusse verladen und fuhren zu unserem Hotel, wo wir die nächsten fünf Tage bleiben würden: Das CityLiving Hotel in der Innenstadt. Die Zimmer sind geräumig mit einem grossen Bett, einem Sofa, TV, freien WLAN-Zugang, einem Tisch mit zwei Stühlen und einer kleinen Kochnische, wo wir kleinere Gerichte zubereiten konnten.

Wir hatten nicht viel Zeit uns einzurichten, da die Polarlicht Vorhersage für die kommende Nacht relativ gut war, so dass wir uns alle bereits wieder um 20 Uhr trafen, um zum wunderschönen Ersfjordbotn Fjord zu fahren. Der Fjord ist umrahmt von steil aufragenden Bergen, die schneebedeckt waren und eine atemberaubende Kulisse boten.

Wir positionierten uns auf dem Pier und schon erschien das erste Polarlicht! Es war nur ein schwaches Polarlicht, aber es war für uns das allererste Polarlicht, das wir je sahen und so waren wir total fasziniert von dem dünnen grünen Band, das am Ende des Fjords erschien . Wir warteten bis um 2 Uhr morgens und das Polarlicht tauchte mal mehr, mal weniger stark auf und wir fotografierten munter drauf los. Wir positionierten uns auf dem Pier und schon erschien das erste Polarlicht! Es war nur ein schwaches Polarlicht, aber es war für uns alle das erste Polarlicht, das wir je sahen und so waren wir alle total fasziniert von dem dünnen grünen Band, das am Ende des Fjords erschien. Das Licht wurde im Laufe der Nacht etwas stärker und wir konnten die ersten Fotos vom Polarlicht machen! Wir warteten bis um 2 Uhr morgens und das Polarlicht tauchte mal mehr, mal weniger stark auf und wir fotografierten munter drauf los. Die erste Aurora Borealis vergisst man wohl nie im Leben Wir waren gegen 3 Uhr morgens zurück im Hotel und fielen todmüde, aber glücklich, ins Bett.

Highlight des Tages: unser erstes Polarlicht

Ersfjordbotn
23. Februar 2012

Polarlichter im Hochtal und Ersfjordbotn

Wir haben gut geschlafen, doch leider erwartete uns schlechtes Wetter als wir aufwachten. Starke Winde und Schneeregen – keine guten Bedingungen für unseren kurzen Tagesausflug . Das Team organisierte daher einen spontanen Workshop, in dem Carmen auf EBV-Techniken zur Bearbeitung von Polarlichtbildern einging und Dionys einige Diashows seiner anderen Fotoziele zeigte. Ein bisschen Werbung muss ja auch sein

Wir starteten am Nachmittag rechtzeitig, um die blaue Stunde am Hafen einzufangen. Wir machten einen netten kleinen Spaziergang über die Molen, wo die schneebedeckten Boote einen schönen Vordergrund und Kontrast zu den beleuchteten alten Hafenhäusern abgaben. Auf der anderen Seite des Fjords war die beleuchtete Eiskathedrale ein schöner Blickfang im blauen Abendlicht. Wir verbrachten unsere ganze Zeit im Hafen und liefen schliesslich über die Brücke zur Eiskathedrale, wo wir uns alle wieder trafen. Wir fuhren dann ungefähr 30 Kilometer in ein Hochtal, das auf dem Weg nach Sommerøya liegt. Das Hochtal ist immer noch nicht weit genug von der Küste entfernt, um keine Lichtverschmutzung in den Fotos zu haben, aber die schönen Berge geben einen guten Hintergrund ab.

Es zeigten sich einige mittelstarke Polarlichter, bis wir plötzlich ein grell-grünes Loch in der Wolkendecke entdeckten – ganz starkes Polarlicht ! Wir packten rasch unsere Sachen zusammen und fuhren ein paar Kilometer weiter, bis wir in einer Bilderbuchwinterlandschaft geradezu von Polarlichter umgeben waren! Das Nordlicht war über den ganzen Himmel in allen Richtungen sichtbar und es ergaben sich unzählige Fotomotive . Dabei sieht jedes Foto trotz fast gleich bleibenden Bildaufbau anders aus, da die Polarlichter sich ständig veränderten.

Das Hochtal ist nicht weit entfernt von Ersfjordbotn und so fuhren wir gegen Ende der Nacht nochmals zum Fjord und hofften auf bessere Bedingungen als gestern. Wir wurden nicht enttäuscht und das herrlich grüne Polarlicht leuchtete auf allen Seiten des Fjords, so dass uns viele schöne Fotos gelangen bis wir gegen 2 Uhr zum Hotel zurück fuhren. Was für eine Freude herrschte!

