Reisebericht: Südafrika – KwaZulu-Natal 2015

LionWir freuen uns, dass Ihr unseren Reisebericht “KwaZulu-Natal: Drakensberge und Zululand” über unsere Reise nach Südafrika im Frühsommer Giant2015 gefunden habt. Wir verbrachten dreieinhalb schöne Wochen in den mächtigen Drakensberge, bewunderten die eindrucksvolle Oribi Schlucht, hatten eindrucksvolle Begegnungen in der Tierwelt vom Zululand und entspannten am Indischen Ozean.

Wir haben die folgenden Unterkünfte vom 13. Mai bis 5. Juni 2015 selber gebucht und reisten rund 2500 Kilometer in einem Nissan NP300 Double Cab auf den überwiegend guten südafrikanischen Strassen.

elephant

thrush

Amphitheatre

Wir übernahmen unseren Mietwagen bei Europcar am Flughafen Durban und gaben ihn auch dort wieder ab.

Wenn Ihr mehr Fotos sehen möchtet, besucht bitte unsere Südafrika Fotogalerie auf unserer Webseite.

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Golden gate

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Wir hoffen, Ihr habt Spass beim Lesen des Reiseberichts sowie beim Betrachten der Fotos und dass in Euch ein wenig Afrikasehnsucht geweckt wird.

Sandra Schänzer & Gerhard Schöning
SA*GA Photography

Oribi gorge

GerdUnsere Südafrika Ferien begannen mit einem kurzen Flug von Basel nach Paris am Nachmittag des 13. Mai. Wir hatten für die Air France Flüge Premium Economy gebucht und durften daher mehr Gewicht an Hand- sowie Hauptgepäck mitnehmen und sassen in den vorderen Reihen – was für den Kurzstreckenflug zugegebenermassen völlig irrelevant war, aber für die Ankunft in Johannesburg nur von Vorteil… Der Flug war pünktlich und wir gingen direkt zur Air France Premier Lounge im Terminal 2E. Als Premium Economy Passagier darf man sie gegen Bezahlung nutzen, doch dieses Mal hatten wir nicht so viel Glück wie letztes Jahr, als wir einen gratis Eintritt bekamen und zahlten so pro Person 45 Euro Eintritt. ZebraDas mag teuer klingen, aber wir hätten sowieso etwas auf dem Flughafen gegessen und die Lounge ist dafür für so eine lange Wartezeit wesentlich komfortabler mit gutem Essen, allen alkoholischen und Nicht-alkoholischen Getränken, Duschen und unlimitiertem Wi-Fi. So entspannten wir uns vier Stunden lang in der Lounge, bis es Zeit fürs Boarding des A380 nach Johannesburg war. Ich war wieder einmal ziemlich beeindruckt von diesem Riesenflieger und ich kann nie glauben, dass dieser Gigant wirklich fliegen kann! Aber er kann es und das sogar ziemlich gut:)

Leopard Rock Cafe and Coffee shopKurz nach dem Start begann der Service, der dem der Economy entspricht. Das ist uns aber völlig egal, da das einzige, was uns an der Premium Economy (ausser dem Zusatzgepäck) interessiert, die grossen bequemen Sitze sind. Sie sind der Business Class ähnlich und bieten wesentlich mehr Platz zum Schlafen. Das Abendessen war okay und ich schlief kurz danach in meinem bequemen Sessel ein. Ich schlief fast die gesamte Zeit bis kurz vor dem Frühstück!

Unser Riesenvogel landete in Johannesburg eine halbe Stunde früher als geplant, was uns sehr Willkommen war, da die Umsteigzeit auf den Flug nach Durban mit der Passkontrolle, Gepäck holen, durch den Zoll gehen, Gepäck wieder einchecken und durch die Security im Domestic Terminal mit zwei Stunden recht kurz ist. Doch wir hatten Glück, es war an der Passkontrolle nichts los und wir gingen ganz entspannt zum Gate für den Flug nach Durban.
Oribi gorge

Nach dem kurzen Flug nach Durban nahmen wir unsere Koffer in Empfang, zogen Geld aus den Geldautomaten, kauften Limonade sowie Wein und mieteten schliesslich das Auto bei Europcar an. Oribi gorgeEigentlich hatten wir einen Toyota Hilux gebucht, bekamen aber einen Nissan 300, der ein wenig alt war und eine recht lahme Krücke. Das war ein wenig enttäuschend, aber es hat mir trotzdem sehr viel Spass gemacht, dieses grosse Auto zu fahren – was für ein Spass das immer ist!

Nach etwas mehr als zwei Stunden Fahrt kamen wir am Leopard Rock Chalets and Coffee shop an und wurden von Sue und Andries herzlich begrüsst. Das Chalet ist sehr geräumig und schön und der Blick über die Oribi Gorge mit einer grossen langgezogenen Kurze des Flusses einfach nur atemberaubend. Wir fanden alles, was wir brauchten im Chalet von Kaffee, Tee, Milch, selbstgebackenen Keksen, Marmelade über eine Flasche Champagner und leckeren Sherry sowie das vorbestellte Abendessen mit Aufwärmanweisungen im Kühlschrank.


Wir entspannten uns erstmal etwas auf dem Balkon mit dem grossartigen Blick über die Oribi Gorge und gingen dann zu einem Aussichtspunkt für den Sonnenuntergang. Die Farben im Himmel waren ziemlich schön und die Aussicht spektakulär. Wir kehrten ins Chalet zurück und gerade in dem Augenblick, wo wir unser Abendessen warm machen wollten, ging der Strom für zwei Stunden aus. Wir wir später erfuhren, sind dies geplante Stromausfälle im Rahmen eines „Öko-Programms“ der Stromgesellschaft. Leider weiss man nie genau, wann sie den Strom unterbrechen und warum sie es genau zur Abendessen Zeit machen, wird wohl auch ihr Geheimnis bleiben:(Aber auch egal – wir nutzten die Zeit für ein kleines Nickerchen! Nach einem erfrischendem Bad war der Strom zurück und wir machten das Lamm Curry warm, das wir mit einem sehr leckeren griechischen Salat genossen.

Eine lange Anreise fand schliesslich ihr Ende und wir fielen müde, aber glücklich in die Federn.

Highlight des Tages: der Blick über die Oribi gorge

breakfastDer Wecker klingelte um sechs Uhr, doch es war komplett bedeckt ohne Hoffnung auf einen Sonnenaufgang. garden
Wie schade! So ging ich zurück ins Bett und holte bis acht Uhr noch etwas Schlaf nach. Wir gingen hinüber ins Cafe und genossen ein herzhaftes englisches Frühstück mit Spiegelei, Toast, Würstchen, Speck und Pommes.

Nach dem Frühstück fuhren wir ein paar Kilometer bis zum Parkplatz unten am Fluss im Oribi Gorge Nature Reserve. Wir entschieden uns für den Wanderweg in die Richtung der Hoopoe Falls und waren sehr glücklich über die zahlreichen Schmetterlinge und Vögel. Ein paar ansprechende Aufnahmen der umtriebigen Schmetterlinge sind mir sogar gelungen und wir hatten an diesem Spaziergang am Fluss entlang viel Freude

Diashow:

Nach zwei Stunden liefen wir zum Parkplatz zurück und fuhren zur The Gorge Private Game and Spa Lodge, wo wir letztes Jahr übernachtet hatten. The GorgeWir nahmen Platz im Restaurant, von wo aus man einen fantastischen Blick in die Oribi Schlucht hat und bestellten ein schmackhaftes Mittagessen: Fish and Chips auf Gourmet Niveau für Gerd und ein sehr leckeres indisches Hühnercurry für mich. Mike, der Manager, stiess bald dazu und wir hatten eine kurze Unterhaltung über unsere Reise und die neugebauten Gebäude auf der Anlage. Dort trafen wir auch Sayeta, den immer lachenden netten Jungen vom letzten Jahr. ViewDas war erstmal ein grosses Hallo! Wir tranken einen Cappuccino, verabschiedeten uns von Sayeta und Mike und fuhren zurück zum Leopard Rock. sundowner
Auf dem Balkon schlürften wir einen leckeren Sherry und gingen schliesslich zur Sonnenuntergangszeit zu einem anderen Aussichtspunkt über der Schlucht. Im letzten Licht des Tages fotografierten wir das schöne Panorama im letzten Licht und liessen uns den Champagner als Sundowner schmecken. Was ist das nur für ein prächtiger Ausblick – einfach unglaublich!!

Heute gab es keine Unterbrechnung in der Stromversorgung und wir nahmen ein Bad, tranken ein wenig Sherry auf dem Balkon, assen eine Kleinigkeit zu Abend und gingen schliesslich zu Bett. Das war wirklich ein gelungener Ferienauftakt!

Highlight des Tages: der Sonnenuntergang über der Oribi Gorge
sunset

breakfastLeider war es komplett bewölkt, als ich den Himmel um kurz nach sechs Uhr prüfte und ich ging wieder zu Bett. zebraWie Schade, dass wir diesmal kein Glück mit dem Licht haben so wie letztes Jahr – aber andererseits ist das ein sehr guter Grund, nochmals zurück zu kommen!

Heute frühstückten wir draussen mit Blick über die Schlucht, unterhielten uns mit Andries und Sue, bezahlten die Rechnung und fuhren los Richtung Kokstad. Andries half uns noch mit etwas Öl für das Schloss der Kofferraumtür aus und jetzt liess sich der Schlüssel wieder ohne Probleme drehen. Es tat uns schon leid, weiter zu fahren, weil Sue und Andries einfach nette Menschen mit einem herrlich britischen Sinn für Humor sind.

zebraDie Fahrt bis Underberg dauerte etwas mehr als drei Stunden und wir hielten am SPAR Supermarkt an, um die Lebensmittel für die nächsten Tage zu kaufen. Der Bottle Store war direkt nebenan und wir kauften Wein, Bier und Amarula bevor wir uns im Supermarkt ausgiebig den gesünderen Sachen wir Salat und Grillfleisch widmeten.

LakeKurz darauf erreichten wir das Gate unserer Unterkunft für die nächsten zwei Nächte: die Sani Valley Nature Lodge, die sich direkt an zwei kleinen See in einer malerischen Umgebung der südlichen Drakensberge befindet. Die Berge des Lesotho Plateaus erheben sich steil direkt hinter den kleinen Seen und die berühmt-berüchtigte Sani Pass Strasse started nur ein paar Kilometer weiter. Wir checkten ein und bezogen unser schönes 2-Zimmer Apartment in der Sunset Lodge. Es gibt ein gemütliches Wohnzimmer mit einer offenen, voll eingerichteten Küche, ein grosszügiges Schlafzimmer, ein Badezimmer und einen riesigen Balkon über die gesamte Länge.

Das Highlight des Nachmittags waren jedoch die Zebras, die direkt neben der Anlage grasten und es war sogar ein sehr niedliches, kleines Zebrakind mit seiner Mami dabei. Soooo niedlich!!! Der Sonnenuntergang war ziemlich spektakulär mit einer fast perfekten Spieglung der Berge im See. LakeDie hübschen Wolken färbten sich bald kitschig rot und pink und sahen einen kurzen Moment aus wie ein Schmetterling – fantastisch!

Wir spazierten glücklich zurück zum Apartment und während ich am Reisebericht schrieb, bereitete Gerd ein leckeres Abendessen zu: Boerewors mit frischem Salat, einfach köstlich! Nach dem Abendessen war es bedeckt und so nahmen wir ein gemütliches Bad und gingen müde zu Bett.

Highlight des Tages: der Sonnenuntergang am See und das Zebrakind

Diashow:

Sani PassAls ich um kurz nach sechs Uhr aus dem Fenster schaute, wurde ich zu meinem grossen Entsetzen von dem dicksten Nebel, den ich je gesehen habe, begrüsst! Border Viele Tiere wie Wasservögel, die Ibisse und die Zebras waren bereits unterwegs, aber es gab so gar keine Hoffnung auf gutes Morgenlicht. Wie Schade das mal wieder war – es scheint, als hätte ich in diesen Ferien nicht viel Glück mit Sonnenaufgängen!

