Reisebericht: Norwegen – Lofoten & Vesterålen 2013

Elk bullWir freuen uns, dass Ihr zu unserem Reisebericht aus Norwegen “Lofoten & Vesterålen 2013: Herbstzauber und Polarlicht” gefunden habt. Haukland

Gerd und ich verbrachten sechzehn wunderbare Tage im hohen Norden Norwegens und erlebten schönstes Herbstwetter, die magisch leuchtenden Nordlichter sowie einige regnerische und stürmische Tage.

Wie immer haben wir unsere Reise individuell geplant und hatten unser temporäres Zuhause in den folgenden Selbstverpflegerunterkünften, die in der Regel alte, renovierte Fischerhütten – hier in Norwegen Rorbuer genannt – sind, gebucht:

UtakleivSolsiden Brygge in Ballstad (Lofoten)

Sjohus Senteret in Sortland (Vesterålen)

Aurora borealis HauklandSea Cabins Lankanholmen in Andenes (Vesterålen)

Unser Auto, einen Peugeot 3008 5-Türer 1.6 HDI Diesel, hatten wir über Avis am Flughafen Leknes gebucht und in Andenes wieder zurück gegeben. Das Auto war in perfektem Zustand bot überraschend viel Stauraum für unser Gepäck und Fotoausrüstung.

Alle unsere Norwegen Fotogalerien könnt Ihr unter Norwegen Fotogalerien auf SA*GA Photography ~ Moments in Light ~ ansehen.
Eidsfjord
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Aurora Rogsøyfjorden Wenn Euch der Reisebericht gefallen hat, freuen wir uns über einen Kommentar auf der Reisebericht Startseite oder in unserem Fotoblog .

AndenesWir hoffen, dass Ihr nun Spass beim Lesen unseres Reiseberichts habt und wir Euch mit auf unsere Reise durch Sturm und Licht nehmen können. Wenn Ihr durch eine Suchmaschine hier her gekommen seid und nur diesen Einzelpost seht, dann klickt bitte auf den folgenden Link, um zum gesamten Reisebericht zu gelangen: Reisebericht Lofoten & Vesteralen 2013

Sandra Schänzer & Gerhard Schöning
SA*GA Photography ~ Moments in Light ~

Zurich airport

Zürich Flughafen

Breakfast in Oslo

Frühstück in Oslo

Unsere Herbstreise in den hohen Norden begann bereits am 20. September, als wir Basel mit dem Flugizug zum Zürcher Flughafen verliessen und nach Oslo flogen. Dort übernachteten wir im Radisson Blue Airport Hotel und flogen am nächsten Morgen via Bodø weiter nach Leknes. Eine Übernachtung in Zürich oder Oslo ist leider unvermeidlich – der erste Flug nach Oslo ist zu früh für uns, da der erste Zug aus Basel zu spät am Flughafen eintreffen würde. So hat man in Oslo ausreichend Zeit für den Check-in und die Anreise ist entspannter als mit dem Frühflieger aus Zürich, da man nur eine Stunde Zeit im Transfer hätte, um das Gepäck vom Band zu holen, durch den Zoll zu laufen, das Gepäck am Baggage Drop-off wieder abzugeben und die Sicherheitskontrolle zu passieren. Diese Hetze hat uns in der Vergangenheit überhaupt nicht gefallen und so haben wir uns für diese Lösung entschieden.

Tropical islands

Tropische Inseln ;)

Am Morgen hatten wir genügend Zeit, das herzhafte Frühstück im Hotel zu geniessen, das alles bot, was das Herz begehrt: alles für ein Full English Breakfast, norwegischer Lachs, Hering und andere eingelegte Fischsorten, aber auch ordinäres Toastbrot, Brötchen, Butter, Aufschnitt, Käse, Joghurt und Marmeladen. Wir nahmen das Englische Frühstück und etwas Fisch – war dies bereits das kulinarische Highlight unserer Reise?

First sight at Ballstad

Erster Blick auf Ballstad

Nach dem Frühstück checkten wir aus und gingen hinüber in die Abflughalle, gaben unser Gepäck ab und passierten die Sicherheitskontrolle. Unser Flug nach Bodø war pünktlich, genauso wie der Weiterflug nach Leknes auf den Lofoten. Ich mietete das Auto, einen weissen Peugeot 3008 Diesel, bei Avis an, während Gerd auf das Gepäck wartete. Alles ging schnell und wir waren schon auf den kurzen Weg nach Leknes in den Supermarkt, um das Essen für die nächsten fünf Tage zu kaufen.

Es war schön, nach Solsiden Brygge zurückzukehren nach unserem Aufenthalt hier im Februar und wir bekamen sogar dasselbe Apartment! Wir freuten uns sehr, schafften unsere Sachen hinein und machten eine kleine Rundfahrt in die nahe Umgebung von Ballstad.

Solsiden Brygge

Solsiden Brygge

Es wurde ein aussergewöhnlicher Beginn unserer Reise! Wir nahmen eine der Nebenstrassen, wo ich nach einem Standort für den Sonnenaufgang Ausschau halten wollte. Gerade als ich das Auto am Ende der Strasse wenden wollte, sah Gerd plötzlich einen Elchbullen!
Elk bull

Elchbulle

Ich machte sofort den Motor aus und wir stiegen vorsichtig aus dem Auto. Ein älterer Mann, der hier wohnt, kam zu uns und war über die Sichtung genauso happy wie wir! Denn eigentlich war es eine ganze Elchfamilie von vier Tieren: der Bulle, der etwas abseits stand und die Dame mit zwei Jungtieren. Die Drei posierten vorbildlich für uns und so konnte ich einige sehr schöne Fotos machen, während Gerd sich auf den Bullen konzentrierte.
Female elk

Elchkuh

Dieser war sehr entspannt: nicht mehr als maximal 70 Meter entfernt ass er genüsslich, pinkelte, setzte sich gemütlich hin, schaute uns an – und das ganze total entspannt. Wir waren total fasziniert von diesem völlig unerwarteten Erlebnis. Elche kommen zwar oft vor in Norwegen, sind aber nicht so häufig auf den Lofoten anzutreffen. Wir hatten wirklich viel Glück!

Doch nach einer halben Stunde hatten sie genug von uns und verschwanden hinter dem Hügel. Wir fuhren mit einem breiten Grinsen im Gesicht zurück ins Rorbuer, kochten Abendessen für heute und die folgenden Tage (Pasta Bolognese – lecker!) und hofften auf einen guten Tag morgen.

Highlight des Tages: die Elch Familie

Diashow:

Ballstad

Ballstad

Es war heute mein Geburtstag, aber ich stand trotzdem um halb sechs Uhr für das erste Licht des Tages auf. Es war bewölkt, aber es gab einige interessante dynamische Wolkenstrukturen im Westen, die sich gut mit Langzeitbelichtungen und den Schären im Vordergrund machen.
Storjforden

Storjforden

So gingen wir hinüber zur Mole, machten ein paar Fotos in der blauen Stunde und schliefen anschliessend noch ein Stündchen. Gerd machte mir ein leckeres Geburtstagsfrühstück und wir fuhren danach zum kleinen Weiler Steine in der Nähe von Leknes am malerischen Storfjorden. Wir fanden einen hübschen kleinen Weiher, der von herbstlich gefärbtem Gras umgeben war und mit den gespiegelten Bergen im Hintergrund einfach nur schön aussah.

