Reisebericht: Südafrika – KwaZulu-Natal 2014

Dolphin Coast BirdWir freuen uns, dass Ihr unseren Reisebericht “Kwazulu-Natal: Magische Landschaft und Tierwelt” über unsere Reise nach Südafrika im Frühsommer 2014 gefunden habt. Wir verbrachten zweieinhalb schöne Wochen in den mächtigen Drakensberge, bewunderten die eindrucksvolle Oribi Schlucht, hatten eindrucksvolle Begegnungen in der Tierwelt vom Zululand und entspannten am Indischen Ozean. Rhino

Wir haben die folgenden Unterkünfte vom 29. Mai bis 14. Juni 2014 selber gebucht und reisten 1900 Kilometer in einem Nissan Almera auf den überwiegend guten südafrikanischen Strassen.

  • Oribi Gorge (drei Nächte): The Gorge Private Game and Lodge
  • Drakensberge (drei Nächte): Montusi Mountain Lodge
  • lions

  • Zululand Rhino reserve (vier Nächte): Leopard Mountain Lodge
  • Oribi gorge

  • Maputuland Indian ocean (vier Nächte): Thonga Beach Lodge
  • Dolphin Coast (zwei Nächte): Canelands Beach Club
  • Wir übernahmen unseren Mietwagen bei Europcar am Flughafen Durban. Leider hat es mit der Buchung unseres kleinen SUV nicht geklappt und wir bekamen stattdessen einen Nissan Almera. Das Auto war in einem guten Zustand, aber der Fahrspass hielt sich sehr in Grenzen. Monkey
    Ibis
    Wenn Ihr mehr Fotos sehen möchtet, besucht bitte unsere Südafrika Fotogalerie auf unserer Webseite.

    Um über Neuigkeiten informiert zu werden, könnt Ihr in unserem Fotoblog bei SA*GA Photography ~ Moments in Light ~ den E-Mail Service abonnieren. Thonga BeachWenn Euch der Reisebericht gefallen hat, freuen wir uns über einen Kommentar auf der Reisebericht Startseite oder in unserem Fotoblog .

    Wir hoffen, Ihr habt Spass beim Lesen des Reiseberichts sowie beim Betrachten der Fotos und dass in Euch ein wenig Afrikasehnsucht geweckt wird.

    Sandra Schaenzer & Gerhard Schoening
    SA*GA Photography
    Royal Natal

    Super ConnyUnsere Reise begann diesmal ganz anders als die letzten Reisen nach Norwegen. Wir nahmen den Bus zum Euroairport in Basel und der erste Teil unserer Reise führte uns nach Paris zum Charles de Gaulle Flughafen. Wir hatten für die Langstrecke Air France gebucht und die Kurzstrecke wurde von der Partnerfluggesellschaft Hop Airline in einer ATR 72 Propellermaschine übernommen. Der Flug dauerte weniger als eine Stunde und wir wurden mit dem Bus zum Terminal 2G gebracht, wo wir es uns in der Air France Lounge gemütlich machten.
    Sandra Lounge
    Wir hatten Premium Economy gebucht, aber der Zugang zu dieser Lounge war nicht inkludiert, aber wir würden trotzdem gern die 35 Euro pro Person für den Eintritt zahlen. Restaurants sind am CDG auch nicht günstig und in der Lounge gab es neben den gemütlichen Sesseln, freien Snacks und Getränken zudem noch freien WLAN Zugang. Der freundliche Mann an der Rezeption hatte irgendein Problem mit der Bezahlung und versuchte telefonisch Kollegen zu erreichen, was ihm aber nicht gelang, da alle gerade in einer Essenspause waren. Er war dann so genervt, dass er uns umsonst in die Lounge liess! Hey guys, you are my guests – welcome to Air France business lounge:)So genossen wir fast vier Stunden in der Lounge, surften im Internet, lasen, chatteten mit Freunden, assen Roast Beef, Couscous Salat und Kuchen und genossen leckeren Chablis. Die Zeit flog davon und schon war es an der Zeit, an Board des Giganten zu gehen: dem Airbus A380!

    Dieses Flugzeug ist wirklich nur gigantisch und man kann sich kaum vorstellen, dass dieses Riesenflugzeug wirklich fliegen kann. Aber es kann es und das richtig gut! Wir hatten einen sehr ruhigen und angenehmen Flug. Der Airbus ist sehr leise für seine Grösse und die Luftqualität in der Kabine ist hervorragend – keine trockene Nase! Der Air France Service hat uns nicht sehr beeindruckt und Gerd’s Sitzplatz war defekt, so dass er nicht die volle ausgefahrene Sitzposition von 123° nutzen konnte – ärgerlich! Genau deshalb hatten wir diese Klasse gebucht – wegen der besseren Sitze mit mehr Platz und Raum! A380

    Wie auch immer, wir kamen pünktlich in Johannesburg und waren dank der Premium Economy bei der ersten Gruppe, die aussteigen konnten. Das war für die Passkontrolle sehr von Vorteil, da die Schlange vor den Schaltern noch nicht so ultralang war. Es dauerte nur 15 Minuten und unsere Pässe hatten einen Visumsstempel. Wir nahmen unser Gepäck in Empfang, gingen durch den Zoll und gaben es beim Re-Checkin Schalter der South African Airways direkt nach dem Zoll wieder ab. So dauerte die ganze Prozedur nur etwas mehr als 30 Minuten und wir waren über diese positive Erfahrung nach all den schlechten Berichten über den Flughafen sehr froh. Air France Menü

    Unser Flug nach Durban hob pünktlich ab und wir landeten in starkem Wind nur rund 50 Minuten später. Das Gepäck kam zügig und wir suchten die Geldautomaten in der Haupthalle. Es gab einige und wir hoben genügend Geld ab, kauften Amarula und Wein und gingen hinüber zum Europcar Büro, um unser Auto abzuholen. Aber hier endete dann auch die gute Anreise! Der Mitarbeiter verschwand für zehn Minuten und erklärte dann, dass DER Tours zwar den Voucher ausgestellt hätten, aber keine Buchung gemacht haben. Hmmm, nun hatten wir ein echtes Problem. Der Mitarbeiter offerierte uns schliesslich einen Nissam Almera, blockte 10.000 Rand als Kaution auf unserer Kreditkarte und sagte, wir sollten uns mit der Agentur in Verbindung setzen. Sobald sie die Zahlungsbestätigung geschickt hätten, würden sie die 10.000 Rand wieder freigeben. Nun hatten wir ja keine Wahl und konnten froh sein, überhaupt ein Auto bekommen zu haben, da am Samstag in Durban ein grosser Marathon stattfinden würde und viele Autos reserviert waren. Am Ende bekamen wir von DER Tours 437 Euro Differenz ein paar Wochen nach unserer Rückkehr erstattet – Ende gut, alles gut!

    So fuhren wir dann endlich auf der N2 Richtung Port Shepstone, bis wir die District Road nach Oribi Flats East erreichten. Nach zwei Stunden Fahrt und weiteren 25 km, erreichten wir dann endlich unsere Lodge für die kommenden drei Nächte: The Gorge Private Game and Lodge . Leider war es mittlerweile komplett bewölkt und der erste Sonnenuntergang fiel aus. Wir wurden von Mike, Philippe und Siyeta begrüsst und die Jungs brachten unser Gepäck in eins der fünf privaten Chalets.


    Mike musste nach Durban und würde am Samstag für Unternehmungen mit uns zurück sein. Wir zogen in das Chalet ein und waren schier überwältigt von der grossartigen Aussicht auf die Oribi Schlucht und dem Luxus des Chalets. Diese stehen genau auf dem Rand des Canyons und bieten eine fantastische Aussicht von einer Seite zur anderen. Das Chalet ist sehr gross, ungefähr 80mᵃ mit einem Riesenbett, Minibar, TV, DVD Player, zwei gemütlichen Sesseln, einer Innen- und Aussendusche, separate Toilette und Badezimmer. Der Clou ist allerdings die riesige Badewanne im Raum mit Ausblick und wir freuten uns bereits auf ein Bad darin.

    Aber heute waren wir nach der langen Anreise dafür zu müde und genossen eine erfrischende Dusche, bevor wir das Abendessen bestellten. Es wurde im Chalet serviert und Philippe kam bald, um den Tisch zu decken. Wir genossen ein sehr leckeres Pilzfrikassee, ein sehr zartes Rinderfilet mit feinem Gemüse und dazu eine Flasche vom im Eichenfass gereiften Chardonnay, der den lustigen Namen „Fat bastard“ trug:)Wir waren nach dem Essen wirklich todmüde und fielen nur noch in die Kissen in einen tiefen Schlaf.

    Highlight des Tages: das köstliche Abendessen

    Milky wayIch wachte trotzdem kurz nach vier Uhr auf und war einen kurzen Blick nach draussen. Meine Begeisterung war gross, als ich einen klaren Himmel mit vielen Sternen erblickte! Also schnappte ich mir schnell mein Stativ, montierte Kamera und Objektiv und machte vom Balkon aus ein paar Fotos. Oribi gorge sunriseDie Milchstrasse sah fantastisch aus, aber es gab gegen Ende der Schlucht auch reichlich Lichtverschmutzung. Es sah aber trotzdem Klasse aus und nach einer halben Stunde kehrte ich glücklich ins Bett zurück. Ich konnte aber nicht mehr allzu lang schlafen, da der Wecker um 6 Uhr bimmelte und ich wieder hinaus ging für den Sonnenaufgang. Die Schlucht sah fantastisch aus, da die Felsen das rote Glühen des Himmels im Osten reflektierten. Die Sonne ging um 6:40 auf und die Felsen nahmen nun eine tiefrote Farbe an – ein wundervoller Anblick! Die Ibisse wachten auf und zogen mit lautem Geschrei an der Lodge vorbei und ein Adler segelte ruhig im Himmel. Gerd machte Tee und Kaffee und wir genossen die Aussicht und die schönen Farben des Sonnenaufgangs vom Balkon aus. Oribi gorge

    Oribi gorge sunriseWir gingen hinauf zum Restaurant zum Frühstücken und bestellten das „Full Gorge breakfast“, das ebenso schmackhaft war wie das Abendessen. Wir fanden drei kleine Würstchen, Spiegelei, Speck, Pilze und eine gegrillte Tomate auf einem heissen Teller und dazu gab es noch Brot und Toast mit Marmelade und Butter. Frischer Obstsaft und ein sehr guter Kaffee machten das Frühstück zu einem perfekten Start in den Tag. Nach diesem Frühstück waren wir bereit für eine zweistündige Wanderung und folgten dem Pfad in den Wald. Aber wir merkten früh, dass er schliesslich zum Grund des Canyons führte und kehrten nach ungefähr der halben Strecke wieder um. StarsEs war eine recht steile Wanderung und wir waren der Meinung, dass etwas Anstrengendes nicht gerade das Richtige für einen entspannten Ferienbeginn sein würde 😉 So wanderten wir wieder hinauf und machten einen Spaziergang am Rand entlang. Es war ein schöner, unspektakulärer Weg und wir kehrten zur Mittagszeit in die Lodge zurück.

