Tsavo Ost – Galdessa Camp

Wir standen um 6 Uhr auf, um nach dem Frühstück frühzeitig zu starten. Es war heute bewölkt und wir bekamen zunächst kein schönes Licht, aber es gab am Anfang auch keine Tiere.

Später an einem Flusslauf, der überwiegend trocken war, aber noch einige Wasserlöcher hatte, fanden wir dann einige Vögel: Nimmersatt, Kuhreiher, Graufischer, Silberreiher, Flammenkopf-Bartvögel, Kiebitze, einen Bienenfresser, Mausvögel um nur einige zu nennen. Die schönste Sichtung war aber sicherlich der junge Singhabicht, der es sich auf einem Baum in unmittelbarer Nähe zur Strasse gemütlich gemacht hatte. Wir konnten ihn ausgiebig bewundern und fotografieren – was für ein schöner Vogel!

Auf der Rückfahrt hatten sich dann auch die Elefanten und einige Büffel am Flussufer eingefunden. Ein kleines Elefantenbaby hatte sich zum Schlafen hingelegt und wurde von der Mutter und einem anderen älteren Tier bewacht – was für ein liebevolles, soziales Verhalten!

Um ein Uhr wurden wir von Duncan zum Mittagessen abgeholt – heute gab es glücklicherweise nur eine leichte Mahlzeit mit Salat, Schinken und Hühnchen.

Während des Game Drives am Nachmittag erkundeten wir eine andere Gegend, aber auch diese war absolut tierleer bis auf einige Dik-Diks und eine Gruppe Elefanten in der Ferne. Der Sonnenuntergang war dafür jedoch ein Schmaus für die Augen, denn die Sonne brach sich ihren Weg durch die Wolken und ging dann als Feuerball hinter den Bergen unter. Selbst der Kilimanjaro war als leichte Silhouette zu erkennen! Ein wunderbares Farbenspiel – das Warten auf dem Hügel hatte sich gelohnt.
Wir lernten mittlerweile, dass man im Tsavo Ost einfach nur Geduld haben musste und dann findet man immer etwas Interessantes. Es ist halt kein Zoo, wo man von Gehege zu Gehege geht! Es gibt zwar keine Tiere im Überfluss wie in Tanzania (was vielleicht auch an der Jahreszeit liegt), aber sie sind da und man muss nur das Auge für sie haben. Bei uns kommt noch dazu, dass wir die Vögel sehr lieben und für uns eigentlich immer etwas dabei ist. Nachdem wir im Laufe der Reise bemerkt hatten, dass fast alle (!) anderen Mitreisenden jeweils nur eine Nacht in der Unterkunft blieben und sich dann öfter bei den Lodgemanagern über die “fehlenden” Tiere beschwerten und für Vögel gar kein Auge hatten, fehlte uns etwas das Verständis. Diese Art zu Reisen hat etwas von “Kenias Nationalparks in 5 Tagen” und wenig mit Tierbeobachtung zu tun.

Nach dem Duschen sahen wir, dass der Mond bereits lange aufgegangen war und den Fluss wunderbar beleuchtete. Duncan holte uns ab und wir bauten hinter dem Restaurant das Stativ auf und probierten einige Fotos. Das Ergebnis war recht brauchbar und wir hofften auf den morgigen Abend, um noch ein wenig mehr auszuprobieren.

Das Dinner war sehr schmackhaft und ich habe sogar die Karottensuppe gegessen!

Highlight des Tages: der Sonnenuntergang und der junge Singhabicht

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