Highlight des Tages: das Polarlicht über dem Fjord

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Tromsø HafenEiskathedraleAurora BorealisNordlichtPolarlicht
24. Februar 2012

Ausflug auf den Storsteinen und Polarlichter am Nakkevatnet

Das Wetter war heute schön und sonnig und wir nutzten die Gelegenheit für einen Ausflug auf den Hausberg von Tromsø, dem Storsteinen. Wir kamen rechtzeitig vor den grossen Gruppen am Parkplatz an und nahmen die Seilbahn Fjelleisen, die uns in nur fünf Minuten auf das beliebte Ausflugsziel brachte. Von dort hat man einen fantastischen Blick auf Tromsø, die Berge und Fjorde.

Es war ziemlich windig und kalt auf den Aussichtspunkten, aber es machte Spass, einige Panoramen von dieser grandiosen Aussicht zu machen. Das Licht war leider schon sehr hart – es muss ein Traum sein, hier oben bei warmen Morgen- oder Abendlicht zu fotografieren! Wir genossen den Aufenthalt trotzdem und genossen die Aussicht, bis wir nach 90 Minuten wieder die Seilbahn zurück zur Stadt nahmen.

Nach einer Mittagspause im Apartment, starteten wir rechtzeitig zur blauen Stunde und wir liefen diesmal über die Brücke Richtung Eiskathedrale. Von der Brücke gelangen mir einige stimmungsvolle Aufnahmen des abendlichen Fjords – das späte oder frühe Licht im hohen Norden ist einfach wunderschön!

Wir trafen unsere Gruppe an der Eiskathedrale und fuhren die für mich attraktivste Location der Reise an: den See Nakkevatnet bei Sjursnes. Dieser ruhige, idyllische Ort ist auch bereits ohne Nordlichter eine Augenweide. Und als Krönung von allem, endlich mal keine Lichtverschmutzung !

Wir mussten heute Nacht ziemlich lange auf die Polarlichter warten und wenn sie kamen, dann waren sie nur sehr kurz sichtbar und schnell wieder verschwunden . Was für ein Unterschied zu den vergangenen Tagen! Michael, ein sehr netter Arzt aus der Nähe von Luzern, und ich stapften durch den hüfthohen Schnee und fanden einen perfekten Standpunkt für schöne Landschaftsaufnahmen. Wir wurden mit einem starken, aber kurzem Nordlicht belohnt . Ich hatte leider Probleme mit dem Canon 17mm TS-E und bei aller Aufregung in der Dunkelheit übersehen, dass das Objektiv versehentlich im Rucksack geshifted war und die Bilder defokussiert waren. Schock, Horror !! Mir gelangen zwar noch einige Fotos mit dem Zeiss 21mm, auf das ich wechselte, aber das Polarlicht war da schon sehr abgeschwächt .

Gerd kämpfte ebenfalls mit der Technik und so waren wir in dieser Bilderbuchlandschaft mit Polarlichtern und haben beide fast alle Fotos versemmelt – wir waren doch etwas frustriert, als wir zum Hotel zurückfuhren! Ich hoffte inständig, dass wir nochmals an einem anderen Abend an den See zurückkehren würden

Highlight des Tages: der See Nakkevatnet

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Hurtigruten Schiff
25. Februar 2012

Rentiere

Gerd hatte heute Geburtstag, doch auf einer Gruppenreise ist nicht viel Zeit und ein gemütliches Geburtstagsfrühstück musste entfallen – das wurde aber später Zuhause in der Schweiz nachgeholt .Am späten Vormittag machten wir einen 3-stündigen Ausflug in die Gegend um Skulsfjord, die auch aus landschaftlicher Sicht sehr attraktiv ist. Kurz vor dem Abzweig nach Skulsfjord findet sich regelmässig eine Herde Rentiere, die im Schnee nach Nahrung suchen. Sie warteten schon auf das Brot, das Carmen für sie mitgebracht hatte und kamen schnell näher, so dass unsere Gruppe einige schöne Fotos dieser etwas ulkig anmutenden Tiere machen konnte.