    Oribi gorgeWir entschieden uns für ein leichtes Mittagessen: eine kleine Portion Tagliatelle für Gerd und für mich Chicken Wraps mit einem kleinen Salat. Das Licht war nun ziemlich harsch und wir entspannten uns im schönen Chalet, während wir auf besseres Nachmittagslicht warteten. Aber leider zog eine Schleierbewölkung auf und die Sonnenuntergangsfarben waren sehr fahl und nicht sehr attraktiv. Die Dunkelheit bricht hier sehr schnell herein und es war rund eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang bereits dunkel – eine blaue Stunde gab es einfach nicht! Milky wayIch baute mein Stativ mit Kamera und dem 15mm Objektiv auf und machte ein paar Aufnahmen vom Sternenhimmel. Aber es war nicht wirklich ideal mit der Lichtverschmutzung und der Wolken im Süden.

    Dinner wurde heute von Remy im Chalet serviert, der ein freundlicher und lustiger Kerl ist. Wir hatten beide Pilzsuppe, Lamm mit Kartoffelpüree und Gemüse und die Flasche “Fat bastard” durfte natürlich auf nicht fehlen – einfach alles nur köstlich! Wir beendeten den Tag auf dem Balkon und schauten in totaler Stille hinauf in den schönen Sternenhimmel. Wundervoll.

    Highlight des Tages: der wunderschöne Sonnenaufgang

    Diashow:

    Sandra breakfast The Gorge breakfastIch stand zwei Mal in der Nacht auf, um den Himmel zu prüfen, aber es war immer noch stark bewölkt und ich ging enttäuscht zurück ins Bett. Keine klare Nacht nach so einem herrlichen klaren Tag zuvor! Oribi gorgeAuch der Sonnenaufgang fand später aufgrund dicker Wolken im Osten nicht statt und ich war umso glücklicher, dass ich gestern bereits mit so einem schönen Sonnenaufgang belohnt wurde. Jackal buzzardWir freuten uns auf den Ausflug mit Mike, da er uns zum Geierrestaurant und zu einigen schönen Ausblicken über die Schlucht führen wollte.

    Remy begrüsste uns in seiner freundlich-lustigen Art und servierte das Frühstück auf dem Balkon unseres Chalets. Wir nahmen wieder das köstliche „Full Gorge breakfast“ und genossen es genauso wie die Ausblicke über die Schlucht im sanften Morgenlicht.

    Mike and GerdKurz nach dem Frühstück trafen wir Mike, der uns im Landcruiser auf eine Tour am Schluchtrand entlang nahm. Wir hielten an einem Aussichtspunkt mit einem fantastischem Blick über die Schlucht bis zum Ende. Alles war so schön üppig und grün – wie schön! Sandra Supension bridgeDas nächste Highlight war ein junger Schakalbussard (Buteo rufofuscus), der so lange geduldig auf einem Zaunposten posierte, bis Gerd einige schöne Aufnahmen gelangen. Was für ein toller Vogel, der für uns schon ein Highlight des Tages war! Wir fuhren weiter bis zur Hängebrücke, die sich für mich (mal wieder) als Herausforderung erwies. So nahm ich auch lieber feige die Ausweichroute bis zum Aussichtspunkt, während Mike und Gerd den Weg über die Brücke nahmen. Ich habe keine Ahnung warum, aber ich bin dafür einfach nicht mutig genug und bekomme immer in der Mitte weiche Knie! Der Blick in die Schlucht zu beiden Seiten war allerdings überwältigend und ich zeigte mich ein zweites Mal als Feigling, weil ich nicht bis zum Ende des Stahlträgers ging, der weit in die Schlucht hinein ragte. Gerd hatte keine Probleme damit und ich war umso erschrockener, als ich sah, wie stark der Träger im Wind schwankte!!
    Gerd bridge Sandra bridge
    Wir setzten unsere Fahrt fort und trafen auf eine Herde Buntböcke (Damaliscus pygargus dorcas/phillipsi) sowie Elandantilopen und Impalas. Wir erreichten den Ausgangspunkt der abenteuerlichen Zip-Line mit ihren 18 Stationen, bis man das Ende ganz unten am Damm erreicht. Nicht wirklich das Richtige für uns und wir fuhren weiter, nachdem wir einigen mutigen Leuten zugeschaut hatten, die die Seile hinunter sausten. Am Ende hatten wir noch das Glück, drei der eher seltenen Oribi Antilopen (Ourebia ourebi) im Gras zu entdecken. Sie geben der Oribi Schlucht ihren Namen und sind niedliche kleine Antilopen, die aber doch bedeutend grösser sind als die winzigen Dik-Dik’s aus Namibia.

    BlesbockZurück in der Lodge entspannten wir uns bei einem leckeren Mittagessen und trafen wieder Mike, der uns zu den Kapgeiern brachte. Oribi antelopeSie brüten in einer steilen Felswand auf einem Farmgelände und der Farmer unterstützt und schützt die grossen Vögel seit Jahren. Mittlerweile ist die Population dieser geschützten Greifvögel Dank seines Einsatzes und Zufütterung signifikant angewachsen. Die Kapgeier befanden sich gerade im Beginn der Brutphase und die Männchen brachten kontinuierlich Nistmaterial zum Nest und den Weibchen. Es war ein grossartiger Anblick, diese riesigen Vögel über den Rand der Schlucht segeln zu sehen. Aber mein Landschaftsherz blutete, weil es auch eine fantastische Location für den Sonnenuntergang gewesen wäre, was aber nicht möglich war, da sie sich auf Privatland befindet.

    Wir kehrten glücklich zur Lodge zurück, duschten in der Aussendusche mit toller Aussicht in die Schlucht und versuchten unser Glück mit Fotos zum Sonnenuntergang. Aber es gab nur ein klein wenig Licht und es wurde schnell dunkel. Wir gingen hinauf zum Restaurant und genossen ein weiteres super leckeres Abendessen in der Begleitung unserer freundlichen Jungs. Cape vultureNach dem Essen versuchte ich nochmals Sternenfotos, aber es war schon wieder zu bewölkt und so fielen wir müde ins Bett.

    Highlight des Tages: der Schakalbussard und die Geier

    Slideshow:

    Milky wayWir standen früh im Dunkeln auf und gingen zu einem anderen Aussichtspunkt, den wir vor zwei Tagen gefunden hatten. Die Farben im Himmel waren atemberaubend schön bunt! Es war ein typischer afrikanischer Morgen mit einem tief roten und orange farbenen Himmel im Osten, gegen den sich die Akazienbäume perfekt abhoben. Oribi sunriseDie kleinen Wolken über der Schlucht färbten sich pink und die Felsen glühten im selben orangenen Farbton wie der Himmel. Was für ein magischer Morgen und was für eine tolle Atmosphäre!

    Wir kehrten nach dem Sonnenaufgnag glücklich in die Lodge zurück und frühstückten früh in der fröhlichen Gesellschaft von Remy, Philippe and Siyeta. Wir waren etwas wehmütig, dass wir schon wieder abreisen mussten, denn diese tollen Jungs haben unseren Aufenthalt einfach perfekt gemacht. Oribi gorge sunriseAber nun war es Zeit zu zahlen und nach einer netten Unterhaltung mit Katrina im Büro beluden wir das Auto und machten uns auf den langen Weg in die Drakensberge. Wir nahmen die landschaftlich schönere Strecke über Land und nahmen nicht die vielleicht etwas schnellere Route über Durban. Am Ende fuhren wir rund fünf Stunden, da die Durchschnittsgeschwindigkeit doch etwas geringer war als wir vermutet hatten. Wir erreichten letztendlich unsere Unterkunft, die Montusi Mountain Lodge am frühen Nachmittag. Oribi gorge

    Wir wurden beim Check-in etwas unpersönlich (was aber wohl an der Grösse der Lodge liegt, insgesamt 20 Häuser), aber freundlich begrüsst und Lindsay kam später dazu, um uns ein paar Tips für Fotostandpunkte zu geben. Wir zogen in unser Chalet Nr. 8, das nicht so gross wie in The Gorge , aber trotzdem recht hübsch war. Es gab eine Wohnecke mit Kamin und Fernseher, der vom Schlafraum abgetrennt war. Ausserdem gab es einen grossen Kühlschrank, einen Wasserkocher sowie Kaffee, Tee, Zucker und Milch. Ich ging zurück ins Haupthaus und kaufte an der Bar etwas Wein und Getränke und wir machten uns danach auf einen Erkundungsgang am 4×4 Track entlang, den Lindsay zuvor empfohlen hatte. Leider hatten wir kein Glück mit dem Licht, das wieder sehr fahl war und dann einfach irgendwie ausging. Etwas enttäuscht kehrten wir zur Lodge zurück.