So trotteten wir hinüber zum Club House, wo das Frühstück serviert wurde. Es gibt eine Auswahl an Englischem Frühstück mit Varianten für die “Not so hungry”, “The hungry” und “The very hungry”:)Es besteht aus Currybohnen, gegrillter Tomate, Ei nach Wahl, Speck und Schweinewürstchen. Pied KingfisherVerschiedenes Müsli, Joghurt, und ein frischer Obstsalat steht zur Selbstbedienung zur Verfügung sowie Säfte, Toast und Marmelade mit Butter.

Wir waren pünktlich um halb zehn Uhr parat für unsere Tour auf den Sani Pass an der Grenze von Lesotho und Südafrika auf 2873 Meter Höhe. Sani PassEs gab noch vier weitere Leute im Auto: ein nettes Paar aus den USA/Singapur sowie Dick, ein Südafrikaner, der mit seinem Gast Lona aus England unterwegs war. Die Passstrasse ist recht abenteuerlich, gelinde ausgedrückt! LesothoEs ist ein pure 4×4 Strecke mit sehr rauen Abschnitten. Eigentlich ist die Strasse mittlerweile gut zu befahren, aber es gibt immer noch viele sehr schwierige und wilde Passagen.

Wir hielten unterwegs für einige Fotos an und erreichten bald die Grenzstation der Südafrikaner, die sich acht Kilometer vor dem Gipfel in Lesotho befindet. LesothoUnser Guide nahm die Pässe, wir gingen alle zusammen zum Schalter, wo sie zur Ausreise abgestempelt wurden. Das Kuriose ist, dass die Grenzstation von Lesotho hoch oben auf dem Pass ist und nicht direkt hinter dem südafrikanischen Grenzposten. Wir nahmen alle wieder im Auto Platz und der wildeste Abschnitt der Reise begann. Der letzte Teil ist der steilste und es braucht 14 mega enge Haarnadelkurven bis ganz nach oben aufs Plateau. Die mehr als atemberaubenden Aussichten zurück ins Tal und über die Passstrasse waren spektakulär und es machte Spass, zuzuschauen wie andere 4×4 Autos den Pass hoch schlichen.
Sani Pass
Als wir die Grenze erreichten, nahm unser Guide erneut die Pässe und liess sie von den Beamten in Lesotho gleich für die Ein- und Ausreise stempeln. Wir fuhren ein paar Kilometer weiter zu einem winzigen Dorf, wo wir in eine der einheimischen Hütten von Alina, einer jungen Dame aus Lesotho, eingeladen wurden. LesothoSie war heute innerhalb der Kommune für das Brot zuständig, das in einem Erdofen gebacken wird und ebenso lecker ist, wie das selbst gebraute Bier. LesothoDie ganze Atmosphäre war sehr entspannt und nicht so touristisch wie in anderen Touristenregionen der Welt. Sie verkaufte natürlich auch handgefertigte Ware und wir kauften ihr einen kleinen Besen ab, den wir ebenso gut als Fliegenklatsche einsetzen können:)Wir bezahlten den kleinen Besen und gaben ihr noch eine kleine Spende. Ich fühlte mich vom Schicksal mit unserer Lebensweise verwöhnt im Gegensatz zu dem harten, entbehrungsreichen Leben von Alina und eigentlich sollten wir alle dafür viel öfter Dankbarkeit zeigen.

Lesotho rsa20150517045Wir fuhren schliesslich zurück zum Pass und kehrten in den Pub ein, um dort zu Mittag zu essen. Wir waren aber nicht allzu hungrig und bestellten nur ein Sandwich und eine Suppe. Der Blick den Pass hinunter und über die Berge war unfassbar atemberaubend und wir hatten nun zumindest mal im am höchsten gelegenen Pub Afrikas gespeist:)

Viel zu schnell war es schon wieder Zeit für die Rückfahrt nach Underberg! Die nun ersten 14 steilen Kurven waren bergab umso abenteuerlicher, doch wir hatten alle viel Spass dabei und unser Guide war ein sehr gute Fahrer. Wir haben uns zu keiner Zeit in seiner Obhut unsicher gefühlt. ShrikeNach etwas mehr als einer Stunde und dem Passieren der südafrikanischen Grenze, erreichten wir wieder unsere Lodge. Wir verabschiedeten uns von allen, gaben unserem Guide ein wohlverdientes Trinkgeld und kehrten ins Apartment zurück. SunsetDas Licht war noch relativ gut und Gerd jagte dem Tierleben hinterher während ich einen guten Standpunkt für Landschaftsaufnahmen suchte. Doch das Licht war heute Nachmittag etwas fahl und ich gab schnell enttäuscht auf, aber Gerd gelangen einige schöne Aufnahmen des Graufischers am See.

Leider zog kurz nach Sonnenuntergang erneut schnell Nebel auf und wir konnten keine Sternenfotos machen. So assen wir zu Abend (Boerewors und frischen Salat), ich schrieb am Reisebericht und dann fielen wir nach einem warmen Bad in die Federn.

Highlight des Tages: die Sani Pass Tour

Diashow:

Sani valleyIch war total aufgeregt, als ich um vier Uhr morgens wach wurde und sah, dass sich der Nebel verflüchtigt hatte! Ich konnte gar nicht mehr einschlafen und war froh, als ich endlich um viertel vor sechs Uhr aufstehen konnte! Pied kingfisherIch sprang in meine Hosen und eilte hinüber zum Klubhaus, um den schönen roten Himmel über dem See mit dem Steg einzufangen. Nebel waberte über den See und die Stimmung war grossartig! Der Anblick der Berge war ebenso atemberaubend schön und ich änderte meinen Standpunkt leicht, um einige Fotos der Berge im wundervollen blauen und rosa Licht im Westen zu machen. Kurz vor Sonnenaufgang kehrte ich zur Lodge zurück und kam gerade rechtzeitig, um die ersten Sonnenstrahlen auf den Berggipfeln einzufangen. Es war ein fantastisches Licht und der Wind legte sich immer wieder mal, so dass fast perfekte Spiegelungen im See möglich wurden. Ich war glücklich!!

Sani valleyGerd widmete sich in der Zwischenzeit den Graufischern, die im schönsten goldenen Licht über dem See ihrem Frühstück hinterher jagden. Es war somit ein grossartiger Morgen für uns beide! Wir packten die Fotosachen für die Fahrt zusammen und marschierten hinüber ins Club House, um zu frühstücken. Wir entschieden uns beide wieder für das Full English Breakfast, das wir mit Toast, Obstsalat, Joghurt und Milchkaffee genossen.

on the roadSchon war es an der Zeit, die Rechnung zu begleichen und wir unterhielten uns nett mit Gareth, der uns noch Tipps zu unserer gewählten Route nach Giant’s Castle gab. Er kannte die Strecke sehr gut und nach der lustigen Unterhaltung fuhren wir schliesslich Richtung Underberg los. Dort tankten wir nochmals voll und kauften im SPAR Supermarkt die Lebensmittel für die kommenden sechs Tage. Was für ein gesundes Leben: ausgezeichnetes Fleisch und frischer, leckerer Salat:)

Gareth’s Vorschlag, die Nebenstrecke zu nehmen, stellte sich als goldrichtig heraus und wir konnten die unbefestigte Strasse trotz vieler Steine und Schlaglöcher problemlos mit dem Nissan bewältigen. Wir fuhren über Lower Loteni und Haymor, bis wir nach fast 80 Kilometern wieder die Teerstrasse nach Giant’s Castle erreichten. Die Strasse war in Teilstrecken sehr steinig, doch die dicken Reifen und die Bodenfreiheit des Nissan gaben uns die notwendige Sicherheit und wir arbeiteten uns langsam, aber stetig Richtung Ziel voran. Mir machte das Fahren sehr viel Spass! Pied KingfisherUnd eigentlich waren die letzten 11 km auf einer mit Schlaglöchern übersäten Teerstrasse nerviger als die ganzen Kilometer zuvor! Schliesslich erreichten wir Giant’s Castle nach rund drei Stunden Fahrt, passierten den Eingang zum Nationalpark und fuhren weiter bis zur Rezeption des KZN Wildlife Camp und checkten ein.

Wir hatten die Honeymoon Suite gebucht, die ein wenig abseits der anderen Chalets liegt und so etwas mehr Privatsphäre und einen schönen Ausblick bot. Der Room war mittelgross und in einen Wohn-/Schlafbereich unterteilt mit einer offenen, voll eingerichteten Küche. Ein kleines Badezimmer mit Wanne und Dusche sowie eine schöne Terrasse komplettierten das Chalet. Der einzige Nachteil war das Parkieren, das nur vorn an der Rezeption möglich (ein Hurra auf die Privatsphäre!) war und wir somit unser ganzes Gepäck und die Einkäufe zum Chalet schleppen mussten. Cyril von der Rezeption war so freundlich, uns zu helfen:)

Wir fühlten uns wohl, arrangierten uns und machten einen kleinen Erkundungsspaziergang. Schnell fanden wir ein schönes Plätzchen für den Sonnenunter- und -aufgang und gingen zurück zum Chalet, wo wir uns auf der Terrasse bei einem Glas Wein entspannten. Der Ausblick war grossartig und die Bergkette einfach nur eindrucksvoll.

Giant's castleAls es Zeit für den Sonnenuntergang war, gingen wir hinüber zu unserem ausgesuchten Standpunkt und machten ein paar Fotos. Wie fast immer, war das Licht abends ein wenig flau und wir warteten auf das Nachglühen, welches sehr farbenfroh war. Ich machte Fotos für ein grosses Panorama und hoffte, dass es gut werden würde – und das war es dann auch:)

Giant's castleZurück im Chalet bereitete Gerd das Abendessen zu, während ich unsere Fotos sicherte und am Reisebericht schrieb. Diesmal machte Gerd ein Geschnetzeltes aus Rinderfilet und Gemüse mit einem leckeren, frischen Salat. Was für ein hervorragendes Essen am Ende eines schönen Tages!

Die Sterne funkelten hell am afrikanischen Himmel und wir machten uns nochmal auf, um die Milchstrasse über den Drakensbergen einzufangen. Sie sah auch fantastisch aus, doch über den Gipfeln gab es noch ein paar Restwolken, die leider die Lichter aus Lesotho sehr stark reflektierten. So kehrten wir recht erfolglos zurück ins Chalet und fielen müde in die Federn.

Highlight des Tages: Sonnenuntergang über dem Giant’s Castle

Diashow:

rsa20150519009Wir standen um viertel vor sechs Uhr auf und gingen zum Sonnenaufgang hinüber zu dem Aussichtspunkt von gestern Abend. Es dämmerte noch, als wir ankamen, doch die Bergspitzen nahmen bereits die rot-orangene Farbe des Himmels im Osten an. Ich mag diese Stimmung einfach sehr und machte glücklich die ersten Fotos.
Die Sonne ging eine halbe Stunde später auf und die Farben wechselten von dunkelrot bis zu einem goldenen Glühen über den Bergen. Pure Magie! Ich machte Einzelfotos und auch Fotos für ein Panorama und wir genossen den Anblick, wie die Sonne mehr und mehr von den Bergen beleuchtete.
Giant's Castle
Mit einigen guten Fotos auf dem Chip kehrten wir zurück ins Chalet und tranken erst mal einen warmen und wohlverdienten Kaffee bevor wir zum Frühstück hinüber ins Restaurant gingen. Es gibt eine Karte mit einer Auswahl zwischen kaltem und warmen Frühstück und Kaffee, Tee, Obstsalat, Joghurt sowie Müsli ist im Self-Service verfügbar. Der Filterkaffee war der dünnste Kaffee, den wir je hatten und so tranken wir danach lieber Nescafe Pulverkaffee:)Wir entschieden uns für das English breakfast, das sehr schmackhaft war und aus zwei kleinen Würstchen, einer gegrillten Tomate, zwei Spiegeleiern, Speck, Toast, Butter und Marmelade bestand. Giant's castle

