Lake Manyara Nationalpark

Schon vor dem Frühstück wurden wir von einem Graukopfliest begrüsst, der dort auf der Campsite sein Revier hat und hungrig sein Frühstück fing. Wir nahmen auch ein reichhaltiges Mahl zu uns und fuhren bepackt mit vollen Lunchboxes in den Park, um dort den ganzen Tag zu verbringen. Am Wegesrand begleiteten uns Giraffen, Elefanten, Paviane, Bienenfresser und die niedlichen Eisvögel. Wir fuhren beim Kampfadler vorbei und der Bursche war tatsächlich wieder daheim! So konnten wir ihn noch ein letztes Mal bewundern – wahrscheinlich werden wir so einen fantastischen Adler nie mehr in der freien Natur sehen! Auf dem Weg zu den Hot Springs wechselte die Vegetatin vom Grundwasserwald zu einer Baumsavanne und es wurde heisser – selbst die Giraffen sassen unter schattenspendenden Bäumen, was recht komisch aussah, wenn da plötzlich ein langer Hals aus dem Gras ragt!

Wir machten auf einer am Fluss gelegenen Campsite Mittagspause und erreichten kurz danach die Maji Moto Ndogo Hot Springs. Das Quellwasser hat circa 75 Grad und die ganze Umgebung wird dadurch noch heisser. Bunte Ablagerungen prägen das Bild hinunter zum Seeufer, wo zahlreiche Flamingos nach Nahrung suchten – eine Idylle, wenn auch eine heisse. Steven erklärte, dass man einem lokalen Glauben nach mit dem heissen Wasser Pech abwaschen kann, aber ich konnte nur kurz den Finger in das heisse Wasser halten, während Gerd und Steven tapfer die Hände wuschen. Ich hoffe, Gerd hat mein Pech mit abgewaschen!

Wir blieben dort eine Weile und fuhren danach noch etwas weiter in den Süden. Steven wollte schauen, ob es Schwarze Nashörner im Wald hat, aber wir fanden keine. Angeblich sind sie im Nationalpark auch von Wilderern ausgerottet worden.

Auf der Rückfahrt passierten wir zahlreiche Zebras, Büffel, Impalas bis wir schliesslich dem Hippo-Pool einen letzten Besuch abstatteten. Am anderen Ufer weit entfernt sass ein Schreiseeadler, der sich wohl zu unserem Abschlussbesuch vorgenommen hatte, uns besonders zu erfreuen: er liess sich auf einen abgestorbenen Baum in nur circa 25 Meter Entfernung vom Auto nieder! Ein unglaubliches Glück und wir waren total begeistert, ihn so nah beobachten und fotografieren zu können. Ein majestätisch schöner Greifvogel!

Zurück auf der Campsite erwartete uns Steven´s Boss Aafeez mit seinen zwei Brüdern. Sie hatten Proviant für die kommenden Tage gebracht, so dass Steven und Paul nicht nach Arusha zurück fahren “mussten”. Sie taten uns ein wenig Leid, denn sie hatten sich wohl darauf gefreut, ihre Familien für einen Tag zu sehen, während wir am Krater sind. Wir plauderten ein wenig, Elvira liess Grüsse ausrichten und wir berichteten begeistert von unseren Erlebnissen. Alles perfekt bisher! Zum Dinner legte Angelina den zweiten Teil der Serengeti-DVD ein und wir bekamen noch mehr Lust auf die kommenden Tage.

Highlight des Tages: der Schreiseeadler

Vorschaufotos:

Diesen Beitrag gibt es auch in: Englisch

F a c e b o o k