Birthday cake, Kristoffer & troll

Geburtstagskuchen, Kristoffer & Troll

Die Zeit verging viel zu schnell und wir eilten zurück zum Rorbuer, um zu Mittag zu essen. Kurz danach fuhren wir schon wieder los, um eine Freundin zu besuchen, die in Leknes wohnt. Wir fanden das Haus schnell und Kathi öffnete die Tür mit ihrem süssen kleinen Sohn Kristoffer auf dem Arm. Sie hiess uns herzlich willkommen und wir überreichten ihr die Geschenke, die wir der Familie mitgebracht hatten: schweizer Käse, eine Plüschkuh für Kristoffer und eine Bayern München Fahne für ihren ältesten Sohn Gabriel.
Jellyfish

Qualle am Strand

Kathi hat mir sogar einen super leckeren traditionellen norwegischen Kuchen zum Geburtstag gebacken und brachte ihn mit Kerzen, die ich begeistert auspustete – so nett!! In der Zwischenzeit war auch Kathis Partner Geir gekommen und wir amüsierten uns, da er und Gerd sich unglaublich ähnlich sehen und dazu noch denselben Humor haben! Ich bekam auch noch zwei Geburtstagsgeschenke: norwegische Handschuhe und einen hübschen kleinen Troll, der nun unser “Gut-Wetter-und-Nordlicht-Troll” geworden ist 😉
Haukland
Wir hatten bei Kaffee und Kuchen viel Spass und verbrachten einen lustigen Nachmittag mit viel Lachen. Es war toll, Kathi und ihre Familie zu treffen und wir mussten viel zu früh wieder gehen, weil wir zum guten Licht an meinem Lieblingsstrand in Haukland sein wollten. Haukland HauklandDie Sonne brach dann auch pünktlich durch die Wolken und brachte die Strukturen auf dem nassen Sand richtig schön zur Geltung – es war ein absolut perfekter Sonnenuntergang zu meinem Geburtstag. Sehr cool!

Leider wurde es dann immer wolkiger und es gab bald keine Hoffnung mehr auf klaren Himmel und Nordlichter. So fuhren wir zurück zum Rorbuer, stiessen mit einem Glas Wein auf meinen Geburtstag an (endlich!!) und fielen müde ins Bett.

Highlight des Tages: Kathi zu treffen und der Sonnenuntergang in Haukland

Diashow:

BallstadHeute stand ich allein auf und fuhr auf die andere Seite von Ballstad und hoffte auf gutes Licht über der südlichen Küstenlinie. Ich wurde nicht enttäuscht und konnte trotz des leichten Nieselregens einige schöne Aufnahmen während der blauen Stunde machen. Es gab keine Anzeichen für einen goldenen Sonnenaufgang und so kehrte ich zum Rorbuer zurück, als die schöne Morgenstimmung vorüber war. Bruhaugvatnet

Wir hatten ein schnelles Frühstück und entschieden uns für einen Ausflug zu den nahen Seen von Ballstad, was sich wieder mal als goldrichtig heraus stellte. Das Licht war immer noch sanft, beleuchtete die Herbstlandschaft und liess die Farben leuchten. In den Seen spiegelten sich die farbigen Bäume und die steilen Berge – was für eine malerische Aussicht dies war und noch dazu gab es hinter jeder Kurve eine neue zu bewundern! Der erste See Bruhaugvatnet war absolut wunderschön, genauso wie der Dalsvatnet und beiden hatten perfekte Spiegelungen. Wir genossen diesen schönen Spaziergang bis die Wolken zunahmen und das Licht letztendlich verschwand.

Otter with prey

Fischotter mit Beute

Es war nun Zeit für eine längere Mittagspause und für die Vorbereitungen für den Abend und die Nacht. Wir machten Sandwiches und kochten Kaffee, da es viel versprechend aussah für Polarlichter heute. Wir fuhren den kurzen Weg nach Haukland, wo wir Fotos am Strand mit der Küstenlinie machten. Plötzlich erspähte ich ein Tier im Wasser, Utakleivdas näher und näher kam und sich letztendlich ganz in der Nähe auf einem Felsen mit seiner Beute niederliess. Es war ein niedlicher Fischotter! Gerd kam mit seiner langen Brennweite und konnte eine einzige Aufnahme machen, bevor uns der Fischotter entdeckte und sich ins Wasser zurück zog. Aber er kam nochmals für einen kurzen Moment zurück, um seine Beute abzuholen und zog einen Felsen weiter, um seine Beute zu vertilgen. Wir liessen ihn dort nun in Ruhe sein Abendessen geniessen und wollten ihn nicht nochmals stören – aber was war das für ein tolles Erlebnis! Ein wenig später sahen wir noch einen kleinen Wal oder Delfin – wir wissen es nicht genau, da wir uns mit der Tierwelt im Wasser nicht so gut auskennen.
Utakleiv
Aurora over Utakleiv

Aurora über Utakleiv

Wir fuhren durch den Tunnel nach Uttakleiv und tobten uns fotografisch am Strand während des Sonnenuntergangs aus. Es war ein ziemlich dramatisches Licht als die Sonne sich ihren Weg durch die Wolken am Horizont bahnte. Das rote Sonnenlicht wurde von den nassen Felsen und den kleinen Pfützen reflektiert und sah einfach nur perfekt aus! UtakleivNach diesem sehr vergnüglichen Shooting gingen wir zurück zum Auto auf dem Parkplatz, assen unsere Sandwiches zu Abend und warteten auf die Polarlichter.

Es war teilweise bewölkt, aber das sah in der blauen Stunde fantastisch aus und sobald es dunkel war, konnten wir auch die ersten schwachen Nordlichter sehen – yay! Die Wolken machten sich gut mit dem grünen Nordlicht und der vom Mond beschienenen Landschaft und so machten wir glücklich einige Fotos. UtakleivDer Strand und die ganze Landschaft sahen grossartig aus im Licht des Vollmonds – das Mondlicht ist hier so klar und anders als zuhause! Wir blieben bis Mitternacht und bis die Aktivität nachgelassen hatte und fuhren zurück nach Ballstad.

Highlight des Tages: der Fischotter und der Sonnenuntergang am Strand

Diashow:

BallstadAls ich wie immer kurz nach fünf Uhr aufstand, bemerkte ich einen schönen orange farbenen Streifen am östlichen Horizont und fuhr kurz rüber zur Hafenmole, um ein paar Fotos zu machen. Ballstad Es war etwas ungemütlich windig, doch die Schären machten sich mit der Langzeitbelichtung wieder gut als Vordergrund. Kurze Zeit später fuhr ich jedoch zu meinem eigentlichen Ziel für diesen Morgen und parkierte das Auto neben der Hauptstrasse und wanderte zum Bruhaugvatnet, der wie erwartet völlig ruhig war. Die blaue Stunde war nun im vollen Gange und die Spiegelung der Berge im See sah grossartig aus.

Bruhaugvatnet

Bruhaugvatnet

Als dann die Sonne aufging, realisierte ich, dass ich heute Morgen extremes Glück mit dem Licht hatte, denn es gab im Osten offensichtlich überhaupt keine Wolken und so traf das erste blutrote Sonnenlicht auf die Berge. Was für ein fabelhafter Moment! Es war einfach atemberaubend und ich vergass über den fantastischen Anblick fast schon wieder mal, zu fotografieren. Gerhard Schoeningsvei
Ich wanderte um den See herum zu einer anderen Stelle, da das Licht immer noch schön golden war und machte glücklich ein paar weitere Fotos dieser sagenhaft schönen Landschaft, bis ich tief zufrieden zum Rorbuer zurück fuhr und mit Gerd frühstückte.