Nach dem Frühstück wollten wir den River Walk machen und planten den Spaziergang zu den Höhlen mit den Buschmannzeichnungen für morgen. Giant's castleAlso marschierten wir mit leichter Ausrüstung hoch zum Picknickplatz und bogen dann ab auf den Pfad hinunter zum Fluss. Der Spaziergang am Fluss ist sehr angenehm und führt durch Gras- und Buschland. Es war auch nicht zu heiß und ich konnte mir nicht vorstellen, diese Wanderung in der Sommerhitze zu machen! Wir machten hin und wieder eine kleine Rast auf den Felsen im Flussbett und erreichten schliesslich eine kleine Brücke. Wir gingen hinüber und folgten dem Pfad weiter bergauf. Und völlig überraschend standen wir in einer Höhle mit einer hölzernen Plattform und Buschmannzeichnungen! Wir waren sehr verwundert, weil wir dachten, dass die Haupthöhle auf der anderen Seite des Flusses sein müsste und ausserdem hatte man uns darüber informiert, dass am Eingang stündlich ein Guide stehen würde. Also konnte das doch gar nicht DIE Höhle sein, dachten wir und auch die darstellenden Figuren der San waren nicht hier. So gingen wir weiter und kamen dann nach einer weiteren Minute tatsächlich in der Haupthöhle an! Und hier waren sie auch: die San Figuren, die das tägliche Leben der San nachbildeten. Wir waren wirklich bass erstaunt und realisierten schliesslich, dass wir durch den Ausgang hier her gekommen waren:)

Ein paar Minuten später kam der Guide mit zwei anderen Gästen und wir entschuldigten uns erstmal und erklärten ihm die Situation. Sein Name war Bheki und er war zum Glück nicht böse auf uns. Wir einigten uns darauf, jetzt an der Führung teilzunehmen und ihm das Eintrittsgeld direkt zu bezahlen. Giant's Castle Bushman paintingsGebannt hörten wir seinen Erzählungen über das Leben der San und der Entstehung der Zeichnungen zu und er würzte das Ganze noch mit Erklärungen über den Nutzen einiger Pflanzen in der Medizin. Die meisten Zeichnungen zeigen Elandantilopen, Schamane, Menschen, zumeist Jäger und andere Tiere wie Buschböckchen und Elefanten. Giant's castleWir mussten lachen: manchmal kommt es erstens anders und zweitens als man denkt und nun hatten wir bereits die Buschmannzeichnungen besucht, die wir eigentlich erst für morgen geplant hatten:)

Am Ende öffnete Bheki für uns das (Eingangs-:))tor und wir gaben ihm das Eintrittsgeld sowie ein gutes Trinkgeld. Nach einer netten Unterhaltung mit ihm setzten wir schliesslich unsere Wanderung fort. Der Pfad führte nun durch den Wald hinunter zum Fluss und auf der anderen Seite wieder hinauf. Wir entschieden uns, wieder am Flussufer entlang zurück zu laufen, da wir herausfinden wollten, wo der Weg zum Camp rauskommen würde. Was für eine Überraschung es war, als wir am Ende des Weges direkt vor unserem Chalet standen:)

Giant's Castle Bushman paintingsWir assen ein leichtes Mittagessen auf der Veranda und genossen dabei die Aussicht. Nach zwei Stunden Entspannung gingen wir zum Sonnenuntergang erneut hinunter zum Fluss. rsa20150519087Das Licht war leider wieder sehr fahl, aber ich fand ein schönes Plätzchen im Fluss mit einem kleinen Pool, der sehr attraktiv aussah. Der Sonnenuntergang war in der Tat langweilig, aber es wurde mit dem Nachglühen noch absolut wunderschön, als sich die rosa Wolken in dem kleinen Pool spiegelten. Ich war wieder ziemlich glücklich! Wir gingen nach Einbruch der Dämmerung schnell zurück zum Chalet und wollten eigentlich das Abendessen vorbereiten, doch dann gab es wieder einen dieser unsäglichen “geplanten” Stromausfälle, rsa20150519074der auch diesmal fast genau zwei Stunden andauerte – vielen Dank für die „Öko-Pause“ zur unpassendsten Zeit, liebe südafrikanische Stromgesellschaft! Gerd nutzte die Zeit für ein Nickerchen und versuchte sich mal wieder völlig erfolglos daran, den Kamin anzufeuern, während ich den Reisebericht schrieb.

Als es uns zu lange dauerte, machten wir uns ein Sandwich und wir gingen danach nochmal raus, um ein Panorama der Milchstrasse einzufangen. Heute gab es weniger Lichtverschmutzung, aber es war immer noch weit von perfekt! Trotzdem ein schönes Ende vom Tag!

Highlight des Tages: Sonnenaufgang und die unerwarteten Bushman Zeichnungen

Diashow:

Giant's castleWir standen wie gewohnt auf, nahmen unsere Stirnlampen und liefen in noch völliger Dunkelheit durch den Wald hinunter zum Fluss. Giant's castleWir kamen genau zur richtigen Zeit an der Stelle meiner Wahl am Fluss an, als das Licht schön blau und pink wurde. Der Himmel sah grossartig aus und ich nutzte den kleinen Pool ein weiteres Mal als Blickfang in der Bildkomposition. Die Wolken wurden schliesslich rosa und dann ging die Sonne auf und tauchte die Bergkette in ein wunderbares dunkelrotes Licht, das schnell in ein noch wunderbareres Gold überging. Der blaue Himmel reflektierte im Wasser vom Two Dassie Stream und die ganze Szene sah einfach nur traumhaft aus:)

Giant's castleIch wechselte zwei Mal den Standort, umd das Beste aus dem Licht rauszuholen und machte noch das ein oder andere Panorama, bevor wir schliesslich glücklich zum Chalet zurück gingen. Giant's castleGerd legte sich nochmal für ein kleines Nickerchen hin und ich genoss in der Morgenstille meinen Milchkaffee. Zum Frühstück wählte ich diesmal ein Omelette mit Speck, Pilzen, Tomate und Zwiebel während Gerd wieder das Full English breakfast nahm. Beides war sehr lecker und wurde von Joghurt, Fruchtsalat, Toast und Kaffee begleitet.
Giant's castleGerd hatte Rückenschmerzen von der Tour auf den Sani Pass und so liessen wir diesen letzten Tag im Giant’s Castle ruhig angehen. Wir machten einen Spaziergang den Pfad zu den Höhlen entlang, pausierten auf den Bänken und hielten Ausschau nach geeigneten Sonnenuntergangs- / -aufgangsstellen. Eine Gruppe von mindestens 50 Schülern passierte uns und fast jeder grüsste uns freundlich: “Morning!”, “Hi M’am”, “Good morning, Sir!” und wir grüssten jedesmal brav zurück – und kamen aus dem Grüssen gar nicht mehr raus:)! Wir schauten zu, wie sie wie einer Ameisenreihe gleich den Pfad entlang marschierten und konnten sie sogar aus der Höhle hören! Giant's castle Giant's castleWir liefen schliesslich zurück zum Chalet, hingen auf der Veranda herum und Gerd bereitete das Mittagessen zu. Wir zogen es heute vor, Mittags warm zu essen – nur für den Fall, dass wieder zur Abendessenszeit der Strom abgestellt werden würde!

Nach dem Abendessen entspannten wir uns noch etwas auf der Veranda (ein wirklich fauler Tag!), bevor es Zeit für den Sonnenuntergang war.SelfieAber diesmal war das Licht ziemlich langweilig, da es einen klaren Himmel ohne rosa Wolken gab. So packten wir nach kurzer Zeit zusammen und gingen zurück ins Chalet. Der Strom wurde um sechs Uhr erneut für zwei Stunden abgestellt und ich sichtete in der Zeit ein paar Fotos während Gerd versuchte, den Kamin anzufeuern. Nun ist das für ihn immer ein wenig frustrierend, während ich dabei viel Spass habe! Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen, brennt sein Feuer nie lange und er benutzt Anzünder auf Anzünder, um immer wieder neu anzufeuern:)


Nach dem Spass mit dem Kaminfeuer und als der Strom um kurz nach acht Uhr wieder ansprang, waren wir nicht mehr sehr hungrig und assen beide nur den Rest Salat und etwas Brot dazu. Eigentlich ein recht langweiliger Tag und wir gingen mit der Hoffnung auf einen schönen Sonnenaufgang früh zu Bett.

Highlight des Tages: Sonnenaufgang

Slideshow:

Giant's CastleWir standen rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf und die Bergkette der Drakensberge sah einfach wundervoll aus an diesem klaren Morgen. Der Himmel war tiefblau und die Berge wurden vom roten Glühen des Himmels im Osten beleuchtet. Giant's CastleIch liebe diese klaren Morgende, auch wenn die rosa Farbe der Wolken fehlt, aber das intensive Rot, das die ersten Sonnenstrahlen auf die Berggipfel zaubern, ist einfach an Schönheit schwer zu überbieten! Ich machte normale Fotos sowie einige Panoramen, war aber auch etwas besorgt um die lärmenden Paviane gleich hinter uns. Ich hasse Paviane; sie sind einfach nur böse und lästig:(Wie auch immer, es war ein schöner Morgen und wir kehrten zum morgentlichen Kaffee ins Chalet zurück. Wir packten die letzten Sachen und nahmen unser letztes herzhaftes Frühstück im Restaurant zu uns.
Giant's Castle
Danach checkten wir aus und machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel: dem Cathedral Peak Nationalpark, nur circa 130 km entfernt. Cathedral PeakDie Fahrt dauerte rund 2.5 Stunden und wir kamen daher etwas zu früh an, um unser Chalet zu beziehen. So nahmen wir auf der schönen Terrasse des Restaurants Platz und assen ein leichtes Mittagessen, bis wir schliesslich den Schlüssel fur unser Chalet an der Rezeption bekamen. Wir hatten das Chalet #10, welches am ziemlich rechten Ende der Anlage war. Wir zogen in das moderne Chalet ein, das aus einem grossen Raum mit offener Küche und Bad besteht, und machten anschliessend zum Location Scouting einen Spaziergang durchs Camp. Wir fanden schnell heraus, dass die Chalets auf der linken Seiten viel idealer für Fotos lagen und wir fragten an der Rezeption, ob wir noch tauschen könnten. Nach einigen Nachforschungen und weil wir das Chalet noch nicht benutzt hatten, konnten wir schliesslich in die #39A umziehen. Nun hiess es, alle Sachen zurück zum Auto zu schleppen und auf der anderen Seite wieder ins Chalet zu tragen – das hält fit:)


Eigentlich gefiel uns Chalet #39A sogar besser und die Aussicht war einfach nur prächtig! Wir zogen ein, tranken Kaffee und Wein auf der Terrasse und genossen den Sonnenuntergang hinter den dramatischen Gipfeln des Cathedral Peak. Cathedral Peak SandraWas für eine tolle Location! Der einzige Nachteil war, dass das Cathedral Peak Hotel direkt vor uns lag. Cathedral PeakEs versperrt in keinster Art und Weise den Blick, verursachte aber viel zu viel Licht für Sternenfotos:(Aber ich kann durchaus gut ohne Sternenfotos leben und das Hotel ist am Morgen nicht in der Bildkomposition – also alles gut:)

Wir machten ein paar Fotos während des Sonnenuntergangs in der Nähe des Chalets und assen zum Abendessen ein paar schnelle Spiegeleier. Ich versuchte zwar noch ein paar Sternenfotos, aber wie erwartet war der Mond im Weg und die Lichter vom Hotel zu hell. Wir nahmen ein Bad und gingen früh zu Bett.

Highlight des Tages: wieder der Sonnenaufgang!

