Lyngen Alps

9. - 10. September 2014

Hallo Lyngen Alps!

9. September: Wie kommt es nur, dass die schlechter Wettervorhersage immer stimmt und die gute Vorhersage niemals eintrifft?? So war es dann auch, dass das grottenschlechte Wetter mehr als pünktlich Einzug hielt und wir am Morgen von Wolken bis auf den Boden und Starkregen begrüsst wurden. So genossen wir ein extra langes Frühstück und fuhren danach nach Gryllefjord, um ein letztes Mittagessen einzukaufen. Lyngen AlpsEs ist unser letzter Tag auf Senja bevor wir morgen weiter zu den Lyngen Alps fahren und es sah so aus, als könnten wir heute überhaupt nichts machen, da der Regen einfach nicht aufhören wollte!

So verbrachten wir den Rest des Tages im Apartment. Gerd las während ich den Reisebericht schrieb und im Internet surfte. Sehr sehr langweilig

10. September – Hallo Lyngen Alps

Leider war es schon wieder Zeit weiterzuziehen und Senja heute zu verlassen. Es war wirklich zu Schade, dass wir nur einen guten Tag hier hatten! Es regnete natürlich und so genossen wir ein letztes langes Frühstück im Restaurant und eine fröhliche Unterhaltung mit Ely bevor wir die Rechnung zahlten und abfuhren.

Wir machten Halt beim Coop Extra in Nordkjosbotn und kauften Essen und Getränke für die kommenden Tage ein und setzten nach dem Tanken unsere Fahrt für das letzte Stück bis Nordmannsvik fort. Eigentlich hätte die Fahrt zu unserer Unterkunft Lyngen Fjordbuer landschaftlich sehr schön sein können, wenn man denn etwas von der schönen Fjordlandschaft hätte sehen können! Die Wolken hingen fast auf dem Boden und es regnete immer wieder

Inger war bereits an der Sea Cabin und begrüsste uns herzlich. Er zeigte uns das Haus und gab uns noch einige Tips für Wanderungen und schöne Orte. Die Sea Cabin ist eigentlich ein grosses Haus mit einem grossen Wohnzimmerbereich mit Panoramafenstern und einer komplett eingerichteten Küche, einem Badezimmer im Erdgeschoss und drei Schlafzimmern sowie einem weiteren Badezimmer im Obergeschoss. Merkwürdigerweise gab es keine einzige Kommode oder Schrank und so liessen wir unsere Klamotten einfach im Koffer und verstauten ihn in einer kleinen Ecke.

Diashow Lyngen Fjordbuer (Klick für grössere Bilder):

Wir richteten uns ein, kochten ein leckeres Chicken Tikka Masala zum Abendessen und ich machte ein paar Fotos der beeindruckenden Lyngen Alps während der blauen Stunde. Glücklicherweise waren sie mittlerweile zu sehen – was für eine hübsche Bergkette!!

Eine weitere schöne Einrichtung des Hauses ist die kleine Sauna, die an das Badezimmer im Erdgeschoss angeschlossen ist. Wir heizten sie auf und genossen einen ziemlich heissen Saunagang bevor wir den Tag mit einer erfrischenden Dusche beschlossen und müde ins Bett fielen.

Highlight des Tages: die Lyngen Alps zur blauen Stunde

Diashow (Klick für grössere Bilder):
11 September 2014

Trüb mit Herbstfarben

Es war ein weiterer trüber und sehr regnerischer Tag, von dem es nicht viel zu erzählen gibt. Wir bereiteten unser Frühstück zu und machten eine Location Scouting Tour Richtung Storslett, wo wir in einem Buchladen zwei Wanderkarten der Region kauften. Es war danach etwas schwierig, geeignete Fotostellen zu 'sehen', weil die Wolken immer noch sehr tief hingen und es immer wieder regnete. Aber wir fanden doch ein paar nette Orte, die wir am Freitag, wenn die Vorhersage gut war, näher erkunden wollten. Ganz vergebens war der Tag aber doch nicht, weil wir einige schöne Stellen mit Birken und Kiefern fanden und ich Detailaufnahmen der Stämme mit der schönen herbstlichen Vegetation machte. Das hat wirklich viel Spass gemacht an diesem trüben Tag!

Wir fuhren schliesslich nach Olderdalen, um etwas Reifendruck aufzufüllen und tranken einen Kaffee im Kiosk, wo wir mit Karsten, dem netten deutschen Auswanderer, plauderten. Das Wetter war immer noch nass und widerlich und wir fuhren zurück in unser gemütliches Heim. Inger war in seinem Garten und wir plauderten eine Weile und machten Pläne für einen eventuellen Besuch in der Adler Beobachtungshütte eines Freundes von Inger.

