Sani Pass – Lesotho

Sani PassAls ich um kurz nach sechs Uhr aus dem Fenster schaute, wurde ich zu meinem grossen Entsetzen von dem dicksten Nebel, den ich je gesehen habe, begrüsst! Border Viele Tiere wie Wasservögel, die Ibisse und die Zebras waren bereits unterwegs, aber es gab so gar keine Hoffnung auf gutes Morgenlicht. Wie Schade das mal wieder war – es scheint, als hätte ich in diesen Ferien nicht viel Glück mit Sonnenaufgängen!

So trotteten wir hinüber zum Club House, wo das Frühstück serviert wurde. Es gibt eine Auswahl an Englischem Frühstück mit Varianten für die “Not so hungry”, “The hungry” und “The very hungry”:)Es besteht aus Currybohnen, gegrillter Tomate, Ei nach Wahl, Speck und Schweinewürstchen. Pied KingfisherVerschiedenes Müsli, Joghurt, und ein frischer Obstsalat steht zur Selbstbedienung zur Verfügung sowie Säfte, Toast und Marmelade mit Butter.

Wir waren pünktlich um halb zehn Uhr parat für unsere Tour auf den Sani Pass an der Grenze von Lesotho und Südafrika auf 2873 Meter Höhe. Sani PassEs gab noch vier weitere Leute im Auto: ein nettes Paar aus den USA/Singapur sowie Dick, ein Südafrikaner, der mit seinem Gast Lona aus England unterwegs war. Die Passstrasse ist recht abenteuerlich, gelinde ausgedrückt! LesothoEs ist ein pure 4×4 Strecke mit sehr rauen Abschnitten. Eigentlich ist die Strasse mittlerweile gut zu befahren, aber es gibt immer noch viele sehr schwierige und wilde Passagen.

Wir hielten unterwegs für einige Fotos an und erreichten bald die Grenzstation der Südafrikaner, die sich acht Kilometer vor dem Gipfel in Lesotho befindet. LesothoUnser Guide nahm die Pässe, wir gingen alle zusammen zum Schalter, wo sie zur Ausreise abgestempelt wurden. Das Kuriose ist, dass die Grenzstation von Lesotho hoch oben auf dem Pass ist und nicht direkt hinter dem südafrikanischen Grenzposten. Wir nahmen alle wieder im Auto Platz und der wildeste Abschnitt der Reise begann. Der letzte Teil ist der steilste und es braucht 14 mega enge Haarnadelkurven bis ganz nach oben aufs Plateau. Die mehr als atemberaubenden Aussichten zurück ins Tal und über die Passstrasse waren spektakulär und es machte Spass, zuzuschauen wie andere 4×4 Autos den Pass hoch schlichen.
Sani Pass
Als wir die Grenze erreichten, nahm unser Guide erneut die Pässe und liess sie von den Beamten in Lesotho gleich für die Ein- und Ausreise stempeln. Wir fuhren ein paar Kilometer weiter zu einem winzigen Dorf, wo wir in eine der einheimischen Hütten von Alina, einer jungen Dame aus Lesotho, eingeladen wurden. LesothoSie war heute innerhalb der Kommune für das Brot zuständig, das in einem Erdofen gebacken wird und ebenso lecker ist, wie das selbst gebraute Bier. LesothoDie ganze Atmosphäre war sehr entspannt und nicht so touristisch wie in anderen Touristenregionen der Welt. Sie verkaufte natürlich auch handgefertigte Ware und wir kauften ihr einen kleinen Besen ab, den wir ebenso gut als Fliegenklatsche einsetzen können:)Wir bezahlten den kleinen Besen und gaben ihr noch eine kleine Spende. Ich fühlte mich vom Schicksal mit unserer Lebensweise verwöhnt im Gegensatz zu dem harten, entbehrungsreichen Leben von Alina und eigentlich sollten wir alle dafür viel öfter Dankbarkeit zeigen.

Lesotho rsa20150517045Wir fuhren schliesslich zurück zum Pass und kehrten in den Pub ein, um dort zu Mittag zu essen. Wir waren aber nicht allzu hungrig und bestellten nur ein Sandwich und eine Suppe. Der Blick den Pass hinunter und über die Berge war unfassbar atemberaubend und wir hatten nun zumindest mal im am höchsten gelegenen Pub Afrikas gespeist:)

Viel zu schnell war es schon wieder Zeit für die Rückfahrt nach Underberg! Die nun ersten 14 steilen Kurven waren bergab umso abenteuerlicher, doch wir hatten alle viel Spass dabei und unser Guide war ein sehr gute Fahrer. Wir haben uns zu keiner Zeit in seiner Obhut unsicher gefühlt. ShrikeNach etwas mehr als einer Stunde und dem Passieren der südafrikanischen Grenze, erreichten wir wieder unsere Lodge. Wir verabschiedeten uns von allen, gaben unserem Guide ein wohlverdientes Trinkgeld und kehrten ins Apartment zurück. SunsetDas Licht war noch relativ gut und Gerd jagte dem Tierleben hinterher während ich einen guten Standpunkt für Landschaftsaufnahmen suchte. Doch das Licht war heute Nachmittag etwas fahl und ich gab schnell enttäuscht auf, aber Gerd gelangen einige schöne Aufnahmen des Graufischers am See.

Leider zog kurz nach Sonnenuntergang erneut schnell Nebel auf und wir konnten keine Sternenfotos machen. So assen wir zu Abend (Boerewors und frischen Salat), ich schrieb am Reisebericht und dann fielen wir nach einem warmen Bad in die Federn.

Highlight des Tages: die Sani Pass Tour

Diashow:

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