Diashow:

Cathedral PeakEs war heute sehr Willkommen, dass ich quasi zum Sonnenaufgang nur aus dem Bett fallen musste und es nur ein paar Meter bis zu meinem ausgewählten Standpunkt waren. Cathedral PeakDas blaue Licht war nicht so faszinierend wie gestern, aber es war dennoch sehr schön, als die Berge in einem dunklen Rot zu leuchten begannen. Ich kann mich an diesem Anblick einfach nicht satt sehen! Ich machte wiederum normale Fotos sowie Panoramafotos und war sehr erfreut, als Gerd hinzukam und mir eine Tasse Kaffee mitbrachte:)Die aufgehende Sonne tauchte kurz danach die Berge und umliegenden Hügel in ein prächtiges goldenes Licht, was mir hier wiederum viel besser gefiel als am Giant’s Castle. Es war ein purer Augenschmaus und ich war sehr glücklich.
Cathedral Peak
Zurück im Chalet tranken wir erst noch gemütlich eine weitere Tasse Kaffee, bevor wir zum Frühstück hinüber ins Restaurant gingen. Wie im Giant’s Castle konnten wir ein warmes Frühstück von der Karte wählen und Obstsalat, Joghurt, Müsli, Toast, Butter, Marmelade und Kaffee gab es als Self-Service. Rainbow gorgeIch entschied mich mal wieder für das English Breakfast, was hier RIESIG war mit zwei Würstchen, köstlichen Pilzen, einer gegrillten Tomate, zwei Spiegeleiern, ein paar Kartoffelecken, Speck und Bohnen in Tomatensauce. Das war definitiv zu viel für mich und die Würstchen wanderten auf Gerd’s Teller:) Rainbow gorgeGerd wählte die Eggs Didima, die aus pochierten Eiern mit Spinat auf einer Brötchenhälfte mit Sauce Hollandaise bestanden und durch zwei Würstchen sowie einer gegrillten Tomate ergänzt wurden. Beide Gerichte waren sehr lecker und wir liessen uns ausreichend Zeit fürs Frühstück, bevor wir hinüber zum Cathedral Peak Hotel fuhren.

Wir wollten schauen, wie dort die Aussicht war und ob es sich eventuell lohnen würde, von dort Sterne zu fotografieren. Wir parkten den Nissan auf dem Besucherparkplatz und machten einen Rundgang über die Anlage. Ich war bass erstaunt, dass weder die Terrasse noch die Zimmer einen unversperrten Blick auf die Cathedral Peaks hatten! flowerUns gefielen zudem weder der Stil des Hotels noch die Atmosphäre und waren sehr froh, dass wir Didima mit dem famosen Ausblick und gemütlichen Chalets als Unterkunft gewählt hatten. So viel schöner! Wir tankten ein paar Liter und fuhren zurück nach Didima.

Gerd & SandraEs war noch früh und wir machten einen Spaziergang auf dem Pfad, der zur Rainbow Gorge führt. Ich hielt dabei auch Aussicht nach Standpunkten für den Sonnenaufgang und fand bald darauf eine schöne Stelle auf dem Hügel, den ich morgen probieren wollte. Der Pfad führte weiter um den Hügel herum und nach einem Kilometer bot sich uns eine wunderbare Aussicht in das Tal mit den Drakensbergen im Hintergrund! Wir kehrten um, als der Pfad abwärts in die Schlucht führte und gingen langsam zurück zum Chalet, wo Gerd einen leckeren Salat zum Mittagessen zubereitete.

Der Nachmittag war ziemlich erfolglos, da sich das Wetter änderte und es schon um zwei Uhr völlig bewölkt war.

Wir machten einen kurzen Spaziergang am Fluss entlang und kehrten für einen Amarula und ein Glas Wein ins Camp zurück. Ich nutzte die Zeit, um die Fotodateien zu kopieren und zu sichern, während Gerd wieder einmal mehr oder weniger erfolglos versuchte, den Kamin in Gang zu bekommen. Dafür war er aber der beste Chefkoch und bereitete ein wunderbar zartes und rosa gebratenes Rumpsteak zu:)Irgendwie ist das Feuermachen wirklich eine unendliche Geschichte!

Highlight des Tages: Sonnenaufgang

Diashow:

Cathedral PeakHeute stand ich allein um viertel vor sechs Uhr auf und ächzte den steilen Hügel hinter dem Camp hoch. rsa20150523058Die Aussicht von dort oben ist fantastisch und das blöde Hotel versteckt sich hinter einem weiteren Hügel. Es war ein wenig unheimlich, als ich dort oben noch in der Dämmerung ankam und das Geschrei der Paviane aus den nahen Felsen hörte. Aber sie waren an mir überhaupt nicht interessiert und ich begann zu fotografieren. Der Blick Richtung Osten zum blutroten Himmel war genauso schön wie die Bergkette der Drakensberge und ich konnte mich zunächst gar nicht entscheiden, was ich zuerst fotografieren sollte! Aber als die Drakensberge wieder wunderschön in blau und rot zu leuchten begannen, stellte sich diese Frage nicht mehr und ich begann mit Panoramen. Diese Farben sind schier unglaublich und ganz bestimmt nicht durch Photoshop erzeugt 😉
Cathedral PeakIch genoss diese frühe Morgenstunde aus vollen Zügen und ging schliesslich zurück ins Camp und gönnte mir eine wohl verdiente Tasse Kaffee. Wir gingen zum Frühstücken ins Restaurant und bestellten heute beide das Full English breakfast – lecker!

Doreen FallsEs war ein wonniger Tag und wir fuhren hinüber zum Hiker’s Parking und wanderten über die Hügel zu den Doreen Falls. Doreen FallsDie Wanderung war nicht wirklich anstrengend mit nur ein paar steileren Teilstücken, aber es eröffneten sich dafür hinter jeder Kurve spektakuläre Aussichten in die Täler und über die steilen Klippen der Drakensberge. SunbirdWas für eine prächtige Landschaft! Wir erreichten den Wasserfall nach etwas mehr als einer Stunde.

Der Wasserfall ist ziemlich malerisch mit einem kleinen Pool, aber leider war das Licht viel zu harsch für gute Fotos. So machten wir nur ein paar Schnappschüsse und genossen eine halbe Stunde lang an einem schattigen Plätzchen die ruhige, kühle Atmosphäre. Für den Rückweg wählten wir den Pfad, der zum Hotel führte und das war ein wirklich einfacher Spaziergang. rsa20150523040Wir waren in weniger als 45 Minuten zurück am Parkplatz und fuhren zurück nach Didima, wo wir ein leichtes Mittagessen im Restaurant bestellten. Gerd versuchte sich an ein paar Vogelfotos, aber auch hier war das Licht viel zu hart.

Wir wollten eigentlich nach dem Mittagessen das San Art Museum besuchen, aber gerade als wir das Museum erreichten, wurde von der Stromgesellschaft der Strom abgestellt. Cathedral PeakDas Museum war stockfinster und unser Besuch hatte sich somit erledigt. Der Generator des Hotels brummte laut – was für eine „tolle“ und sinnvolle Idee der Stromgesellschaft, umweltfreundlich Strom zu sparen, wenn dann der Dieselgenerator angeworfen wird!

Cathedral PeakSo gingen wir zurück ins Chalet und genossen von der Terrasse aus den Panoramablick über die Berge. Gegen vier Uhr gingen wir hinüber zum kleinen See und ich war hoch erfreut, dass die Pumpe durch den Stromausfall lahm gelegt und der See spiegelglatt war! Cathedral PeakIch machte schnell ein paar Fotos von der perfekten Bergspiegelung im schönsten Spätnachmittagslicht bis der Strom zurückkam und die Spiegelung somit zerstört war. Der Rest der Sonnenuntergangsstunde war nicht so ergiebig, aber ich war schon überaus glücklich mit dem, was ich hatte.

Gerd bereitete ein herrliche zartes Rump Steak mit Salat zu, während ich die Fotos sichtete und am Reisebericht schrieb. Es war ein ruhiger Tagesausklang und wir gingen früh zu Bett.

Highlight des Tages: Sonnenaufgang – was sonst?

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Cathedral PeakIch stand kurz vor sechs Uhr auf und blieb heute in der Nähe vom Chalet. Cathedral PeakIch wollte heute nur Teleaufnahmen machen und dafür musste ich mich nicht weit vom Chalet entfernen. Der Sonnenaufgang war wunderschön an diesem Morgen und ich genoss diese wundervollen satten Farben nochmals aus ganzen Zügen. Der Blick über die Cathedral Peaks ist einer der schönsten in den Drakensbergen und ich saugte praktisch jede Minute in mich auf.

Golden Gate NPNach einer Tasse Kaffee im Chalet, gingen wir ins Restaurant zum Frühstücken. Gerd wählte noch einmal die Eggs Didima und ich hatte mich so schön an das Full English Breakfast gewöhnt. Cathedral Peakeinem Chalet im Golden Gate Hotel

Die Fahrt war problemlos und wurde nur durch eine lange Baustelle unterbrochen, wo wir fast 25 Minuten Wartezeit in Kauf nehmen mussten. Das war aber nicht weiter schlimm, da wir zeitig unterwegs waren. Alles in allem waren es nur 2.5 Stunden Fahrt zum Golden Gate Hotel, wo wir kurz nach der Mittagszeit eincheckten.

Wir hatten wieder ein Chalet gebucht, in das wir bereits einziehen konnten. Der Raum ist recht gross mit einem Bett, Tisch und Stühlen, einer eingerichteten Küche und einem Schlafzimmer, dass wir als Büro umfunktionierten:)Der Standard war trotz der höheren Kosten nicht so hoch wie in den Unterkünften vom KZN Wildlife: an diese Sisal Teppiche werde ich mich nie gewöhnen, im Hauptraum gab es nicht eine einzige Steckdose, während es im kleineren Zimmer gleich 10 Anschlüsse gab und das Badezimmer war sauber, aber lieblos. Das Hotel wird von den SAN Parks betrieben und wir mussten zusätzlich zum Zimmerpreis noch 960 Rand Conservation Fee zahlen – wow, das war eine Menge Geld!

ZebraWir brachten das Gepäck ins Chalet, assen ein leichtes Mittagessen in der Lounge und starteten zu einer Scouting Tour. Es gibt zwei Rundfahrten, die man mit der Conservation Fee Permit fahren durfte und wir klapperten beide langsam ab. KestrelWir sahen ein paar Tiere wie Zebras, Gnus und einige Vögel, doch ein Turmfalke im schönsten Nachmittagslicht war dabei unser persönliches Highlight:)Ich fand die Landschaft schwierig zu fotografieren und war nicht wirklich glücklich damit.

Am Ende machte ich ein Foto des bekannten Brandwag Buttress Felsen direkt Weaver birdvor dem Hotel und kehrten nochmals an eine Stelle am Oribi Drive zurück, von sich einen toller Blick auf eine markante Felsformation anbot. Golden Gate NPDer Sonnenuntergang war sehr schön und die Farben im Westen einfach nur famos – aber ich konnte keinen guten Standpunkt finden:(So blieb mir nur die Hoffnung auf die nächsten Tage und einer hoffentlich erfolgreichen Suche nach passenden Standorten.

Wir fuhren zurück zum Hotel, entspannten uns mit Wein und Bier auf der Terrasse bis es dunkel war und assen zu Abend. Gerd hatte eine Überraschung parat: zartes Rinderfilet mit Tomatensuppe als Vorspeise und beides war ausgesprochen lecker! Nach dem Abendessen gingen wir hinüber in die Hotel Lobby und surften ein wenig im Internet, bis es Zeit war, ins Bett zu gehen.

Highlight des Tages: öhm – Sonnenaufgang?

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Golden GateKurz vor sechs Uhr fuhren wir zu demselben Standort wie gestern Abend los. Golden GateEs war eine spontane Entscheidung, als wir die wunderbaren roten Wolken im Osten sahen, die sich hervorragend gegen die Felsformation machen würden. Dieser Plan ging auch voll auf und die Dämmerungsfotos der Felsen gegen den blutroten Himmel sahen fantastisch aus. Wir waren auf einem kleinen Plateau und die schönen Muster im Felsen eigneten sich wunderbar als Vordergrund für die Berge und die attraktiven rosa farbenen Wolken darüber. Die Farben waren mal wieder unglaublich und ich kann nur abermals betonen, dass diese Farben NICHT im Computer entstanden sind, sondern allein von der Natur geschaffen wurden! Zebra

Die Sonne ging auf und die Berge glühten zunächst wieder dunkelrot bis die ganze Landschaft in goldenes Licht getaucht war. BlesbokWir packten schliesslich die Ausrüstung zusammen und fuhren die beiden Rundfahrten auf der Suche nach Tieren ab. Aber die Tiere schliefen noch oder waren irgendwo anders – typisch für uns; nie wirklich Glück mit dem Tierleben!