Ich wurde dann schliesslich richtig aufgeregt, als ich in den Aurora Nachrichten las, dass es einen mega starken Sonnensturm, einen X-Flare, gegeben hat und in der Nacht auf Samstag ein unglaublicher KP 6 bis KP 7 auf uns regnen sollte!! Und noch dazu sagte der Wetterdienst für genau diese eine Nacht einen klaren Himmel voraus!!! Zu schön, um wahr zu sein, aber ich war extrem glücklich darüber – wenigstens etwas Glück nach all diesem schrecklichen Wetter bisher

Einen kurzen Moment kam die Sonne durch die Wolken und zauberte wunderbare Strahlen auf den Fjord, was wir begeistert fotografierten Dann assen wir zu Abend, gingen in die Sauna und dann auch gleich zu Bett, denn ich wollte früh aufstehen, um für den Sonnenaufgang parat zu sein.

Highlight des Tages: die Nahaufnahmen der schönen herbstlichen Vegetation

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12. September 2014

Die Nacht der Nächte

Es war ein weiterer äusserst trüber Tag und ich verbrachte den Morgen mit Kaffee auf dem Sofa und las Nachrichten im Internet. Es fing auch noch an zu regnen, aber einige Sonnenstrahlen schafften es irgendwie durch die Wolkendecke und zauberten riesige und zahlreihe Regenbögen über dem Fjord und den Bergen. Wir stellten uns regensicher unter das Dach auf der Terrasse und fotografierten das Schauspiel. Das war doch wenigstens etwas!

Wir machten nach dem Frühstück nur eine kurze Tour um Djupvik herum, da das Wetter einfach zu schlecht für Fotos war und wir kehrten bald darauf zur Cabin zurück. Im Verlauf des Nachmittags wurde meine Stimmung immer düsterer, da die Wolken immer noch sehr tief hingen und auch der Himmel dick wolkenverhangen war, so dass ich mittlerweile stark daran zweifelte, dass wir Nordlichter sehen würden! Aber gegen sechs Uhr abends begann sich der Himmel (und meine Miene ) aufzuhellen und es wurde klarer und klarer.

Wir fuhren zum Einbruch der Dunkelheit zu einem Aussichtspunkt ein paar Kilometer die Strasse hinauf und gegen neun Uhr war bereits eine kleine schwache Aurora zu sehen. Nur eine Stunde später fing dann aber unvermittelt eine unfassbare Lichtshow an und der KP 6 stürmte über uns! Es war einfach nur unglaublich – Korona über Korona explodierte über unseren Köpfen, die Nordlichter tanzten in jeder Richtung und schimmerten in allen möglichen erdenklichen Farben Wir fanden speziell die lila und roten Farben faszinierend, da wir sie so das erste Mal erlebten.

Die ganze Show dauerte mehr als zwei Stunden und während wir glücklich drauflos fotografierten, vergassen wir dabei auch nicht die ausführliche Bewunderung dieses einzigartigen Naturschauspiels. Was für ein unfassbares Glück wir hatten, dass der Himmel genau in dieser Nacht das erste Mal klar war (und es sollte auch die einzige Nacht bleiben ) !!!

Gegen ein Uhr fuhren wir zurück zur Cabin und machten von dort noch weitere Fotos, bis das Himmelsfeuerwerk um 1:30 Uhr fast unvermittelt endete. Wir gingen hinein, wärmten uns etwas auf und versuchten, unsere Eindrücke zu verarbeiten. Ich schaute regelmässig nach, ob die Aktivität wieder zunahm, aber es blieb ruhig und wir gingen um halb vier Uhr ins Bett – was war das für eine gigantisch gute Nacht!!!

Highlight des Tages: nun ja... eben das Nordlicht !

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NordlichtKoronaAurora Borealis
13. September 2014

Zurück zu Trüb und Grau

Die Nacht war kürzer als kurz und ich stand bereits um 5:15 Uhr wieder für den Sonnenaufgang auf. Der Himmel war schon schön rosa und ich eilte hinaus, um einige Fotos zu machen. Ich fuhr dann schnell rüber nach Djupvik und machte Fotos für ein Panorama und genoss das wunderschöne Morgenlicht auf den Bergen und Gletschern.

