Sonne!

Ich war geradezu fassungslos, als nur zwei Stunden später der Wecker klingelte und ich einen klaren Himmel aus dem Fenster erblickte! Also flugs in die Klamotten und wieder heraus in den Sturm, der mit unverminderter Stärke tobte.

Ich fuhr nur eine kurze Strecke aus Henningsvær hinaus, bis ich einen grossen Felsen mit einem schönen Blick hinüber auf die Berge von Vestvågøy fand. Der Wind war immer noch unglaublich stark und ich hatte grosse Schwierigkeiten, das Stativ und den Grauverlauffilter während der Fotos zu sichern. Ich musste sehr vorsichtig und sorgfältig arbeiten, damit die Aufnahmen nicht verwackelten oder das Stativ umfiel. Als die blaue Stunde vorbei war, ging ich kurz zurück ins Auto, um mich etwas aufzuwärmen. Und dann erleuchtete die Sonne wunderschön die Berge von Vestvågøy. Was für eine Wohltat für Augen und Seele! Nach ein paar Aufnahmen war ich neugierig, wie der kleine See aussehen würde. Ich war sehr überrascht, viele frische Eisschollen am Ufer vorzufinden – in nur drei Stunden! Der Tidenhub und der Wind waren offensichtlich ein gutes Team. Ich machte ziemlich erfreut ein paar Fotos und fuhr zum gemeinsamen Frühstück mit Gerd zum Rorbuer zurück, wo ich ihn mit einem breiten Lächeln im Gesicht begrüsste.

Nach dem Frühstück fuhren wir zum Strand nach Haukland. Leider hatten die Berge auf dieser Seite nicht so viel Schnee mitbekommen, aber es war zumindest wieder ein Hauch von Winter sichtbar. Die Kontraste waren sehr hoch, aber ich genoss es trotzdem eine Stunde lang sehr, die Felsen und ihre Strukturen zu entdecken. Wir fuhren weiter nach Uttakleiv, wo die herein kommende Flut die runden Steine attraktiv umspülte. Ich suchte nach einem ansprechendem Bildaufbau und war schliesslich ziemlich zufrieden mit den Fotos auf dem Display. Beharrlichkeit zahlt sich eben doch aus…

Wir assen unsere Mittags Sandwiches am Sandstrand von Haukland und fuhren danach hinüber zum Rolvsfjord, der sich als mein Lieblingsfjord der nördlichen Lofoten entpuppte. Es ist ein sehr ruhiger und attraktiver Fjord und ich finde dort immer wieder etwas neues Interessantes. Leider wurde das Sonnenlicht immer fahler und wir machten die letzten Fotos des Tages in der Nähe der Gimsøystraumen Brücke und der untergehenden Sonne über Vestvågøy.

Schliesslich kehrten wir zum Rorbuer zurück, weil die Farben sehr bedeckt blieben, assen zu Abend und genossen einen ruhigen Abend. Leider gab es wieder keine Hoffnung auf Polarlichter – die Vorhersage war schlecht und es schneite.

Highlight des Tages: der Sonnenaufgang

Diashow:

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