Eine Nacht in der Wüste

Madinat JumeirahNach dem Frühstück nahmen wir ein Taxi zum Madinat Jumeirah. Dieser neue Komplex mit Hotels, Restaurants und einem Souk wurde als Lagunenstadt im Stil alter arabischer Paläste mit typischen Windtürmen gebaut und wird von Wasserwegen durchzogen. Madinat JumeirahEs gibt Abras, die für Hotelgäste kostenlos sind, aber von den Tagesgästen teuer bezahlt werden müssen. Uns waren 40 Euro für rund 20 Minuten zu teuer und so erkundeten wir das Gelände zu Fuss. Von der Promenade aus hat man einen schönen Blick hinüber zum Burj Al-Arab und viele Vögel waren in den Bäumen am Wasser unterwegs. Der Souk ist natürlich nicht traditionell, sondern erinnert eher an ein Einkaufszentrum, aber auf der anderen Seite war das Bummeln so etwas entspannter als in den alten Souks. Madinat JumeirahDie Zeit verging schnell und nach einem leckeren Kaffee mit Muffin auf der Promenade nahmen wir ein Taxi zurück zum Hotel.

GerdIch nutzte die Zeit bis zum Check-Out zum Schreiben des Reiseberichts während Gerd las. Um 13 Uhr checkten wir aus und deponierten unsere beiden Koffer bis morgen im Gepäckaufbewahrungsraum des Hotels. Ein sehr nettes Entgegenkommen des Hotels, das wir sehr zu schätzen wussten. Nun mussten wir noch bis 15 Uhr warten, bis uns Platinum Heritage zur Overnight Safari abholen würde. Wir machten es uns in der Lounge gemütlich, surften im Internet und ich sichtete die Fotos von gestern. Wüste

Pünktlich um kurz vor drei Uhr wurden wir abgeholt und zum Parkplatz vor der Dubai Conservation Area gebracht. Dort bekamen wir wieder Tücher verpasst und stiegen um in den Landrover. Diesmal waren noch drei andere Personen dabei, eine Familie aus Saudi-Arabien. WüsteDas Licht war recht schön und die Fahrt durch die Dünen ein Augenschmaus. Wir hielten zwei Mal an, um in die Dünen zu laufen und zu fotografieren, aber jeweils nur ein paar Minuten. Das war für unseren Geschmack etwas zu kurz. Aber das Sonnenlicht verschwand auch bald hinter Wolken und die roten Dünen sahen nicht mehr so schön aus. Leider waren die Oryxe Nachmittags auch an einer anderen Stelle, so dass wir nur die beiden Tiere auf der privaten Seite sahen, als wir Richtung Camp fuhren. Wüste

Mittlerweile waren auch andere Autos des Veranstalters da, aber es war immer noch weit entfernt von der Massenveranstaltung anderer Anbieter. So war es ein Kompromiss, mit dem wir leben konnten. Die Falkenshow war dementsprechend kürzer, in der eine südafrikanische Falknerin einen prächtigen Gerfalken präsentierte. WüsteDieser grosse Falke ist in etwa so gross wie ein Mäusebussard und unser Exemplar wog 1.1 Kilo! Fast drei Mal so viel wie Waldi! Gerfalken sind noch schnellere Flieger als Wanderfalken und die weisse Farbmorph zählt zu den teuersten Falken der Welt. Viel zu schnell ging die Show vorbei, es wurde dunkel und wir gingen in das Camp. FalkeAlles war vorbereitet: Kaffee, Shisha-Pfeifen, eine Henna Malerin und es duftete verführerisch nach leckerem arabischen Essen.

Wir nahmen Platz und probierten von den Vorspeisen, die aus traditionellem Brot, Labneh, Hummus, Salat und Falafel bestand. Danach konnten wir uns am Buffet an Lamm und Huhn mit Reis bedienen. Alles war sehr schmackhaft und die Stimmung sehr gut. Zwischendurch gab es kleinere, unaufdringliche Tanzaufführungen, die gut in das Ambiente passten.


Nach dem Abendessen schauten wir in die Sterne und genossen die Stimmung, bis die anderen Gäste zurück nach Dubai fuhren. Nur wir und ein weiteres deutsches Paar blieben für die Übernachtung. Leider zog sich der Himmel zu und zudem war die Lichtverschmutzung zu stark für Sternenfotos – schade! Aber wir waren auch nur circa 40-50km von Dubai entfernt, das reicht einfach nicht.

So gingen wir gegen elf Uhr in unserem gemütlichen Zelt schlafen.

Highlight des Tages: die Wüstenfahrt

Diashow:

F a c e b o o k