So fuhren wir zurück ins Chalet und machten Frühstück, das wir im warmen Sonnenschein genossen. Gerd war der Küchenchef und zauberte Spiegeleier mit Speck, Müsli, Kaffee und Toast mit Marmelade und Käse auf den Frühstückstisch. Am heutigen Montag wollten wir die Lebensmittel für die restliche Zeit unserer Selbstversorgung besorgen und machten uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Clarens. Der kleine Ort ist akkurat sauber mit vielen Galerien, Touristencafes, einem Supermarkt und einer Tankstelle. Golden gateWir parkierten am Supermarkt, erledigten die Einkäufe und kauften beim Metzger ein Kilo wunderbares Rinderfilet. Ein Besuch in der Bäckerei und Volltanken machten die Einkaufsliste komplett und wir fuhren zurück.

Pied starlingGestern Abend hatten wir uns noch mit einem älteren, deutschen Ehepaar unterhalten, die uns uns von einer Nebenstrasse erzählten, wo sie viele Tiere gesichtet hätten. Wir hatten nichts anderes vor und wollten es dann auch versuchen. Lesser-masked weaverWir fuhren Richtung Harrismith bis Alma, wo der Abzweig zur S22 beginnt. Die Staubpiste stieg zunächst steil bis zu einer Passhöhe an, wo es wunderschöne Felsformationen zu bestaunen gab. Red-winged starlingKurz darauf sahen wir auch die ersten Blessböcke sowie Zebras und wir hielten alle paar Meter für Schnappschüsse an. Es gab auch viele Vögel, doch war das Licht trotz der Wolken immer noch viel zu hart. Wir genossen aber dennoch diesen Ausflug, machten am Wegesrand eine Mittagspause und fuhren dann langsam wieder zurück zum Chalet. Golden gate

Auf dem Hotelgelände gab es viele Vögel und wir lockten sie mit ein paar leckeren Sonnenblumenkernen an. rsa20150525061Wir hatten schnell Erfolg und viele Zweifarbstare, Rotschwingenstare, Termitenschmätzer und ein Paar Cabanis-Webervögel fanden sich überglücklich zum unverhofften Abendessen ein. Einige der Vögel waren noch Jungvögel und bettelten die Alttiere an, die sich auch geflissentlich kümmerten – einfach nur liebenswerte kleine Vögelchen:)Wir hatten viel Spass mit den Vögeln, bis es an der Zeit war, zur Sonnenuntergangsstelle zu fahren. rsa20150525140Auf unserem Weg begegneten uns noch weitere hübsche Vögel, Zebras und ein Gnu in weiter Entfernung. Unser Plan ging gut auf und der Himmel verfärbte sich eine Viertelstunde nach Sonnenuntergang blutrot. Es war eine gute Entscheidung und wir kehrten zufrieden zurück ins Chalet.

Zum Abendessen bereitete Gerd ein leckeres Geschnetzeltes aus dem Rinderfilet mit Salat zu, das wir bei einem Glas Rot- und Weisswein genossen. Etwas entspanntes Surfen im Internet und ein Bad waren ein entspanntes Ende eines schönen Tages. Wir gingen mit viel Vorfreude auf den morgigen Tag zeitig zu Bett …

Highlight des Tages: ich weiss nicht, was ich sagen soll… aber… Sonnenaufgang!:)

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Golden GateNoch in der Dunkelheit fuhren wir den Blesbock Loop bis zu unserem ausgewählten Standpunkt für den Sonnenaufgang hinauf, aber wir konnten schon früh sehen, dass es heute nichts werden würde. Der Himmel war völlig klar – bis auf die dicke Wolkenbank im Osten, die sowohl das schöne rote Glühen als auch das erste goldene Morgenlicht verdeckte. So liessen wir diesen Sonnenaufgang aus, fuhren zurück ins Chalet und frühstückten. Golden GateDas war auch gar nicht so schlecht, denn wir hatten für heute einen Ausflug zum Sentinel Peak geplant und wollten früh starten.

Wir fuhren um kurz nach neun Uhr los und erreichten nach rund 20 Minuten die weitläufige Stadt Phuthaditjhaba, die wir auf dem Weg durchqueren mussten. Aber es war eine gute Fahrt ohne Unterbrechungen und wir erreichten bald die engere, gepflasterte Strasse Richtung Sentinel und hielten am Gate an. Wir mussten dort 30 Rand pro Person zahlen und setzten die Fahrt immer den Berg hinauf fort. SentinelDer gepflasterte Teil endete, wo der Abzweig zum Hotel war und wurde zu einer unbefestigten 4×4 Strecke. Es gab ein paar sehr steinige und schlechte Abschnitte, meist an Steigungen, was aber für unseren treuen Nissan kein Problem darstellte – einfach drüber bürsten:)Auf der Hälfte der Strecke gab es eine Baustelle und es scheint, als sollte die gesamte Strasse befestigt werden. Leider hatte gerade ein Lastwagen eine volle Ladung Sand für die Arbeiter auf die Strasse gekippt und wir mussten warten, bis eine Schneise für die Autos freigeräumt war. SentinelDer Minibus vor uns blieb trotz 4×4 im tiefen Sand stecken, kam aber durch die tatkräftige Unterstützung der Passagiere sehr schnell weiter. Ich nutzte einfach meinen 4L Gang und rollte fröhlich lachend durch den weichen, tiefen Sand:)

SentinelWir kamen endlich oben an, parkierten das Auto, registrierten uns im Mountain Book und zahlten nochmals 60 Rand pro Person für die Wandererlaubnis. Die Ausblicke über den Sentinel und die umliegenden Berge waren atemberaubend und wir konnten schon den Zickzack Pfad den Berg hinauf ausmachen. Wir liefen los und der Aufstieg war überhaupt nicht anstrengend, trotz der Höhe von 2500 Meter. Der Pfad war teilweise gepflastert, aber überwiegend uneben und steinig und doch sehr einfach zu begehen. Wir erreichten einen ersten Aussichtspunkt, von wo aus wir unsere nächste Unterkunft, das Thendele Upper Camp, tief unten im Tal des Royal Natal Nationalparks sehen konnten! SentinelDie Aussichten waren einfach nur unbeschreiblich fantastisch und wir genossen diese Wanderung sehr. Wir erreichten einen zweiten Aussichtspunkt, aber ich habe mich nicht getraut, den Pfad bis zum Ende zu gehen, weil der Pfad sehr eng mit einem Abriss zu meiner Linken war. So stand ich da mit Herzklopfen und zitternden Knien und fühlte mich wieder wie der letzte Depp und Feigling!!! Doch auch von unserem Standpunkt aus war die Sicht eindrücklich – diese schiere Steilheit und Schroffheit des Amphitheaters ist beeindruckend!

Wir gingen immer weiter aufwärts und um eine Felsnase herum, bis dann für mich die Wanderung endgültig beendet war:( SentinelDer Pfad war an einer Stelle abgerutscht und ich hätte ungefähr 1,5 Meter auf die andere Seite springen müssen. Leider ging es rechts sehr steil abwärts und ich habe mich SCHON wieder mit zitternden Knien nicht getraut! Ein falscher Schritt und das war’s:(Ich war SEHR enttäuscht, hauptsächlich weil jeder andere Wanderer diese Stelle offensichtlich gut passieren konnte und nur ich wieder der einzige Depp weit und breit war! Golden GateIch war übellaunig und sehr traurig… So assen wir dort unsere Sandwiches zu Mittag und gingen langsam zurück zum Parkplatz. Wir machten ein paar Panorama Fotos auf dem Weg, da uns die Ausblicke ein ums andere Mal fesselten.

Wir kamen schliesslich am Parkplatz an und fuhren langsam zurück. Der Sand war immer noch da und immer noch tief und weich, aber auch diesmal war es kein Problem für den Nissan. Während der Rückfahrt hielten wir hin und wieder für Fotostopps an, bis wir zum Hotel abbogen, wo wir uns die Aussicht ansehen wollten. SentinelDas Hotel wird gerade völlig erneuert und die neuen Chalets und Bungalows sehen sehr gut aus. Golden GateSie befinden sich genau am Abbruchrand mit einem prächtigen Ausblick über das Amphitheater. Wir unterhielten uns kurz mit der Dame an der Rezeption und waren fest entschlossen, hier das nächste Mal zu buchen, wenn wir in der Gegend sind. Dies ist ein klares Muss!

Wir fuhren weiter heimwärts und passierten wieder Phuthaditjhaba, das am Nachmittag wesentlich wuseliger war. Aber auch diesmal war es kein Problem und wir erreichten schnell die Strasse Richtung Clarens. Die Berge auf dem Weg wurden wunderschön vom goldenen Nachmittagslicht angestrahlt und wir machten eine Menge Fotopausen. Am sehr windigen, fast stürmischen, Ende des Tages fuhren wir die Stelle vom Morgen am Blesbock Loop an. Golden GateEs war ziemlich schwierig, unter diesen stark windigen Bedingungen zu fotografieren, aber ein paar Sonnenuntergangfotos gelangen mir dennoch. Golden GateAm Ende war ich mit meinen Fotos ziemlich glücklich und wir fuhren zurück zum Chalet.

Gerd entspannte sich, während ich den Reisebericht schrieb und wir gingen schliesslich zum Abendessen hinüber ins Restaurant. Das war jedoch eine ziemliche Enttäuschung, denn die Karte bestand nur aus Burgern, Wraps und Sandwiches 😮 Gerd entschied sich für ein Rindfleisch Wrap und ich für ein Hühnchen Wrap, da wir beide nicht so gern Burger essen. Die Wraps waren kalt, der Salat kam ohne Dressing oder Öl und die Pommes waren übel labberig.

Zum Trost nahmen wir auf unserer Veranda noch ein letztes Glas Wein, bevor wir zu Bett gingen.

Highlight des Tages: die grossartigen Ausblicke am Sentinel Peak

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Golden GateIch wollte nach der gestrigen Enttäuschung nicht aufgeben und wir standen unverdrossen wieder um halb sechs Uhr auf. Golden GateWir fuhren zu dem Aussichtspunkt, ich ging hinüber auf das Felsplateau und wurde kurz darauf vom wundervollen, roten Glühen des Sonnenaufgangs begrüsst. Der Himmel im Osten sah perfekt aus an diesem Morgen und mir gelangen verschiedene Bildkompositionen mit dem Gras, den kleinen Steinen und der Oberfläche der Felsen. Nachdem ich 15 Minuten gewartet hatte, ging die Sonne auf und das Licht wurde atemberaubend schön! Die Hügel schienen im Rot-Orange geradezu zu glühen und die ganze Landschaft sah aus wie ein Traum. Es war eine wunderschöne Farbexplosion und ich machte glücklich meine Fotos.

Wir kehrten ins Chalet zurück, Gerd holte etwas Schlaf nach und ich surfte in der Hotellobby ein wenig im Internet. Golden Gate Golden GateWir machten Frühstück und genossen es im warmen Sonnenlicht. Da wir heute weiterreisen würden, teilten wir die Aufgaben und Gerd räumte die Küche auf, während ich schon mal das Auto mit den fertigen Sachen belud. Als ich im Bad war, hörte ich Gerd plötzlich laut brüllen. Da stand tatsächlich ein Pavian halb in unserem Zimmer und Gerd hatte ihn mit lautem Geschrei verscheucht. So weit, so gut… Ich war dann fertig im Badezimmer und räumte die Reste vom Frühstückstisch auf. Als ich einen leeren Teller zu Gerd brachte, fragte er mich, was ich denn mit der Butter gemacht hätte. Die Butter???? Offensichtlich war der Pavian IM Zimmer gewesen und hat die Butter vom Teller geklaut!!! Amphitheatre, Royal NatalMein Mobiltelefon lag daneben und ich war ziemlich erleichtert, dass sich dieser hässliche Kerl nicht dafür interessiert hat! Amphitheatre, Royal NatalWir hassen Paviane, sie sind aggressiv und eigentlich nur mehr als lästig.