Wir frühstückten zusammen und als ich meinen Fotorucksack zum Auto brachte, bemerkte ich einen fast platten Reifen hinten rechts! Wir wollten eigentlich Ingars Freund Ivar in Storslett treffen, aber nun mussten wir erst nach Olderdalen und hofften, dass die Werkstatt geöffnet sein würde. Wir schickten Ivar eine Benachrichtigungs-SMS und waren froh, dass der junge Mann in der Werkstatt uns sofort anbot, den Reifen abzunehmen und zu inspizieren. Bald darauf fand er auch den Schuldigen: eine grosse Schraube steckte im Reifen! Er meinte, das sei einfach zu reparieren, zog die Schraube heraus, machte das Loch grösser und stopfte eine Art überdimensioniertes Kaugummi, was mit Terpentin bestrichen war, in das Loch. Die ganze 'Operation' dauerte rund 15 Minuten und wir zahlten dem jungen Mann glücklich 150 NOK bevor wir schliesslich nach Storslett fuhren, wo Ivar auf dem Supermarktparkplatz auf uns wartete.

Wir hatten eine angenehme Unterhaltung in seinem Caravon und er erklärte die Beobachtungshütte für die Adler und wie wir sie finden würden. Wir verabredeten uns für 4:30 Uhr am nächsten Morgen und verabschiedeten uns schliesslich nach einer netten Plauderei über die gestrige Aurora und Fotografie im allgemeinen. Wir nutzten die Gelegenheit, das Mittagessen einzukaufen und besorgten eine Flasche guten Rotwein als Dankeschön für Ivar.

Auf dem Rückweg fanden wir weitere schöne bunte Birkenwäldchen, wo wir auch prompt anhielten und Fotos machten – diese Detailfotografie macht auch richtig Spass! Als wir in Nordmannvik ankamen, regnete und stürmte es immer noch und so blieben wir in der Cabin und bewunderten die Sonnenstrahlen, die wieder in voller Schönheit über das Wasser und den Bergen wanderten. Auch das war heute wieder eine richtige – wenn auch andere – sehenswerte Lichtshow und total faszinierend zu beobachten Ein gutes Ende eines ziemlich langweiligen Tages, den wir wie schon fast gewohnt, mit einem Saunagang ausklingen liessen.

Highlight des Tages: die Sonnenstrahlen

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14. September 2014

Keinadlertag mit Spielzeit am Strand

Der Wecker klingelte um 3:20 Uhr und wir fuhren nach einer schnellen Katzenwäsche Richtung Skjervøy. Es war ein sehr stürmischer und regnerischer Morgen und wir hatten nicht viel Hoffnung, die Adler unter diesen Bedingungen zu sehen. Wir trafen Ivar am vereinbarten Treffpunkt, kletterten durch den Wald hinunter zur Beobachtungshütte, bauten Kameras und Objektive auf und Ivar legte das Luder im Platz vor der Hütte aus. Er war so grosszügig, uns sein 500mm und 400mm Objektiv zu leihen, da wir unsere langen Brennweiten zuhause gelassen hatten. Auf Tierleben waren wir auf dieser Reise einfach nicht eingestellt!

Es wurde langsam hell, aber es war immer noch sehr stürmisch und es regnete immer wieder stark. Krähen, Raben und Elstern fanden sich ein und kämpften um das Frühstück, aber von den Adlern fast schon erwartungsgemäss keine Spur. Nach fast drei Stunden liessen sich vier Adler am Strand nieder und beobachteten die Szene, aber es war für sie wohl zu trubelig mit all den anderen Vögeln beim Essen und sie flogen davon. Wir gaben dann kurz vor ein Uhr auf, da es fast keine Hoffnung mehr auf Wetterbesserung gab. Wir waren aber trotzdem glücklich, dass wir die Adler zumindest gesehen hatten und einige schöne Fotos der anderen Vögel hatten wir auch im Kasten.

Wir packten also unseren Kram zusammen und gingen hinauf zu den Autos, wo wir uns bei Ivar bedankten und ihm den Wein sowie schweizer Käse überreichten. Er freute sich sehr und wir plauderten noch eine Weile über Fotografie bevor wir losfuhren. Wir blieben aber noch eine Weile im Auto und tranken erstmal ein paar Tassen Kaffee und assen Sandwiches dazu – Frühstück und Mittagessen in einem

Auf dem Rückweg hielten wir an einem schönen Wasserfall an und spielten an einem Strand mit Langzeitbelichtungen, als es endlich mal etwas trockener war. Als wir Djupvik erreichten, sahen wir wieder diese schönen Sonnenstrahlen – das scheint hier wirklich die Regel zu sein und jeden Tag zu passieren!

