Weiterfahrt nach Giant’s Castle

Sani valleyIch war total aufgeregt, als ich um vier Uhr morgens wach wurde und sah, dass sich der Nebel verflüchtigt hatte! Ich konnte gar nicht mehr einschlafen und war froh, als ich endlich um viertel vor sechs Uhr aufstehen konnte! Pied kingfisherIch sprang in meine Hosen und eilte hinüber zum Klubhaus, um den schönen roten Himmel über dem See mit dem Steg einzufangen. Nebel waberte über den See und die Stimmung war grossartig! Der Anblick der Berge war ebenso atemberaubend schön und ich änderte meinen Standpunkt leicht, um einige Fotos der Berge im wundervollen blauen und rosa Licht im Westen zu machen. Kurz vor Sonnenaufgang kehrte ich zur Lodge zurück und kam gerade rechtzeitig, um die ersten Sonnenstrahlen auf den Berggipfeln einzufangen. Es war ein fantastisches Licht und der Wind legte sich immer wieder mal, so dass fast perfekte Spiegelungen im See möglich wurden. Ich war glücklich!!

Sani valleyGerd widmete sich in der Zwischenzeit den Graufischern, die im schönsten goldenen Licht über dem See ihrem Frühstück hinterher jagden. Es war somit ein grossartiger Morgen für uns beide! Wir packten die Fotosachen für die Fahrt zusammen und marschierten hinüber ins Club House, um zu frühstücken. Wir entschieden uns beide wieder für das Full English Breakfast, das wir mit Toast, Obstsalat, Joghurt und Milchkaffee genossen.

on the roadSchon war es an der Zeit, die Rechnung zu begleichen und wir unterhielten uns nett mit Gareth, der uns noch Tipps zu unserer gewählten Route nach Giant’s Castle gab. Er kannte die Strecke sehr gut und nach der lustigen Unterhaltung fuhren wir schliesslich Richtung Underberg los. Dort tankten wir nochmals voll und kauften im SPAR Supermarkt die Lebensmittel für die kommenden sechs Tage. Was für ein gesundes Leben: ausgezeichnetes Fleisch und frischer, leckerer Salat:)

Gareth’s Vorschlag, die Nebenstrecke zu nehmen, stellte sich als goldrichtig heraus und wir konnten die unbefestigte Strasse trotz vieler Steine und Schlaglöcher problemlos mit dem Nissan bewältigen. Wir fuhren über Lower Loteni und Haymor, bis wir nach fast 80 Kilometern wieder die Teerstrasse nach Giant’s Castle erreichten. Die Strasse war in Teilstrecken sehr steinig, doch die dicken Reifen und die Bodenfreiheit des Nissan gaben uns die notwendige Sicherheit und wir arbeiteten uns langsam, aber stetig Richtung Ziel voran. Mir machte das Fahren sehr viel Spass! Pied KingfisherUnd eigentlich waren die letzten 11 km auf einer mit Schlaglöchern übersäten Teerstrasse nerviger als die ganzen Kilometer zuvor! Schliesslich erreichten wir Giant’s Castle nach rund drei Stunden Fahrt, passierten den Eingang zum Nationalpark und fuhren weiter bis zur Rezeption des KZN Wildlife Camp und checkten ein.

Wir hatten die Honeymoon Suite gebucht, die ein wenig abseits der anderen Chalets liegt und so etwas mehr Privatsphäre und einen schönen Ausblick bot. Der Room war mittelgross und in einen Wohn-/Schlafbereich unterteilt mit einer offenen, voll eingerichteten Küche. Ein kleines Badezimmer mit Wanne und Dusche sowie eine schöne Terrasse komplettierten das Chalet. Der einzige Nachteil war das Parkieren, das nur vorn an der Rezeption möglich (ein Hurra auf die Privatsphäre!) war und wir somit unser ganzes Gepäck und die Einkäufe zum Chalet schleppen mussten. Cyril von der Rezeption war so freundlich, uns zu helfen:)

Wir fühlten uns wohl, arrangierten uns und machten einen kleinen Erkundungsspaziergang. Schnell fanden wir ein schönes Plätzchen für den Sonnenunter- und -aufgang und gingen zurück zum Chalet, wo wir uns auf der Terrasse bei einem Glas Wein entspannten. Der Ausblick war grossartig und die Bergkette einfach nur eindrucksvoll.

Giant's castleAls es Zeit für den Sonnenuntergang war, gingen wir hinüber zu unserem ausgesuchten Standpunkt und machten ein paar Fotos. Wie fast immer, war das Licht abends ein wenig flau und wir warteten auf das Nachglühen, welches sehr farbenfroh war. Ich machte Fotos für ein grosses Panorama und hoffte, dass es gut werden würde – und das war es dann auch:)

Giant's castleZurück im Chalet bereitete Gerd das Abendessen zu, während ich unsere Fotos sicherte und am Reisebericht schrieb. Diesmal machte Gerd ein Geschnetzeltes aus Rinderfilet und Gemüse mit einem leckeren, frischen Salat. Was für ein hervorragendes Essen am Ende eines schönen Tages!

Die Sterne funkelten hell am afrikanischen Himmel und wir machten uns nochmal auf, um die Milchstrasse über den Drakensbergen einzufangen. Sie sah auch fantastisch aus, doch über den Gipfeln gab es noch ein paar Restwolken, die leider die Lichter aus Lesotho sehr stark reflektierten. So kehrten wir recht erfolglos zurück ins Chalet und fielen müde in die Federn.

Highlight des Tages: Sonnenuntergang über dem Giant’s Castle

Diashow:

Diesen Beitrag gibt es auch in: Englisch

F a c e b o o k