Gravdal

Gravdal

Es war ein perfekter Tag für einen Ausflug nach Reine und so starteten wir zügig nach dem Frühstück. Gerd hatte vorgestern ein Strassenschild in Ballstad bemerkt, das seinen Namen trug: Gerhard Schøningsvei – Gerhard-Schöning-Weg 😉 Natürlich mussten wir von diesem Schild ein Foto machen, vor allem, weil sein Name nicht so häufig vorkommt wie beispielsweise Andres Hansen. Saab

Unseren ersten Halt machten wir am Torsfjorden, wo es mir im Winter besonders gut gefallen hatte. Die kleinen Pfützen, die die Flut zurück gelassen hatte, sahen toll aus mit den Reflektionen der Berge. Wir fuhren aber bald weiter bis wir im malerischen Fischerdorf Å i Lofoten ankamen, wo wir gemütlich durch das Dorf schlenderten. Es war herrlich im warmen Sonnenschein und der Spaziergang brachte Erinnerungen an unsere Ferien aus dem Jahr 2005 zurück. Gerd war ganz faszniniert von einem alten Saab, den er genauestens inspizierte. A

FlakstadWir fuhren schliesslich nach Reine zurück, wo wir Fotos vom klassischen Blick über den Ort machten und eine Kaffeepause im kleinen Supermarkt einlegten. Die Zeit verging wie im Flug und wir fuhren langsam zurück Richtung Leknes. Den Sonnenuntergang verbrachten wir bei Flakstad, wo ich einige schöne Moortümpel fand, die sich wieder mal gut als Vordergrund für die Berge im warmen Abendlicht machten.

Aurora borealis UtakleivNach der blauen Stunde fuhren wir nach Utakleiv, plazierten unseren “Gut-Wetter-Nordlicht-Troll” auf dem Armaturenbrett, assen unsere Sandwiches zum Abendbrot und die grüne Lichtshow startete dann auch pünktlich kurz nach 21 Uhr. Es sah grossartig aus mit dem Mondlicht und die Nordlichter schienen in Farben von lila über verschiedene Grüntüne ziemlich stark in einem grossen Bogen über die Bucht.

Aurora borealis Utakleiv

Aurora borealis Utakleiv

Fantastisch!!

Ich ging hinunter an den Strand, um ein paar Reflektionen der Nordlichter in den kleinen Tidenpools einzufangen und rutschte natürlich prompt aus. Ich stürzte ziemlich heftig und zog mir eine starke Steissbeinprellung dabei zu – Autsch:(Aber glücklicherweise ist weder der Kamera noch dem Objektiv etwas passiert und ich fotografierte trotz der Schmerzen unbekümmert und glücklich weiter. Die Strukturen, Farben und Formen des Nordlichts waren fabelhaft – was für eine tolle Vorstellung!

Aurora borealis UtakleivAber es war noch nicht vorbei und das Beste sollte noch kommen! Aurora borealis HauklandWir wechselten den Ort nach Haukland und ein gigantisches Feuerwerk begann gerade in dem Augenblick, als ich unten am Strand ankam. Aurora borealis HauklandEs war die bisher stärkste Aurora mit Formen wie ein Korkenzieher und bedeckte den kompletten Himmel von Westen über Norden nach Osten – einfach atemberaubend schön!! Wir blieben bis das grüne Licht nur noch schwach war und fuhren überglücklich und überwältigt zurück nach Ballstad. Angekommen waren wir so überdreht, dass wir um ein Uhr erst noch ein Glas Wein tranken, da wir nicht sofort schlafen konnten.

Highlight des Tages: die Nordlichter und der Sonnenaufgang am See

Diashow:

StorfjordenNach einer klaren Nacht war es morgens als ich aufstand richtig kalt; die Temperaturen waren unter den Gefrierpunkt gesunken! Ich nahm das Auto und fuhr ein paar Kilometer bis zum Pass vor Sennesvika, von wo aus ich während der blauen Stunde einen grossartigen Blick über das Meer mit den Schären hatte. LakeNach einigen Fotos fuhr ich weiter zu meinem eigentlichen Ziel, dem Storfjorden, und fand eine schöne Stelle mit Spiegelungen der entfernten Berge im ruhigen Wasser des Fjords. Das Licht war immer noch schön blau und stimmungsvoll und ich war ziemlich zufrieden mit den entstandenen Fotos. StamsundIch schaute über die Schulter Richtung Osten und erblickte einen fast brennenden Himmel! So fuhr ich schnell nach Stamsund, wo der Blick nach Osten frei ist und machte Fotos der Berge von Henningsvær vor dem blutroten Himmel – traumhaft schön! Ich realisierte, dass es ein fantastisches Sonnenaufgangslicht geben würde und fuhr zurück an meine Stelle am Fjord und wartete auf den Sonnenaufgang über den Bergen. Es war in der Tat ein sehr schönes Licht, aber doch nicht ganz so tief rot schön wie gestern. Aber die Fotos wurden trotzdem fein und ich fuhr glücklich zurück Richtung Ballstad. Doch ich hielt noch einmal an dem kleinen See neben der Hauptstrasse an, da der Nebel gerade so schön über die Wasseroberfläche wabberte. Es sah zusammen mit den Herbstfarben und der ruhigen Wasserspiegelung wunderbar aus. Was für ein schöner, wenn auch etwas hektischer Morgen, dies war!
Storfjorden
Wir gönnten uns ein langes Frühstück, eine erfrischende Dusche und machten einen kleinen Ausflug auf die andere Seite nach Mortsund, um dort nach möglichen Locations für den Sonnenaufgang zu suchen. Es ist ein nettes kleines Fischerdorf, das aber mittlerweile fast nur noch aus renovierten Rorbuer für Touristen besteht, aber es sich trotzdem seinen Charme bewahrt hat.
UtakleivNach dem Mittagessen fuhren wir auf dem Weg nach Unstad bei Kathi vorbei, um uns zu verabschieden und verbrachten eine lustige Plauderstunde zusammen – wir haben wirklich denselben Humor 😉 Viel zu schnell war es dann wieder an der Zeit, Tschüss zu Kathi und Kristoffer zu sagen und wir fuhren die kurze Strecke rüber nach Unstad. UnstadEs war nun das dritte Mal, das wir diesen Strand besuchten und es war das dritte Mal, dass er uns nicht wirklich gefallen wollte. So ist es nun mal und so kehrten wir wieder um. Allerdings ist das Tal vor dem Tunnel absolut sehenswert und dramatisch und wir nahmen uns die Zeit, den Blick über das Tal und die Küstenberge einzufangen.

So verbrachten wir dann den restlichen Nachmittag und den Sonnenuntergang an unserem Lieblingsstrand in Uttakleiv. Der Sonnenuntergang war wieder grandios und die Sonne spielte ein reges Versteckspiel mit den Wolken. Am Ende wurde das Licht fast unwirklich rot – so eine Farbe hatte ich bisher noch nie gesehen!

Utakleiv HauklandWir verbrachten die blaue Stunde am Anfang der Bucht von Haukland, assen unsere Sandwiches und warteten auf das Nordlicht. Ich mag dieses Warten im Auto! Es ist spannend, den Himmel zu beobachten und es ist noch aufregender, wenn man dann endlich das erste Nordlicht erblickt. Aber heute gab es keine Anzeichen für Nordlicht Aktivität! So liess ich die Kamera für Sternspuraufnahmen laufen, während wir warteten, doch es zogen immer mehr Wolken auf, so dass wir schliesslich für heute aufgaben.

Unser “Gut-Wetter-Nordlicht-Troll” hatte dann heute irgendwie versagt 😉

Highlight des Tages: der Sonnenaufgang am Storfjorden

Diashow:

Sennesvika

Sennesvika

MortsundEin weiterer schöner Morgen erwartete mich, als ich aufstand und ich begann mit Fotos von der Hafenmole. Dort scheint es endlose Fotomöglichkeiten zu geben und die Schären sehen in jeder Stimmung oder in jedem Licht anders interessant aus – was für eine tolle Location! Ich fuhr dann nach der blauen Stunde wie geplant hinüber nach Mortsund und kam gerade rechtzeitig an, als die Berge hinter Ballstad vom ersten Sonnenlicht beleuchtet wurden. Es dauerte eine paar Minuten bis die Berge schliesslich richtig leuchteten, aber das Warten hat sich mal wieder gelohnt und ich verbrachte einen tollen letzten Morgen auf den Lofoten!

