Mesosaurus Camp – Der Rausch der Köcherbäume geht weiter…

Der Wecker klingelte um fünf Uhr und wir standen direkt ohne zu Zögern auf. Es war nun wirklich sehr kalt, es muss um den Gefrierpunkt herum gewesen sein und wir zogen alle warmen Kleidungsstücke an, die wir hatten. Wir fuhren hinaus zum Bushcamp und von da aus noch ein paar hundert Meter weiter den 4×4 Track entlang, bis wir einen Ort mit vielen Köcherbäumen erreichten. Das sanfte Morgenlicht vor Sonnenaufgang war fantastisch und wir hatten viel Spass beim Fotografieren, trotz der Kälte. Die unglaubliche Anzahl an Köcherbäumen war überwältigend und es war fast schon schwierig, sich auf eine Bildkomposition zu konzentrieren. Wir genossen die Zeit des Sonnenaufgangs aus vollen Zügen und fuhren um halb acht Uhr zurück zum Chalet zum Frühstück. Hendrik war schon da und begrüsste uns mit einer schönen heissen Tasse Kaffee, die wir sehr gern entgegen nahmen. Es war immer noch sehr kalt, aber die Luft erwärmte sich langsam in der Sonne. Hendrik bereitete uns ein leckeres Omelette mit Käse und Schinken zu, dazu gab es Cornflakes, Toast, Joghurt und Früchte. Alles war perfekt und wir waren ziemlich froh, diese Unterkunft ausgewählt zu haben – sonst hätten wir diese netten Menschen nie kennen gelernt.

Nach dem Frühstück unterhielten wir uns noch eine Weile mit Hendrik über das Leben in Namibia und der Schweiz und holten ein wenig Schlaf nach, bevor wir Giel in seinem Haus besuchten. Aus unerklärlichen Gründen war mein Laptop Akku leer und wir fragten ihn, ob wir ihn bei ihm kurz laden könnten. Er sagte, kein Problem und wir fuhren auf die andere Seite zum Haus von Hendrik, wo wir seine Frau Linn und seine beiden kleinen Söhne trafen. Linn war sehr hilfsbereit und trug meinen Laptop in die Küche, wo er laden konnte, während sie uns eine Farmführung anbot. Sie hoffte, uns die Erdhörnchen zeigen zu können, aber es war ihnen offensichtlich zu kalt und sie verschwanden alle in ihren Löchern. Wir hatten kein Glück, dankten ihr aber für ihre HIlfe und fuhren zurück zu der Stelle, wo die Fossilie mit den hübschen Füssen lag und machten noch ein paar Fotos. Zurück am Chalet, assen wir in der warmen Sonne eine Kleinigkeit zu Mittag und fuhren nochmals den 4×4 Trail, nachdem wir unseren Laptop wieder abgeholt hatten. Wir liessen uns diesmal viel Zeit, machten ein paar Fotos und genossen die Landschaft mit den Köcherbäumen. Die Flusskreuzung war diesmal kein Problem und wir fuhren hinüber auf die andere Seite für den Sonnenuntergang. Die Köcherbäume sahen fantastisch aus und wir genossen die Fotogelegenheit in der Einsamkeit der afrikanischen Steppe ein weiteres Mal, bis die Sonne schliesslich unterging.

Wie schon gestern, blieben wir bis es dunkel war und machten Fotos für Sternspuren und von der Milchstrasse. Nach einer guten Stunde fuhren wir zurück und Hendrik hatte bereits das Abendessen vorbereitet. Linn hatte Lamm mit Gemüse gemacht, das in einem Pot über dem Feuer gegart wird und sehr sehr lecker und zart war. Heute Abend war es nicht so kalt und wir sassen noch einige Zeit am Feuer, bevor auch dieser Tag zu Ende ging.

Highlight des Tages: Köcherbaumrausch!

Vorschaufotos(24):

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