Tsavo Ost – Galdessa Camp

Als wir um sieben Uhr zum Frühstück ins Restaurant gingen, wurden wir bereits von Paul erwartet, der uns – mal wieder – zusagte, dass die Bestätigung nach dem Frühstück für uns bereit wäre. Wir frühstückten wie gewohnt zusammen mit Joseph und waren nicht überrascht, als man uns mitteilte, dass der Drucker momentan nicht funktionieren würde. Doch als wir bereits alle Sachen im Landcruiser verstaut hatten, geschah doch noch das Wunder und wir erhielten eine Kopie der Email an Elvira, mit der Zusage der Erstattung. Wir verabschiedeten uns und machten uns auf den Weg zum Galdessa Camp, wo wir nun sechs Nächte bleiben sollten.

Die Fahrt zum Camp führte über ganz üble Wellblechpisten und wir bangten wieder um die Elektronik in unserem Equipment. Auf der ganzen Fahrt gab es so gut wie kein Wild und auch kaum Vögel. Einzig der kleine Pygmy Falcon hielt die Fahne hoch und präsentierte sich uns nochmal wie zum Abschied.

Rechtzeitig zum Mittagessen erreichten wir das Camp, wo wir von Duncan in Empfang genommen wurden. Es gab ein freundliches Willkommen mit feuchten Tüchern, einem Saft und einer kurzen Einführung. Das Camp liegt direkt am Galdena Fluss und die Tiere laufen hier frei ohne Zäune, wenn sie den Fluss überquert haben. Wir bekamen Zelt Nummer 4 mit der Bemerkung, dass es besonders romantisch sei und gern von den Elefanten besucht wird. Wir waren uns nicht ganz sicher, ob es sich hier um ein romantischen Ort oder um romantische Elefanten handelt!

Da die Elefanten und die Flusspferde sich frei bewegen, müssen wir mit Duncan Zeiten ausmachen, wann er uns vom Zelt abholen soll. Allerdings erschloss sich uns der Sinn der Begleitung nicht ganz, denn Duncan war nicht bewaffnet (womit denn auch…) und wir fragten uns, ob der Elefant durch ein “Buh!!” von Duncan zu beeindrucken sei…
Er brachte uns nun zum Zelt und es war ein richtiger Traum mit einem Hauch von “Out of Africa”: ein wunderschönes Zelt mit einem grossen Bett, zwei Nachttischen und draussen ein Tisch mit zwei bequemen Sesseln. Ausserdem gab es draussen noch eine Couch mit Tisch zum Ausspannen und mit Blick auf den Fluss. Das Badezimmer ist sehr geräumig mit einer Dusche (40 Liter), einem Waschbecken und einer separaten Toilette. Es gibt keinen Strom, das Licht wird über Solarpanel geliefert. Alles in allem eine tolle Unterkunft zur Entspannung.

Um ein Uhr holte uns Duncan zum Lunch ab und wir waren wieder sehr positiv überrascht: es gab Pasta und Hühnchen sowie ein sehr lecker gewürztes Brot – der Koch ist exzellent und es mundete hervorragend. Leider darf Joseph hier nicht zusammen mit uns essen:-(

Gegen 16 Uhr trafen wir Joseph und starteten unseren Game Drive, der aber irgendwie ohne das Game stattfand: die ganze Gegend war fast völlig leer, kein Wild, kaum Vögel. Die Elefanten hielten sich versteckt in Flussnähe auf und waren auch kaum zu sehen. In der Ferne sahen wir Dik-Diks, ein paar Antilopen und weit entfernt auf einem Baum sass ein Steppenadler. Das Licht der Nachmittagssonne war jedoch sehr schön und ich machte ein paar Landschaftsaufnahmen. Die ganze Fahrt über fuhren wir über üble Wellblechpisten – es reichte für heute! Nachdem wir auch den Sonnenuntergang nicht mehr erlebten, weil wir ins tiefer gelegene Camp zurück mussten, waren wir schon etwas entäuscht; gerade weil der Sonnenuntergang versprach, interessant zu werden durch eine tolle Wolkenbildung:(

Aber wir haben ja noch fünf Tage vor uns und so hielt die Entäuschung nicht lange an und wir freuten uns auf das, was noch kommen würde.

Duncan holte uns um 19:45 Uhr zum Abendessen ab und wir genossen eine Minestrone, Pasta und Rindfleisch mit Gemüse und Kartoffeln. Das Essen war wieder sehr schmackhaft und wir zogen uns zufrieden zum Zelt zurück, wo wir noch eine Weile auf den vom Vollmond beschienenen Fluss schauten.

Highlight des Tages: die Mondstimmung am Fluss

Tsavo Ost Fotos, Teil III: Tsavo Ost – Fotogalerien, Teil III

Vorschaufotos:

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