Wir parkierten das Auto am Strassenrand und gingen hinunter zum Strand, wo wir bis nach Sonnenuntergang fotografierten. Die Sonne war zwar schon hinter den Bergen verschwunden, aber die Wolken reflektierten noch das goldene Licht auf das Wasser und die Steine am Strand waren perfekt für einen schönen Vordergrund. Es war ein wirklich schöner Abend, den wir aus vollen Zügen genossen – eine wahrlich seltene Gelegenheit während dieser Ferien!!

Als es fast dunkel war, fuhren wir schliesslich zur Cabin zurück, assen zu Abend und schauten in der ARD (den einzigen deutschen Sender hier) den Sonntagabend 'Tatort'. Ich schaute öfter prüfend in den Himmel, da es nun fast klar war, aber es gab überhapt keine Nordlichtaktivität! Es war absolut ruhig und wir nutzten die Gelegenheit, nach einem (obligatorischen) Saunagang, etwas Schlaf nachzuholen.

Highlight des Tages: die schöne Zeit am Strand zu Sonnenuntergang

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15. September 2014

Der letzte Ferientag

Schon der letzte volle Ferientag! Ich stand um fünf Uhr auf und fuhr hinüber zum Aussichtspunkt auf den Felsen. Der Himmel war schön rosa und ich machte glücklich Fotos der grandiosen Fjordlandschaft. Leider versteckte sich die Sonne dann hinter Wolken und ich wurde nicht mit goldenem Licht belohnt.

Die Wolken im Osten verzogen sich nur sehr langsam und die Sonne beleuchtete die Berge viel zu spät, so dass das Licht bereits viel zu schnell zu hart war. Nun ja, Morgen sollte ich ja noch eine letzte Gelegenheit haben – zumindest theoretisch !

Ich fuhr zurück, Gerd stand auf und wir frühstückten gemeinsam, bevor wir nach Kafjørdendalen aufbrachen, das sich ungefähr 35 km von Nordmannvik entfernt befindet. Als wir tiefer in das Tal hinein fuhren, wechselte die Strasse schnell von Asphalt auf Schotterpiste und wurde schmaler. Sie wand sich durch das Tal und den Hügel hinaus, bis wir den zweiten Parkplatz erreichten, von wo aus die Wanderung zur Hängebrücke und zum Wasserfall beginnt.

Die Wanderung ist 1.8 km lang und ein lockerer Spaziergang durch den lichten schönen Birkenwald, der wunderbar bunt aussah im Sonnenlicht und mit dem blauen Himmel. Wir erreichten den Wasserfall, der hier auf 110m tief in einen schmalen Canyon fällt, zügig. Die Hängebrücke ist sehr stabil und die Plattform für das Bungee Jumping befindet sich genau in der Mitte der Brücke. Sie vibrierte nur ein wenig und so war sogar ich mutig genug, sie zu überqueren und von der Mitte aus einige Fotos vom Wasserfall und vom Canyon zu machen. Wir genossen die Aussicht eine Weile und gingen schliesslich langsam zurück – natürlich mit ausreichend langen Fotostops für herbstliche Birken und Ausblicke über das Tal.

Wir fuhren zur Cabin zurück, machten eine schnelle Pizza zum Mittagessen und fingen schon mal an, unsere Koffer zu packen. Ach Mann, zu Ende gehende Ferien sind einfach doof !!!

Das Wetter hielt sich noch und wir fuhren hinüber nach Skjervøy, wo ich endlich Fotos der schönen Küstenlinie machen konnte. Alle vorherigen Anläufe waren am stürmischen Wind gescheitert, aber dafür war es diesmal einfach perfekt! Es machte einfach unglaublich Spass, die Felsen mit der herbstlichen Vegetation zu erkunden. Die Zeit flog geradezu dahin und als ich das nächste Mal auf die Uhr sah, war es bereits 18:15 Uhr – oh jeeeeeh !!! Sonnenuntergang in einer Stunde!!!

