Arusha Nationalpark

Wir erwachten recht früh und ich habe meine erste Begegnung mit einer Spinne hinter mir. Sie war aber nur klein und meine Panik hielt sich in Grenzen! Im Garten tobten zu unserer Begeisterung viele bunte Vögel: eine Witwenstelze, Flötenwürger, Bülbüls, Nektarvögel und einige andere bunte Vögel, deren Namen wir nicht kannten. Was für ein schöner Tagesbeginn! Wir frühstückten mit Elvira zusammen, die uns aber dann leider verlassen musste und zurück nach Nairobi fuhr, während wir mit Steven unseren ersten Tag in einem der tansanischen Nationalparks verbrachten.

Pünktlich um 9 Uhr holte Steven uns ab und wir fuhren das kurze Stück zum Arusha National Park. Steven kaufte die Permits und kurze Zeit später sahen wir bei der Fahrt zum Momella Gate unsere ersten Giraffen – was für schöne elegante Tiere! Am Momella Gate parkierten wir das Auto und machten eine etwa 2,5-stündige Walking Safari, bei der wir vom bewaffneten Ranger Raimund begleitet wurden. Als erstes sahen wir wunderschöne bunte Bienenfresser – Weißstirnspinte, die am Flussufer ihre Bruthöhlen hatten und eifrig damit beschäftigt waren, den Nachwuchs mit Nahrung zu versorgen.

Wir wanderten weiter bis zu einer grossen offenen Ebene, wo eine grosse Büffelherde weidete. Wir konnten uns den bulligen Tieren bis auf etwa 150 Meter nähern und bewundern. Es sind starke, mächtige und als Einzeltier auch gefährliche Tiere, die aber auch eine gewisse Faszination ausstrahlen.

Ein wenig weiter frass eine Giraffe an einer Akazie und ein paar Meter daneben tobten Paviane in den Büschen. Wir stiegen ein wenig den Hang hinauf und hatten einen schönen Ausblick auf die Ebene und die grasenden Büffelherden. Weiter ging es zum Tululusia Waterfall, idyllisch gelegen und eine willkommene Abkühlung!

Auf dem Weg zurück verbrachten wir noch einige Zeit bei den Bienenfressern, wo uns einige schöne Fotos gelangen – sie posierten aber auch wie Supermodels! Gleich neben den Bienenfressern fanden wir einen Agamanen, der sich auf einem Felsen sonnte und sich ebenfalls für uns in Szene setzte.

Wir verabschiedeten uns von Raimund und fuhren mit Steven weiter zum Big Tree Arch, einem Würge-Feigebaum mit einem grossen Loch, so gross, dass man durchfahren konnte. Nach gebührender Bewunderung war es Zeit für eine Lunch Break und wir fuhren zum Kilimanjaro View Point, von dem man einen grossartigen Blick über die Ebene und die umgebenden Hügel sowie zu den Momella-Seen hatte. Ein schöner Platz zum Picknicken; das fand wohl auch der grosse Hornvogel, der uns fast durchs Essen flog!

Die Lunchbox konnten wir nicht ganz bewältigen, ohne zu platzen, und so fuhren wir satt und zufrieden zu den Momella-Seen. Unterwegs sahen wir Grüne Meerkatzen, Giraffen, Kronenkiebitze und am Ufer eines Sees eine Bande Nachtreiher, die richtig niedlich auf ihren Ästen hockten und aussahen, als hätten sie volle Backen.

In den salzhaltigen Momellaseen machten sich zahlreiche Grosse und Kleine Flamingos über die Algen her und von überall her flogen weitere Flamingos ein! Wir wunderten uns, dass sich auch einige Nilgänse in dem salzigen Wasser tummelten. Am Ufer fand Steven auf einem Stein eine ziemlich hässliche Spinne; ich schaute sie mir tapfer an – das hielt aber nur solange, bis Gerd mir zurief, sie würde auf mich zukommen und ich entsetzt zurücksprang. Aber immerhin – angucken geht schon!

Wir fuhren um die Seen, die nun mit den malerischen Hügeln im weichen Licht des späten Nachmittags sehr schön aussahen. So ging unser erster Safaritag dem Ende zugegen – ein schöner Start, den wir mit einem leckeren Abendessen bei einer Flasche Weisswein ausklingen liessen.

Highlight des Tages: die Bienenfresser

Fotogalerie: Arusha National Park Fotogalerie

Vorschaufotos:

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