Wir verbrachten eine Stunde bei den Rentieren und fuhren dann ein Stück weiter zum Ort Skulsfjord. Es ist ein typisches malerisches norwegisches Fischerdorf mit hübschen roten Holzhäusern, die um den ruhigen Fjord herum angesiedelt sind. Es gab eine Fülle von Fotomotiven, aber leider nicht genügend Zeit. Die Tage sind kurz um diese Jahreszeit und wir freuten uns schon alle auf die Nordlichter in der Nacht

Wir fuhren zurück nach Tromsø und liessen es bis zum nächtlichen Ausflug ruhig angehen. Die Wettervorhersage heute war nicht so gut und es war in der Tat ziemlich bewölkt. Wir fuhren nichtsdestotrotz den langen Weg bis zur Küste nach Sommerøya. Es gibt dort eine beleuchtete Brücke über den Fjord, die die meisten unserer Mitreisenden als Blickfang für die Nordlichter attraktiv fanden. Ich war davon nicht so sehr angetan, da ich die Lichter als zu grell und aufdringlich empfand. Aber das ist der Fluch einer Gruppenreise, wenn man zu Kompromissen bereit sein muss . Aber auch das war okay für uns, denn das Polarlicht war natürlich nicht nur über der Brücke sichtbar, sondern überall und wir konnten einige nette Fotos mit Polarlicht vom Strand aus mit den Bergen auf der anderen Seite des Fjordes machen und hatten viel Spass dabei.

Nach einer Weile wechselten wir den Ort und erklommen einen kleinen Hügel am Ortsende von Sommerøya. Ich konnte nur einige Fotos mit schwachem Nordlicht von der verschneiten Landschaft, dem Ozean und dem Sternenhimmel machen, bevor der Himmel sich komplett zuzog und kein Nordlicht mehr zu sehen war. Da die Wettervorhersage verheerend war, fuhren wir zurück nach Tromsø und genossen den Luxus eines längeren Schlafes.

Highlight des Tages: die Rentierbande

Diashow (Klick für grössere Bilder):
SkulsfjordRentier
26. Februar 2012

Die prächtige Nacht der Polarlichter

Wir waren fast perfekt ausgeruht und parat für unseren bereits letzten Tag unserer Reise in Norwegen. Warum nur vergeht Zeit so schnell in den Ferien ?

Die Wettervorhersage für die Nacht war vielversprechend und so machten wir nur einen kurzen 2-stündigen Ausflug gegen Mittag. Wir fuhren rund eine halbe Stunde zu dem kleinen Ort Tisnes, wo sich in einer Bucht schöne Eisplatten und Schneestrukturen angesammelt hatten. Einen Kilometer weiter kann man einen Spaziergang zu einem Schiffswrack machen, doch wir entschieden uns trotz des harten Mittagslichts, am Strand zu bleiben für ein paar Landschaftsaufnahmen.

Diese Entscheidung stellte sich als goldrichtig heraus, weil Gerd kurz nach unserer Ankunft beobachtete, wie ein grosser Schwarm von Seevögeln auf dem Strand landete. Er näherte sich mit der Kamera bewaffnet langsam und vorsichtig dem Platz an, wo sich die Vögel zur Nahrungssuche versammelt hatten. Es gelangen ihm einige schöne Nah- sowie Flugaufnahmen, als der gesamte Schwarm nach einer guten halben Stunde wieder davon flog. Wir fanden dann später heraus, dass wir Meerstrandläufer (Calidris maritima) fotografiert hatten, die hier an der norwegischen Küste zu den heimischen Brutvögeln zählen. Was für eine wunderschöne und unverhoffte Begegnung!

Diashow (Klick für grössere Bilder):
TisnesMeerstrandläufer (Calidris maritima)

Die Vorhersagen für Wetter und Polarlicht waren blendend für die kommende Nacht und so fuhren wir frühzeitig in die Gegend um den See Nakkevatnet . Wir parkierten im Tal und warteten in den Minibussen, dass der Himmel aufklaren würde. Wir mussten über zwei Stunden warten, doch wir wurden mit einer sehr starken Polarlichtaktivität belohnt . Sie überzogen den gesamten Himmel und formierten sich zu einem perfekten Bogen. Was für ein Himmelsspektakel ! Michael und ich kämpften uns erneut durch den Tiefschnee weiter in die Ebene und konnten schöne Fotos mit einem perfekten Vordergrund schiessen. Es war einfach nur schön und wir waren alle schon jetzt sehr glücklich – und der Abend hatte gerade erst begonnen!

