Lange Fahrt in den Tsavo East Nationalpark

Leider hatten wir aus völlig unklaren Gründen eine fast schlaflose Nacht und waren am Morgen wie zerschlagen.

Elvira munterte uns mit einem leckeren Frühstück und Kaffee auf und nach einer kurzen Plauderei stand auch schon unser Guide Joseph mit dem geräumigen Landcruiser bereit. Flugs wurden unsere Koffer und Fototaschen verstaut, ein letztes Spielchen mit Dino, ein letztes Kraulen von Miekesch und wir machten uns auf die 320 km lange Fahrt nach Voi.
Wir machten einen kurzen Umweg, um in einem Supermarkt Getränke zu laden und verliessen Nairobi, wo es fast keinen Stau gab und der Verkehr flüssig lief.

Die Fahrt zum Voi Gate lief am Anfang aufgrund der zahlreichen Baustellen recht zäh. Auf einem langen Stück gab es eine tiefe Wellblechpiste, so dass unsere Fotoausrüstung und Laptop heftig durchgeschüttelt wurden. Wir sahen die Kameras und Festplatten schon in Trümmern liegen und baten Joseph, auf solchen Pisten etwas langsamer zu fahren, damit die Erschütterungen nicht allzu heftig wurden. Zu unserer Erleichtetung haben aber alle Ausrüstungsgegenstände die Ruckelei heil überstanden!

Gegen 16 Uhr erreichten wir dann endlich die Aruba Dam Lodge, in der wir fünf Nächte bleiben sollten. Wir waren zu spät zum Lunch, so dass uns nach dem Einchecken ein leckeres Käse/Schinken-Sandwich mit Salat serviert wurde. Es war alles ein wenig hektisch und wir brachten nur unsere Taschen in das geräumige Zimmer, um direkt wieder ins Restaurant zu gehen. Wir waren ja auch entsprechend hungrig!

Dies sollte sich nach unserer Rückkehr als grossen Fehler herausstellen. Als wir unser Geld ordneten, stellten wir fest, dass 10.000 Kenianische Schilling, 60 Britische Pfund und 300 US Dollar gestohlen wurden! Anscheinend hatte man uns gezielt beobachtet und dann – damit es nicht sofort auffällt – von jeder Währung etwas gestohlen. Genügend Zeit hatten die Diebe ja während unseres Essens.

Wir meldeten den Diebstahl der Rezeption, wo erstmal Fassungslosigkeit vorherrschte und uns nach langen Erklärungen eine Untersuchung versprochen wurde. Da wir gerade erst in Kenia angekommen waren und nur den Supermarkt besucht hatten, konnte der Diebstahl nur hier passiert sein. Wir glaubten nicht daran, dass die Untersuchung etwas ergeben würde…

Daher an dieser Stelle die Warnung: auch wenn es hektisch ist, immer und sofort die Wertsachen im Safe verschliessen! Unsere Fototaschen sind seitdem immer bei uns, bei jedem Restaurantbesuch. Offensichtlich wird auf jede Gelegenheit gelauert.

Wir liessen uns die Laune jedoch nicht verderben und beobachteten eine Elefantenherde mit Jungtieren direkt vor der Lodge. Friedliche Riesen, die hier wie geschminkt aussehen: ihre Farbe ist rötlich, da die Erde für ihre Staubbäder im Tsavo East auch rot ist.

So ging dieser Tag nach einem durchschnittlichen Abendessen dank der Elefanten zumindest mit einem Happy End zu Ende.

Highlight des Tages: die Elefantenherde

Tsavo Ost Fotos, Teil I: Tsavo Ost Fotogalerie, Teil I

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