    Nach einer erfrischenden Dusche gingen wir hinüber ins Restaurant, wo wir von unserem Kellner Hendry begrüsst wurden. DrakensbergeHendry hatte einen etwas merkwürdigen Humor, er versuchte lustig zu sein, aber ich muss zugeben, dass wir damit nie richtig warm wurden. Na ja, so etwas passiert halt mal… DrakensbergeEs gab einen Smart Casual Dress Code, was sich im Nachhinein als lächerlich erwies, denn bei allen anderen – besseren – Unterkünften legte man mehr Wert auf das Wohlfühlen der Gäste, als auf irgendein Aussehen. Es war aber okay, wir haben es mit normaler Hose und Hemd auch nicht übertrieben. Das Essen allerdings war sehr gut und wir genossen es bei einer Flasche unseres Lieblingsweins, dem “Fat bastard”:)

    Ich machte ein paar Fotos für Sternspuren, bevor wir ins Bett gingen, aber der Standpunkt war nicht ganz so ideal. Es gab wieder eine Menge Lichtverschmutzung und einige Autos auf einer weit entfernten Strasse störten etwas mit dem Fernlicht. Wir fielen nach einem langen Tag todmüde ins Bett.

    Highlight des Tages:
    die fantastischen Sonnenaufgangsfarben über der Oribi Schlucht

    Diashow:

    Montusi LakeWir standen früh um 5:30 Uhr auf und liefen den 4×4 Track hinauf, aber es war wieder nicht unsere Zeit. Der Sonnenaufgang fand ebenso wie der Sonnenuntergang gestern einfach nicht statt und es war bewölkt mit nur etwas ganz fahlem Licht auf den Drakensbergen. Red duikerWir gingen zurück, erfreuten uns am herzhaften Cooked breakfast und fuhren danach die knapp 35 Minuten zum Royal Natal National Park. Am Gate füllten wir das Registrierungsformular aus und zahlten je 30 Rand Eintrittsgeld.

    Unser erster Halt war die Tourist Information, wo wir Getränke und Kekse kauften, bevor wir das Auto am Picknickplatz in der Nähe des Damms parkierten. Zwei Rotducker (Cephalophus natalensis) grasten am Damm und Gerd versuchte sich an Fotos, während ich ein Zwiegespräch mit einem sehr geduldigen Drongo in dem Baum gegenüber vom Auto hatte. DrongoWir fuhren weiter zum Thendele Parkplatz, von wo aus man einen fantastischen Blick über den Fluss hinüber zu den majestätischen Gipfeln des Amphittheater hat. KaskadenDer Fluss führte nur sehr wenig Wasser, aber mir gelangen dennoch ein paar nette Landschaftsfotos. Am Rande des Flusses beobachteten wir zudem noch eine ganze Weile Vögel wie den hübschen Steinschmätzer.

    Wir fuhren ein paar Kilometer zurück zum Mahai Parkplatz, registrierten uns im Mountain Book, plauderten kurz mit dem freundlichen Ranger und wanderten dann rund zwei Kilometer durch einen schönen Wald zu den Wasserfällen. Es hatte auch hier – jahreszeitlich bedingt – nicht viel Wasser, das Licht war ganz schrecklich kontrastreich und Fotos geradezu unmöglich. Aber die Wasserfällen waren ein malerisch schöner Anblick und zudem eine willkommene Erfrischung. Wenn man in der Schweiz lebt, ist man beeindruckende Wasserfälle gewohnt, aber dies ist Südafrika und Fälle wie dieser sind schon speziell. Man muss sich immer wieder daran erinnern, dass zu schätzen und zu würdigen, was man hat. Groundscraper thrush (Psophocichla litsitsirupa)Natur ist nie langweilig und es ist ein Privileg, dass wir hier sein dürfen, um sie zu erleben und zu geniessen! Eine sehr zutrauliche Kapstelze posierte eine ganze Weile für Gerd, während ich mich mit einigermassen zufrieden stellenden Fotos des Wasserfalls abmühte.

    Groundscraper thrush (Psophocichla litsitsirupa)Wir spazierten zurück zum Parkplatz und machten mit unseren Keksen ein kleines Mittagspäuschen, bevor wir Richtung Thendele zurückfuhren, um dort zum Sonnenuntergang zu fotografieren. Zunächst verweilten wir aber noch am Damm, wo wir einen Glattnackenibis und eine Manguste beobachten konnten – wie schön! Eine sehr neugierige Akaziendrossel besuchte uns, inspizierte sorgfältig unser Auto und bewunderte sich ausgiebig in den Fensterscheiben – war für ein lustiges Kerlchen:)

    Es war nun höchste Zeit für den Sonnenuntergang, wir parkierten das Auto und ich kletterte hinunter ins Flussbett, um mir einen guten Standpunkt zu suchen. DrakensbergeDas Licht wechselte ständig mit tollen Farben und es war faszinierend zu beobachten, wie die Schatten langsam über die Berge des Amphittheaters zogen. Milky wayEndlich Abends einmal Glück gehabt mit dem Licht und wir fuhren glücklich nach Montusi zurück, wo ich erstmal die Fotos sicherte.

    Nach einer erfrischenden Dusche, gingen wir zum Abendessen, das wieder sehr schmackhaft war. Gerd entschied sich fürs Lamm und ich nahm das vegetarische Gericht, das mir (als Fleischliebhaber!!) überraschenderweise sehr gut schmeckte. Nach dem Essen probierte ich nochmals Sternenfotos, da es leider zu windig war für Spiegelungfotos am nahen See. So gingen wir früh schlafen.

    Highlight des Tages: die Vögel von Royal Natal und der schöne Sonnenuntergang

    Diashow:

    Amphittheatre reflectionAls ich um halb sechs Uhr aufstand, war ich hoch erfreut, dass der Wind nicht mehr blies. Wir sprangen in unsere Hosen und fuhren hinüber zum Nationalpark. Chorister robin-chat (Cossypha dichroa)Wir wurden um kurz nach sechs Uhr vom freundlichen Park Ranger begrüsst, zahlten unseren Eintritt und fuhren direkt zum Damm. Die Spiegelung des Amphittheaters im Wasser war absolut perfekt und ich fotografierte glücklich vor mich hin. Es blieb bis nach Sonnenaufgang windstill und wir erreichten viele schöne Fotos und ich fand sogar noch die Zeit für ein Panoramafoto der gesamten imposanten Szene. Selbst 45 Minuten nach Sonnenaufgang war das Licht noch gut und wir gingen auf die andere Seite des Sees, wo sich auf einem Baum fünf oder sechs Glattnackenibisse und ein Graureiher sonnten. Sie wärmten sich weiter auf und wir konnten einige wirklich hübsche Fotos dieser tollen Vögel machen. Amphittheatre reflection

    Wir fuhren zur Lodge, frühstückten und kehrten gleich danach wieder zum Royal Natal Nationalpark zurück. Wir parkierten am Mohai Parkplatz und trugen uns nach einer Plauderei mit dem Ranger ins Mountain Book ein. Look out rockEr meinte, es würde sich nicht lohnen bis zu den Tiger Falls zu laufen, da sie wohl trocken seien.. Das tönte sinnvoll und so wanderten wir nur an den Kaskaden vorbei bis zum Look out Rock. GerdDas Licht war an den Wasserfällen ein klein wenig besser als gestern und wir machten ein paar Dokufotos, bevor wir den steilen Pfad hinauf zum Look out Rock liefen. Es sind locker so um die 350 Höhenmeter zu überwinde und in der Sonne wurde es auch ziemlich heiss. Ich bin mir sicher, dass ich diesen Hike im Sommer wohl niemals machen würde!! Wir erreichten aber dann doch zügig den Look out Rock und genossen die fantastische Aussicht über das grüne Tal bis hinüber zu der schroffen Bergkette der Drakensberge. Look out rockWir stiegen dann nach einer ausgiebigen Pause langsam wieder ab, erreichten zügig den Parkplatz und gaben unserem freundlichen Ranger noch ein kleines Trinkgeld. Wir stärkten uns mit einem kleinen Snack und fuhren danach rüber zum Damm, wo wir noch eine tolle Zeit mit den neugierigen Vögeln hatten. Die Zeit vertrieben uns ein grosser Glanzstar, die süsse flinke Kapstelze, ein junger Bulbul, ein Dame der Dorfweber und ein super schöner Spottrötel. Dark-capped bulbul (Pycnonotus tricolor)

    Wir verliessen den Nationalpark eine Stunde vor Sonnenuntergang und parkierten irgendwo entlang der Alternativroute Richtung Montusi. Von dort hatten wir einen tollen Blick über das Tal und zum Amphittheater. Aber wieder einmal waren die Sonnenuntergangsfarben sehr fahl und unattraktiv und wir warteten gar nicht den Sonnenuntergang ab. Ich machte noch ein paar Aufnahmen für ein Panorama, als das Licht noch annehmbar bar und wir fuhren zurück zur Lodge. DrakensbergeEin kurzer Halt noch unterwegs, als ich auf einen roten Himmel hoffte, aber auch diese Hoffnung erfüllte sich nicht.

    Wir duschten, gingen hinüber zum Restaurant und genossen ein weiteres sehr leckeres Abendessen. Gerd hatte heute mal die vegetarische Variante und mein Herz ging an einem herzhaften Straussensteak auf.

    Leider war es nun wieder zu windig für Sternenfotos am See und so liessen wir den Tag mit einem Glas Wein auf der Terrasse ausklingen.

    Highlight des Tages: die Spiegelung des Amphittheaters im See bei Sonnenaufgang

    Diashow:

    Als ich um halb sechs Uhr aufwachte, war ich sehr enttäuscht, als ich den Wind draussen heulen hörte. Da ging also meine letzte Chance auf ein Spiegelungsfoto im See dahin! Das war schon etwas arg enttäuschend, weil ich mich gerade darauf im Vorfeld gefreut hatte. Aber dies ist eben die Natur; sie ist nicht planbar und diesmal hatte ich eben Pech. So machte ich nur ein paar halbherzige Sonnenaufgangfotos vom Garten aus, die mir aber aufgrund des fehlenden Vordergrunds nicht wirklich gefielen. Wir packten nun unsere Sachen, beluden das Auto, bezahlten die Rechnung und genossen ein letztes, schnelles Frühstück im Restaurant. Die Anreise zur Leopard Mountain Lodge würde eine lange Fahrt werden – die längste auf dieser Reise.
    Drakensberge
    Wir fuhren um halb neun Uhr los, passierten Bergeville sowie Winterton und nahmen dann die N3 hinunter nach Durban, wo wir auf die N2 nach Norden wechselten. Wir erreichten die D464 nach rund 6.5 Stunden und von dort aus waren es nur noch 13 km auf einer guten Schotterpiste im Zulu Rhino National Park, wo sich die wunderschöne Leopard Mountain Lodge befindet. Kate erwartete bereits ihre neuen Gäste und hiess uns mit einem Erfrischungsgetränk willkommen. Wir waren leider etwas knapp für den Game Drive am Nachmittag und entschieden uns, ihn ausfallen zu lassen. Kate zeigte uns die Anlage und brachte uns zu unserem Chalet #1, das einen fantastischen Blick über die weite Ebene mit dem sich windenden Fluss und die Buschvegetation bot.