So checkten wir endlich aus und fuhren los Richtung Harrismith zu unserem nächsten Ziel, dem Thendele Camp im Royal Natal. Wir passierten wieder die lange Baustelle, kamen aber mit nur einer kleinen Verzögerung durch. In Little Switzerland, das ungefähr 30 Kilometer von Royal Natal entfernt ist, tankten wir nochmal voll und erreichten den Eingang vom Nationalpark kurz nach Mittag. Wir checkten an der Thendele Rezeption ein und bekamen das Chalet #26 zugewiesen. Das Chalet an sich war ja sehr nett, aber der Parkplatz für unseren Nissan ein kleiner Albtraum!

Es ging steil (!!) bergauf über zwei sehr enge Kurven, die ich nur im untersetzen 4L Gang bewältigen konnte!!! Das war absolut nicht normal und so war es unmöglich, morgens ohne viel Lärm auszuparken. So ging ich zurück zur Rezeption und fragte, ob wir das Chalet wechseln könnten. Der junge Mann an der Rezeption war sehr kooperativ und wir bezogen kurze Zeit später das Chalet #20. Das Parkieren war immer noch schwierig, aber doch sehr viel angenehmer als bei #26. Amphitheatre, Royal NatalLeider waren die Chalets mittlerweile schon arg abgewohnt, besonders die Küche und das Badezimmer. Und es war bisher die einzige Unterkunft in Südafrika, wo wir in der Küche kleine Kakerlaken vorfanden. Der Ort direkt vor dem Amphitheater ist absolut grandios und unschlagbar, aber die Unterkünfte entsprechen nicht mehr ihrem Anspruch – wie Schade! Wie auch immer, wir zogen ein, assen einen leckeren Salat zu Mittag und machten einen Spaziergang zum Location Scouting. Es gibt in der Nähe von Cottage #2 einen schönen Standpunkt, den wir für den heutigen Sonnenuntergang auswählten.

Amphitheatre, Royal Natal, at night GerdZurück am Chalet, versuchten wir uns recht erfolglos an Vogelfotos (alle gelöscht!) und gingen schliesslich zum Sonnenuntergang zurück zu unserem ausgewählten Standpunkt. Das Licht war sehr schön, aber trotzdem freute ich mich schon sehr auf das noch schönere Morgenlicht.

Wir assen zu Abend (Suppe, Würstchen und Salat), duschten und gingen nochmals für Sternenfotos hinaus. Die Milchstrasse stand über dem Sentinel und der Halbmond beschien die Landschaft in einem wundervollen Licht. Ich machte glücklich ein paar Aufnahmen und versuchte mich an einem Sternenpanorama, das sich leider nicht vernünftig zusammenfügen liess. Schade, aber wir genossen auch so den Blick in den herrlichen afrikanischen Sternenhimmel.

Highlight des Tages: Sonnenaufgang!!!!!

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AmphitheaterIch stand heute allein um kurz vor sechs Uhr auf und ging noch im Dunkeln zu meinem ausgewählten Sonnenaufgangsstandpunkt. AmphitheaterDer Himmel im Osten fing kurz darauf an, Orange zu glühen und reflektierte das Licht auf das Amphitheater. Der Blick vom Mont aux Sources hinüber zum Sentinel war atemberaubend schön und wurde in dem sanften blauen und roten Licht der Dämmerung noch prachtvoller. Ich genoss diesen Morgen aus vollen Zügen und machte einfache Fotos sowie Serien für Panoramen.

Gerd war schon auf, als ich zurück kam und auch er hatte ein paar Fotos vom Sonnenaufgang gemacht. Mittlerweile waren viele Vögel im Garten und wir legten ein paar Körner zum Frühstück aus. AmphitheaterSie nahmen das Angebot dankbar an und wir wurden mit einigen tollen Fotos des Flötenwürger, Spottrötel, Dreifarbbülbül, Rotschwingenstar, Doppelband-Nektarvogel, Klippenrötel und Kaprötel belohnt. GerdEs hat riesigen Spass mit den Jungs gemacht und die Vögel sind auch einfach zu hübsch! Chorister Robin-chat

Wir nahmen eine Flasche Wasser und die kleine Kompaktkamera und machten uns auf den Hiking Trail Richtung Gorge. Die Ausblicke auf das Amphitheater waren atemberaubend und wir hielten hinter jeder Kurve für einen Schnappschuss an. Wir wollten nur eine circa 3-stündige Wanderung machen und kehrten bald darauf in Richtung Policeman’s Helmet um. Rock paintingsZu unserer grossen Überraschung kamen wir nach kurzer Zeit an einem Felsen mit Buschmannzeichnungen vorbei! AmphitheaterDas kam ziemlich unerwartet, aber wir haben uns darüber sehr gefreut und bewunderten sie ausgiebig. Wir konnten schon bald darauf die markante Felsformation ausmachen, die in der Tat aussah wie der Helm eines britischen Bobby:)Es war ein schöner 3-Stunden Spaziergang und wir kehrten für ein leichtes Mittagessen ins Chalet zurück.

Sandra AmphitheaterNun waren noch mehr Vögel im Garten und wir verbrachten einige Stunden mit dem Beobachten und Fotografieren der Vögel. Es waren unfassbar viele liebenswerte Vögelchen! Wir beschäftigten uns mit den Vögeln bis es Zeit für den Sonnenuntergang war und wir gingen den Pfad hinunter zu einer anderen Stelle, die wir uns heute Morgen ausgesucht hatten. rsa20150528181Es wurde ein toller Sonnenuntergang und ich war glücklich mit der etwas anderen Bildgestaltung und dem Licht über Mont-aux-Sources. Als das Licht aus den Tälern verschwunden war, genossen wir einen Sundowner auf unserer Terrasse, während das letzte Sonnenlicht über dem Amphitheater verschwand.

Wir assen zu Abend und warteten, bis die Milchstrasse über dem Sentinel stand. Am Viewpoint machte ich ein paar weitere Sternenaufnahmen, doch schnell zogen Wolken auf und wir gingen zurück zum Chalet.

Highlight des Tages: Sonnenaufgang!!!!!!

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Amphitheatre - Royal NatalWie gestern Morgen, ging ich allein hinüber zum Standpunkt, weil ich noch ein weiteres Panorama mit einer anderen Brennweite in der blauen Stunde machen wollte. Amphitheatre - Royal NatalIch hatte Glück und das Licht war wieder einmal grossartig und begann mit einem tiefen Rot, das in Orange überging mit einem knallblauen Himmel über dem Amphitheater. Dieser Anblick ist einfach nur magisch und ich werde niemals müde, diesen Ausblick zu bewundern! Nach der blauen Stunde schnaufte ich schnell zurück zum Chalet und kam gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang an. Die Sonne ging hinter den Hügeln in der Ferne auf und tauchte die Landschaft in ein zauberhaftes rotes Licht. Wunderschön!
Amphitheatre - Royal Natal
Gerd war nun auch schon wach und wir fuhren mit dem Auto runter zum Damm. Das Wasser war absolut ruhig und ich konnte dieser perfekten Spiegelung einfach nicht widerstehen. So machte ich doch wieder ein paar Fotos wie im letzten Jahr vom Amphitheater im golden Licht und mit perfekter Spieglung im See. SandraAber diese Landschaft in diesem Licht ist einfach nur prächtig! Leider gab es diesmal keine Vögel am See und wir fuhren zum Frühstück zurück ins Chalet. Es war heute bereits schon wieder Zeit aufzubrechen, da wir den Aufenthalt ja wegen der langen Fahrt nach Mkuze und einer weiteren Zwischenübernachtung um einen Tag verkürzt hatten.

So fuhren wir um kurz nach halb zehn Uhr über Bergville, Winterton und Pietermaritzburg Richtung Durban los. Die Fahrt war gut, obwohl es um Pietermaritzburg eine Menge LKW Verkehr hatte, der uns etwas Zeit kostete. Die Autobahn ist sehr hügelig und die LKW’s fahren teilweise nicht schneller als 20 km/h, was auf den anderen Spuren zu Verzögerungen führt. Aber trotzdem erreichten wir kurz vor zwei Uhr den Canelands Beach Club and Spa, wo wir bereits letztes Jahr waren. Wir würden freundlich von der Rezeption und Christine, der Managerin, begrüsst und zogen in unser gemütliches Zimmer ein

Wir lieben Canelands für seinen Luxus im sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis und die Zimmer sind einfach wunderschön mit einem riesigen Bad, toller Dusche, einer Badewanne zum Schwimmen, einer Terrasse mit fantastischem Blick über den Indischen Ozean und einer hervorragenden Küche. Ein Genuss für alle Sinne:)

Wir entspannten den restlichen Nachmittag auf der Terrasse, genossen das Badezimmer aus vollen Zügen und gingen schliesslich für ein hervorragendes Abendessen hinunter ins Restaurant.

Highlight des Tages: Sonnenaufgang!

Slideshow:

Ich stand kurz nach sechs Uhr auf und ging für den Sonnenaufgang hinunter and den Strand. Die Flut lief zwar auf, aber es waren noch genügend schöne Felsen mit Strukturen für einen guten Vordergrund sichtbar. Die Sonne ging als roter Ball durch den Dunst am Horizont auf und sah wunderschön aus! Ich machte einige Bilder, bis die Sonne zu grell war und ging zurück ins Hotel. Canelands Beach ClubFrühstück ist ein Genuss in Canelands und wir genossen es im warmen Sonnenschein auf der Terrasse. Wir nahmen beide ein warmes Frühstück mit Würstchen, gegrillter Tomate, Pilzen, Speck und Spiegeleiern und bedienten uns am Buffet mit Müsli, Joghurt, frischen Früchten und leckeren Muffins. Bald nach dem Frühstück checkten wir aus und verabschiedeten uns von Christine und Wendy, bis wir in einigen Tagen für die letzte Übernachtung zurückkehren würden.

Die 3-stündige Fahrt Richtung Norden bis Pongola lief völlig problemlos ohne viel Verkehr. Wir tankten in der Stadt an einer völlig chaotischen Engen Tankstelle nochmals voll und fuhren die letzten 20 Minuten bis zum Eingangstor des Mkuze Falls Private Game Reserve. Wir registrierten uns am Gate und liessen die letzten paar Kilometer bis zur Rezeption hinter uns, wo wir am Parkplatz freundlich empfangen wurden. Die Lady zeigte uns anschliessend geduldig die Anlage und erklärte uns alle Einrichtungen.

Das Chalet ist wirklich wunderschön, purer Luxus, von dessem Balkon man eine fantastische Aussicht auf den Mkuze Wasserfall geniessen kann – wenn er denn genügend Wasser hätte, um zu fallen 😉 Im Raum gibt es ein riesiges Bett, zwei Stühle mit Beistelltisch und eine Gardrobe. Im Vorraum befindet sich ein kleiner Kühlschrank mit Minibar, sowie eine Auswahl an Kaffee und Tee und einem Eiskühler. Das Badezimmer ist ebenfalls der totale Luxus mit einer grossen Badewanne und zwei Handwaschbecken sowie Seife, Handlotionen und Badezusätzen. Das Highlight ist aber die Outdoor Dusche und der kleine private Pool mit Blick auf die Berge! Eine wirklich schöne Unterkunft, die ihren Preis wert ist – wenn denn auch noch das Tierleben passt 😉


Wir waren rechtzeitig zum Mittagessen, das auf der schönen Aussichtsterrasse serviert wird, angekommen. Man kann von einer Mittagskarte wählen, die alles über Salate, leichte Mahlzeiten und komplette Tellergerichte bietet. Wir entschieden uns beide für Salate, die sehr schmackhaft und frisch waren. Der Blick vom Balkon ist wirklich fantastisch und wir genossen ihn bei einem Glas Wein, bis es Zeit war, die anderen Gäste zum Kaffee in der Lounge zur Pirschfahrt zu treffen. Norman war unser Guide: ein netter, junger Mann mit einer Vorliebe für die heimische Vogelwelt!

Die Pirschfahrt war leider ziemlich enttäuschend und mein persönliches Highlight war die hübsche Gabelracke, die auf einer Stromleitung posierte. Ich liebe diese kleinen Kerle – sie sehen immer etwas grimmig aus, aber sind durch ihre Farbenpracht wunderschön! Lilac-breasted rollerNorman fuhr überwiegend durch dichtes Buschland und es war sowohl schwer, die Tiere zu sehen als auch zu fotografieren. MkuzeWir sahen zwar drei Nashörner, einen Elefanten und ganz am Schluss im Dämmerungslicht eine Löwin, aber Fotos waren nicht drin und auch das Beobachten schwierig. Wie Schade!

