Tiere und Wüste

Platinum HeritageHighlight reiht sich an Highlight und heute stand unser halbtägiger Ausflug in die Wüste an. Wir wurden um kurz vor sieben Uhr pünktlich von Eric von Platinum Heritage abgeholt und fuhren zunächst nach Downtown, um noch vier weitere Gäste abzuholen. Dann ging es rasch stadtauswärts, wo wir kurz an einer Kamelrennbahn anhielten, wo gerade ein Rennen stattfand. Gerd mit RötelafalkeDas sah schon lustig aus, wie die Kamel fast gemächlich die Piste entlang liefen und von zahlreichen Luxuskarossen auf beiden Seiten begleitet wurden. Eric erklärte, dass die Jockeys durch hochtechnische Jockeyroboter ersetzt wurden, die per Sprachsteuerung aus den Autos befehlt werden. Also der Roboter treibt das Kamel auf Kommando aus dem Auto an…. lustig:)

Bald darauf erreichten wir unser Ziel in der Wüste und stiegen auf die schicken, alten Landrover aus den 50er Jahren um. Sandra WüstenuhuNach einer kurzen Fahrt durch den Wüstensand kamen wir im Camp an. Wir wurden mit einem Schluck arabischem Kaffee empfangen (den ich furchtbar fand…) und gingen weiter zur Falknerei. Rebecca, eine sehr sympatische Falknerin, begrüsste unsere Gruppe und wir nahmen auf Kissen auf dem Teppichboden Platz. Sie erklärte zunächst einiges über die Falknerei und stellte ihre hübschen Wüstenfalken (Falco pelegrinoides) vor. RebeccaDas meiste kam uns sehr bekannt vor, aber dennoch war alles sehr interessant und die Falken wunderhübsch. Rebecca demonstrierte anschliessend das Jagdverhalten am Federspiel, an dem eine (tote) Wachtel befestigt war. Hier in Arabien sind die Greifvögel sehr verwöhnt, bekommen nur das beste Essen, besitzen einen Reisepass und fliegen First Class mit einem eigenen Ticket:)

Der nächste Vogel war zu meiner grossen Begeisterung ein Wüstenuhu (Bubo ascalaphus) – wäh wäh:) WüstenfalkeDie hübsche Eule war sehr kooperativ und flog zwischen ihrem Ansitz und uns hin und her. Ausgerüstet mit einem Falknerhandschuh war das ein Riesenspass und gerade ich hatte viel Spass an der Eule, weil sie mich doch sehr an meinen kleinen Waldi erinnerte. Der nächste gefiederte Kandidat war ein quirliger, junger Rötelfalke (Falco naumanni), der abwechselnd auf unseren Köpfen oder Handschuh landete. Ein wunderhübscher kleiner Kerl, der uns viel Freude bereitete. Wüstenuhu

Als letztes holte Rebecca nochmals einen jungen Wüstenfalken, der sich gerade in der siebten Trainingswoche befand. Die junge Dame flog aber schon sehr gut und mir gelangen trotz der hohen Geschwindigkeit einige schöne Flugaufnahmen, über die ich mich sehr freute. ae20160110098Alles in allem war es eine tolle Vorführung, durch die Rebecca auf sehr sympatische und kompetente Art führte.

Nach einem kurzen Plausch gingen wir zurück ins Camp, wo das Frühstück, bestehend aus verschiedenen Pfannkuchen und Kaffee sowie Limonaden, bereit war. Wir waren ziemlich glücklich nach den Greifvögeln und genossen das Frühstück, bevor es vor das Tor zum Kamelreiten ging. Ich konnte es echt nicht glauben, dass wir mal auf einem Kamel reiten würden und es war auch ein seltsames Gefühl, als sich das Tier aufrichtete und wir aus circa zwei Metern in die Wüste schauten. KamelreitenWir drehten zwei Runden und nach einer Runde hatte ich mich bereits an das Geschaukel gewöhnt und konnte die nächste Runde richtig geniessen:)

Nun stand das zweite Highlight an: die weissen Arabischen Oryxe (Oryx leucoryx) in der Conservation Area! Diese hübschen, an die Wüste angepassten Antilopen, sind die kleinste aller Oryx-Arten; sie haben eine Schulterhöhe von etwa 80 bis 100 cm und wiegen bis zu70 kg. Platinum HeritageNach kurzer Fahrt konnten wir bereits am Horizont zwischen den Dünen eine Herde “weisser Flecken” ausmachen und waren begeistert über rund 30 Tiere mit drei sehr jungen Jungtieren. Die Kleinen waren total niedlich und die grossen Oryxe standen sehr malerisch auf den Dünen gegen den blauen Himmel. Was für ein toller Anblick und wir waren ein weiteres Mal sehr glücklich:) Arabischer Oryx (Oryx leucoryx)Rund 20 Minuten konnten wir die hübschen Antilopen bewundern und dann ging es zurück zum Parkplatz und schliesslich nach Dubai. Ein toller Ausflug und wir verabschiedeten uns herzlich von Eric.

Im Hotel ruhten wir uns eine Weile aus, assen zu Mittag und ich schrieb anschliessend am Reisebericht und bereitete Bilder auf. Gegen 16 Uhr machten wir uns schliesslich mit dem Taxi auf den Weg zum Strand, um den Burj Al-Arab zu fotografieren. Burj Al-ArabDieses Gebäude ist ein weiteres architektonisches Highlight in Dubai. Es ist mit einer Höhe von 321 Metern das vierthöchste Hotel der Welt und zudem das einzige 7-Sterne Hotel. Mich fasziniert allerdings mehr die segelförmige Form als das Hotel:)

Burj Al-ArabWir liessen uns am Meer nieder und genossen den warmen Wind und den Blick auf den persischen Golf. Der Sonnenuntergang war leider etwas bewölkt, aber die Spiegelung des Burj Al-Arab im nassen Sand machte mir dafür umso mehr Freude. Leider geht die gute Fotozeit immer viel zu schnell vorbei und wir liefen vor zur Hauptstrasse, um ein Taxi anzuhalten.
Wir assen ein weiteres Mal sehr lecker indisch zu Abend und wir liessen den Tag langsam ausklingen.

Highlight of the day: die weissen Oryxe

Diashow:

F a c e b o o k