Ausflug auf den Storsteinen und Polarlichter am Nakkevatnet

Wir hatten gut geschlafen und besorgten Frühstück und Getränke im Supermarkt nebenan.

Das Wetter war heute schön und sonnig und wir nutzten die Gelegenheit für einen Ausflug auf den Hausberg von Tromsø, dem Storsteinen. Wir kamen rechtzeitig vor den grossen Gruppen am Parkplatz an und nahmen die Seilbahn Fjelleisen, die uns in nur fünf Minuten auf das beliebte Ausflugsziel brachte. Von dort hat man einen fantastischen Blick auf Tromsø, die Berge und Fjorde.

Es war ziemlich windig und kalt auf den Aussichtspunkten, aber es machte Spass, einige Panoramen von dieser grandiosen Aussicht zu machen. Wir nutzen für die Panoramen zum einen die Shift-Funktion des 17mm TS-E Objektivs sowie das 135mm Tele für traditionelle Panoramen. Das Licht war leider schon sehr hart – es muss ein Traum sein, hier oben bei warmen Morgen- oder Abendlicht zu fotografieren! Wir genossen den Aufenthalt trotzdem und genossen die Aussicht, bis wir nach 90 Minuten wieder die Seilbahn zurück nahmen.

Wir starteten den Abendausflug rechtzeitig zur blauen Stunde und ich entschied mich diesmal, über die Brücke Richtung Eiskathedrale zu laufen, wo wir uns alle trafen. Es gelangen mir einige stimmungsvolle Aufnahmen des abendlichen Fjords – das späte oder frühe Licht im hohen Norden ist einfach wunderschön!

Ich traf Gerd und unsere Gruppe an der Eiskathedrale und wir fuhren die für mich attraktivste Location der Reise an: der See Nakkevatnet bei Sjursnes. Dieser ruhige, idyllische Ort ist auch bereits ohne Nordlichter eine Augenweide. Und als Krönung von allem, endlich mal keine Lichtverschmutzung!

Wir mussten diesmal recht lange auf die Polarlichter warten und wenn sie kamen, dann waren sie nur sehr kurz sichtbar und schnell wieder verschwunden. Ein totaler Unterschied zu den vergangenen Tagen! Michael, ein sehr netter Arzt aus der Nähe von Luzern, und ich stapften durch den hüfthohen Schnee und fanden einen perfekten Standpunkt für schöne Landschaftsaufnahmen. Wir wurden mit einem starken, aber nur kurz andauerndem Polarlicht belohnt. Gerd hatte Probleme mit dem Zoomobjektiv und wir sahen später, dass alle seine Fotos defokussiert waren und im virtuellen Mülleimer landeten. Ich hatte ebenfalls Probleme, als ich auf das 17mm TS-E wechselte und aufgeregt einige Fotos machte – bis ich in der Dunkelheit realisierte, dass das Objektiv versehentlich geshifted war und die Bilder auch defokussiert waren. Schock, Horror!! Mir gelangen zwar noch einige Fotos mit dem Zeiss 21mm, auf das ich wechselte, aber das Polarlicht war da schon sehr abgeschwächt.

So waren wir in dieser Bilderbuchlandschaft mit Polarlichtern und wir haben beide fast alle Fotos versemmelt – wir waren doch etwas frustriert, als wir zum Hotel zurückfuhren! Ich hoffte inständig, dass wir nochmals an einem anderen Abend an den See zurückkehren würden…

Highlight des Tages: der See Nakkevatnet

Fotogalerien: Die Magie der Polarlichter, Teil III
und
Die Magie der Polarlichter, Teil IV

Vorschaufotos:

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