Red Dunes Lodge – der erste Sonnenuntergang

Der Flug war letztendlich sehr schnell und wir landeten in Windhoek 20 Minuten vor der geplanten Ankunftszeit. Dank der Business Class waren wir unter den ersten, die die Maschine verlassen konnten und auch mit bei den Ersten am Visaschalter. Das ist wirklich ein Vorteil, denn sonst kann die Wartezeit am Schalter schon recht lang werden. Wir nahmen unser Gepäck in Empfang und ich ging direkt zum MTC Shop, um eine SIM Karte für mein Smartphone zu kaufen. Ich kaufte diesmal nur 300 MB, aktivierte den Datentarif und fand heraus, dass es auch diesmal nicht auf Anhieb auf meinem HTC Smartphone funktionierte, während der junge Mann neben mir mit seinem Samsung überhaupt keine Probleme hatte. Ich war ein wenig frustriert und wir gingen zurück in die Ankunftshalle, um nach Frank Ausschau zu halten. Er ist sehr gross und nicht zu übersehen, aber da war kein Frank. Hmmm, ich rief ihn auf seinem Handy an und es stellte sich heraus, dass er uns erst morgen erwartet hatte. Aber kein Problem, er war 20 Minuten später da und wir freuten uns über das Wiedersehen. Wir unterhielten uns angeregt, während wir nach Windhoek zu seinem Büro fuhren, die Papiere ausfüllten und den Hilux SRX 4×4, einen grossen, 5.30 Meter langen Turbo Diesel übernahmen. Ich war mit meinem “Panzer” ziemlich happy und wir starteten unsere Reise. Wir hielten erst an einer Tankstelle und betankten den Hilux mit 150 Liter Diesel und fuhren weiter zu einem Einkaufszentrum, wo wir Getränke und Wein kauften und im MTC Shop vorbeischauten. Leider war heute Feiertag und die Leute im MTC Shop konnten mir mit meinem Smartphone Problem nicht weiterhelfen, da sie nicht voll besetzt waren. Schade.

Wir liessen nun Windhoek auf der B1 Richtung Rehoboth hinter uns. Wir erreichten unsere erste Unterkunft, die Kalahari Red dunes Lodge, nach 230 Kilometern und ein wenig mehr als 2 Stunden Fahrzeit auf der Teerstrasse. Wir wurden freundlich von zwei Erdmännchen, Toffie und Gertruida, sowie den Managern Cilas und Johan empfangen, bekamen einen Welcome Drink offeriert und gingen zu unserem Zelt “Nyala”, nachdem wir das Registrierungsformular ausgefüllt hatten. Was für eine tolle Lage es ist hier! Unser Zelt ist gross mit einer Wohnecke, einem Schlafzimmer und einem grossen Badezimmer. Zusätzlich hat es noch eine Aussendusche, die aufgrund der Lage am Rand nur unser Zelt hat – sehr schön! Draussen gibt es eine schattige Terrasse mit einem Tisch, zwei Stühlen und einer Hängematte mit einem fantastischen Blick über die Kalahari und auf die Dünen. Sie sind in diesem Teil der Kalahari sind noch nicht sehr hoch und bauen sich erst auf dem Weg nach Norden auf, wo sie in Botswana gewaltige Höhen erreichen. Trotzdem ist die Landschaft hier sehr reizvoll mit dem roten Sand und den Akazienbäumen.

Wir sassen bei einem Glas Wein auf der Terrasse als mich ganz plötzlich diese verdammte Pollenallergie traf – genau wie letztes Jahr, als wir beim Kalahari Farmhouse waren! Es muss hier ein spezielles Gras wachsen, das mir Mühe macht, und meine Augen waren innerhalb von 10 Minuten geschollen. Ich nahm eine Anti-Histamin Tablette, die glücklicherweise ihren Job tat und mir ging es nach einer Stunde wieder besser. Die gute Nachricht war, dass mein Smartphone sich plötzlich mit dem Internet verbinden konnte und somit auch hier alles im grünen Bereich war. Wir duschten und machten ein Nickerchen bevor wie die anderen Gäste zur Sundowner Tour trafen. Schnell sahen wir die ersten Elandantilopen und Springböcke sowie Impalas und Erdmännchen. Die Fahrt dauerte 90 Minuten und nach einer Stunde fing mein Fotografenherz an zu bluten, als das Licht schön weich wurde, wir aber keine Stops machten, um fotografieren zu können. Wir erreichten dann die Düne für den Sundowner und die Sonne stand bereits kurz vor Sonnenuntergang. Wir machten ein paar schnelle Aufnahmen und schon verschwand die Sonne unter dem Horizont. Wir tranken ein Glas Wein bzw. eine Flasche Bier und fuhren dann zurück zur Lodge. Der Himmel war nun tiefrot und mir gelangen noch ein paar Aufnahmen von Akazienbäumen vor dem roten Himmel. Ich liess die Kamera, wo sie war, weil ich noch Fotos für Sternspuren später machen wollte. Ich startete den Timer, als wir zum Abendessen gingen und genossen ein fantastisches Essen, das von Oubaas zubereitet wurde, der auch im Service arbeitet. Es gab eine Kürbiscremesuppe und als Hauptspeise gefüllte Kürbisse, Karotten, Reis und Geschnetzeltes vom Oryx als Buffet. Es war köstlich, vor allem das Oryx Fleisch. Nach einem leckeren Nachtisch gingen wir früh zurück zum Zelt, da wir nun ziemlich müde waren. Ich holte die Kamera rein und duschte kurz, bevor wir müde ins Bett sanken.

Highlight des Tages: die Rundfahrt auf der Farm mit den Tieren und dem schönen Sonnenuntergang

Fotogalerie: Namibia 2012 – Kalahari Fotogalerie

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