    Das Chalet ist traumhaft schön mit einem riesigen Bett, Beistelltischchen, Minibar, zwei Sesseln, einem grossen Badezimmer und einem kleinen Pool auf der Terrasse. Was für eine schöne Unterkunft! Wir packten ein wenig aus und entspannten uns nach der langen Fahrt bei einem Glass Wein auf der Terrasse, während die Sonne hinter dem Hügel unterging.


    Um sieben Uhr gingen wir hinüber zum Boma, wo die Tische um das Feuer arrangiert wurden und hübsch gedeckt waren. Es war eine richtig schöne afrikanische Atmosphäre, die wir sehr genossen. Wir nahmen eine Flasche Chardonnay (im Eichenfass gereift), den wir während des Drei-Gänge Menüs genossen. Wir hatten beide Kudu Steaks als Hauptgericht. Mein Steak war zart und lecker, aber Gerd hatte etwas Pech und erwischte die zähe Variante. Wie auch immer, es war ein schöner Abend am Ende eines langen Tages und Essen ist nicht das Wichtigste 😉

    Highlight des Tages: Ausspannen auf der Terrasse nach der langen Fahrt

    Sunrise Leopard Mountain LodgeDer Wecker klingelte um 5:20 Uhr noch früher als sonst und wir sprangen nach einer kurzen Katzenwäsche in die Hosen. Wir trafen unsere Guides Ryan und die junge Robynne in der Lounge und sie machten uns einen schönen starken Kaffee. Yellow-throated longclawHeute und die folgenden Tage würden wir mit Ryan fahren und er erläuterte einige Regeln bevor wir in den Landcruiser stiegen. Dort fanden wir tatsächlich Decken und sogar Wärmflaschen auf den Sitzen! Ryan wusste bereits, dass wir Vogelliebhaber sind und war darüber sehr erfreut, da er selbst ein „Birder“ ist. Er wusste auch von meiner Leidenschaft für Landschaften und ich war ziemlich glücklich, als er für den Sonnenaufgang den Gipfel eines Hügels auswählte, von dem wir einen tollen Blick in die Ebene Richtung Berge hatten. Die Sonne ging wunderschön hinter der Bergkette auf und ich konnte ein paar Landschaftfotos machen. Wir fuhren gleich nach Sonnenaufgang weiter und trafen bald auf die ersten Impalas und Gerd gelang sogar ein Foto vom schönen Gelbkehlpieper.

    GiraffeWir erreichten einen kleinen See, wo ein paar Nilpferde badeten und am Ufer zwei Wassertriele posierten. Zu unserer grossen Freude tauchte auch noch ein Giraffenbulle auf und mühte sich zum Wassertrinken hinunter. Es ist immer wieder lustig zu beobachten, wie sie sich mit steifen Beinen abmühen, nach unten zum Wasser zu kommen – eine wahre Morgenübung! HipposWir schauten den Tieren eine Weile zu und setzen unsere Fahrt fort, bis ich plötzlich zwei Sekretärvögel in einiger Entfernung erspähte. Ryan war total aufgeregt und glücklich über diese Sichtung, da es für ihn überhaupt erst die zweite Sichtung dieser Vögel war! Wir sahen auf der Weiterfahrt noch weitere Giraffen und erreichten einen schönen Platz in einem Akazienwald, wo wir für eine Kaffeepause anhielten. Ryan bereitete einen sehr leckeren Kaffee zu, den sie hier “Full house” nennen, und aus Kaffee, Schokolade und einem Schuss Amarula besteht – sehr sehr lecker!!! Wir genossen den Kaffee und einen grossen, hausgebackenen Keks und fuhren dann weiter. Wir trafen bald auf eine kleine Gruppe Grünmeerkatzen, die die Morgensonne in einem dichtem Baum genossen. Vervet monkeyWir beobachteten auf der Weiterfahrt noch weitere Vögel wie den Gelbbauchgirlitz oder den Rotscheitel-Cistensänger. Wir kehrten schliesslich nach einem tollen Game Drive zur Lodge zurück, wo Kate und die Mädls bereits mit dem Frühstück auf uns warteten. Vervet monkey

    Am Frühstücksbuffet fanden wir eine leckere Auswahl für das kontinentale Frühstück mit einer sehr leckeren Nuss-Honig-Mischung, die hervorragend mit frischem Naturjoghurt schmeckte. Es gab dazu Croissants, Toast, Muffins, verschiedene Marmeladen, frische und getrocknete Früchte sowie Müsli. Ein herzhaftes warmes Frühstück kann individuell zusammengestellt und bestellt werden. Zur Auswahl gehörten verschiedene Eierspeisen, Speck, Würstchen, Hackfleisch, gegrillte Tomate, Pilze, Zwiebeln und Bohnen.

    Die Zeit verging wie im Flug und wir hatten nach dem Frühstück nur 15 Minuten Zeit bis zur Abfahrt zum Hide am Wasserloch. Black widebeastWir putzten schnell die Zähne und eilten zum Auto, wo Ryan bereits auf uns wartete. Wir fuhren rund zehn Minuten zum Hide, nahmen auf den Stühlen Platz, bauten Stativ und Kamera auf und warteten auf die Tiere, die schon bald nach und nach zum Wasserloch kamen: Warzenschweine nahmen ein Schlammbad während Kudus, Impalas, Gnus und die hübschen Nyalas zum Trinken kamen. NyalasDer Besuch eines Hammerkop machte die Stunde dann perfekt. Wir kehrten zur Lodge zurück, wo Kate bereits mit dem Lunch Picknickkorb auf uns wartete. Wir hatten Griechischen Salat, Tzatziki, etwas Wurst und eine Flasche Sauvignon Blanc bestellt und wir genossen Alles ganz entspannt auf unserer Terrasse mit dem schönen Blick über die Ebene.

    Um 15:15 Uhr trafen wir uns wieder in der Lounge und nahmen Kaffee und Kuchen, bevor wir zum Game Drive starteten. Wir hatten Glück und sahen schon nach kurzer Zeit einen der beiden männlichen Elefanten des Parks. Elephant bullDiese Tiere sind einfach gewaltig und wir sind von ihnen immer wieder aufs Neue fasziniert. Dieser Elefant war gerade in der Musthphase, die eine hormonell bedingte, periodische Verhaltensänderung bei Elefantenbullen umschreibt und einige Wochen andauern kann. GiraffeMan kann die Musth an der Flüssigkeit erkennen, die aus den Schläfendrüsen läuft und man sollte sich diesen Bullen äusserst vorsichtig nähern, da sie in dieser Phase ein sehr aggressives Verhalten zeigen. Ryan war dementsprechend umsichtig und wir wendeten nach einer Weile, um die Fahrt in entgegengesetzter Richtung fortzusetzen. Bald darauf trafen wir auf eine Gruppe Giraffen, die genüsslich an einem Akazienbaum knabberten. Als wir das Flussbett kreuzten, sahen wir zwei Löwinnen im Sand dösen, aber sie waren zu weit weg für gute Fotos. Black RhinoDas Highlight des Nachmittags war jedoch die Begegnung mit einer Breitmaulnashorn Mutti mit ihrem Jungen. Es war eine grossartige Sichtung und wir wussten die Begegnung mit diesen vom Aussterben bedrohten Tieren sehr zu schätzen. Die beiden verschwanden bald danach im Busch und wir setzten nach einem Sundowner Drink die Fahrt im Dunkeln fort. Robynne leuchtete die Bäume und Büsche um uns herum aus und Ryan hielt nach reflektierenden Augen Ausschau. WarthogWir fanden ein paar Bushbabies, aber keine Löwen oder Leoparden und kehrten nach insgesamt drei Stunden zur Lodge zurück.

    Das Abendessen war schon parat, aber aufgrund des kalten Windes waren die Tische heute innen gedeckt. Es war eine Kaltfront angesagt, die sogar Schnee bis in die Drakensberge bringen sollte! Wir genossen unser köstliches Abendessen: Hähnchenbrust für mich und Lammkeule für Gerd. Wir gingen bald nach dem Essen zu Bett. Die Aussicht war für Sternenfotos nicht ganz ideal aufgrund der ungünstigen Bäume im Vordergrund und wir durften wegen der Leoparden nicht allein im Dunkeln an eine andere Stelle gehen. Wie auch immer, es war auf jeden Fall ein toller Tag!

    Highlight des Tages: Sonnenaufgang und die Sichtung des Breitmaulnashorns

    Diashow:

    Black RhinoDie Geschichte wiederholt sich: wir standen wieder um 5:20 Uhr auf, tranken einen schnellen Kaffee in der Lounge und starteten mit Ryan und einigen anderen Gästen zum Game Drive. Das Wetter hatte sich in der Tat signifikant verändert und es war bei starkem Wind ziemlich kühl. Wir fühlten uns aber ziemlich wohl, nachdem wir uns in die warmen Decken gehüllt und die Wärmflaschen in den Rücken gestopft hatten. White RhinoMein Landschaftsfotografenherz blutete mal wieder heftig, als wir einige alte, knorrige Akazienbäume passierten, die gegen den roten Himmel grossartig aussahen, aber ja – ich hatte vorher gewusst, dass dies der Tierteil unserer Ferien sein würde und ich keine Landschaft machen kann, wenn auch noch andere Leute mit im Auto sind. Trotzdem wimmerte ich leise vor mich hin…:(

    Ich fühlte mich ein wenig besser, als wir auf eine Gnuherde direkt vor uns auf der Fahrspur trafen. Aber was war das denn? Inmitten der Herde waren zwei Nashörner, die die Gnus zu verscheuchen versuchten! Nashörner sehen nicht gut und die Mutter kam mit ihrem Jungen immer näher auf uns zu und bemerkten uns erst, als Ryan an der Gangschaltung rüttelte. White RhinoSie blieben drei, vier Meter vor uns stehen, schauten uns kurz an und verschwanden dann langsam im Busch. Was für ein toller Beginn des Game Drive und wir waren alle völlig überwältigt!