Angesichts dieses Himmelsschauspiels konnten wir einfach nicht aufhören zu fotografieren, doch wir fuhren dann weiter bis zum See. Ich war darüber sehr glücklich, da wir ja unsere Fotos von dieser Location vor zwei Tagen allesamt versemmelt hatten und ich auf einen erneuten Besuch gehofft hatte. Was soll ich sagen, aber nach dieser Nacht war ich fast versucht, alle bisherigen Fotos zu löschen, denn wir wurden von einem wahren Feuerwerk an Polarlichtern verwöhnt, das über drei Stunden andauerte . Mir war eigentlich rundum warm, nur meine Füsse wurden irgendwann eiskalt, aber ich spürte es einfach nicht mehr – der Film, der sich über und vor mir abspielte war einfach zu faszinierend, so dass ich alles um mich herum und die kalten Zehen vergass !

Michael und ich wechselten den Standort, an dem wir einen kleinen Bach in die Bildkomposition integrieren konnten und einen freien Blick auf einen Berg hatten, der fast wie ein Vulkan aussah. Was für eine wunderschöne und sagenhaft traumhafte Kulisse – und wir waren beide ganz allein in der Ruhe und Stille dieses Ortes, da alle unsere Mitreisenden in den Bussen waren, um sich aufzuwärmen oder sogar zu schlafen ! Über unseren Köpfen tobte ein Sturm von Polarlichtern, die über den Himmel tanzten und permanent in Intensität und Farbe wechselten – es war einfach nur grossartig und atemberaubend!

Wir fuhren schliesslich gegen 2 Uhr morgens weiter und hielten an einer Stelle an, wo es schneebedeckte Tannen gab, über denen Nordlichter tanzten. Die Location war okay, aber nicht perfekt für eine ansprechende Bildkomposition, da die Tannen zu hoch auf einem Hügel waren und ein sauberer Bildaufbau ohne Schwenken der Kamera – und der damit verbundenen stürzenden Linien – nicht möglich war. Es war trotzdem ein schöner Anblick fürs Auge und ein vergnügsamer Stop!

Wir fuhren weiter und hielten ganz plötzlich an, als wir ein enorm starkes Polarlicht am Himmel sahen. Wir hatten Glück und das Polarlicht leuchtete über schönen Bergformen und einer Ebene vor uns. Dieses Polarlicht war sicherlich das stärkste Polarlicht, das wir auf dieser Reise gesehen haben; es war fast so hell wie Tageslicht und tanzte über den gesamten Himmel. Wir sahen sogar mehrere Koronen über uns !

Wir waren alle geradezu erstarrt und überwältigt von diesem Schauspiel und es war nur noch das Klicken der Kameraverschlüsse zu hören. Fantastisch, wunderbar – es gibt einfach keine Worte, um dieses Feuerwerk zu beschreiben!

Letztendlich verblasste das Polarlicht und wir fuhren glücklich und zufrieden zurück nach Tromsø, wo wir gegen halb fünf Uhr morgens ankamen. Wir waren beide zu aufgekratzt, um direkt schlafen zu gehen und so verbrachte ich noch einige Zeit im Internet während Gerd ein paar Sachen für unsere Abreise zusammen räumte. Was für eine Nacht!

Highlight des Tages: die Polarlichter am See Nakkevatnet

Diashow (Klick für grössere Bilder):
27. Februar 2012

Ade Polarlichter!

Es war eine sehr kurze Nacht mit nur vier Stunden Schlaf, aber was macht das schon nach so einer fantastischen Nacht mit diesem Rausch an Polarlichtern? Wir packten unsere restlichen Sachen, plauderten noch ein wenig mit unseren Mitreisenden und fuhren mit den Minibussen zum Flughafen.

Von diesem Rückreisetag gibt nicht viel zu erzählen: Check-in verlief zügig, doch das Flugzeug aus Oslo hatte Verspätung und wir flogen über 90 Minuten später ab. Diesmal mussten wir nur in Oslo umsteigen und es hiess zunächst, dass wir aufgrund der Verspätung auf einen späteren Flug umgebucht worden seien. Am Ende hatte jedoch unser gebuchter Flieger nach Zürich ebenfalls Verspätung und wir erreichten das Abfluggate gerade noch rechtzeitig. Der Flug verlief ruhig und schnell, wir bekamen unser Gepäck und nahmen den Zug zurück nach Basel, wo wir gegen 22 Uhr eintrafen.

Es war eine bemerkenswerte Reise, die uns immer in Erinnerung bleiben wird. Sie war kurz, aber eindrucksvoll und wir wussten, dass wir in den kommenden Jahren einige Zeit in Norwegen verbringen würden, um die Polarlichter zu bewundern und zu fotografieren. Wir hoffen, der kleine Reisebericht hat Euch gefallen und danken für Euer Interesse. Alle Fotos von Norwegen findet Ihr in den Norwegen Fotogalerien auf unserer Webseite.

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