Ein regnerischer Tag mit grünem Ende

Nicht wirklich überraschend regnete es, als ich am Morgen aufstand und so las ich die Nachrichten, während ich an meinem Morgenkaffee nippte.

Wir machten uns gar nicht erst die Mühe, am Morgen etwas zu unternehmen, da es ohne Unterlass schüttete und brachen erst am frühen Nachmittag auf, als es etwas aufklarte. Wir fuhren nach Svolvær, um das Auto voll zu tanken, aber wir passten nicht richtig auf und füllten den Tank mit dem steuererleichterten günstigeren Diesel, den Privatpersonen nicht tanken dürfen! Wir fragten die nette Dame an der Kasse, ob der Diesel irgendwie anders ist und den Motor beschädigen würde und zu unserer grossen Erleichterung verneinte sie die Frage! Wir sind noch mal davon gekommen, aber wir haben den günstigen Diesel wirklich aus Versehen getankt!

Wir fuhren dann wieder nach Brenna, wo ich nochmals mit den schönen Felsen spielen wollte. Es regnete immer noch, als wir ankamen, aber trocknete kurze Zeit später für ungefähr eine Stunde ab. Ich machte ein paar Fotos und wir kehrten zurück nach Henningsvær, wo es dann auch wieder regnete.

Die Wettervorhersage für die Nacht sah jedoch viel versprechend aus und so assen wir früh zu Abend und gingen bereits um 20 Uhr ins Bett – draussen schneite es heftig. Ich stellte den Wecker für Mitternacht und kontrollierte den Himmel. Na, verdammte Axt – was war das denn…? Dort war tatsächlich eine Lücke in den Wolken und diese Lücke schimmerte deutlich grün…! Ich weckte Gerd, füllte die Thermoskanne mit frischem Kaffee und wir gingen hinaus. Wir wurden von einem starken Sturm mit Schneeschauern empfangen, aber wir konnten sehen, dass in jeder Lücke am Wolkenhimmel Nordlichter zu sehen waren. So parkierten wir das Auto an einer geeigneten Stelle und warteten darauf, dass der Schneesturm aufhören würde. Ein kleiner Polarfuchs kam vorbei und schaute uns genauso verwundert an wie wir ihn. Der Schneefall hörte auch bald auf, aber der Sturm blieb uns erhalten und es war eine ziemliche Herausforderung, das Stativ stabil zu halten. Es gelang uns bis 4:30 Uhr, einige brauchbare Fotos der Nordlichter zu machen und wir waren ziemlich glücklich, überhaupt welche in diesen zehn Tagen gesehen zu haben während dieser Ferien. So waren sie wenigstens kein komplettes Disaster und Enttäuschung. Uns war nun ziemlich kalt vom Sturm und wir erreichten gegen 5:00 Uhr glücklich unsere warmen Betten und schliefen selig bis um Sonnenaufgang.

Highlight des Tages: die Aurora!

Diashow:

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