Wir eilten zurück zum Auto und fuhren rasch zu einem Punkt, den Gerd auf der Hinfahrt gesehen hatte. Es war in der Tat ein idealer Ort mit einem herrlichen Blick über den Sund in Richtung Lyngen Alpen in der Ferne. Die Berge waren bereits in goldenes Licht getaucht und der Anblick der Landschaft im abendlichen Gegenlicht war einfach traumhaft schön. Wir mussten allerdings sorgfältig arbeiten, da an dieser Stelle der Wind bereits wieder stürmisch wehte und die ersten Aufnahmen dadurch alle verwackelt waren

Nach Sonnenuntergang sah der Himmel immer noch grossartig aus und wir hielten auf der Rückfahrt an dem kleinen Strand an, wo wir schon bereits früher fotografiert hatten. Die Farben im Himmel über der kleinen Insel im Fjord waren hier fast schon irreal Pink und Rosa, aber so war es nunmal

Zu guter Letzt hielten wir nach am Fjord bei Bakkeby an, da der Himmel nun endgültig rot glühte und fantastisch aussah. Viel zu schnell war die Show wieder vorbei – wie schön wäre doch noch ein weiterer schöner Tag hier gewesen!!! Was für eine Hetze es heute war – Lyngen Alps in one day, puuuh!

Wir fuhren schliesslich zurück zur Cabin und packten unsere Koffer fertig. Es sah einigermassen klar aus und wir fuhren zum Aussichtspunkt, weil ich noch Fotos der Milchstrasse probieren wollte, aber es waren doch zu viele Wolken am Himmel und wir gaben bald dieses sinnlose Unterfangen auf. Es gab auch keine weitere Nordlichtaktivität und so genossen wir unseren letzten Saunagang, bevor wir nach diesem ereignisreichen Tag müde ins Bett fielen.

Highlight des Tages: Spielzeit bei Skjervøy

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KafjørddalenSkjervøyKafjørddalen
16. September 2014

Zurück nach Basel

Eigentlich sollte unser letzter Morgen klar sein, aber es gab vor allem im Osten immer noch sehr viele Wolken, als ich um 5 Uhr aufstand. Doch immerhin nahmen die Wolken im Himmel etwas Farbe an und ich machte Fotos für ein Panorama. Bald darauf fuhr ich zurück und wartete bei einer Tasse Kaffee, ob das Licht doch noch besser werden würde.

In der Zwischenzeit verstaute ich schon die Ausrüstung, die ich nicht mehr benötigen würde und dann kam tatsächlich rund eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang die Sonne durch die Wolken und beleuchtete die Lyngen Alpen . Ich konnte so noch ein weiteres Panorama fotografieren, bis es letztendlich Zeit fürs Frühstück war. Wir packten die restlichen Sachen, beluden das Auto, verabschiedeten uns von Ingar und fuhren los Richtung Tromsø.

In Nordkjosbotn tankten wir das Auto voll und gaben die restlichen Plastikflaschen im Supermarkt zurück. Es war mittlerweile ein toller Tag mit strahlend blauem Himmel – was für eine Ironie !!! Wir kamen ein wenig zu spät in Tromsø an, doch der nette Mann am Schalter von Europocar beschwerte sich nicht und er war auch nicht weiter an unserem repariertem Reifen interessiert. Wir checkten an den Self-Service Maschinen ein, druckten Boardkarten und Gepäckaufkleber und scannten die Koffer am Aufgabeband. Wie immer war alles sehr einfach, effizient und schnell! Wir passierten die Sicherheitskontrolle und tranken noch einen gemütlichen Kaffee in der Bar. Der Flug nach Oslos dauerte nur knappe zwei Stunden und wir genossen die Ausblicke über die Fjorde und Gletscher – diesmal konnte ich sogar sehr gut Senja und Finnsnes ausmachen!

In Oslo hatten wir zwei Stunden Zeit und nutzten diese für ein paar Einkäufe und einem leichten Mittagessen. Die Zeit ging schnell vorbei und wir konnten bald ins Flugzeug nach Zürich. Weitere zwei Stunden Flugzeit, gefolgt von der Bahnfahrt Richtung Heimat und wir waren wieder zurück zu Hause in Basel.

Nun waren dies vielleicht nicht unsere besten Ferien, denn das Wetter hat schon viele Unternehmungen verdorben, aber nichtsdestotrotz haben wir die wenigen guten Tage und vor allem die grossartige Nacht mit den starken Nordlichtern aus vollen Zügen genossen. In den nächsten Winterferien kann es nur besser werden

Wir bedanken uns für Euer Interesse an unserem Reisebericht und hoffen, dass Ihr beim Lesen und Betrachten der Fotos viel Spass hattet. Alle Fotos von Norwegen findet Ihr in den Norwegen Fotogalerien auf unserer Webseite.

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