Als die Dämmerung schon weit fortgeschritten war, hielten wir für einen Sundowner an. Wir wählten (welch Überraschung!) ein Glass Wein und schauten zu, wie sich der Himmel blutrot verfärbte. Gerd MkuzeDanach fuhr Norman zurück zur Lodge und wir machten uns im Chalet etwas frisch. Es war eine sehr angenehme Überraschung, dass wir eine mit heissem Wasser und Badezusatz gefüllte Badewanne vorfanden! Gerd liess sich den Spass nicht nehmen und genoss ein Bad, während ich auf dem Balkon den Geräuschen der Nacht lauschte.

Wir gingen schliesslich mit knurrenden Mägen hinüber in die Boma, wo das Feuer bereits brannte und das Abendessen parat war. Da wir heute viele Gäste waren, Mkuzegab es ein Buffet und wir konnten uns an einer Auswahl von Vorspeisen wie Salat oder Suppe, T-Bone Steaks und Würstchen vom Barbecue und Beilagen wie Reis, Kartoffeln, Spinat und Gemüse bedienen. Alles war sehr lecker und wir genossen dazu eine Flasche guten südafrikanischen Weisswein.

Nach dem Abendessen sassen wir noch einige Zeit auf dem Balkon, beobachteten das Wasserloch und genossen die Ruhe.

Highlight des Tages: die Gabelracke

Weibliches SchwarzkehlchenUm halb sechs weckte uns der Morgenruf der Ranger. Wir sprangen in die Klamotten und gingen nach einer kurzen Katzenwäsche für einen Kaffee hinüber in die Lounge. Es wurde langsam hell im Osten und wir starteten kurz darauf mit einem netten Ehepaar aus Durban die Pirschfahrt. SekretärAn diesem Morgen war es eine sehr erfolgreiche Fahrt und wir trafen als erstes auf eine Herde Zebras im schönsten Morgenlicht. Ein paar hundert Meter weiter thronte ein Sekretär auf einer Akazie – dieser grosse Vogel war für uns ein richtiges Highlight und Gerd war sehr glücklich über die Fotos, die er mit dem 500mm Objektiv machen konnte.

Wir setzten die Fahrt fort und trafen auf eine Gruppe Giraffen. Zu unserer grossen Entzückung war eine Baby Giraffe dabei und Norman sagte, dass sie gerade mal zwei bis drei Wochen alt sei. So herzig! GiraffeUnweit der Giraffen befand sich eine Herde Büffel mit einigen Seidenreihern auf den Rücken. Das Licht war noch akzeptabel und wir fotografierten glücklich drauf los. BüffelNorman fuhr zurück in die Ebene und erspähte kurz darauf zwei Geparden, die im Gras lagen. Es waren zwei Brüder und wir hielten nur zwei Meter neben ihnen an – sie waren satt und müde und an uns überhaupt nicht interessiert. Sie sahen einfach nur total gelangweilt und müde aus:)Wir bewunderten diese grazilen Katzen ausgiebig, bevor wir schliesslich weiter fuhren. Das letzte Highlight dieser Pirschfahrt war dieselbe Löwin, die wir bereits gestern am Damm angetroffen hatten. Sie war aber nicht sehr kooperativ und trottete gemächlichen Ganges in den dichten Busch.

rsa20150531104Schliesslich machten wir eine Kaffee- und Kekspause und liessen die Erlebnisse sacken. Danach fuhren wir zur Lodge zurück und hatten mächtigen Frühstückshunger! Das Frühstück wurde heute als Buffet serviert und der warme Teil bestand aus Würstchen, Pilzen, gegrillter Tomate, Speck, Rührei und kleinen Kartoffeln. Ansonsten gab es noch Fruchtsäfte, Kaffee, Tee, Müsli, frisches Obst, Toast und Marmelade. Sacred IbisWir liessen uns mit dem Frühstück Zeit und genossen die Aussicht auf den (Fast-)wasserfall und die Berge. Die anderen Gäste verliessen heute die Lodge und wir sollten für einen Tag die einzigen Gäste sein. Auch mal schön, so eine Luxuslodge für sich allein zu haben:)

Bis zum Mittagessen sassen wir auf dem Balkon, beobachteten Tiere, ich schrieb am Reisebericht und sicherte die Fotos. GepardDie Jungs hatten sich, da wir heute die einzigen Gäste waren, sehr viel Mühe mit dem Tischgedeck gegeben und wir hatten ein schönes Plätzchen mit Aussicht auf den Wasserfall. Es war sehr gemütlich und wir bestellten beide Salat mit einem Glas Wein. Das Leben ist schön! rsa20150531112

Nach dem Essen brachte ich den Reisebericht auf den aktuellsten Stand, bis es auch schon wieder Zeit für die Nachmittagspirschfahrt war. Es war wieder eine private Fahrt nur mit uns beiden und wir hatten viel Glück mit der rsa20150531142Sichtung von Vögeln, Giraffen, Büffeln und Antilopen. Das Highlight waren aber die zwei männlichen Löwen, die auf der Piste vor sich hin dösten. Das war leider schon ziemlich am Ende der Fahrt und das Licht war bereits sehr schlecht. Trotzdem gelangen uns ein paar Belegfotos und wir freuten uns sehr über das Erlebnis! Es war eine tolle Fahrt und wir tranken glücklich unseren Sundowner nach der Löwen Sichtung. Wir dankten Norman für diese schönen Erlebnisse und kehrten zur Lodge zurück, wo wieder die mit heissem Wasser gefüllte Badewanne auf uns wartete. Heute kam ich in den Badegenuss während Gerd die Aussendusche nutzte. LionEine sehr willkommene Erfrischung nach der aufregenden und staubigen Pirschfahrt.

rsa20150531228Es war schon wieder Zeit fürs Abendessen und ein weiteres Mal fanden wir einen liebevoll gedeckten Tisch in der Lounge vor. Wir konnten für Vorspeise, Hauptgang und Dessert aus jeweils drei Möglichkeiten wählen. Ich entschied mich für Schnecken und Straussensteak, während Gerd die Blumenkohlsuppe, das Straussensteak und eine Crème brulêe wählte. Alles war sehr köstlich und schmackhaft, besonders das Straussensteak war sehr zart und lecker.

Wir gingen früh ins Bett nachdem wir noch eine Weile bei einem Glas Wein auf der Veranda den Blick auf das Wasserloch genossen. Bitte schaut Euch die Diashow an, wo es noch viel mehr Tiere gibt, die wir auf den Pirschfahrten fotografierten!

Highlight des Tages: Katzen!

Diashow:

ElefantJeden Morgen dieselbe Prozedur 😉 Weckruf, Kaffee in der Lounge und auf geht’s zur Pirschfahrt! Norman wollte heute Elefanten suchen und erklomm auf holpriger Strecke die Hügel. White RhinoEs war schwierig, sie zu finden, aber plötzlich kamen zwei grosse Elefanten auf der Piste direkt auf uns zugerannt! Es war ein Bulle, der in bester Paarungslaune seiner Dame hinterher jagte. Seine Angebetete war davon aber so gar nicht angetan und es gab eine Menge Action mit Trompeten und Gestampfe, bis sie schliesslich im dichten Busch verschwanden. Ein dritter Elefant graste ruhig im allerschönsten Morgenlicht, aber er war so sehr im Busch verborgen, dass gute Fotos nicht möglich waren. Wie Schade!

Wir setzten die Fahrt fort und trafen bald auf Spitzmaulnashörner. BuffaloNorman fuhr sehr nah an sie ran, so dass wir diese seltenen und gefährdeten Kolosse ausgiebig bewundern konnten. Male lionDie Sonne war hinter Wolken verschwunden und das Licht schon sehr flach. Die Fotos haben daher nur Dokumentationscharakter, aber die Erfahrung, den Tieren so nah zu kommen, war atemberaubend!

Diese Sichtung wurde nur noch von denselben zwei männlichen Löwen wie gestern Abend gesteigert. Sie lagen in der Nähe der gestrigen Stelle faul im Gras und interessierten sich wieder relativ wenig für uns. Das Licht war nun deutlich heller als gestern und uns gelangen ein paar nette Portraits dieser schönen Katzen. Es war ein gutes Ende dieser morgendlichen Pirschfahrt und wir kehrten nach einer Tasse Kaffee zur Lodge zurück.

Male lion trackDas Frühstück war wieder sehr reichlich und lecker. Die kalten Sachen gab es als Self-Service, während das herzhafte, warme Frühstück nach unserer Wahl gebracht wurde. Nach dem Frühstück entschieden wir uns für einen Buschspaziergang mit Norman, was sich als gute Entscheidung erwies. NormanNorman erklärte uns die Tierspuren und Ausscheidungen, während wir durch den Busch wanderten. Er hatte eine Waffe dabei, aber nur für den relativ unwahrscheinlichen Fall, dass wir in eine brenzlige Situation mit Löwen oder Elefanten kommen würden. Das war zum Glück nicht der Fall und wir genossen diese schöne, rund 90-minütige Wanderung sehr.

BuffaloHeute war es wieder etwas heisser und eine kühle Erfrischung in der Aussendusche war nach unserer Rückkehr sehr Willkommen. Ich schrieb danach am Reisebericht, während Gerd bis zum Mittagessen ein Nickerchen machte.

Bald darauf war es wieder Zeit, die anderen Gäste in der Lounge zu treffen und wir begannen die Nachmittagspirschfahrt. Die Fahrt war leider nicht sehr ergiebig mit einigen Zebras, Antilopen und eine Gruppe Büffel, die sehr schön im sanften Nachmittagslicht posierte. Male lionGanz zum Schluss fanden wir die Löwen an genau derselben Stelle liegend vor, wo wir sie am Morgen verlassen hatten! GiraffeDie Könige der Savanne sind in der Tat auch die faulsten Tiere Afrikas:)Wir genossen den Anblick aber erneut ausgiebig – sie sind einfach tolle Katzen!

Nach einem Sundowner fuhren wir zurück zur Lodge und selbstverständlich war das Badewasser bereits wieder parat. Heute war Gerd mit dem Badegenuss an der Reihe und ich entspante mich alldieweil auf der Veranda.

Das Abendessen war erneut überaus lecker. Ich wählte das Kudusteak, während Gerd sich für das Lamm entschied und wir liessen es uns bei einem Glas Rot- und Weiswein schmecken.

Highlight des Tages: die Löwen

Diashow:

ElefantNorman weckte uns um halb sechs Uhr und wir begannen unsere Morgenpirschfahrt nach einer Tasse Kaffee in der Lounge. Norman wollte heute die Elefanten suchen und er fand sie auch schnell auf der anderen Seite des Flusses. rsa20150602046Wir überquerten den Fluss und stiessen Dank Norman’s guter Sinne bald auf die Gruppe Elefanten. Er fuhr sehr nah an sie heran und es war eine Gruppe von circa 20 Tieren, die aus ein paar Bullen, vielen Damen und ein paar Jungtieren bestand. Der jüngste Elefant war gerade ein oder zwei Monate alt und ich freute mich sehr, als ich ganz zum Schluss noch einen Blick auf ihn erhaschen konnte. Wir hatten viel Freude daran, die Elefanten beim Essen und Staubbaden zu beobachten – es war einfach wundervoll!

rsa20150602086Der Rest der Pirschfahrt war nicht sehr aufregend. Es war ein bedeckter Tag und die Tierwelt sehr ruhig. Wir sahen nicht viele Tiere rsa20150602074und machten die Kaffeepause genau auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses mit Blick auf die Lodge. Bald darauf erreichten wir die Lodge und das Frühstück wurde heute wieder auf der Terrasse serviert – überaus lecker wie jeden Morgen. Wir genossen es ein weiteres Mal ausgiebig und gingen zurück zum Chalet, um die restlichen Sachen zusammen zu packen. Ich bereitete die Umschläge mit dem Trinkgeld für unsere lieben Guides vor, wir checkten aus und bedankten uns bei allen für die tolle Zeit, die wieder einmal viel zu schnell vergangen war!