SjøhusSenteret

SjøhusSenteret

SjøhusSenteretJa, heute sollten wir Ballstad und die Lofoten verlassen und weiter auf die Inselgruppe der Vesterålen ein wenig weiter nördlich ziehen. Wir genossen unser letztes Frühstück im Sonnenschein, packten unsere Sachen zusammen und verliessen mit ein wenig Wehmut diesen schönen Ort. Ich werde die Lofoten definitiv vermissen!
Unterwegs machten wir einen Stop im Vinmonopol von Svolvær, um Wein für die restlichen Tage zu kaufen, tankten das Auto nochmals voll und fuhren die schöne herbstliche Strecke der E10 entlang Richtung Norden.

SjøhusSenteretSjøhusSenteretGegen Mittag kamen wir in unserer Unterkunft für die nächsten sechs Nächte an: Sjøhus Senteret Wir machten noch unsere Einkäufe im örtlichen REMA1000, bevor wir zur Rezeption gingen und eincheckten. Die Häuser liegen etwas ausserhalb von Sortland direkt am Sund und sind trotz der Nähe zur Strasse sehr ruhig. Es gibt hier vor allem in den Nachtstunden kaum Verkehr, so dass uns die Strasse in all der Zeit überhaupt nicht gestört hat. Alle Häuser sind zweistöckig mit den Schlafzimmern im Obergeschoss und Koch- sowie Wohnbereich und Bad befinden sich im Erdgeschoss. Es ist ein sehr gemütliches Haus und wir fühlten uns von Anfang an wie zuhause.

Stø

Stø

Es war Zeit zum Mittagessen, nachdem wir eingezogen waren und wir brieten den frischen Lachs, den wir mit Erbsen und Möhren genossen – lecker! Es war schon relativ später Nachmittag, als wir unsere Tour zur Location Scouting starteten und wir entdeckten die Gegend um Stø und Gisløy nördlich von Sortland. Stø fanden wir nicht sehr ideal für Polarlichtfotografie und so zogen wir uns in das Marschland von Gisløy für den Sonnenuntergang zurück.
Klø

Klø

Es gab ziemlich dramatisches Licht in den Fjords in der Ferne und wir hatten recht viel Spass an diesem ersten Sonnenuntergang auf den Vesterålen.

Es wurde nun zunehmend bewölkt und wir waren nicht sicher, ob wir hier bleiben sollten für die Polarlichter, da wir sie auch direkt von unserem Rorbuer in Sortland sehen würden. So fuhren wir langsam zurück, beobachteten den Himmel und hielten an schönen Eidsfjorden an, um Aufnahmen in der blauen Stunde zu machen. Es war ein äusserst lohnenswerter Stop, da das Wasser durch die lange Belichtung wie Silber aussah und die ganze Stimmung so schön friedvoll war.

Eidsfjord

Eidsfjord


Zurück im Rorbuer assen wir zu Abend (wow, mal nicht im Auto!!) und ich überprüfte von Zeit zu Zeit den Himmel auf Nordlichter. Und dann waren sie endlich da, die Polarlichter! Wir sprangen schnell in unsere Hosen und fuhren ein paar Kilometer bis wir die kleine Stichstrasse zu einem Museum erreichten, wo wir flugs das Auto parkierten und hinaus eilten. Sortland AuroraGerade als wir parat für die Fotos waren, kam ein Auto, ein Mann in elegantem Anzug stieg aus und kam auf uns zu. Er schaute uns an, grüsste freundlich auf Norwegisch und wir antworteten auf Englisch, dass wir hier Fotos vom Nordlicht machen wollten. Er sagte, er wäre der Eigentümer des Museums und dass er Gäste hätte, die einen Computer drinnen haben. Der Raum sei nicht verschlossen und er wollte nachschauen, wer nun da war und ob wir Einbrecher seien. Wir versicherten, dass wir nur auf der Jagd nach Nordlichtern waren, wir lachten alle und er sagte freundlich lächelnd “Welcome to Norway, enjoy your time” und fuhr wieder davon. Ja, dies ist Norwegen!!
Sortland Aurora

Sortland Aurora

So fotografierten und bewunderten wir die Nordlichter über dem Sortlandsund vom Ende des Wellenbrechers aus, was sehr schön war, aber es gab auch leider viele Lichter der Siedlungen entlang des Sunds. Es war aber trotzdem wieder eine tolle Erfahrung und Sichtung, die wieder mal viel zu schnell vorbei war. Wir kehrten zurück ins Rorbuer, als die Lichter nur noch schwach waren und gingen schnell schlafen. Es würde ja wieder eine sehr kurze Nacht für mich werden!

Highlight des Tages: die blaue Stunde am Eidsfjorden und die Auroras

Diashow:

SortlandMittlerweile schien es, als hätte ich mich an durchschnittlich vier Stunden Schlaf während dieser Ferien gewöhnt, denn das Aufstehen fiel mir nach rund vier Stunden Schlaf nicht schwer an diesem Morgen 😉 Aber das Licht sah so fantastisch aus, dass es eine Sünde wäre, liegen zu bleiben! Das nordische Licht ist einfach nur prächtig, so sanft und mit Pastellfarben. Wunderschön. Eidsfjord
Ich machte zunächst einige Fotos vom Sortlandsund vom Pier vor dem Rorbuer aus, bevor ich zum Eidsfjorden fuhr, was sich als perfekte Entscheidung erwies. Der Nebel bewegte sich über der Fjordoberfläche und das Licht wechselte innerhalb einer halben Stunde von Blau nach Gold. Perfektes Licht, ein ruhiger Fjord, eine Bilderbuchspiegelung und goldenes Licht: was braucht man mehr? Nichts für mich… 😉
Eidsfjord
Nach dem Frühstück machten wir eine kleine Rundfahrt und fanden uns in der ruhigen Gegend um den Weiler Roksøy auf der anderen Seite von Sortland wieder, wo wir auch unser erstes Paar Seeadler beobachten konnten! Leider waren sie für ein Foto zu weit entfernt und verschwanden auch schnell wieder, aber wir waren glücklich, diese tollen Vögel mal gesehen zu haben. AnnfjordWir fuhren danach zurück ins Rorbuer, assen zu Mittag und starteten für die Abendtour mit Sandwiches und Kaffee im Gepäck. n20130927060

Wir passierten den Eidsfjorden und fuhren weiter hinein in die Berge, die sich wundervoll um die Fjords schmiegten. Unseren ersten Stop machten wir am Bjørndalsfjorden, wo wir eine weitere wie gemalte Spiegelung der Berge im ruhigen Wasser des Fjords vorfanden. Die Herbstfarben sind da eine wahrliche Wohltat fürs Auge, so schön! Wir erreichten den malerischen Annfjorden kurz nach dem Bjørndalsfjorden und verbrachten einige Zeit am Ufer des Fjords, bis wir wieder umkehrten und Richtung Myre fuhren. MyreWe machten eine längere Pause auf dem geschlossenen Campingplatz von Myre, von wo aus wir einen fantastischen Blick über die Fjorde von Romset und Børrøy im Gegenlicht hatten. Da der Campingplatz geschlossen war, konnten wir dort auch in Ruhe rumhängen und auf das Licht warten. Wir blieben bis zum Ende der blauen Stunde und fuhren hinüber nach Gisløy, wo wir im Auto zu Abend assen und auf die Dunkelheit warteten. Myre

Schliesslich war wie immer ab 21 Uhr ein Nordlicht zu sehen, aber leider wieder nicht in idealer Position. Der Bogen endete genau über Klø mit seinen vielen Lichtern oder über dem benachbarten Berg mit der Strasse und Strassenlichtern im Vordergund:(Allerdings war es wieder ein schöner Anblick, die Aurora war normal stark und wir bekamen zudem noch einen tollen Mondaufgang zu sehen, der sehr dunkel und mystisch über dem nordwestlichen Horizont im Meer aufging. .
Myre
Nach einer Weile entschieden wir uns, langsam zurückzufahren und nach anderen Möglichkeiten Ausschau zu halten und fanden eine Parkiermöglichkeit bei Skaløya. Wir sahen eine fabelhafte Spiegelung der Aurora im Wasser des Oppmyrbogen, aber leider begann der Bogen in der Mitte der Sommarøya Halbinsel und war zu nahe an den heftig störenden Lichtern von Myre – wie Schade!!

