Ein Beginn mit Hindernissen – mal wieder!

Wir hatten uns nach vier sehr arbeitsintensiven Monaten schon sehr auf diese Reise gefreut und hofften auf eine tolle Zeit. Nun, nach diesem ersten Tag konnte es ja nur besser werden, aber lasst mich von Anfang an beginnen…

Wir nahmen den ersten Bus zum Euroairport in Basel und gingen direkt zur Sicherheitskontrolle, da wir schon am Abend zuvor das Hauptgepäck eingecheckt hatten. Keine lange Schlange, keine Fragen, keine Probleme und wir waren bereits 15 Minuten später am Gate. Das Boarding begann pünktlich, der Kapitän machte seine üblichen Ankündigungen über den Flug und wir waren bereit, abzuheben. Doch dann bemerkte ich, dass das Bodenpersonal damit begonnen hatte, das Gepäck wieder auszuladen und schon kurze Zeit später informierte uns der Kapitän, dass ein Gespäckstück zu viel an Bord war und entladen werden musste! Es wurde zwar schnell gefunden, aber wir hatten trotzdem unseren Slot verpasst und die Flugkontrolle in Brüssel ordnete uns eine Abflugzeit zwei Stunden später zu! Aber unser Kapitän konnte dies noch ändern, wir bekamen einen anderen Slot und verliessen Basel mit nur 45 Minuten Verspätung. Puh…!

Angekommen in Frankfurt, hatten wir noch mehr als drei Stunden bis zum Weiterflug nach Bilbao. So steuerten wir ein Restaurant an, wo wir ein sehr gutes warmes Frühstück mit Tee und Kaffee genossen.

Mittlerweile war der Regen in Schneeregen übergegangen und als wir am Gate ankamen, erfuhren wir, dass unser Flug wegen des Wetters und der Verspätung des ankommenden Fluges nicht pünktlich abfliegen würde. Okay. Das Flugzeug kam dann auch an, aber die Passagiere konnten nicht aussteien, da der Transferbus nicht da war. Okaaaay…. Nach weiteren 15 Minuten konnten wir dann einsteigen und wir hoben mit einer Verspätung von über einer Stunde endlich ab. Der Flug nach Bilbao war trotz des schlechten Wetters sehr ruhig und kurz – immerhin.

Wir nahmen in Bilbao unser Gepäck in Empfang, mieteten bei Europcar unseren Mietwagen an und fuhren die knapp 50 km zu unserer ersten Destination in Zeanuri: dem Extegana Rural and Spa Hotel . Zu unserer Überraschung war die Inneneinrichtung komplett indonesisch mit geschnitzen Holztüren, Böden und indonesischer Dekoration. Sehr merkwürdig, aber schön und geschmackvoll.

Wir hatten eine Junior Suite gebucht, die aus einem sehr geräumigen Zimmer und einem grossen Badezimmer mit Jacuzzi bestand. Wir waren irgendwie nicht sonderlich überrascht, dasss das Jacuzzi nicht funktionierte, aber das Schlimmste lag ja noch vor uns…

Wir fuhren zum Nachbardorf, wo wir Getränke und Kuchen in einem Supermarkt kauften und als wir zurück am Hotel waren, bemerkten wir schöne Wolken an den Berghängen. So schnappten wir uns also unseren Kamerakram, gingen auf die Veranda, bauten Stativ und Kamera auf und machten die ersten Fotos. Aber was war das für ein fetter dunkler Streifen am unteren Ende vom Foto?? Und die zwei grossen schwarzen Punkte im oberen Teil?? Ich befürchtete das Schlimmste und wurde auch nicht “enttäuscht”: als ich das Objektiv abnahm, fiel mir der Spiegel meiner Canon EOS 5D II quasi schon entgegen – waaaas…?

So trugen wir die Ausrüstung wieder zurück ins Zimmer und ich fragte nach Sekundenkleber an der Rezeption. Die freundliche Lady brachte uns nach einer halben Stunde den ersehnten Klebstoff und Gerd hatte sein Operationsbesteck im Badezimmer für die Operation “Spiegelreparatur” schon parat. Er verteilte vorsichtig ein paar Tropfen Klebstoff auf den Punkten, fixierte den Spiegel, machte die Kamera aus und wir gingen zum Abendessen – Daumen drücken hiess es nun!

Das Abendessen war ein köstliches Drei-Gangmenü, bei dem man die Wahl unter jeweils fünf Vor- und Hauptspeisen sowie Desserts hatte. Das Essen aus dem Baskenland ist berühmt für seine Qualität und unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Ein tolles Essen und sehr freundliche Menschen im Hotel, die sehr um das Wohl ihrer Gäste bemüht sind.

Zurück auf dem Zimmer, testeten wir rasch die Kamera und alles schien perfekt zu arbeiten – Puuuuh….!!!

Was für ein Ferienbeginn!! Warum können Ferien nicht mal ohne Katastrophe starten?

Highlight des Tages: als die Lady von der Rezeption den Sekundenkleber brachte…

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