Tschüss Lofoten – Hallo Vesterålen!

Sennesvika

Sennesvika

MortsundEin weiterer schöner Morgen erwartete mich, als ich aufstand und ich begann mit Fotos von der Hafenmole. Dort scheint es endlose Fotomöglichkeiten zu geben und die Schären sehen in jeder Stimmung oder in jedem Licht anders interessant aus – was für eine tolle Location! Ich fuhr dann nach der blauen Stunde wie geplant hinüber nach Mortsund und kam gerade rechtzeitig an, als die Berge hinter Ballstad vom ersten Sonnenlicht beleuchtet wurden. Es dauerte eine paar Minuten bis die Berge schliesslich richtig leuchteten, aber das Warten hat sich mal wieder gelohnt und ich verbrachte einen tollen letzten Morgen auf den Lofoten!

SjøhusSenteret

SjøhusSenteret

SjøhusSenteretJa, heute sollten wir Ballstad und die Lofoten verlassen und weiter auf die Inselgruppe der Vesterålen ein wenig weiter nördlich ziehen. Wir genossen unser letztes Frühstück im Sonnenschein, packten unsere Sachen zusammen und verliessen mit ein wenig Wehmut diesen schönen Ort. Ich werde die Lofoten definitiv vermissen!
Unterwegs machten wir einen Stop im Vinmonopol von Svolvær, um Wein für die restlichen Tage zu kaufen, tankten das Auto nochmals voll und fuhren die schöne herbstliche Strecke der E10 entlang Richtung Norden.

SjøhusSenteretSjøhusSenteretGegen Mittag kamen wir in unserer Unterkunft für die nächsten sechs Nächte an: Sjøhus Senteret Wir machten noch unsere Einkäufe im örtlichen REMA1000, bevor wir zur Rezeption gingen und eincheckten. Die Häuser liegen etwas ausserhalb von Sortland direkt am Sund und sind trotz der Nähe zur Strasse sehr ruhig. Es gibt hier vor allem in den Nachtstunden kaum Verkehr, so dass uns die Strasse in all der Zeit überhaupt nicht gestört hat. Alle Häuser sind zweistöckig mit den Schlafzimmern im Obergeschoss und Koch- sowie Wohnbereich und Bad befinden sich im Erdgeschoss. Es ist ein sehr gemütliches Haus und wir fühlten uns von Anfang an wie zuhause.

Stø

Stø

Es war Zeit zum Mittagessen, nachdem wir eingezogen waren und wir brieten den frischen Lachs, den wir mit Erbsen und Möhren genossen – lecker! Es war schon relativ später Nachmittag, als wir unsere Tour zur Location Scouting starteten und wir entdeckten die Gegend um Stø und Gisløy nördlich von Sortland. Stø fanden wir nicht sehr ideal für Polarlichtfotografie und so zogen wir uns in das Marschland von Gisløy für den Sonnenuntergang zurück.
Klø

Klø

Es gab ziemlich dramatisches Licht in den Fjords in der Ferne und wir hatten recht viel Spass an diesem ersten Sonnenuntergang auf den Vesterålen.

Es wurde nun zunehmend bewölkt und wir waren nicht sicher, ob wir hier bleiben sollten für die Polarlichter, da wir sie auch direkt von unserem Rorbuer in Sortland sehen würden. So fuhren wir langsam zurück, beobachteten den Himmel und hielten an schönen Eidsfjorden an, um Aufnahmen in der blauen Stunde zu machen. Es war ein äusserst lohnenswerter Stop, da das Wasser durch die lange Belichtung wie Silber aussah und die ganze Stimmung so schön friedvoll war.

Eidsfjord

Eidsfjord


Zurück im Rorbuer assen wir zu Abend (wow, mal nicht im Auto!!) und ich überprüfte von Zeit zu Zeit den Himmel auf Nordlichter. Und dann waren sie endlich da, die Polarlichter! Wir sprangen schnell in unsere Hosen und fuhren ein paar Kilometer bis wir die kleine Stichstrasse zu einem Museum erreichten, wo wir flugs das Auto parkierten und hinaus eilten. Sortland AuroraGerade als wir parat für die Fotos waren, kam ein Auto, ein Mann in elegantem Anzug stieg aus und kam auf uns zu. Er schaute uns an, grüsste freundlich auf Norwegisch und wir antworteten auf Englisch, dass wir hier Fotos vom Nordlicht machen wollten. Er sagte, er wäre der Eigentümer des Museums und dass er Gäste hätte, die einen Computer drinnen haben. Der Raum sei nicht verschlossen und er wollte nachschauen, wer nun da war und ob wir Einbrecher seien. Wir versicherten, dass wir nur auf der Jagd nach Nordlichtern waren, wir lachten alle und er sagte freundlich lächelnd “Welcome to Norway, enjoy your time” und fuhr wieder davon. Ja, dies ist Norwegen!!
Sortland Aurora

Sortland Aurora

So fotografierten und bewunderten wir die Nordlichter über dem Sortlandsund vom Ende des Wellenbrechers aus, was sehr schön war, aber es gab auch leider viele Lichter der Siedlungen entlang des Sunds. Es war aber trotzdem wieder eine tolle Erfahrung und Sichtung, die wieder mal viel zu schnell vorbei war. Wir kehrten zurück ins Rorbuer, als die Lichter nur noch schwach waren und gingen schnell schlafen. Es würde ja wieder eine sehr kurze Nacht für mich werden!

Highlight des Tages: die blaue Stunde am Eidsfjorden und die Auroras

Diashow:

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