    Wir fuhren mit einem breitem Lächeln auf den Gesichtern weiter und bewunderten die schönen Natalfrankoline, Haubenperlhühner und eine kleine Gruppe Grünmeerkatzen posierte für uns in einem Baum. Wir machten eine Pause im Fieberakazienwald, genossen den leckeren “Full house” Kaffee und fanden kurz darauf einen süssen Zwergspint auf einem Ast am Wegesrand. BataleurEin prächtiger Gaukler zog seine Runden am Himmel und flog tief über unsere Köpfe. Aber ich war wie immer zu aufgeregt, um ein scharfes Foto zu machen und Gerd hatte Probleme, den grossen Vogel mit dem 500mm im Sucher zu finden. Aber immerhin zwei akzeptable Fotos von über 20 – puh, wir müssen noch viel lernen, bis aus uns gute Vogelfotografen werden!
    Zululand
    Wir kehrten zur Lodge zurück und freuten uns schon auf das köstliche Frühstück mit netten Unterhaltungen mit Ryan und den anderen Gästen. Die Zeit verging wieder viel zu schnell und wir verbrachten eine weitere Stunde im Hide am Wasserloch, doch heute war nicht viel los. Vielleicht wegen der Kälte und dem starken Wind. Wir nahmen unseren Lunch Picknickkorb in Empfang und verbrachten einen entspannten Nachmittag auf unserer Terrasse. Wir trafen Ryan um halb drei Uhr in der Lounge, wo wir durch unsere Vogelfotos schauten und er eine grosse Hilfe bei der Bestimmung der vielen hübschen Kerlchen auf unserer Speicherkarte war. African ElephantBald kamen auch die anderen Gäste und wir starteten den Nachmittags Game Drive.

    Orb spiderEiner der grossen Elefantenbullen bummelte ganz in der Nähe der Lodge und wir verbrachten einige Zeit damit, ihn zu beobachten. Was für ein riesiges Tier, so beeindruckend und ein Vergnügen, ihn so lange sehen zu dürfen! Wir fuhren danach in den Wald und zu meinem Entsetzen hingen dort riesige Seidenspinnen in grossen Netzen direkt über unseren Köpfen! Ich war vor Schreck wie erstarrt, doch Ryan lachte und sagte, dass wir gestern Abend hier auch schon im Dunkeln durchgefahren seien 😮 Er hatte Robynne gesagt, dass ich Angst habe und sie hatte es vermieden, die dicken Jungs mit der Lampe anzuleuchten! Wie nett von Ryan, aber ich bekam sogar noch im Nachhinein beim Gedanken daran eine fette Gänsehaut!!! ZululandWir fuhren weiter, beobachteten einige Vögel und hielten an einem schönen Plätzchen für den Sundowner an. Ich nutzte die Gelegenheit und machte ein paar Landschaftsfotos im schönen Licht – der Dank geht wieder an Ryan, der dies für mich möglich gemacht hatte!! Die felsigen Hügel am Flussufer wurden schön vom Abendlicht beleuchtet und ich genoss bei einem Schluck Bier meine zehn Minuten Landschaftsfotografie:)

    Es wurde nun schnell dunkel als wir plötzlich noch eine Nashornmutti mit ihrem ganz jungen Kalb sahen. Aber das Licht war schon zu schwach für ein Foto und so genossen wir den Anblick einfach nur so 😉 Der Rest der Fahrt verlief unspektakulär, bis wir an einer Stelle anhielten, um den wunderschönen Sternenhimmel zu bewundern. Ryan erklärte ein paar Sternkonstellationen – wie toll der Sternenhimmel auf dieser Erdhalbkugel ist! Zululand

    Wir kehrten schliesslich zur Lodge zurück, wo das Abendessen aufgrund der kühleren Witterung wieder im Restaurant serviert wurde. Es war angenehm warm drinnen und wir wärmten uns nach der langen Fahrt im Wind schnell auf. Das Abendessen war wie immer sehr lecker. Diesmal entschieden wir uns beim Hauptgang beide für ein zartes Rinderfilet, das wir mit einer Flasche guten Wein genossen.

    Das warme Bett sah nach dem Abendessen sehr verlockend aus und wir fielen problemlos und schnell in einen tiefen Schlaf.

    Highlight des Tages: die Nashorn Show und die Vogelwelt

    Diashow:

    CrocodileEs war wie jeden Morgen; wir standen um 5:20 Uhr auf, trafen Ryan und Robynne in der Lounge, schlürften einen starken Kaffee und starteten den Game Drive kurz nach sechs Uhr. Hippos

    Es war ein ruhiger Morgen, wahrscheinlich immer noch wegen der relativ niedrigen Temperaturen und des starken Windes. Wir sahen zwei Giraffen und hatten diesmal Glück, ein Krokodil im kleinen See zu sehen, wo auch die Flusspferde waren. Furchteinflössend! GoshawkAuf der weiteren Fahrt sahen wir erfreulicherweise viele süsse Vögel wie den Rotzügel-Mausvogel, einen Halsband-Bartvogel und sogar einen Habicht, der hoch oben auf einem abgestorbenem Baum sass und die Umgebung beobachtete. Ryan ist sehr gut in der Vogelbeobachtung und dem Entdecken von Tieren und so stoppte er ganz plötzlich das Auto und zeigte uns an einem Baumstamm eine perfekt getarnte Blaukehlagame. MousebirdSie war wirklich sehr schwer auszumachen, da sie wirklich perfekt getarnt ist. Ein wundervolles Reptil!

    Wir fuhren zum Frühstück zurück zur Lodge und sahen auf dem Rückweg noch einige Impalas, Nyalas und Warzenschweine. Wir hatten für heute die Elephant Interaction im Bayete Zulu gebucht und fuhren nach dem Frühstück die kurzen 40 Minuten bis zum Nature Reserve. Hier leben drei Elefanten, die ursprünglich aus Zimbabwe stammen, wie Norman uns erklärte: RamboRambo (35) Rachel (32) und der kleine Jabulani (3). Die drei können sich frei im Reserve bewegen, aber sie wissen natürlich auch, wo es die Futterbar gibt 😉 Norman gab am Anfang allerhand interessante Informationen über die Elefanten preis und dann konnten die Besucher in Zweiergruppen zu Rambo, um ihn aus allernächster Nähe zu bewundern und anzufassen. Wir waren nur rund 20 Leute und es war eine fantastische Erfahrung! Wir sollten Rambo die Pellets in seinen Rüssel legen, während wir diesen und seine Stosszähne berühren konnten. RamboWir waren begeistert davon, wie sanft seine Haut am Rüssel und vor allem in der Falte Bein/Bauch sowie zwischen den Stosszähnen war. Rambo ist riesig, aber er wird noch rund einen weiteren Meter wachsen bis er voll ausgewachsen ist – mega beeindruckend! Gerd legte etwas Essen direkt auf Rambo’s grosse Zunge, aber ich hielt davon Abstand. Hmmm, vielleicht war auch das der Grund, warum er mich am Ende der Session von oben bis unten ankotze (oder kräftig nieste) und ich da so gesprenkelt stand 😮 RamboNa ja, es war nicht ganz so schlimm, da er wohl doch nur kräftig geniest hatte, aber ich sah dennoch ziemlich lächerlich aus!! Typisch 😮 Wir gingen weiter zu Rachel und Jabulani und fütterten Beide. Es war so niedlich, wenn Jabulani mit seinem kleinen Rüsselchen kam und das Essen aufnahm – was für ein süsses Kerlchen und ich hatte schon fast die Elefantenkotze auf mir vergessen 😉

    So fuhren wir dann zurück zur Leopard Mountain und schauten noch kurz an einer Stelle mit einer schönen, alten Akazie vorbei. Was für ein toller Baum, ein Traum im Abendlicht – dachte ich mir… Wir erreichten die Lodge, nahmen unseren Picknickkorb in Emfpang und genossen das Mittagessen auf unserer Terrasse bei einer Flasche Wein. ZululandBald darauf war es aber schon wieder Zeit, Ryan und die anderen für den nachmittäglichen Game Drive zu treffen.

    Ryan nahm denselben Weg wie am Tag zuvor und wir trafen bald wieder auf den Elefantenbullen, den wir gestern schon bewundern durften. Er war heute sehr entspannt und fühlte sich von uns überhaupt nicht gestört. Er frass vor sich hin, wanderte herum und wir genossen die Beobachtung dieses gewaltigen Tieres sehr. Der Rest der Fahrt war dann bezüglich Tierbeobachtungen weniger erfolgreich, aber es gelang uns dann doch zum Sonnenuntergang an dem wunderschönen Akazienbaum anzuhalten, den ich am Vormittag gesehen hatte. ElephantIch hatte mich mit Ryan verbündet bevor wir losfuhren und er legte den Sundowner Stop einfach ideal dorthin – darüber habe ich mich sehr gefreut! Boma ZululandMein Herz hatte ja schon so oft geblutet, wenn wir während der Pirschfahrten an den schönsten Landschaftsmotiven vorbei fuhren und manchmal standen mir die Tränen in den Augen. 😮 Aber nicht immer kann man eben alles im Leben haben und ich war sehr dankbar für diese kurzen Gelegenheiten. Thanks a lot Ryan!!

