Keinadlertag aber Spielzeit am Strand

RavenDer Wecker klingelte um 3:20 Uhr und wir fuhren nach einer schnellen Katzenwäsche Richtung Skjervøy. Sea eagleEs war ein sehr stürmischer und regnerischer Morgen und wir hatten nicht viel Hoffnung, die Adler in diesen Bedingungen zu sehen. Wir trafen Ivar am vereinbarten Treffpunkt, kletterten durch den Wald hinunter zur Beobachtungshütte, bauten Kameras und Objektive auf und Ivar legte das Luder im Platz vor der Hütte aus. Er war so grosszügig, uns sein 500mm und 400mm Objektiv zu leihen, da wir unsere langen Brennweiten zuhause gelassen hatten. Auf Tierleben waren wir auf dieser Reise einfach nicht eingestellt! Es wurde langsam hell, aber es war immer noch sehr stürmisch und es regnete immer wieder stark. Krähen, Raben und Elstern fanden sich ein und kämpften um das Frühstück, aber von den Adlern fast schon erwartungsgemäss keine Spur.GerdIvarNach fast drei Stunden liessen sich vier Adler am Strand nieder und beobachteten die Szene, aber es war für sie wohl zu trubelig mit all den anderen Vögeln beim Essen und sie flogen davon. Wir gaben dann kurz vor ein Uhr auf, da es fast keine Hoffnung mehr auf Wetterbesserung gab. Wir waren aber trotzdem glücklich, dass wir die Adler zumindest gesehen hatten und einige schöne Fotos der anderen Vögel hatten wir auch im Kasten.

BirdsWir packten also unseren Kram zusammen und gingen hinauf zu den Autos, wo wir uns bei Ivar bedankten und ihm den Wein sowie schweizer Käse überreichten. WaterfallEr freute sich sehr und wir plauderten noch eine Weile über Fotografie bevor wir losfuhren. Wir blieben aber noch eine Weile im Auto und tranken erstmal ein paar Tassen und assen Sandwiches dazu – Frühstück und Mittagessen in einem:)

Auf dem Rückweg hielten wir an einem schönen Wasserfall an und spielten an einem Strand mit Langzeitbelichtungen, als es endlich mal etwas trockener war. LyngenAls wir Djupvik erreichten, sahen wir wieder diese schönen Sonnenstrahlen – das scheint hier wirklich die Regel zu sein und jeden Tag zu passieren! Wir parkten das Auto am Strassenrand und gingen hinunter zum Strand, wo wir bis nach Sonnenuntergang fotografierten. Die Sonne war zwar schon hinter den Bergen verschwunden, aber die Wolken reflektierten noch das goldene Licht auf das Wasser und die Steine am Strand waren perfekt für einen schönen Vordergrund. Es war ein wirklich schöner Abend, den wir aus vollen Zügen genossen – eine seltene Gelegenheit während dieser Ferien!!
Lyngen alpsAls es fast dunkel war, fuhren wir schliesslich zur Cabin zurück, assen zu Abend und schauten in der ARD (den einzigen deutschen Sender hier) den Sonntagabend „Tatort“. Ich schaute öfter prüfend in den Himmel, da es nun fast klar war, aber es gab überhapt keine Nordlichtaktivität! Es war absolut ruhig und wir nutzten die Gelegenheit, nach einem (obligatorischen) Saunagang, etwas Schlaf nachzuholen.

Highlight des Tages: die schöne Zeit am Strand zu Sonnenuntergang

Diashow:

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