Tsavo Ost – Aruba Dam Lodge

Wir starteten wieder um 6:30 Uhr zu unserem morgendlichen Game Drive und wurden gleich von der aufgehenden Sonne empfangen. Zeit für ein paar klassische Landschaftsaufnahmen mit der Sonne hinter einem Akazienbaum!

Das Licht war heute morgen sehr weich und zart und die Vogelwelt war bereits putzmunter. Uns gelangen Fotos von einem etwas müde wirkenden Singhabicht, den quirligen Glanzstaren, Finken, Fiskalwürgern, einem Drongo, einem Graulärmvogel, einem kletternden Rotschnabeltoko und von einem liebevollen Starweberpaar. Etwas weiter entfernt lief ein Wiedehopf auf der Nahrungssuche über den Boden und auch Barbets konnten wir entdecken.

Die Säugetiere waren mit Grant-Gazellen, Elefantenherden und einer einsamen Gepardendame vertreten, die hoch aufgerichtet in der Ebene nach potentieller Nahrung Ausschau hielt.

Wir erreichten schliesslich den Airstrip in der Nähe des Voi Gates, wo wir eine Frühstückspause einlegten. Die Box mit dem Frühstück war reichlich gefüllt und auch ein kaltes Würstchen durfte nicht fehlen!

Mit gut gefüllten Mägen fuhren wir am Gate vorbei, wo Joseph eine neue Telefonkarte für sein Mobiltelefon kaufte und somit wieder erreichbar war. Elvira rief wenig später an und konnte einen Teilerfolg vermelden: es waren Manager aus Mombasa gekommen und sie konnte sich mit ihnen darauf einigen, dass wir zwei Tage vorher abreisen können und das Geld für die Übernachtungen erstattet bekommen. Wir sollten nur für alle Fälle eine schriftliche Bestätigung einfordern. Wir versprachen das und dankten Elvira für ihre tolle Unterstützung.

Wir setzten unsere Fahrt fort und bewunderten die schöne Landschaft mit ihren Ebenen, Hügeln, dem roten Sand und der Vegetation. An einem Wasserloch war gerade Elefantenbadezeit und es hat Spass gemacht, den grossen und kleinen Elefanten beim Bad und dem anschliessenden Rubbeln an einem Baum zuzusehen!

Zurück in der Lodge sprachen wir dann mit Paul, dem Manager aus Mombasa, der sein Bedauern äusserte und uns ebenfalls zusagte, die Kosten für die Übernachtungen über das Büro in Mombasa zu erstatten. Er würde gleich ein Email an Elvira schicken, uns dasselbige ausdrucken und nach dem Lunch würde es bereitliegen – was nicht der Fall war…

Nichtsdestotrotz genossen wir sehr unserem Game Drive am Nachmittag, der zwar nicht viele Tiere brachte, aber dafür ein Highlight: der kleine Zwergfalke hatte kurz zuvor einen Vogel geschlagen und sass mit seiner Beute in einem Busch direkt am Strassenrand. Er liess sich beim Verzehren nicht stören und uns gelangen schöne Fotos dieses wunderschönen, kleinen Kerls. Wir verbrachten eine gute halbe Stunde mit ihm, wobei er uns zwar im Auge behielt, aber überhaupt nicht beunruhigt war. Sein Essen hatte ganz klare Priorität!

Das Licht wurde schnell warm und die Landschaft wurde wieder fotogener. Die Sonne ging als roter Ball zwischen zwei Wolkenbändern unter – leider hatten wir keinen attraktiven Baum als Kulisse und mussten mit einem Busch vorlieb nehmen, was aber trotzdem sehr schön war. Eine tolles Schauspiel!

In der Lodge fragten wir Paul nach unserer Bestätigung, die noch nicht bereit war. Aber nach dem Abendessen sollte sie ganz bestimmt da sein – war sie nicht. Paul war mittlerweile beim Tanzen, aber man wollte sie uns aufs Zimmer bringen. Auch das geschah bis 22 Uhr nicht und Gerd ging etwas aufgebracht zur Rezeption und wurde auf den nächsten Morgen vertröstet.

Highlight des Tages: der Zwergfalke und der Sonnenuntergang

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