    Das Abendessen in der Lodge wurde heute wieder um das Feuer im Boma serviert und war wie immer sehr lecker. Mein Kudu Steak war fantastisch und Gerd genoss Schweinebraten.BomaNach dem Essen gingen wir zum Fischteich, um Sternenfotos zu probieren, aber die Milchstrasse war noch viel zu weit rechts für ein schönes Foto. Schade! So packten wir unsere Sachen ein und gingen mit schönen Erinnerungen an einen tollen Tag schlafen. Immerhin kann nicht Jeder behaupten, von einem Elefanten angeniest worden zu sein 😉

    Highlight des Tages:
    die Tierbeobachtungen

    Diashow:

    White RhinoEs war bereits unsere letzte Pirschfahrt an diesem Morgen in Leopard Mountain! Wir standen auf wie immer und trafen Ryan und Robynne in der Lounge zum Kaffee trinken. ImpalaWir fuhren pünktlich los und stoppten in einer atemberaubend schönen Landschaft für den Sonnenaufgang. Die ganze Fahrt auf diesem Weg war bereits ein landschaftlicher Genuss und ich hätte alle paar Meter Fotos machen können! Aber ich war glücklich, mit dem was ich hatte und wir waren noch erfreuter, als wir kurz nach Sonnenaufgang auf eine Nashornmutter mit ihrem sehr jungen Kalb trafen. Zululand Rhino ReserveWir genossen diese letzte Begegnung mit einem Spitzmaulnashorn sehr – es war vielleicht das letzte Mal in unserem Leben, das wir eins sehen würden!

    Alle Guides sind über Funk miteinander verbunden und bald darauf verkündete Ivor (von Leopard Mountain), dass er Löwen im Flussbett gesichtet hätte. Löwen sind ja nun nicht gerade für ihre Aktivität bekannt und so nahmen wir uns Zeit und eilten nicht auf dem schnellsten Wege zum Fluss, da auch noch Fahrzeuge der anderen Lodges unterwegs waren. LionsWir kamen schliesslich im Fluss an und konnten zwei männliche Löwen, zwei Löwinnen und vier junge Löwen im Sand des Flusses rund 350 Meter entfernt beobachten. Zu weit für gute Fotos, aber es war schön, sie durch das Fernglas zu beobachten. Sie standen schliesslich auf und bewegten sich unter lautem Gebrüll in die Richtung einer anderen Weggabelung. LionsRyan entschied spontan, dort hin zu fahren und auf sie zu warten. Doch sie taten uns nicht den Gefallen und wir fuhren nach einer halben Stunde auf der anderen Flussseite zurück. Und da entdeckte ich die Löwen plötzlich durch die dichte Vegetation: Mutti schmuste mit zwei Jungen und Papa trollte sich langsam von dannen. Wir konnten einige wirklich gute Fotos dieser liebevollen, süssen Szene machen und allein dieser Anblick war die ganze Fahrt wert! Die kuschelnden Löwenbabies waren einfach zu zuckersüss:)

    OrioleWir setzten die Pirschfahrt schliesslich fort und trafen auf einen hübschen Maskenpirol, den wir alle ausgiebig bewunderten. Es war nun Zeit für den Frühstückskaffee, für den Ryan den Hügel beim Geierrestaurant auswählte. Ryan bereitete unseren letzten „Full house“ zu, wir machten Schnappschüsse und genossen die warme Sonne bei einem netten Plausch. Kurz bevor wir weiterfahren wollten, gab es über Funk von Ivor die Nachricht, dass beide Elefantenbullen in der Nähe der Lodge gesehen wurden. RyanSo eilten wir dorthin und wurden Zeugen einer ziemlich angespannten Situation zwischen den beiden Elefantenbullen, die sich gespannt auf einer gewissen Distanz gegenüberstanden. RyanDoch nach einer Weile war einer der Beiden ziemlich gelangweilt und kehrte dem anderen Bullen den Rücken zu. Nun konnten wir auch wieder Atem holen und ein paar Fotos machen.

    Wir kehrten heute erst weit nach 10 Uhr zur Lodge zurück und es war schon etwas spät fürs Frühstück. Elephant bullSo gingen wir erstmal für eine schnelle Morgentoilette direkt ins Chalet und packten die letzten Sachen zusammen. Danach genossen wir ein ausgiebiges Frühstück mit Ryan und Robynne, zahlten die Rechnung, verabschiedeten uns von Ivor und Kate und fuhren los Richtung Thonga Beach Lodge. Wir benötigten etwas mehr als zwei Stunden auf guten Strassen bis zum bewachten Parkplatz für 2×4 Fahrzeuge auf dem Gelände der Coastal Cashew Factory. Male elephantWir luden das Gepäck aus und bereits kurze Zeit später kam der offene Landcruiser der Thonga Beach Lodge, um uns abzuholen. Die Fahrt dauerte 50 Minuten und führte erst über eine relativ gute Schotterpiste und später durch tiefen Sand. Es war hin und wieder etwas holprig und es war gut, dass wir unsere Kamerarucksäcke auf dem Schoss schaukelten. Wir sind ja in dieser Hinsicht schon gebrannte Kinder, da uns sowohl in Namibia als auch in Kenia durch die Rumpelei Ausrüstung beschädigt wurde.

    Bei unserer Ankunft wurden wir vom Manager Bruce begrüsst, der uns in der Anlage herumführte und uns über Essenszeiten und Aktivitäten informierte.

    Unser Chalet ist sehr schön und geräumig mit einem grossen Bett, einem tollen Badebereich mit Badewanne und einem Balkon mit schönem Blick über den Küstenwald bis zum Meer. Stars over Indian oceanWir machten einen kleinen Entspannungsspaziergang am Strand und kehrten vor dem Abendessen nochmals zurück, um die ersten Sternspurfotos zu machen. Es war eine klare Nacht mit schönem Mondlicht, das gut mit dem Strand und den Sternen harmonierte.

    Dinner wurde draussen auf der Terrasse serviert und das Essen war auch in der Thonga Beach Lodge sehr lecker. Ich wählte die Lammkoteletts und Gerd entschied sich für Dorade. Irgendwie war das Menü hier dem der Leopard Mountain Lodge sehr ähnlich, aber der Geschmack war dann doch zum Glück anders und wir genossen das gute Essen bei einer Flasche Wein.

    Wir gingen nach dem Essen noch einmal gemütlich zum Strand, machten weitere Fotos für Sternspuren und fielen dann todmüde nach einem langen Tag in die Federn.

    Highlight des Tages: die süssen kleinen Löwen, der Elefant und der Sternenhimmel über dem Indischen Ozean

    Diashow:

    Thonga Beach Indian oceanAls wir um 6 Uhr aufstanden, glühte der Himmel im Osten schon in einem herrlichen Orange. Wir gingen hinunter zum Strand und fanden bei Ebbe eine schöne Stelle mit interessanten Felsstrukturen. Thonga Beach Indian oceanDie Farben des Sonnenaufgangs waren grossartig und die kleinen Wasserflächen zwischen den Steinen machten sich gut in der Bildkomposition. Es war nach wie vor windig und ein wenig frisch, doch für uns fühlte es sich immer noch mehr an wie früher Frühling und wir genossen die wunderschöne Morgenatmosphäre am Strand. Auf dem Rückweg sahen wir einen flinken Regenpfeifer über den Strand flitzen und in einem Baum sass sogar ein Eisvogel! Zu Schade, dass wir die Teleobjektive nicht mitgenommen hatten – die kommen morgen Früh ganz bestimmt mit!

    Wir kehrten zur Lodge zurück, tranken einen Kaffee in der WiFi Lounge und frühstückten dann in der angenehm warmen Sonne auf der Terrasse. Es gab eine gute Auswahl von Joghurt, Marmeladen, Kuchen, Croissants & Toast, Früchten und ein sehr leckeres warmes Frühstück, das man bei Bedarf bestellen kann. Thonga BeachWir entschieden uns für das komplette Gericht mit Spiegelei, Würstchen, Speck, Pilzen und einer halben gegrillten Tomate. Sehr sehr lecker!

    Wir verbrachten den Morgen im Chalet, wo ich die Fotos der letzten Tage von den Speicherkarten lud und sicherte. Lake SibiyaMit viel Freude begutachteten wir schliesslich unsere Fotos und waren über die bisherige Ausbeute sehr erfreut. Das Mittagessen wird als Buffet im Restaurant serviert und wir gingen nach einem kleinen Schläfchen hinüber. PurpurreiherEs gab heute Griechischen Salat, Kuchen und eine Auswahl an Käse und Früchten – genau das Richtige für eine leichte Mahlzeit zwischendurch.

    Nach dem Essen schrieb ich weiter am Reisebericht bis es Zeit für den Sundowner Drive war. Wir trafen Ashley am Treffpunkt auf der Veranda und bald darauf ging es los. Ashley hielt kurz im Dorf Mabibi, wo er uns einige interessante Informationen über die Kommune gab. Die Dorfgemeinschaft ist eng verknüpft mit der Lodge und 68% des Gewinns geht an die Gemeinde. Lake SibiyaDie meisten Angestellten kommen aus dem Dorf und auch der Bau der Schule sowie der kleinen Klinik, die nur von Montag bis Freitag geöffnet ist, wurde unterstützt. Star trails Indian ocean

    Schliesslich erreichten wir das Ufer des Lake Sibiya, dem grössten Süsswassersee Südafrikas. Ashley deckte den Tisch mit Snacks und Wein und wir machten Fotos vom See bei Sonnenuntergang. Eine grosse rote Sonne ging genau auf der anderen Seite des Sees unter; es war wie in einem richtig kitschigen afrikanischem Film! Etwas Tierleben gab es auch zu bewundern: zwei oder drei Flusspferde badeten im See und ein Purpurreiher suchte nach Fisch auf einem Felsen in der Nähe.

    Kurz nach Sonnenuntergang kehrten wir zur Lodge zurück und gingen hinunter zum Strand für Sternenfotos. Der afrikanische Himmel sah einfach mal wieder fantastisch aus!

    Das Abendessen war bald darauf fertig und wir entschieden uns beide für Brokkolisuppe und Straussensteak bei einer Flasche leckeren Weisswein, der natürlich nicht fehlen durfte.

    Highlight des Tages: das tolle Licht zu Sonnenaufgang

    Diashow:

    Indian Ocean sunriseHeute standen wir etwas früher um 5:40 Uhr auf, um mehr von dem tollen Himmelsglühen vor Sonnenaufgang im Osten zu sehen. Es ging auch prima auf und mir gelangen ein paar schöne Fotos bei den Felsenpools. Wir haben wirklich Glück, dass gerade zum Sonnenaufgang Ebbe ist! Indian Ocean sunriseAuf dem Rückweg trafen wir auf ein Paar Regenpfeifer mit ihren zwei Jungen. Es war so lustig, zuzusehen, wie sie mit flinken Füssen über den Strand flitzten! Die Kleinen sahen aus wie flauschige Bälle, die über den Strand rollten – so süss! Heute hatten wir die lange Brennweite dabei und konnten ein paar Fotos der hübschen Vögel einfangen, bevor wir zufrieden zur Lodge schlenderten.