Unser letzter Halt war an der kleinen Bucht vom Eidsfjorden, wo mir noch ein paar annehmbare Aufnahmen gelangen, aber die Aurora war auch sehr nah an den Lichtern von Sortland und Myre. So gaben wir schliesslich auf und fuhren zurück ins Rorbuer.

Highlight des Tages: der Morgen am Eidsfjorden

Diashow:

HognfjordenNatürlich stand ich auch heute um 5:15 Uhr nach nur vier Stunden Schlaf auf. Der Sund war ruhig und am östlichen Horizont gab es ein sanftes farbliches Glühen, das den Tag ankündigte. So sprang ich schnell in die Hosen und fuhr ein paar Kilometer zum Hognfjorden. Der Fjord war wie erwartet total spiegelglatt und die steilen Berge spiegelten sich perfekt im ruhigen Wasser – irgendwie scheint dies mein bevorzugtes Motiv zu sein in diesen Ferien 😉
Hognfjorden
Ich machte ein paar Fotos vom Ufer aus und fuhr dann zwei Minuten weiter zum kleinen Fischersee Bykvannto, der malerisch ins Tal eingebettet ist. Ein idealer Ort, um die restliche blaue Stunde zu verbringen und ich genoss den kalten, aber absolut ruhigen Morgen sehr. Als die Sonne langsam an den Bergflanken hoch kroch, fuhr ich zurück zu meiner ersten Location und wartete darauf, dass die Sonne den Fjord erleuchten würde. Es dauerte aber eine ganze Weile, weil die Sonne mit den Bergflanken Verstecken spielte: mal schaute sie für eine Minute über den Rand, um dann wieder dahinter zu verschwinden bis sie dann nach einigen Minuten hoch genug war, um in den Fjord zu strahlen.
Bjørndalsfjorden
Es war ein grossartiger Morning und zufrieden kehrte ich zum Rorbuer zurück und frühstückte mit Gerd. Es war ein weiterer schöner Tag, den wir für einen Ausflug nutzen. Allerdings kamen wir nicht sehr weit, da wir schon am Anfang vom Bjørndalsfjorden anhielten, wo wir weitere schöne fotogene Spiegelungen im Wasser fanden. Nyksund NyksundEigentlich fanden wir hinter jeder Ecke neue malerische Fotomotive, als wir langsam den Bjørndalsfjorden und Annfjorden entlang fuhren! Wir hatten an diesem Ausflug mit den vielen Fotogelegenheiten ausserordentlich viel Vergnügen und genossen die warme Sonne und die Ruhe der Orte ausgiebig in vollen Zügen.

Wir entschieden uns dann, nach Hovden herauf zu fahren, was auch wieder eine gute Entscheidung war, denn die Küstenlandschaft ist sehr dramatisch mit geschützten Buchten und weissen Sandstränden. Was für ein kleiner nordischer Traum! Wir machten einen Spaziergang am Strand von Hovden und genossen eine längere Mittagspause am sonnigen Strand von Finnbugsanden. HovdenDies ist ein wunderschöner weisser Sandstrand mit mächtigen Felsklötzen auf der Seite und schönen Steinen am Strand: alles Zutaten für ein Foto nach meinem Geschmack und ich tobte mich eine ganze Weile an Langzeitbelichtungen aus.
Kraknesvika
Nach dem Strandbesuch fuhren wir langsam zurück und machten noch einen Abstecher nach Nyksund, einem liebevoll restauriertem Fischerdorf mit einem ungewöhnlichen Verkehrsschild am Anfang 😉 Wir hatten eigentlich vor, das Dorf zu besichtigen, aber entschieden uns dann dagegen, weil wir auf dem Weg in der Nähe der Kraknesvika Bucht einige tolle Stellen für Bergsilhouetten gesehen hatten. So fuhren wir die paar Kilometer zurück und deckten den Picknicktisch in der warmen Sonne für unser Abendessen. Die Sonne verschwand hinter den Bergen und wir bekamen in der Tat eine spektakuläre Silhouette! Kraknesvika Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert:)Wir machten hoch erfreut Fotos und warteten dann im Auto auf das Erscheinen der Nordlichter. In der Zwischenzeit konnte ich die Milchstrasse fotografieren, die geradezu ideal über den Gipfeln der Berge stand. Es dauerte eine Weile, aber dann konnten wir einen hellen Schein hinter den Bergen ausmachen – genau neben den Masten der Sendestation 😮 Auch nicht wirklich ideal, aber es gelang uns dennoch, die störenden Masten aus den Fotos heraus zu halten, da sich das Nordlicht wieder in einem Bogen über der See ausbreitete und wir so doch zu einigen schönen Aurora Aufnahmen kamen.

MyreNach einer guten Stunde machten wir uns auf den Heimweg und stoppten nochmals auf dem Parkplatz bei Skaløya, wo wir mit einigen schwächeren, aber eindrucksvollen Auroras über den Hügeln von Sommarøya belohnt wurden. Die Spiegelung im Wasser vom Oppmyrbogen war wieder sehr schön, aber es war auch wieder schwierig, die Lichter von Myre aus dem Foto auszuschliessen. Trotzdem ein schöner Anblick! Nyksund

Unser letzter Versuch und Halt war in der Bucht am Eidsfjorden, wo ebenfalls ein schwaches Nordlicht zu sehen war, aber auch hier gab es wieder zu viele Lichter an der gegenüber liegenden Küstenlinie. So machte ich hier nur ein paar Fotos von der Milchstrasse über den Gipfeln der Strandfjellet Bergkette und fuhren dann nach Hause, wo wir völlig müde, aber glücklich, ins Bett fielen.

Highlight des Tages: die wunderbaren Spiegelungen in den Fjord

Diashow:

SortlandEs sah so aus, als hätte ich mich mittlerweile absolut an nur vier Stunden Schlaf gewöhnt, denn auch heute fiel mir das Aufstehen um kurz nach fünf Uhr nicht schwer 😉 StorvatnetDie ruhige Stimmung über dem Fjord war atemberaubend schön und ich ging zum Ende des Piers, um Fotos vom Sortlandsund und den Bergen mit den ersten roten Zeichen des Morgens zu machen. Nachdem die blaue Stunde nahezu vorbei war, nahm ich das Auto und fuhr die Hügel hinter dem Haus bis zum Skilift hoch. Dort gibt es einen kleinen See, Storvatnet, der sich in idealer Lage für den Sonnenaufgang befindet. Ich wurde nicht enttäuscht und von einem wahren Feuerwerk in Rottönen über dem Himmel begrüsst. Wow, was für eine fantastische Stimmung, was für geile Farben und was für ein tolles Panorama! Ich war geflasht und machte glücklich meine Fotos. Es war die absolute Magie der Farben, einfach grossartig!
Storvatnet
Ich kehrte zum Haus zurück, wir frühstückten und machten einen kleinen Ausflug entlang der Küste genau gegenüber von Sortland. Wir passierten den Djupfjord, der sehr idyllisch ist und ich war froh, dort eine weitere Spiegelung vorzufinden. DjupfjordWir fuhren bis zum Ende der Strasse nach Kaljord und genossen die Ausblicke über die Lofoten und in den Raftsund hinein. KalfjordWir konnten von einer Stelle aus sogar die Raftsundbrücke sehen – ein wirklich abwechslungsreicher Küstenabschnitt! Die Strasse führte durch schöne Moorgebiete mit viel Wollgras und kleinen Moortümpeln, aber ich konnte keine geeignete Stelle für ein Foto finden, da ich nicht weit von der Strasse weg gehen konnte – das Moor begann buchstäblich direkt neben der Strasse!

