Rosa Flysch

Ich war schon früh munter und entschied mich, die fünf Kilometer rüber nach Zarautz zu fahren. Ich parkierte das Auto in Strandnähe und hatte fantastische 90 Minuten im ersten Licht des Tages. Die langen Belichtungen machten die Fotos mehr rosa als es war, aber mir gefiel der Effekt und ich filterte nicht dagegen.

Zurück im Hotel, gingen wir zum Frühstücksraum und mir fiel ein, dass ich etwas im Zimmer vergessen hatte. Beim Zurückgehen machte ich eine ungeschickte Bewegung und knallte mit dem Ellbogen gegen die Türklinke – aua!!!! Ich hatte mehr als eine Träne in den Augen und der Schmerz hielt eine ganze Zeit an, so dass wir nach dem Frühstück eine Apotheke aufsuchten und Schmerzgel kauften. Das Frühstück wurde liebevoll von der älteren Dame mit Hilfe ihres Gatten serviert und bestand aus Nespresso Kaffee, spanischen Schinken, selbstgebackenen Kuchen, Brot, Marmelade und frischem Orangensaft.

Die Dame in der Apotheke war sehr hilfsbereit und verkaufte uns Ibuprofen Schmerzgel und eine Elastikbinde, so dass der Schmerz nach ein paar Stunden etwas nachliess, sich aber trotzdem eine schöne Beule bildete. Die Gangschaltung zu bedienen war nicht so einfach, aber es ging und wir starteten unseren Tagesausflug. Wir wollten heute ausserhalb des Hochwassers den schönen Flysch finden und wir fuhren die paar Kilometer nach Zumaia. Es war eine gute Wahl und wir fanden den attraktiven Flysch am Strand von Zumaia während die Flut gerade abfloss. Der Flysch ist hier sehr dicht, wird aber leider durch einen Betonpfad unterbrochen, der aber am Anfang noch vom Wasser verdeckt wurde – Glück gehabt! Wir machten ein paar Fotos und gingen erstmal etwas zu Mittag essen, da wir zu Sonnenuntergang nochmals zurückkehren wollten. Wir fanden am Ende des Ortes ein nettes kleines Restaurant, das ein gutes und günstiges 3-Gang Tagesmenü anbot. Dazu Txakoli und es war perfekt:)

Wir waren rechtzeitig zum Sonnenuntergang zurück, als das rosa Abendlicht den Flysch in eine wunderfarbe Farbe tauchte. Drei weiter spanische Fotografen kamen noch dazu; diese Gegend in Spanien ist wirklich ein Magnet für gute Fotografen und wir haben noch nie so viele professionelle Fotografen an einem Ort getroffen wir hier im Baskenland generell. Der Flysch zeigte sich in aller Schönheit und wir genossen die Zeit am Strand in vollen Zügen bis es dunkel war. Was für ein schöner Anblick und Fotogelegenheit!

Wir fuhren glücklich und zufrieden zurück nach Getaria, wo wir in derselben Bar wie gestern einen Txakoli trinken gingen. Es war ein grosses Hallo und Pedro lud uns ein, einen anderen leckeren Wein zu probieren. Fast schon wie Freunde, wenn man öfter als einmal kommt – sehr freundliche, offene Menschen!

Es war ein langer und auch schmerzhafter Tag und wir gingen zeitig zurück ins Hotel. Ein kurzes Bad im Jacuzzi, nochmal das Schmerzgel und wir gingen schlafen. Ein weiterer schöner Tag lag ja bereits vor uns!

Highlight des Tages: der Flysch von Zumaia

Fotogalerie:

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