    Für uns war es aber noch nicht Zeit zum Frühstück, da wir für 7:30 Uhr den Forest walk mit Bheki gebucht hatten. Der Spaziergang dauerte eine Stunde und wir hatten mit Bheki, der auch aus der Mabibi Gemeinde kommt und ein grossen Naturwissen hat, viel Spass. Indian Ocean sunriseIn witziger Art und Weise erzählte er uns viel über die traditionelle Nutzung der Pflanzen als Medizin und für andere Zwecke. Indian Ocean coastDa ist z.B. eine Pflanze, die „Schwiegermutterzunge“ genannt wird und für das Vertreiben böser Geister genutzt wird:)Wir hatten mit Bheki eine lustige Zeit mit viel Gelächter und er hatte sich sein Trinkgeld wahrlich verdient. White-fronted plover

    Wir waren pünktlich zum Frühstück zurück in der Lodge, doch leider mussten wir drinnen sitzen, das es immer noch sehr windig, sogar fast stürmisch, war. GerdNach dem Frühstück schrieb ich weiter am Reisebericht und wir entschieden uns dann trotz des Sturms doch für einen Strandspaziergang. Es war okay, als wir mit dem Wind liefen, aber der Weg zurück war dann nicht wirklich mehr spassig. Der Sand war einfach überall und ich konnte durch meine Brille fast nichts mehr sehen, weil sie voller Tropfen war. Nein, das hat nicht wirklich Spass gemacht!

    SandraEs war nun schon Mittagszeit und wir stärkten uns mit einem leckeren Hühnchen-Krabben-Curry mit griechischem Salat und einer Flasche wohlverdienten Wein:)Das Wetter kippte nun endgültig und es war voll bewölkt, so dass wir die Fahrt zum Lake Sibiya für heute absagten. GerdWir verbrachten so den Nachmittag mit einem Nickerchen und Reisebericht schreiben im Chalet. Am Abend war es weiterhin bewölkt und Sternenfotos mussten leider ausfallen. Schade!

    Das Abendessen wurde heute wieder drinnen bei sehr gedämpften Licht serviert. Wir fanden dann aber doch ein sehr schmackhaftes Rinderfilet mit Gemüse und Kartoffelpüree auf unseren Tellern. Mit einer grossen Portion Hoffnung auf Wetterbesserung für Morgen fielen wir kurz danach müde in die Betten.

    Highlight des Tages: der wunderschöne Sonnenaufgang

    Diashow:

    Thonga Indian oceanIch hatte den Wecker auf 5:30 Uhr gestellt, aber es lohnte sich nicht aufzustehen, da es im Osten immer noch dicke Wolken hatte. Wir gingen ein wenig später kurz nach sechs Uhr hinunter zum Strand und versuchten uns an Fotos der hohen Wellen, die sich an den Felsen brachen. Thonga Indian oceanDie Flut war letzte Nacht durch den Sturm sehr hoch gewesen und die Wellen hatten immer noch eine stattliche Höhe. Unsere flinken Freunde, die Regenpfeiffer, waren auch da und wir hatten wieder viel Spass dabei, sie zu beobachten.

    Frühstück wurde trotz nachlassenden Windes innen serviert und wir entschieden uns heute für die leichte Variante ohne Speck und Würstchen. Als wir nach dem Frühstück zum Chalet zurück kamen, fanden wir eine schöne Jungtaube auf unserem Balkon, aber leider war sie tot. GerdSie muss gegen eine Scheibe gekracht sein, wie Schade! Wir entschieden, sie zurück zur Natur zu bringen und liefen ein paar Meter den Forest Walk Pfad entlang, bis wir einen dichten Busch fanden. Wir legten sie sorgfältig unter einige Äste und verliessen sie im guten Glauben, dass sie ihren Frieden in der Natur finden würde. Dead doveAnschliessend gingen wir zum Strand hinunter und machten endlich den Spaziergang auf die Düne hinter der Lodge hinauf (nachdem wir es Tag für Tag verschoben hatten) und bewunderten die Aussicht über den Strand mit dem Küstenwald.

    Wir wanderten zurück, sprangen in die Shorts und machten endlich einen richtig schönen Strandspaziergang. Gerd DuneEs war sehr viel angenehmer als gestern, da der Wind mittlerweile vollständig eingeschlafen war und wir die leichte Brise genossen. Ich hatte viel Spass, mit den Krabben zu spielen, die bei Ebbe aus ihren Löchern schauten. Thonga Indian oceanIch lief schnell auf sie zu, sie gingen in Verteidigungshaltung und klapperten mich mit ihren niedlichen kleinen Scheren an! Wie süss das war und es war ein Klasse Spiel, obwohl ich von ihren Drohgebären keinesfalls beeindruckt war. Ich schaffte aber nur fünf Krabben, sie sind doch verdammt schnell in den Wellen im Meer verschwunden.

    Wir erreichten schliesslich wieder die Lodge, entspannten in der WiFi Lounge und vergnügten uns beim Mittagessen mit kaltem Rindfleisch, Couscous, Griechischem Salat und dem unvermeidlichen Wein. Jeden Tag kommen ein paar Ladies von der Gemeinde und bieten traditionelles Kunsthandwerk an und wir schauten, ob für uns etwas dabei war, um sie zu unterstützen. Zu Gerd’s Verzweiflung entschied ich mich für eine kleine afrikanische Trommel, von der ich dachte, dass sie sich gut für die bald startende Fussball Weltmeisterschaft eignen würde:) Purple heronEr willigte schliesslich ein und ich zog glücklich mit meiner kleinen Trommel von dannen – ich hatte schon einige feine Fussballlieder im Ohr, um die deutsche und die schweizer Mannschaft zu unterstützen! Direkt neben dem Zugang zu unserem Chalet lebte in einem riesigen Netz eine noch riesigere Seidenspinne, die Gerd ganz mutig fotografierte, während ich sie argwöhnisch aus sicherer Entfernung beobachtete. Lake Sibiya

    Wir gingen zurück zum Chalet, ich lud Fotos von den Speicherkarten auf die Festplatten und schrieb den Reisebericht während Gerd unsere Taschen packte. Ja, es war schon wieder Zeit, morgen zu unserer letzten Unterkunft dieser Ferien aufzubrechen!

    Bald schon war es an der Zeit, die anderen Gäste für den Sundowner Drive zum See zu treffen. Wir kamen am Lake Sibiya ziemlich spät an und ich musste mich richtig für die letzten Fotos beeilen. Es war glücklicherweise einfach, einen geeigneten Standpunkt zu finden und ich fotografierte glücklich vor mich hin bis ich mich für die Drinks zu den anderen gesellte. Nephila inaurataWir hatten mit Bheki vereinbart, nach Sonnenuntergang länger zu bleiben und dass er uns später wieder abholen würde, nachdem er die anderen Gäste zurück gebracht hatte. Lake SibiyaEin junges deutsches Paar entschloss sich, auch zu bleiben und so hatten wir eine angenehme Unterhaltung während wir auf die Sterne warteten. Das goldene Licht nach Sonnenuntergang war fantastisch und ich ging ans Seeufer, um ein paar Stimmungen einzufangen. Es wurde schnell dunkel, ich platzierte mein Stativ für die Sternenfotos und liess die Kamera automatisch ihren Job machen. Wir genossen die Unterhaltung, Wein und Snacks bis Bheki zurückkam und noch einen weiteren Gast mit eigenem Auto aus Südafrika mitbrachte. Er war sehr an Sternenfotografie interessiert und ich verbrachte einige Zeit mit ihm, um ihm in die Geheimnisse der Nachtfotografie einzuweihen:) Lake SibiyaWir fuhren schliesslich zur Lodge zurück und waren auch schon bald darauf parat für das Abendessen, das wie immer sehr lecker war und wieder draussen serviert wurde. Gerd nahm heute Abend Fisch und ich entschied mich nochmals für ein Wildgericht.

    Nach dem Abendessen gingen wir nochmals zum Strand, der wunderschön vom Mondlicht beleuchtet wurde. Wir machten Fotos für Sternspuren, doch ich war herb enttäuscht, als ich nach einer Stunde feststellte, dass ich falsch fokussiert hatte und alle Aufnahmen somit unbrauchbar waren! Tja, Scheisse passiert halt manchmal und es war auch nicht allzu schlimm, da ich ja auch schon in den Vortagen ausreichend Nachtfotos gemacht hatte.

    Wir gingen kurz nach unserer Rückkehr ins Bett und freuten uns bereits auf den Sonnenaufgang am kommenden Morgen.

    Highlight des Tages: Sonnenuntergang und die Nachtaufnahmen am Lake Sibiya

    Slideshow:

    Thonga sunriseAls wir um halb sechs Uhr aufstanden, sah der Morgen vielversprechend aus. Wir wanderten nach oben auf die Düne und staunten nicht schlecht über die sehr spezielle Aussicht, die sich uns bot. Es dämmerte gerade und Nebel rollte von der Landseite über die Dünen aufs Meer. Thonga sunriseDie Atmosphäre war schon fast mystisch und diese Dämmerungsfotos gehören zu meinen Lieblingsfotos dieser Ferien. So war ich auch nicht enttäuscht, dass sich die Sonne hinter dicken Wolken versteckte und es keinen schönen Sonnenaufgang gab. Bevor wir zurück gingen, waren wir sehr erstaunt, grosse frische Katzenspuren im Sand neben uns zu finden. Die Katze muss dort in der Nähe geschlafen haben, da die Spuren direkt in einer Kuhle nicht weit von unserem Standort begannen und sie ist anscheinend während wir fotografierten an uns vorbei in den Wald geschlichen! Wir haben nicht herausgefunden, welche Katze es war, aber die Spuren waren definitiv zu gross für eine Ginsterkatze, deren Spuren wir weiter unten entdeckt hatten.