So kehrten wir für die Mittagspause zurück ins Rorbuer und ich holte etwas Schlaf nach, bevor wir uns auf den Weg in unsere Nachmittags- und Abendsaktivitäten stürzten. PolarlysDas Hurtigrute Schiff “Polarlys” war in Sortland angekommen und wir fuhren zum Hafen, um einen Blick auf sie zu werfen. Die Hurtigruten Schiffe üben mit ihrer langen Geschichte und Tradition immer wieder eine Faszination auf uns aus. Danach folgten wir einer kleinen Stichstrasse zum Weiler Holmes nicht weit von Sortland. Am Ende der Strasse am Hafen fanden wir einen kleinen Parkplatz direkt an einem hübschen weissen Strand. HolmesDer Blick in den Lifjorden mit den Bergen ringsum war überwältigend und wir genossen dieses idyllische Plätzchen aus allen Zügen. Wir parkierten das Auto, erkundeten den schönen weissen Sandstrand und machten einige Gegenlichtaufnahmen sowie später Langzeitbelichtungen in der blauen Stunde. Was für ein perfekter Ort für einen entspannten Nachmittag! Wir assen fast schon wie gewohnt unsere Sandwiches zu Abend im Auto und warteten auf das Nordlicht. Aber es zogen mehr und mehr Wolken auf, so dass wir uns dazu entschieden, zurück nach Sortland zu fahren und dort auf das Aufklaren zu warten. Wir sahen es ja ganz einfach aus unserem Fenster, das Sicht Richtung Nordwesten hatte.
Holmes
Es war bereits 11 Uhr, als es innerhalb von Minuten aufklarte und wir starke Nordlichtaktivität beobachteten. Wir sprangen ins Auto und fuhren 15 Minuten zu einem Plätzchen am Rogsøyfjorden, das wir vor einigen Tagen während des Location Scoutings ausgemacht hatten. Aurora SortlandDiese Stelle erwies sich als absolut perfekt mit wenig störenden Lichtquellen und die Lichtshow begann genau zu dem Zeitpunkt, als wir ankamen und die Stative aufgebaut hatten. Wir wurden mit einem grünen Feuerwerk vom Feinsten belohnt! Aurora Rogsøyfjorden Der ganze Himmel war grün mit Farben und Formen des Nordlichts. Mein persönliches Highlight war jedoch die Milchstrasse zusammen mit einem heftigen Nordlicht – was für ein grossartiger und beeindruckender Anblick! Atemlos und voller Bewunderung machten wir unsere Fotos und bestaunten dieses Naturspektakel über unseren Köpfen, das über eine Stunde lang andauerte. Dann wurde es langsam schwächer und die Aktivität verlagerte sich wieder deutlich nach Norden.
Aurora Rogsøyfjorden
Wow! Wir waren absolut überwältigt und fuhren total aufgedreht zurück ins Rorbuer, wo wir erstmal ein Glas Wein tranken, um wieder ruhiger zu werden nach dieser aufregenden Nacht.

Highlight des Tages: Sonnenaufgang und die Aurora Lichtshow

Diashow:

SortlandDas Wetter sollte sich nun endgültig ändern und so war dies wohl die letzte ultra kurze Nacht für mich mit nur ein wenig mehr als vier Stunden Schlaf. SortlandAber auch heute Morgen war es durchaus lohnenswert, aufzustehen, da das sanfte Morgenlicht in der Dämmerung über dem Sund fantastisch aussah. Ich ging zum Pier und bewunderte die Wolken, die eine herrliche rosa Farbe annahmen und sich im Wasser spiegelten, als die Sonne langsam höher stieg. Die blaue Stunde dauert hier um diese Jahreszeit deutlich länger und ich hatte 1 3/4 Stunden Zeit für das Fotografieren zwischen Dämmerung und dem Zeitpunkt, als die Berge und der Fjord von der Sonne beleuchtet wurden – eine wahrlich tolle Tageszeit mit ständig wechselnden Farben des Lichts!
Sortland
Die sonnigen Berge sahen gegen den dunklen Himmel im Westen ziemlich dramatisch aus und ich machte noch schnell ein paar Aufnahmen für ein Panorama, bevor ich ins Rorbuer zurückkehrte, wo Gerd bereits mit einem heissen Kaffee auf mich wartete.

Hurtigrute Nordlys BeachDas Wetter hielt sich noch und wir machten einen kleinen Ausflug entlang der Küste von Andøy bis nach Risøyhamnen, wo wir später umkehrten. Wir hielten zuerst an “unserer” kleinen Bucht am Rogsøyfjorden, wo das sanfte nordische Licht den Fjord und die Berge auf der anderen Seite in Pastellfarben tauchte – wunderschön!
Auf dem weiteren Weg kam uns im Fjord das Hurtigruten Schiff “Nordlys” entgegen, das auf dem Weg Richtung Sortland war. Es war eine wunderschöne Kulisse: das majestätische Schiff im ruhigen Fjord, von Bergen umrahmt und von warmen Sonnenlicht gebadet. Fantastisch!

CowsLetztendlich genossen wir unsere vermeintlich letzten Sonnenstrahlen dieser Ferien an dem schönen weissen Sandstrand von Breineset, bevor wir zurück nach Sortland zum Mittagessen fuhren. Hurtigrute Nordlys

Das schlechte Wetter war nun tatsächlich angekommen und es fing an zu regnen. So fuhren wir nach Sortland rein und machten einen kleinen Stadtbummel, der aber nicht allzu aufregend war. Norwegische Küstenstädte sind hier oben nicht wirklich hübsch… SortlandIch machte später nach unserer Rückkehr einige Fotos vom Pier in der blauen Stunde. Es fing an zu regnen und wir verbrachten den restlichen Abend im Rorbuer. Wir assen zu Abend und Gerd schaute TV, während ich den Reisebericht schrieb und wir früh zu Bett gingen.

Highlight des Tages: Sonnenaufgang und die blaue Stunde

Diashow:

Sjohus SenteretObwohl der Wecker das erste Mal nicht klingelte, wachte ich trotzdem früh auf.

Sjohus Senteret

Sjohus Senteret

Doch als ich den Regen gegen das Fenster prasseln hörte, blieb ich noch etwas liegen, bevor ich aufstand, Nachrichten las und meinen Kaffee genoss. Gerd kam später und wir frühstückten gemeinsam.

Old and new

Old and new

Es regnete den ganzen Morgen ununterbrochen, bis wir nach Mittag nach Stokmarknes fuhren, um dort das Hurtigrute Museum zu besuchen. Um diese Jahreszeit sind sie nur zwei Stunden lang von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Hurtigrute MuseumDie alte “Finnmark” lag trocken und wurde in ein lebendiges Museum umgewandelt. Wir wanderten durch die Gänge, schauten in die Kabinen der verschiedenen Klassen, sahen die Küche, Salons und die Brücke mit einigen Originalinstrumenten – ein sehr kurzweiliger, interessanter Spaziergang! Im Gebäude gab es eine grosse Ausstellung über die Geschichte der Hurtigrute mit vielen historischen Stücken aus den Schiffen. Hurtigrute MuseumEs war ein schöner Museumsbesuch und eine gute Wahl, einen regnerischen und stürmischen Nachmittag zu verbringen.

