Ribeira da Janela

Ich stand kurz vor sieben Uhr auf und fuhr 20 Minuten bis zum Strand von Ribeira da Janela, wo sich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Nordküste befindet: Neptune’s finger cliffs, eine Ansammlung markanter Felsen im Meer, die aus einer bestimmten Perspektive wie Finger aussehen.

Ich kam ein wenig zu spät, denn der Himmel im Osten färbte sich bereits rot, aber ein paar stimmungsvolle Aufnahmen gelangen mir dennoch. Die Wellen waren recht hoch an diesem Morgen und ich passte auf, nicht zu nah ans Wasser zu geraten. Der Anblick der Felsen ist spektakulär und ich versuchte mich an verschiedenen Ansichten, die ich an den nächsten Tagen probieren konnte. Ich blieb, bis nach Sonnenaufgang das Licht schnell zu hart wurde. Es überraschte mich ein wenig, dass hier das schöne warme Morgenlicht bereits nach wenigen Minuten vorbei ist; das muss an der doch schon recht südlichen Lage Madeiras liegen.

Ich fuhr zurück und wir genossen ein entspanntes Frühstück im Haupthaus. Das Wetter war noch immer leicht unbeständig und ich wollte es nach den Herzproblemen auch noch etwas langsamer angehen, so dass wir diesen Morgen ausschliesslich zum Location scouting benutzten. Wir assen im Restaurant Caravela am Strand von São Vicente zu Mittag, das wir bereits vor zwei Jahren besucht hatten. Der Fisch dort ist immer frisch und schmackhaft zubereitet – die Portionen sind einfach nur gigantisch!

Nach diesem nicht gerade leichten Mittagessen wollten wir uns die Füsse vertretewn und fuhren hinauf zur Paul da Serra, um eine kurze Levadawanderung zu machen. Levadas sind die für Madeira typischen Bewässerungskanäle und viele Wanderungen führen an ihnen entlang durch Lorbeer- und Eukalyptuswälder. Diese Levada war nur 20 cm breit und wand sich durch dichte Ginsterbuschvegetation, die nicht typisch ist für Madeira, aber die andersartige Kargheit der Ebene Paul da Serra kennzeichnet.

Leider waren die Passatwolken nicht tief genug für den Zauberwald im Fanal und wir fuhren die kurze Strecke zurück nach Porto Moniz, um in einer kleinen Bar ein Glass Wein zu trinken, bevor wir wieder zu den Felsen von Ribeira da Janela fuhren. Der Himmel sah dramatisch aus mit vielen Wolken und die Wellen kamen relativ hoch hinein, was beides von Vorteil für stimmungsvolle Fotos war. Leider war das Wasserkraftwerk am Ende des Flusses stark beleuchtet und die Lichter warfen einen orangefarbenen Ton auf das Wasser und die Felsen. Schade, aber es gelangen uns immerhin einige schöne Fotos!

Es war schon spät, als wir am Apartment ankamen und so assen wir nur noch einen leichten Snack und schliefen zufrieden ein.

Highlight des Tages: der Abend bei Neptun’s finger cliffs

Fotogalerie: Madeira Fotogalerie 2012 – Teil II

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