Die magischen Buchen von Gorbeia

Nach dem langen gestrigen Tag schliefen wir wie Babys und standen kurz vor acht Uhr auf. Das Frühstück war grossartig mit verschiedenen Käsesorten, spanischem Schinken und Chorizo, frischen Früchten, leckerem Brot und einem starken Kaffee.

Wir hatten nur 30 Minuten, weil Iker Aizkorbe , ein talentierter guter baskischer Naturfotograf, schon draussen auf uns wartete. Nach einer freundlichen Begrüssung fuhren wir los, um die Wälder von Gorbeia zu erkunden. Wir hatten heute Glück, dass es bedeckt und regnerisch war und somit perfekt für die Fotografie im Wald. Leider waren aber die Wolken nicht tief genug, um die schönen Buchen in eine Art Nebel zu hüllen.

Wir fuhren zu einer wahren fotografischen Ikone, dem Otzarreta Buchenwald, den ich schon immer mal besuchen wollte. Diese Buchen sind auf nicht natürliche Art entstanden: die Stämme wurden durch Köhler immer wieder gespalten, um so mehr Feuerholz zu erhalten. Die Köhler gibt es nicht mehr, aber diese herrlichen Buchen wachsen in dieser Form immer noch an einigen Stellen und bieten sehr attraktive Fotomotive.

Es ist mir egal, dass dieser Ort schon eine Million Mal vorher fotografiert wurde; wir genossen beide unsere Zeit mit diesen faszinierenden Bäumen, ihren moosbedeckten Wurzeln und dem kleinen Bach, der sich durch dieses überraschend kleine Areal windet. Es fing an stärker zu regnen, was die Farben nochmals intensivierte und wir verbrachten fast drei Stunden mit den Bäumen, bevor wir zu einer anderen grossartigen Location fuhren: dem Uguna Wasserfall.

Die Umgebung ist ebenfalls reich an schönen alten Buchen mit aussergewöhnlich grossen Wurzeln und wir wurden sogar mit ein wenig Nebel belohnt. Der Wasserfall stürzt sich geschätzte 60 Meter über einige Kaskaden in die Tiefe und ist mit reicher Vegetation umgeben.

Wir blieben dort zwei Stunden, fotografierten und unterhielten uns mit Iker über das Leben im Baskenland und Fotografie und warteten auf den Nebel, der niemals kam 😉 Wir freuten uns darüber, Iker kennengelernt zu haben, mussten aber schon wieder Adios sagen, da er noch familiäre Verpflichtungen hatte.

Wir verabschiedeten uns, assen eine Kleinigkeit zu Mittag und fuhren zurück nach Otzarreta, wo wir den Rest des Tages mit dem Fotografieren von Buchen und Pilzen verbrachten. Dieser Ort ist ein kleines Paradies, wo es überall kleine Details zu entdecken gibt – zwei Tage reichen da wahrlich nicht aus!

Zurück im Hotel, genossen wir ein heisses Bad und ein weiteres köstliches Abendessen. Wir fielen müde, aber mit vielen schönen Erinnerungen an die magischen Buchen von Gorbeia ins Bett.

Highlight des Tages: die Buchen von Otzarreta

Fotogalerie:

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