Wir kehrten nach Sortland zurück, wo es weiterhin regnete und verbrachten den Abend gemütlich im warmen Rorbuer. Ich machte ein paar Fotos vom Sund vom Fenster aus, da die Sturmwolken recht gut aussahen und schrieb weiter am Reisebericht, während Gerd ein wenig TV schaute und ich weiter am Reisebericht schrieb.
Sortland

Highlight des Tages: das Hurtigrute Museum

Diashow:

Sea cabins LankanholmenHeute Nacht hatte ich endlich mal ausgezeichnet geschlafen, stand aber trotzdem ausgeschlafen um 6.00 Uhr auf und las Nachrichten mit einem leckeren Morgenkaffee. Es regnete immer noch und der Sturm war sogar noch stärker als gestern Abend.

Wir mussten heute abreisen und zu unserer letzten Unterkunft in Bleik weiterziehen. Ich war ein wenig traurig, da die Polarlichtvorhersage einen KP5 oder sogar KP6 vorher sagte, der Himmel aber bedeckt mit Regen und Sturm bleiben würde. Aber man wird sehen, unverhofft kommt ja bekanntlich oft 😉

Sea cabins LankanholmenDie erste Überraschung holte uns bereits ein, als wir in Andenes ankamen und beim Andrikken Hotel den Schlüssel für das Strandhaus in Bleik abholen wollten. Ich hatte die Reservierung per Email gemacht und alles schien in Ordnung, aber es gab keine Reservierungsnummer. Aber wir hatten Glück, da es Nebensaison ist und die Häuser nicht ausgebucht waren. Sea cabins LankanholmenDoch die freundliche Dame an der Rezeption bot uns zudem eine Alternative direkt in Andenes mit TV und WLAN an, dazu noch zu einem günstigerem Preis als das Haus in Bleik. Wir entschieden uns ohne zu zögern um, da die Wettervorhersage unverändert schlecht war und wir somit wenigstens etwas Unterhaltung mit TV und Internet haben würden. Beides wäre nicht notwendig gewesen bei gutem Wetter, da wir uns dann sowieso fast nur draussen aufgehalten hätten. So wählten wir Sea Cabin 11 der Sea Cabins Lankanholmen und fuhren hinüber zum Hafen.
Bleik

Die Cabins sind geräumig mit einem Wohnbereich, Esstisch mit Stühlen, einer gut eingerichteten Kochnische, zwei Schlafzimmern und Bad mit einem schönen Blick nach Norden, was gut wäre, um Nordlichtaktivität zu beobachten. Es war im Grossen und Ganzen alles okay bis auf ein paar Kleinigkeiten: die Fussbodenheizung im Bad lief erst nach zwei Tagen, die Armaturen im Bad waren etwas lädiert, eins der Küchenmesser war mit Klebeband repariert und nicht so ganz sicher, die Matratzen könnten eine Reinigung vertragen genauso wie die Küche im Allgemeinen. Eigentlich sollte das alles bei dem Preis in Ordnung sein, aber wahrscheinlich ist einfach zu viel Durchsatz an Touristen hier. Aber es hört sich nun schlimmer an, als es war – die Cabin ist nicht dreckig oder unbrauchbar, nur eben nicht perfekt.

In der Zwischenzeit wurde es ziemlich stürmisch und wir gingen erstmal fürs Mittagessen einkaufen. Wir kauften ein halbes Kilo wunderbaren frischen Lachs, der super lecker schmeckte. Danach wollten wir sehen, wie die Wideroe Propellermaschinen in diesem Wind landen und suchten uns ausserhalb eine geeignete Stelle. Der Anflug sah am Anfang ruhig aus, wurde aber richtig wackelig, als die Maschine kurz vor der Landung Böen von der Seite abbekam und ziemlich wackelte 😮 Nicht sehr gut für meine Nerven – der Wind sollte ja ähnlich stark am Sonntag sein, wenn wir abfliegen 😮
Bleik
Danach fuhren wir nach Bleik und bewunderten den Blick über die Inseln und Küste. Als das Licht besonders dramatisch war, versuchten wir aus dem Auto zu kommen, aber der Sturm war zu stark, um die Tür zu öffnen! Gerd half mir, aber es war immer noch zu schwierig, in dem stürmischen Wind zu stehen. Ich machte zwar ein Foto, aber der Moment mit dem Lichtspot war vorbei. Was für eine verpasste Gelegenheit! Wir gaben kurz danach auf, da es selbst bei sonnigem Wetter unmöglich sein würde, ein Stativ für Langzeitbelichtungen aufzustellen und fuhren zurück zur Cabin nach Andenes. Wir genossen ein Glass Wein und ich arbeitete am Reisebericht, bis wir schlafen gingen.

Highlight des Tages: Mittagessen

Sea cabins LankanholmenEs gab absolut keine Veranlassung aufzustehen, da der Sturm draussen immer noch laut heulte, als ich aufwachte. AndenesAber ich stand dennoch auf und schrieb bei mehreren Tassen Kaffee weiter am Reisebericht bis Gerd auch wach war und wir frühstückten. Wir verbrachten einen gemütlichen Morgen: ich plante und buchte unsere Ferien für den Winter 2014 in Norwegen während Gerd ausgiebig duschte und Nachrichten las.

Wir machten im Sturm einen Spaziergang hinüber zum Walmuseum, aber es hatte geschlossen – nicht wirklich überraschend zu dieser Jahreszeit. So kauften wir frisches Brot und Kuchen und gingen zur Cabin zurück, um zu Mittag zu essen. Was für ein langweiliger Tag!
Bleik

Der Wind liess am Nachmittag ein wenig nach und wir fuhren zum Strand nach Bleik, wo ich ein paar Langzeitbelichtungen probierte. Es war nicht so einfach mit den Sturmböen und einige runinierten dann auch die Fotos. Aber es machte Spass und war etwas Abwechslung an diesem ereignislosen Tag…

In der Zwischenzeit wurde unsere Winterunterkunft in Norwegen bestätigt und ich buchte zurück in der Cabin die Flüge ab Zürich. Ha, endlich etwa Aufregung – yay! Ich freute mich jetzt schon auf das kommende Wintermärchen und kann es kaum erwarten!!!

Wir dachten, wir könnten wegen der starken Polarlichtvorhersage noch einen Versuch starten und warteten am Strand von Bleik noch eine Stunde in der Dunkelheit, aber es war einfach zu bewölkt und es kein grüner Schimmer liess sich mehr blicken. Wir fuhren zurück und gingen wieder früh schlafen.