    Wir kehrten zur Lodge zurück, packten unsere Koffer fertig und genossen ein letztes ausgiebiges Frühstück. Danach plauderten wir eine Weile mit Nadia und Camilla, zahlten die Rechnung und schon war es Zeit, sich von Bheki, Bruce und dem Team zu verabschieden. Aber Bheki hatte noch eine Überraschung für uns parat: BhekiBheki kam mit einer wunderschönen kleinen grünen Schlange, die wir bewunderten und auch anfassen konnten. Canelands Beach ClubWir lieben beide Schlangen und dieses faszinierende Erlebnis war für uns daher etwas ganz Besonderes. Sehr glücklich verabschiedeten wir uns endgültig und gingen zum Landrover, der abfahrbereit auf dem Parkplatz wartete.

    Die Fahrt zum Thonga Beach Lodge Parkplatz bei der Cashnew Factory dauerte wieder nur knappe 50 Minuten und wir waren bald darauf auf den Weg nach Süden Richtung Durban. Es war eine lange Fahrt und wir erreichten unser letzes Ziel, den Canelands Beach Club an der Dolphin Coast in Salt Rock nach knapp vier Stunden. Wir wurden von Katherine sehr herzlich empfangen und sie zeigte uns nach einem Welcome Drink die Anlage und unser Zimmer. Das Hotel ist sehr stilvoll, aber doch sehr gemütlich und die Zimmer sind ausreichend gross mit einem tollen Badezimmer sowie einer grossen Terrasse mit Blick auf den Indischen Ozean. Eine traumhafte Unterkunft nahe am Flughafen für die letzten 1.5 Tage unserer Ferien!


    Wir machten einen kurzen Spaziergang zum Bottle Store um etwas Wein, Amarula und Diätcola zu kaufen und verbrachten die Stunde des Sonnenuntergangs Moonrise Dolphin coastauf unserer Terrasse. Der Vollmond ging auf, als das Licht im Osten gerade durch den Erdschatten pink wurde – was für ein fantastischer Anblick!

    Das Abendessen wird im gemütlichen Restaurant serviert und die Küchenchefs hielten, was uns bereits versprochen wurde: das Essen war einfach nur fantastisch! Gerd hatte ein sehr scharfes Hühnerlebercurry als Vorspeise und ein noch schärferes Lammcurry als Hauptgericht während ich mich für ein köstliches Springbock Steak entschied. Nach diesem kulinarischen Highlight schauten wir das Eröffnungsspiel der Fussballweltmeisterschaft, aber wir hielten nicht bis zum Ende des Spiels durch. Es war wirklich ein langer Tag gewesen.

    Highlight des Tages: der magische Sonnenaufgangsnebel

    Diashow:

    Indian OceanLeider schliefen wir beide nicht richtig gut und ich stand wie gewohnt um kurz nach sechs Uhr auf. Der Himmel im Osten sah schön Orange aus und so schnappten wir uns die Fotorucksäcke und gingen hinunter zum Strand. Indian OceanEs war Ebbe und die freigelegten Steine machten sich hervorragend als Vordergrund gegen den farbigen Himmel. Ich fotografierte glücklich vor mich hin und wir beide schauten begeistert zu, wie die Sonne wunderschön über dem indischen Ozean aufging. Wie gemalt!

    Nach diesen erfreulichen 30 Minuten gingen wir zurück aufs Zimmer und Gerd holte ein wenig Schlaf nach, während ich am Reisebericht schrieb. Dann war es auch schon Zeit fürs Frühstück, das wir auf der schönen Terrasse mit Blick auf den Ozean serviert bekamen. BreakfastDas kalte Frühstück wurde auf einem Tablett neben dem Tisch aufgestellt, auf dem alles vorhanden war, was man sich wünschen konnte: frischer Obstsalat, Joghurt, Croissant, Müsli, Saft und Marmeladen. Von der Karte konnten wir uns ein warmes nach Wunsch zusammenstellen und wir nahmen die obligatorischen Würstchen, Speck, Spiegelei und Pilze. Abgerundet durch sehr leckeren Kaffee liessen wir uns das Frühstück in der warmen Sonne ausgiebig schmecken.

    Danach machten wir einen langen Strandspaziergang und genossen die Sonne, das Meer und den Wind. Canelands Beach Club breakfastDie Küste ist auch hier sicher und es gibt überhaupt keine Belästigungen wie beispielsweise die aufdringlichen fliegenden Händler in Asien. Südafrika macht richtig Spass und auch wenn es in bestimmten städtischen Gegenden durchaus gefährlich ist, haben wir uns auf dem Land zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt. Wir haben nur freundliche Menschen getroffen, die es uns einfach machten, sich in ihrem Land wohl zu fühlen.

    Nach dem Spaziergang gingen wir aus reiner Neugier hinüber in “Siggi’s German restaurant”, das sich direkt gegenüber von Canelands befindet. Normalerweise essen wir in den Ferien ja grundsätzlich nur das einheimische Essen und so war die Karte mit deutschem Eisbein, Heringsstip und Würstchen mit Kartoffelpüree für uns auch nicht gerade verlockend:)Wir bestellten einen Small snack basket, der sich als ein Mix von Frankfurter Würstchen, frittiertem Hühnchen, Frühlingsrollen und labberigen Pommes erwies. Es war okay, aber ziemlich fettig und wir liessen die Pommes auch auf dem Teller zurück. Wahrscheinlich sind wir hier in Südafrika kulinarisch schon viel zu verwöhnt, aber es war ein lustiges Erlebnis:)
    GerdNach diesem etwas schweren Essen gingen wir zurück zum Strand, wo ich versuchte, im sanften Nachmittagslicht die brechenden Wellen über die Felsen einzufangen. Das Warten auf die perfekte Welle hat wie immer viel Spass gemacht! Indian OceanSo ging der Tag langsam zu Ende; wir duschten und es war bereits Zeit fürs Abendessen – die Zeit an unserem letzten Ferientag flog nur so dahin! Das Abendessen im Restaurant war wieder absolut köstlich mit nicht ganz so scharfem Hühnercurry für mich und zartem Lamm für Gerd.

    Ich versuchte nach dem Essen Sternenfotos, aber der Himmel war irgendwie zu hell oder diesig, so dass Fotos vom Nachthimmel hier einfach nicht möglich waren. So schauten wir das tolle Spiel der Holländer gegen Spanien an der Weltmeisterschaft und gingen kurz darauf schlafen. Unsere letzte Nacht in Südafrika!

    Highlight des Tages: der tolle Sonnenaufgang

    Diashow:

    Dolphin CoastIch stand wieder einmal um sechs Uhr auf und ging für meinen letzten Sonnenuntergang in Südafrika hinunter zum Strand. Der östliche Himmel glühte in einem tiefen Rot-Orange und ich beeilte mich, das Stativ auf einen etwas höher gelegenen Stein aufzubauen. Die Flut war noch ziemlich hoch und das Wasche umspülte schön die Felsen vor mir. Dolphin CoastIch verbrachte eine vergnügliche Stunde am Strand bis die Sonne schliesslich für gute Fotos zu hoch war. Puh, das war nun das Ende vom Fotografieren für diese Ferien!

    Wir frühstückten ausgiebig in der Sonne auf der Terrasse und genossen sowohl das leckere Essen als auch den Blick über das Meer. Es war ein herrlicher Tag und so machten wir noch einen langen Strandspaziergang bevor wir zum Flughafen aufbrechen mussten. Salt RockWir schmunzelten über die Informationstafel an den Gezeitenpools, wo darauf hingewiesen wird, dass man keine Haie in den Pools aussetzen soll:)!

    Viel zu schnell und nach einer letzten Tasse Kaffee auf der Terrasse zahlten wir die Rechnung und fuhren die kurzen 20 km zum Durban Airport. Der neue King Shaka Airport ist ein sehr angenehmer Flughafen: aufgeräumt, sauber und alles ist einfach zu finden. Gerd Salt RockWir gaben unser Auto bei einem Mitarbeiter von Europcar ab und checkten das Hauptgepäck ein. Anschliessend ging es durch die Sicherheitskontrolle und wir assen eine Portion Salat mit Fleischbällchen in einer Bar. Pünktlich hob unser Flieger nach Johannesburg ab und wir kamen nach einem kurzen ruhigen Flug am O. R. Tambo International Airport an. Wir mussten hier durch die Passkontrolle und schlenderten gemütlich zum Terminal für die Internationalen Abflüge. Der Weg war gut ausgeschildert und wir erreichten kurze Zeit später das Abfluggate für den Flug nach Paris.

    Ich war immer noch stark beeindruckt von der riesigen Grösse des Airbus 380 und es ist nach wie vor schwer zu glauben, dass das Riesending abheben kann! Dolphin CoastAber es fliegt sehr gut und wir hatten einen sehr angenehmen, knapp 10-stündigen Flug nach Paris. Der Service in der Premium Economy war diesmal ausgesprochen gut mit einer sehr freundlichen Stewardess und gutem Essen.

    Wir landeten am Charles de Gaulle Airport um 5:15 Uhr und hatten danach grosse Schwierigkeiten, unseren Abflugterminal 2G für den Weiterflug nach Basel zu finden. Wirklich jeder Terminal war ausgeschildert, nur dieser eine nicht! A380Wir fragten ein paar Mitarbeiter vom Ground staff und wurden zwei Mal den falschen Weg geschickt, bis wir dann endlich den Bus fanden, der zum Terminal 2G fuhr. Wir hatten aufgrund unserer Premium Economy Tickets freien Eintritt in die Air France Lounge, wo die drei Stunden bis zum Weiterflug rasch verflogen.

    So landeten wir dann endlich pünktlich in Basel und nahmen den Bus nach Hause. So, das war nun das Ende einer ganz tollen Ferienreise, die unsere Erwartungen mehr als erfüllt hat.

    Wir danken Euch für Euer Interesse und hoffen, Ihr hattet etwas Spass beim Lesen unseres Reiseberichts.
    Wir freuen uns über Euren Besuch unseres Fotoblogs mit aktuellen Fotos und Informationen über unsere Fotoprojekte: SA*GA Photography – Fotoblog von Sandra Schaenzer

    Highlight des Tages: der letzte afrikanische Sonnenaufgang

    Diashow:

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