Tarangire Nationalpark Tag 1

Wir frühstückten wieder zeitig und um 9 Uhr holte Steven uns ab: heute ging es für drei Tage in den Tarangire National Park. In Arusha trafen wir Steven´s Boss Aafeez, der uns noch ein paar Infos gab und viel Spass wünschte. Ausserdem stiess noch Paul zu uns, der ab jetzt für unser kulinarisches Wohl sorgen sollte. Der kleine Anhänger wurde an den Landcruiser gehangen und es konnte losgehen.

Wir passierten die Ardai Plains und legten beim Meserani Snake Park einen Besuchsstop ein. Dort konnten wir alle gefährlichen und ungefährlichen Schlangen Ostafrikas bewundern und die einzelnen Tiere wurden uns von einem kundigen Guide erklärt. Zum Schluss durften wir noch eine kleine Schlange halten – faszninierende Tiere! Ein Maasai Cultural Heritage Museum gehörte auch dazu und wir wurden von einem Guide sanft zu einem Besucht überredet… Letztendlich war es recht interessant, einen Einblick in das Leben der Maasai zu bekommen, wenn es auch für uns sehr, sehr fremd und teilweise auch schwer verständlich ist. Der Maasai, der uns führte, war ein hochgewachsener und unglaublich stolzer junger Mann – eine tolle Ausstrahlung. Der Ausgang liegt in einem (künstlichen?) Maasai-Dorf, wo wir sofort von Frauen umringt wurden, die etwas verkaufen wollten. Das sind genau die Situationen, in denen wir uns total unwohl fühlen und wir suchten recht schnell den Weg zurück zu Steven. Das reicht dann auch an menschlicher Kultur für diese Ferien…

Nach etwa 90 Minuten Fahrt erreichten wir die Zion Campsite einige Kilometer vor dem Parkeingang gelegen. Mit Hilfe der Jungs von der Campsite war unser schönes geräumiges Zelt schnell aufgebaut und auch Paul´s Küche eingerichtet. Unser Zelt hat zwei Feldbetten mit Matratze, einen Tisch und sogar einen kleinen Spiegel – wir mussten lachen, als Paul diesen aus dem Fass zauberte und in das Zelt trug! Erstaunlich, was die Jungs so alles aus den Kisten und Fässern zu Tage förderten – es fehlte an nichts! Die Campsite an sich ist recht schön gelegen mit vielen Schatten spendenden Bäumen und einem gedeckten Rastplatz mit einer kleinen Bar, wo man Wasser und Softdrinks kaufen konnte. Lediglich die sanitären Anlagen waren etwas gruselig und wir versuchten, diese Aktivitäten auf die Toiletten am Eingang des Parkes zu verlegen. Duschen war aber ganz okay. Überhaupt waren wir vom Zustand der sanitären Anlagen innerhalb der Parks sehr positiv überrascht und begeistert.

War es in Arusha noch angenehm warm gewesen, war es hier im Tarangire erheblich heisser. Es war aber eine trockene Hitze, so dass wir gut damit klar kamen.
Nach dem Lunch machten wir dann unseren ersten Game Drive im Tarangire National Park. Kurz nach dem Eingang begrüssten uns die ersten Braunbauch-Flughühner, Gelbkehlfrankoline sowie Impalas und es dauerte nicht lange, bis wir im Tarangire River einen Elefanten auf der Suche nach Wasser fanden. Während der Pirschfahrt begegneten wir noch vielen Elefanten, die auch Jungtiere dabei hatten sowie viele Impalas, Giraffen, Büffeln, Frankoline und herzig posierende kleine Dik-Dik´s. Zum Abschluss des Tages gab es noch ein wunderschönes Abendlicht, das die Boababbäume des Parks golden leuchten liess. Ein würdiger Abschluss dieses Tages im Park. Der Abend verging recht zügig – Paul hatte toll gekocht und uns vertrieben die vielen fliegenden Käfer schnell ins Zelt, wo wir früh ins Reich der Träume hinüberschlummerten.

Highlight des Tages: das Dik-Dik

Fotogalerie: Tarangire National Park

Vorschaufotos:

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