Highlight des Tages: die kurze Spielzeit mit den Langzeitbelichtungen
Bleik

Andenes AndenesAls ich um halb sechs Uhr aufwachte, war es nicht am regnen und ich stand auf, um zu einem nahe gelegenen Strand zu fahren. Es war Ebbe und ich sah einen der schönsten Strände, die ich je gesehen habe, vor meinen Augen: purer sauberer weisser Sand, flaches türkis farbenes Wasser und eine herrliche Ruhe über den Schären auf dem Meer davor. Was für ein toller Start in den Tag! Ich erkundete glücklich den Strand und machte Fotos bis zum Ende der blauen Stunde. Als ich wieder zum Parkplatz die Böschung hoch kletterte, traf mich fast der Schlag! Der Himmel im Osten mit den Bergen des Festlandes glühte in einer verrückten orange-roten Farbe 😮 😮 Ich eilte zum Auto und versuchte so schnell wie möglich die nahe gelegenste Küste auf der Ostseite zu erreichen. Ich erreichte schliesslich einen kleinen Strand in einer Wohngegend in der Nähe des Flughafens… Ich baute Stativ und Kamera auf und konnte dieses fantastische Feuerwerk endlich fotografieren. Die Berge erhoben sich majestätisch und blau gegen den Himmel ab und über ihnen bildeten sich dunkle, dramatische Wolken. Dann tauchte plötzlich ein Auto auf und zwei junge Männer stiegen aus: die norwegische Militärpolizei! AndenesSie kamen zu mir und fragten, was ich fotografieren würde, da sich die Militärbasis in der Nähe befindet und mich Jemand gemeldet hatte ?!? Ich versicherte ihnen, dass ich die Anlagen nicht fotografiert hatte und zeigte ihnen die Fotos, die ich bisher gemacht hatte, auf dem Display (ich hatte gerade die 1D mk IV und das 300mm f4 in Gebrauch – nicht gerade die unauffälligste Kombo…) und sie wollten meinen Pass sehen. Kein Problem und ich lieh ihnen sogar noch einen Kugelschreiber, damit sie meine Daten notieren konnten 😉 Danach entschuldigten sie sich für die Unannehmlichkeiten, lächelten freundlich und wünschten mir einen schönen Tag – ebenfalls, Jungs! Es geht also auch freundlich…

AndenesDie Sonne brach nochmals durch die Wolken, nachdem die Jungs weg waren und ich war ziemlich happy über die Location und diesen feinen dramatischen Sonnenaufgang. Ich fuhr schliesslich zur Cabin zurück und wir frühstückten gemeinsam. Nach dem Frühstück wollte ich eine andere Location für den Sonnenaufgang suchen, die etwas weiter vom Flughafen entfernt war. NøssDer kleine Bootshafen von Fiskenes sah vielversprechend aus und nach einer kurzen Inspektion fand ich ihn ideal für die kommenden Tage. Weit genug entfernt vom Militär sollte es auf jeden Fall sein!

Wir fuhren zurück, kauften im REMA1000 unser Mittagessen ein – Lach, was sonst? 😉 und bereiteten ihn in der Cabin zu. Lecker! Das Wetter sah nun ziemlich freundlich aus, bewölkt mit einigen sonnigen Abschnitten. Wir fuhren an der Westküste entlang bis nach Nøss, wo wir auf der Hinfahrt vor zwei Tagen nach Andenes einige wunderbare Felsformationen an Sandstränden bemerkt hatten. Wir waren dann auch hoch erfreut, viele Felsen mit führenden Linien und kleinen Pfützen und Moortümpeln zu entdecken! Ich spielte mit meinen Weitwinkeln, Filtern und Langzeitbelichtungen und hatte mächtigen Spass dabei 😉 Gerd machte Fotos von den Bergen in der Ferne und hoffte darauf, dass ein Seeadler vorbei schauen würde. Das passierte leider nicht, aber immerhin sahen wir zwei Adler hoch am Himmel kreisen.
Nøss
Wir fuhren zurück nach Bleik und warteten auf die blaue Stunde, da der Sonnenuntergang ausfiel. Die Sonne war hinter einem dicken Wolkenband verschwunden und es gab keine Hoffnung mehr auf etwas Farbe. Aber das blaue Licht sah mit den extremen Langzeitbelichtungen und den dicken, dunklen Wolken sowie den Schären und Bergen hervorragend aus. Bleik BleikWir blieben, bis es dunkel war und kehrten zur Cabin zurück, wo wir zu Abend assen. Gerd fing schon mal an, einen Teil unseres Gepäcks zu packen während ich den Reisebericht schrieb und Fotos sicherte. Ja, der Abschied von Norwegen nahte mit grossen Schritten 😮

Highlight des Tages: Sonnenaufgang und die Spielzeit am Strand

Diashow:

Der Wecker klingelte um viertel vor sechs Uhr und ich machte mich auf den Weg nach Fiskenes. Leider war es heute sehr bewölkt, es dröppelte sogar ein wenig und die Sonne konnte sich nicht durch die Wolken kämpfen. Aber trotzdem sah die Küste im blauen Licht mit den dunklen, dramatischen Wolken fantastisch aus, so dass ich es mir nicht nehmen liess, Fotos für ein Panorama zu machen. Es war ein kurzer, aber doch schöner Morgen und ich kehrte früher als gewöhnlich zum Frühstück zurück.

Funny instructions

Funny instructions


Nach dem Frühstück fuhren wir nach Stave, wo wir an der Küste ein wenig wanderten, es aber aufgrund des schlechten Weges nicht ganz bis nach Hoyvika schafften. Aber egal – ich wollte am Nachmittag lieber nochmal zurück nach Nøss, um noch ein wenig mehr am tollen Strand zu spielen. DinnerWir assen zum Mittag unseren letzten Lachs mit Gemüse und dann machten wir uns auf den Weg.

Aber wir wurden ziemlich enttäuscht, denn es fing just in dem Moment an zu regnen, wo wir in Nøss ankamen und es sollte nicht mehr aufhören. Wir warteten fast zwei Stunden im Auto, gaben dann auf und fuhren zurück zur Cabin nach Andenes.

Der Regen hörte überhaupt nicht mehr auf und wurde eher stärker, so gab es auch keine letzte blaue Abendstunde für mich:(Gerd kochte unser letztes Abendessen, ich stellte den Reisebericht als Entwurf online und wir hatten einen entspannten letzten Abend mit TV und einer Flasche Weisswein.

Was für ein trauriger letzter Ferientag:(

Highlight des Tages: die blaue Stunde am Morgen
Andenes

Andrikken HotelSchon Abreisetag! Es regnete immer noch, als wir aufstanden und so packten wir unsere letzten Sachen, beluden das Auto und fuhren rüber zum Andrikken Hotel.

Andrikken HotelWir hatten uns am letzten Tag für ein langes Frühstück im Hotel entschieden, bevor wir zum Flughafen mussten und dies war eine gute Entscheidung. Das Frühstück kostet 75 NOK pro Person, war aber jede Krone wert! Auf uns warteten viele leckere Sachen: Kaffee, Tee, Aufschnitt, Käse, Joghurt, Cornflakes, verschiedene Arten von Fisch und natürlich der geräucherte Lachs. Wir genossen das Essen ausgiebig und fuhren gegen 11 Uhr zum Flughafen.

Andenes airportCheck-in war schnell und unkompliziert und die Wideroe Maschine hob pünktlich zum Flug nach Bodø ab. WideroeEs war ein langweiliger Flug, da wir unten aufgrund der dicken Wolken nichts sehen konnten. Wir hatten nur 30 Minuten im Transit in Bodø und flogen pünktlich zu unserem nächsten Ziel Oslo. Nun hatten wir fast drei Stunden Wartezeit im Transit und assen im selben Restaurant zu Mittag wie bereits auf der Rückreise im letzten Februar. Der letzte Flug nach Zürich war ebenfalls pünktlich, wir schnappten uns unser Gepäck und fuhren mit dem Zug nach Hause nach Basel.

Es waren wirklich wundervolle Ferien, die unsere Erwartungen übertroffen haben – besonders bezüglich der Nordlichter, aber auch aus Wettersicht. WideroeWir sind sehr froh darüber, dass wir in so vielen Nächten Glück mit dem grünen Licht hatten und dass wir so viele feine Gutwettertage hatten! Norwegen ist ein fantastisches Land für Naturfotografie und wir zählen nun schon die Tage, bis wir im Februar 2014 wieder kommen können!

Wir hoffen, der Reisebericht hat Euch gefallen und Danken Euch für Euer Interesse und Ausdauer – Sandra & Gerhard.

Wir freuen uns über Euren Besuch unseres Fotoblog mit aktuellen Fotos und Informationen über unsere Fotoprojekte: SA*GA Photography – Fotoblog von Sandra Schaenzer

Lofoten trail

F a c e b o o k