Wir rollten bald in die Richtung unseres nächsten Ziels los: Falaza Game Park, der sich in der unmittelbaren Nähe zu Hluluhwe befindet. Unser Navigationssystem hat uns etwas in die falsche Richtung geschickt, aber mit der Hilfe meines Smartphones fanden wir bald den richtigen Weg. Falaza ist nicht so luxoriös wie Mkuze Falls, aber uns gefiel es doch gut.

Die Unterkunft besteht aus festen Zelten mit einem grossen Schlafraum, einem Badezimmer sowie einer Aussendusche und Badewanne. Die Veranda war bereits im kühlen Schatten und wir genossen dort ein Glas Wein, nachdem wir uns eingerichtet hatten. Es regnete ein wenig und wir entschieden uns, die Pirschfahrt am Nachmittag ausfallen zu lassen. rsa20150602011Stattdessen entspannten wir auf der Veranda, surften in der Lounge im Internet und hatten einfach eine erholsame Zeit.

Zum Abendessen gingen wir hinüber ins Restaurant und wählten eine Vor- und Hauptspeise, was für mich nach den Essensorgien in Mkuze so langsam etwas zu viel war und ich mich mühsam durch das Essen quälte. Nach einem langen Tag waren wir ziemlich müde und gingen früh zu Bett.

Highlight des Tages: die Elefanten

Diashow:

BüffelUm kurz nach fünf Uhr kam Jemand vorbei, um uns zu wecken und wir gingen für einen Kaffee hinüber in die Lounge. Wild dogsEs waren rund 25 Kilometer Fahrt mit dem offenen Landcruiser zum Eingangstor des Hluhluwe-iMfolozi Game Reserve. Wir waren über den Besuch im ältesten Park Südafrikas sehr erfreut, da er für ein reiches Tierleben bekannt ist. Unser Guide kaufte die Tickets am Gate und wir starteten die Tour durch den Park.

Als erstes trafen wir auf eine Gruppe Büffel mit vielen Kälbern. Das Licht auf den Hügeln mit der aufgehenden Sonne war wunderbar und der Mond ging gerade unter, doch da unser Auto voll gebucht war, gab es leider keine Gelegenheit für Landschaftsfotos. WeissrückengeierZudem gab es einige sehr attraktive Akazien und ich weinte meinen verpassten Landschaftsfotos innerlich hinterher:(

Wir setzten die Fahrt fort und sahen eine Gruppe Autos auf der anderen Seite des Tales. So fuhren wir auch hinüber und wurden von einer Gruppe Wildhunde, Zebras und Giraffen begrüsst. White RhinoDie Wildhunde sieht man auch hier nicht so oft und wir waren sehr glücklich, dass wir diese Tiere das erste Mal in der Wildnis sehen konnten. Es gibt sehr viele Spitzmaulnashörner in diesem Park und wir konnten auch einige auf den entfernten Hügeln und im Flusstal ausmachen. White rhinoAber dann erreichten wir einen kleinen Parkplatz, wo gleich drei von ihnen in aller Ruhe nur 10 Meter von uns entfernt grasten! Beeindruckende (sorry, ich kann nicht wirklich sagen schöne) Tiere und es war grossartig, sie so nah beobachten zu können:)

Wir machten eine Kaffeepause auf einem der Rastplätze und hielten nochmals an einem Aussichtspunkt mit einem herrlichen Blick über das Flusstal an. Dann war es auch schon wieder Zeit, zurück nach Falaza zu fahren. Wir wussten schon jetzt, dass wir diesen Park nochmals bereisen würden und dann aber in einer der Unterkünfte innerhalb des Parks übernachten werden. HluhluweDas Frühstück wurde auf der Veranda des Restaurants serviert und wie immer war es Self-Service für die kalten Sachen wie Joghurt, Müsli und Obst und man konnte unter einer Auswahl von heissen Gerichten wählen. Wir nahmen das Full English Breakfast mit Würstchen, Spiegelei, Speck und gegrillter Tomate.

Den Rest des Tages bis zur Abendfahrt verbrachten wir mit Kofferpacken, Reisebericht schreiben und Entspannen auf der Veranda. Zu unserer Überraschung war die Pirschfahrt eine Fahrt hinüber zur 30 Kilometer entfernten Emdoneni Lodge, wo sich das Cat Rehabilation Center befindet. Gepard Sandra CheetahUm es kurz zu machen, zitiere ich hier einen von mir übersetzten Text der Emdoneni Lodge zu ihrem Programm:

“Der Schwerpunkt des Katzenprojekts ligt in dem Wiederauswildern der Katzen in die Wildnis. Wir behalten nur unsere Brutpaare und diejenigen Tiere, die nicht mehr ausgewildert werden können. Alle Nachkommen werden, wenn immer möglich, wieder in die Wildnis entlassen, wo sie auch hingehören.“

Der junge Guide Zee kam kurz nach unserer Ankunft zum Eingang des Geheges und gab eine Einführung zur Lodge und dem Programm. Sie haben Servals, Caracals, Wildkatzen und Geparden in ihrem Programm und alle sind mehr oder weniger in ihrer Art bedroht. Es war sehr interessant, die Details über jede Art zu hören und warum der eine oder andere hierher gehört und nicht wieder freigewildert wird. Die meisten der Hauptbewohner sind leider domestiziert worden (wie traurig!!) und sind daher nicht mehr für die Wildnis geeignet oder es sind missgebildete oder durch Verletzung behinderte Tiere, die hier ihr Leben verbringen dürfen. Serval

Wir durften auch einen Serval und eine Gepard anfassen, aber ich fühle mich bei diesen Aktionen immer etwas unwohl. Gerd CheetahEs fühlt sich einfach nicht richtig an, diese Katzen anzufassen, aber auf der anderen Seite zieht es halt auch Besucher an und generiert Einkommen für das Projekt. So ist es auf diese Art wohl auch wieder okay…

Wir kehrten zur Lodge zurück und genossen ein überaus leckeres Abendessen. Ich nahm das sehr zarte Rinderfilet und Gerd einen fettigen Schweinebauch. Es war ein schöner Abend und wir vollendeten ihn mit einem Glas Wein auf der Veranda. Leider gab es im Zelt am Abend kein heisses Wasser für ein Bad oder Dusche, was bei einer Lodge mit diesem Preis inmitten der Zivilisation nicht passieren sollte…

Highlight des Tages: die Nashörner am Morgen

Diashow:

GiraffeWir standen um kurz nach sechs Uhr auf und gingen hinüber zum Restaurant auf eine Tasse Kaffee. Wir hatten heute Morgen nur eine Pirschfahrt auf dem Falaza Gelände, die mehr als eine Enttäuschung war! GiraffeSie haben kaum Tiere auf dem Gelände und obwohl uns die Giraffen sehr gefreut haben, sahen wir kaum etwas anderes während der zwei Stunden. Nun ist Afrika ja kein Zoo, aber wenn man zu diesen Preisen eine Game Lodge anpreist, sollte man auch etwas dafür bieten können. Das ganze Verhältnis Kosten:Leistung passt einfach nicht im Vergleich zu anderen Unterkünften. Die Guides sind nicht so vertraut mit der Umgebung und den Autos und der Zeitdruck scheint alles zu beherrschen. Wie auch immer, Falaza war bisher die einzige Enttäuschung in Südafrika und wir können zähneknirschend damit leben. Das Essen war wirklich sehr gut und auch das Personal mehr als freundlich und lieb. Wir empfanden allerdings das weisse Managment als mehr als unhöflich und lustlos, was zu unserem eher schlechten Eindruck noch beitrug.

GiraffeDas Frühstück war wieder mal sehr schmackhaft und wurde von unseren lustigen Jungs vom Service begleitet. Wir starteten kurz darauf unsere Fahrt Richtung Durban und erreichten den Canelands Beach Club nach rund 2.5 Stunden Fahrt. Wir wurden herzlich von Christine empfangen und bezogen dasselbe Zimmer wie schon vor einer Woche. Es war heute extrem stürmisch und wir konnten leider zum Mittagessen nicht auf der Terrasse sitzen. Der Wind kam aus Südwesten und ich hatte schon Sorge um unseren Rückflug morgen.

Wir verbrachten den Rest des Nachmittags mit einem Strandspaziergang und genossen den schönen Blick über den stürmischen indischen Ozean vom Balkon aus. Bald war es Zeit zum Abendessen, was wieder einmal sehr vorzüglich und ein hoher Genuss war:)

Highlight des Tages: die Giraffen
Giraffe

BreakfastIch stand um sechs Uhr auf, aber wie schon befürchtet, kamen die Wellen sehr hoch und lang rein und bedeckten meinen Vordergrund. Die höchsten Wellen liefen sogar bis zum Eingangsgate auf! Breakfast GerdSo bewunderte ich den Sonnenaufgang vom Bett aus, bis es Zeit zum Frühstücken war.

Wir waren heute die einzigen Gäste und bekamen einen kleinen Nebentisch zur Seite gestellt, auf dem sich das Müsli, Joghurt, frische Früchte, Butter, Marmelade, zwei Muffins, Käse und Aufschnitt befanden. Wir bestellten dazu ein warmes Frühstück und genossen alles ausgiebig. Christine hatte uns zu unserer Freude einen Late Check-out gegeben und wir gingen zurück aufs Zimmer, holten noch etwas Schlaf nach, duschten und sassen auf dem immer noch windigen Balkon. Viel zu schnell war es Zeit, sich von Christine, Wendy und dem Team zu verabschieden. Es war wieder mal ein toller Aufenthalt und wir werden sicherlich immer nach Canelands zurückkehren, wenn wir in der Gegend sind:)

Wir betankten das Auto in Salt Rock und fuhren zum King Shaka Airport, der nur rund 20 Kilometer entfernt ist. Wir gaben das Auto zurück, checkten ein und gingen durch die Security. Es war bald Zeit zum Boarden, doch unser Flug nach Johannesburg war aufgrund der verspäteten Ankunft des Flugzeuges rund dreissig Minuten verspätet. OceanAber das war in Jo’burg kein Problem; wir hatten ausreichend Zeit, um zum Internationen Abflugterminal zu gehen, passierten die Sicherheits- und Passkontrolle und schlenderten zum Gate. Der A380 war bald bereit zum Einsteigen und wir nahmen auf den grosszügigen Plätzen der Premium Economy Platz. Leider sassen wir diesmal in einer Dreierreihe in der Mitte, was etwas weniger komfortabel ist, aber man hat natürlich trotzdem denselben Platz.

A380Unsere Flugbegleiter, zwei sympathische junge Männer, waren sehr freundlich und hatten immer einen flotten Spruch auf den Lippen. So genossen wir ein unterhaltsames Abendessen, bevor wir versuchten, etwas zu schlafen. Ich klemmte mich irgendwie in den Sessel und konnte um einiges besser schlafen als Gerd und war dementsprechend munter, als wir in Paris um 5:30 Uhr ankamen. Der Terminal G war mittlerweile besser ausgeschildert und wir fanden den Weg zügig. Pass- und eine weitere Sicherheitskontrolle, bei der unsere Flaschen aus dem Duty Free Shop in Jo’burg ausgepackt, nochmals überprüft und neu versiegelt wurden (was für ein Quatsch!!), und wir erreichten nach einer kurzen Busfahrt den Abflugterminal.

Wir liessen uns in der Wartehalle nieder, wo ich am Reisebericht schrieb und wir im Internet surften. Der Flug nach Basel war schliesslich bereit und wir traten den letzten Teil der Reise mit einer Verspätung von 30 Minuten an. Der Flug war schnell und 22 Stunden, nachdem wir Canelands verlassen hatten, erreichten wir endlich unser Zuhause in Basel. Eine fantastische Reise mit wundervollen Erinnerungen ging zu Ende…

Wir danken Euch für Euer Interesse und hoffen, Ihr hattet etwas Spass beim Lesen unseres Reiseberichts.

Wir freuen uns über Euren Besuch unseres Fotoblogs mit aktuellen Fotos und Informationen über unsere Fotoprojekte: Fotoblog von Sandra Schaenzer
Oribi

F a c e b o o k