Einschiffung auf der M/V Orlova und das Abenteuer Südpolarmeer kann beginnen!

Wir liessen uns am Morgen Zeit und frühstückten ausgiebig bevor wir uns zum Check-Out fertig machten. Ein Mitarbeiter von Quarks erwartete uns bereits an der Rezeption und unser Gepäck wurde in den wartenden Bus verladen.

Es gab zunächst einen für uns etwas stressigen Ausflug in den Tierra del Fuego Nationalpark. Das Wetter war nicht so toll und das Highlight war David, der Pflanzenliebhaber, der den Bus anhielt, um eine seltene Pflanze auszurupfen, um sie dann den staunenden Mitfahrern zu präsentieren. Der einheimische Guide war nicht so begeistert, aber wir lernten David im Laufe der Reise nach dieser etwas übereifrigen Aktion als netten, besonnenen und naturbegeisterten Briten kennen.

Auf der Isla Redonda gab es ein winziges ehemaliges britisches Postamt, wo auch wir uns geduldig in die Schlange vor dem Schalter einreihten, um einen Stempel und Aufkleber in unseren Pass zu bekommen sowie um ein paar Postkarten nach Hause zu schicken.
Es gab eine Mittagsfütterung in einem typischen Touristenlokal – es regnete immer noch und wir waren froh, als diese Veranstaltung am Vormittag vorbei war. Das müssen wir noch mal individuell nachholen – solche organisierten Bustouren sind nicht unser Ding!

Endlich waren wir zurück in Ushuaia und nach einer Sicherheitskontrolle inklusive Röntgen begann endlich die Einschiffung auf der M/V Orlova. Es war nicht wie auf dem Traumschiff und es gab auch keine Béatrice, aber wir wurden von der Crew nett empfangen und zu unserer Kabine gebracht. Unsere Kabine #304 auf dem Unterdeck erwies sich als fast schon geräumig und gemütlich mit einem sauberen Bad. Die Toilette sollte auf der ganzen Reise nicht verstopfen. Ausserdem sollte es sich herausstellen, dass bei hohem Wellengang die Kabinen weit unten wesentlich weniger Übelkeit verursachen als die Kabinen, die hoch oben über der Wasserlinie liegen!

Noch während des Abendessens legte die Lyubov Orlova ab und wir sahen Ushuaia in den Regenwolken verschwinden. Frans, der Bordfotograf, fotografiert uns für den Reisefilm, als wir auf die Bucht von Ushuaia schauten während die M/V Orlova langsam Ushuaia verliess.

Nach circa 3 Stunden durch den schönen Beaglekanal – es war immer noch hell – erreichten wir den Eingang zur berüchtigten Drake Passage. Der Seegang war jedoch nur mässig und wir verbrachten eine einigermassen erholsame Nacht.

Highlight des Tages: das Auslaufen aus Ushuaia im schönsten Licht

Vorschaufotos Seevögel:

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